Zitate zur Kirchenkritik und Kritik an der christlichen Religion sowie zur Kirchenreform
 


... nicht nur von solchen die außerhalb der Kirche stehen oder aus ihr ausgetreten sind,
sondern auch von solchen die in ihr geblieben sind

Vernachlässigung von Verkündigung und Seelsorge
Spirituelle Verarmung der Kirche
Anpassen an den Zeitgeist und Mitlaufen mit dem Mainstream
Kirche, Reichtum und Macht
Kirche als Auschließer und Verfolger
Kirche als Interessenverein und Institution
Negativpropaganda der Kirche
Antiklerikalismus und Feindschaft gegen die Kirche und das Christentum
Ablehnung aller Religion - insbesondere der monotheistischen Religionen - und Propagierung des Atheismus
Einseitigkeit und Selstgerechtigkeit mancher Kirchen- und Religionskritiker
Kirchenaustritt als Lösung?
Notwendigkeit der Kirchenkritik und Kirchenreform
Kirche als Vermittlerin des christlichen Glaubens
Auseinandersetzung mit der Kritik am Christentum

  Vernachlässigung von Verkündigung und Seelsorge

In die Wolle der Herde des Herrn kleiden sie sich, von ihrer Milch leben sie; aber die Schafe sterben vor Hunger und Mangel des göttlichen Wortes.
Arnold von Brescia (1090-1155), italienischer Regularkanoniker und Prediger, Kirchereformer

Den Kirchen fehlen ihre Gemeinden von Gläubigen; den Gläubigen fehlen Priester und den Priestern fehlt jegliche Ehre. Alles was bleibt, sind ein paar Christen ohne Christus.
Bernhard von Clairvaux (1091-1153), französischer katholischer Theologe und Zisterzienser-Abt

Die Kirche hat den Stand der Gerechtigkeit verlassen.
Hildegard von Bingen (1098-1179), deutsche Mystikerin, Äbtissin und Naturwissenschaftlerin, Heilige

Ihr seht nur noch das, was ihr selbst produziert habt; ihr tut und lasst nur, was euch grad gefällt. Und doch solltet ihr die Eckpfeiler dier Kirche sein und wie die Säulen, die das Weltall tragen. Allein ihr tragt nichts.
Hildegard von Bingen (1098-1179), deutsche Mystikerin, Äbtissin und Naturwissenschaftlerin, Heilige

Sie sollen auch erklären, dass wir freimütig einräumen, dass sich in vielen Jahren verabscheuungswürdige Dinge im Umkreis des Heiligen Stuhls eingeschlichen haben. Heilige Dinge sind missbraucht, Gebote sind übertreten worden, in allem ist somit eine Veränderung zum Schlechten eingetreten. Es ist daher kein Wunder, daß die Krankheit vom Haupt zu den Gliedern hinuntergezogen ist, von den Päpsten in die Hierarchie. Wir alle, Prälaten und Klerus, sind vom rechten Weg abgekommen. Machen sie daher in unserem Namen die Zusage, dass wir mit aller Gründlichkeit und vor allen Dingen reformieren werden, was vielleicht die Quelle all diesen Übels ist, die römische Kurie.
Hadrian VI. (1459-1522), deutscher Papst

Im Gleichnis Christi ist die enge Pforte und der schmale Weg, der zum Leben führt, der des guten Lebenswandels; die weite Pforte und der breite Weg, den viele wandeln, ist die Kirche.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Mit Ausnahme der Weißen Väter zeigt der Klerus so wenig Interesse für die Eingeborenen, als existierten sie nicht. Und selbst die Weißen Väter, die eigens für sie gegründet wurden, finden, dass diese Aufgabe sehr undankbar ist und haben sich den Negervölkern am Äquator zugewandt; dort setzen sie ihre ganze Kraft ein und unterhalten in Algerien nur eine verschwindend kleine Zahl von Missionaren, deren Wirksamkeit gleich Null ist.
Charles de Foucauld (1858-1916), französischer Forscher, Offizier des französischen Heeres, katholischer Priester, Mönch und Eremit

So bleibt die Frage nach dem Vertrauen der Kirche immer wieder eine Frage nach dem Menschen in der Kirche in allen Funktionen und Ämtern, und so bleibt die Krise des Vertrauens zur Kirche immer wieder die Klage über die Krise des kirchlichen Menschen, und so bleibt die Aufgabe, die sich aus der Pflicht zur Wiederherstellung des Vertrauens zur Kirche ergibt, zuerst und zuinnerst die Aufgabe der Wiederherstellung und Bildung eines echten und zuversichtlichen kirchlichen Menschen.
Alfred Delp (1907-1945), deutscher katholischer Priester, Jesuit, Widerstandskämpfer, von den Nazis hingerichtet

Wir bekennen umso mehr unsere Verantwortung als Christen für die Übel von heute. Gegenüber Atheismus, religiöser Gleichgültigkeit, Säkularismus, ethischem Relativismus, Verletzungen des Rechtes auf Leben, Teilnahmslosigkeit angesichts der Armut in vielen Ländern müssen wir uns fragen, was unsere Verantwortung ist.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Prie

  Spirituelle Verarmung der Kirche

Die Kirche lehrt die Menschen, die Wahrheit zu wissen und nicht zu tun, und hat auf diese Weise den sittlichen Nerv in ihnen verkümmern lassen.
Leo Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), russischer Schriftsteller

Die pseudochristliche Zivilisation hat die christlichen Völker in eine Sackgasse geführt, aus der es eindeutig keinen Ausweg gibt, es muss also zurückgegangen werden, nicht den ganzen Weg, aber doch die Wegstrecke, die in die Sackgasse führte.
Leo Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), russischer Schriftsteller

Die Alteingesessenen aber jener Kultur, die man ironischerweise die christliche nennt, proklamieren im Gegenteil einen lieben Gott, der "nicht so viel verlangt". Sie haben ein Credo, das als Pappteufel dient, um die Kinder zu lehren, haben sie Sakramente für die Dienstboten, einschließlich des Sakraments der Priesterweihe, und Prediger für die Damen. Sie haben Kruzifixe, Medaillen, Bildchen, Rosenkränze, um den Handel in Schwung zu halten. Aber die Wirklichkeit von alldem ist in ihnen genausowenig vorhanden wie Glaube im Inneren von Kürbissen.
Léon Bloy (1846-1917), katholischer französischer Schriftsteller und Philosoph

Ich halte einige Sprüche des Neuen Testaments, neben einigen von Lao Tse und einigen von Buddha und den Upanishaden, für das Wahrste, Konzentrierteste, Lebendigste, was auf Erden erkannt und gesagt worden ist. Dennoch ist mir der christliche Weg zu Gott verbaut gewesen, durch eine strengfromme Erziehung, durch die Lächerlichkeit und Zänkerei der Theologie, durch die Langeweile und gähnende Öde der Kirche, und so weiter.
Hermann Hesse (1877-1962), deutsch-schweizerischer Schriftsteller, DIchter und Maler

