"Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg
Zitate zum Kirchenjahr
 

Advent

Gottes Kommen kündet sich darin an, dass wir fühlen: So darf ich nicht bleiben!
Friedrich Rittelmeyer (1872-1938), deutscher evangelische Theologe

Der Advent erinnert uns daran, dass er gekommen ist, aber auch, dass er kommen wird. Das Leben der Gläubigen ist in der Tat ein ständiges und wachsames Warten auf die Wiederkunft.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

Advent ist eine Zeit der Erschütterung, in der der Mensch wach werden soll zu sich selbst.
Alfred Delp (1907-1945), deutscher katholischer Priester, Mitglied des Kreisauer Kreises, von den Nazis im KZ ermordet

Eine Gefängniszelle ist ein ganz guter Vergleich für die Adventssituation; man wartet und hofft und tut dies oder jenes - die Tür ist verschlossen und kann nur von außen geöffnet werden.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Unsere Adventslichter sind ein voraus laufender Glanz jener Herrlichkeit, die sich aufmacht, um über der Finsternis des Erdreichs aufzugehen.
Helmut Thielicke (1908-19986), deutscher evangelischer Theologe

Advent: Einbruch der Ewigkeit in die Zeit, Aufbruch von Furcht zur Freude.
Peter Hahne (1952-), deutscher TV-Nachrichtenmoderator, Schriftsteller und Mitglied im Rat der EKD

Der moderne Mensch kann mit Advent und Weihnachten nichts mehr anfangen. Er hat aber noch keinen vergleichbaren Ersatz gefunden.
Gudrun Kropp (1955-), deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin, Kinder- und Sachbuchautorin

Weihnachten

Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht.
AT, Jesaja 9,5

In diesem neuen Zeitalter soll ein geheimnisvolles Kind geboren werden, ein Sohn der Gottheit, durch den die ganze Schöpfung sich erneuern, die Schlange getötet, die Schuld getilgt und der Friede wiederkehren soll über die ganze Welt.
Polydore Vergil (70 v. Chr.-19 v. Chr.), römischer Dichter

Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll... (Engel zu den Hirten)
NT, Lukas 2,10

Es ist erschienen die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Retters.
NT, Titus 3,4

Das ist unser Fest, was wir heute feiern: das Kommen Gottes zu den Menschen, damit wir zu Gott kommen.
Gregor von Nazianz (um 320-390), Patriarch von Konstantinopel, kapadokischer Bischof und Kirchenlehrer

Wir feiern Weihnachten, auf dass diese Geburt auch in uns Menschen geschieht. Wenn sie aber nicht in mir geschieht, was hilft sie mir dann? Gerade, dass sie auch in mir geschehe, darin liegt alles.
Meister Eckhart (1260-1328), deutscher Dominikaner, Mystiker

Freut euch, dass der unsterbliche Gott geboren ist, damit der sterbliche Mensch in Ewigkeit leben kann.
Jan Hus (1370-1415), tschechischer Reformator

Gott kam durch die Hintertür in diese Welt.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Die Geburt Jesu in Bethlehem ist keine einmalige Geschichte, sondern ein Geschenk, das immer bleibt.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren, und nicht in dir, du bleibst verloren.
Angelus Silesius (Johann Scheffler) (1624-1677), deutscher Dichter, Arzt, Priester

Wie viel befolgen Christi Geburtstag! Wie wenige seine Vorschriften! Oh, es ist leichter Festtage als Gebote zu halten.
Benjamin Franklin (1706-1790), US-amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Wenn je das Göttliche auf Erden erschien, so war es in der Person Christi.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Weihnachten! Der muss wahrhaft ein Menschenfeind sein, in dem sich nicht etwas wie Heiterkeit ist, bei dem nicht etliche erfreuliche Assoziationen kommen, wenn sich Weihnachten nähert.
Charles Dickens (1812-1870), englischer Schriftsteller

Das ist das Wunder der heiligen Weihnacht, dass ein hilfloses Kind unser aller Helfer wird.
Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910), deutscher evangelischer Theologe, Begründer der Bodelschwingschen Anstalten in Bethel

