Zitate über den Atheismus
 



Zitate nicht nur für Atheisten, Freidenker bzw. Geistesfreie, (atheistische) Humanisten, Konfessionslose und Zweifler  ...
illustriert und chronologisch sortiert in 50 Themenbereichen

Atheismus und Gottlosigkeit
Atheismus und Unglaube

Atheismus und Gottesexistenz
Atheismus und Gottesbild

Atheismus und Gotteserkenntnis
Atheismus und Gottesbeweis
Atheismus und Pascalsche Wette
Atheismus und Nietzsches "Tod Gottes"
Atheismus und Religiosität
Atheismus und Freuds "Religion als Kindheitstrauma"
Atheismus und Philosophie
Atheismus und Feuerbachs "Gott als Projektion"
Atheismus und Wissenschaften
Atheismus und "Der Fall Galilei"
Atheismus und "Neuer Atheismus"
Atheismus und "Kleiner Atheismus"
Atheismus und Kirchen- und Religionskritik
Atheismus und Psyche
Atheismus und Angst
Atheismus und Dankbarkeit
Atheismus und Freiheit
Atheismus und Menschenwürde

Atheismus und Tod
Atheismus und Jenseits

Atheismus und Theodizeefrage

Atheismus und Toleranz
Atheismus und Blasphemie
Atheismus und Rationalismus
Atheismus und Materialismus
Atheismus und Freidenkerei
Atheismus und (atheistischer) Humanismus
Atheismus und Feuerbachs "Mensch als Gott"
Atheismus und Bibel
Atheismus und Wunder
Atheismus und Ethik
Atheismus und Nietzsches "Umwertung aller Werte"
Atheismus und Marx "Religion als Opium für das Volk"
Atheismus und Humanismus
Atheismus und Gesellschaft
Atheismus und Erziehung
Atheismus und Künste
Atheismus und Sinnfrage
Atheismus und Negation
Atheismus und Nihilismus
Atheismus und Aberglaube
Atheismus und Ersatzreligion
Atheismus und Evolutionslehre
Atheismus und atheistisches Interesse
Atheismus und Glaube der Atheisten
Atheismus als Anfrage und A
ufruf

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  Atheismus und Gottlosigkeit

So wird auch die Hoffnung des Gottlosen zunichte, der sein Vertrauen setzt auf dünne Fäden und seine Zuversicht auf Spinnengewebe.
AT, Hiob 8,13-14

Ein Weiser ist in Religionsfragen weder abergläubisch noch gottlos.
Antoine Comte de Rivarol (1753-1801), französischer Schriftsteller, Aphoristiker

Der Mensch ist so groß, dass nichts auf der Erde ihm genügen kann. Nur wenn er sich Gott zuwendet, ist er zufrieden. Zieh einen Fisch aus dem Wasser: er wird nicht leben können. Das ist der Mensch ohne Gott.
Jean-Marie-Baptiste Vianney (1786-1859), französischer Priester, Pfarrer von Ars, Heiliger

Ich schreibe mein ganzes Unglück der einen Ursache zu, dass ich gottlos gewesen bin. Ein Mensch, der die Verbindung mit Gott abgebrochen hat, kann keinen Segen empfangen.
August Strindberg (1849-1912), schwedischer Dichter

Schau, Bruder, selbst wenn unser Gemüt dann und wann von dem Problem erfüllt ist, "Gibt es einen Gott, oder gibt es ihn nicht?", so ist das kein Grund für uns, absichtlich etwas Gottloses zu tun.
Vincent van Gogh (1853-1890), niederländischer Maler

Ich bin Zarathustra, der Gottlose: Wo finde ich meinesgleichen? Und alle die sind meinesgleichen, die sich selber ihren Willen geben und alle Ergebung von sich abtun.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Wer im Kreuze Jesu die tiefste Gottlosigkeit aller Menschen und des eigenen Herzens erkannt hat, dem ist keine Sünde mehr fremd.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Wer Gott nicht in sich hat, kann seine Abwesenheit nicht empfinden.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und
Schriftstellerin

Jene, die nicht glauben, haben eine Sache mit denen gemeinsam, die glauben - nämlich, dass der Herr an sie glaubt.
Dom Helder Pessôa Câmara (1939- ), brasilianischer katholischer Theologe, Erzbischof, Vertreter der Befreiungstheologie und Menschenrechtler

  Atheismus und Unglaube

Alles glauben ist Schwäche und nichts glauben ist Torheit.
Christine von Schweden (1626-1689), Königin von Schweden

Den meisten Menschen ist es kein Ernst. Sie haben die Wahrheit nicht gekostet und stecken in einem unheimlichen Unglauben.
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), deutscher Philosoph, Mathematiker, Schriftsteller und Forscher

Ungläubigsein heißt der Maxime nachhängen, Zeugnissen überhaupt nicht zu glauben; ungläubig aber ist der, welcher jenen Vernunftideen, weil es ihnen an theoretischer Begründung ihrer Realität fehlt, darum alle Gültigkeit abspricht. Er urteilt also dogmatisch.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Der Unglaube ist das Eigentum schwacher, klein gesinnter, zurück schreitender, auf sich selbst beschränkter Menschen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Wer an an nichts glaubt, verzweifelt an sich selber.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Der rechte Unglaube bezieht sich auf keine einzelnen Sätze und Gesetze, sondern auf die Erblindung gegen das Ganze.
Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter) (1763-1825), deutscher Dichter

Höchst merkwürdig ist diese Geschichte des modernen Unglaubens und der Schlüssel zu allen ungeheuren Phänomenen der neuern Zeit.
Novalis (Freiherr Friedrich Leopold von Hardenberg) (1772-1801), deutscher Dichter

Verlöscht den Glauben an Gott, und es wird Nacht in der Seele des Menschen.
Alphonse de Lamartine (1790-1869), französischer Dichter

Der Unglaube hat in Frankreich vier Stadien durchlaufen. Erst kam der liederliche Unglaube, das war der der Regentschaft; dann der spöttische Unglaube, welcher Voltaire als sein Haupt anerkannte; zunächst folgte der dogmatische, zu welchem Jean Rousseau und die übrigen Philosophen der Mitte des Jahrhundert sich bekannten, und endlich der blutdürstige Unglaube auf, jener der Revolution.
Charles Alexis de Tocqueville (1805-1859), französischer Politiker

Wenn der Glaube erlischt, stirbt Gott und erweist sich fortan als unnötig.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Ungläubig sein zu wollen, ist für mich ebenso töricht wie etwa das Verlangen, unwissend sein zu wollen.
Hermann Gmeiner (1919-1986), österreichischer Sozialpädagoge, Begründer der SOS-Kinderdörfer

  Atheismus und Gottesexistenz

Überheblich sagt der Frevler: "Gott straft nicht. Es gibt keinen Gott."
AT, Psalm 10

Die Sonne ist nicht verschwunden, weil der Blinde sie nicht sehen kann.
Brigitta von Schweden (1303-1373), schwedische Adelige, Grüderin des Birgittenordens, Mystikerin

Der Sonne tut's nicht weh, wenn du von ihr dich kehrst, Also auch Gotte nicht, wenn du in den Abgrund fährst.
Angelus Silesius (Johann Scheffler)

Lieber Gott, wenn es dich gibt: Rette meine Seele, wenn ich eine habe.
Friedrich II., der Große (1712-1786), preußischer König

Wer das Vorhandensein eines höheren Wesens nicht zugibt, das dieses Weltall erhält, muss seinen gesunden Menschenverstand verloren haben.
Friedrich II., der Große (1712-1786), preußischer König

Wenn wir Gott von der Erde vertreiben, werden wir ihn unter der Erde wieder finden.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Einer, der Gott leugnet, gleicht einem, der die Sonne leugnet; es nutzt ihm nichts, sie scheint doch.
Julius Langbehn, 1851-1907, deutscher kulturkritischer Schriftsteller

Dem wahrhaft religiösen Menschen ist Gott kein bestimmungsloses Wesen, weil er ihm ein gewisses, wirkliches Wesen ist. Die Bestimmungslosigkeit und die mit ihr identische Unerkennbarkeit Gottes ist daher nur eine Frucht der neuern Zeit, ein Produkt der modernen Ungläubigkeit.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Am Dasein Gottes können nur blasierte Toren zweifeln.
Werner von Siemens (1816-1892), deutscher Ingenieur und Unternehmer

Sollte es dir in den Sinn kommen, dass deine Begriffe über Gott unrichtig sind, dass es einen Gott vielleicht gar nicht gebe, verzweifle nicht! Das kann uns allen zustoßen. Glaube nicht, dein Unglaube entspringe dem Umstande, dass es tatsächlich keinen Gott gebe!
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Es gibt natürlich keinen Gott; aber wenn es einen gibt, dann sind wir die Lackierten...
August Bebel (1840-1913), deutscher Politiker, Mitbegründer der SPD

 
Es gibt mit (an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit) keinen Gott. - Atheistische Buskampagne
http://www.daz-augsburg.de/?p=4922

 


Keine Sorge: Es gibt Gott. Also: Schönen Tag -
Aktion des Katholischen Forums
http://www.derdom.de/Ein-Bus-wirbt-fuer-den-Glauben.845.0.html

 

Und wenn es ihn doch gibt... Gottkennen.de
http://www.tour.gottkennen.de/

Mit aller Macht Aufsehen erregen
und provozieren ...
atheistische - auch in anderen europäischen Ländern
durchgeführte - Buskampagne
und Reaktionen darauf

Die atheistische Werbekampagne wurde von der Giordano-Bruno-Stiftung und dem Internationalen Bund der Atheisten und Konfessionslosen organisiert. Begleitet wurde der "Atheistenbus" von einem "Christenbus" von Campus für Christus, der über den christlichen Glauben informierte - so wurde Gott zum Gesprächsstoff ...

 

Wenn es keinen Gott gäbe, gäbe es keine Atheisten.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller

Niemand ist ohne Gott, das ist menschenunmöglich, nur Narren halten sich für autochthon und selbst bestimmend, jeder andere weiß, wir sind geschaffen. Allerdings: alles andere liegt im Dunkeln.
Gottfried Benn (1886-1956), deutscher Arzt, Dichter und Essayist

Gott wird es verschmerzen können, dass Atheisten seine Existenz leugnen.
John Boynton Priestley (1894-1984), englischer Schriftsteller

Keine der philosophischen, moralischen, ästhetischen oder biologischen Erkenntnisse gestattet es, Gott zu leugnen. Vielmehr hat der Tempel, erbaut von den Wissenschaften kein anderes Dach als den Himmel Gottes.
Salvador Dali (1904-1989), spanischer Maler, Grafiker, Bildhauer, Bühnenbildner und Schriftsteller

Für den Atheisten, ist die Hypothese der Existenz Gottes nicht zu halten: die der Existenz des Teufels bleibt zu erwägen.
André Frossard (1915-1995), französischer Journalist und Essayist

Man sollte nicht die Arroganz haben zu behaupten, dass Gott nicht existiert.
Umberto Eco (1922- ), italienischer Philosoph, Sprachwissenschaftler und Schriftsteller

Selbst wenn es dir gelingt, gottlos zu werden, so gelänge es dir doch nicht, Gott los zu werden.
Peter Benary (1931- ), Schweizer Musikwissenschaftler und Komponist

Atheismus ist ein Krücke für die, die die Realität Gottes nicht aushalten können.
Tom Stoppard (1937- ), tschechisch-englischer Dramatiker

Wenn Gott nicht ist, wie leer wäre der Pathos der Gottesleugner? Ihr Wahn wäre um vieles törichter, als ihnen der Glaube zu sein scheint. Denn welche Narrheit gehört dazu, einen Gott zu hassen, der nicht ist!
Reinhold Schneider (1903-1985), deutscher Schriftsteller, Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Auch wenn wir nicht hinter Gott stehen, stehen wir doch vor ihm.
Thomas Romanus Bökelmann (1971- ), deutscher Aphoristiker

  Atheismus und Gottesbild

Die Ratio erfasst nicht, was Gott ist; gleichwohl erfasst sie zuverlässig, was Gott nicht ist. Obwohl sie daher nicht sieht, was vor Gott recht und gut ist (nämlich der Glaube), so weiß sie trotzdem deutlich, das Unglaube, Mord und Ungehorsam böse sind.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Wenn ein Mensch sagt, er kann ohne Religion auskommen, bedeutet es nur, dass er eine Religion hat, ohne die er auskommen kann.
Henry Emerson Fosdick (1878-1969), US-amerikanischer Geistlicher, Lehrer und Autor

Ich bin kein religionsbesessener Mensch, aber ich finde den Atheismus blöd. Man sollte besser das Maul halten. Es gehört zum Wesen Gottes, dass er nicht beschrieben werden kann.
Erwin Chargaff (1905-2002), österreichisch-US-amerikanischer Biochemiker und Schriftsteller

Ein Atheist ist einer, der sich ein Bild macht und es verneint.
Peter Horton (1941- ), österreichischer Sänger, Musiker, Komponist und Buchautor

Wer Gott definiert, ist schon Atheist.
Oswald Spengler^(1880-1936), deutscher Kultur- und Geschichtsphilosoph

  Atheismus und Gotteserkenntnis

Töricht waren von Natur alle Menschen, denen die Gotteserkenntnis fehlte. Sie hatten die Welt in ihrer Vollkommenheit vor Augen, ohne den wahrhaft Seienden erkennen zu können. Beim Anblick der der Werke erkannten sie Ihren Meister nicht... Und wenn sie über ihre Macht und ihre Kraft in Staunen gerieten, dann hätten sie auch erkennen sollen, wie viel mächtiger jener ist, der sie geschaffen hat; denn von der Größe und Schönheit der Geschöpfe lässt sich auf ihren Schöpfer schließen.
AT, Weisheit 13,1,4-5

Warum also "spricht der Tor in seinem Herzen: es ist kein Gott", da dem vernünftigen Geist doch so offenbar wird, dass Du von allem im höchsten Grade wirklich bist? Warum, außer, weil er eben töricht und unwissend ist?
Anselm von Canterbury (1033-1109), englischer Theologe, Erzbischof, Kirchenlehrer

Mitmenschen ... schaut Euch um, seht die Geschenke Gottes, den klaren Himmel, die frische Luft, das saftige Gras, die Vögel. Die Natur ist wunderschön und ohne Sünde. Und wir - nur wir - sind gottlos und dumm, und wir verstehen einfach nicht, dass das Leben an sich ein Paradies ist. Wir müssten nur dies verstehen und sofort würden wir uns umarmen und weinen.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Falls der Mensch Gott nicht erkennt und nicht begreift, so hat er noch kein Recht daraus zu schließen, es gäbe keinen Gott. Die gesetzmäßige Folgerung daraus ist nur die, dass er noch nicht fähig ist, Gott zu erkennen und zu begreifen. Es gibt nur für den keinen Gott, der ihn nicht sucht. Suche Ihn, und er wird sich Dir offenbaren.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Die Atheisten behaupten, dass eine Religion, die aus einem von Menschen geschriebenen Buch stammt, nicht echt sein kann. Aber sie scheinen nicht zu sehen, dass uns Gott neben den gedruckten Büchern das großartige Buch der Natur zu lesen gab. Und sie können nicht behaupten, dass darin die Unwahrheit steht - die Tatsachen stehen dem entgegen. Ich bin nicht dafür, das Studium der Natur als ein Form des Gottesdienstes oder als Ersatzreligion zu verwenden, aber ich trete dafür ein, das Verständnis der Natur in verschiedenen Fällen als einen Schritt hin zu Religion zu sehen.
Robert Stephenson Baden-Powell (1857-1941), englischer General, Begründer der Pfadfinderbewegung

  Atheismus und Gottesbeweis

Wo will der angebliche Freigeist seine Beweise hernehmen, dass es kein höchstes Wesen gebe?
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Ich verkehre lieber mit Atheisten als mit Frommen. Angesichts eines Atheisten fallen mir alle Beweise für das Dasein Gottes ein und angesichts eines Frommen alle Gegenbeweise.
Nicolas-Sébastien Roch Chamfort (1741-1794), französischer Schriftsteller

Ich könnte mir vorstellen, dass ein Mensch auf die Erde herabschaut und behauptet, es gebe keinen Gott; aber es will mir nicht in den Sinn, dass einer zum Himmel hinaufschaut und Gott leugnet.
Abraham Lincoln (1809-1865), amerikanischer Politiker, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, für Abschaffung der Sklaverei

Es verwundert mich eine intelligente Person zu finden, die gegen etwas kämpft, das er überhaupt nicht glaubt es existiere.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

  Atheismus und Pascalsche Wette

Ihr sagt also, dass wir unfähig sind zu erkennen, ob es einen Gott gibt. Indessen es ist gewiss, dass Gott ist oder dass er nicht ist, es gibt kein Drittes. Aber nach welcher Seite werden wir uns neigen? Die Vernunft, sagt ihr, kann aber nichts entscheiden. Es ist ein unendliches Chaos, das zwischen uns liegt und wir spielen hier ein Spiel in dieser unendlichen Entfernung von einander, wo Kopf oder Wappen fallen wird. Was wollt ihr wetten? Nach der Vernunft könnt ihr weder das eine noch das andre behaupten; nach der Vernunft könnt ihr keins von beiden leugnen. So werft denn nicht denen Irrtum vor, die eine Wahl getroffen, denn ihr wisst nicht, ob sie Unrecht haben, und ob sie schlecht gewählt…. Es muss gewettet werden, das ist nicht freiwillig, ihr seid einmal im Spiel und nicht wetten, dass Gott ist, heißt wetten, dass er nicht ist. Was wollt ihr also wählen? ... Ihr habt zwei Dinge zu verlieren, die Wahrheit und das Glück und zwei Dinge zu gewinnen, eure Vernunft und euern Willen, eure Erkenntnis und eure Seligkeit, und zwei Dinge hat eure Natur zu fliehen, den Irrtum und das Elend. Wette denn, dass er ist, ohne dich lange zu besinnen, deine Vernunft wird nicht mehr verletzt, wenn du das eine als wenn du das andre wählst, weil nun doch durchaus gewählt werden muss. Hie mit ist ein Punkt erledigt. Aber eure Seligkeit? Wir wollen Gewinn und Verlust abwägen, setze du aufs Glauben, wenn du gewinnst, gewinnst du alles, wenn du verlierst, verlierst du nichts. Glaube also, wenn du kannst.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Mein lieber Christ, wie du betrogen bist, wenn dein Himmel keine Wahrheit ist! Mein lieber Atheist, wie du betrogen bist, wenn die Hölle eine Wahrheit ist!
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Aber, Christ! Sprach ein Atheist, Wie du hoch betrogen bist, Wenn der Himmel eine Fabel ist! Aber, sprach der Christ, Atheist! Wie du noch betrogner bist, Wenn die Hölle keine Fabel ist!
Friedrich Haug (1761-1829), deutscher Schriftsteller

Er [Pascal] versucht zu zeigen, dass der christliche Glaube, mag er auch ein Wagnis sein, sehr viel weniger gewagt ist, als sein Zurückweisung und dass er, einmal aus praktischen Gründen akzeptiert, sich allmählich zum richtigen Glauben entwickeln wird; ein Skeptiker, der sich entschieden hat, auf Gott zu setzen, wird bald bemerken, wie recht er daran tat - nicht nur im Sinne der Verlust-und-Gewinn-Rechnung, sondern auch im kognitiven Sinne: All die verzweifelten Absurditäten des menschlichen Schicksals werden im Lichte der Offenbarung einen Sinn bekommen.
Leszek Kolakowski (1927-2012), polnischer Philosoph, Philosophiehistoriker und Essayist

Wenn ich glaube, habe ich nicht zu verlieren; wenn ich nicht glaube, habe ich nichts zu erhoffen.
Johannes Gross (1933-2000), deutscher Publizist, Herausgeber und Fernsehmoderator

  Atheismus und Nietzsches Tod Gottes

Gott ist tot; an seinem Mitleiden mit den Menschen ist Gott gestorben.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Wir haben Gott getötet, ihr und ich! Wir alle sind seine Mörder! Was taten wir, als wir diese Erde von der Sonne losketteten, wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Irren wir nicht durch ein unendliches Nichts? Ist es nicht kälter geworden? Wie trösten wir uns? Die Mörder aller Mörder?
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe


"Gott ist tot! Gott bleibt tot!"
Sonderangebot aus dem atheistischen "Denkladen" mit seinen Angeboten fürs "Diesseits" - die beiden Ausrufezeichen sollen wohl die "Haltbarkeit" der Aussage unterstreichen  ... es könnte ja sein ...


Nietzsche Gott ist tot. Nietzsche Gott

"Gott ist tot. Nietzsche. Nietzsche ist tot. Gott."

Man hat sich nicht gescheut, die eigene Blindheit mit dem Tod Gottes zu verwechseln.
Paul VI. (Giovanni Montini) (1897-1978), talienischer, Erzbischof, Kardinal, Papst

Unsere Welt ist nicht das ganze Universum. Vielleicht gibt es einen Ort, wo Christus noch nicht tot ist.
Graham Greene (1904-1991), englischer Schriftsteller

Gott stirbt nicht an dem Tag, an dem wir nicht länger an eine persönliche Gottheit glauben, aber wir sterben an dem Tag, an dem das Leben für uns nicht länger von dem stets wiedergeschenkten Glanz des Wunders durchstrahlt wird, von Lichtquellen jenseits aller Vernunft.
Dag Hammarskjöld (1905-1961), schwedischer Politiker, UN-Generalsekretär, Friedensnobelpreis (posthum)

Die moderne Wissenschaft tötet Gott und nimmt seinen Platz auf dem leeren Thron ein.
Vaclav Havel (1936-2011), tschechischer Schriftsteller und Politiker, Dissident und erster Präsident der CSFR

Was ist von einer Gesellschaft zu halten, für die Gott tot ist und Elvis lebt?
Irv Kupcinet (1912-2003), russischstämmiger US-amerikanischer Zeitungs-, Radio- und Fernsehkolumnist

Ich befürchte, dass dieser gesellschaftliche Tod Gottes bei uns gleichzeitig ein Tod des Geistes ist - das Verschwinden allen spirituellen Lebens, das diesen Namen verdient, zumindest im Westen. So das wir am Sonntagmorgen nur noch die Supermärkte füllen, weil die Kirchen sich leeren.
André Comte-Sponville (1952- ), französischer Philosoph und Atheist

Wenn Gott tot ist, erscheint das Leben blind, beliebig, zwecklos, rechtlos, entbehrlich und unerlösbar.
Christina Thürmer-Rohr (1936- ), deutsche Psychologin, Professorin, Musikerin und Frauenrechtlerin

  Atheismus und Religiosität

Allen Menschen ist der Glaube an Gott ins Herz gesät. Es lügen jene, die da sagen, dass sie nicht an die Existenz Gottes glauben; denn in der Nacht und wenn sie allein sind, zweifeln sie.
Luciua Annaeus Seneca der Jüngere (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Ja, das behaupte ich: es wohnt in uns ein heiliger Geist, ein Beobachter und Wächter alles Guten und Bösen an uns. Dieser behandelt uns so, wie wir ihn behandelt haben. Niemand aber ist ein guter Mensch ohne Gott.
Luciua Annaeus Seneca der Jüngere (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Die Religion beruht auf dem wesentlichen Unterschiede des Menschen vom Tiere - die Tiere haben keine Religion.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Wo Glaube war, bleibt ein Bedürfnis; es tastet mit tausend Armen nach einem neuen Gegenstand. Das ist die Unruhe, die der Schwund erzeugt.... Es ist die Zeit des Suchens, der großen Wanderungen und Aufbrüche, der echten und falschen Propheten, der Zelt- und Heerlager, der einsamen Nachtwachen.
Ernst Jünger (1895-1998), deutscher Schriftsteller und Philosoph

Wir haben, obwohl der Mensch vor allem ein homo religiosus ist, seit einem Jahrhundert den immer verzweifelteren Versuch gemacht, ohne Gott auszukommmen und den Menschen, seine Wissenschaft, seine Kunst, seine Technik und seinen Staat in ihrer Gottferne, ja Gottlosigkeit selbstherrlich an seine Stelle zu setzen.
Wilhelm Röpke (1899-1966), deutscher Ökonom

Der gegenwärtige Mensch ist weithin nicht nur gott-los, rein tatsächlich oder auch entscheidungsmäßig, es geht die Gottlosigkeit viel tiefer. Der gegenwärtige Mensch ist in eine Verfassung des Lebens geraten, in der er Gottes unfähig ist. Alle Bemühungen um den gegenwärtigen und kommenden Menschen müssen dahin gehen, ihn wieder gottesfähig und somit religionsfähig zu machen.
Alfred Delp (1907-1945), deutscher katholischer Priester, Mitglied des Kreisauer Kreises, von Nazis im  KZ ermordet

Man kann zwanzigmal ein Materialist und ein Atheist sein und doch zugleich in der Magengrube einen süßen Druck verspüren, wenn man Orgelmusik oder Glockengeläut vernimmt.
Stanislaw Lem (1921-), polnischer Erzähler, philosophischer Essayist, Roman- und Hörspielautor

  Atheismus und Freuds "Religion als Kindheitstrauma"

Religion ist wie ein Kindheitstrauma.
Sigmund Freud (1856-1939), österreichischer Psychoanalytiker

"Traumatisierung durch Taufe"



 ... und der Pfarrer rammt dem armen, wehrlosen Täufling ein Kreuz in den Leib -
so gesehen von dem bekannten polnischen Kinderbuchautor Janosch, der von sich sagt "Katholisch geboren worden zu sein, ist der größte Unfall meines Lebens" [so ziemlich das Gegenteil von dem was sein Landsmann und Solidanosc-Begründer Lech Walesa sagt - die religiös motivierte Solidanosc-Bewegung trug schließlich maßgeblich zum Fall des Kommunismus bei]
Das Bild vermittelt einen kleinen Vorgeschmack der "religionskritischen Aufklärungsarbeit" einer Stiftung für evolutionären Humanismus.
http://www.humanistische-aktion.de/geruech2.htm

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Es steht niemand frei, Christ zu werden: man wird nicht zum Christentum "bekehrt", - man muss krank genug dazu sein.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe
Zitat des Tages - ein freundlicher Gruß von Wikiquote aus dem Wonnemonat Mai - es sagt viel über Geisteshaltung und Toleranzverständnis des Auswählenden
Nietzsche endet übrigens selbst in geistiger Umnachtung.

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"Pfingsten. Das ethnozidäre fundamentalistisch-christliche Fest der Missionierung"
Insbesondere die katholische Kirche wird der paranoiden Selbstüberhebung, des Größenwahns beschuldigt - soviel aus der "Abteilung Metaphysik"
eines Dipl.-psych. Dr. phil. aus der Region
http://www.sgipt.org/sonstig/metaph/feste/pfingst.htm



"Wie christliche Hospizmafiosi in Deutschland sich das Geschäft mit den Sterbenden sichern wollen.... Christentum - das "Menschenrecht auf Verbrechertum"
... nur einige der tollwütigen Ergüsse des
deutschen "Sterberechtlers" Hans Henning Attrott, der mit der christlichen Kultur "abrechnet". http://www.bare-jesus.net/christianwatch//cwdmar01.htm
http://atrott.freeservers.com/cwdocta99.htm

Alles, was den Kranken andeutet, dass sie ihrer Familie zur Last fallen ist unakzeptabel. Was wäre das für eine Gesellschaft, die ihre Alten sterben lässt, weil sie "im Weg sind"?
Cicely Saunders (1918-2005), englische Ärztin, Sozialarbeiterin und Krankenschwester

Das Kind hat das Recht auf Zwiesprache mit seinem Gott.
Janusz Korczak (1878-1942), polnischer Arzt und Pädagoge, ging mit jüdischen Kindern seines Waisenhauses ins KZ

Es dürfte kaum anzunehmen sein, dass Januscz Korczak und die Kinder sich durch Ihren Glauben "traumatisiert" fühlten.