Die Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist. Um einen Anfang zu machen, muss sie alles Eigentum den Notleidenden schenken. Die Pfarrer müssen ausschließlich von den freiwilligen Gaben der Gemeinde leben, eventuell einen weltlichen Beruf ausüben. Sie muss an den weltlichen Aufgaben des menschlichen Gemeinschaftslebens teilnehmen, nicht herrschend, sondern helfend und dienend.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Die Kirche war doch einmal anders. Es wurden doch einmal die Fragen des Lebens und des Todes hier ausgetragen und entschieden. Warum ist das nicht mehr so? Weil wir selbst die Kirche zu etwas gemacht haben und immer wieder machen, was sie nicht ist. Weil wir zu viel von falschen, nebensächlichen, menschlichen Dingen und Gedanken in der Kirche reden und zu wenig von Gott selbst. … Weil wir zu gemütlich von Gott reden und denken und uns von ihm und seiner Gegenwart nicht stören und beunruhigen lassen wollen; weil wir selbst im Grunde nicht glauben wollen, dass er wirklich jetzt hier mitten unter uns ist und unser Leben und Tod, Herz und Seele und Leib von uns fordert.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Warum ist es möglich, dass Tausende und Abertausende an der Kirche gelangweilt vorübergehen? Warum ist es so geworden, dass das Kino oft wirklich interessanter, aufregender, menschlicher, packender ist als die Kirche? Sollte das wirklich nur die Schuld der anderen sein und nicht auch unsere?
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Es kommt mir vor, als dass das heutige Christentum … das ungeheure fabelhafte Faktum des Jesus von Nazareth nicht genügend ausmünzt, und das Ungeheure und Beseligende dieser Erscheinung nicht lebendig genug erlebt wird.
Alfred Döblin (1878-1957), deutscher Psychiater und Schriftsteller

Warum sind die kirchlichen Dokumente von solcher Unbekümmertheit, als ob sie unter dem allerchristlichsten Volk verbreitet würden? Ein harmloses Sendschreiben folgt auf das andere. Wird es sich da nicht eines trüben Tages überhaupt erübrigen, solche zu schreiben? Man wird sie an niemand mehr richten können. Es wird kein Kirchenvolk mehr geben, nur noch die Kanzlei des Patriarchats.
Alexander Solschenizyn (1918-), russischer Schriftsteller und Dramatiker, Kritiker der kommunistischen Diktatur, Literaturnobelpreisträger

Es geht hier nicht darum, eine neue Taktik zu finden, um der Kirche wieder Geltung zu verschaffen. Vielmehr gilt es, jede bloße Taktik abzulegen und nach der totalen Redlichkeit zu suchen, die nichts von der Wahrheit unseres Heute ausklammert oder verdrängt, sondern ganz im Heute den Glauben vollzieht, eben dadurch dass sie ihn ganz in der Nüchternheit des Heute lebt, ihn ganz zu sich selbst bringt, indem sie das von ihm abstreift, was nur scheinbar Glaube, in Wahrheit aber Konvention und Gewohnheit ist.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) (1927- ), deutscher katholischer Theologe, Theologieprofessor, emeritierter Papst

Wenn die christliche Kirche nicht den Heiligen Geist wiedergewinnen kann, der die frühere Kirche beseelte, so wird sie ihre Glaubwürdigkeit verlieren und abgetan werden als ein für das 20. Jahrhundert bedeutungsloser geselliger Verein.
Martin Luther King (1929-1968), US-amerikanischer Baptistenpastor und Bürgerrechtler für die Schwarzen

Aus dem Christentum ist weitgehend das "kalte" Projekt der Zivilreligion geworden: spiritueller Flankenschutz bei der Bewältigung innerweltlicher Probleme, die sich zur Not auch ohne solche Hilfe lösen lassen. Die kalte Religion kommt ohne ernsthafte Transzendenz aus. Die Glaubenswelt ist soweit psychologisiert und soziologisiert, dass daraus ein Gemisch wird aus Sozialethik, institutionellem Machtdenken, Psychotherapie, Meditationstechnik, Museumsdienst, Kulturmanagement und Sozialarbeit.
Rüdiger Safranski (1945- ), deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller

  Kirche als Ausschließer und Verfolger

Welch große Grausamkeit, dass wir Christen, die wir mit dem Leib der heiligen Kirche verbundene Glieder sind, einen den anderen verfolgen.
Katharina von Siena (1347-1380), italienische Mystikerin, geweihte Jungfrau, Kirchenlehrerin und Heilige

Man muss das Evangelium mit dem Evangelium verteidigen, sagte jener und schlug es dem Gegner an den Kopf.
Erasmus von Rotterdam (1466.1536), niederländischer katholischer Theologe, Priester, Augustiner-Chorherr, Philologe und Autor, Humanist und Gegner der Spaltung der Kirche durch die Reformation

Tausende Menschen wären durchaus rechtsgläubig, wenn die Geistlichen nicht aus Übereifer die Rechtsgläubigkeit auf Spitzfindigkeiten festgelegt hätten.
Jonathan Swift (1667-1745), irischer anglikanischer Bischof, Schriftsteller und Satiriker

Wir haben gerade Religion genug, um einander zu hassen, aber nicht genug, um einander zu lieben.
Jonathan Swift (1667-1745), irischer anglikanischer Bischof, Schriftsteller und Satiriker

Die Philosophen haben viele Schlechtigkeiten über den Klerus gesagt. Die Kleriker viele Schlechtigkeiten über die Philosophen. Aber niemals töteten Philosophen Kleriker, doch Kleriker viele Philosophen.
Denis Diderot (1717-1784), ehemaliger französischer Geistlicher, Schriftsteller, Übersetzer, Philosoph, Aufklärer, Literatur- und Kunsttheoretiker, Kunstagent, einer der wichtigsten Organisatoren und Autoren der Encyclopédie

Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, dass unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie jener der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile der Kirche aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich.
Friedrich II. der Große (1712-1786), preußischer König

Denn das Hauptelend der Intoleranz offenbart sich doch am meisten in den Uneinigkeiten der Christen selbst, und das ist was Trauriges.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter und Naturforscher

Hege einen Zweifel am Christentum und du bist schon kein wahrer Christ mehr, hast dich zu der "Frechheit" erhoben, darüber hinaus eine Frage zu stellen und das Christentum vor deinen egoistischen Richterstuhl zu ziehen.
Max Stirner (1806-1856), deutscher Philosoph und Journalist