Weihnachten ist soziale Fernsicht. Ist Gerechtigkeit… Wenn das nicht wahr ist, wenn diese Welt nichts vom Christentum spürt, diese Wohnungssuchenden, diese Geschiedenen, diese Unehelichen, diese Verurteilten, diese Inhaftierten, diese Abgebauten, diese Weinenden und Schluchzenden, wenn die denen weihevolle Nacht nicht gibt, dann will ich kein Weihnachten habe!
Carl Sonnenschein (1876-1929), deutscher katholischer Theologe

Die einzige wirklich blinde Person in der Weihnachtszeit ist die, die Weihnachten nicht im Herz hat.
Helen Keller (1880-1968), US-amerikanische Sozialreformerin und Schriftstellerin, blind und taub

Gott wird ein Mensch, damit die Menschen Gotteskinder werden können.
Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin aus jüdischer Familie, Ordensschwester, Ermordung im KZ, heilig gesprochen

Wer wusste denn schon in jenen Tagen im gewaltigen Rom von dem entlegenen Nest am Rande der Wüste Bethlehem? Wer von den Intelligenten, dass sich dort in einem schmutzigen Stall etwas Wichtiges habe begeben können? Auch heute schlafen zu viele traumlos auf den Kissen der Eitelkeit.
Gertrud Fussenegger (1912-2009), österreichische Schriftstellerin

Die Weihnachtshoffnung auf Frieden und guten Willen unter allen Menschen kann nicht länger als eine Art frommer Traum von einigen Schwärmern abgetan werden.
Martin Luther King (1929-1968), US-amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Weihnachten ist das Rufen Gottes nach Liebe unter den Menschen, nach Verständnis und Versöhnung, nach Frieden und Freundschaft.
Phil Bosmans (1922-), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

... oder was für viele noch davon übrig geblieben ist

Weihnachten: ein besonderer Tag der Völlerei, Trunksucht, Gefühlsduselei, Annahme von Geschenken, öffentlichem Stumpfsinn und häuslichem Protzen gewidmet.
Ambrose Gwinnet Bierce (1842-1914), US-amerikanischer Journalist und Satiriker

Weihnachten ist für viele eine weltliche Veranstaltung geworden, die viel Geld kostet und viel Geld einbringt.
Gertrud von le Fort (1876-1971), deutsche Schriftstellerin

Ich kann die Wut durchaus verstehen, die einen packen kann, wenn zu Beginn des Novembers bereits die Weihnachtsglocken ertönen, damit die Kassen besser klingeln.
Karl Lehmann (1936-), deutscher Theologe, Bischof von Mainz, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht.
Kurt Marti (1921-), Schweizer reformierter Theologe und Schriftsteller),

Dreikönige / Erscheinung des Herrn (danach die Tradition der Sternsinger)

Die Heiden werden zu deinem Licht ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.
AT, Jesaja 60,3

Die Könige von Tarschisch und den Inseln bringen Geschenke, die Könige von Saba und Seba kommen mit Gaben. Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker dienen.
AT, Psalm 72,10-11

Bald nach seiner Geburt kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: "Wo finden wir das neugeborene Kind, das König der Juden werden soll? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen ihm zu huldigen."
Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.
NT, Matthäus 2,2; 2,11

Aschermittwoch

Bedenk o Mensch, dass du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst.
AT, Genesis 3,19

So wenig schäme ich mich des Kreuzes, das ich das Kreuz Christi nicht verborgen, sondern auf der Stirne tragen.
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo in Nordafrika, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Der Aschermittwoch wird immer mehr ins Gegenteil verkehrt. Die politische Klasse hat sich darauf geeinigt, den jeweils anderen die Leviten zu lesen, anstatt bußfertige Asche aufs eigene Haupt zu streuen.
Helmut Markwort (1936-), deutscher Journalist und Verlagsmanager

Palmsonntag

Sie brachten die Eselin und ihr Junges, legten ihre Kleider darüber, und Jesus setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider als Teppich auf die Strasse, andere rissen Zweige von den Büschen und legten sie auf den Weg. Die Menge, die vor Jesus herzog und ihm folgte, rief immer wieder: "Heil dem Sohne Davids! Heil dem, der im Auftrag des Herrn kommt" Lob sei Gott in der Höhe!
NT, Matthäus 21,7-9