 

 

 

 

 

 

 

... wer da wohl unter einem Trauma, einer Manie, einer Phobie oder einem Wahn leidet ...

 

  Atheismus und Philosophie

Ein wenig Philosophie führt zu Atheismus, aber tiefe Philosophie bringt den Menschen wieder zur Religion.
Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann, entwarf die Methodologie der Wissenschaften

Der Atheismus ist nichts anderes als ein Versuch der Insolvenzerklärung.
Victor Hugo (1802-1885), französischer Schriftsteller

Die Brandfackel des Unglaubens nennt man gern das Licht der Aufklärung.
Ernst J. Hähnel (1811-1891), deutscher Bildhauer

Das Dasein eines Schöpfers zu leugnen ist größerer Unsinn als der größte Aberglaube; auch waren sie (die Gottesleugner) samt ihrer Philosophie zehnmal unglücklicher als der einfältigste Gläubige.
Gottfried Keller (1819-1890), Schweizer Dichter

Mit der Preisgabe und dem Vergessen der Religion würde auch das eigentliche Philosophieren aufhören. Es würde entstehen die gedankenlose, ihrer selbst nicht mehr bewusste Verzweiflung, ein bloßes Augenblicksleben, ein Nihilismus und darin ein chaotischer Aberglaube.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph des Existentialismus und Schriftsteller, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Alle Formen des Atheismus berühren nur die Oberfläche des Geistes. Das Leben ist um vieles triumphierender und geheimnisvoller als unser Intellekt verstehen kann.
Sarwapalli Radhakrishnan (1888-1975), indischer Philosoph und Staatsmann

Atheismus ist der Versuch, die Erde ohne die Sonne zu erklären.
Sigismund von Radecki (1891-1970), lettischer Feuilletonist und Übersetzer

  Atheismus und Feuerbachs "Gott als Projektion"

Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, das heißt vermutlich, der Mensch schuf Gott nach dem seinigen.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

In der Persönlichkeit Gottes feiert der Mensch die Übernatürlichkeit, Unsterblichkeit, Unabhängigkeit und Unbeschränktheit seiner eigenen Persönlichkeit.

Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Wie der Mensch denkt, wie er gesinnt ist, so ist sein Gott: Soviel Wert der Mensch hat, soviel Wert und nicht mehr hat sein Gott.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Ihr gebt selbst zu, dass das Wesen des pantheistischen Gottes nichts ist als das Wesen der Natur. Also gebt auch zu, dass euer persönlicher Gott nichts andres ist als euer eigenes persönliches Wesen, dass ihr, indem ihr die Über- und Außernatürlichkeit eures Gottes glaubt und konstruiert, nichts andres glaubt und konstruiert als die Über- und Außernatürlichkeit eures eignen Selbst.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott eine Projektion des Menschen ist, nicht dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild, sondern der Mensch Gott nach seinem Ebenbild geformt hat, aus dem tiefen Bedürfnis dieses verletzbaren, körperlich und seelisch verletzbaren, dünnhäutigen Wesens Mensch, aus seinem Bedürfnis, aus seiner Bedürftigkeit nach Gott heraus sucht er jemand, den er ansprechen kann, von dem er Hilfe erwarten kann.
Ralph Giordano (1923- ), deutscher Journalist, Publizist, Schriftsteller und Regisseur

Wer Gott in bestimmten Formen sucht, der ergreift wohl die Form, aber Gott, der in ihr verborgen ist, entgeht ihm. Nur wer Gott unter keinerlei Form sucht, der ergreift ihn, wie er in sich selber ist.
Meister Eckhart (1260-1328), deutscher Dominikaner, Mystiker

Wir erkennen weder die Existenz noch die Natur Gottes, weil er weder Ausdehnung noch Grenzen hat.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Der Vorwurf der Projektion fordert und ermöglicht die Säuberung der menschlichen Vorstellungen von Gott.
Heinz Zahrnt (1915-2003), deutscher evangelischer Theologe, Schriftsteller und Publizist

Die Geschichte der Menschheit ist genau umgekehrt verlaufen, wie Feuerbach, Marx und Freud behaupten. Der Mensch hat nicht ein Stück seiner selbst, seiner profanen Selbst- und Welterfahrung, abgespalten und dieses dann als ein fremdes göttliches Wesen ausgegeben. Vielmehr haben die Menschen aller alten Kulturen, soweit die prähistorische Forschung erkennen lässt, sich selbst und die Welt zuerst im Licht der von ihnen wahrgenommenen göttlichen Wirklichkeit verstanden.
Heinz Zahrnt (1915-2003), deutscher evangelischer Theologe, Schriftsteller und Publizist

Feuerbachs ganze Religionskritik beruht... auf einem logischen Fehlschluss. Wenn die Götter Wunschwesen sind, so folgt daraus für ihre Existenz oder ihre Nichtexistenz gar nichts.
Eduard von Hartmann (1842-1906), deutscher Philosoph

Gott sei Dank gibt es das nicht, was sich neunzig Prozent der Menschen unter Gott vorstellen.
Karl Rahner (1904-1984), deutscher katholischer Theologe, Dogmatiker und Religionsphilosoph

Es ist mir wieder ganz deutlich geworden, dass man Gott nicht als Lückenbüsser unserer unvollkommenen Erkenntnis figurieren lassen darf; wenn nämlich dann - was sachlich zwangsläufig ist - sich die Grenzen der Erkenntnis immer weiter herausschieben, wird mit ihnen auch Gott immer weiter weg geschoben und befindet sich demgemäß auf einem fortgesetzten Rückzug. In dem, was wir erkennen, sollen wir Gott finden, nicht aber in dem, was wir nicht erkennen; nicht in den ungelösten, sondern in den gelösten Fragen will Gott von uns begriffen werden.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Die Geschichte des Menschen ist die eines unendlichen Kampfes des Menschen mit seinem Gott, oder mit der Vorstellung, die er sich davon macht.
André Frossard (1915-1995), französischer Journalist und Essayist

 

  Atheismus und Wissenschaften

Wer Gott leugnet, blicke nur nach den Sternen. Wenn er die Gestirne sieht, wird er an Gott glauben.
lateinisches Sprichwort

Die heutigen Wissenschaften können dir nichts über Gott und seine Tugenden beibringen. Die Wissenschaften können dich nicht tugendhaft machen, aber sie helfen dir auf dem Weg.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt.
William Shakespeare (1564-1616), englischer Dramatiker

Wer nur halb nachdenkt, der glaubt an keinen Gott; wer aber richtig nachdenkt, der muss an Gott glauben.
Isaac Newton (1643-1727), englischer Mathematiker, Physiker und Astronom

Die Atheisten sind meist gelehrte und irregeleitete Gelehrte, die falsche Schlüsse ziehen, und die, weil sie die Schöpfung, den Ursprung des Bösen und andere Schwierigkeiten nicht verstehen können, und ihre Zuflucht bei der Hypothese von der Ewigkeit alles Gegenständlichen nehmen.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Die Breschen, die der Atheismus dem Unendlichen zufügt gleichen den Verletzungen, die eine Bombe dem Meer zufügen würde. Alles schließt sich wieder und dauert fort.
Victor Hugo (1802-1885), französischer Schriftsteller

Die Wissenschaft fängt eigentlich erst da an, interessant zu werden, wo sie aufhört.
Justus von Liebig (1803-1873), deutscher Chemiker, Begründer der Agrarchemie

Ein wenig Wissen entfernt vom Glauben, sehr viel führt zum Glauben zurück.
Gustave Flaubert (1821-1880), französischer Dichter

Der Streit um Glauben oder Wissen ist der dümmste Wortstreit, der je geführt ist, und eine Schande für die Menschheit.
August Strindberg (1849-1912), schwedischer Schriftsteller

Naturwissenschaft und Religion in Gegensatz zu stellen, ist Sache von Leuten die schlecht unterrichtet sind in der einen wie in der anderen Wissenschaft.
Paul Sabatier (1854-1941), französischer Chemiker

Es ist der stetig fortgesetzte, nie erlahmende Kampf gegen Skeptizismus und Dogmatismus, gegen Unglaube und Aberglaube, den Religion und Naturwissenschaft gemeinsam führen. Und das richtungweisende Losungswort in diesem Kampf lautet von jeher und in alle Zukunft: Hin zu Gott!
Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

Wir fühlen, dass selbst wenn alle möglichen naturwissenschaftlichen Fragen gelöst sind, unsere eigentlichen Lebensprobleme noch überhaupt nicht berührt sind.
Ludwig Wittgenstein (1889-1951), österreichischer Philosoph

Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlose überlege Vernunft. - Die gängige Vorstellung, ich sei Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Wissenschaft, Weisheit und Moral ...

Ich bin gegen die Religion, weil ich für die Wissenschaft bin.
Josef Stalin (1878-1953), sowjetischer Politiker georgischer Herkunft, Diktator

Was die Welt braucht, ist nicht ein Dogma, sondern eine Bejahung der wissenschaftlichen Forschung zusammen mit dem Glauben, dass die Qualen von Millionen nicht wünschenswert sind, ob sie nun von Stalin oder einer Gottheit, die sich der Gläubige als sein Ebenbild vorstellt, verhängt werden.
Bertrand Russell (1872-1970), walisischer Philosoph und Mathematiker

Selbst wissenschaftsgläubige Atheisten bekommen ihre Zweifel ...

Der traurigste Aspekt des Lebens jetzt gerade ist, dass die Wissenschaft schneller Wissen sammelt als die Gesellschaft Weisheit.
Isaac Asimov (1920-1992), russisch-amerikanischer Biochemiker und Science-Fiction-Autor

Wer stark genug denkt, der wird von der Wissenschaft gezwungen werden, an Gott zu glauben.
William Thomson Kelvin (1824-1907), englischer Physiker

Die Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen, die Religion zum Handeln, weil wir mit unseren Willensentscheidungen nicht warten können, bis die Erkenntnisse vollständig, und bis wir allwissend geworden sind.
Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

Religion und Naturwissenschaft – sie schließen sich nicht aus, wie manche heutzutage glauben oder fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Wohl den unmittelbarsten Beweis für die Verträglichkeit von Religion und Naturwissenschaft auch bei gründlich-kritischer Betrachtung bildet die historische Tatsache, dass gerade die größten Naturforscher aller Zeiten, Männer wie Kepler, Newton, Leibniz von tiefer Religiosität durchdrungen waren.
Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

Die Grenzlinie ist nicht zwischen Wissenschaftlern und Nichtwissenschaftlern zu ziehen, sondern zwischen verantwortungsvollen, anständigen Menschen und allen übrigen. Die Wissenschaftler schweigen, weil sie entdeckt haben, dass die anständigen Menschen eine verschwindende Minderheit darstellen. Ihre einzige Alternative heißt: Verweigerung der Mitarbeit oder Sklaverei.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Die Naturforscher wollten Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Da das nicht möglich war, beteuerte ihre exakte Wissenschaft, dass es ihn nicht gebe. Um wie vieles sind wir Naturforscher bescheidener geworden! Wir beugen uns in Demut vor dem Übergroßen, vor dem Übermächtigen, dem ewig Unsichtbaren, dem niemals Erfasslichen.
Max von Laue (1879-1960), deutscher Physiker

Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.
Werner Heisenberg (1901-1976), deutscher Physiker

Mir fällt es ebenso schwer, einen Wissenschaftler zu verstehen, der nicht anerkennt, dass es hinter dem Universum noch eine übergeordnete Realität gibt, wie ich Schwierigkeiten damit habe, einen Theologen zu verstehen, der die wissenschaftlichen Fortschritte leugnet.
Wernher von Braun (1912-1977), deutscher Physiker, Begründer der Raumfahrt

Die moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort. - Keiner der Erfinder des Atheismus war Naturwissenschaftler. Alle waren sie sehr mittelmäßige Philosophen.
Arthur Stanley Eddington (1882-1946), englischer Astronom

Nun ist die Wissenschaft selber bei weitem nicht so frei von Aberglauben, wie sie vorgibt. Wo ihr Wissen nicht ausreicht, da produziert sich ihr Glaube, und das ist immer ein Aberglaube.
Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Schriftsteller und Regisseur

Der Mensch unserer Zeit hat eine Periode großer Illusionen durchquert, als er sich vorstellte, er habe, da er zu einer besseren Kenntnis seiner selbst und der Welt gelangt sei, die Religion nicht mehr nötig.
Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer Theologe, Geologe und Anthropologe

Die Physiker haben erfahren, was Sünde ist, und dieses Wissen wird sie nie mehr ganz verlassen.
Robert Oppenheimer (1904-1967), US-amerikanischer Physiker, Erbauer und späterer Kritiker der Atombombe

Der Ausbau der Wissenschaft unter dem Vorwand, der Menschheit zu helfen, ist eine der größten Lügen unserer Zeit.
Erwin Chargaff (1905-2002), österreichisch-US-amerikanischer Biochemiker und Schriftsteller

Die Wissenschaft heute, wird eine Quelle über sich suchen, oder sie wird untergehen.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und Schriftstellerin

Wenn man vereinfachend sagen darf, die Geschichtsphase der Religion sei durch die Phase der Wissenschaft abgelöst, so wird die Wissenschaft selbst naiv in ihrem Gegensatz zur Religion stecken bleiben, solange sie nicht zu fragen vermag, inwiefern gerade in der überwundenen Religion Wahrheit war.
Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-), deutscher Physiker und Philosoph

Religion ist der szientistischen Weltanschauung entgegengesetzt, die davon ausgeht, unser einziger Zugang zur Wirklichkeit sei die Wissenschaft. Wenn ich einen Menschen liebe und ihn sehr gut kenne, dann ist mein Zugang zu ihm kein wissenschaftlicher. Im Gegenteil, ich würde diesen Menschen von mir entfremden, wenn ich anfinge, ihn zu psychologisieren und ihn mit wissenschaftlichen Kategorien zu betrachten. Es gibt in diesem Sinne eine Grenze der Wissenschaft. Gott kommt im innerweltlichen Bereich der Wissenschaft nicht vor, so wie der Projektor eines Films im Film nicht vorkommt. Insofern ist die Religion etwas, das der Wissenschaft Grenzen setzt.
Robert Spaemann (1927- ), deutscher Philosoph

Um den Glauben aufrechtzuerhalten, dass es keinen Gott gibt, muss der Atheismus unbegrenztes Wissen demonstrieren, was gleichbedeutend damit ist zu sagen: "Ich habe unbegrenztes Wissen, dass es kein Wesen gibt mit unbegrenztem Wissen."
Ravi Zacharias (1946- ), aus Indien gebürtiger kanadisch-US-amerikanischer evangelikaler Theologe

Der Atheismus des neunzehnten Jahrhunderts ist tot. Man sollte ihn nicht scheinlebendig machen, indem man ihn noch mit Argumenten bekämpft.
Ludwig Marcuse (1894-1971), deutscher Literaturkritiker, Philosoph und Journalist

  Atheismus und "Der Fall Galilei"

Die angebliche Wissenschaftsfeindlichkeit der katholischen Kirche

Ich fühle mich nicht verpflichtet zu glauben, dass der gleiche Gott, der uns mit Verstand ausgestattet hat und Vernunft will das wir verzichten, sie zu nutzen.
Galileo Galilei (1564-1642), italienischer Mathematiker, Philosoph und Physiker

Ist es denn so schlimm, missverstanden zu werden? Pythagoras und Sokrates wurden missverstanden, Christus, Luther, Kopernikus, Galilei und Newton.
Ralph Waldo Emerson (1803-1882), US-amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph

Im Gegensatz zu dem, was in den meisten Darstellungen des Werdegangs der Naturwissenschaften zu lesen steht, erfand Galilei das Teleskop nicht, ebenso wenig wie das Mikroskop, das Thermometer oder die Pendeluhr. Er entdeckte weder das Trägheitsgesetz noch das Kräfte- oder Bewegungsparallelogramm, noch die Sonnenflecken. Er leistete keinen Beitrag zur theoretischen Astronomie; er warf keine Gewicht vom Schiefen Turm zu Pisa und bewies die Richtigkeit des kopernikanischen Systems nicht. Er wurde von der Inquisition nicht gefoltert, schmachtete nicht in den Verliesen, sagte nicht "und sie bewegt sich doch"* und war kein Märtyrer der Wissenschaft.
Arthur Koestler

Galilei wurde vom Vatikan anerkannt, die katholische Kirche bewegt sich doch.
Elmar Kupke (1942- ), deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph

* Der Legende nach soll Galilei diesen Satz beim Verlassen des Inquisitionsgerichts gemurmelt haben, nachdem er dem kopernikanischen Weltbild öffentlich abschwören musste.

In Wikipedia findet sich zum "Fall Galillei" folgende Ausführung:

"Landläufig wird die Politik der Amtskirche Galileo gegenüber als Ausdruck einer ihr angeblich inhärenten Wissenschafts- und Fortschrittsfeindlichkeit verstanden. Diese Sicht muss jedoch kritisch hinterfragt werden. Zu Galileis Zeit war die Hierarchie bereits gespalten. Die Überlegenheit der neuen Wissenschaften war für die Päpste und Kardinäle genauso offensichtlich wie für ihre Gegner... Die Tragik von Galileos Wirken liegt darin, dass er als ein zeitlebens tiefgläubiges Mitglied seiner Kirche den Versuch unternahm, eben diese Kirche vor einem verhängnisvollen Irrtum zu bewahren. Seine Intention war es nicht, die Kirche zu widerlegen oder zu spalten, sondern vielmehr war ihm an einer Reform der Weltsicht der Kirche gelegen."... Galiliei wurde von der Kirche rehabilitiert]

In einem Beitrag unter atheisten.og heißt es:

"Jahrhunderte lang stellten Wissenschaft und Religion jedenfalls keinen Widerspruch dar. Im Mittelalter sammelten christliche Mönche philosophische und wissenschaftliche Bücher aus der Antike und islamische Gelehrte studierten die Sterne. Kopernikus war Priester und Domherr. Johannes Kepler war Theologe. Selbst Galilei verdankte es in erster Linie kirchlichen Förderern, dass er sich seinen Forschungen ungestört widmen konnte, und er war, wie heute Stephen Hawking, Mitglied der päpstlichen Akademie der Wissenschaften. Dass selbst Darwins Evolutionstheorie keinen Widerspruch zum Glauben darstellen muss, beweisen die Arbeiten von Pierre Teilhard de Chardin."

Ein unversöhnliche Gegensatz von Wissenschaft und Religion sieht anders aus...

  Atheismus und "Neuer Atheismus"

Soviel darf ich mit Bestimmtheit behaupten, dass die Verneinung des Glaubens jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Und es kann nach meinem Urteil nie eine Entschuldigung für einen Widerspruch beider geben.
Robert Andrews Millikan (1868-1953), US-amerikanischer Physiker

Überall in der westlichen Welt bietet sich das gleiche Bild: Ob Wissenschaftler oder Pop-Star – niemand nimmt sich mehr die Zeit, heutige religiösen Erfahrungen im Licht derjenigen zu betrachten, die auf großartige oder heroische Weise Zeugnis für ihren Glauben abgelegt haben. Noch nie vor unserer Zeit hat es beispielsweise so viele Millionen Menschen biblischen Glaubens gegeben, die in Konzentrationslager interniert, gefoltert und ermordet wurden, wie unter den Regimen der jüngsten Vergangenheit, die sich selbst als atheistisch bezeichneten.
Michael Novak (1933- ), US-amerikanischer Philosoph, Journalist, Schriftsteller und Diplomat

...deren Religionskritik ist meist intellektuell sehr schlicht. Getragen ist sie von Leuten, die in einem urbanen Liberalismus eingebettet leben, und die der festen Überzeugung waren, die Religion werde sich selbst erledigen. Jetzt sind sie schockiert, dass die Religion zurückkehrt - beziehungsweise weil sie überrascht sehen, dass die Religion nie weg war. Die sind leider schrecklich ignorant. Diese Vorkämpfer des neuen Atheismus wie Richard Dawkins sind selbst fundamentalistisch.
Charles Taxlor (1931- ), kanadischer Politikwissenschaftler und Philosoph

Leider ist es entsetzlich schwierig, auf dem Niveau von Harris, Dennett und Dawkins zu diskutieren. Alle drei sehen in der Religion eine so große Bedrohung, dass sie zu einem Dialog kaum imstande sind. Sie haben sich Voltaires "Ecrasez l’infâme!" auf die Fahnen geschrieben, mit denen sie in den Kampf ziehen. Dennoch behaupten alle drei, dass Atheisten grundsätzlich "alles in Frage stellen" und sich selbst einer "schonungslosen, fast schon weitschweifigen Selbstkritik unterwerfen". Doch in ihren Büchern ist auch nicht ein Hauch davon zu spüren, dass einer von ihnen jemals an der Richtigkeit des eigenen Atheismus gezweifelt hätte.
Michael Novak (1933- ), US-amerikanischer Philosoph,

Die ‘Neuen Atheisten’ sind der vollkommene Ausdruck einer Zeit, in der die Entstehungsbedingungen des tatsächlichen oder vermeintlichen Wissens nicht mehr hinterfragt werden. Die Hermeneutik des Wissens, wie sie ein Dilthey oder ein Habermas noch betrieben, wird kaltgestellt zugunsten einer reichlich unaufgeklärten Hinnahme beliebiger Forschungsergebnisse. Damit ist ein Rückfall verbunden ins Vorreflexive, und dieser Rückfall zeigt sich am dramatischsten, wenn atheistische Naturwissenschaftler im fremden Revier wildern und den Glaubensexperten mimen.
Alexander Kissler (1969- ), deutscher Literartur- und Medienwissenschaftler, Kulturjournalist, Moderator und Sachbuchautor (Der aufgeklärte Gott)

Ich weiß beim so genannten "neuen Atheismus" nicht, was größer ist: Die Verachtung Andersdenkender oder die Überzeugung von der eigenen Überlegenheit.
Josef Bordat (1972-), deutscher Philosoph und Publizist

Wahn! Überall Wahn! (Hans Sachs)

Richard Dawkins. Der Gotteswahn.

Atheismus ist fast immer ein Zeichen für eine gesunde geistige Unabhängigkeit und sogar für einen gesunden [!] Geist.

Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen

Wenn dieses Buch die von mir beabsichtigte Wirkung hat, werden Leser, die es als religiöse Menschen zur Hand genommen haben, es als Atheisten wieder zuschlagen.
Richard Dawkins (1941-), britischer Biologe und Autor

Richard Dawkins Stiftung Werbeanzeige
Und wo gehen die Einnahmen und Spenden der Dawinks-Jünger hin - in Werbeanzeige bzw. "sponsored Links" bei Googel für die atheistische Richard Dawkins Stiftung

 

Richard Dawkins unterstützte 2008/09 die Atheist Bus Campaign der British Humanist Association, die auf Londoner Bussen mit den Zeilen “There’s probably no god. Now stop worrying and enjoy your life.” (deutsch: „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott. Jetzt höre auf, dir Sorgen zu machen, und genieße dein Leben!“) warb und wurde mit dem Karl-Heinz-Deschner-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung ausgezeichnet.

Der Londoner Theologe und Naturwissenschaftler Alister McGrath wirf ihm vor, ernstzunehmende Theologie zu ignorieren und seine Autorität als renommierter Wissenschaftler für seine Religionskritik zu missbrauchen, beziehungsweise dass er das Weltbild religiöser Fundamentalisten auf alle Gläubigen übertrage und damit die breite Palette von Weltbildern religiöser Menschen ignoriere. Auch der Genetiker Francis Collins, Leiter des Humangenomprojekts und Vertreter einer theistischen Evolution, wirft Dawkins vor, nicht gegen Religion, sondern gegen eine Karikatur von Religion zu argumentieren. Der Philosoph und Theologe Richard Schröder bezichtigt Dawkins des Missbrauchs der Naturwissenschaft, da er mit seinen evolutionsbiologischen Thesen zur Religion mit der wissenschaftlichen Methodik breche, die empirische Belege für diese Thesen fordere. Diese empirischen Belege bliebe Dawkins aber schuldig. Ein weiterer Vorwurf lautet, Dawkins' Religionskritik fehle jede religionswissenschaftliche Kenntnis. (nach Wikipedia)

Der Mediziner und Theologe Manfred Lütz schreibt: "Ich sollte auf der Buchmesse in Frankfurt mit ihm in der ARD diskutieren. Da hat er sich geweigert ... Aber ich habe dadurch in der Vorbereitung das Buch sehr ausführlich gelesen. Das war ein Phänomen für mich, was ich überhaupt nicht kannte. Fundamentalistischen Atheismus kannte ich eigentlich gar nicht. Ich habe eigentlich Atheisten bisher kennen gelernt als sehr diskursfähige Menschen und das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht, eigentlich mehr Spaß gemacht, mit denen über Gott zu diskutieren, als mit Christen - ehrlich gesagt. Aber man muss es sich ja - wie bei anderen Bestsellern - nicht antun und es lesen nur weil es viele andere gelesen haben und nur so meinen "mitreden" und "mithalten" zu können...." (Eine kleine Geschichte vom Größten)

Das die "Bestsellereigenschaft" nicht zwangsläufig ein Qualitätsprädikat ist, scheint leider nur mühsam ins Bewusstsein mancher Menschen zu dringen - die (bequeme?) Orientierung an "Bestseller"-Listen ersetzt leider das eigene kritische Denken und Urteilen.

Bestseller: Sie entstehen aus einem indirekten Appell an die Snobs, sind vorsorglich mit dem Schutzstempel der Bruderschaft der Kritiker versehen, werden von gewissen, viel zu mächtigen Interessengruppen, deren Geschäft darin besteht, Bücher zu verkaufen, liebevoll gehegt und gepflegt, obwohl sie Wert darauf legen, dass man von ihnen denkt, sie förderten die Kultur.
Raymond Chandler (1888-1959), US-amerikanischer Schriftsteller

Es ist ein Zeichen geistiger Freiheit, einen Bestseller nicht gelesen zu haben.
Paul Hindemith (1895-1963), deutscher Komponist und Bratschist

Der bekannte Darwinist Michael Ruse schrieb über das Buch: "Wegen ,Der Gotteswahn' schäme ich mich fast, Atheist zu sein."