Mir sind alle Religionen der Welt teuer und ehrwürdig, weil sie alle die vielleicht edelste Fähigkeit des Menschen zur Quelle haben: die Ehrfurcht. Doch unterscheide ich trotzdem die Religionen nicht nur nach ihrem geistigen und kulturellen Niveau, sondern auch nach ihrer Toleranz. Und da gehört ja leider die christliche nicht zu den freundlichen, milden und toleranten, sondern zu den missionierenden, hochmütigen, alleinseligmachenden und gewalttätigen.
Hermann Hesse (1877-1962), deutsch-schweizerischer Schriftsteller, DIchter und Maler

Die einzig wirklich faire Art, das modische Thema 'Verbrechen der Christenheit' zu erörtern, wäre, diese Verbrechen mit denen der Heiden und mit der normalen Praxis der nichtchristlichen Welt zu vergleichen.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller und Journalist

Aber ich werde aus der Kirche durch nicht auflösbare Schwierigkeiten philosophischer Art, fürchte ich, zurückgehalten, die nicht diese Mysterien selbst betreffen, sondern die Ausführungen, mit der die Kirche sie im Lauf der Jahrhunderte zu umgeben müssen glaubte, und vor allem durch den Gebrauch, in diesem Zusammenhang, des Wortes "anathema sit".
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin, Dozentin und Lehrerin sowie Sozialrevolutionärin jüdischer Abstammung, symphatisierte mit dem christlichen Glauben ohne in die katholische Kirche einzutreten

Es hat Heilige gegeben, die die Kreuzzüge, die Inquisition gebilligt haben.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin, Dozentin und Lehrerin sowie Sozialrevolutionärin jüdischer Abstammung, symphatisierte mit dem christlichen Glauben ohne in die katholische Kirche einzutreten

Wir bitten um Vergebung für die Spaltungen, die unter den Christen entstanden sind, für den Gebrauch der Gewalt, zu dem einige von ihnen im Dienst an der Wahrheit geschritten sind, und für die bisweilen eingenommenen Haltungen des Misstrauens und der Feindseligkeit gegenüber den Anhängern anderer Religionen.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Priester, Bischof, Kardinal und Papst (historische Vergebungsbitte anlässlich der 2000-Jahrfeier des Christentums)

Eine Kirche, die ausschließt, kann nicht die Kirche Jesu Christi sein.
Jacques Gaillot (1935- ), franzöischer katholischer Theologe, Bischof

  Kirche als Interessenverein und Institution

Es gibt etwas, was ich nicht verstehen kann und was ausgerechnet das zweite Ziel meiner Arbeit betrifft, das gleich nach der Ehre Gottes kommt: Wie kann die Kirche Menschen, die doch von Christus losgekauft sind, ihre Liebe mit Waffengewalt bezeugen, mit menschlicher Diplomatie und mit Presseartikeln, die nicht den Irrtum aufdecken, sondern die Menschen verurteilen.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin, katholische Schriftstellerin und Mystikerin

Was mich abschreckt ist die Kirche als soziale Einrichtung.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin, Dozentin und Lehrerin sowie Sozialrevolutionärin jüdischer Abstammung

Die konkreten Kirchen waren und sind nicht selten der wichtigste Widerpart einer gelingenden Christianisierung. Sie sind wie alle Institutionen stets darauf bedacht, ihren Erhalt und ihren Einfluss zu sichern.
Rupert Lay (1929- ), deutscher katholischer Theologe, Philosoph, Psychotherapeut und Unternehmensberater

Die Kirche ist kein Selbstzweck, sie ist kein Nischenanbieter auf dem Markt der Möglichkeiten. Leider ist weiterhin der Eindruck entstanden, sie sei nur mehr eine Veranstaltung für Kirchenleute, ein Interessenverein, der verwaltet, was er hat, und der im Wesentlichen um seine Selbstbehauptung besorgt ist.
Franz Kamphaus (1932- ), deutscher katholischer Theologe, Bischof

Es graut mit davor, dass die Kirche in den Augen vieler Menschen und vielleicht auch tatsächlich immer mehr zum Interessenverein verkommt. … Kirche als Interessenverband - das wäre ihr Tod.
Franz Kamphaus (1932- ), deutscher katholischer Theologe, Bischof

Wann haben wir endlich kirchliche Strukturen, in denen Jesus ein Amt übernehmen könnte?
Walter Ludin (1945- ), Schweizer katholischer Theologe, Kapuziner, Priester, freischaffender Journalist, Redaktor und Buchautor

  Anpassen an den Zeitgeist und Mitlaufen mit dem Mainstream

Es ist eine zwar naheliegende und darum vielgeübte, aber falsche und außerordentlich gefährliche Weise der Antwort auf die gegenwärtige Situation des Christentums, gerade das Sekundäre zu verstärken und auszubauen. Diese Weise der Antwort ist das Gegenteil des eigentlich Notwendigen. Sie entspringt einer Art von Trägheit, die den "neuen Anfang" scheut, der jedem Missionar aufgegeben ist. Mit dieser Trägheit ist es etwa so, wie wenn die Lebenskraft eines Baumes sich ganz in das Wachstum eines einzelnen Zweiges ausgeben wollte, statt wieder in den Stamm zurückzukehren und neue Zweige, neben und über dem ersten, zu treiben.
Josef Pieper (1904-1997), deutscher katholischer Philosoph

Kirche hat zutiefst mit Nützlichkeit nichts zu tun, sondern mit Rettung. Redet man aber auf der gesellschaftspolitischen Ebene, in Kategorien von 'nützlich' oder 'unnütz' - so ist die Kirche entbehrlicher denn je (...) Daher ist alles Sich-Andienen an die Gesellschaft: Seht her, wie nützlich wir sind! - unappetitlich. Das zustimmende Nicken, das Betteln um Anerkennung: Seht her, wie fortschrittlich wir fortschrittlichen Christen sind - das macht mich wütend.
Günther Nenning (1921-2006), österreichischer Journalist, Autor, politischer Aktivist und Religionswissenschaftler

Unsere Kirchen sind auf dem absteigenden Ast, weil sie sich modischen Strömungen anpassen. Sie sind oft nicht mehr von sich selbst überzeugt. Wenn die Kirche aber den Auferstehungsglauben aufgibt, wird sie nur noch zu einer wohlmeinenden Soziallehre, hört dann aber auf, christliche Kirche zu sein.
Peter Scholl-Latour (1924-2014), deutsch-französischer Journalist und Publizist

  Einseitigkeit und Selbstgerechtigkeit mancher Kirchen- und Religionskritiker

Strebe redlich, dich in deiner Religion zu unterrichten. Je mehr man sie kennt, desto mehr liebt man sie; je mehr man sie liebt, desto mehr übt man sie. Gar mancher greift sie nur deshalb an, weil er sie nicht kennt, weil er sie sich ganz anders vorstellt, als sie ist. Freilich, dann ist es leicht, sich über dieselbe lustig zu machen.
Louis Philippe de Ségur (1753-1830), französischer katholischer Theologe, Priester

Es gehört kein Mut, kein Charakter, keine Anstrengung, kein Opfer dazu, Christ zu sein. Christentum und weltlicher Vorteil sind identisch. [sic!]
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph und Anthropologe

Es ist meine ehrliche und aufrichtige Meinung, dass das Christentum unendliches Elend über die Welt gebracht hat! Das Gute, welches es erzeugte, wäre auf anderen Wegen gewiss weit herrlicher erreicht worden, und dann steht es mit dem Bösen, dessen Ursache es war, in gar keinem Verhältnis.
Otto von Corvin-Wiersbitzki (1812-1886), deutscher Schriftsteller, Verfasser
von "Der Pfaffenspiegel – Historische Denkmale des christlichen Fanatismus", Das „gepfeffert polemische Werk“ erlebte bis ins 20. Jahrhundert hinein immer neue Auflagen. Es beinhaltet eine oberflächliche Geschichtsklitterung, die von den Nationalsozialisten zu Hetzaktionen gegen die katholische Kirche genutzt wurde.

