| Zitate über die Bibel | |||||
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Um erwachsene Christen zu
werden, müsst ihr euch mit der Schrift vertraut machen. Christus ist Gottes Kraft und
Gottes Weisheit, und wer die Heilige Schrift nicht kennt, der kennt weder Gottes
Kraft noch seine
Weisheit: die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen. Die Bibel ist wie ein Strom,
der so flach ist, dass ein Lamm daraus trinken kann, und so tief, dass ein
Elefant darin baden
kann. Die Heilige Schrift lesen,
heißt von Christus Rat holen. Wenn Du am Abend schlafen
gehst, so nimm noch etwas aus der Heiligen Schrift mit Dir zu Bett, um es im Herzen
zu erwägen und es - gleich wie ein Tier - wiederzukäuen und damit sanft
einzuschlafen. Es soll aber nicht
viel sein, eher ganz wenig, aber gut durchdacht und verstanden. Und wenn Du am
Morgen aufstehst, sollst Du
es als den Ertrag des gestrigen Tages vorfinden. Ich hab nun 28 Jahr, seit ich
Doktor geworden bin, stetig in der Biblia gelesen und daraus gepredigt, doch
bin ich ihrer nicht
mächtig und find' noch alle Tage etwas Neues drinnen. Wie einer liest in der Bibel,
So steht in seinem Haus der Giebel. Um sein Ziel zu erreichen,
zitiert selbst der Teufel aus der Bibel. Die Schrift hat Stellen genug,
um alle Stände zu trösten und alle Stände zu erschrecken. Das Siegel der Wahrheit,
welches das Evangelium trägt, ist so groß, so überraschend, so unnachahmlich,
dass der Erfinder größer wäre
als sein Held. Aber ich bestehe darauf, dass
die Bibel, wenn sie uns eine unwürdige Vorstellung von Gott vermitteln sollte,
in diesem Punkt abgelehnt werden
müsste, wie man in der Geometrie Beweise ablehnt, die zu widersinnigen Schlüssen führen. Denn wie
glaubwürdig der heilige Text auch immer sei, es ist immer noch
wahrscheinlicher, dass die Bibel verfälscht,
als Gott ungerecht oder boshaft ist. Die Bibel ist das Buch, dessen
Inhalt selbst von seinem göttlichen Ursprung zeugt. Die Bibel ist mein edelster
Schatz, ohne den ich
elend wäre. Alle Bücher, die ich gelesen,
haben mir den Trost nicht gegeben, den mir das Wort in der Bibel, Psalm 23,4
gab: Ob ich schon
wandere im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du Herr, bist bei
mir! Wenn ich meinem Herzen wohl
tun will mit wahrer Labung und Stärkung, so greife ich nicht zu den wirren Fragen
der Philosophie, sondern ich nehme ein kleines Büchlein zur Hand - das Neue
Testament. Darin finde ich unendlich
mehr Klarheit und tiefere Wahrheit als in allen Schriften aller Philosophen
zusammen. Die Heilige Schrift sollte
unser Wörterbuch, unsere Sprachkunst sein, worauf alle Begriffe und Reden der Christen
sich gründeten, woraus sie bestanden und zusammengesetzt wurden. Wir wissen so wenig, wo wir
herkommen, als wo wir hingehen, noch was wir hier eigentlich sollen und sind: und
wir haben nichts in Händen, darauf wir uns verlassen und damit wir uns trösten
und unser Herz stillen können.
Aber Gott hat unser Herz gestillt durch seine Schrift, die er selbst frommen und
heiligen Männern eingegeben
hat, und die darum die Heilige Schrift, die Offenbarung oder die Bibel, das Buch
der Bücher, genannt
wird. In diesem Buch finden wir Nachrichten und Worte, die kein Mensch sagen
kann, Aufschlüsse über unser
Wesen und über unseren Zustand und den ganzen Rat Gottes von unserer Seligkeit
in dieser und jener Welt.