Nur weil sich jemand dafür entscheidet, Gott als die Ursache der Welt anzusehen, ist er nicht geisteskrank, wie Dawkins und Kollegen behaupten. Und nur weil jemand die Welt und sich als einen rein auf Naturgesetzen beruhenden Prozess begreift, der keines Schöpfers bedarf, weil alles die "Natur" gemacht hat, ist er kein Verbrecher von minderer Moralität, wie Kirchenvertreter, Theologen und Philosophen in der Vergangenheit oft behaupteten.
Klaus-Rüdiger Mai
(1963- ), deutscher Dramaturg, Regisseur und Schriftsteller

Stellen Sie sich vor, Dawkins Traum würde wahr, und Religion verschwände: Hätten die Streitereien unter den Menschen ein Ende? Sicherlich nicht. Solche Spaltungen sind letztlich soziale Konstrukte. Sie spiegeln das grundlegende soziologische Bedürfnis von Gemeinschaften wider, selbst zu definieren und zu bestimmen, wer dazugehört beziehungsweise nicht, wer Freund ist oder Feind.
Alister McGrath (1953- ), nordirischer Biophysiker und anglikanischer Theologe (Verfasser des Buchs Der Atheismus-Wahn)

Richard Schröder (1943- ), deutscher Politiker und evangelischer Theologe, Mitglied des Beirates beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR schrieb über
Daekins:
"[Man kann] alles in der Welt missbrauchen, auch die Wissenschaft, auch die Aufklärung und nicht nur die Religion."
"Es kann aber nicht angehen, im 21. Jahrhundert von einer Welt ohne Religion zu schwärmen und zugleich zu übergehen, auf welche Wese das im 20. Jahrhundert zum politischen Programm geworden ist."
"Er hat aber nicht bemerkt, dass beide Horrorvisionen [Aldous Huxley "Brave New World" und George Orwell "Ninetyeightyfour"] in einer Welt ohne Religion spielen. Eine Welt ohne Religion muss demnach nicht das Himmelreich auf Erden sein."



 

Wir brauchen dringend neue Lügen

Die Reaktion eines Berliner Blatts zur "Literaturkritik" auf eine kritische Buchbesprechung zu Dawkins "Gotteswahn" war: ein Artikel mit der Überschrift "Wir brauchen dringend neue Lügen" Besser ließe sich das eigenartige Verhältnis mancher "neuen Atheisten" zur Wahrheit kaum illustrieren ...
http://www.berliner-literaturkritik.de/index.php?id=26&tx_ttnews%5Btt_news%5D=14925&cHash=21d7c01cfb

Und im deutschsprachigen Internet rührt die Richard Dawkins Stiftung unter dem Motto "Mehr Vernunft und weniger Glaube" eine atheistische Almosensammlung für Bitcoins, betreiben, da die deutsche Website ja von (armen, bedürftigen, mittellosen) Freiwilligen betrieben würde - der millionenfache Verkauf des Bestsellers "Gotteswahn" hat sicherlich genug Gewinn abgeworfen  ...
http://de.richarddawkins.net/
 

Unter dem Titel "
Sakrileg" - historische Wahrheit oder dreiste Erfindung?" findet sich eine lesenswerte Analyse von Dan Browns Bestseller-Roman
http://www.karl-leisner-jugend.de/sakrileg.htm

  Atheismus und "Kleiner Atheismus"

Von den Göttern weiß ich nichts, weder dass sie sind, noch dass sie nicht sind.
Protagoras (490-411 v.Chr.), griechischer Philsoph, Sophist

Ein Deist ist ein Mann, der während seiner kurzen Lebenszeit keine Zeit findet, um Atheist zu werden.
Louis de Bonald (1754-1840, französischer Philosoph, Publizist und Politiker

Folgerichtig gedacht ist der Pantheismus nur eine höfliche Form des Atheismus. Denn wenn man behauptet, Gott und Welt seien dasselbe, so kommt dies letzten Endes auf das gleiche hinaus, als wenn man sagen würde: Es gibt nur eine Welt, aber es gibt keinen Gott. Der Satz des Pantheismus: “Gott und die Welt sind eins” ist bloß eine höfliche Wendung, dem Herrgott den Abschied zu geben.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph

Monismus und Pantheismus, mögen sie auch noch so tief und noch so fromm sein, führen nicht in das letzte Rätsel der Religion hinein. Das Rätsel der Religion ist, dass wir Gott in uns anders erleben, als er uns in der Natur entgegentritt. In der Natur erfassen wir ihn nur als unpersönliche Schöpferkraft, in uns aber als ethische Persönlichkeit.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Bereits hat sich auch der Monotheismus in einen alles umfassenden, alles durchdringenden Pantheismus aufgelöst und verflüchtigt sich immer mehr.
August Bebel (1840-1913), deutscher Politiker, Mitbegründer der SPD

Ich habe große Liebe und und Respekt für die Religion, große Liebe und Respekt für den Atheismus. Was ich hasse ist Agnostizismus, Leute die nicht wählen.
Orson Welles (1915-1985), US-amerikanischer Filmregisseur, Schauspieler und Autor

Wir sind als Volk vom Pantheismus zum Panatheismus übergegangen.
Annie Dillard (1945- ), US-amerikanische Dichterin, Essayistin und Hochschullehrerin, Pulitzer-Preisträgerin

  Atheismus und Kirchen- und Religionskritik

Es ist immer so gewesen, auch in der Kirche war die Ketzerei eines Christen immer verhasster als der Unglaube eines Atheisten oder Heiden.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Jener Gott der Kleriker, er ist für mich mausetot. Aber bin ich darum Atheist?
Vincent van Gogh (1853-1890), niederländischer Maler

Er war ein erbitterter Atheist, die Art von Atheist, der nicht so sehr nicht an Gott glaubt, als ihn persönlich nicht mag.
George Orwell (1903-1950), englischer Schriftsteller

Der Kampf gegen den Atheismus ist teilweise identisch mit dem Kampf gegen die Armut, die eine der Ursachen des Auszugs der arbeitenden Klassen aus der Kirche waren.
Pedro Arrupe (1907-1991), spanischer Ordensgeistlicher, Generaloberer der Jesuiten

Die (empirische) Beweislast der Religionskritik



Obwohl Atheismen seit der indischen und griechischen Antike nachgewiesen sind, kannte und kennt die Wissenschaft keine einzige Erfolgsgeschichte einer atheistischen Gesellschaft oder auch nur Gemeinschaft - nicht einmal ein einziges Beispiel einer nichtreligiösen Tradition, die auch nur ein Jahrhundert lang wenigstens stabil geblieben wäre.
http://www.scilogs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/religionskritik-kritik/2011-04-28/die-empirische-beweislast-der-antitheisten
Viele atheistische Autoren befassen sich ausführlichst mit der Kriminalgeschichte des Christentums (so auch der Titel von Karl-Heinz-Deschners mehrbändiger Veröffentlichung) verschweigen aber die Erfolgsgeschichte des Christentums oder erwähnen sie bestenfalls am Rande.
(vgl. Wie das Christentum die Welt veränderte und verändert http://www.dreifaltigkeit-altdorf.de/christentum_weltveraenderung.htm)

Die Gleichsetzung des christlichen Glaubens mit der Institution der Kirche ist das der Kritiker.... Das Versagen der Institution wie der sie tragenden Menschen sagt aber noch nichts über den christlichen Glauben und auch nicht über "die Christen" an sich aus. Das Evangelium von Jesus Christus ist davon wohl zu unterscheiden.
Lutz E. Padberg. In Gottes Namen? Von Kreuzzügen, Inquisition und gerechten Kriegen. Die 10 häufigsten Vorwürfe gegen das Christentum. Gießen: Brunnen Verlag 2010

Gott ist gerecht, auch wenn kirchliche Einrichtungen sich verschlechtern.
Hildegard von Bingen (1098-1179)

Die großen Ideale der Vergangenheit haben sich nicht überlebt; sie wurden nicht genug gelebt. Keineswegs wurde das christliche Ideal erprobt und als unzulänglich erkannt; man fand es schwierig und ließ es unerprobt.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller

Was mich abschreckt ist die Kirche als soziale Einrichtung.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und
Schriftstellerin

Ich denke, dass die Kirche in Deutschland mit ihren großen Institutionen darüber nachdenken muss, was geistig noch gedeckt ist und was im Grund bloß durch die Macht der Finanzen und Organisation fortbesteht, ohne noch wirklich geistigen Inhalt zu haben.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger), (1927- ), deutscher Papst

  Atheismus und Psyche

Aber die Gottlosen, spricht der Herr, haben keinen Frieden.
AT, Jesaja 48,22

Die Gottlosen sind wie das aufgewühlte Meer; denn zur Ruhe kann es nicht kommen, und seine Wasser wühlen Schlamm und Kot auf.
AT, Jesaja 57,20

Atheismus ist eine Krankheit der Seele bevor es ein Fehler des Verstehens wird.
Plato (427-347 v. Chr.), griechischer Philosoph

Weil wir dich verlassen haben, darum hast du uns preisgegeben an uns selbst.
Aurelius Augustinus (354-430), nordafrikanischer Bischof, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Ein roher, ungebildeter Geist rühmt sich alsbald seines Unglaubens, wenn er etwas nicht fassen kann, und verwirft als falsch, was seine Vorstellung übersteigt, so dass sich die äußerste Unwissenheit mit maßlosem Hochmut paart.
Cyrill von Alexandria (380-444), ägyptischer Patriarch und Kirchenlehrer

Es ist ein großer Verlust für den Menschen, wenn er die Überzeugung von einem weisen, die Welt lenkenden Wesen verloren hat.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Wie weh muss das Scheiden von Gott tun, wenn das Scheiden von den Seinigen schon so weh tut.
Heinrich von Nördlingen (1310-ca.1387), deutscher katholischer Priester, Mystiker

Atheismus ist Zeichen eines starken Geistes - aber nur bis zu einem gewissen Grade.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Sprecht mir nicht von den Libertins, ich kenne sie: Alle Tage höre ich sie schwatzen; und ich bemerke in all ihren Reden lediglich eine falsche Geschicklichkeit, eine verschwommene und oberflächliche Wissbegier oder, um es offen zu sagen, schiere Eitelkeit: dahinter stehen unbezähmbare Leidenschaften, die aus Furcht, von einer allzu mächtigen Autorität unterdrückt zu werden, die Autorität Gottes angreifen, das sie aus einem Irrtum, wie er dem menschlichen Geist natürlich ist, umgestoßen zu haben glauben, weil sie es sich ständig wünschen.
Jaques-Bénigne Bossuet (1627-1704), französischer katholischer Bischof und Philosoph

Es ist unmöglich, dass ein Mensch ohne Religion seines Lebens froh werde.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Ohne Gott ist das Ich einsam durch die Ewigkeiten hindurch; hat es aber seinen Gott, so ist es wärmer, inniger, fester vereinigt als durch Freundschaft und Liebe.
Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter) (1763-1825), deutscher Dichter

Was ist selbst der glücklichste Mensch ohne Glauben? Eine schöne Blume in einem Glase Wasser, ohne Wurzel und ohne Dauer.
Ludwig Börne (Löb Baruch) (1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat

Ohne Gott jedoch zu leben, ist nur eine Qual.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Hat jemand Probleme, so kann es nur einen tieferen Grund dafür geben: den Mangel an Glauben. Dasselbe trifft auch auf menschliche Gesellschaften als Ganzes zu.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Bilde dir nicht ein, du könntest ohne Glauben den Seelenfrieden finden.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Der Tod hat einen Schrecken nur für den, der nicht an Gott glaubt, oder, was dasselbe ist, an einen bösen Gott glaubt.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Du wirst niemals mehr beten, niemals mehr in endlosem Vertrauen ausruhen. Du versagst es dir, vor einer letzten Weisheit, Güte, letzten Macht stehen zu bleiben. Du hast keinen fortwährenden Wächter und Freund für deine sieben Einsamkeiten. Mensch der Entsagung, in alledem willst du entsagen? Wer wird dir die Kraft dazu geben? Noch hatte niemand diese Kraft.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Die Gottlosigkeit ist eine Zwangsvorstellung, die allen hochmütigen Dummköpfen als Strafe auferlegt wird.
August Strindberg (1849-1912), schwedischer Dichter

Der Atheismus ist ein grausames und langwieriges Unterfangen. Ich glaube ihn bis zum Ende betrieben zu haben.
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph

Angesichts dieser Abwesenheit Gottes reagiert ein jeder gemäß seinem Temperament, doch in den meisten Fällen kann von Heiterkeit keine Rede sein. Die Wissenschaft hat dem Menschen den Alptraum beschert, mit dem sie sich herumschlägt.
Georges Minois (1946- ), französischer Historiker für Religions-, Sozial- und Mentalitätsgeschichte

Atheismus aus Hass auf Gott, auf den einmal nicht (wie noch bei Feuerbach) die Wünsche und Sehnsüchte der Menschen projiziert werden, sondern die Aggressionen und Enttäuschungen eines ganzen menschlichen Lebens.
Manfred Lütz (1954- ), deutscher Arzt, Psychotherapeut, katholischer Theologe und Schriftsteller

  Atheismus und Angst

Sein Leben lang ängstigt sich der Gottlose.
AT, Hiob 15,20

Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen.
AT, Sprüche 10,24

Zur Nachtzeit glaubt ein Atheist halb an Gott.
Edward Young (1683-1765), englischer Dichter

Der religiöse Mensch und der Gottesleugner sprechen immer von Religion. Der eine spricht über das, was er liebt, der andere über das, was er fürchtet.
Charles de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Unglaube und Aberglaube sind beide Angst vor dem Glauben.
Søren Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Wenn ein Mensch Furcht hat, so verrät er damit, dass er den Glauben an Gott verloren hat.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

"Im Schützengraben sitzen keine Atheisten" heißt es in einem Sprichwort. Aber warum solange warten?
Dale Carnegie (1888-1955), US-amerikanischer Geschäftsmann und Schriftsteller

Ohne Glaube wird der Mensch ...steril, hoffnungslos und bis ins Innerste seines Wesens furchtsam.
Erich Fromm (1900-1980), US-amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Im Flugzeug gibt es während starker Turbulenzen keine Atheisten.
Robert Lembke (1913-1989), deutscher Journalist und Fernsehmoderator



Wenn Atheisten wanken: Patient beim Zahnarzt: "Du Projektion menschlicher Wünsche und Hilflosigkeit... solltest du doch existieren, steh mir bei!!"
http://kirchensite.de/aktuelles/karikaturen-2009/zgl-atheistische-glaubenszweifel/

  Atheismus und Dankbarkeit

Sie essen Gottes Brot und rufen ihn nicht an.
AT, Psalm 53,5

Der schlimmste Moment für den Atheisten ist, wenn er wirklich dankbar ist und keinen zum danken hat.
Dante Gabriel Rossetti (1828-1882), englischer Maler und Dichter

Ich wünsche, es gäbe einen Gott. Ich sehne mich, ihn zu loben, ihm zu danken.
Katherine Mansfield (1888-1923), neuseeländische Schriftstellerin

Undankbarkeit beginnt mit dem Vergessen, aus dem Vergessen folgt Gleichgültigkeit, aus der Gleichgültigkeit Unzufriedenheit, aus der Unzufriedenheit Verzweiflung, aus der Verzweiflung der Fluch. Den Dankbaren zeigt Gott den Weg zu seinem Heil. Lass Dich fragen, ob Dein Herz durch Undank so mürrisch, so träge, so müde, so verzagt geworden ist.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Die Rebellion des Menschen gegen Gott war und ist das Fehlen eines dankbaren Herzens.
Francis Schaeffer (1912-1984), US-amerikanischer presbyterianischer Theologe und Pastor

Mangelnde Dankbarkeit ist, vom Grunde her betrachtet, ein Zeichen wachsenden Unglaubens. Wer Gott abschafft, hat auch keine Adresse mehr für den letzten Dank.
Peter Hahne (1952- ), deutscher Fernsehnachrichtenmoderator, Schriftsteller und Mitglied im Rat der EKD

  Atheismus und Freiheit

Die Gottlosen folgen nur der eigenen Willkür.
NT, Römer 1,31

Gott hat euch zur Freiheit berufen, Brüder! Aber missbraucht sie nicht als Freibrief für Selbstsucht und Lieblosigkeit.
NT, Galater 5,13

Gott hat die Seele auf Freiheit und Eigenständigkeit ausgerichtet, so, dass er ihr über ihren freien Willen hinaus nichts aufzwingen will; auch will er von ihr nichts fordern, was sie nicht will.
Meister Eckhart (1260-1328), deutscher Dominikaner, Mystiker

Wenn die Freiheit gerettet werden soll, ist es nicht durch die Zweifler, die Wissenschaftler oder die Materialisten; es wird durch religiöse Überzeugung sein, durch den Glauben der Einzelnen, die glauben, dass Gott den Menschen frei aber auch rein haben will.
Samuel Taylor Coleridge (1772-1834), englischer Dichter

Können die Freiheiten einer Nation als gesichert gelten, wenn wir ihnen die einzige verlässliche Grundlage genommen haben - die Überzeugung der Menschen, dass die Freiheiten ein Geschenk Gottes sind?
Thomas Jefferson (1743-1826), amerikanischer Politiker, Hauptverfasser der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, Staatstheoretiker

Die Freiheit ohne Glauben hat schon Völker zusammenbrechen lassen. Wenn es heute freie Völker gibt, die ihre Freiheit ertragen können, sie genießen, unaufhörlich ihre Kräfte daran stählen und nichts zu befürchten brauchen, dann sind es gläubige Völker.
Alexandre Rodolphe Vinet (1797-1847), Schweizer reformierter Theologe und Literaturhistoriker, Vertreter der Trennung von Kirche und Staat.

Die Amerikaner verbinden die Vorstellungen von Religion und Freiheit so eng miteinander, dass es unmöglich ist sie sich das eine ohne das andere vorzustellen.
Charles Alexis de Tocqueville (1805-1859), französischer Schriftsteller

Frei sein von Gott ist die ärgste Knechtschaft.
Otto von Bismarck (1815-1898), preußisch-deutscher Staatsmann, Reichskanzler

Für den Menschen gibt es nur ein Mittel, frei zu sein: die Übereinstimmung mit dem Willen Gottes.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Die Freiheit ist eine neue Religion, die Religion unserer Zeit.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Die Liebe Gottes sollte uns zu den freiesten Menschen machen.
Christoph Blumhardt (1842-1919), deutscher evangelischer Theologe, Begründer des religiösen Sozialismus

Wo Gott ist, da ist Freiheit.
Oskar von Miller (1855-1934), deutscher Techniker, Gründer des Deutschen Museums in München

Die Freiheit besteht im Glauben.
Charles Pierre Péguy (1873-1914), französischer Schriftsteller

Jede Gottesleugnung erweist sich zuletzt als Leugnung der Freiheit und wahren Menschentums.
Helen Keller (1880-1968), taubblinde US-amerikanische Schriftstellering

Religion ist Bindung. Atheismus eine höchst fragwürdige Ungebundenheit.
Ludwig Marcuse (1894-1971), deutscher Literaturkritiker, Philosoph und Journalist

Wenn aber so der Logos allen Seins, das Sein, das alles trägt und umschließt, Bewusstsein, Freiheit und Liebe ist, dann ergibt sich von selbst, dass das Oberste der Welt nicht die kosmische Notwendigkeit, sondern die Freiheit ist.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) (1927- ), deutscher katholischer Theologe, Papst

  Atheismus und Menschenwürde

Denn durch den Glauben seid ihr alle in Christus Jesus Kinder Gottes. Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Da gilt nicht mehr Jude oder Heide, nicht mehr Knecht oder Freier, nicht mehr Mann oder Weib. Ihr seid alle einer in Christus Jesus.
NT, Galater 3,26 ff

Wer Gott leugnet, zerstört den Adel der Menschheit, denn, wahrlich, der Mensch ist durch seinen Leib mit den Tieren verwandt, wenn er nicht durch seinen Geist mit Gott verwandt wäre, er nur ein niederes und unedles Geschöpf wäre.
Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann, entwarf die Methodologie der Wissenschaften

Ein Mensch ohne Glaube gleicht einem Tier ohne Vernunft.
Philipp Neri (1515-1595), italienischer katholischer Theologe, Begründer der Oratorianer, Heiliger

Man versteht unter Gott die verständige Ursache der Welt; also ist nur der ein Gottesleugner, der behauptet, dass die Welt keine Ursache, oder diese Ursache keinen Verstand habe.
Karl Julius Weber (1767-1832), deutscher Schriftsteller

Wo sind die wahren Quellen von Menschenwürde, Freiheit und moderner Demokratie, wenn nicht in dem Begriff des Unendlichen, vor dem alle Menschen gleich sind.
Louis Pasteur (1822-1895), französischer Chemiker und Bakteriologe

Eine Welt ohne Gott ist eine Welt gegen den Menschen.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

Die Abwesenheit Gottes führt zum Verfall des Menschen und der Menschlichkeit.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) (1927- ), deutscher katholischer Theologe, Papst

Die Würde des Menschen hat nur einen Fels, der in der Brandung standhält: Gott!
Franz Kamphaus (1932- ), deutscher katholischer Theologe, Bischof

Wir haben umgelernt. Wir sind in allen Stücken bescheidener geworden. Wir leiten den Menschen nicht mehr vom "Geist", von der "Gottheit" ab, wir haben ihn unter die Tiere zurückgestellt … Er ist durchaus keine Krone der Schöpfung: jedes Wesen ist neben ihm auf einer gleichen Stufe der Vollkommenheit.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Wie? Ist der Mensch nur ein Fehlgriff Gottes? Oder Gott ein Fehlgriff des Menschen?
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Ich schlage daher vor, dem Leben eines Fötus keinen größeren Wert zuzubilligen als dem Leben eines nichtmenschlichen Lebewesens auf einer ähnlichen Stufe der Rationalität, des Selbstbewusstseins, der Bewusstheit, der Empfindungsfähigkeit usw. Da kein Fötus eine Person ist, hat kein Fötus denselben Anspruch auf Leben wie eine Person.
Peter Singer (1946- ), australischer Philosoph

Ein behindertes Kind zu töten entspricht moralisch nicht dem Töten einer Person. Oft ist es kein Unrecht.
Peter Singer (1946- ), australischer Philosoph

Die Nazis haben fürchterliche Verbrechen begangen; aber es bedeutet nicht, dass alles, was die Nazis taten, fürchterlich war. Wir können die Euthanasie nicht nur deshalb verdammen weil die Nazis sie durchgeführt haben, ebenso wenig wie wir den Bau von neuen Straßen aus diesem Grund verdammen können.
Peter Singer (1946- ), australischer Philosoph

Pikantes am Rande

Singer erhielt den Ethik-Preis der atheistischen Giordano-Bruno-Stiftung. Seine neue utilitaristische wurde besonders von Behindertenorganisationen scharf kritisiert.

Ob wohl der "Patron" der Giordano-Bruno-Stiftung den eigenen ethischen Ansprüchen genügt?
Von Ihm stammt die Aussage:
"Die Juden sind eine so pestilenzialische, aussätzige und gemeingefährliche Rasse, daß sie schon vor ihrer Geburt ausgerottet zu werden verdienen."

Giordano Bruno: Die Vertreibung der triumphierenden Bestie, 2. Aufl., Berlin und Leipzig, ca. 1907, Seite 180
(Quelle: http://www.hansbolte.net/antisemitischezitate.php)

 

Du hast den Menschen wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk.
AT, Psalm 8,6-7

Wir verneinen, weil etwas in uns leben und sich bejahen will, das wir vielleicht noch nicht kennen, noch nicht sehen.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Gott schuf ihn, also lasst ihn für einen Menschen gelten!
William Shakespeare (1564-1616), englischer Dichter

Das Leben ist weder Zweck noch Mittel; das Leben ist ein Recht.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Das fünfte Gebot gilt immer ... Begriffe wie "ausmerzen, liquidieren" und "unwertes Leben" kennt die göttliche Ordnung nicht. Vernichtung von Menschen, lediglich, weil sie Angehörige eines Verbrechers, alt oder geisteskrank sind oder einer anderen Rasse angehören, ist keine Führung des Schwertes, das der Obrigkeit von Gott gegeben ist.... Das öffentliche Urteil hierbei kümmert den Christen nicht. Sein Nächster ist allemal der, der hilflos ist und seiner bedarf, und zwar ohne Unterschied der Rassen, Völker und Religionen. Denn das Leben ist Gott heilig. Es ist ihm heilig auch das Leben des Volke Israel.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Wenn es jetzt zunächst auch nur arme, wehrlose Geisteskranke trifft, dann ist grundsätzlich der Mord an allen unproduktiven Menschen, dann ist der Mord an uns allen, wenn wir altersschwach und damit unproduktiv werden, freigegeben. Dann ist keiner von uns seines Lebens mehr sicher.
Clemens August von Galen (1878-1946), deutscher katholischer Theologe, Bischof von Münster, Kardinal

Das Recht auf Abtreibung, Kindestötung und Euthanasie zu fordern und es gesetzlich anzuerkennen heißt, der menschlichen Freiheit eine perverse, abscheuliche Bedeutung zuzuschreiben: nämlich die einer absoluten Macht über die anderen und gegen die anderen. Aber das ist der Tod der wahren Freiheit.
Johannes Paul II. (1920-2005), polnischer Papst

Was wäre, wenn es Jesus von Nazareth nicht gegeben hätte? Um es deutlich zu sagen: Die Würde und Einmaligkeit des Menschen als Person, gerade auch die Würde der behinderten, kranken und schwachen Menschen, wäre wohl nicht ans Licht gekommen.
Franz Kamphaus (1932- ), deutscher katholischer Theologe, Bischof

Wird das menschliche Leben an seinem Beginn einmal dem Belieben des Einzelnen preisgegeben, dann gibt es keinerlei logischen Grund mehr, dass die Gesellschaft künftig das Lebensrecht von Behinderten, unheilbar Kranken und "nutzlosen" Alten respektierte. Eine geschickte und fortdauernde Kampagne der Massenmedien, welche die öffentliche Meinung manipuliert, genügt dann, um morgen das ganze moralische Erbe wegzufegen, das uns das Evangelium gebracht hat und das die Grundlage der Zivilisation ist. Wir haben die Pflicht, gegen Wind und Wellen jene Verwirrung anzuprangern, die unaufhörlich gestiftet wird zwischen dem Recht, das eigene Leben in die Hände zu nehmen, und dem Recht, das Leben es anderen in die Hände zu nehmen.
Léon-Joesph Suenens (1933- ), niederländischer katholischer Theologe, Kardinal

Tatsächlich lässt sich das Leben klar definieren. Es beginnt mit der Empfängnis, der Befruchtung und von da ab ist die empfangene Person ein menschliches Wesen. Es gibt keinen Punkt, an dem ein Wechsel stattfinden würde von einem Nichts zu einem Etwas, von einer Unperson zu einer Person. Es gibt keinen plötzlichen Umschlag bei der Entwicklung im Uterus, und deshalb ist das Leben ein kontinuierliches Spektrum von seinem Anfang bis zu seinem Ende.
Bernard Nathanson (1926-2011), US-amerikanischer Arzt, erst Berfürworter der Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und Leiter einer der größten Abtreibungskliniken der USA, später Lebensrechtler (Film "Der stumme Schrei")
 

  Atheismus und Sinnfrage

Die Gottlosen sind glücklich in der Welt und werden reich. Ich sann nach, ob ich's begreifen könnte, aber es war mir zu schwer, bis ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende.
AT, Psalm 73,12.16-17

Die Gottlosen laufen immer nur im Kreis herum.
Bernhard von Clairvaux (1091-1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe

Die Einheit aller Lebewesen gibt es schon in dieser Welt, in der alle und alles still nach Gott sucht. Nur ungläubige Atheisten sehen bloß ein ewiges Schweigen.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Ohne Gedanken an Gott ist mir die ganze Natur, das ganze Geschlecht der Menschen und ich mir selbst ein ewig unauflösbares Rätsel.
Johann Michael Sailer (1751-1832), deutscher katholischer Theologe und Pädagoge