Im Vatikan bedient man sich Palmsonntag echter Palmen. Die Kardinäle bewegen sich und singen alte Psalmen. Dieselben Psalmen singt man auch, Ölzweiglein in den Händen, muss im Gebirge zu dessem Brauch Stechpalmen gar verwenden. Zuletzt, will man ein grünes Reis, so nimmt man Weidenzweige, damit der fromme Lob und Preis auch im geringsten Zweig.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Karwoche, Karfreitag

Er hat unsere Krankheit getragen, unsere Schmerzen auf sich geladen, durch seine Wunden sind wir geheilt.
AT, Jesaja 53,4

Wir ziehen einen Schleier über diese Leiden [Christi], eben weil wir sie so hoch verehren.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Die Freude ist nach einer guten Tag am süßesten, das Osterfest nach einer Passionswoche.
Jean Paul (1763-1825), deutscher Dichter

Wir gehen durch jedes Kreuz hindurch zum Licht, zum neuen Leben, durch jeden Karfreitag auf Ostern zu. Es ist ein unbegreifliches Geheimnis, dass Menschen in ihrer tiefsten Qual und in der schwärzesten Nacht, durch alles Elend und Leid hindurch plötzlich Gott sehen, Gott begegnen.
Phil Bosmans (1922-), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Ostern

Am dritten Tag richtet er uns wieder auf und wir leben vor seinem Angesicht.
AT, Hosea 6,2

Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tage auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf.
NT, 1. Korinther 15,3-5

Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.
NT, 1. Korinther 15,14

Ihr seid mit Christus aufgeweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt.
NT, Kolosser 3,1

Bei uns ist alle Tage Ostern, nur dass man einmal im Jahr Ostern feiert.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Entweder waren die Apostel betrogen oder Betrüger. Beides ist schwierig anzunehmen, denn es ist unmöglich, dass man einen Menschen als auferstanden ausgibt. Solange Jesus Christus bei ihnen war, konnte er ihnen Halt sein; danach aber, wer hat sie handeln lassen, wenn er ihnen nicht erschien?
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Wer die Osterbotschaft gehört hat, der kann nicht mehr mit tragischem Gesicht herumlaufen und die humorlose Existenz eines Menschen führen, der keine Hoffnung hat.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Im Licht der Ostersonne bekommen die Geheimnisse der Erde ein anderes Licht.
Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910), deutscher evangelischer Theologe, Begründer der Bodelschwingschen Anstalten in Bethel

Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Der Tod des Christen ist eigentlich der letzte Mitvollzug des Kreuzes, aber des Kreuzes, über dem schon Ostern steht.
Alfred Delp (1907-1945), deutscher katholischer Priester, Mitglied des Kreisauer Kreises

Die Auferstehung ist nicht das private Schicksal Jesu Christi, sondern die Zukunft der Menschen und die Zukunft der Welt.
Ladislaus Boros (1927-1981), ungarischer katholischer Theologe

Jesu Auferstehung zeigt, dass Gott ja zu unserem Sterben sagt, aber nein zu unserem ewigen Tod. Darum ist Ostern mein Freudentag.
Manfred Rommel (1928-), deutscher Politiker, CDU, Präsident des Deutschen Städtetages, Stuttgarter Oberbürgermeister

Das neue, ewige Leben des Einen ist Herausforderung und reale Hoffnung für alle.
Hans Küng (1928-), schweizerischer katholischer Theologe

Christi Himmelfahrt

Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.
NT, Apostelgeschichte 1,9

Pfingsten

Am jüdischen Pfingstfest waren wieder alle versammelt. Plötzlich rauschte es vom Himmel wie ein Sturm. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Dann sahen sie etwa, das sich wie Feuerzungen verteilte und sich auf jeden von ihnen niederließ. Alle begannen in verschiedenen Sprachen zu reden, jeder wie ihm der Geist Gottes eingab.
NT, Apostelgeschichte 2,1-5

Der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
NT, Johannes 14,26

Viele Christen leben, als ob Pfingsten noch vor uns läge.
Corrie ten Boom (1892-1982), niederländischer Schriftsteller, KZ-Überlebender

Erntedank

Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.
AT, Genesis 1,29

Wenn wir Gottes Wort hören und Gottes Werke tun, dann wird unser ganzes Leben ein nie endendes Erntedankfest.
Bodelschwingh, Friedrich von (1831-1910), deutscher evangelischer Theologe, Begründer der Bodelschwingschen Anstalten in Bethel

Christkönig

Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde.
NT, Johannes 18,36


       

 
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