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Glaube und Wissen
Sinnfrage
Was bin ich? Was soll ich tun? Was kann ich glauben und hoffen? Hierauf reduziert sich alles in der
Du kamst, du gingst mit leiser Spur, ein
An einen Gott glauben heißt, die Frage nach dem Sinn des Lebens verstehen. An einen Gott glauben, heißt sehen, dass es mit den Tatsachen der Welt noch nicht getan ist. An einen Gott glauben, heißt sehen, dass das Leben einen Sinn hat. Ludwig Wittgenstein (1889-1951), österreichischer Philosoph
Die Tragödie des Menschen besteht nicht darin, dass er im Grunde immer weniger über den Sinn des eigenen Lebens weiß, sondern dass ihn das immer weniger beunruhigt. Václav Havel (1936-), tschechischer Schriftsteller und Politiker
Wer ein WOFÜR im Leben hat, der kann fast jedes WIE ertragen. Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe (Atheist)
Lebe, wie du, wann du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben. Christian Fürchtegott Gellert (1715-1869), deutscher Dichter
Mensch, werde wesentlich. Angelus Silesius (Johann Scheffler, 1624-1677), deutscher Dichter, Arzt, Priester
Es ist die Aufgabe eines jeden Menschen, zu sich selbst zu kommen. Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin aus jüdischer Familie, Ordensschwester, Ermordung im KZ, heilig gesprochen
Dass es die Welt, dass es den Menschen, dass es die menschliche Person, dich und mich gibt, hat göttlichen Sinn. Martin Buber (Mordechai, 1878-1965), jüdischer Religionsforscher und Religionsphilosoph
Mein großes Gebet ist, gut zu enden, ich meine, mit meinem Tod auf die eine oder andere Weise das zu besiegeln, wofür ich stets gelebt habe. Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer Jesuit, Geologe und Anthropologe
Eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens und aller Lebewesen gefunden zu wissen, heißt, religiös zu sein. Wer sein eigenes Leben und das seiner Mitmenschen als sinnlos empfindet, der ist nicht nur unglücklich, sondern auch kaum lebensfähig. Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger
Der Sinn des Lebens ist mehr als das Leben selbst. Stefan Zweig (1881-1942), österreichischer Schriftsteller und Übersetzer
Je gesammelter ein Mensch im Innersten seiner Seele lebt, umso stärker ist seine Ausstrahlung, die von ihm ausgeht und andere in seinen Bann zieht. Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin aus jüdischer Familie, Ordensschwester, Ermordung im KZ, heilig gesprochen
Gottesbeweis allgemein
Die Unmöglichkeit, in der ich mich befinde, zu beweisen, dass es keinen Gott gebe, tut mir eben seine Existenz dar. Jean de La Bruyère (1645-196), französischer Schriftsteller, Moralist
Glaube ist Gewissheit ohne Beweise.
Die Sonne beweist man nicht. Giovanni Papini (1881-1956), italienischer Schriftsteller
Glaube ist Vertrauen, nicht Wissenwollen.
Glauben heißt: Die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang aushalten. Karl Rahner (1904-1984), deutscher Theologe
Zu glauben ist schwer. Nichts zu glauben ist unmöglich. Victor Hugo (1802-1885), französischer Schriftsteller
Für diejenigen, die an Gott glauben, ist keine Erklärung notwendig, für diejenigen, die nicht an Gott glauben, ist keine Erklärung möglich. Franz Werfel (1890-1945), tschechischer Schriftsteller
Wer in göttlichen Dingen nichts glaubt, als was er mit seinem Verstande ausmessen kann, verkleinert die Idee von Gott. Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz (1646 - 1716), deutscher Philosoph, Mathematiker, politischer Schriftsteller und Forscher
Dass wir einen Gott ahnen, ist nur ein unzulänglicher Beweis für sein Dasein. Ein stärkerer Beweis ist, dass wir fähig sind, an ihm zu zweifeln.