Man redet euch viel vor von menschlichen Schwächen in der Geschichte der Kirche. Warum verschweigt man euch die Großtaten, die ihren Weg durch die Jahrhunderte begleiten, die Heiligen, die sie hervorbrachte, den Segen, der aus der lebendigen Verbindung zwischen dieser Kirche und eurem Volke für die abendländische Kulturwelt floß?
Pius XII. (Eugenio Pacelli) (1876-1958), italienischer Papst

Vielleicht haben wir uns schon zu lange bei dieser Frage aufgehalten. Wenn wir nämlich nur ein Argument gegen das Christentum suchen - und ich weiß noch genau, wie eifrig ich nach solchen Argumenten suchte, als ich zu fürchten begann, es könnte wahr sein -, dann werden wir leicht irgendeinen bornierten und wenig überzeugenden Christen finden, um sagen zu können: „Hier habt ihr euern vielgepriesenen neuen Menschen! Mir ist der alte lieber.
Clive Staples Lewis (1898-1963), irischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler

Der Zeitgeist hat für Katholischsein Synonyme wie "veraltet", "erstarrt", "erzkonservativ", "fundamentalistisch", "formalistisch", "prunksüchtig", "autoritär" und "neurotisierend" parat - in den elektronischen Medien ohnehin in oft diffamierendem Ton und manchmal sogar mitgeheult von Insidem in selbst bezichtigender Nabelschau.
Christa Meves (1925- ), deutsche Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Schriftstellerin

Jene Herren, die sich einen Spaß daraus machen, über die Geistlichkeit zu spotten, sind es ihrer Ehre schuldig, selbst Pfarrer zu werden und uns bessere Beispiele zu geben.
Jonathan Swift (1667-1745), irischer anglikanischer Bischof, Schriftsteller und Satiriker

Die Kirche rollt durch die neue Zeit dahin wie ein rohes Ei. So etwas von Empfindlichkeit war überhaupt noch nicht da. Ein scharfes Wort, und ein ganzes Geheul bricht über unsereinen herein: Wir sind verletzt! Wehe! Sakrileg! Unsere religiösen Empfindungen... Und die unseren? Halten Sie es für richtig, wenn fortgesetzt eine breite Schicht des deutschen Volkes als "sittenlos", "lasterhaft", "heidnisch" hingestellt und mit Vokabeln gebrandmarkt wird, die nur deshalb nicht treffen, weil sie einer vergangenen Zeit entlehnt sind?
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller

Damals fing ich zu schriftstellern an und hatte die Vorstellung, ich könnte in den katholischen Zeremonien, die ich mit dünkelhaftem Dilletantismus betrachtete, ein geeignetes Reizmittel und den Stoff für ein paar dekadente Übungen finden.
Paul Claudel (1868-1955), französischer Schriftsteller, Dichter und Diplomat

Jeder wache Christ kriegt wohl dann und wann einen Verzweiflungsanfall über den wirklichen Zustand der Christenheit - mit Recht.
Ida Friederike Görres (1901-1971), deutsche Schriftstellerin, starb auf Sitzung der Würzburger Bischofssynode

Die von materiellen und politischen Lasten und Privilegien befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden, wirklich weltoffen sein.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) (1927- ), deutscher katholischer Theologe, Theologieprofessor, emeritierter Papst

  Kirche, Reichtum und Macht

Du eignest dir die Güter der Armen an und verteilst sie an die Reichen.
Birgitta von Schweden (1303-1373), schwedische Mystikerin, Grüderin des Birgittenordens, Heilige

Die Priester nehmen die zehn Gebote und drängen sie in das Wort zusammen: Gib Geld!
Birgitta von Schweden (1303-1373), schwedische Mystikerin, Grüderin des Birgittenordens, Heilige

Ihr habt viele überflüssige Kelche, Essgewänder, Kreuze und Gefäße aus Gold und Silber. Warum schmilzt man sie nicht ein und gibt das Geld den Armen? In den Zeiten unsere Väter gab es Kelche aus Holz und Priester aus Gold, heute werden die Kelche aus Gold von Priestern aus Holz benutzt.
Girolamo Savonarola (1452-1498), italienischer Dominikaner und Bußprediger

Wären die Lehren von Jesus immer so rein gepredigt worden, wie sie über seine Lippen kamen, wäre die ganze zivilisierte Welt jetzt christlich.
Thomas Jefferson (1743-1826), US-amerikanischer Politiker, Präsident

Ich habe in meinen Büchern der Überzeugung Ausdruck gegeben und bin auch jetzt noch des festen Glaubens, dass heute vom Kommunismus nicht die Rede wäre, ja dass es überhaupt keine sozialen Probleme gäbe, wenn das Christentum Christi Lehren wirklich befolgt hätte.
André Gide (1869-1951), französischer Schrifsteller, Literaturnobelpreisträger

Hat z.B. schon jemals die Kirche ihren Einfluss gegen kapitalistische und feudalistische Ausbeutungen geltend gemacht? [bei der rhetorischen, ein Nein erwartenden Frage sei an den Mainzer Sozialbischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler ernnert oder die päpstlichen Sozialenzyklen]
Carl von Ossietzky (1889-1939), deutscher Journalist, Schriftsteller und Pazifist

Die bürokratische Kirche ist größtenteils das Werk des bürgerlichen Menschen innerhalb der Kirche.
Alfred Delp (1907-1945), deutscher katholischer Priester, Jesuit, Widerstandskämpfer, von den Nazis hingerichtet

Eine kommende, ehrliche Kultur- und Geistesgeschichte wird bittere Kapitel zu schreiben haben über die Beiträge der Kirchen zur Entstehung des Massenmenschen, des Kollektivismus, der diktatorischen Herrschaftsformen.
Alfred Delp (1907-1945), deutscher katholischer Priester, Jesuit, Widerstandskämpfer, von den Nazis hingerichtet