Das Leben hat ohne Ziel keinen Sinn. Kein Ziel zu haben heißt, die Existenz Gottes zu leugnen und einzugestehen, dass das Leben ein böser, dummer Scherz ist.
Giuseppe Mazzini (1805-1872), italienischer Jurist, Politiker und Freiheitskämpfer

Ein körperliches Missgeschick gibt häufig den Anlass zu einer vollkommenen Änderung der sittlichen Natur. Gesundheit erhält den Atheisten.
Alexander Bain (1811-1877), schottischer Uhrmacher und Erfinder

Ich begreife nicht, wie ein Mensch, der über sich nachdenkt und doch von Gott nichts weiß oder wissen will, sein Leben vor Verachtung und Langeweile tragen kann.
Otto von Bismarck (1815-1898), preußisch-deutscher Staatsmann, Reichskanzler

Gottlos sind die, denen keine höhere Macht bekannt ist, als ihr eigenes Ich ... Gottlos ist niemand, der sich für eine große Angelegenheit opfern kann.
Friedrich Naumann (1860-1919), deutscher evangelischer Theologe und Politiker, christlich-soziale Bewegung

Wir haben keinen Bestand außerhalb und abseits von Gott.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Die Atheisten jeglicher Schule und jeglichen Schlages sind die treuesten und kräftigsten Helfer der Theologen. Alle Straßen die sie gehetzt vor der Furcht vor Gott, in aller Eile anlegen, führen allesamt zum Absurden, zur Nichtigkeit des Denkens, zum Tod der Seele. Wer sie sieht und ihnen folgt, hat nur die Wahl zwischen dem Nichts und der Umkehr.
Giovanni Papini (1881-1956), italienischer Schriftsteller

Der Atheismus stellt sich als zu einfach heraus. Wenn die ganze Welt keinen Sinn hat, dann hätten wir nie herausgefunden, dass sie keinen Sinn hat.
Clive Staples Lewis (1898-1963), englischer Schriftsteller

Wenn du nicht an einen persönlichen Gott glaubst, dann ist die Frage "Was ist der Sinn des Lebens?" nicht stellbar und nicht beantwortbar.
John Ronald Reuel Tolkien (1892-1973), englischer Schriftsteller und Philologe

Ein Mensch ohne Religion ist ein Wanderer ohne Ziel, ein Fragender ohne Antwort, ein Ringender ohne Sieg und ein Sterbender ohne neues Leben.
Dom Helder Pessôa Câmara (1909-1999), brasilianischer katholischer Theologe, Erzbischof, Vertreter der Befreiungstheologie

Diese Frage stellt sich heute in aller Schärfe: Wohin geht der Mensch, wenn er sich von Gott verabschiedet? Geht er zum Teufel? Oder vor die Hunde? Er wird heute immer mehr sein eigenes Experiment.
Franz Kamphaus (1932- ), deutscher katholischer Theologe, Bischof

Wenn es Gott nicht gibt, dann ist das Leben sinnlos. Wenn der Gott der Bibel lebt, hat das Leben Sinn. Nur die zweite dieser beiden Alternativen ermöglicht es uns, glücklich und im Einklang mit uns selbst zu leben. Deshalb scheint mir, selbst wenn die Indizien für diese beiden Möglichkeiten absolut gleich wären, sollte ein vernünftig denkender Mensch das biblische Christentum wählen. Es scheint mir so eindeutig irrational, Tod, Vergeblichkeit und Zerstörung dem Leben, einem Sinn und dem Glück vorzuziehen. Es ist genau wie Pascal gesagt hat: Wir haben nichts zu verlieren und Unendlichkeit zu gewinnen.
William Lane Craig (1949- ), US-amerikanischer Religionsphilosoph und Theologe

  Atheismus und Negation

Die Schreiber gegen die Religion, sind schlau genug, während sie jedes andere System ablehnen, nie ein eigenes aufzurichten.
Edmund Burke (1729-1797), irischer protestantischer Politiker und Redner, Kämpfer für die Katholikenemanzipation

Atheismus, [letzte] Stufe des Theismus, der negativen Anerkennung Gottes.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Der Atheismus predigt nur die Negation.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Der vollkommene Atheist steht auf der vorletzten Stufe vor dem vollkommensten Glauben - ob er ihn nun erreicht oder nicht -, der Gleichgültige aber hat gar keinen Glauben mehr, nur eine erbärmliche Angst.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Wer die Existenz Gottes verneint, verneint sich selbst.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Im Unglauben lebt der Glaube als Rest einer Positivität, als aggressive Negativität.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph des Existentialismus und Schriftsteller, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels


http://atheismus-leere-lehre.blogspot.de/p/atheismus-mal-bildlich.html
Ahteistische Le(e/h)re

Atheismus mal bildlich

 

  Atheismus und Nihilismus

Sie tauschen ihre verkehrten Gedanken aus und sagen: Kurz und traurig ist unser Leben; für das Ende des Menschen gibt es keine Arznei, und man kennt keinen, der aus der Welt des Todes befreit. Durch Zufall sind wir geworden, und danach werden wir sein, als wären wir nie gewesen. Der Atem in unserer Nase ist Rauch, und das Denken ein Funke, der vom Schlag des Herzens entfacht wird; verlöscht er, dann zerfällt der Leib zu Asche, und der Geist verweht wie dünne Luft. Unser Name wird bald vergessen, niemand denkt mehr an unsere Taten. Unser Leben geht vorüber wie die Spur einer Wolke und löst sich auf wie ein Nebel, der von den Strahlen der Sonne verscheucht und von ihrer Wärme zu Boden gedrückt wird. Unsere Zeit geht vorüber wie ein Schatten, unser Ende wiederholt sich nicht; es ist versiegelt und keiner kommt zurück. Auf, lasst uns die Güter des Lebens genießen und die Schöpfung auskosten, wie es der Jugend zusteht. Erleserner Wein und Salböl sollen uns reichlich fließen, keine Blume des Frühlings darf uns entgehen. Bekränzen wir uns mit Rosen, ehe sie verwelken; keine Wiese bleibe unberührt von unseren ausgelassenen Treiben. Überall wollen wir Zeichen der Fröhlichkeit zurücklassen; das ist unser Anteil, das fällt uns zu.
AT, Weisheit 2,1-9

Die Menschen sind heute so weit gesunken, dass sie sich "genieren", vom Wesentlichsten ihres und allen Lebens zu reden. Gott, Christus, Unendlichkeit sind in gewissen Kreisen so verpönt wie in andern Hemd, Hose, Strümpfe; es gehört nicht zum guten Ton, nicht zum savoir vivre, sie nicht völlig zu ignorieren. Nur der "weiß" heute zu "leben", der in der der Tat nicht mehr weiß, was leben heißt.
Christian Morgenstern (1871-1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Zum Nichts zu streben, ist nicht die wesenseigene Bewegung der Kreatur; diese Bewegung zielt vielmehr ständig auf das Gute, und das Streben ins Nichts ist nur ihr Versagen.
Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph

Dunkel ist die Kreatur, sofern sie aus dem Nichts stammt. Sofern sie aber von Gott ihren Ursprung hat, ist sie teilhaftig seines Bildes.
Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph

Eine verbreitete Säkularisierung entwickelt sich zunehmend zu einem moralischen, intellektuellen und spiriituellen Nihilismus, der nicht nur den einen leugnet, der Wahrheit ist, sondern die Idee der Wahrheit selbst.
Charles Caleb Colton (1780-1832), anglikanischer Geistlicher, Schriftsteller und Sammler, Exzentriker

Ein Nihilist ist ein Mensch, der sich vor keiner Autorität beugt, keinen Grundsatz anerkennt, und sollte derselbe auch noch so verbreitet sein.
Iwan Sergejewitsch Turgenjew (1818-1883), russischer Schriftsteller

Man glaubt, mit einem Moralismus ohne religiösen Hintergrund auszukommen. Aber damit ist der Weg zum Nihilismus notwendig.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden?  Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht?
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Der Nihilismus (Anschauung, die nichts, also keinerlei menschlichen und gesellschaftlichen Werte und Ziele gelten lässt) als psychologischer Zustand wird eintreten müssen, ..., wenn wir einen ``Sinn'' in allen Geschehen gesucht haben, der nicht darin ist: so dass der Sucher endlich den Mut verliert. Nihilismus ist dann das Bewusstwerden der langen Vergeudung von Kraft, die Qual des ``Umsonst'', die Unsicherheit, der Mangel an Gelegenheit, sich irgendwie zu erholen, irgend worüber noch sich zu beruhigen - die Scham vor sich selbst, als habe man sich all zu lange betrogen.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Es ist die erstaunlichste Beobachtung, die wir heute machen, dass man angesichts des Nichts alles preisgibt: das eigene Urteil, das Menschsein, den Nächsten. Wo diese Angst gewissenlos ausgenutzt wird, da gibt es keine Grenzen des Erreichbaren.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

In der Menschheit ist die große Krisis ihrer Kulturen und ihrer Kultur, die eine Krisis des Menschen ist, immer deutlicher angebrochen. Alle Urbindungen scheinen sich zu lösen, aller Urbestand sich zersetzen zu wollen. Der Mensch kostet, wie er sagt, das Nichts und lässt es auch noch auf seiner Zunge zergehen; oder er füllt den des Sinns entleerten Raum des Daseins mit der Masse der Programme.
Martin Buber (1878-1965), jüdischer Religionsforscher und Religionsphilosoph

Der Verlust der Religion verwandelt alles. Es erlischt die Autorität wie die Annahme. Es gibt keine Unbedingtheit mehr, wenn der Schluss gezogen wird: Nichts ist wahr, alles ist erlaubt.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph des Existentialismus und Schriftsteller, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1958

Nur Gott kann uns noch retten. Wenn Gott als der übersinnliche Grund und das Ziel alles Wirklichen tot ist…, dann bleibt nichts mehr, wonach er sich richten kann. Der Nihilismus, der unheimlichste aller Gäste, steht vor der Tür.
Martin Heidegger (1889-1976), deutscher Philosoph

Der charakteristische Zug jeder nihilistischen Haltung ist das Fehlen einer ordnenden Mitte, von der aus das Handeln des Einzelnen in jedem Falle seine Richtung und seine Kraft erhält.
Werner Heisenberg (1901-1976), deutscher Physiker

Nur der Stolz verzweifelt; die Demut kann nicht verzweifeln. Und oft ist es nicht einmal Stolz! Nihilismus ist die verzweifelte Hoffart oder die Eitelkeit der Verzweiflung.
Reinhold Schneider (1903-1985), deutscher Schriftsteller, Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Der innere Halt des Seins stürzt in allem, was lebt, zusammen. Was immer man lieben mag, man liebt etwas, das sterben muss. Das Leben wird zur Vollendung des Todes, alles ist vom Nichts und von der Absurdität befallen.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin, Mystikerin

Denn wenn nichts über dir ist, hast du nichts empfangen. Außer von dir selbst. Was aber erhältst du schon von einem leeren Spiegel?
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Jahre hindurch hat es mich ein wenig getröstet, wenn ich sagte, dass es nichts zu sagen gäbe. Jetzt bin ich davon zu fest überzeugt, und diese Überzeugung ist nicht mehr bloß intellektuell oder psychologisch, sie ist zu einer tiefen, physiologischen Überzeugung geworden, die mein Fleisch, mein Blut, meine Knochen durchdrungen hat. Das lähmt mich.
Eugène Ionesco (1912-1994), französischer Schriftsteller rumänischer Herkunft

Die Vorstellung des Atheismus ist zu simpel. Wenn die ganze Welt tatsächlich ohne Sinn und Verstand wäre, hätten wir dies nie begreifen können. Gäbe es kein Licht in dieser Welt und auch keine Augen, mit denen man das Licht sehen kann, wir würden niemals wissen, dass es dunkel ist. Dunkel wäre ein Wort ohne Sinn und Verstand.
Clives Staples Lewis (1898-1963), irischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler

Nicht die Revolte und ihre hohe Gesinnung glänzen heute über die Welt, sondern der Nihilismus.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

Wenn die Epoche an Nihilismus leidet, finden wir die Moral, die wir brauchen, nicht, indem wir den Nihilismus unter den Tisch wischen.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

Religion ist der Versuch, keinen Nihilismus zu dulden und eine unendliche Bejahung des Lebens zu leben. Wo die Fremde, der Zufall und das Nichts waren, soll Heimat, Identität und Gott sein.
Dorothe Sölle (1929-2003), deutsche evangelische Theologin

Der Nihilist ist chronisch müde, weil er alles durchschaut, alles begriffen hat und aus allem die Konsequenz zieht.
Jostein Gaarder (1952- ), norwegischer Schriftsteller und Philosophielehrer

  Atheismus und Aberglaube

Je weniger Glaube, desto mehr Aberglaube.
deutsches Sprichwort

Die Ungläubigen sind die Allerleichtgläubigsten.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Freiheit und nicht Knechtschaft ist das Heilmittel gegen Anarchie, so wie die Religion und nicht der Atheismus das wahre Heilmittel gegen den Aberglauben ist.
Edmund Burke (1729-1797), irischer protestantischer Politiker und Redner, Kämpfer für die Katholikenemanzipation

Der Unglaube schützt nicht vor Aberglaube. Man hat Freigeister gesehen, die von einer Menge abergläubischer Vorstellungen wie mit Fesseln gebunden waren. Die Seele des Menschen kann die Leere der Negativität nicht lange ertragen, und füllt der Mensch diese Leere nicht mit positiven Wahrheiten aus, so muss er es mit Irrtümern tun. Die Vernunft verlangt zu wissen oder zu glauben.
Ludwig Friedrich Ancillon (
1740 - 1814), deutscher Theologe

Bei den meisten Menschen gründet sich der Unglaube in einer Sache auf blinden Glauben in einer anderen.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Der verkommene Mensch, der in Unglauben und Unsittlichkeit verödete, sucht im Aberglauben Entschädigung, Beruhigung, ohne sie jedoch zu finden.
Ignaz Heinrich von Wessenberg (1774-1860), deutscher katholischer Theologe und Kirchenpolitiker

Vom trostlosesten Unglauben führt der nächste Weg zum albernsten Aberglauben.
Ignaz Heinrich von Wessenberg (1774-1860), deutscher katholischer Theologe und Kirchenpolitiker

Keiner ist so durch und durch abergläubig wie der gottlose Mensch. Leben und Tod sind für ihn heimgesuchte Gründe, gefüllt mit koboldhaften Formen vager und schattiger Furcht.
Harriet Beecher-Stowe (1811-1896), US-amerikanische Schriftstellerin, Bürgerrechtlerin

Was soll man denn viele Worte machen? Man kann ja gar nicht Mensch sein, ohne sich vor irgend etwas beugen zu müssen. Ein solcher Mensch, der sich selbst nicht beugen kann, kann sich selbst auch gar nicht ertragen; und es gibt auch gar keinen solchen Menschen. Wer Gott verleugnet, der beugt sich vor einem Ideal, sei es aus Holz, aus Gold oder auch nur ausgedacht.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Der schlimmste Aberglaube, den es gibt, wird von der Mehrheit der so genannten Gelehrten unserer Zeit vertreten, die behaupten, der Mensch können ohne Glauben leben.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Eine Gesellschaft, die nicht an Gott glaubt, aber Angst hat vor bösen Vorzeichen und dem Teufel, die alle Ärzte ablehnt und die gleichzeitig Trauer um B. heuchelt und sich kniefällig verneigt vor Z., darf nicht einmal im Traum daran zu denken wagen, sie wisse, was Gerechtigkeit sei.
Anton Pawlowitsch Tschechow (1860-1904), russischer Schriftsteller

Wenn Menschen aufhören, an Gott zu glauben, glauben sie nicht an nichts, sondern an alles Mögliche. Das ist die Chance der Propheten - und sie kommen in Scharen.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller

Fanatische Atheisten beten eben ihren Nicht-Gott an, und junge Menschen setzen neue Werte an die Stelle der alten religiösen Werte früherer Generationen - oder betäuben ihre inneren Fragen mit Alkohol und Drogen.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph des Existentialismus und Schriftsteller, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Wuchern wird der Aberglaube, wo man weg den Glauben warf.
Friedrich Rückert (1788-1866), deutscher Dichter

Vom Aberglauben ist Unglauben stets begleitet, und Aberglauben hat zum Glauben oft geleitet. So im Unglauben ist der Glaube schon enthalten; Durch Gottes Kraft geweckt, wird er sich draus entfalten.
Friedrich Rückert (1788-1866), deutscher Dichter

Der ach so aufgeklärte Zeitgenosse ist ein wandelnder Widerspruch: den allmächtigen, heiligen Gott fürchtet er nicht, sondern die Zahl 13, schwarze Katzen, die ihm über den Weg laufen, zerbrochene Spiegel und andere lächerliche Dinge.
Detlev Fleischhammel (1952- ), deutscher Theologe

  Atheismus und Humanismus

Mein Freund, ich begreife nicht, warum sie sich weigern, an Gott zu glauben, denn an die Menschen zu glauben, ist doch unmöglich.
Honoré de Balzac (1799-1850). französischer Romanschriftsteller

Die Abwesenheit Gottes würde nicht durch die Liebe des Menschen ausgeglichen, denn dann würde der Mensch sich fragen: Wozu ist es gut, die Menschheit zu lieben?
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Der Mensch soll und will noch einmal werden. Er zerstört sich selbst, weil er sich nur als Mensch meinte und nur in der Kraft und Ordnung des Menschlichen. Der Mensch ist falsch und unglücklich, allein mit sich selbst. Es gehört der andere Mensch dazu, es gehört die Gemeinschaft dazu, es gehört die Welt dazu und der Dienst an ihr – und es gehört das Ewige dazu. Nein, der Ewige. Es soll die Zeit des theonomen Humanismus werden.
Alfred Delp (1907-1945), deutscher katholischer Priester, Mitglied des Kreisauer Kreises, von Nazis im  KZ ermordet

Wenn der Glaube an Gott einige Obskuritäten mit sich bringen kann, so bringt die Verneinung Gottes eine Absurdität mit sich.
Jaques-Bénigne Bossuet (1627-1704), französischer katholischer Bischof und Philosoph

Zitate für mehr Menschlichkeit

Auf der Seite "Zitate für mehr Menschlichkeit" konstruiert die Humanistische Aktion den vermeintlichen Gegensatz "Christlich-abendländisch oder weltweit humanistisch" - zunächst einmal wird das Christentum von einer Weltreligion auf eine abendländische Erscheinung reduziert, zum anderen der Humanismus durch den atheistischen Humanismus monopolisiert. Der christliche Humanismus (man denke z.B. an Erasmus von Rotterdam) wird ausgeblendet - oder sollte man sagen unterschlagen? Aber für derartige Feinheiten bleibt bei antichristlichem/antireligiösen Ressentiment kein Raum.

Aufklärung im 21. Jahrhundert


 
Immerhin war der Verfasser so bescheiden, nicht vom 3. Jahrtausend zu sprechen  ...
Hinweisschild der Giordano-Bruno-Stiftung: "
Humanismus, Aufklärung"  mit den  Abwegen "Beliebigkeit"* und "Fundamentalismus" sollen rechts liegen gelassen werden.

Interessant ist, dass ausgerechnet Michael Schmidt-Salomon den Begriff
Beliebigkeit verwendet, da sein Angriff auf die christliche Moral, der moralischen Beliebigkeit und dem Wertrelativismus Vorschub leistet! (vgl. u.a. sein Buch Jenseits von Gut und Böse. Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind).

Nicht minder interessant ist die Verwendung des negativ belegten Begriffs
Fundamentalismus, mit dem Andersdenkende und -glaubende in die Ecke fanatischer Fundamentalisten abgedrängt werden.

Der atheistischen Humanismus vereinnahmt den positiv belegten Begriff Humanismus für sich. Demgegenüber blendet der
christlichen Humanismus die religiös-spirituelle Dimension des Menschen nicht aus und ignoriert dessen religiöses Urbedürfnis nicht.
Mit dem Christentum ging alles bergab !?

Das "Dunkle Mittelalter" als kulturelles Tief!?

Als leidgeplagter Geschichtsstudent mit baldigem Schwerpunkt Mittelalter habe ich natürlich wie alle Gleichgesinnten das Problem mit falschen Vorurteilen über das Mittelalter, die bei Laien immer wieder anzutreffen sind, konfrontiert zu werden.

Am häufigsten wird man leider mit dem sogenannten "dunklen Mittelalter" geplagt. Diese Wortzusammensetzung lässt sich irgendwie nicht ausrotten. Ständig hört man selbst von gebildeten Menschen Sätze wie "Hier gehts ja zu wie im Mittelalter", und immer wieder mit abwertendem Unterton.

Da frage ich mich immer wieder: Warum bleiben alle anderen Zeitalter eigentlich von so einer gnadenlosen Beurteilung verschont?
Immerhin hat uns die Zeitgeschichte die zwei großen Weltkriege gebracht, also noch gar nicht lange her.

Sicherlich war das Mittelalter zum Teil eine unruhige, grausame Zeit - aber das waren Antike, Frühe Neuzeit und ist die Zeitgeschichte bis heute auch.

Dabei ist das Mittelalter nebenbei eine sehr wichtige Zeit, wo großartige Errungenschaften und Prozesse in Gang gesetzt wurden, ohne die wir heute nicht da wären, wo wir heute sind.

Ich schätze jedoch, man führt hinsichtlich dieser Sache einen ausweglosen Kampf gegen unbezwingbare Vorurteile, die tief verankert im falschen Geschichtsverständnis sind.
http://www.geschichtsforum.de/f77/diskussion-um-das-vorurteil-dunkles-mittelalter-18167/
Die Entwicklung des Humanismus in Europa

http://europaeischewerte.info/33.html

Eine differenzierte Sicht des Verhältnisses von Christentum und Kirche zu den Menschenrechten:
http://www.kas.de/upload/dokumente/verlagspublikationen/Menschenrechte/menschenrechte_juengel.pdf
oder
http://www.bucer.de/uploads/tx_org/cglundmr.pdf
Eine Antwort auf die rein negative Darstellung des Christentums auf die kulturelle Entwicklung
:
Wie das Christentum die Welt veränderte und verändert

http://www.dreifaltigkeit-altdorf.de/christentum_
weltveraenderung.htm

  Atheismus und Gesellschaft

Gelangen die Frommen zur Macht, so freut sich das Volk; regiert aber der Gottlose, so seufzen die Menschen.
AT, Sprüche 29,2

Man baut leichter eine Stadt in die Luft, als einen Staat ohne Gott.
Plato (427-347 v. Chr.), griechischer Philosoph

Niemand lässt mehr den Himmel als Himmel gelten, niemand hält sich an die Fastenzeit, niemand kümmert sich einen Deut um Jupiter, sondern alle überschlagen nur, ohne nach rechts oder links zu schauen, ihren eigenen Profit.
Gaius Petronius (ca. 80 n.Chr.), römischer Jurist

Ganz und gar nicht zu dulden sind diejenigen, die die Existenz Gottes leugnen. Versprechen, Verträge und Eide, die das Band der menschlichen Gesellschaft sind, können keine Geltung für einen Atheisten haben. Gott auch nur in Gedanken wegnehmen, heißt alles auflösen.
John Locke (1632-1704), englischer Philosoph

Atheisten, die die Gewalt in ihren Händen hätten, wären für das menschliche Geschlecht ebenso verderblich wie Abergläubige.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Ein Volk ohne Land und ohne Religion müsste zugrunde gehen, wie Anthäus schwebend zwischen Himmel und Erde.
Antoine de Rivarol (1753-1801), französischer Schriftsteller

Alle bürgerlichen Bande sind aufgelöst, sind zerrissen, wenn der Mensch nichts glauben darf.
Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), deutscher Dichter

Das eigentliche, einzige und tiefste Thema der Welt- und Menschengeschichte, dem alle übrigen untergeordnet sind, bleibt der Konflikt des Unglaubens mit dem Glauben. Alle Epochen, in welchen der Glaube herrschte, unter welcher Gestalt er auch wolle, sind glänzend, Herz erhebend und fruchtbar für Mitwelt und Nachwelt. Alle Epochen dagegen, in welchen der Unglaube, in welcher Form es auch sei, einen kümmerlichen Sieg behauptet, und wenn sie auch einen Augenblick mit einem Scheinglanze prahlen sollten, verschwinden vor der Nachwelt, weil sich niemand gern mit Erkenntnis des Unfruchtbaren abgeben mag.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Jede Gesellschaft, die von der Hypothese: "Es gibt kein Gott" ausgeht, wird einige unerwartete Resultate erfahren. [wie wahr diese Voraussage ist zeigen die atheistischen Terrorregime des 20. Jahrhunderts]
Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Schriftsteller

Die Zukunft riecht nach Juchten, nach Blut, nach Gottlosigkeit und nach sehr vielen Prügeln. Ich rate unsern Enkeln, mit einer sehr dicken Rückenhaut zur Welt zu kommen.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

In unseren großen Städten ist die Bevölkerung gottlos, materialistisch - keine Bindung, kein Gemeinschaftsgefühl, keine Begeisterung. Dies sind keine Menschen sondern Hunger, Dürste, Fieber und Appetite die herumlaufen.
Ralph Waldo Emerson (1803-1882), US-amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph

Wie man ohne Glauben an eine geoffenbarte Religion, an Gott, der das Gute will, an einen höheren Richter und ein zukünftiges Leben zusammenleben kann in geordneter Weise - das Seine tun und jedem das Seine lassen, begreife ich nicht.
Otto von Bismarck (1815-1898), preußisch-deutscher Staatsmann, Reichskanzler

Der Westen hat Christus verloren; daran muss er zugrunde gehen.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Ohne das Christentum wird sich die Menschheit zersetzen und untergehen.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Wenn das deutsche Volk gottlos wird, so könnt ihr ihm sein Grabgeläute bestellen.
Friedrich Naumann (1860-1919), deutscher evangelischer Theologe und Politiker, christlich-soziale Bewegung

Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, wenn die Gottlosenbewegung, welche die Religion als ein willkürliches, von machtlüsternen Priestern ersonnenes Trugbild erklärt und für den frommen Glauben an eine höhere Macht über uns nur Worte des Hohnes übrig hat, sich mit Eifer die fortschreitende naturwissenschaftliche Erkenntnis zunutze macht und im angeblichen Bunde mit ihr in immer schnelleren Tempo ihre zersetzende Wirkung über die Völker der Erde in allen ihren Schichten vorantreibt, dass mit ihrem Siege nicht nur die wertvollsten Schätze unserer Kultur, sondern, was schlimmer ist, auch die Aussichten auf eine bessere Zukunft der Vernichtung anheim fallen würden, brauche ich hier nicht näher zu erörtern.
Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

Die heutige Auflösung der Menschheit muss man verstehen als ein Abwenden von Gott.
Paul Ernst (1866-1933), deutscher Schriftsteller

Schafft man Gott ab, wird die Regierung zu Gott.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller

Es gibt keinen Gott, ist der anschwellende Ruf der Massen. Damit wird aber auch der Mensch wertlos, in beliebiger Zahl hingemordet, weil er nichts ist.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph und Schriftsteller, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels

Ich bin als Atheist in das Konzentrationslager gekommen, und nach allem, was ich dort erlebt habe verließ ich es als gläubiger Christ. Mir ist klar geworden, dass ein Volk ohne metaphysische Bindung, ohne Bindung an Gott, weder regiert noch auf Dauer blühen kann.
Carlo Mierendorff (1897-1943), deutscher Politiker, SPD, Sozialwissenschaftler und Schriftsteller