Gott ist die erste Ursache aller Dinge: denn die beschränkten Dinge, wie alles, was wir sehen und erfahren, sind zufällig und besitzen nichts, was ihnen notwendige Existenz verleiht; ist es doch offenbar, dass Zeit, Raum und Materie, an sich einheitlich und gleichförmig und gegen alles gleichgültig, andere Bewegungen und Gestalten in anderer Anordnung erhalten konnten. Es gilt also, den Grund für die Existenz der Welt, als den Zusammenschluss aller zufälligen Dinge, aufzusuchen, und zwar in der Substanz, die den Grund ihrer Existenz in sich selbst trägt und die darum notwendig und ewig ist. Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz (1646 - 1716), deutscher Philosoph, Mathematiker, politischer Schriftsteller und Forscher
Der Mensch ist ja ein Gottesbeweis. Heinrich Böll
Naturordnung Wer sollte nicht durch die Beobachtung und den sinnenden Umgang mit der von der göttlichen Weisheiten geleiteten herrlichen Ordnung des Weltgebäudes zur Bewunderung des allwirkenden Baumeisters geführt werden! Nikolaus Kopernikus (1473-1543), deutscher Astronom, Begründer des modernen Weltbildes
Obwohl aller sterblichen Natur unsichtbar, wird Gott aus seinen Werken selber ersehen. Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph
Sie wollen nicht glauben, dass dieser kleine Globus von selbst entstanden sei. Wie können Sie dann glauben, dass das große Original aus sich selbst durch Zufall so geworden sei wie wir es jetzt sehen und bewundern? Athanasius Kircher (1601-1680), deutscher Naturwissenschaftler, Musiktheoretiker und Sprachwissenschaftler
Die wunderbare Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plane eines allwissenden und allmächtigen Wesen zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis." Isaak Newton (1643-1727), englischer Mathematiker, Physiker und Astronom
Die Größe und unendliche Weisheit des Schöpfers wird nur derjenige erkenne, der sich bestrebt aus dem gewaltigen Buche der Schöpfung, das wir Natur nennen seine Gedanken herauszulesen. Justus von Liebig (1803-1873), deutscher Chemiker, Begründer der Agrarchemie
Die Natur hat Vollkommenheit, um zu zeigen, dass sie das Abbild Gottes ist, und Mängel, um zu zeigen, dass sie nur das Abbild ist. Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker
Die Natur ist ein unendlich geteilter Gott. Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter
Was gegen die Natur ist, das ist gegen Gott. Christian Friedrich Hebbel (1813-1863), deutscher Dichter
Es gibt nur Eine, alle Determination und Negation von sich ausschließende, unendliche Substanz, welche Gott genannt wird und das Ein Sein in allem Dasein ist. Baruch de Spinoza, eigentlich Benedictus dEspinoza (1632 - 1677), holländischer Philosoph (Baruch = Schüler des Propheten Jeremias)
Der Mensch ist zwar der letzte Schrei, aber nicht das letzte Wort der Schöpfung. Konrad Lorenz (1903), österreichischer Verhaltensforscher
Das Auge, der Flügel eines Schmetterlings genügen, um einen Gottesleugner zu zermalmen. Denis Diderot (1713-1774), französischer Schriftsteller und Philosoph Die Natur ist ein unendlich geteilter Gott. Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter, Theosophie des Julius
Gott liebt die Welt, weil sie unvollkommen ist. Stefan Andres (1906-1970), deutscher Erzähler
Bewundern kann der Mensch allein, und alles Bewunderung Erregende ist ein Bote Gottes. Clemens von Brentano Naturwissenschaft und Glaube
Die Naturwissenschaften braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln. Religion und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus, wie heutzutage manche glauben und fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller Überlegungen. Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie
In allem Streben und Forschen suche ich hinter dam Geheimnis des Lichtstrahls ehrfürchtig das Geheimnis des göttlichen Geistes. Max Planck