So hoch der Himmel ist über der Erde, dieser Rat über alles, was in eines
Menschen Sinn kommen kann; und
ihr könnet diese Schrift nicht hoch und wert genug haben und halten. Doch ist
sie, versteht sich, immer nicht die
Sache, sondern nur die Nachricht von der Sache. Die Bibel ist ein ewig wirksames Buch, weil,
solange die Welt steht, niemand auftreten und sagen wird: Ich begreife es im
ganzen und verstehe es im einzelnen. Wir aber sagen bescheiden: Im ganzen ist es
ehrwürdig und im einzelnen anwendbar. Ich weiß nicht, ob man die
Göttlichkeit der Bibel einem beweisen kann, der sie nicht fühlt, wenigstens
halte ich es für
unnötig. Die Bibel ist ein Fenster in
dieser engen Welt, durch das wir in die Ewigkeit zu schauen vermögen. Sie enthält diese alte,
ehrwürdige Urkunde, die tiefste und erhabenste Weisheit und stellt Resultate
auf, zu denen alle
Philosophie am Ende doch wieder zurück muss. Hier liegt das Buch par Excellence auf meinem Tische (das Evangelium); ich werde nicht müde, es immer
wieder
zu lesen: jeden Tag lese ich es mit derselben Lust. Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie
kritisieren, sondern dazu, dass sie uns kritisiert. Es gibt ein Buch, das viele,
die es auswendig wissen, nicht kennen. Kein Buch der Welt hat schon so viele Kritiker
gehabt und keines ist, wie die Bibel, allen ohne Ausnahme überlegen geblieben. Die meisten Menschen haben
Schwierigkeiten mit den Bibelstellen, die sie nicht verstehen. Ich für meinen
Teil muss zugeben,
dass mich gerade diejenigen Bibelstellen beunruhigen, die ich verstehe. Je mehr wir das Evangelium
lesen, desto stärker werden wir sein. Niemand ist so hoch gebildet,
niemand so ungebildet, dass er auf die Bibel verzichten könnte. Eine gründliche Kenntnis der
Bibel ist mehr wert als ein Universitätsstudium. Weder Christus noch Buddha
noch Sokrates haben ein Buch geschrieben, denn das hieße, das Leben gegen einen logischen Prozess
vertauschen. Ihr Christen habt in eurer Obhut ein
Dokument mit genug Dynamit in sich, die gesamte Zivilisation in Stücke zu
blasen, die Welt auf den Kopf zu stellen; dieser kriegszerrissenen Welt Frieden
zu bringen. Aber ihr geht damit so um, als ob es bloß ein Stück guter
Literatur ist, sonst weiter nichts. Von meiner Kindheit an hat
mich die Bibel mit Visionen über die Bestimmung der Welt erfüllt ... In Zeiten des Zweifelns haben ihre Größe und ihre hohe dichterische Weisheit
mich getröstet. Sie ist für mich wie
eine zweite Natur. Für mich entspringt die Vollkommenheit in
der Kunst und im Leben aus der biblischen Quelle. Wer die Heilige Schrift
erforscht, wird zunächst einmal von ihr selbst erforscht. Bertolt Brecht, nach seinem
Lieblingsbuch gefragt, antwortete: Sie werden lachen - die Bibel. Es gibt begnadete Maler, die
mit wenigen Strichen eine ganze Landschaft festhalten können. Ich glaube, in dieser
Kunst ist auch die Heilige Schrift Meisterin. Sie sagt nur ein paar Worte; aber
es will uns scheinen, als hätte
sie mit einem Schlage uns alle und unsere Lage erfasst. Ich glaube, dass die Bibel
allein die Antwort auf alle unsere Fragen ist und dass wir nur anhaltend und
demütig zu fragen
brauchen, um die Antwort von ihr zu bekommen. Wer in der Bibel zu lesen
beginnt, der stellt die üblichen Fragen, ungeduldige, unverständige,
hochmütige Fragen.
Alle diese Fragen bleiben ohne Antwort. Wer trotzdem weiter liest, dem beginnt
die Bibel ihre Fragen zu stellen.
Wer ihnen nicht ausweicht, findet das Tor zum Leben. Ich bin davon überzeugt, dass
es für einen Christen heutzutage in der komplexen, schwierigen und
säkularisierten westlichen Gesellschaft praktisch unmöglich ist, seinen
Glauben zu bewahren, ohne auch persönlich
Kraft und Orientierung aus der Schrift zu ziehen. Man muss Bibel und Zeitung lesen. Man muss
die Bibel lesen, damit man die Zeitung versteht. Die Zeitung verwirrt einen,
wenn man sie nicht liest auf der Basis dessen, was die Bibel an Menschenbild und
an Zukunftsperspektive hat. Wenn man das aus dem Blick verliert, dann wird man,
wie der Apostel Paulus sagt, hin und her getrieben vom Winde der Meinungen. Die Bibel muss vom Lesebuch
zum Lebensbuch werden. Bibelleser sind
Führungskräfte, weil sie wissen, wo es lang geht. Es gibt Menschen, die die
Bibel nicht brauchen. Ich gehöre nicht zu ihnen. Ich habe die Bibel nötig. Ich
brauche sie, um zu verstehen, woher
ich komme. Ich brauche sie, um in dieser Welt einen festen Boden unter den
Füßen und einen Halt zu haben. Ich
brauche sie, um zu wissen, dass einer über mir ist und mir etwas zu sagen hat.
Ich brauche sie, weil ich gemerkt
habe, dass wir Menschen in den entscheidenden Augenblicken füreinander keinen Trost haben und dass
auch mein eigenes Herz nur dort Trost findet. Ich brauche sie, um zu wissen,
wohin
die Reise mit mir gehen soll.
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