Ich fürchte, es gibt keinen Gott....Wenn es keinen Gott gibt, dann gibt es auch keine Gerechtigkeit, denn alles, was wir sehen können in dieser Welt, ist, dass es keine Gerechtigkeit gibt. Es gibt in der Geschichte keine Gerechtigkeit für die Opfer und die Täter.
Max Horkheimer (1895-1973), deutscher Philosoph und Soziologe

Wenn Menschen gottlos werden, dann sind Regierungen ratlos, Lügen grenzenlos, Schulden zahllos, Besprechungen ergebnislos, dann ist Aufklärung hirnlos, sind Politiker charakterlos, Christen gebetslos, Kirchen kraftlos, Völker friedlos, Sitten zügellos, Mode schamlos, Verbrechen maßlos, Konferenzen endlos, Aussichten trostlos.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

"Atheistenquote"
und gesellschaftlicher Vertretungsanspruch




Atheisten nach Religionszugehörigkeit
Studie der von der Giordano Bruno Stiftung (gbs) finanzierten
 Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid)

Statistische Auswertungen von Meinungsumfragen belegen, dass die Erziehung zum atheistischen "neuen sozialistischen Menschen" auf dem Gebiet der ehemaligen DDR offensichtlich die nachhaltigste Wirkung hatte:

dazu findet sich eine Interessante Darstellung im Internet:
"... Bei fowid gibt es einen Bericht über eine „Atheistenquote“, die auf der „Allbus-Studie“ von 2002 beruht (ZA-Nr. 3700). Mittels dieser Studie soll einerseits ausgesagt werden, wie viel Prozent der Atheisten etwa evangelisch oder katholisch sind, andererseits aber auch, wie viele Atheisten es etwa innerhalb der evangelischen Bevölkerung oder der katholischen Bevölkerung gibt. Bei diesen Zahlen überrascht zunächst der hohe Anteil an Atheisten auf Seiten der evangelischen Kirchenmitgliedern. Die Zahl täuscht aber, denn die dargestellte Statistik sagt nicht aus, dass 29,4 % der Evangelischen Kirchenmitglieder Atheisten sind, sondern dass 29,4 % der „Atheisten“ evangelische Kirchenmitglieder sind. Weiter unten behauptet fowid dann, dass 20,6 % der evangelischen Kirchenmitglieder Atheisten seien. Naja, immerhin kommt ein hoher Anteil der Kirchenmitglieder ja auch durch die Taufe in die Kirche, so dass mit einer christlichen Erziehung keineswegs garantiert ist, dass aus den getauften Menschen auch echte Christen werden – womit keineswegs gesagt werden soll, dass jemand ein besserer Mensch sein muss, bloß weil er oder sie getauft ist oder sich als Christen bezeichnet. Auch diese Quote ist jedoch nur im Rahmen des religionsfeindlichen Propagandamaterials korrekt; der dort verwendete Begriff eines „Atheisten“ muss nämlich in mehrfacher Hinsicht in Frage gestellt werden: Nicht gemeint sind damit nämlich Menschen, die sich selbst als Atheisten bezeichnen. Die Gruppe derjenigen, die das Negativattribut der Gottlosigkeit zur Selbstbezeichnung vor sich her tragen wie ein zweiter Richard Dawkins, sind nämlich viel geringer. Weiter sind damit ebenfalls nicht diejenigen gemeint, die keinen Gott haben: Dies verwirrt jetzt. Wie kann jemand „Atheist“ sein, der gar nicht gottlos ist? Gar nicht, er wird aber dennoch in dieser Studie als „Atheist“ betitelt, denn die Quote bezeichnet die Menschen, die nicht an einen „persönlichen Gott“, „irgendein höheres Wesen“ oder eine „geistige Macht“ glauben. Man kann bereits die Frage nach einem „persönlichen“ Gott falsch verstehen, denn die Wenigsten werden behaupten wollen, einen Gott für sich persönlich zu haben, wie es sich manche Menschen für ihren persönlichen Schutzengel vorstellen. Viel interessanter ist aber, dass damit laut Statistik all diejenigen als „Atheisten“ vereinnahmt werden sollen, die in Wirklichkeit durchaus an Gott glauben: Gerade das Evangelische Verständnis schreibt es einem Christen nicht vor, wie er die Evangelien zu verstehen hat. Es ist daher durchaus ein gottgläubiger Christ, wer Gott als die Nächstenliebe, die Liebe oder die Menschlichkeit an sich versteht. Die Beschaffenheit Gottes ist für die Ethik der Evangelien nachrangig, vorrangig ist, dass sich Menschen zusammen finden, die sich für die Ethik Jesu Christi einsetzen und sich dazu bekennen.
Ein hoher Anteil guter Christen soll hier lediglich deshalb als „Gottlos“ und „Atheisten“ vereinnahmt werden, damit die Vertreter Antichristlicher Kampfkohorten einen möglichst großen gesellschaftlichen Vertretungsanspruch für sich reklamieren können: Ein primitiver und plumper Propagandatrick. Tatsächlich spricht jeder Mensch nur für sich und jede Organisation nur für ihre Mitglieder, nicht aber für diejenigen, die sie so hindefinieren wollen, dass sie irgendwie sprachlich mit in ihren Topf passen. Selbstverständlich dient eine solche Umdefinierung der Begriffe auch dazu, einen Keil in die Gemeinschaft der Gläubigen zu treiben, die eigentlich nicht darauf angewiesen ist, sich um derartige Fragen zu streiten, so lange sich alle zur Ethik Jesu bekennen. ... Innerhalb einer wissenschaftlichen Untersuchung mag es legitim sein, eine eigene Definition für X oder Y vorzugeben und mit dieser zu hantieren. Gesellschaftlich sollte jeder Christ aber widersprechen, wenn er aufgrund seines Gottesverständnisses in die Ecke der Gottlosen gedrängt oder aus der christlichen Gemeinschaft abgedrängt werden soll. ..."
http://meinjesus.wordpress.com/tag/hvd/

Der Zeitgeist erschreckt sogar die Atheisten.
Stanislaw Jerzy Lec (1906-1966), polnischer Satiriker

Atheismus ist das Grundübel unserer Zeit. Die Menschen haben Gott vergessen, und das ist der Grund für die Probleme des zwanzigsten Jahrhunderts.
Alexander Solschenizyn (1918-2008), russischer Schriftsteller, Dramatiker und Dissident, Literaturnobelpreisträger

Ein Volk ohne Bindung an Gott geht kaputt.
Alexander Solschenizyn (1918-2008), russischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Wenn Gott ausgemerzt wird, dann bleiben nur noch zwei Akteure übrig; der Einzelne und der Staat. In dieser Situation aber gibt es keine vermittelnde Struktur, die moralische Werte erzeugt, und darum kein Gegengewicht gegen die unvermeidlichen Ambitionen des Staates.
Charles Colson (1931- ), US-amerikanischer Präsidentenberater, Begründer der Gefängnisseelsorge

Auch als Nichtgläubiger fürchte ich eine gottlose Gesellschaft.
Gregor Gysi (1948- ), deutscher Politiker, PDS-Fraktionsvorsitzender

Die zunehmende Gottlosigkeit ist mitverantwortlich für die derzeitigen globalen Krisen!
Vaclav Havel (1936-2011), tschechischer Schriftsteller und Politiker, Dissident und erster Präsident der Tschechischen Republik

In einer monotheistisch konditionierten Kultur Gott für tot zu erklären, impliziert die Erschütterung aller Bezüge und die Ankündigung einer neuen Weltform. Mit Gott wird die Zusammengehörigkeit aller Menschen in der Einheit der geschaffenen Ordnung gestrichen.
Peter Sloterdijk (1947- ), deutscher Philosoph

  Atheismus und Erziehung

Könnte ich meinem Kind etwas Besseres mit ins Leben geben? Die Religion ist die erste Lektion und muss die Lektion aller Tage sein.
Denis Diderot (1713-1774), französischer Philosoph, Aufklärer

Die größte Wirkung jedoch auf mein junges Wesen tat eine fromme Erziehung, die ein gewisses Gefühl des Rechtlichen und Schicklichen, als von Allgegenwart göttlicher Liebe getragen, in mir entwickelte.
Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Gewöhnt man die Kinder daran, nicht an Gott zu denken, so werden sie Faschisten oder Kommunisten, aus dem Bedürfnis, sich irgendeiner Sache hinzugeben.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und
Schriftstellerin

Erziehe Menschen ohne Religion, und du machst sie nur zu klugen Teufeln.
Arthur Wesley Herzog von Wellington (1769-1852), britischer Feldmarschall und Politiker

Eine großzügige Erziehung sollte ein ehrfürchtiges Studium aller Religionen mit einschließen.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Ein junger Mann, der ein echter Atheist bleiben will, kann nicht zu vorsichtig mit seiner Lektüre sein. Überall gibt es Fallen…
Clive Staples Lewis (1898-1963), englischer Schriftsteller

Ein der christlich-abendländischen Kultur entwachsener Atheist sollte als gebildeter Mensch wenigstens die Wurzeln kennen, von denen er sich abgeschnitten hat.
Manfred Lütz (1954- ), deutscher Arzt, katholischer Theologe und Schriftsteller

Der Chefatheist/Agnostiker Richward Dawkins bezeichnete sich einmal als Kulturchristen – was auch immer das sein mag. Vermutlich meinte er, dass er auch Weihnachten feiert und Ostern zum Anlass nimmt, seinen Kindern Eier zu verstecken.
anonymus

Das neue "Aufklärungsbuch" für Kinder ...

Wo bitte geht's zu Gott? fragt das kleine Ferkel. Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen
[dieser Wunsch richtet sich wohl eher an die Erwachsenen].
u.a. mit dem schweinischen Kehrreim
(und natürlich den passenden Bildern dazu)
"Rabbis, Muftis und auch Pfaffen,
Sind für uns nur nackte Affen"

Das Buch des freischaffenden Philosophen Schmidt-Salomon würde man es wohl besser als  Indoktrinationsfibel für wehrlose Erstleser bezeichnen ...

Soll durch Lächerlichmachen bei Kindern der Respekt vor Andersdenkenden / Andersgläubigen geweckt werden ?

 
Humanistische Lebenskunde als Unterrichtsfach  ...



Und was geschieht mit der Frage "Gibt es Gott?" in der HUMANISTISCHEN LEBENSKUNDE?  - man beachte die Platzierung und die Klein- und Großschreibung ... auch ein Schwamm ist schon im Einsatz ...
Atheistischer (Schul-)Engel ?

vielleicht befördert der dringliche Wunsch nach finanziellen Mittel die transzendentalen Neigungen einiger Atheisten...

Wikipedia: Engel (... von altgriechisch. angelos "Bote"...) sind Geistwesen, die in den Lehren der monotheistischen arbrahamitischen Religionen des Judentums, Christentums und Islams durch Gott geschaffen wurden und diesem untergeordnet wurden.

Auch für Atheisten ist ein Engel scheint der Engel noch werbewirksamer zu sein als eine "Jahresendzeitfigur" (= DDR-Ersatz-Engel) ...


In der Zwischenzeit hat sich freilich erwiesen, dass nicht nur die Sexualität, sondern auch die Religiosität verdrängt werden kann, dass die ältesten, stärksten, dringendsten Wünsche der Menschheit, die Freud zufolge die Stärke der Religion ausmachen, besser nicht als reine Illusionen abqualifiziert werden sollten; dass in einer Zeit allgemeiner Orientierungs- und vielfacher Sinnlosigkeit gerade der Gottesglaube zu definitiver Sinnerfüllung im Leben und auch im Sterben verhelfen kann, aber auch zu unbedingten ethischen Maßstäben und zu einer geistigen Heimat.
Hans Küng (1928- ), schweizerischer katholischer Theologe

Verscheucht Gott aus den Herzen der Menschen, sagt den Kindern, die Sünde sei nur ein Märchen, das ihre Großeltern sich ausgedacht hätten, um sie lammfromm zu machen, gebt Schulfibeln heraus, in denen Gott nicht vorkommt und die Autorität verhöhnt wird, und dann wundert euch über das, was dabei herauskommt.
Johannes Paul I. (Albino Luciani) (1912-1978), italienischer Papst

  Atheismus und Künste

Ich will aufhören, an Gott zu glauben, wenn ich sehe, dass ein Baum ein Gedicht macht und ein Hund eine Madonna malt.
Christian Friedrich Hebbel (1813-1863), deutscher Dichter

Für Bach war alles in der Musik Religion; sie zu schreiben war ein Glaubensbekenntnis; sie zu spielen ein Gottesdienst. Jede Note war nur an Gott gerichtet. Das trifft auf alle Teile seines Werkes zu, wie weltlich auch immer ihr Verwendungszweck gewesen war.
Leonard Bernstein (1918-1990),  US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Pianist ukrainisch-jüdischer Abstammung

Eine milde, heitere Zuversicht liegt in den Kunstwerken alter Meister. Sie beruht auf schlichter, einfacher Lebensführung und wäre nicht da ohne den Urgrund religiösen Glaubens. Der Moderne Mensch aber hat Gott vertrieben - und dadurch die Geborgenheit verloren.
Auguste Renoir (1841-1919), französischer Maler

Religion, in welcher Form sie auftritt, bleibt das ideale Bedürfnis der Menschheit. Deshalb ihre unauflösliche Verwandtschaft mit der Kunst.
Anselm Feuerbach (1829-1880), deutscher Maler

Die Weltbedeutung von Werken wie Bachs Matthäus-Passion oder seiner h-Moll-Messe, Mozarts Requiem, Beethovens Missa solemnis, Händels Messias, Bruckners Tedeum und so weiter, erwächst nicht nur aus der Bewunderung für ihre besondere künstlerische Höhe, sondern auch aus der allgemeinen Überzeugung, dass das Wesen der Musik dem Religiösen angemessen ist.
Bruno Walter (1876-1962), deutsch-österreichischer Dirigent, Pianist und Komponist

Es gibt keine gottlose Kunst. Auch wenn du den Schöpfer nicht lieben solltest, wirst du ihn bezeugen durch dein Schaffen nach seiner Art.
Gabriela Mistral (1889-1957), chilenische Dichterin

Es erhebt sich die Frage, ob Kultur oder Kunst ohne Religion überhaupt denkbar ist. Denn richtig verstanden ist Religion nicht nur die Verehrung eines höheren Wesens über uns, sondern auch des höchsten Wesens in uns selbst, und aus nichts anderem als aus diesen unseren eigenen, uns selbst unbegreiflichen Tiefen speist sich unsere Kunst.
Alexander Lernet-Holenia (1897-1876), österreichischer Schriftsteller

  Atheismus und Ersatzreligion

Du hast mir den Glauben gestohlen, der mir Frieden gab. Du hast mich verachten gelehrt, wo ich anbetete. Tausend Dinge waren mir so ehrwürdig, ehe deine traurige Weisheit sie mir entkleideten. … Ersetzt mir deine Weisheit, was sie mir genommen hat? Wenn du keinen Schlüssel zum Himmel hattest, warum musstest du mich der Erde entführen?
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Die unseligste Verwirrung unserer Zeit ist die, dass man sich dem Wahn hingibt, die Menschen ohne Religion und Christentum glücklich machen zu können.
Wilhelm Emmanuel von Ketteler (1767-1835), deutscher Philosoph und Sprachforscher, preußischer Minister und Erziehungsreformer

Eine Gesellschaft von Atheisten würde sogleich eine Religion erfinden. [z.B. Kult der Vernunft in der Französischen Revolution]
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Schriftsteller

Ersatzrituale    

  
Nichtkirchliche "Taufzeremonie" durch SS-Männer vor dem Bild Adolf Hitlers, Verein Lebensborn im Nationalsozialismus
http://www.fundamentalismusdebatte.de/religion-ns/

Vorschaubild, Beschreibung siehe Text
"Die Jugendweihe. Ein Bekenntnis zur großen und edlen Sache des Sozialismus" in der DDR
http://www.bild.bundesarchiv.de/dev03/barchpic/2008/07-22/f9/87/cd/athene-5kzw353q3awvhwqcmtw_layout.jpg


Jugendfeier und humanistische Namensfeier
Ersatz für Taufe und Kommunion/Konfirmation
-
ohne Rituale, die sich an menschlichen Urbedürfnissen orientieren kommt der Mensch doch nicht aus -
und auch einen Totenredner braucht es für eine feierliche
humanistische Bestattung ...

Wenn der Mensch Gott verstoßen hat, so beugt er sich vor einem Götzen. [siehe die atheistischen oder antichristlichen Diktaturen von Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot die viele Millionen Menschenleben kosteten]
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Der nationalistische Rückschritt vom Weltengott zum Stammesgott ist ärger als Atheismus, denn das Nichts erscheint wahrhaftiger als ein Götze.
Franz Werfel (1890-1945), österreichisch-US-amerikanischer Schriftsteller

Der "Katholik Hitler", Hitlers "positives Christentum", die "Gottgläubigen" ...
in Wirklichkeit war der Nationalsozialismus eine Ersatzreligion und die christlichen Kirchen sollten nach dem Endsieg eliminiert werden

In der atheistisch-humanistischen Zeitschrift "Schattenblick" wird unter der Überschrift "Hitler als normaler Katholik" Hitler zitiert:
"Ich habe nur einen einzigen Wunsch, dass in der Partei niemals der Zustand einreißt, dass es einem Katholiken oder Protestanten Gewissenskonflikte unmöglich machen würden, der Partei anzugehören"



Auf der atheistisch-humanistischen Website mit dem Titel "Wachstum an Menschlichkeit", benannt nach dem gleichnamigen Buch von Rudolf Kuhr, werden unter "Zitate zur Religion" zwei Hitlerzitate aufgeführt:
Der Nationalsozialismus ist weder antikirchlich noch antireligiös, sondern im Gegenteil, er steht auf dem Boden eines wirklichen Christentums.
"...Möge der allmächtige Gott wie bisher so in alle Zukunft seine Hilfe geben, um unsere Pflichten so zu erfüllen, dass wir vor unserem Volk und seiner Geschichte in allen Ehren zu bestehen vermögen..."



Auf der gleichen Website wird das Motto geprägt::
"
Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, Theologen und Ideologen haben sie verändert, Humanisten könnten sie heilen."
Quod est demonstrandum ...  (wagemutig Verkündung einer atheistischen "Heilslehre"...)

Auf der Bloggerseite "Glaube ist heilbar. Demilitanter [!] Atheismus" wird unter der Überschrift "Hitler war Katholik" ein Hitlerzitat aus Meinkampf:
 "So glaube ich heute im Sinne des Allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn."

Der Verfasser schreibt: "Im Spiel um die besseren Argumente gehört die Hitlerkarte bei erstaunlich vielen Gläubigen zum Lieblingsblatt. Wenn dort vorhanden, dann wird sie mit großer Wolllust und bedrückender Häufigkeit ausgespielt. Auf den ultimativen Joker hoffend, legte schon so mancher Gläubige die reductio ad Hitlerum genannte Karte auf den Tisch und schoss sich damit ins eigene Bein"...  wirklich?  -  siehe zwei Absätze weiter ...

Auf der Webite der Giordano-Bruno-Stiftung Köln möchte ein Autor unter dem Titel "Zitate zum Thema Nationalsozialismus und Christentum"  Kardinal Joachim Meisner "Nachhilfe in deutscher Geschichte" geben - u.a.: mit folgenden Zitaten des SS-Sturmbannführer und Massenmörder Adolf Eichmann:
"Ich tat reinen Gewissens und gläubigen Herzens meine Pflicht"
"Gottgläubig war ich im Leben, und gottgläubig sterbe ich."' (letzte Worte vor der Hinrichtung)

Die diffamierende Absicht bei der Verwendung dieser Zitate wird deutlich, wenn folgende Äußerungen Hitlers und anderer NS-Größen dagengehalten werden:

Am besten erledigt man sich der Kirchen, wenn man sich selbst als positiver Christ ausgibt.
Joseph Goebbels (1897-1945), nationalsozialistischer Reichspropagandaminister am 28.12.1939


Der schlimmste Schlag, den die Menschheit jemals getroffen hat, war das Erscheinen des Christentums. Der Bolschewismus ist das uneheliche Kind des Christentums. Beide sind Erfindungen der Juden. In Sachen Religion war es das Christentum, das der Welt die vorsätzliche Lüge brachte. Bolschewismus praktiziert eine vergleichbare Lüge, indem er vorgibt, dem Menschen Freiheit zu bringen, während er ihn in Wirklichkeit zu versklaven beabsichtigt. In der antiken Welt waren die Beziehungen zwischen der Menschheit und den Göttern auf einem instinktiven Respekt begründet.
Das Beste ist es, das Christentum eines natürlichen Todes sterben zu lassen. Ein langsamer Tode hat etwas Tröstendes an sich. Das Dogma des Christentums wird mit den Fortschritten der Wissenschaft erledigt werden. Die Religion wird immer mehr Zugeständnisse machen müssen. Allmählich werden die Mythen zusammenbrechen.
Christentum ist die Erfindung von kranken Gehirnen: Man kann sich nichts Sinnloseres ... vorstellen.
Zitate von Hitler aus dem Zeitraum Juli 1941 - Juli 1942, protokolliert von seinem Sekretär Martin Bormann

Der größte Volksschaden sind unsere Pfarrer beider Konfessionen. Ich kann ihnen jetzt die Antwort nicht geben [...] Es wird der Augenblick kommen, da ich mit ihnen abrechne ohne langes Federlesen.
Adolf Hitler, 8.12.1942, Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier: Entstehung, Struktur, Folgen des Nationalsozialismus, Henry Picker, Propyläen; 2. Aufl. 2/2009
Unerbitterlich ist im Verlaufe des vergangenen Winters der Entschluss des Führers geworden, die christlichen Kirchen nach dem Sieg zu vernichten.
Joseph Goebbels (24. Mai 1942, 1933 - 1945 Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Elke Fröhlich (Hrsg.): Die Tagebücher von Joseph Goebbels. K. G. Saur, München. Teil II/Band 4, 1997–2005)

Zahlreiche Nationalsozialisten traten aus der Kirche aus und bezeichneten sich als "gottgläubig". Drei Viertel der Abgeordneten des Großdeutschen Reichtags von 1943 gehörten keiner christlichen Kirche mehr an. In der SS und auch in bestimmten Stadtteilen Berlins, in denen viele Ministerialbeamte wohnten, war die Nichtkirchlichkeits-Rate überdurchschnittlich hoch. Genauere Zahlen, teilweise bis auf Gemeindeebene, lassen sich der Auswertung der Volkszählung von 1939 entnehmen, bei der ausdrücklich das Merkmal "gottgläubig" angegeben werden konnte. Die NSDAP erwartete nach 1936, dass ihre Mitglieder sich zu Gott [sicherlich nicht der christliche Gott] bekennen und nicht Agnostiker oder Atheisten wurden. Die Partei erfüllte zunehmend weltanschaulich-religiöse Funktionen und entwickelte rituelle Formen. So wurde der Festkalender der Partei mit quasi-religiösem Ritual ausgestaltet. Auf „Feierstunden“ und „Weihefeiern“ sollte sich eine neue, modernisierte Form volksgebundener nichtorientalischer [germanisch-heidnischer] Religiosität ausdrücken.

Es müssen die Christen mit Schrecken ihre Zehn Gebote verstecken, sonst hagelt es Prügel und Spott. Sie können nicht Christen bleiben. Neue Götter vertreiben ihren jüdischen Friedensgott.
Szene "Die Bergpredigt" in Bertolt Brecht. Furcht und Elend des Dritten Reiches. 24 Szenen. Frankfurt: Suhrkamp Verlag 1957, S. 100.

Hans und Sophie Scholl, die Begründer der Widerstandsgruppe "Die Weiße Rose", die von den Nationalsozialisten hingerichtet wurden, enthüllten Hitlers Heuchelei:
Jedes Wort, das aus Hitlers Munde kommt, ist Lüge: Wenn er Frieden sagt, meint er den Krieg, und wenn er in frevelhaftester Weise den Namen des Allmächtigen nennt, meint er die Macht des Bösen, den gefallenen Engel, den Satan.
(Juli 1942, Widerstandsgruppe in München während der Zeit des Nationalsozialismus, Flugblatt IV, in: Rainer Bucher: Hitlers Theologie. Echter Verlag, Würzburg 2008, S. 124)

Die Erneuerung des Volkes muss eine Herzenserneuerung sein, eine Umwandlung des inneren Menschen. Diese Herzenserneuerung muss bestehen in einer gründlichen Abkehr von der Gottlosigkeit, vom reinen Diesseitskult und einer herzhaften Rückkehr zum Gottesglauben, zum Geist des Christentums.
Rupert Mayer (1876-1945), deutscher katholischer Straßenprediger, Jesuit, von Nazis verfolgt

Der Atheismus ist das Vorspiel zur Vergöttlichung des Menschen.
Nicolás Gómez Dávila (1913-1994), kolumbianischer Philosoph

Mir ist lieber ein Millionär oder Kapitalist, der Gott verneint, als ein Bauer oder Arbeiter der an Gott glaubt.
Wladimir Iljitsch Lenin (W. Uljanow) (1870-1924), sowjetischer Politiker

Wo Gott verschwindet, entstehen Lücken, die von niemandem und nichts gefüllt werden können. Lücken in der Gesetzgebung, in den Herzen, in der Moral und im sozialen Leben.
Werenfried van Straaten (1913- ), niederländischer katholischer Pater, Gründer von "Kirche in Not/Ostpriesterhilfe"

Kann sich etwas Zufälliges und Endliches absolut setzen und verpflichten? Die diesbezüglichen historischen Versuche sind bisher schrecklich gescheitert …
Gesine Schwan (1943- ), deutsche Politikwissenschaftlerin, SPD

Große Schriftsteller sind die Heiligen der Gottlosen.
Anita Brookner (1928- ), englische Kunsthistorikerin

Der gott-lose Humanismus hatte allzu oft inhumane Folgen, und in den Schreckenserfahrungen unseres Jahrhunderts - zwei Weltkriege, Gulag, Holocaust, Atombombe - erwies sich der Weg von der Humanität ohne Divinität zur Bestialität oft als kurz.
Hans Küng (1928- ), schweizerischer katholischer Theologe

Der religiös befreite Mensch ist verfügbar.
Klaus-Rüdiger Mai (1963- ), deutscher Dramaturg, Regisseur und Schiftsteller

  Atheismus und Evolutionslehre

Man muss wissen, dass es der gesamten Natur unmöglich ist, irgendetwas zu zerbrechen, zu verderben oder auch nur in Gang zu setzen, ohne dass sie damit für das, was sie in Gang setzt, nicht etwas Besseres anstrebt. Ihr genügt es nicht, etwas gleich Gutes zu schaffen - sie will stets etwas Besseres machen.
Meister Eckhart (1260-1328), deutscher Dominikaner, Mystiker

Was aus Sicht der Menschen Zufall ist, ist aus Sicht Gottes Bestimmung.
Jaques-Bénigne Bossuet (1627-1704), französischer katholischer Bischof und Philosoph

Das Wort Zufall ist Gotteslästerung. Nichts unter der Sonne ist Zufall.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph

Darwins Umdeutung als "Patron" der Atheisten

Es ist wahrlich eine großartige Ansicht, dass der Schöpfer den Keim alles Lebens, das uns umgibt, nur wenigen oder nur einer einzigen Form eingehaucht hat, und dass, während unser Planet den strengsten Gesetzen der Schwerkraft folgend sich im Kreise schwingt, aus so einfachem Anfange sich eine endlose Reihe der schönsten und wundervollsten Formen entwickelt hat und noch immer entwickelt.
Charles Darwin (1809-1882), englischer Naturforscher, Begründer der Evolutionstheorie

Natürlich ist diese Frage von der anderen höheren völlig verschieden, ob ein Schöpfer und Regierer des Weltalls existiert; und diese ist von den größten Geistern, welche je gelebt haben, bejahend beantwortet worden.
Charles Darwin (1809-1882), englischer Naturforscher, Begründer der Evolutionstheorie

In den äußersten Zuständen des Schwankens bin ich niemals ein Atheist in dem Sinne gewesen, dass ich die Existenz eines Gottes geleugnet hätte.
Charles Darwin (1809-1882), englischer Naturforscher, Begründer der Evolutionstheorie

"Charles Darwin war nicht nur als junger Mann selbst sehr fromm gewesen, sondern lebte und arbeitete auch Zeit seines Lebens mit Menschen zusammen, die Evolution und Gottesglauben zu verbinden verstanden. Auch die Religion erschien ihm als erfolgreiches Merkmal der menschlichen Evolutionsgeschichte erforschbar. Seine eigenen, wachsenden Glaubenszweifel hingen mit der Theodizee-Frage (der Frage nach dem Leid in der Welt) zusammen. Er war ein brillanter, empirischer Wissenschaftler und zugleich geisteswissenschaftlich gebildet genug, um zwischen seinen persönlichen Glaubensauffassungen einerseits und den empirischen Befunden andererseits zu unterscheiden."
http://www.scilogs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/religionskritik-kritik



 

Ersatzsymbole und Ersatzfeiertage

Die neueste "Kreationen" der atheistischen Humanisten:
Der zur "Darwinechse" mutierte christliche Fisch;

"Evolutionstag statt Christi Himmelfahrt !"