Die Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, die Religion ohne Naturwissenschaft aber ist blind. Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger Wissenschaft ist nur eine Hälfte, Glauben ist die andere. Novalis (Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg 1772-1801), deutscher Dichter
Die
Nicht Gott ist relativ, und nicht das Sein, sondern unser Denken. Albert Einstein (1879-1955), deutscher (1879-1955), deutscher (1879-1955), deutscher (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger
Ich habe niemals die Existenz Gottes verneint. Ich glaube, dass die Entwicklungstheorie absolut versöhnlich ist mit dem Glauben an Gott. Die Unmöglichkeit des Beweisens und Begreifens, dass das großartige über alle Maßen herrliche Weltall ebenso wie der Mensch zufällig geworden ist, scheint mir das Hauptargument für die Existenz Gottes. Charles Darwin (1809-1882), englischer Naturforscher, Begründer der Evolutionstheorie
Über allem stehe die Ehre Gottes, der das große Universum schuf, das der Mensch und seine Wissenschaft in tiefer Ehrfurcht von Tag zu Tag weiter durchdringe und erforsche. Die gelegentlich gehörte Meinung, dass wir im Zeitalter der Weltraumfahrt so viel über die Natur wissen, dass wir es nicht mehr nötig haben, an Gott zu glauben, ist durch nichts zu rechtfertigen. Bis zum heutigen Tag hat die Naturwissenschaft mit jeder neuen Antwort wenigstens drei neue Fragen entdeckt. Nur ein erneuerter Glaube an Gott kann die Wandlung herbeiführen, die unsere Welt vor der Katastrophe retten kann. Wissenschaft und Religion sind dabei Geschwister, keine Gegensätze. Werner von Braun (1912-1977), deutscher Physiker, Raketen- und Raumfahrttechniker
Eine Religion, die sich vor der Wissenschaft fürchtet, schändet Gott und begeht Selbstmord. Ralph Waldo Emerson (1803-1882), amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph
Ich glaube um zu erkennen. Anselm von Canterbury (1033-1109), scholastischer Philosoph und Theologe
Zwei Wahrheiten können sich nie widersprechen. Galileo Galilei
Ich werde nie glauben, dass Gott mit der Welt Würfel spielt.
Mag die geistige Kultur nur immer fortschreiten, mögen Naturwissenschaften in immer breiterer Ausdehnung und Tiefe wachsen und der menschliche Geist sich erweitern, wie er will: über die Hoheit des Christentums, wie es in den Evangelien schimmert und leuchtet, wird er nicht hinauskommen. Johann Wolfgang von Goethe
Moralische Ordnung
Es ist höchste Weisheit, an einen Gott zu glauben, der straft und belohnt (am Sterbetag)
Wenn Gott nicht existierte, so wäre alles erlaubt. Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter (Nichts ist wahr, alles ist erlaubt. Friedrich Nietzsche)
Die Vernunft entrüstet sich bei dem Gedanken, all das dem Zufall zuzuschreiben. Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit Bewunderung und Ehrfurcht: der gestirnte Himmel über uns und das moralische Gesetz in uns. Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph
Es gibt keine Liebe, außer in Gott. Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller; Existentialist Wenn kein Gott existierte, müsste man ihn erfinden; doch er existiert! Die ganze Natur ruft es uns zu. Voltaire (François Maie Arouet, 1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer
Der Glückliche bedarf des Glaubens, um nicht übermütig zu werden, der Nichtglückliche aber als Halt und der Unglückliche, um nicht zu unterliegen. Wilhelm Friedrich von Humboldt (1767-1835), deutscher Philosoph und Sprachforscher, preußischer Minister und Erziehungsreformer
Ich bekenne, dass ich, nachdem ich 60 Jahre Erde und Menschen studiert habe, keinen anderen Ausweg aus dem Elend der Welt sehe als den von Christus gewiesenen Weg. Es ist unmöglich, dass die Erde ohne Gott auskommt. George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Nobelpreis für Literatur 1925
Die Religion, die nur auf Theologie gebaut ist, kann niemals etwas Moralisches enthalten. Imanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph
Theologie: Ein Versuch von Gott los zu kommen, indem man alles erklärt.