Wenn es den Kirchen gelingen würde, ihr Zeugnis aus den Verstrickungen des Geldes zu befreien! Wenn wir, die wir die andern bekehren wollen, persönlich, authentisch, ein Beispiel tiefer innerer Bekehrung geben würden!
Dom Hélder Câmara (1909-1999), brasilianischer katholischer Theologe, Bischof, Vertreter der Befreiungstheologie

Wir in der Kirche waren jahrelang dafür verantwortlich, dass viele Menschen die Kirche als eine Verbündete der Mächtigen in Wirtschaft und Politik gesehen haben, die mithin dazu beigetragen hat, dass die Unrechtsgesellschaft, in der wir leben, entstehen konnte.
Oscar Romero (1917-1980), elsalvadorianischer katholischer Theologe, Erzbischof, Verfechter der Befreiungstheologie, von Anhängern der rechtsextremen Somoza-Diktatur ermordet

Die Kirche ist ständig in Versuchung, sich an die Welt anzupassen, nach Einfluss zu streben, der aus der Macht, dem Privileg und dem Prestige erwächst, und sie vergisst unterdessen, dass ihr Herr und Meister in einem Stall zur Welt kam
Desmond Tutu (1931- ), südafrikanischer anglikanischer Geistlicher, Bischof und Menschenrechtler

Mir ist eine "verbeulte" Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und Bequemlichkeit, sich an ihre eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Bischof, Papst

Heute werden neue Pfarrer ganz in der Mentalität des Vatikans ausgebildet - nach innen gewendet, ohne Interesse an sozialen Fragen.
Leonardo Boff (1938- ), brasilianischer katholischer Theologe, Vertreter der Befreiungstheologie

  Negativpropaganda der Kirche

Das Wort: Die Gottlosen kommen! geht um. Aber eine so gute Propaganda, wie sie die Kirche gegen die Kirche macht, können wir gar nicht erfinden. Und ich weiß viele, die mit mir denken: Wir sind aus der Kirche ausgetreten, weil wir es nicht länger mitansehn konnten. Wir sind zu fromm.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller

Gefährlich wird es, wenn diese Skandale an die Stelle des primären skandalon des Kreuzes treten und ihn dadurch unzugänglich machen, also den eigentlichen christlichen Anspruch hinter der Unbotmäßigkeit seiner Boten verdecken. Um so mehr ist es wieder an der Zeit, die Weltlichkeit der Kirche beherzt abzulegen!
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) (1927- ), deutscher katholischer Theologe, Theologieprofessor, emeritierter Papst

  Antiklerikalismus, Feindschaft gegen die Kirche und gegen das Christentum

Es gibt manche Feinde der Kirche, die da behaupten, die Kirche sei im Absterben und ihr Name gehe unter; ja, es nahe die Zeit, wor gar keine Christen mehr sein würden. Aber während sie so reden, sterben sie selber dahin; die Kirche jedoch setzt ihr Leben fort und predigt die Kraft Gottes jedem nachfolgenden Geschlechte.
Aurelius Augustinus (354-430), nordafrikanischer Bischof, Philosoph und Kirchenlehrer

Ich nenne hier vor allem die offenkundigen Feinde Gottes und seiner Kirche; sie muss man offen anprangern, soviel man nur kann. Es ist ein Liebesdienst, laut vor dem Wolf zu warnen, wenn er in die Schafherde einbricht oder sie umschleicht.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Bischof, Ordensgründer, Mystiker und Kirchenlehrer

Vernichtet die Verruchte [= katholische Kirche].
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph der Aufklärung

Niemals wird der Mensch frei sein, ehe nicht der letzte König mit den Eingeweisen des letzten Priesters erwürgt wurde.
Denis Diderot (1717-1784), ehemaliger französischer Geistlicher, Schriftsteller, Übersetzer, Philosoph, Aufklärer, Literatur- und Kunsttheoretiker, Kunstagent, einer der wichtigsten Organisatoren und Autoren der Encyclopédie, entwickelte sich über den Theismus und Deismus zum Atheismus.
An die Zarin Katharina II. schrieb er „Der Philosoph hat bisher keinen Priester getötet und der Priester hat zahlreiche Philosophen. getötet"

Wenn Leute die Religion zerstören wollen, beginnen sie, die Priester anzugreifen, denn wo es keine Priester gibt, gibt es kein Opfer, und wo es kein Opfer gibt, gibt es keine Religion.
Jean-Marie-Baptiste Vianney (1786-1859), katholischer Priester, Pfarrer von Ars, Heiliger

Die Schreiber gegen die Religion, sind schlau genug, während sie jedes andere System ablehnen, nie ein eigenes aufzurichten.
Edmund Burke (1729-1797), irisch-britischer Schriftsteller, Staatsphilosoph und Politiker

Gott steh' ihr bei - der Klerikei - die Laien lernen lesen.
Karl Julius Weber (1767-1832), deutscher Schriftsteller und Satiriker

Wie mancher ging aus, die Kirche zu schmähen, zu befeinden und änderte plötzlich seinen Sinn und kniete nieder und betete an.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter, Schriftsteller und Journalist

Wenn der Klerikalismus, wie wir ihn kennen, verschwindet, und Kirchen sich nur als Volkskirchen erhalten können und nicht als geistige Hochburgen des Kapitalismus, so wird auch der antiklerikale Rückschlag vorübergehen.
George Bernard Shaw (1856-1950), irischer Dramatiker, Politiker, Satiriker, Musikkritiker und Pazifist, Literaturnobelpreisträger

Kunstreligionen aber können, neben aller aufrichtigen Schwärmerei, schon bei ihrer Stiftung des Betrugs und der Geschichtsfälschung nicht entbehren, und auch das Christentum hat schon gleich im Anfang hierin ganz hübsche Leistungen aufzuweisen.
Friedrich Engels (1820-1895), deutscher Philosoph, Gesellschaftstheoretiker, Historiker, Journalist und kommunistischer Revolutionär, Unternehmer

Und der Grund, aus dem der Kirche täglich mehr und mehr Leute fortlaufen, was nur zu begrüßen ist, liegt eben hierin: dass viele Diener dieser Kirche nur noch viel zu reden, aber wenig zu sagen haben.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Schriftsteller und Satiriker

Die Partisanen des Irrtums sind nicht nur unter den erklärten Feinden der Kirche zu suchen, sondern, was am meisten zu befürchten und zu bedauern ist, direkt in ihrem Schoße, und je weniger sie Farbe bekennen, desto gefährlicher sind sie.
Pius X. (Giuseppe Sarto) (1903-1914), italienischer Papst (Wahlspruch "Alles in Christus erneuern")

Ich schreibe aus Hass!
Karl-Heinz Deschner (1924-2014), deutscher Schriftsteller und Kirchen- und Religionskritiker
befragt nach der Motivation zum Schreiben seiner 10-bändigen Kriminalgeschichte des Christentums, Sohn eines katholischen Vaters und zur katholischen Kirche konvertierten Mutter, Schüler in Franziskanerseminar und
Internaten von Karmeliten und Englischen Fräuleins, wegen einer ungültigen Verbindung mit seiner Lebensgefährtin exkommuniziert