Mit welchen Wassern können wir uns reinigen? Welche Sühnefeiern, welche heiligen Spiele werden wir erfinden müssen? Ist nicht die Größte dieser Tat zu groß für uns? Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen?
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Die lange Geschichte des schrittweise und stufenweise immer höher werdenden Lebens ist eben die Schöpfung der lebendigen Welt. Es ist Gottes Tätigkeit, der alles geplant und vorbildet, lenkt und trägt.
Friedrich von Huene (1875-1969), deutscher Geologe und Paläontologe

Was wir Zufall nennen, ist vielleicht die Logik Gottes.
Georges Bernanos (1888-1948), französischer Dichter

Ich werde nie glauben, dass Gott mit der Welt Würfel spielt.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Ich bin absolut überzeugt, dass Evolution stattgefunden hat. Aber allein dieses Faktum negiert nicht meinen Glauben an die spirituelle Macht. Je mehr ich wissenschaftlich über diesen außergewöhnlichen Planeten lerne, desto verblüffter und verwunderter bin ich.
Jane Goodall (1934- ), englische Verhaltungsforscherin

Die Evolution erweist sich einfach als Fortsetzung des Schöpfungsaktes.
Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer Theologe, Geologe und Anthropologe

Die Evolution macht Christus möglich, indem sie der Welt eine Spitze entdeckt - ebenso macht Christus die Evolution möglich, indem er der Welt einen Sinn gibt.
Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer Theologe, Geologe und Anthropologe

Eines Tages, nachdem wir Herr der Winde, der Wellen, der Gezeiten und der Schwerkraft geworden sind, werden wir uns in Gottes Auftrag die Kräfte der Liebe nutzbar machen. Dann wird die Menschheit, zum zweiten Mal in der Weltgeschichte, das Feuer entdeckt haben.
Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer Theologe, Geologe und Anthropologe

Der Zufall ist im ganzen genommen der Anteil Gottes auf Erden und der einzige, durch den sich die göttliche Vorsehung auf Erden deutlich kundgibt. Denn du begreifst wohl, was man so die Launen des Schicksals nennt, das ist in Wahrheit nichts andres als die Rache der göttlichen Weisheit an den Plänen der falschen Weisen, mit denen sie ihr Spiel treibt.
Anatole France (1844-1924), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Ich glaube, dass das Weltall eine Evolution ist. Ich glaube, dass die Evolution in die Richtung des Geistes strebt. Ich glaube, dass der Geist sich im Personalen vollendet. Ich glaube, dass die Vollendung des Personalen der "universale Christus" ist.
Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer Theologe, Geologe und Anthropologe

Die Evolution dauert immer noch fort. Nach einer Weile - vielleicht nach Millionen Jahren - wird sich eine neue Art von Mensch entwickelt haben. Alles, was wir gegenwärtig sehen, ist nur ein Stadium, das die Menschheit durchläuft - Besitzgier und Furcht und Grausamkeit. Die Menschen werden alledem entwachsen.
Thornton Wilder (1897-1975), US-amerikanischer Schriftsteller

  Atheismus und Tod

Es gibt ein Argument, das man allen Spitzfindigkeiten der Glaubenslosen entgegenhalten kann: Noch niemand hat je auf seinem Sterbebette bereut, ein Christ gewesen zu sein.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

In Todesangst oder Gefahr ist kein Mensch Atheist. Der Geist, der nicht weiß, wohin er fliehen soll, flieht zu Gott.
Henry More (1614-1687), englischer Philosoph und Dichter

Die lebenslang trotzig verteidigte Unerschrockenheit des Glaubenslosen kann im Tod noch erschüttert werden, wenn es ihn zur Überlegung treibt: Wie oft im Leben habe ich mich geirrt, auch wenn mir alles klar und eindeutig erschien. Könnte ich mich nicht über die Religion getäuscht haben? Doch dies zu untersuchen fehlt mir nun Zeit und Kraft, ich sterbe…
Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues (1715-1747),  französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Von einem französischen Atheisten, der Esprit hat, wird verlangt, dass er sich nur bei schmerzlichen Krankheiten und auf dem Totenbette bekehrt. Unsere hingegen bekehren sich gemeiniglich bei jedem Donnerwetter.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Das Hauptproblem für einen Atheisten beginnt, wenn er schön angezogen in einem Sarg liegt, und nicht weiß, wohin er jetzt gehen soll.
Robert Lembke (1913-1989), deutscher Journalist und Fernsehmoderator

Auch Atheisten müssen irgendwann mal dran glauben.
Johannes Gross (1933-2000), deutscher Publizist, Herausgeber und Fernsehmoderator

Kein Volk hat Gott verlassen, das sich nicht selbst verließ.
Heinrich von Treitschke (1834-1896), deutscher Historiker, Publizist und nationalliberaler Reichstagsabgeordneter

Atheist ist nur der, der sich auch aus dem Atheismus keinen Gott macht.
Gabriel Laub (1928-1998), deutsch-polnischer Satiriker und Publizist

Man soll die Atheisten, welche (Gott) suchen, beklagen; denn sind sie nicht unglücklich genug? Mit Schmähungen überhäufen soll man jene, welche sich ihres Unglaubens rühmen.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Man versteht unter Gott die verständige Ursache der Welt; also ist nur der ein Gottesleugner, der behauptet, dass die Welt keine Ursache oder diese Ursache keinen Verstand habe.
Karl Julius Weber (1767-1832), deutscher Schriftsteller

  Atheismus und Jenseits

Der Gottlosen Arbeit bringt trügerischen Gewinn....
AT, Sprüche 11,18

Die Bosheit hat die Gottlosen so verblendet, dass sie Gottes heimliches Gericht nicht erkennen. Denn sie haben die Hoffnung nicht, dass ein heiliges Leben belohnt werde.
AT, Weisheit 2.22

Der Mensch, der Hoffnung zur Unsterblichkeit beraubt, ist das elendste Tier auf Erden, das zu seinem Unglück über seinen Zustand nachdenken, den Tod fürchten und verzweifeln muss. Nicht der der allgütige Gott, der sich an der Glückseligkeit seiner Geschöpfe ergötzt, ein schadenfrohes Wesen müsste ihn mit Vorzügen begabt haben, die ihn nur bejammernswerter machen.
Moses Mendelsohn (1729-1786), deutscher jüdischer Philosoph der Aufklärung

Ich möchte keineswegs das Glück entbehren, an eine künftige Fortdauer zu glauben; ja ich möchte sagen, dass alle diejenigen auch für dieses Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Wirf den Glauben fort, und du hast die Aussicht des Tieres auf Sterblichkeit.
Carl Peter Fröhling (1933- ), deutscher Germanist, Philosoph und Aphoristiker

Es fängt mit mir an, es hört mit mir auf, basta! [auf die Frage nach Gott]
Karl Lagerfeld (1933- ), deutscher Modeschöpfer, Designer, Fotograf und Kostümbildner

  Atheismus und Theodizeefrage

Unter einer Theodizee versteht man die Verteidigung der höchsten Weisheit des Welturhebers gegen die Anklage, welche die Vernunft aus dem Zweckwidrigen in der Welt gegen jene erhebt.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Gott will entweder die Übel aufheben und kann nicht; oder Gott kann und will nicht; oder Gott will nicht und kann nicht; oder Gott will und kann. Wenn Gott will und nicht kann, so ist er ohnmächtig; und das widerstreitet dem Begriffe Gottes. Wenn Gott kann und nicht will, so ist er missgünstig, und das ist gleichfalls mit Gott nicht vereinbar. Wenn Gott nicht will und nicht kann, so ist er missgünstig und ohnmächtig zugleich, und darum auch nicht Gott. Wenn Gott will und kann, was sich allein für die Gottheit geziemt, woher sind dann die Übel, und warum nimmt er sie nicht hinweg?
Epikur von Samos (341-270 v.Chr.), griechischer Philosoph

O du christlicher Gott! Wie viele Leiden häufst du auf deine armen Menschen, und doch sollen wir dich in deinen Tempeln dafür loben und preisen!
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Ich werde mich bis in den Tod hinein weigern, die Schöpfung zu lieben, in der Kinder gemartert werden.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

Oh, wir haben dich gesucht, Gott, in jeder Ruine, in jedem Granattrichter, in jeder Nacht. Wir haben dich gerufen. Gott! Wir haben nach dir gebrüllt, geweint, geflucht! Wo warst du da, lieber Gott?
Wolfgang Borchert (1921-147), deutscher Dichter

Gott und Auschwitz lassen sich nicht vereinigen.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph des Existentialismus und Schriftsteller, Träger des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

 

Wenn es Gott gibt, woher kommt das Böse? Doch woher kommt das Gute, wenn es ihn nicht gibt?
Anicius Boethius (um 480/485-524-526), römischer Gelehrter, Politiker, Philosoph und Theologe

Es ist der Irrtum derer auszuschließen, die aus den Übeln der Welt folgern, dass Gott nicht ist. … Sie fragen: Wenn Gott ist, woher dann das Übel? Aber man muss sagen: Wenn es das Übel gibt, dann gibt es Gott. Denn das Übel wäre nicht, wenn die Ordnung des Guten nicht bestünde, dessen Beraubung das Übel ist. Diese Ordnung wäre aber nicht, wenn Gott nicht wäre.
Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph

Was kannst Du dafür, wenn Deine Pestilenz, Deine Teuerung, Deine Wasserfluten den Gerechten mit dem Bösewicht auffressen? Wer kann der Flamme befehlen, dass sie nicht auch durch die gesegneten Saaten wüte, wenn sie das Genist der Hornisse zerstören soll?
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Alles, was in der Welt sich ereignet, dient zur Verbesserung und Bildung des Menschen und vermittels dieser zur Herbeiführung ihres irdischen Zieles. Dieser höhere Weltplan ist es, was wir Natur nennen, wenn wir sagen: Die Natur führet den Menschen durch Mangel zum Fleiße, durch die Drangsale ihrer unaufhörlichen Kriege zum endlichen ewigen Frieden. Dein Wille, Unendlicher, deine Vorsehung allen ist diese höhere Natur.
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), deutscher evangelischer Theologe und Philosoph

Wenn nicht der nächste und unmittelbarste Zweck unsers Lebens das Leiden ist; so ist unser Dasein das zweckwidrigste auf der Welt. Denn es ist absurd, anzunehmen, dass der endlose, aus der dem Leben wesentlichen Not entspringende Schmerz, davon die Welt überall voll ist, zwecklos und rein zufällig ein sollte.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph

Die Sonne scheint und wärmt und erhellt uns und wir haben keine Neugierde zu wissen, warum das so ist; aber wir fragen nach der Ursache allen Bösen, von Schmerz, und Hunger, und Moskitos und dummen Leuten.
Ralph Waldo Emerson (1803-1882), amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph

Das Leben lieben heißt: Gott lieben. Das schwierigste und Seligste von all dem ist, dieses Leben in den eigenen Leiden, in dem unschuldigen Leiden zu lieben.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

In einer Welt, wo aller Glaube erloschen ist, werden Übel und Leiden jeden Sinnes bar und erscheinen uns nur als widriger Scherz und düsteres Possenspiel.
Anatole France (1844-1924), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Der Sohn Gottes ist nicht gekommen, das Leid aufzuheben, sondern um mit uns zu leiden.
Paul Claudel (1868-1955), französischer Dichter

Der Christ ist in seinem Glauben überzeugt, dass die Antwort, die er auf sein Leidproblem geben muss, nur möglich ist als durch die Gnade gegebener Mitvollzug der Antwort, die Jesus am Kreuz auf die Todesnot gegeben hat, in die er willig versank.
Karl Rahner (1904-1984), deutscher katholischer Theologe, Dogmatiker und Religionsphilosoph

Der Leidende, der in der Agonie schreit, ist in Gott. Er ist es, weil die ganze Welt, so wie sie ist, mit all ihrem Blut und all ihren Tränen, in Christus, und genauer gesagt: im gekreuzigten Christus geplant und geschaffen worden ist.
Hans Urs von Balthasar (1905-1988), Schweizer katholischer Theologe

Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Gott ist nicht verantwortlich für das sinnlose Leid, das wir einander zufügen. Wir sind vor Gott dafür verantwortlich.
Etty Hillesum (1914-1943), niederländisch-jüdische Lehrerin

Spätestens der Holocaust hat uns gelehrt, dass eine moralische und zivilisierte Existenz nur möglich ist durch den Glauben an eine göttliche Macht. Unsere Empörung, unsere unablässige Infragestellung Gottes wegen der Ereignisse – dies ist selbst ein starkes Zeugnis für unseren Glauben und unser Vertrauen in seine Güte. Denn wenn wir nicht in unserem Innersten diesen Glauben besitzen würden, worüber sollten wir uns dann empören?
Menachem Mendel Schnerson
(1902-1994), jüdischer Rabbi, Oberhaupt der Chabad-Bewegung, einer chassidischen Gruppierung innerhalb des orthodoxen Judentums

Allein kann man das Elend gar nicht angehen; es verfolgt mich im Schlaf. Die Eingeborenenhütten sind größtenteils aus Schilf, Holz, Sackvorhängen und Stäben. Wenn es regnet, ist das Viertel eine einzige Pfütze. In meinem Lepraviertel gibt’s kein Wasser, kein Licht und nicht einmal Abortgruben. Wenn meine Leprapatienten auf Arm- und Beinstummeln gekrochen kommen, und mich mit ihren triefenden entzündeten, blinden Augen ansehen, oder wenn ich die Babys in der Hand halte, nackt und dürr wie Äffchen, dann habe ich anfangs manchmal nicht gewusst, ob ich lästere oder ob ich bete, wenn ich halblaut vor mich hin sage: … also hat Gott die Welt geliebt…" [... dass er seinen einzigen Sohn hingab....]
Ruth Pfau (1929- ), deutsches katholische Ordensschwester und Lepraärztin

Gott ist nicht grausam, davon bin ich im Laufe meines Lebens als Neutestamentler zusehends überzeugt. Sondern, wenn ein Unglück passiert, ist es allemal die Eigengesetzlichkeit dieser Schöpfung. Wenn jemand vor das Auto läuft und überfahren wird, ist es kein grausamer Gott, sondern es sind die Naturgesetze. Wer so über die rote Ampel hinwegsieht, dem ist nicht zu helfen. Wunder sind für diese Fälle nicht vorgesehen. Es gibt kein Menschenrecht auf Wunder. Der Tod gehört zu dieser Schöpfung hinzu, weil sie schwach ist. Gott will die Überwindung des Todes in all seinen Formen.
Klaus Berger (1940- ), deutscher Theologe

So wie ich das Recht habe, den Richter aller Menschen zu fragen: warum hast Du Auschwitz zugelassen?, so hat Er das Recht, uns die Frage zu stellen: warum habt ihr Meine Schöpfung missbraucht?
Elie Wiesel (1928- ), rumänisch-amerikanischer Schriftsteller und Journalist, Friedensnobelpreisträger

  Atheismus und Toleranz

Wendest du dich Gott zu, so sagen sie, du seiest verwirrt, geistig krank, ein Sonderling und (alles) sei Trug.
Johannes Tauler (um 1300-1361), deutscher Theologe, Prediger und Mystiker

Die Menschen haben Verachtung für die Religion. Sie haben Hass ihr gegenüber und Angst, dass sie wahr sein könnte.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Möchten doch die Feinde der Religion, ehe sie dieselbe bekämpfen, wenigstens sich bemühen, ihr Wesen kennen zu lernen.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Der Atheismus und der Fanatismus sind zwei Ungeheuer, die die Gesellschaft verschlingen und zerreißen können.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Ich liebe keine Religionsverächterinnen. Schöne Frauen, die keine Religion haben, sind wie Blumen ohne Duft; sie gleichen jenen kalten, nüchternen Tulpen.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Die meisten unter den Gottlosen sind nur rebellische Frömmler.
Antoine Comte de Rivarol (1753-1801), französischer Schriftsteller, Aphoristiker

Du glaubst, was ich nicht glaub', und glaubst nicht, was ich glaube; erlaub' mein Glauben mir, wie ich dir deins erlaube. Wer noch nichts glaubt, ist leicht zum Glauben zu bekehren, wie die Gefäße leicht zu füllen sind, die leeren. Doch dem, der etwas glaubt, fällt andres glauben schwer; gibt er es einmal auf, so glaubt er gar nicht mehr.
Friedrich Rückert (1788-1866), deutscher Dichter

Merkwürdigerweise ist gerade die Gottlosigkeit am unduldsamsten, sobald sie das Recht erstritten hat, mit Frechheit offen sich zeigen zu dürfen.
Jeremias Gotthelf (Alfred Bizius) (1797-1854), Schweizer Erzähler

Verbots- und Gebotsschilder ...    

     

      
    Bad Religion         Religionsfreie Zone    

Albrecht Dürers "Betenden Händen" müssen gar zur Illustration von Michael Onfray Wir brauchen keinen Gott. Warum man jetzt Atheist sein muss herhalten (man merke das MUSS...)

 

 



   
Real Men HATE Jesus. - Echte Menschen HASSEN Jesus.
Thank you for not littering your mind - Danke, dass Sie ihren Verstand nicht "vermüllen"
- man merke, dass Kreuz und Hakenkreuz [!] und zahlreiche andere religiöse Symbole der Weltreligionen wie jüdischer Davidstern und Menora, christlicher Fisch und islamischer Halbmond alle in einen Mülleimer geworfen werden... (alles über einen Kamm geschoren)


Es gibt keine Religionsfreiheit ohne Freiheit von Religion
Religionen sind nur primitive Kulte mit mehr Anhängern



Atheist Army Radical Non Believers
Atheistische Arme Radikale Ungläubige


Gegen die Christianisierung bei uns in der Zone

 
        

Was wir hinter uns zu lassen haben und wo der Weg hingehen soll?
Religion > Aufklärung!, Katholizismus > Humanismus!
oder in gleicher Machart
Kirche > Selber Denken!
letzteres aus Cicero. Online Magazin für politische Kultur ...
In der gleichen Ausgabe dann auch noch das Dossier "Wie viel Religion verträgt die moderne Gesellschaft" mit dem Verweis auf die Statistiken des atheistischen fowid (s.o.!) mit dem Ruf nach mehr politischem Einfluss für Konfessionslose

Die neue atheistisch-humanistische Straßenverkehrsordnung und Müllentsorgungsverordnung
(mit Beispielen aus "dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten") -

Ungläubige können ebenso intolerant sein wie diejenigen, deren Glauben auf einem groben, primitiven Verständnis beruht.
Jean France Duclos (1895-1957), französischer Politiker, Kommunist

Nichts ist schrecklicher als der priesterliche Eifer der Ungläubigen.
Antonio Machado (1875-1939), spanischer Lyriker

Der heilige Zorn, mit dem der Atheist seine Thesen verfocht, verriet seine religiöse Vergangenheit.
Anselm Vogt (1950- ), deutscher Gymnasialleher, Essayist, Kabarettist, Jazzmusiker und Aphoristiker

Es ist möglich, dass sich die Menschheit an der Schwelle eines goldenen Zeitalters befindet, wenn dies jedoch der Fall ist, muss zuerst der Drache getötet werden, der den Eingang bewacht, und dieser Drache ist die Religion.
Bertrand Russell (1872-1970), walisischer Philosoph und Mathematiker

Die französische Revolution hat in einem Monat mehr Tote im Namen des Atheismus gemacht als die Inquisition im Namen Gottes und in ganz Europa.
Pierre Chaunu (1923-2009), französischer Sozialhistoriker

Der Unglaube heute scheint dadurch spezifisch bestimmt zu sein, dass er aus seiner bisherigen Esoterik heraustritt, zunehmend an Öffentlichkeit gewinnt und gleichzeitig immer mehr aufhört, ein "direkter Unglaube" zu sein, der sich selbst erst aufbaut und vollzieht in der ausdrücklichen Negation des Glaubens; er zeigt sich zunehmend als eine antireligiöse Daseinsform, für die der thematische Atheismus weniger Gegenstand als Voraussetzung ist.
Johann Baptist Metz (1928- ), deutscher katholischer Theologe

Es ist schmerzlich festzustellen, dass es in einigen Regionen der Welt nicht möglich ist, den eigenen Glauben frei zu bekennen und zum Ausdruck zu bringen, ohne das Leben und die persönliche Freiheit aufs Spiel zu setzen. In anderen Gebieten existieren lautlosere und raffiniertere Formen von Vorurteil und Widerstand gegen die Gläubigen und gegen religiöse Symbole.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) (1927- ), deutscher katholischer Theologe, Papst

Gestürzte Kreuze ...

Erst war es das "Das Bahn-Hasser Buch. Das Leben in vollen Zügen genießen." - dann das "Das Post-Hasser Buch. Unbekannt verzogen." dann "Das Lehrerhasser-Buch: Eine Mutter rechnet ab."
und jetzt folgt getragen von der aktuellen Welle antikirchlicher Stimmung "Das Kirchenhasser Brevier.
Ein verlorener Sohn rechnet ab."
Eine "neue literarische Gattung" zur populistischen Meinungsmache und Schürung von Ressentiments scheint zu entstehen ... wenn auch die Titelgebung allmählich nicht mehr sehr originell ist ...
( Diejenigen die staatliche Bahn und Post in Grund und Boden verdammen, sind sie vollauf mit den (privatisierten) Nachfolgern glücklich?)
Vielleicht wurde ja doch das Kind mit dem Bade ausgeschüttet...

Ich schreibe mit der unverhüllt ausgesprochenen Absicht, den als Aberglauben charakterisierten religiösen Glauben zu vernichten.

Otto von Corvin (1812-1886), deutscher Schriftsteller (Verfasser des "Pfaffenspiegels")

Jesus ist das Gegenstück eines Genies: er ist ein Idiot.
Friedrich Nietzsche, deutscher Filosof, 1844-1900

Man merke die Schreibung... Woher stammt das Wort Idiot - von lateinisch "idiota", Stümper, unwissender Mensch ...

 

Im Übrigen gilt:
Hass macht nicht nur blind und taub, er macht auch unglaublich dumm.
Konrad Lorenz (1903-1989), österreichischer Zoologe, Verhaltensforscher und Gesellschaftskritiker

 

Entfernte Kreuze ...  

Der Umriss eines Kreuzes ist an der Wand des Schwurgerichtsaals L111 im Landgericht Düsseldorf zu sehen. Das Mosaik-Kreuz wurde, wie alle übrigen Kreuze im Land- und Amtsgericht, abgenommen - kurioserweise blieb ein Schattenbild auf den Holzpanelen - ein symbolträchtiger Hinweis auf den Vorgang !
http://www.welt.de/politik/deutschland/article6478972/Islamrat-ruft-zum-Respekt-vor-dem-Kruzifix-auf.html

Zuvor erreichten Freigeister und Humanisten, dass das Bundesverfassungsgericht das Anbringung von Kreuzen in staatlichen Pflichtschulen verbat und die bayerische Schulordnung für Volksschulen als nichtig bezeichnete. Auch die Nationalsozialisten hatten Schulkreuze entfernen lassen (daran sollte vielleicht

Im so genannten "Kruzifixurteil" siegte die negative Religionsfreiheit von Einzelpersonen über die positive Religionsfreiheit von Mehrheiten. Weltanschaulich-religiöse Toleranz entpuppt sich zunehmend als religiöse Indifferenz und Laizismus.

  Atheismus und Blasphemie

Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.
NT, Galater 6,7

Man sieht sogar Leute, die so verkehrte Anschauungen über Religion haben, dass sie eher die schrecklichsten Lästerungen gegen Christus als den geringfügigsten Scherz gegen den Papst oder ihren Fürsten ertragen.würden, besonders wenn ihr materielles Interesse dabei im Spiel ist.
Erasmus von Rotterdam

Ich bin so beschaffen: Wenn ich eine Beleidigung Gottes sehe, muss ich sie verhindern; und stünde ein Heer gegen mich, ich würde mich nicht zurückziehen und nicht weichen.
Johannes Bosco (Don Bosco) (1815-1888), italienischer katholischer Seelsorger und Sozialpädagoge

Dass die Gottheit injuriert werde, ist unmöglich, dass sie wegen Ehrenbeleidigungen sich an Menschen räche, undenkbar, dass sie durch Strafen ihrer Beleidiger versöhnt werden müsse. Torheit, aber die Kirche hat, als moralische Person, ein Recht auf Ehre.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Weil Gott nicht Objekt sein kann für den Menschen, da Gott das Subjekt ist, eben darum erweist auch das Umgekehrte sich absolut: wenn einer Gott leugnet, so tut er Gott keinen Schaden, sondern vernichtet sich selbst; wenn einer Gott spottet - so spottet er seiner selbst.
Sören Kierkegaard

"Wir sind hier, um eure religiösen Gefühle zu verletzen !"

Der Verkauf eines gekreuzigtes Schweines auf dem T-Shirt einer Punk-Band wurde nach Protesten eingestellt - aber auf den Straßen wird dreist weiter provoziert - und so geilen sich einige an der Verletzung religiöser Gefühle anderer auf und empfinden einen Heidenspaß nichts als heilig zu empfinden und Tabus zu brechen.
Unter "künstlerische Freiheit" scheint alles möglich solange die "öffentliche Ordnung" nicht "gestört" wird.

"Höllenlärm und Heidenspaß" am Stillen Freitag (Karfreitag)



"... freier Eintritt bei Erscheinen mit Lendenschurz, Dornenkrone und Lattengerüste"´.