Freiheit und Bindung
Was Jesus begründete, und was für alle Zeiten von ihm bleiben wird, ist die Lehre von der Freiheit der Seele. Ernest Renan (1823-1892), französischer Orientalist, Religionshistoriker Der Mensch ist für eine freie Existenz gemacht, und sein innerstes Wesen sehnt sich nach dem Vollkommenen, Ewigen und Unendlichen als seinem Ursprung und Ziel. Matthias Claudius (1740-1815), deutscher Dichter
Die innere Freiheit ist eine Frucht, die in der Religion lebt. Bernardo Lopez Garcia
Der Gütige ist frei, auch wenn er ein Sklave ist. Der Böse ist ein Sklave, auch wenn er ein König ist. Aurelius Augustinus (354-430), abendländischer Kirchenvater
Wir können nicht leben ohne Gott als erreichte und zugleich programmierte Summe der tiefsten menschlichen Erfahrungen und Sehnsüchte. Wir können nicht leben ohne Gott, der vor einer egoistisch-individualistischen Reduktion des Menschen bewahrt. Milan Machovec, tschechischer Marxist, Professor
Wenn in der Seele nicht erfahrungsgemäß höchste Werte lägen, so würde mich die Psychologie nicht im geringsten interessieren, da die Seele dann nichts als ein armer Dunst wäre... ich habe die Tatsachen vorgelegt, die beweisen, dass die Seele 'naturaliter religiosa' ist. Carl Gustav Jung (1875-1961), schweizerischer Psychoanalytiker und Begründer der analytischen Tiefenpsychologie
Im Herzen eines jeden Menschen befindet sich ein von Gott geschaffenes Vakuum, das durch nichts Erschaffenes erfüllt werden kann als allein durch Gott, den Schöpfer, so wie er sich in Christus offenbart. Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker
Das Unersättliche kann sich nur ans Unerschöpfliche wenden. Paul Claudel (1868-1955), französischer Dichter
Nicht einer ist unter uns, der nicht den Keim zu einem Heiligen, aber auch zu einem Verbrecher in sich trüge. Dominique Larcordaire (Jean-Baptiste-Henri Lacordaire, 1802-1861), französischer Dominikaner
Die Botschaft jeder Religion lautet, dass der Mensch nicht wirklich Mensch ist, wenn er nicht seinen Schöpfer preist. Mahatma Gandhi (Mohandas Karamchand G. 1869-1948) indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes
Ich denke, wenn ich einmal ein ernster Christ werde, dann werde ich mich am meisten darüber schämen, dass ich dies nicht früher geworden bin, sondern erst alles andere habe versuchen wollen. Søren Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller
Gott hat den Menschen mit der Willenskraft und Vernunft ihr Schicksal in die Hand gelegt. Adalbert Stifter
Der Unterschied zwischen Freiheit und Freiheiten ist so groß wie zwischen Gott und Göttern. Ludwig Börne
Leid
Nicht das ist der Triumph des Glaubens, dass er das Leiden aufhebt, sondern dass er es in ein höheres Gelingen einbezieht. Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer Theologe und Geologe
Das Leiden in der Welt ist durch Christus nicht kleiner geworden, aber es ist durch ihn sinnvoll geworden. Max Thürkauf, deutscher Physiker
Der Schmerz vereint wieder mit Gott.
Der Gottesglaube ist keine Versicherung gegen
Gott schickt am End uns Leiden, auf dass uns diese Welt, wenn wir nun von ihr scheiden, nicht mehr so mächtig hält. Justinus Kerner
Die Verzweiflung schickt uns Gott nicht, um uns zu töten, er schickt sie uns, um neues Leben in uns zu erwecken. Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter, Glasperlenspiel
Der Glaube bringt genug Licht für diejenigen, die glauben wollen, und genug Schatten, um diejenigen mit Blindheit zu schlagen, die es nicht wollen. Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker
Gott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei, aber er hilft uns hindurch. J. A. Bengel
Wenn Gott ein Geschenk macht, verpackt er es oft in eine Krise. unbekannt
Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große, segnende Macht gibt. Martin Luther King (1929-1968), amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenprediger
Alles Leid, aller Tod sind stellvertretend und dienen eben damit dem Leben; ohne Schmerz und Tod keine Höherentwicklung. M. Scheler
Erst in der Nacht sieht man die Sterne. Chiara Lubich
Die Kraft der Seele wächst und festigt sich in dem Maße, als man die Beschwerden mit Geduld erträgt. Hl. Johannes vom Kreuz Von allen Punkten der Erde aus bewegen wir uns auf den Himmel zu. Doch der Weg dahin ist immer der des Kreuzes. Johannes XXIII.