Doch ich hegte auch eine verletzte Feindseligkeit, ein antichristliches oder zumindest antikirchliches Vorurteil gegen die Kirche selber - rieb ihr die antiquitierte Absurdität dessen, was sie beteuerte, unter die Nase.
John Updike (1932-2009), US-amerikanischer Schriftsteller

Der Antiklerikalismus und der Unglaube haben ihre Frömmler genauso wie die Orthodoxie.
Julien Green (1900-1998), französischer Schriftsteller mit US-amerikanischer Staatsangehörigkeit

Auch der ORF verkennt und verkehrt seine Funktion als Instanz der Bildungsvermittlung, wenn antikirchliche und antireligiöse Ressentiments durchklingen. Beispiele gefällig? Ausgerechnet am Karfreitag wurde in der „ZiB1“ ein Buch mit geschmacklosen antiklerikalen Karikaturen von Manfred Deix vorgestellt. Am Ostersonntag erhielt dann ein Kabarettist in Ö1 Gelegenheit, seine Ressentiments gegen die Kirche auszuleben. Statt die Giftpfeile und Nadelstiche, die gegen Religion und Kirche losgelassen werden, zu ignorieren, werden sie noch genüsslich breitgetreten und so nachgeahmt, statt korrigiert. Die Gläubigen dieses Landes verlangen nicht, dass andere ihren Glauben teilen. Aber sie haben Anspruch auf Respekt und Hochachtung, die man gegenüber jüdischen Mitbürgern mit Recht verlangt und auch zugunsten des Islam moniert, die man der angestammten Religion dieses Landes aber vorenthalten will. Freilich hat die Kirche auch selbst dazu beigetragen, Spott und Missachtung als billige Antworten auf vorhandene Missstände zu provozieren. Aber Missstände sind keine Legitimation für unqualifizierte Angriffe und bösartige Pauschalurteile.
Norbert Leser (1933-2014), österreichischer Philosoph

  Ablehnung der Religion - insbesondere der monotheistischen Religionen - und Propagierung des Atheismus

Die Menschen haben Verachtung für die Religion. Sie haben Hass ihr gegenüber und Angst, dass sie wahr sein könnte.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Mathematiker, Physiker, Literat und Philosoph

Der Religionsfanatismus hat weitaus mehr Unglück über die Welt gebracht als die Gottlosigkeit. [das 20. Jahrhundert mit seinen totalitäre atheistischen Diktaturen hatte noch nicht stattgefunden]
Enzyklopädie von Diderot u.a.

Es gibt solche, die das Christentum hassen und ihren Hass eine allumfassende Liebe für alle Religionen nennen.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller und Journalist

Ich betrachte mich nicht als Kirchenhasser, nicht andeutungsweise.
Heinrich Böll (1917-1985), deutscher Schriftsteller

Das große unsagbare Übel im Mittelpunkt unserer Kultur ist der Monotheismus. Aus einem barbarischen bronzezeitlichen Text, der unter dem Namen Altes Testament bekannt ist, haben sich drei menschenfeindliche Religionen entwickelt: das Judentum, das Christentum und der Islam.
Gore Vidal (1925-2012), US-amerikanischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Schauspieler und Politiker

Das Ganze heißt nicht Geisteskrankheit, das Ganze heißt Christentum.
Karl-Heinz Deschner (1924-2014), deutscher Schriftsteller und Kirchen- und Religionskritiker

Religiotie ist eine selten diagnostizierte (wenn auch häufig auftretende) Form der geistigen Behinderung, die durch intensive Glaubensindoktrination vornehmlich im Kindesalter ausgelöst wird.

Michael Schmidt-Salomon (1967- ), deutscher atheistischer Philosoph, Autor und Publizist, Mitbegründer und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Mitglieder der Brights-Bewegung (die "Hellen" ;-)), Verfasser atheistischer Kinderbücher
(Da ist Bertrand Russels abfälliger Kommentar "So viel ich weiß wird in keinem Kirchenlied das hohe Lied der Intelligenz gesungen" noch harmlos)


Eigentlich disqualifiziert sich eine solche Aussage selbst - dennoch ein Zitat von "unverfänglichen" Seite, das hierzu genau passt::

Auch die Teilnehmer in der öffentlichen Diskussion, die sich in einer religiösen Sprache ausrücken, haben Anspruch darauf, von ihren säkularen Mitbürgern ernst genommen zu werden. Diese sollen also den in religiöser Sprache formulierten Beiträgen nicht von vonrherein einen rationalen Gehalt absprechen dürfen.
Die bornierte über sich selbst unaufgeklärte Aufklärung, die der Religion jeden vernünftigen Gehalt abstreitet.
Jürgen Habermas (1929- ), deutscher Philosoph und Soziologe, bekanntester Vertreter der Kritischen Theorie

Es ist möglich, dass sich die Menschheit an der Schwelle eines goldenen Zeitalters befindet, wenn dies jedoch der Fall ist, muss zuerst der Drache getötet werden, der den Eingang bewacht, und dieser Drache ist die Religion.
Bertrand Russell (1872-1970), englischer Philosoph und Mathematiker [und das sagt Russell in Anbetracht der Abermillionen von atheistischen Diktaturen ermorderten Menschen im 20. Jahrhundert, ob er sich wohl als säkularer St. Georg im Kampf mit dem Drachen des Christentums sieht?]
Von ihm auch das Zitat "Ich glaube übrigens, dass das gesamte Universum mitsamt allen unseren Erinnerungen, Theorien und Religionen vor 20 Minuten vom Gott Quitzlipochtli erschaffen wurde. Wer kann mir das Gegenteil beweisen?"

  Kirchenaustritt als Lösung?

