"Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg
Sr. Teresa Zukics Musical "Gottes Mensch-Werdung"
 



               

                            


Am Sonntag, dem 16. Februar 2003 wurde in der kath. Dreifaltigkeitskirche in Altdorf Schwester Teresa Zukics Musical „Gottes Mensch-Werdung“ aufgeführt. Auch zahlreiche Auswärtige füllten die Kirche um Schwester Teresas sechstes Musical zu erleben. Vielen ist sie durch das Fernsehen als skateboardfahrende Nonne, anderen durch ihre Bücher und Vorträge bekannt.

Das Geschehen beginnt auf Erden: Ein Mädchen ist verzweifelt über das Leid in der Welt, all die Unmenschlichkeit um sie herum, Krieg, Hass, Streit, Lüge und Einsamkeit. Sie fragt Gott, ob ihn das denn alles kalt lasse und warum er nichts dagegen tue. Im Gottesdienst fällt sie in den Schlaf und träumt.

Im Himmel ruft Gott seine Berater zusammen, um mit ihnen nach einem Ausweg zu suchen. Wie soll man den unmenschlichen Menschen menschlich machen? Verschiedene Vorschläge werden gemacht. Der erste Berater schlägt vor, den Menschen mit Gewalt zu verändern, doch ohne Erfolg. Der zweite Versuch, durch Gebote und Verbote Ordnung zu schaffen schlägt ebenso fehl. Auch der dritte Versuch, den Menschen mit Belohnungen zu menschlicherem Verhalten zu bewegen, scheitert. Kinder führten dies dem Publikum in ihrer Sprache anschaulich vor Augen. Verschiedene Musikrichtungen bis hin zum Rap unterstrichen die Wirkung.

Da meldet sich Gottes Sohn mit seinem Rat: Einer von ihnen müsste den Menschen ein menschliches Leben vorleben, er müsste unter sie gehen und sie verstehen und sie ganz tief berühren. Er müsste ihnen zeigen, was ein menschliches Leben voll Liebe und Gerechtigkeit ist, dass man ohne Gewalt leben kann, wenn sie so leben wie Gott es will. Daraufhin melden die Berater Bedenken an: Es sei zu gefährlich, sich der menschlichen Willkür auszusetzen. Dem Sohn gelingt es, die Berater zu überzeugen, doch niemand will den Auftrag ausführen. Schließlich erklärt sich der Sohn dazu bereit, den Menschen die Menschlichkeit vorzuleben, wie sie Gott gemeint hat. Das Mädchen erwacht aus seinem Traum und versteht nun, warum Gott auf die Erde gekommen ist. Viele aber haben sich noch nie Gedanken darüber gemacht.

Das Musical klang aus mit dem Lied „Ich steh auf Kirche“ – ungewohnte Töne in einer Zeit, in der es oft schon fast „zum guten Ton“ gehört an der Kirche nichts gutes dran zu lassen.

Schwester Teresa, Gründerin der "Kleinen Kommunität der Geschwister Jesu" demonstrierte auch mit diesem Musical wieder, dass der Glaube gerade mit alternativen Mitteln und mit Lebendigkeit verkündet werden kann. Die Zuhörer ließen sich von der mitreißenden Stimmung der Akteure anstecken, reichten sich die Hände und sangen gemeinsam mit.

Dekan Albert Börschlein und Religionslehrerin Elisabeth Gsänger dankten Schwester Zukic und den 50 Mitwirkenden, Kindern, Jugendlichen und Erwachsen aus dem Gemeindechor und der Band der Herz-Jesu Pfarrei Pegnitz für die eindrucksvolle Aufführung. Lilo Lambrecht als Vertreterin des Ökumenekreises überreichte einen Blumenstrauß. Den Erlös aus den freiwilligen Spenden kann die Musical-Truppe gut zur Begleichung Ihrer Unkosten und für die Anschaffung neuer Technik gebrauchen. Denn es geht weiter: Die Musical-Truppe steht schon in den Proben für das siebente Musical: Ekklesia (Kirche). Wer sich dafür interessiert, kann die Uraufführung Mitte Mai 2003 in Pegnitz erleben.

Schwester Teresa Zukic hat eine bemerkenswerte Biographie hinter sich. Sie wurde 1964 in Kroatien geboren und ist seit 1971 in Deutschland. Zunächst war sie Spitzensportlerin (Kunstturnen: Hessische Meisterin am Schwebebalken, Leichtathletik: Badische Meisterin im Mehrkampf). 1985 ging sie ins Kloster und wurde Schwester des Ordens des Hl. Vinzenz von Paul in Fulda. Ab 1989 studierte Sie Religionspädagogik und wurde Gemeindereferentin. 1994 gründete sie die "Kleine Kommunität der Geschwister Jesu".

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