Glaubensentwicklung
Unruhig ist unser Herz bis er ruht, o Gott, in dir. Aurelius Augustinus (354-430), abendländischer Kirchenvater
Gott ist so groß, dass er es wohl wert ist, ihn sein Leben lang zu suchen. Therese von Avila (1515-1582), spanische Mystikerin
Wer glaubt, ohne Suchen Gott finden zu können, der glaubt zuviel. Angelus Silesius (Johann Scheffler, 1624-1677), deutscher Dichter, Arzt, Priester
Wer Gott sucht, hat ihn bereits gefunden.
Sinnlich beginnt der Mensch, dann denkt er, endlich glaubt er. Ludwig Börne (Löb Baruch 1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat
Der Gläubige, der nie gezweifelt hat, wird schwerlich einen Zweifler bekehren. Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Erzählerin
Glaube und Zweifel bedingen einander wie Ein- und Ausatmen; sie gehören zusammen. Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter
Tief im Grunde der Seele glauben kann ein Mensch offenbar nur das, was er entweder in Kindheit und Jugend naiv und quasi ursprünglich in sich aufgenommen hat oder was ihm durch ein einmaliges, umwerfendes oder verletzendes Heilserlebnis zuteil geworden ist. Helmut Schmidt (1918-), deutscher Politiker, Altbundeskanzler Es ist nicht auszudenken, was Gott aus den Bruchstücken unseres Lebens machen kann, wenn wir sie ihm ganz überlassen. Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker
Denen, die Gott lieben, verwandelt er alles in Gutes, auch ihre Irrwege und Fehler lässt Gott ihnen zum Guten werden. Aurelius Augustinus
Meine Studien und Forschungen haben mich dahin gebracht, dass ich so ziemlich den Glauben eines bretonische Bauern habe; ich zweifle aber nicht: hätte ich noch weiter studiert und geforscht, so würde ich es bis zum Glauben einer bretonischen Bäuerin bringen." Louis Pasteur (1822-1895), französischer Chemiker und Bakteriologe
Gott wohnt, wo man ihn einlässt. Martin Buber (Mordechai, 1878-1965), jüdischer Religionsforscher und Religionsphilosoph
Der Mensch kann nicht leben ohne ein dauerndes Vertrauen zu etwas Unzerstörbaren in sich, wobei sowohl das Unzerstörbare, als auch das Vertrauen dauernd verborgen bleiben können. Eine der Ausdrucksmöglichkeiten dieses Verborgenseins ist der Glaube an einen persönlichen Gott. Franz Kafka (1883-1924), östereichischer Schriftsteller
Nur wer liebend aus dem Kreis des Ichs heraustritt zu einem Du, findet das Tor zum Geheimnis des Seins. Gabriel Marcel (1889-1973), französischer Philosoph, Dramatiker und Kritiker
Wer den lebendigen Gott von Angesicht zu Angesicht sehen will, soll ihn nicht am leeren Firmament seiner Gedankenwelt suchen, sondern in der Menschenliebe. Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter
Wir müssen unseren Nächsten lieben, entweder weil er gut ist oder damit er gut werde. Augustinus
Die tätige Liebe ist der Ort der Erfahrung Gottes. Ladislaus Boros
Die Einsamkeit ist das Audienzzimmer Gottes. Phil Bosmans
In den Augen aller Menschen wohnt eine unstillbare Sehnsucht. In allen wohnt der gleiche Funke unstillbaren Verlangens, das gleiche heimliche Feuer, der gleiche tiefe Abgrund... Ernesto Cardenal
Mensch, denkst Du Gott zu schauen, dort oder hier auf Erden, so muss dein Herz zuvor ein reiner Spiegel werden. Angelus Silesius
Gottvertrauen
Aus Gottes Hand empfing ich mein Leben, unter Gottes Hand gestalte ich mein Leben, in Gottes Hand gebe ich mein Leben zurück. Aurelius Augustinus (354-430), abendländischer Kirchenvater
Wir gehen nie allein. Gott geht alle Wege mit. Alfred Delp (1907-1945), katholischer Priester, in KZ ermordet