Denn wenn es auch offensichtlich in der Kirche Unkraut gibt, so darf doch weder unser Glaube noch unsere Liebe derart Anstoß daran nehmen, dass wir selbst die Kirche verlassen, weil wir Unkraut in ihr bemerken. Wir haben vielmehr lediglich darauf hinzuarbeiten, dass wir Weizen zu sein vermögen, damit wir die Frucht für unsere Mühe und Arbeit einheimsen, wenn einmal die Ernte in die Scheunen des Herrn geborgen werden soll.
Cyprian von Karthago (um 200 oder 210-258), nordafrikanischer christlicher Theologe, Kirchenschriftsteller, Bischof, Heiliger

Du meinst also, dass die Schwächen der Kirche Christus veranlassen werden, sie aufzugeben? Je mehr unsere menschliche Armseligkeit die Kirche anklagt - die in uns ist und in Ihm -, um so mehr wird er sie stützen mit seiner Hilfe, mit seiner Liebe. Die Kirche verlassen wäre dasselbe, wie seinen eigenen Leib verlassen.
Dom Hélder Câmara (1909-1999), brasilianischer katholischer Theologe, Bischof, Vertreter der Befreiungstheologie

Viele Leute halten es mit der Kirche wie mit dem Staat. Sie schieben alles Versagen auf ihn und haben vergessen, dass sie der Staat sind.
August Everding (1928-1999), deutscher Regisseur, Manager, Kulturpolitiker und Intendant

Ich war Katholik, bin jedoch aus der Kirche ausgetreten. Aber ich kann Ihnen versichern, dass Gott an mich glaubt.
Umberto Eco (1932-2016), italienischer Schriftsteller und Philosoph

Aus der Kirche austreten? Das ist keine Kunst. Wie oft wäre ich schon gern aus der Menschheit ausgetreten.
Paul Terwitte (1959- ), katholischer Ordenspriester, Kapuziner, Journalist

Da man aus dem Staat nicht austreten kann, tritt man aus der Kirche aus.
Robert Geipel (1929-2017), deutscher Geograph und Hochschullehrer, Begründer der Bildungsgeographie

Die Menschen laufen einer Kirche nicht davon, die mit ihnen geht.
Walther Ludin (1945- ), deutscher katholischer Theologe, Priester, Journalist, Redaktor und Buchautor

Die Zahl der Konfessionsmitglieder war stets weitaus größer als der Kreis, für den der Glauben existentielle Bedeutung hat. Die Kirchenaustritte stehen damit eher für eine - abseits der für die Kirchen ungünstigen finanziellen Folgen - durchaus auch heilsame Bereinigung, bei der aus einer Konventions- eine Konfessionsmitgliedschaft wird.
Renate Köcher (1952- ), deutsche Meinungsforscherin, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach

Von der anderen Seite, das heißt aus der Gesellschaft heraus, wird der Kritisierende hingegen mit einem ganz anderen Verdikt konfrontiert. Aus einer Außensicht nämlich macht sich der Kirchenkritiker oftmals noch viel zu sehr gemein mit den kritisierten Zuständen und trägt dadurch zu ihrer Legitimierung bei. Konsequenter, so die Annahme, wäre es doch, die Seiten zu wechseln und aus der Kirche auszutreten. Gegenüber solchen Vorhaltungen muss der Kritiker verdeutlichen, dass man nicht das Kind mit dem Bade ausschütten muss, sondern den sachlichen Grund der Kirchenzugehörigkeit zu trennen hat von der Realgestalt, unter der sich Kirche in einer bestimmten historischen und sozialen Situation darstellt und verwirklicht. Wenn man die Reformträgheit des Katholizismus sieht, fällt es vielen freilich schwer, diese Spannung auszuhalten.
Daniel Bogner (1972- ), Schweizer katholischer Theologe, Politologe und Philosoph

  Notwendigkeit der Kirchenkritik und Kirchenreform

Die Kirche muss immer reformiert werden!
Aurelius Augustinus (354-430), nordafrikanischer Bischof, Philosoph und Kirchenlehrer

Wollt ihr in der Kirche Schoß wieder die Zerstreuten sammeln, macht die Pforten breit und groß, statt sie selber zu verrammeln.
Emanuel Geibel (1815-1884), deutscher Lyriker

Wir haben die Kirche nicht erbaut, wir dürfen sie auch nicht abbrechen.
John Henry Newman (1801-1890), katholischer Theologe, Kardinal, Konvertit aus der anglikanischen Kirche

Eine Kirche, die nur auf den bisherigen Wegen weitergehen und mit den bisherigen Methoden weiterarbeiten will, ist keine Kirche, sondern eine Versteinerung.
Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910), deutscher evangelischer Theologe und Pfarrer

1800 Jahre lang hat die christliche Kirche gegenüber der sozialen Not immer auf den Geist, auf das innere Leben, auf den Himmel verwiesen. Das ist der große schwere Abfall der christlichen Kirche, der Abfall von Christus.
Karl Barth (1886-1968), evangelisch-reformierter Theologe

Die Kirche versucht immer andere Menschen dazu zu bringen, sich zu ändern; es könnte keine schlechte Idee sein, sich selbst ein wenig zu reformieren, auf dem Weg des Beispiels.
Mark Twain (Samuel Langhorne Clemens) (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller

Wer die Kirche zu reformieren vorgibt durch Mittel, mit denen man eine weltliche Gesellschaft verbessert, scheitert nicht bloß in seinem Unternehmen, sondern landet schließlich unfehlbar außerhalb der Kirche. Und zwar findet er sich dort, noch bevor jemand sich die Mühe nahm, ihn auszuschließen; er schließt sich selber aus auf Grund einer Art von tragischen Notwendigkeit.
Georges Bernanos (1888-1948), französischer Schriftsteller

Wer die Kirche kritisiert, sich der Glaubensgemeinschaft aber dennoch zugehörig fühlt, steht unter einer doppelten Spannung: Er wird zunächst den Widerstand der kirchlichen Institution zu spüren bekommen. Dies muss nicht bis hin zu disziplinarischen Konsequenzen gehen, wie dies für Theologen und Priester immer wieder der Fall gewesen ist. Bereits die unterschwellig wahrnehmbare Einordnung als „widerspenstig“ oder „randständig“ kann zu Ausgrenzungserfahrungen führen, die deswegen schwerwiegend sind, weil mit dem Bereich der Religiosität eine existenzielle Dimension gegeben ist, die anderswo kaum vorliegt. Schnell wird dem Kirchenkritiker aus dem Innern seiner eigenen Glaubensgemeinschaft vorgeworfen, doch eigentlich gar nicht mehr richtig dazuzugehören. Er muss einen Aufwand betreiben um klarzustellen, dass seine Kritik nicht gegen die religiöse Sache geht, sondern aus seiner Sicht in deren ureigenem Interesse liegt.
Daniel Bogner (1972- ), Schweizer katholischer Theologe, Politologe und Philosoph

Man reformiert die Kirche nicht anderes, als indem man an ihr leidet.
Georges Bernanos (1888-1948), französischer Schriftsteller

Es ist eine falsche Auffassung, die annimmt, dass in der Kirche alles für alle Zeiten unabänderlich festgelegt sei; es wird naiv übersehen, dass die Kirche eine Geschichte hat, dass sie, ihrer menschlichen Seite nach, wie alles Menschliche von vornherein auf Entwicklung angelegt war, und dass diese Entwicklung sich häufig auch in der Form von Kämpfen abspielt.
Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin und Frauenrechtlerin jüdischer Herkunft, Konversion und Aufnahhme als Unbeschuhte Karmelitin, von den Nazis ermordet

Eine kleine Herde, glücklich über ihren Glauben, ist denjenigen, die nicht zu ihr gehören, unverständlich. Eine Alte Kirche, geduckt wie eine Glucke, ihre Gläubigen unter ihren Flügeln warmhaltend.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin, katholische Schriftstellerin und Mystikerin