Gerade die Zeit um Ostern ist auch eine beliebte Zeit für so genannte "Diskussionsveranstaltungen" von Atheisten und Konfessionslosen - Provokation und Propaganda gingen schon oft Hand in Hand

 

 

  Atheismus und Rationalismus

Vernunft ist manchmal nur ein Alibi. Vielleicht, weil man die letzten Horizonte sonst halt nie erreicht.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Die Vernunft, die einst den Glauben bekämpfte und erschlagen zu haben glaubte, muss nun, um ihrem Zusammenbruch zu entgehen, Zuflucht suchen beim Glauben. Denn lediglich auf dem ungeschwächten und unerschütterlichen Fundament eines lebendigen metaphysischen Bewusstseins kann ein absoluter Wahrheitsbegriff, mit seiner notwendigen Konsequenz strenggültiger Normen der Sittlichkeit und Gerechtigkeit, geschützt bleiben gegen den wachsenden Strom instinktiven Lebensdranges.
Johan Huizinga (1872-1945), niederländischer Historiker und Philosoph

Jede rein rationalistische Behandlung Gottes muss zum Atheismus führen, und je logischer sie zu Werke geht, desto rascher! Aber das beweist nichts gegen Gott und alles gegen die Ratio. Schöpfe das Weltmeer mit einem Fingerhute aus, du vermagst es nicht! Wie töricht, wenn du dann das Weltmeer leugnest!
Franz Carl Endres (1878-1954), deutscher Historiker, Schriftsteller und Freimaurer

Der rationale und technisch entwickelte Mensch kann nicht mehr glauben.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph

Die Vernunft, die ohne den Glauben dummes Zeug redet, derart ist die deutlichste Lektion des Jahrhunderts.
André Frossard (1915-1995), französischer Journalist und Essayist, Mitbegründer der kommunistischen Partei Frankreichs, wurde Christ

Über den angeblich unversöhnlichen Widerspruch zwischen Glauben und Denken ...
 

"Glaubst du noch oder denkst du schon?"
Freundliche Grußkarte der Giordano-Bruno-Stiftung mit dem Kreuz als Blindenstock zum Weltjugendtag (der Anlass ist natürlich wieder nicht zufällig gewählt ... oder wozu die IKEA-Werbung noch alles gebraucht wird ....
Ausgerechnet von Giordano Bruno, dem "Patron" der atheistischen Giordano-Bruno-Stiftung stammt übrigens der Ausspruch "Die unzureichende Sinneswahrnehmung widerlegt die Unendlichkeit nicht."..

Das Denken kann sein letztes Warum nicht beantworten, weil auch diese Antwort wieder ein Warum gebären würde.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Wie viel besser wird es um die Welt bestellt sein, wenn Wissen alles und Mitleid nichts ist?
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker

Die göttlichen Wahrheiten wurden für mich, was Licht, Farbe und Musik für Auge und Ohren bedeuten. Sie sublimierten mein sehnliches Verlangen nach einem normalen, gesunden Körper zu dem lebendigen Bewusstsein, dass ich ja in meinem Inneren das Bild vollkommenen Menschtums trage.
Helen Keller (1880-1968), US-amerikanische Sozialreformerin und Schriftstellerin, blind und taub
Für Helen Keller war der christliche Glaube sicherlich eine größere Orientierungshilfe als ein "Blindenstock"...

Louis Braille (1809-1852), Sohn eines französischen Sattlers, war schon als Kleinkind erblindet und wurde vom Dorfpriester und Landbesitzer schulisch gefördert. Er erfand 1829 die der Blindenschrift.

Glaubst du noch oder denkst du schon?? - einige Denkimpulse für alle, die an den unversöhnlichen Gegensatz von Glauben und Denken/Wissen/Vernunft, Religion und Wissenschaft glauben

  Atheismus und Materialismus

Der einzige Grund, warum viele meinen, die Existenz Gottes und das Wesen der Seele seien schwer zu erkennen, liegt darin, dass sie ihren Geist niemals von den Sinnen ablenken und über die Körperwelten erheben.
René Descartes (1596-1650), französischer Philosoph, Mathematiker und Naturforscher

Die Lehre der Materialisten war mir allzeit, sogar in meiner Jugend, eine kalte, schwere, dumpfe und unerträgliche Lehre, die notwendig zum Atheismus hinstrebe ... ich sah in allen Kräften des Stoffes Werkzeuge der Gottheit.
Humphry Davy (1778-1829), englischer Chemiker, Erfinder der Grubenlampe

Der Mensch ist was er isst.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Löscht dieses Himmelslicht (den Glauben) aus und der Selbstmord eurer Seelen macht aus dem stolzen Herren der Welt nichts als ein Häuflein stickstofffreien Düngers für den Acker.
Joseph Hyrtl (1810-1894), österreichischer Anatom

Ohne Glauben bleibt man in den Dingen stecken.
Léon Bloy (1846-1917), französischer Schriftsteller

Als junger Mann war ich praktizierender Atheist. Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, dass die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären lässt.
Allan Rex Sandage (1846-1917), US-amerikanischer Astronom

Der überzeugteste Atheist und gewissenloseste Verbrecher ahnt nämlich mindestens in seiner Todesstunde als Gewissheit, was er krampfhaft verleugnete und doch nie ganz bezweifelte: dass die Materie nicht das letzte Wort sei.
Karl Bleibtreu (1859-1928), deutscher Schriftsteller

Der Materialismus ist nie etwas anderes als die Nebenerscheinung einer Lebensanschauung, die ihrem Wesen nach Menschenkultus ist.
Sigrid Undset (1882-1949), dänische Schriftstellerin, Literaturnobelpreisträgerin

Wenn du wirklich das Produkt eines materialistischen Universums bist, wie kommt es dann, das du dich dort nicht zu Hause fühlst.
Clive Staples Lewis (1898-1963), englischer Schriftsteller

Vom Geldanbeten abgesehen, ist er Atheist.
Manfred Hinrich (1926- ), deutscher Kinderlieder- und Kinderbuchautor, Journalist und Aphoristiker

Die Unwissenheit der Materialisten wurzelt in der Leugnung Gottes. Oder, was noch schlimmer ist: Für viele Menschen ist Gott so gleichgültig geworden, dass sie es nicht einmal mehr der Mühe wert halten, ihn zu leugnen. Warum soll jemand, der den Schöpfer nicht achtet, Ehrfurcht vor den Geschöpfen haben? Für ihn sind die Geschöpfe Gegenstände beliebigen Handelns.
Max Thürkauf (1925-1993), Schweizer Naturwissenschaftler und Philosoph

Ohne Regen, ohne Gott geht die ganze Welt bankrott.
Oskar Brüsewitz (1929-1976), deutscher evangelischer Pfarrer, Selbstverbrennung in Opposition zur DDR

Am teuersten wird Weihnachten von den Gottlosen gefeiert.
Gerd W. Heyse (1930- ), deutscher Lyriker und Aphoristiker

Ich war im Himmel und habe Gott nicht gesehen.
Es gibt also Gott nicht!

Juri Gagarin (1938-1968), russischer Kosmonaut (Raumfahrer)

Ich habe so viele Leichen seziert und nie eine Seele gefunden.
Rudolf Virchow (1821-1902), deutscher Pathologe

 

Im "Faust" macht sich Mephisto über den materialistisch-positivistische Gelehrten lustig:

Daran erkenn' ich den gelehrten Herrn! Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern, was ihr nicht fasst, das fehlt euch ganz und gar, was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr, was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht, was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht!
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Der einzige Grund, warum viele meinen, die Existenz Gottes und das Wesen der Seele seien schwer zu erkennen, liegt darin, dass sie ihren Geist niemals von den Sinnen ablenken und über die Körperwelten erheben.
René Descartes (1596-1650), französischer Philosoph, Mathematiker und Naturforscher, Aufklärer

Die menschliche Wissenschaft gleicht einer Kugel, die ununterbrochen wächst. In dem Maß wie ihr Umfang zunimmt, wächst auch die Zahl ihrer Berührungspunkte mit dem Unbekannten.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Es gibt keine Materie an sich! Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält.  Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente noch eine ewige (abstrakte) Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre. Da es aber Geist an sich nicht geben kann, und jeder Geist einem Wesen zugehört, so müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selbst sein können, sondern geschaffen worden sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu nennen, wie ihn alle alten Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott!
Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie
 

  Atheismus und Freidenkerei

Es gibt wenig wahre Christen, sogar, behaupte ich, was den Glauben angeht. Es gibt viele, die glauben, aber aus Aberglauben; es gibt viele, die nicht glauben, aber aus Freigeisterei; zwischen den beiden gibt es wenige.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Ein jeder Gelehrte verachtet die allgemeine Meinung, ein jeder will eine für sich haben. Die aufgeblasene Philosophie führt zur Freigeisterei, wie blinde Frömmigkeit zum Fanatismus führt.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Wir freien Geister von heute sind nicht mehr der Gefahr ausgesetzt, gekreuzigt oder verbrannt zu werden. Um so mehr will es der Anstand und die Solidarität, uns neue Gefahren zu suchen und zu schaffen, und sollten es die der Selbstkreuzigung, der Selbstverbrennung sein.
Christian Morgenstern (1871-1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Vor allem weil sich die Freidenker, als Schule, kaum entschieden haben, ob sie mehr Optimist oder mehr Pessimist als das Christentum sein wollen, ist ihre kleine aber aufrichtige Bewegung gescheitert. Denn das Duell ist tödlich; und jeder Agnostiker, der mehr als ein Nihilist sein will, muss mit der einen oder der anderen Version der Natur sympathisieren.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller

Ich bin kein "Freidenker", weil ich finde, dass dies in der Hauptsache eine Trotzeinstellung gegen den naiven Gottesglauben ist. Mein religiöses Gefühl liegt in der Bewunderung der Harmonie, die sich in den Naturgewalten zeigt.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Alles Freidenkertum ist Torheit, denn der Gedanke ist nicht frei, sondern an Denkgesetze gebunden, an die Logik, wie die Natur an Naturgesetze.
August Strindberg (1849-1912), schwedischer Dichter

  Atheismus und (atheistischer) Humanismus

Die Grundlage für die Menschlichkeit ist der Glaube, und die Grundlage für den Glauben ist die Menschlichkeit.
Martin Buber (Mordechai) (1878-1965), jüdischer Religionsforscher und Religionsphilosoph

Es gibt eine Katastrophe … die sich bereits seit einiger Zeit vollzieht. Ich spreche von dem Unheil eines entspiritualisierten und unreligiösen humanistischen Bewusstseins…. Wenn der Humanismus Recht hätte mit seiner Behauptung, der Mensch sei geboren, um glücklich zu sein, dann wäre er nicht geboren, um zu sterben. Da der Körper zum Sterben verurteilt ist, muss eine Aufgabe auf Erden offensichtlich vielmehr geistlicher Natur sein.
Alexander Solschenizyn (1918-2008), russischer Schriftsteller, Dramatiker und Dissident, Literaturnobelpreisträger

Indem der Humanismus die Religion ganz und gar ablehnt, könnte er das ethische Baby mit dem übernatürlichen Badewasser ganz ausschütten.
Hans-Jürgen Eysenck (1916-1997), deutschstämmiger britischer Psychologe, Intelligenz- und Persönlichkeitsforscher

Bis jetzt wenigstens hat die Abschaffung Gottes die Menschen noch nicht menschlicher gemacht, und dies war doch das übereinstimmende Ziel und die einhellige Hoffnung aller modernen Religionskritik - der neuzeitliche Atheismus versteht sich bewusst als Humanismus.
Heinz Zahrnt (1915-2003), deutscher evangelischer Theologe, Schriftsteller und Publizist

Mit humanistisch gepflegtem Innenleben allein ist in sozialen Katastrophenfällen die Feuerprobe kaum zu bestehen.
Johannes Leppich (1915-1991), deutscher Jesuitenpater, Begründer der "Aktion 365"

Der gott-lose Humanismus hatte allzu oft inhumane Folgen, und in den Schreckenserfahrungen unseres Jahrhunderts - zwei Weltkriege, Gulag, Holocaust, Atombombe - erwies sich der Weg von der Humanität ohne Divinität zur Bestialität oft als kurz.
Hans Küng (1928- ), schweizerischer katholischer Theologe

Wahre Menschlichkeit ist Voraussetzung wahrer Religion. Wahre Religion ist Vollendung wahrer Menschlichkeit.
Hans Küng (1928- ), schweizerischer katholischer Theologe

Das Humanum des Menschen ist uns sehr wichtig. Aber gerade um es vor der Vergöttlichung und Überforderung zu bewahren, ist die Erinnerung an die Geschöpflichkeit sehr wichtig.
Manfred Kock (1936- ), deutscher evangelischer Theologe

Humanitas allein ist kein Ersatz für Religion.
Peter Bamm (Curt Emmerich), (1897-1875), deutscher Arzt, Journalist und Schriftsteller

Ich bin nicht so verrückt, an Gott zu glauben: Ich bin verrückter, denn ich glaub' an sein Geschöpf.
Wolf Biermann (1936- ), deutscher Liedermacher und Lyriker

  Atheismus und Feuerbachs "Mensch als Gott"

Weil du im Herzen geglaubt hast, dass du wie Gott bist, schicke ich Fremde gegen dich.
AT, Ezechiel 28,7

Besser ist’s. ihr fallt in Gottes Hand als in der Menschen.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Ja, im Töten ist der Mensch ein Gott - aber nicht im Lebendigmachen.
Jean Giraudoux (1828-1944), französischer Schriftsteller

Jeder Mensch, der sich für Gott hält, tötet am Ende Menschen.
Elie Wiesel (1928- ), rumänisch-amerikanischer Schriftsteller und Journalist, Friedensnobelpreisträger

Gott macht die Tiere; der Mensch macht sich selber.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Der Mensch soll das Christentum aufgeben, dann erst wird er Mensch.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Gott war mein erster Gedanke, die Vernunft mein zweiter, der Mensch mein dritter und letzter Gedanke.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Der Mensch ist der Gott des Menschen.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Also gibt es keine menschliche Natur, da es keinen Gott gibt, um ihn zu entwerfen… der Mensch ist nicht anderes als wozu er sich macht.
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph

Der Mensch ist im Grunde Begierde, Gott zu sein.
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph

Ich will mehr, ich bin kein Suchender. Ich will für mich eine eigene Sonne schaffen.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

In irgend einem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der Weltgeschichte: aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Tiere mussten sterben.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

 

 

 


 

Bedenke, dass Du ein Mensch bist!
römischer Sklavenausspruch gegenüber dem Kaiser, der sich als Gott verstand

Was der Mensch vor Gott ist, das ist er und nicht mehr.
Franz von Assisi (Giovanni Bernadone) (1181-1226), italienischer Heiliger, Gründer des Franziskanerordens

Ich möchte lieber von einem Gott geliebt werden, als Gott zu sein.
Meister Eckhart (1260-1328), deutscher Dominikaner, Mystiker

O Mensch, wo bist du her! Zu schlecht für einen Gott, zu gut fürs Ungefähr!
Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Grübeln über Gottes Gründe, kritisieren unsern Schöpfer, ach, das ist, als ob der Topf klüger sein wollt' als der Töpfer.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Mein Freund, ich begreife nicht, warum sie sich weigern, an Gott zu glauben, denn an die Menschen zu glauben, ist doch unmöglich.
Honoré de Balzac (1799-1850). französischer Romanschriftsteller

Du bist dein eigener Gott und wunderst dich, dass die Wölfe dich über die dunkle Öde des Winterreifes jagen.
Dag Hammarskjöld (1905-1961), schwedischer Politiker, UN-Generalsekretär, Friedensnobelpreis (posthum)

Gott will, dass wir sind, wie er uns geschaffen hat.
Max Frisch (1911-1991), schweizerischer Schriftsteller

Jeder Mensch ist ein besonderer Gedanke Gottes.
Paul Anton de Lagarde (1827-1891), deutscher Kulturphilosoph und Orientalist

Ich sage nicht, dass der Mensch Gott ist, und auch nicht, dass Gott der Mensch ist; doch leugne ich, dass der Mensch und Gott zusammen zwei ergibt.
Henri Le Saux (Swami Abhishiktananada) (1910-1973), französischer Benediktinermönch und Pionier des interreligiösen Dialogs

Einst war es die Religion, die uns mit dem Richterspruch am Ende der Tage drohte. Heute ist es unser gequälter Planet selbst, der die Ankunft dieses Tages voraussagt. Diese letzte Offenbarung kommt nicht vom Berg Sinai, nicht von jenem Berg der Predigt, auch nicht vom Bo-Baum Buddhas - es ist die Anklage der stummen Kreatur, die uns mahnt, unsere ehrgeizige Allmacht zu zähmen, damit wir nicht allesamt zu Grunde gehen in einer Wüste, die sich einst als Schöpfung präsentierte.
Hans Jonas (1903-1993), deutscher Philosoph

  Atheismus und Bibel

Jesus tadelte ihren Unglauben, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten.
NT, Markus 16,14

An die Stelle des Glaubens ist der Unglaube getreten, an die Stelle der Bibel die Vernunft, an die Stelle des Himmels die Erde, des Gebetes die Arbeit, der Hölle die materielle Not, an die Stelle des Christen der Mensch.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Deshalb bleiben alle heiligen Bücher für den Ungläubigen stumm. Denn der Ungläubige ist steril, sein Geist ist pasteurisiert, und nichts wächst darin.
August Strindberg (1849-1912), schwedischer Dichter

Es gehört ein phantastischer Wille zum Unglauben dazu, anzunehmen, dass Jesus nie "da gewesen" sei, und noch mehr, anzunehmen, dass er nie gesagt habe, was von ihm berichtet wird Dinge, von denen es so unmöglich ist, dass irgendwer auf der Welt zu jener Zeit sie "erfunden" haben könnte: so etwa, "ehe Abraham ward, bin ich" (Johannes VIII); "wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen" (Johannes IX); oder die Verkündigung des Heiligen Sakraments in Johannes V: "Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben."
John Ronald Reuel Tolkien (1892-1973), englischer Schriftsteller und Philologe

Immer wenn Atheisten sich gebildet geben, zitieren sie die Bibel.
Pavel Kosorin (1964- ), tschechischer Schriftsteller und Aphoristiker

  Atheismus und Wunder

Im Unglauben liegt die denkbar größte Anstrengung des Menschen gegen seinen eigenen Instinkt und Geschmack. Es handelt sich darum, für immer auf die Freuden der Einbildungskraft zu verzichten, auf allen Hang zum Wunderbaren.
Ferdinando Galiani (1728-1787), italienischer Nationalökonom und Schriftsteller

Wenn Wunder nicht geschehen können, dann können sie im 12. Jahrhundert ebensowenig geschehen wie im 20. Wenn sie doch geschehen können, dann kann niemand beweisen, dass es eine Zeit gebe, in der dies nicht geschehen können. Ein Atheist konnte schon im ersten Jahrhundert nicht an Wunder glauben, und ein Mystiker kann noch im 21. Jahrhundert an Wunder glauben.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller

Die Kirche steht mit dem Wunder, eine gottlose Kultur fällt mir seiner Leugnung. Hier scheiden sich die Geister.
Julius Langbehn (1851-1907), deutscher kulturkritischer Schriftsteller

Ein durch erwiesene, aber unerklärbare Heilungen dokumentiertes Wunder bedeutet einen so gewaltigen Einbruch in den offiziellen Deismus und inoffiziellen Nihilismus des Zeitalters, dass sowohl die Sicherheit des Unglaubens als auch die Unsicherheit des Glaubens ins Wanken gerät.
Franz Werfel (1890-1945), österreichisch-US-amerikanischer Schriftsteller

Abergläubische Jahrhunderte beschuldigen neue Meinungen leicht der Gottlosigkeit; ungläubige Jahrhunderte dagegen beschuldigen sie nicht minder leicht der Narretei.
Germaine de Staël (1766-1817), französische Schriftstellerin

  Atheismus und Ethik

Vom Gottlosen kommt Untugend.
AT, 1. Samuel 24,14

Die Toren sagen in Ihrem Herzen "Es gibt keinen Gott". Sie handeln verwerflich und schnöde; da ist keiner, der Gutes tut. Der Herr blickt vom Himmel herab auf die Menschen, ob noch ein Verständiger da ist, der Gott sucht. Alle sind sie abtrünnig und verdorben, keiner tut Gutes…
AT, Psalm 14,1-3

Alles nun, was ihr wollt, dass es euch die Menschen tun, das tut auch ihr ihnen. [Goldene Regel]
NT, Matthäus 7,12

Ein Mensch ohne Glauben: ich weiß nicht, was mit einem solchen zu machen ist.
Konfuzius (551 v.Chr.-479 v.Chr.), chinesischer Philosoph

Ein guter Mensch aber ist niemand ohne Gott: Oder kann einer über das Schicksal, wenn nicht von ihm unterstützt, sich erheben?
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Lebe so mit den Mitmenschen, als ob Gott es sähe.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Atheismus überlässt den Mensch der Vernunft, der Philosophie, dem natürlichen Mitleid, den Gesetzen, dem guten Ruf; alle von ihnen mögen Führer zu einem äußeren moralischen Wert sein, sogar wenn die Religion verschwindet; aber wenn die Religion verschwindet, überwindet der Aberglaube dies alles und errichtet eine absolute Monarchie in den Köpfen der Menschen.
Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann, entwarf die Methodologie der Wissenschaften

Mit dem Aufhören der Gottesfurcht beginnt die Entfesselung der Leidenschaften und die Herrschaft einer Sinnesart, welche die Welt mit einer Sündflut von Blut überschwemmen wird.
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), deutscher Philosoph, Mathematiker, Schriftsteller und Forscher

Damals habe ich angefangen, an Gott nicht mehr zu glauben, als ich anfing, unsittlich zu leben.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Wenn auch der Atheismus nicht so unheilvoll wie der Fanatismus ist, so ist er doch fast immer und überall verhängnisvoll für die Sitten.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Der Atheismus taugt zu nichts; er ist sowohl physisch als auch moralisch vom Übel. Ein anständiger Mensch kann sich sehr wohl gegen Aberglauben und Fanatismus zur Wehr setzen und die Verfolgung verabscheuen; er erweist dem Menschengeschlecht einen guten Dienst, wenn er sich für das menschliche Prinzip der Toleranz einsetzt. Aber wem erweist er einen Dienst, wenn er atheistische Ideen verbreitet? Werden die Menschen tugendhafter, wenn sie nicht mehr an Gott glauben, der die Tugend vorschreibt?
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Moralisch ungläubig ist der, welcher nicht dasjenige annimmt, was zu wissen zwar unmöglich, aber vorauszusetzen moralisch notwendig ist.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Ein Atheist ist eine Brut der Hölle, die sich, wie der Teufel, tausendmal verstellen kann.
Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), deutscher Dichter

Wer dem Volke die Religion nehmen will, ist entweder ein Bösewicht oder ein Narr.
George Washington (1732-1799), 1. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Begründer der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten

Fluchwürd'ger Argwohn! Unglückseliger Zweifel! Es ist ihm Festes nichts und Unverrücktes, und alles wanket, wo der Glaube fehlt.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Die radikale Rotte weiß nichts von einem Gotte. Sie lassen nicht taufen ihre Brut, die Weiber sind Gemeindegut.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Freiheit kann nicht ohne Moral errichtet werden, noch Moral ohne Glauben.
Charles Alexis de Tocqueville (1805-1859), französischer Schriftsteller

Gewissen ohne Gott ist etwas Entsetzliches. Es kann sich bis zur größten Unsittlichkeit verirren.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Wer das verlor, was du verlorst, macht nirgends halt.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Wenn der Glaube an Gott erloschen ist, wird sich die Welt vor nichts mehr fürchten.
Gertrud von le Fort (1876-1971), deutsche Schriftstellerin

Eine Welt ohne Gott ist nicht nur die unsittlichste, sondern auch die unkomfortabelste, die sich ersinnen lässt.
Egon Friedell (Friedmann) (1878-1938), österreichischer Schriftsteller, Journalist, Schauspieler

Losgelöst von Gott wird der Mensch sich selbst und der Umwelt zum Ungeheuer.
Johannes XXIII. (Angelo Giuseppe Roncalli) (1881-1963), italienischer Papst

Warum soll ich gut sein, wenn es keinen Gott gibt?
Max Horkheimer (1895-1973), deutscher Sozialphilosoph und führender Kopf der Frankfurter Schule

Springt nicht zu sorglos über Gottes Zäune. Auch wer nichts glaubt, darf durchaus nicht alles leugnen.
Karl Heinrich Waggerl (1897-1973), österreichischer Dichter und Erzähler

Wenn man an nichts glaubt, wenn nichts Sinn hat und wenn wir keinen Wert bejahen können, ist alles möglich und nichts von Wichtigkeit. Es gibt kein Für und kein Gegen, der Mörder hat weder recht noch unrecht. Man kann die Verbrennungsöfen schüren, so wie man sich der Pflege Leprakranker weiht. Bosheit und Tugend sind zufällig oder Launen.
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph

Die unwandelbare Botschaft des prometheischen Atheismus lautet: "Die Selbsterschaffung des Menschen kennt keine Grenzen, Böses und Leid sind kontingent, das Leben ist unendlich erfinderisch, nichts ist - in moralischer oder geistiger Hinsicht - nur deshalb gültig, weil es während der ganzen bisherigen Geschichte als gültig angenommen wurde, die Tradition besitzt keine Autorität, der menschliche Geist bedarf keiner Autorität, der menschliche Geist bedarf keiner Offenbarung und keiner Lehre von außen, Gott ist nichts anderes als der Mensch, der sich und seine Vernunft unterdrückt.
Leszek Kolakowski (1927-2009), polnischer Philosoph und Essayist

Normlosigkeit ist auch ein Ausdruck von Gottlosigkeit.
Horst W. Opaschowski (1941- ), deutscher Zukunftswissenschaftler und Berater für Politik und Wirtschaft

  Atheismus und Nietzsches Umwertung aller Werte

Wehe denen, die das Böse gut und das Gute Böse nennen, die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen, die das Bittere süß und das Süße bitter machen.
AT, Jesaja 5,20

Ich kenne den Atheismus durchaus nicht als Ergebnis, noch weniger als Ereignis: er versteht sich bei mir aus Instinkt. Ich bin zu neugierig, zu fragwürdig, zu übermütig, um mir eine faustgrobe Antwort gefallen zu lassen. Gott ist eine faustgrobe Antwort, eine Undelikatesse gegen uns Denker - im Grunde sogar ein faustgrobes Verbot an uns: ihr sollt nicht denken!
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Unterschätzen wir dies nicht: wir selbst, wir freien Geister, sind bereits eine Umwertung aller Werte“, eine leibhafte Kriegs- und Siegs-Erklärung an alle alten Begriffe von „wahr“ und „unwahr“ .
(Der Antichrist)

"Unschuld": so heißen sie den Idealzustand der Verdummung; "Seligkeit": den Idealzustand der Faulheit; "Liebe": den Idealzustands der Herdentieres, das keinen Feind mehr haben will. Dann hat man alles, was den Menschen erniedrigt und herunterbringt, ins Ideal erhoben.

Man wird euch die Vernichter der Moral nennen, aber ihr seid nur die Erfinder von euch selber. (Fragmente)

Das Böse ist des Menschen beste Kraft.