Halte dich fest an Gott. Mache es wie der Vogel, der nicht aufhört zu singen, auch wenn der Ast bricht. Denn er weiß, dass er Flügel hat. Johannes Bosco (1815-1888), italienischer Priester und Sozialpädagoge
Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt in tausend Stücke zerbräche, ich würde heute noch einen
Der Glaube ist ein großes Gefühl von Sicherheit für die Gegenwart und Zukunft, und diese Sicherheit entspringt aus dem Zutrauen auf ein übergroßes, übermächtiges und unerforschliches Wesen. Auf die Unerschütterlichkeit des Zutrauens kommt es an. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter
Willst Du glücklich leben, hasse niemanden und überlasse die Zukunft Gott. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter
Gott nimmt uns an, weil er uns liebt, und nicht wegen irgendeines Wortes, das wir sagen, oder irgendeiner Handlung, die wir vollbringen. Paul Johannes Tillich (1886 - 1965), deutsch-US-amerikanischer evangelischer Theologe und Religionsphilosoph, 1962 Friedenspreis des deutschen Buchhandels
Sorge nicht, wohin dich der einzelne Schritt führt; nur wer weit blickt, findet sich zurecht. Dag Hammarskjöld (1905-1961), schwedischer Politiker, Generalsekretär der UN
In dem Augenblick, als ich Gott die Hand gab und ja zu ihm sagte, wurde mir der Sinn meines Lebens klar. Dag Hammarskjöld (1905-1961), schwedischer Politiker, Generalsekretär der UN
Ich weiß nicht, wohin Gott mich führt, aber ich weiß, dass er mich führt. Gorch Fock (Hans Kinau, 1880-1916), deutscher Schriftsteller
Meine Vergangenheit kümmert mich nicht mehr. Sie gehört dem göttlichen Erbarmen. Meine Zukunft kümmert mich noch nicht. Sie gehört der göttlichen Vorsehung. Was mich kümmert, und was mich fordert, ist das Heute, das gehört der Gnade Gottes und der Hingabe meines Herzens, meines guten Willens. Franz von Sales (1567-1622), französischer Theologe und Schriftsteller
Das Glück des Menschen beruht darauf, dass es für ihn eine undiskutierbare Wahrheit gibt.
Als unverlierbaren Kinderglauben habe ich mir den an die Wahrheit bewahrt. Ich bin zuversichtlich, dass der aus der Wahrheit kommende Geist stärker ist als die Macht der Verhältnisse. Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph
Alle Eventualitäten des Lebens werden "vorgesehen", nach Häufigkeit und Wichtigkeit berechnet und unschädlich gemacht. Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph, Ende der Neuzeit, 1950, 102
In der Nachfolge Jesu Christi kann der Mensch in der Welt von heute wahrhaft leben, handeln, leiden und sterben: in Glück und Unglück, Leben und Tod gehalten von Gott und hilfreich den Menschen. Hans Küng (1928-), schweizerischer katholischer Theologe
Geheimnis des Glaubens: im Tod ist das Leben. Lothar Zenetti (1926- ), katholischer Priester, Dichter, Schriftsteller und Aphoristiker
Das Einzige, das bleibt, ist die Liebe, die wir empfangen haben oder geben konnten. Jörg Zink, deutscher Theologe
Es macht den Wert und das Glück des Lebens aus, in etwas Größerem aufzugehen, als man selbst ist. Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer Theologe und Geologe
In der Schule lernen wir die Beugung: ich, du, er, sie, es. In der christlichen Grammatik sieht die Reihenfolge prinzipiell anders aus: an erster Stell ER, an zweiter Du, an dritter Ich. Reinhold Ruthe
Halte dich an Gott. Mache es wie der Vogel, der nicht aufhört zu singen, auch wenn der Ast bricht. Denn er weiß, dass er Flügel hat. Don Bosco
Heilung bedeutet, dass der Mensch erfährt, was ihn trägt, wenn alles andere aufhört, ihn zu tragen.