Auch für die Kirche muss Jesus in allem der Maßgebende bleiben. Glaubwürdig ist die Kirche nur dann, wenn sie in seiner Nachfolge den Weg geht als eine provisorische, dienende, schuldbewusste, entschiedene Kirche. Daraus müssen in jeder Zeit praktische Konsequenzen für die ständige innerkirchliche Reform und die ökumenische Verständigung abgeleitet werden.
Hans Küng (1928- ), schweizerischer katholischer Theologe

Alle Anstrengungen in der Kirche, sie zu reformieren, gehen nur über den Weg eines lebendigeren Christusglaubens, in einer treueren Christusnachfolge und in einer im Geist Gottes beschenkten Begeisterung. [Enthusiamsus von "Gott in uns"]
Joachim Meißner (1933-2017), deutscher katholischeer Theologe, Erzbischof

Alle Kirchen müssen sich erneuern, damit die aus der Geschichte erwachsenen Differenzen eines Tages nicht mehr trennend seien.
Georg Sterzinsky (1936-2011), aus Ospreußen stammender deutscher katholischer Theologe, Erzbischof

  Kirche als Vermittlerin des christlichen Glaubens

Heute noch gibt mir die Kirche Jesus. Das sagt alles. Was wüsste ich denn von ihm, welche Bindung bestände zwischen ihm und mir ohne die Kirche? Wissen diejenigen, die Jesus noch annehmen, obwohl sie die Kirche leugnen, dass sie ihn letztlich ihr verdanken?
Henri de Lubac (1896-1991), französischer katholischer Theologe, Jesuit, Kardinal

Unsere Kirche, die in diesen Jahren nur um ihre Selbsterhaltung gekämpft hat, als wäre sie ein Selbstzweck, ist unfähig, Träger des versöhnenden und erlösenden Wortes für die Menschen und für die Welt zu sein. … Es ist nicht unsere Sache, den Tag vorauszusagen - aber der Tag wird kommen - , an dem wieder Menschen berufen werden, das Wort Gottes so auszusprechen, dass sich die Welt darunter verändert und erneuert. … Bis dahin wird die Sache der Christen eine stille und verborgene sein; aber es wird Menschen geben, die beten und das Gerechte tun und auf Gottes Zeit warten. Möchtest du zu ihnen gehören?
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

  Auseinandersetzung mit der Kritik am Christentum

Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen vorziehen, weil es in einer christlichen Welt Raum gibt für die, denen keine heidnische Welt je Raum gab: für Krüppel und Kranke, Alte und Schwache, und mehr noch als Raum gab es für sie: Liebe für die, die der heidnischen wie der gottlosen Welt nutzlos erschienen und erscheinen. Ich glaube an Christus, und ich glaube, dass 800 Millionen Christen auf dieser Erde das Antlitz dieser Erde verändern könnten, und ich empfehle es der Nachdenklichkeit und der Vorstellungskraft der Zeitgenossen, sich eine Welt vorzustellen, auf der es Christus nicht gegeben hätte.
Heinrich Böll (1917-1985), deutscher Schriftsteller

Man kann geradezu für wahre Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit für Humanität, Liberalität und soziale Gerechtigkeit, für humane Demokratie und beherrschten wissenschaftlichen Fortschritt sein, weil man an Gott glaubt. Vor einiger Zeit soll ein englischer Nobelpreisträger auf die Frage, ob er an Gott glaube, geantwortet haben: "Of course not, I am a scientist!" Dieses Buch ist getragen von der Hoffnung, dass eine neue Zeit anbricht wo die Antwort umgekehrt lauten wird: "Of course, I am a scientist! Selbstverständlich, ich bin ein Wissenschaftler!...".
Hans Küng (1928- ), Schweizer katholischer Theologe

Man kann auch als Mensch des 20. Jahrhunderts durchaus vernünftig an Gott, sogar an den christlichen Gott glauben. Und vielleicht heute wieder leichter als vor ein paar Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten.  Denn nach so vielen Krisen hat sich erstaunlich vieles geklärt, und viele Schwierigkeiten gegen den Gottesglauben haben sich erledigt - auch wenn es manchen noch nicht bewusst ist: Man braucht heute nicht mehr gegen Gott zu sein, weil man für Geozentrik und Evolution, für Demokratie und Wissenschaft, für Liberalität oder Sozialismus ist.
Hans Küng (1928- ), Schweizer katholischer Theologe

Religion ist menschliches Wunschdenken? Und deshalb darf Gott nur ein menschliches Wunschgebilde, eine infantile Illusion oder gar nur eine neurotische Wahnidee sein? Dem Wunsch nach Gott, so argumentierten wir schon gegen Feuerbach, kann durchaus ein wirklicher Gott entsprechen. Diese - noch eingehend zu diskutierende - Möglichkeit hat auch Freud nicht ausgeschaltet. Und warum sollte man das Wunschdenken ganz allgemein disqualifizieren? Ist Wünschen nicht ganz und gar menschlich, Wünschen im kleinen wie im großen, Wünschen in bezug auf die Güter dieser Erde, die Mitmenschen, die Welt und vielleicht doch auch - Gott?
Hans Küng (1928- ), Schweizer katholischer Theologe

In der Zwischenzeit hat sich freilich erwiesen, dass nicht nur die Sexualität, sondern auch die Religiosität verdrängt werden kann, dass die ältesten, stärksten, dringendsten Wünsche der Menschheit, die Freud zufolge die Stärke der Religion ausmachen, besser nicht als reine Illusionen abqualifiziert werden sollten; dass in einer Zeit allgemeiner Orientierungs- und vielfacher Sinnlosigkeit gerade der Gottesglaube zu definitiver Sinnerfüllung im Leben und auch im Sterben verhelfen kann, aber auch zu unbedingten ethischen Maßstäben und zu einer geistigen Heimat.
Hans Küng (1928- ), schweizerischer katholischer Theologe

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Ehrfurcht vor anderen Glaubensbekenntnissen muss uns nicht blind machen für ihre Irrtümer. Auch vor den Mängeln unseres eigenen Glaubens müssen wir uns in acht nehmen, und doch dürfen wir ihm deswegen nicht den Rücken kehren sondern müssen sie zu überwinden suchen.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Rechtsanwalt, Widerstandskämpfer, Revolutionär, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist

Linktipps

Kirchenkritik. Seite der Karl-Leisner-Jugend http://www.k-l-j.de/glauben_kirchenkritik.htm
https://www.herder-korrespondenz.de/heftarchiv/68-jahrgang-2014/gottlos-von-zweiflern-und-religionskritikern/die-unkomfortable-lage-der-kirchenkritik-zwischen-den-fronten
https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/der-versohnte-kirchenkritiker 

 

 
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