| "Heiligste
Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg Sr. Teresa Zukics Musical "Gottes Mensch-Werdung" |
|||||
|
Das
Geschehen beginnt auf Erden: Ein Mädchen ist verzweifelt über das Leid in der
Welt, all die Unmenschlichkeit um sie herum, Krieg, Hass, Streit, Lüge und
Einsamkeit. Sie fragt Gott, ob ihn das denn alles kalt lasse und warum er nichts
dagegen tue. Im Gottesdienst fällt sie in den Schlaf und träumt. Im Himmel
ruft Gott seine Berater zusammen, um mit ihnen nach einem Ausweg zu suchen. Wie
soll man den unmenschlichen Menschen menschlich machen? Verschiedene Vorschläge
werden gemacht. Der erste Berater schlägt vor, den Menschen mit Gewalt zu verändern,
doch ohne Erfolg. Der zweite Versuch, durch Gebote und Verbote Ordnung zu
schaffen schlägt ebenso fehl. Auch der dritte Versuch, den Menschen mit
Belohnungen zu menschlicherem Verhalten zu bewegen, scheitert. Kinder führten
dies dem Publikum in ihrer Sprache anschaulich vor Augen. Verschiedene
Musikrichtungen bis hin zum Rap unterstrichen die Wirkung. Da meldet
sich Gottes Sohn mit seinem Rat: Einer von ihnen müsste den Menschen ein
menschliches Leben vorleben, er müsste unter sie gehen und sie verstehen und
sie ganz tief berühren. Er müsste ihnen zeigen, was ein menschliches Leben
voll Liebe und Gerechtigkeit ist, dass man ohne Gewalt leben kann, wenn sie so
leben wie Gott es will. Daraufhin melden die Berater Bedenken an: Es sei zu gefährlich,
sich der menschlichen Willkür auszusetzen. Dem Sohn gelingt es, die Berater zu
überzeugen, doch niemand will den Auftrag ausführen. Schließlich erklärt
sich der Sohn dazu bereit, den Menschen die Menschlichkeit vorzuleben, wie sie
Gott gemeint hat. Das Mädchen erwacht aus seinem Traum und versteht nun, warum
Gott auf die Erde gekommen ist. Viele aber haben sich noch nie Gedanken darüber
gemacht. Das Musical
klang aus mit dem Lied „Ich steh auf Kirche“ – ungewohnte Töne in einer
Zeit, in der es oft schon fast „zum guten Ton“ gehört an der Kirche nichts
gutes dran zu lassen. Schwester
Teresa, Gründerin der "Kleinen Kommunität der Geschwister Jesu"
demonstrierte auch mit diesem Musical wieder, dass der Glaube gerade mit
alternativen Mitteln und mit Lebendigkeit verkündet werden kann. Die Zuhörer
ließen sich von der mitreißenden Stimmung der Akteure anstecken, reichten sich
die Hände und sangen gemeinsam mit. Dekan Albert
Börschlein und Religionslehrerin Elisabeth Gsänger dankten Schwester Zukic und
den 50 Mitwirkenden, Kindern, Jugendlichen und Erwachsen aus dem Gemeindechor
und der Band der Herz-Jesu Pfarrei Pegnitz für die eindrucksvolle Aufführung.
Lilo Lambrecht als Vertreterin des Ökumenekreises überreichte einen
Blumenstrauß. Den Erlös aus den freiwilligen Spenden kann die Musical-Truppe
gut zur Begleichung Ihrer Unkosten und für die Anschaffung neuer Technik
gebrauchen. Denn es geht weiter: Die Musical-Truppe steht schon in den Proben für
das siebente Musical: Ekklesia (Kirche). Wer sich dafür interessiert, kann die
Uraufführung Mitte Mai 2003 in Pegnitz erleben. Schwester
Teresa Zukic hat eine bemerkenswerte Biographie hinter sich. Sie wurde 1964 in
Kroatien geboren und ist seit 1971 in Deutschland. Zunächst war sie
Spitzensportlerin (Kunstturnen: Hessische Meisterin am Schwebebalken,
Leichtathletik: Badische Meisterin im Mehrkampf). 1985 ging sie ins Kloster und
wurde Schwester des Ordens des Hl. Vinzenz von Paul in Fulda. Ab 1989 studierte
Sie Religionspädagogik und wurde Gemeindereferentin. 1994 gründete sie die
"Kleine Kommunität der Geschwister Jesu". |
|||||
| Home | Übersicht | Suche |
|
||