Meine Sache ist es, an Gott zu denken; Gottes Sache ist es, an mich zu denken. Simone Weil
Weil Gott weiss, was morgen ist, brauchen wir heute keine Angst zu haben. Heinrich Giesen
Glaubenskraft
Ein Mensch, der glaubt, ist so stark wie neunundneunzig andere, die nur Interesse haben. John Stuart Mill (1806-1873), britischer Philosoph und Nationalökonom
Dem Menschen einen Glauben zu schenken, heißt seine Kraft verzehnfachen. Gustave Le Bon (1841-1931), französischer Pilosoph und Sozialwissenschaftler, Begründer der Massenpychologie
Ich spüre einen sicheren Hintergrund und ich sehe ein sicheres Ziel. Mir ist in diesem Jahre Christus neu geboren. Hans Scholl (1918-1943), deutscher Widerstandskämpfer, Gründer der Weißen Rose, von Nazis ermordet
Ich glaube an Gott, so wie ein Blinder an die Sonne glaubt, nicht weil er sie sieht, sondern weil er sie fühlt. Phil Bosmans (1922-), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller
Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Antoine de Saint-Exupéry (Marie Roger Graf von S.-E., 1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger
Wer gesammelt in der Tiefe lebt, der sieht auch die kleinen Dinge in großen Zusammenhängen. Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin aus jüdischer Familie, Ordensschwester, Ermordung im KZ, heilig gesprochen
Wir können Gott mit dem Verstande suchen, aber finden können wir ihn nur mit dem Herzen. Josef von Eötvös
Es gibt keine Wunder für den, der sich nicht wundern kann. Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Erzählerin
Sprich mir schweigend von Gott. Simone Weil (1909 - 1943), französische Philosophin und Verfasserin religiöser Schriften
Religion ist das unaufhörliche Zwiegespräch der Menschheit mit Gott. Kunst ist ihr Selbstgespräch. Franz Werfel (1890-1945), tschechischer Schriftsteller
Das vollkommenste, was die Natur bis jetzt hervorgebracht hat, ist der Mensch. Doch der Mensch ist gleichfalls unvollständig und unfertig, und auch ihn drängt es zur höchsten Perfektion: es drängt ihn zu Gott. Ernesto Cardenal (1925-), katholischer Priester und Politiker
Meine Religion besteht in einer demütigen Beziehung zu einer unbegrenzten geistigen Macht, die sich selbst in den kleinsten Dingen zeigt. Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger
Was dich am meisten zur Höhe trägt, ist die Geduld mit dir selbst. Franz von Sales (1567-1622), französischer Theologe und Schriftsteller
Der Glaube ist ein besserer Ratgeber als die Vernunft. Die Vernunft hat Grenzen, der Glaube keine. Blaise Pascal
Vorstellungen von Gott
Christus ist nicht in die Welt gekommen, dass wir ihn begriffen, sondern dass wir uns an ihn klammern, dass wir uns einfach von ihm hinreißen lassen in das ungeheure Geschehen der Auferstehung. Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet
Dass Gott gekreuzigt wird, dass man ihn kann verwunden! Dass er die Schmach verträgt, die man ihm angetan! Dass er solche Angst aussteht! und dass er sterben kann! Verwundere dich nicht, die Liebe hats erfunden! Angelus Silesius (Johann Scheffler, 1624-1677), deutscher Dichter, Arzt, Priester
Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geborn, Und nicht in dir; du bleibst verlorn. Angelus Silesius (Johann Scheffler, 1624-1677), deutscher Dichter, Arzt, Priester
In jedem Menschen kann mir Gott erscheinen. Novalis (Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg 1772-1801), deutscher Dichter
Um Gott zu finden und zu erahnen, werden wir ihm in unseren Mitmenschen begegnen müssen. Franz König (1905-), österreichischer Theologe und Religionswissenschaftler, Kardinal von Wien
Will man fragen nach den tiefen Geheimnissen Gottes, so frage man nach dem ärmsten Menschen, der mit Freude arm ist aus Liebe zu Gott, der weiß von den Geheimnissen Gottes mehr als der weiseste Gelehrte. Albertus Magnus (1200-1280), deutscher Naturforscher, Philosoph und Theologe
Gott ist nicht gekommen, um die Dinge leichter zu machen. Jean Anouilh (1910-1987), französischer Dramatiker
Gott wäre nicht gerecht, wenn er keinen Unterschied machte zwischen denen, die ihm dienen, und denen, die ihn beleidigen. Jean-Marie-Baptiste Vianney (1786-1859), katholischer französischer Pfarrer, Hl. Pfarrer von Ars
Gott ist uns näher als wir uns selbst sind. Augustinus Aurelius (354-430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater und Heiliger
Allmacht und Größe
Allwissenheit ist das Auge, Güte das Herz, Wahrheit der Mund, Allmacht die Hand Gottes.