Das höchste Gesetz des Lebens verlangt, dass man ohne Mitleid sei, mit allem Ausschuss und Abfall des Lebens. Das man vernichte, was für das aufsteigende Leben bloß Hemmung Gift sein würde. (Der Wille zur Macht. Versuch einer Umwertung aller Werte)  [Hitler hat die Moralvorstellungen Nietzsches umgesetzt - bis hin zur Euthanasie bei Geisteskranken!]

alle Zitate von
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe
Interessant in diesem Zusammenhang sind Nietzsches Ausführungen über die "jüdisch-christliche Sklavenmoral" der Leidenden, Schwachen, Zukurzgekommenen in seiner Genealogie der Moral.
http://www.physik.uni-freiburg.de/~chrisli/krempel/epg1/version1.5.pdf

 

Jenseites von Gut und Böse. Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind.
"Ein provokatives Buch mit einer wahrhaft erlösender Botschaft" (so der reißerische Werbetext dazu) des freischaffenden Philosophen  Michael Schmidt-Salomon scheint wohl als Möchtegern-vollstrecker des "Umwerters aller Werte"  seinen ganz persönlichen Krieg gegen die christliche Moral führen zu wollen ...

Beworben wird das Buch reißerisch mit "Ein Plädoyer wider die Moral von Deutschlands Chef-Atheist, der unsere bisherigen Moralvorstellungen auf den Kopf stellt und uns damit den Weg zu einem befreiteren Sein, zu einer menschlicheren Ethik weist".

Was hätte wohl der christlich-avantgardistische Verlagsgründer Reinhard Piper zu dieser Veröffentlichung des neuen "Menschheitserlösers" bei Pendo/Piper gesagt ...

... vielleicht sollte man den Buchtitel einfach auf den Kopf stellen ;-)

Die obersten Grundsätze unseres Strebens und Wertens sind für uns in der jüdisch-christlich religiösen Tradition gegeben: Freie und selbstverantwortliche Entfaltung des Individuums, damit es seine Kräfte froh und freiwillig in den Dienst der Gemeinschaft aller Menschen stelle. Da ist kein Platz für Vergottung einer Nation, einer Klasse oder gar eines Individuums.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger
 

Keine Macht den Doofen  ... dem kann man nur uneingeschränkt zustimmen ;-)

Einige Kostproben (bei amazon) aus dem reißerisch als "Streitschrift" bezeichneten Pamphlet mit seinen schreiend buntem Cover und dominant platzierten Ausrufezeichen
- da möchte wohl jemand mit aller Gewalt auf seine neuesten schriftstellerischen Ergüsse aufmerksam machen die zur besseren Verbreitung auch noch als eBook veröffentlicht wurden:

"Die wundersame Welt der
Religioten - Heilige Einfalt und ihre Folgen."
"Denn noch immer bilden wir
aufrecht gehenden Deppen uns ein, dass das Universum von einem "Schöpfergott" exklusiv für uns und die Unsrigen geschaffen wurde" [Wen meint er wohl mit "wir"? Wohl kaum sich und Seinesgleichen]
"Es mag wundern, aber tatsächlich kam der moderne Mensch 99 Prozent seiner Artgeschichte ohne christliche Kirche aus, 99,9 Prozent ohne Dampfmaschine und 99,99 Prozent ohne Handy."
[... und noch länger ohne den Autor mit seinem so "unsalomonischen" Urteil...]

Im Buch überbietet sich der Autor dann mit Beschimpfungen selbt:
Religiotie ist eine selten diagnostizierte (wenn auch häufig auftretende) Form der geistigen Behinderung, die durch intensive Glaubensindoktrination vornehmlich im Kindesalter ausgelöst wird."
"Was verrät es über uns, dass sich trotz der "Kriminalgeschichte des Christentum" [s. Karl-Heins Deschners mehrbändiges Werk] nach offiziellen Statistiken 2,2 Milliarden Menschen dazu bekennen, einen solchen Deus-demens-Hirnwurm in sich tragen?"

Vieleicht auch ein interresanter Fall für die Psychoanalyse der Persönlichkeit militanter Religions- und Christenumshasser

 

Und - wie sollte es auch anders sein - mit 5 Bewertungssternen im Thalia-Shop  erhält die "Streitschrift" eine Spitzenbewertung - waren wohl lauter Gesinnungsgenossen die hier eifrig "gevotet" haben. Am Rande bemerkt: Auch Bewertungs-, Empfehlungs- und Besprechungsfunktionen im Internet lassen sich ausgezeichnet zur Volksverdummung einsetzen...


Papst Benedikt XVI. sprach sich gegen einen künstlichen Gegensatz zwischen Evolutionslehre und Schöpfungsglaube aus. Er meinte, es gebe viele wissenschaftliche Beweise für die Evolution, die man als Realität sehen müsse. Aber die Evolutionslehre beantworte nicht alle Fragen und vor allem nicht die große philosophische Frage: Woher kommt das alles?

Nach dem Philosophen Robert Spaemann "... muss man sagen, dass die evolutionäre Sicht des Universums den Gottesglauben begünstigt."
Der Geologe und Theologe Pierre Teilhard de Chardin betrachtet die Schöpfung als einen fortlaufenden Prozess und entwickelt in seinem Werk "Der Mensch im Kosmos" eine eigene mystische Evolutionstheorie.

Der Mensch ohne Jesus wird entweder ein Herrenmensch oder ein Herdenmensch.
Walter Hümmer (1909-1972), deutscher evangelischer Pfarrer

Herrenmenschen sind in der Regel weder Herren noch Menschen.
Werner Mitsch (1936-2009), deutscher Aphoristiker

  Atheismus und Marx "Religion als Opium für das Volk"

Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Wir haben die atheistischen Ansichten auf Grund unserer wissenschaftlichen Überzeugung adoptiert und halten uns für verpflichtet, sie weiter zu verbreiten und in die Massen zu tragen.
August Bebel (1840-1913), deutscher sozialistischer Politiker und Publizist, Begründer der Sozialdemokratie

Marx hat den Slogan geprägt: Religion ist Opium für das Volk. Damit hat er den Menschen das Gewissen herausgeschnitten. Und ein Mensch ohne Gewissen kennt keine Verantwortung vor Gott. Ich, euer Führer Stalin, kenne die Religion gut, war ich doch, wie ihr wisst, einst im Priesterseminar in Georgien. Aber ich habe mir von Marx und Lenin das Gewissen herausschneiden lassen.
Josef Stalin (1878-1953), sowjetischer Politiker georgischer Herkunft, Diktator

Gott ist nicht das, was man ihm vorwirft! Man hält ihn für einen Feind der Freude: Er ist deren Quelle. Man beschuldigt ihn, das Opium der Unterdrückten zu sein. Er ist die Anregung eines jeden Bewusstwerdens. Man glaubt, dass er sich über unsere wissenschaftlichen Forschungen ärgert oder neidisch ist: Er schenkt den Menschen ein unendliches Universum, dass es zu entdecken gilt. Man hält ihn für Anstifter der Inquisition: Er ist deren Opfer.
Stan Rougier (1930- ), französischer katholischer Geistlicher, Weltenbummler, Vortragsreisender und Schriftsteller

Anderes Opium fürs Volk ...

Nicht die Religion, die Revolution ist Opium für das Volk.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und Schriftstellerin

Der Fußball ist einer der am weitesten verbreiteten religiösen Aberglauben unserer Zeit. Er ist heute das wirkliche Opium des Volkes.
[nichts gegen Fußball, aber das Gehabe um den "Fußballgott" ;-)]
Umberto Eco (1922- ), italienischer Philosoph, Sprachwissenschaftler und Schriftsteller

Von der Katholischen Soziallehre bis zur Befreiungstheologie

Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind.
AT, Sprüche 31,8

Wir sind der festen Überzeugung, dass ein gewaltig christlich-sozialer Fehler dadurch geschehen ist, dass man sich zur Zeit entweder gar nicht oder doch in ganz verkehrter Weise um die Arbeiter bemüht hat.
Adolf Kolping (1813-65), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Unbestritten anerkannt sind in der katholischen Soziallehre zwei "Sozialprinzipien", das Solidaritäts- und das Subsidiaritätsprinzip.
Oswald von Nell-Breuning (1890-1991), deutscher katholischer Theologe, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler

Das soziale Gefühl sieht dem religiösen Gefühl zum Verwechseln ähnlich.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und Schriftstellerin

Heute kann man sich nicht mehr christlich engagieren, ohne das dieses Engagement ein soziales sei.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin, Mystikerin

Weil sie die Armen verteidigt, ist die Kirche in Konflikt mit den Mächtigen der wirtschaftlichen Oligarchien und den politischen und militärischen Führern des Staates geraten.
Oskar Arnulfo Romero (1917-1980), salvadorianischer katholischer Theologe, Erzbischof, Verfechter der Befreiungstheologie, vor dem Altar erschossen

  Atheismus und atheistisches Interesse

An Gott glauben nur diejenigen nicht, die ein Interesse daran haben, dass es keinen geben möchte.
Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann, entwarf die Methodologie der Wissenschaften

Der Atheist ist ein Kurzsichtiger, der sich in der Brille eines Weitsichtigen gefällt.
Louis-François Duplessis de Mornay (1663-1741), französischer Kapuziner, Bischof von Quebec in Neufrankreich

Es hat bei allen Völkern Atheisten gegeben. Aber ich zweifle sehr, ob dieser Atheismus eine völlige Überzeugung, eine klare Überführung gewesen sei, bei welcher sich der Geist, wie bei einer geometrischen Demonstration, beruhigt. War er nicht vielmehr nur eine halbe Überzeugung, die durch die Wut einer heftigen Leidenschaft und durch den Stolz verstärkt wurde, welche beide statt einer gänzlichen Überzeugung dienten?
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Wenn Gott wirklich existierte, müsste man ihn beseitigen.
Michail Aleksandrowitsch Bakunin (1814-1876), russischer Revolutionär

Wenn es Gott nicht gibt, dann bin ich Gott.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Ohne die Religion heißt wesentlich gegen die Religion.
Adolph Kolping (1813-1865), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks

Dass Gott tot ist, wird gern von denen ausgestreut, die sein Erbe anzutreten hoffen.
Erwin Chargaff (1905-2002), österreichisch-US-amerikanischer Biochemiker und Schriftsteller

Viele Theologen betreiben ungewollt das Geschäft der Atheisten.
Klaus Berger (1940- ), deutscher Theologe

Gottlos wird der Mensch, um Gott los zu werden.
C.A. Wilkens


"Sichtschutz" - der Karikaturist scheint sich ja seiner Sache sehr sicher zu sein, wer hier die "vernagelte" Sicht hat ...
vielleicht sollte er sich mit seiner eigenen Wahrnehmung befassen ...

 

Der Gottlose will frei sein. Darum darf Gott nicht sein.

(Abschirmung gegenüber einem wie auch immer gearteten göttliches Wesen. Trennung von den Zehn Geboten der Bibel)

Der Rationalist kann alles erklären. Darum kann Gott nicht sein.
(Verdrängung anderer Erklärungsansätze als nur der menschlichen Vernunft, Angekettetsein an Prinzip und Paragraph)

Was glauben die anderen - Ferienbibelseminar des evangelischen Dekanats Reinheim
http://www.heinrich-tischner.de/21-th/4relg/fbs/antwort.htm

  Atheismus und Glaube der Atheisten

Der Atheist glaubt, der Abergläubische wünscht, dass es keine Götter gibt.
Plutarch (46-120), griechischer Philosoph und Geschichtsschreiber

Ich wage ruhig die Behauptung, dass auch der Ungläubige nicht ohne Glauben lebt. Auch die Ungläubigen haben ihren Glauben. Wäre es nur der Glaube an Gott!
Gregorius (3. Jh. n.Chr.), römischer Jurist

Atheismus ist eher auf den Lippen als im Herzen des Menschen.
Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann, entwarf die Methodologie der Wissenschaften

Der Mensch ist von Natur gläubig, ungläubig, furchtsam, verwegen.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Es gibt keine Gottesleugner. Wenigstens warte ich bis heute vergebens darauf, einen Menschen zu treffen, der davon überzeugt ist, dass es keinen Gott gibt.
Jean de La Bruyère (1645-1696), französischer Schriftsteller

An Gott zu glauben ist unmöglich - nicht an ihn zu glauben ist absurd.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Man fragte einmal einen Weisen, ob es wahre Atheisten gäbe. Glauben Sie, erwiderte er, dass es wahre Christen gibt?
Denis Diderot (1713-1774), französischer Schriftsteller und Philosoph

Unglaube besteht nicht darin zu glauben oder nicht zu glauben; er besteht darin zu bekennen, dass man glaubt nicht zu glauben.
Thomas Paine (1737-1809), englisch-amerikanischer Publizist und Politiker

Und ich dank' es dem lieben Gott tausendmal, dass er mich zum Atheisten hat werden lassen.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Bittet Gott um Beharrlichkeit! Denn ich habe viele Gottlose als Heilige sterben sehen; viele aber schienen Heilige und sind als Gottlose gestorben.
Clemens Maria Hofbauer (1751-1820), böhmischer Prediger und Beichtvater, Gründer der Redemptoristen

Goethe hat einem Durchreisenden offenbart, er sei in der Naturkunde und Philosophie ein Atheist, in der Kunst ein Heide und dem Gefühl nach ein Christ!
Dorothea Schlegel (1764-1839), deutsche Schriftstellerin und Literaturkritikerin, Lebensgefährtin und spätere Ehefrau von Friedrich Schlegel

Zum Glauben geht der Weg über den Unglauben.
Ludwig Börne (Löb Baruch) (1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat

Der Ungläubige glaubt mehr, als er meint, der Gläubige weniger, als ihm scheint.
Franz Grillparzer (1791-1872), österreichischer Schriftsteller

Der Atheist glaubt mehr, als er meint. Verneinen ist im Grunde eine zornige Form der Bejahung.
Victor Hugo (1802-1885), französischer Schriftsteller

Einen Gottlosen habe ich noch nie gesehen. Nur Ruhelose sind mir begegnet.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Menschen, die meinen, sie hätten keinen Glauben, täuschen sich; sie merken ihn nur nicht oder wollen ihn nicht oder können ihn nicht benennen.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

In Wirklichkeit ist gar keine Rede davon, dass ein Ungläubiger nicht glaubt, er fürchtet sich nur davor, zu glauben.
Luis Coloma (1851-1915), spanischer Schriftsteller, Journalist und Jesuit

Glaubenslos nennt ihr, ihr Frommen, die sich als Zweifler bekennen? Aber sie glauben nur nicht, dass ihr die Wissenden seid.
Arthur Schnitzler (1862-1931), österreichischer Dramatiker und Erzähler

Man glaubt nicht, wie viel man glauben muss, um ungläubig zu sein.
Michael von Faulhaber (1869-1952), deutscher katholischer Theologe, Erzbischof von München, Kardinal, Gegner der Nazis

Ich bin ein tief religiöser Ungläubiger.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Der Gläubige ist niemals ganz und gar gläubig, es ist unmöglich, dass er nicht Stunden der Ungewissheit und der Angst kennen lernt, in denen er sich mit dem Ungläubigen trifft, und umgekehrt kann der Ungläubige von einem Glauben beseelt sein, den er in sich trägt, der ihn stützt, dessen er sich aber nicht voll bewusst werden kann.
Gabriel Marcel (1889-1973), französischer Philosoph, Dramatiker und Kritiker

Nirgends ist Gott so gegenwärtig wie in einer gottlosen Menge.
Henry Miller (1891-1980), US-amerikanischer Schriftsteller

Die Welt wird immer absurder. Nur ich bin weiter Katholik und Atheist. Gott sei Dank.
Luis Buñuel (1900-1983), spanischer Filmregisseur

Der Atheismus ist ein Zeichen, dass man die Religion ernst nimmt.
Karl Raimund Popper (1902-1994), österreichisch-britischer Philosoph

Sie glaubte an nichts, nur ihr Skeptizismus bewahrte sie davor Atheist zu sein.
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph

Von zwei Menschen ohne Gotterfahrung ist der, welcher ihn leugnet, ihm vielleicht am nächsten.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und
Schriftstellerin

Jene, die nicht glauben, haben eine Sache mit denen gemeinsam, die glauben - nämlich, dass der Herr an sie glaubt.
Dom Helder Pessôa Câmara (1909-1999), brasilianischer katholischer Theologe, Erzbischof

So stehen ein Atheist, ein "Ungläubiger", die des reinen Mitleids fähig sind, Gott ebenso nahe wie ein Christ und kennen ihn demnach ebenso gut, obwohl ihre Kenntnis in anderen Worten zum Ausdruck kommt oder stumm bleibt. Denn "Gott ist Liebe".
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und
Schriftstellerin

Da im Abendland das Wort Gott, in seinem üblichen Verständnis, eine Person bezeichnet, so können Menschen, deren Aufmerksamkeit, Glaube und Liebe fast ausschließlich auf den unpersönlichen Aspekt Gottes gerichtet sind, sich für Atheisten halten und ausgeben, obwohl die übernatürliche Liebe in ihrer Seele wohnt. Diese sind gewiss gerettet.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und
Schriftstellerin

Alle Menschen glauben an Gott, auch die, die sich von ihm abgewandt haben.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

Ich zweifle, ob es richtig war, nicht an Gott zu glauben.
Curt Jügens (1915-1982), deutsch-österreichischer Bühnen- und Filmschauspieler

Nicht jeder ist Atheist, der es sein will
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph

Atheisten: Leute, die einen Glauben, den sie nicht haben, glühend verteidigen.
Ron Kritzfeld (1921- ), deutscher Aphoristiker

Ich glaube nicht an Gott, aber ich habe Angst vor ihm.
Gabriel Garcia Marquez (1927- ), kolumbianischer Schriftsteller, Journalist und Literaturnobelpreisträger

Es fällt mir schwer, an Gott zu glauben. Noch schwerer fällt es mir, nicht an ihn zu glauben.
Kurtmartin Magiera (1928-1975), deutscher Schriftsteller

Für mich gilt der alte Satz der Atheisten: Gott existiert nicht, aber ich vermisse ihn sehr.
Paul Verhoeven (1938- ), niederländischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent

Nicht nur der Glaube zweifelt an sich selbst, sondern auch der Unglauben!
Gudrun Zydek (1944- ), deutsche Schriftstellerin, Lyrikerin und Aphoristikerin

Der Atheismus ist doch eine Art von Religion, wie auch der Skeptizismus. Alles ist in dieser Welt auf den Glauben aufgebaut. Sogar wenn Sie ein absoluter Skeptiker sind und die Meinung vertreten, dass Sie an nichts glauben, dann ist eben das Ihr Glaube.
Georgij Tschistjakow (1953-2007), russisch-orthodoxer Theologe, Priester, Historiker und Altphilologe

Ein der christlich-abendländischen Kultur entwachsener Atheist sollte als gebildeter Mensch wenigstens die Wurzeln kennen, von denen er sich abgeschnitten hat.
Manfred Lütz (1954-), deutscher Arzt, katholischer Theologe und Schriftsteller

Ich glaube an nichts, so glauben sie mir doch!
Beat Rink (1957-), Schweizer reformierter Pfarrer, Schriftsteller und Musiker

  Atheismus als Anfrage und Aufruf

So wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr, ich habe nicht Wohlgefallen am Tode der Gottlosen, sondern dass sich der Gottlose von seinem Wandel bekehre und am Leben bleibe.
AT, Ezechiel 33,11

Beides habe ich gesehen in meinem flüchtigen Dasein: Mancher Fromme kommt um bei all seiner Frömmigkeit, und mancher Gottlose wird alt bei all seiner Schlechtigkeit.
AT, Kohelet

Der religiöse Mensche und der Gottesleugner sprechen immer von Religion. Der eine spricht über das, was er liebt, der andere über das, was er fürchtet.
Charles de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Es ist einem religiösen Menschen unwürdig, einen irreligiösen mit Schrecken oder mit irgendeinem andern Gefühl als Bedauern, Hoffnung und brüderlicher Teilnahme zu betrachten. Wenn er die Wahrheit sucht, ist er nicht unser Bruder und zu bemitleiden? Und wenn er die Wahrheit nicht sucht, ist er dann nicht noch mehr zu bemitleiden?
Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Schriftsteller

Die Zukunft wird nicht mehr in erster Linie der konfessionellen Auseinandersetzung unter gläubigen Christen gehören; die künftigen Geschlechter, das ist meine Überzeugung, werden mehr und mehr zwischen Gottesglauben und Atheismus zu entscheiden haben ...
John Henry Newman (1801-1890), englischer anglikanischer Theologe, zum Katholizismus konvertiert, selig gesprochen

Der Atheismus ist nur ein Protest gegen die Unzulänglichkeit der Vorstellung der Heiligkeit.
Pierre Joseph Proudhon (1809-1865), französischer Ökonom und Soziologe

Zwietracht hat mehr dazu beigetragen, Christus vor dem Blick des Menschen zu verbergen, als alle Ungläubigkeit, die je ausgesprochen wurde.
George MacDonald (1824-1905), schottischer Schriftsteller, Dichter und Pfarrer

Ich wende mich an den Kreis der gebildeten Laien, um sie von den grassierenden Verirrungen des Skeptizismus, Atheismus, Materialismus, Positivismus, Pantheismus usw. abzubringen und sie allmählich dem allein vernunftgemäßen Theismus wieder zuzuführen.
Georg Cantor (1845-1918), deutscher Mathematiker, Begründer der Mengenlehre

Man kann sehr viel Religion haben und fern von Gott sein, ja eigentlich gottlos sein.
Leonhard Ragaz (1868-1945), Schweizer evangelischer Theologe Mitbegründer der religiös-sozialen Bewegung in der Schweiz

Atheismus ist ein notwendiger Protest gegen die Gottlosigkeit der Kirchen und die Enge ihrer Dogmen. Gott benutzt ihn als Stein um diese beschmutzten Kartenhäuser zu zerstören.
Sri Aurobido (1872-1950), indisch-englischer Philosoph und Mystiker

Es sind nicht die Gottlosen, es sind die Frommen seiner Zeit gewesen, die Christus ans Kreuz schlugen.
Gertrud von Le Fort (1876-1971), deutsche Schriftstellerin

Ich bin sicher, dass machtlose Christen Gott mehr bekümmern als mächtige Atheisten.
Corrie ten Boom (1892-1982), niederländische Schriftstellerin, KZ-Überlebende

Wir gehen einer völlig religionslosen Zeit entgegen; die Menschen können einfach, so wie sie nun einmal sind, nicht mehr religiös sein. Auch diejenigen, die sich ehrlich als "religiös" bezeichnen, praktizieren das in keiner Weise; sie meinen vermutlich mit "religiös" etwas ganz anderes.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet


Atheismus (leere) Lehre
http://atheismus-leere-lehre.blogspot.de/
Was mir an den Atheisten nicht gefällt: Sie reden ständig von Gott.
Heinrich Böll (1917-1985), deutscher Schriftsteller

Warum ?

Solange es Atheisten gibt, hat Gott die Chance, erwähnt zu werden.
Hans Kasper (1916-1990 ), deutscher Schriftsteller und Hörspielautor

... so tragen Atheisten dazu bei, dass Gott im Gespräch bleibt und nicht aus dem von zunehmender religiöser Gleichgültigkeit gekennzeichneten öffentlichen Bewusstsein verschwindet ;-)

Die Atheisten haben recht, in einem gewissen Sinne, Gott zu leugnen. Denn mit Gott meinen sie einen anthropomorphen Gott, einen Gott, der nicht existiert, einen Märchengott. Wenn sie aber die Existenz von etwas Unbestimmbaren und Unbegreifbaren und Mysteriösen spüren und sie selbst nicht wissen was es ist oder wie es genannt wird, dann bekräftigen sie auch dunkel die Existenz Gottes, ein Wesen, dass sie weder verstehen noch vorstellen können, auf das niemand schauen und leben kann.
Ernesto Cardenal (1925- ), nicaraguanischer suspendierter katholischer Priester und sozialistischer Politiker

Atheismus ist nicht notwendig Leugnung des Absoluten überhaupt, sondern dessen Rückversetzung in die reine Gestaltlosigkeit, d. h., er ist Protest gegen die Gestalt, mit der das Absolute identisch gesetzt wird. Darin aber liegt die große und unabdingbare Sendung des Atheismus in der Religionsgeschichte. Die Gestaltung des Göttlichen führt ja in der Tat immer wieder zur Vermenschlichung Gottes und damit zur Verabsolutierung des Menschlichen bzw. ganz bestimmter Einstellungen und Meinungen des Menschen. Aus diesem Grund gibt es nicht nur das Wesen, sondern auch das „Unwesen“ der Religion (Bernhard Welte), ist Religion nicht nur die große Chance, sondern auch die große Gefährdung des Menschen. Weil hier das Absolute begegnet, kann jede Vermenschlichung und Verdinglichung des Absoluten zu den furchtbarsten Konsequenzen führen, indem dann die Gruppe, das System, die Einrichtung sich selbst absolut setzt und alles, was gegen sie steht, als das schlechthin Böse außerhalb jeder Menschlichkeit stellt. Weil vom Wesen des Menschen her jede Gestaltung zur Abschließung und so zur falschen Vermenschlichung Gottes drängt, muss es neben der Gestaltung immer auch ebenso die große Gegenbewegung der Reinigung geben, die immer wieder die Überschreitung der Gestalt und so letzten Endes die Vergöttlichung Gottes besorgt. Man kann gerade als Christ nicht einfach die positiv gestalteten Religionen der Weltgeschichte als das Gute und die atheistische Geisteslinie als den schlechthinnigen Sündenfall hinstellen, sondern beide Linien, die der Gestaltung und die der Reinigung, ergänzen sich gegenseitig, beide tragen Aufschwung und Fall in sich.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger), (1927- ), deutscher Papst

Es gibt die negative Antwort auf diese Frage, den Atheismus, es gibt die bekümmerte Feststellung, eine Antwort bisher nicht gefunden zu haben, oder die agnostische Antwort, man könne eine solche Antwort aus prinzipiellen Gründen nicht finden. Alle diese Antworten, so falsch sie auch sind, verdienen den Respekt, den nun einmal menschliche Überzeugungen verdienen, nicht weil sie wahr sind, sondern weil Menschen sich mit ihnen identifizieren. Keinen Respekt verdient die heute verbreitete, meist gar nicht klar artikulierte Ansicht, die Antwort auf diese Frage sei nicht so wichtig, alles andere, was uns bewegt, sei eigentlich wichtiger, und es lohne sich nicht, seine Zeit auf das Nachdenken über Gott zu verschwenden.
Robert Spaemann (1927- ), deutscher Philosoph

Aber der Atheismus, der Gott meidet, meidet er auch die Fragen über Gott?
Christian Chabanis (1936-1989), französischer Schriftsteller, Philosoph und Journalist

An der Entstehung und Verbreitung des Atheismus können „die Gläubigen einen nicht geringen Anteil haben, insofern man sagen muss, dass sie durch Vernachlässigung der Glaubenserziehung, durch missverständliche Darstellung der Lehre oder auch durch die Mängel ihres religiösen, sittlichen und gesellschaftlichen Lebens das wahre Antlitz Gottes und der Religion eher verhüllen als offenbaren.
Katechismus der Katholischen Kirche, GS 19,3
[das dürfte für Personen mit kirchlichen Weihen, den Klerus, die "Amtskirche", genauso gelten wie die Laien, das "Kirchenvolk"]


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