Dieses Ungeheure, Personifizierte, tritt uns als ein Gott entgegen, als Schöpfer und Erhalter, welchen anzubeten und zu preisen wir auf alle Weise aufgefordert sind. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter
Die Sonne ist nur ein Schatten Gottes. Michelangelo (Michehelagnioni Bounarroti, 1475-1564), italienischer Bildhauer, Maler, Baumeister und Dichter
Das Universum ist ein Gedanke Gottes. Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter
Der Mensch soll sich nicht genügen lassen an einem gedachten Gott; denn, wenn der Gedanke vergeht, vergeht auch der Gott. Man soll vielmehr einen wesenhaften Gott haben, der weit erhaben ist über die Gedanken der Menschen und aller Kreaturen.
Nur Gott kann ohne Gefahr allmächtig sein. Alexis de Tocqueville (1805-1859), französischer Schriftsteller
Der Mensch ist das Geschöpf, das "nach oben" gewandt ist, das Geschöpf mit dem ahnungsvollen Wissen von der vierten und unendlichen Dimension, die man Gott nennt. Luise Rinser (1911-), deutsche Schriftstellerin
Materie an sich gibt es nicht, es gibt nur den belebenden, unsichtbaren, unsterblichen Geist als Urgrund der Materie ...., den ich nicht scheue, Gott zu nennen. Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie
Was wir Zufall nennen, ist vielleicht die Logik Gottes. Georges Bernanos (1888-1948), französischer Dichter
Gott ist kein Politiker. Fritz Hochwälder (1911-1986), österreichischer Schriftsteller
Allwissenheit ist das Auge, Güte das Herz, Wahrheit der Mund, Allmacht die Hand Gottes. Johann Michael Sailer
Gott hilft uns, indem er andere dazu veranlasst, uns zu helfen. Harold S. Kushner
Die Engel offenbaren sich - aber nur jenen, die sie lieben und anrufen. Kardinal Charles Journet
Wer mit den Engeln zu leben vermag, lebt anders als der, dem dieser Trost versagt ist. Ohne die Engel sind wir um viele Gotteserfahrungen ärmer.
Käme kein Engel mehr, dann ginge die Welt unter. Solange Gott die Erde trägt, schickt er seine Engel. Die Engel sind älter als alle Religionen - und sie kommen auch noch zu den Menschen, die von Religion nichts mehr wissen wollen. Claus Westermann
Jedem, der an den Herrn glaubt steht ein Engel zur Seite, wenn wir ihn nicht durch unsere bösen Werke vertreiben. Der Engel behütet dich von allen Seiten und lässt nichts unbeschützt Heiliger Basilius
Gott ist das Unendliche im Endlichen, die Transzendenz in der Immanenz und das Absolute im Relativen!
Die Liebe weckt das Begehren, das Verlangen. Dass Erkennen hingegen legt keinen einzigen Gedanken hinzu, vielmehr löst es ab und trennt sich ab und läuft vor und berührt Gott, wie er nackt ist, und erfasst ihn einzig in seinem Sein. Meister Eckehart
Unbegreiflichkeit
Der Glaube lässt uns begreifen, dass es etwas Unbegreifliches gibt.
Gott ist die Überwältigung unseres Inneren durch die Unendlichkeit. Die Kapitulation des menschlichen Begriffsvermögens vor der Welt. Christian Morgenstern (1871-1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer
Vergib mir, dass ich so gern schweige, wenn von einem göttlichen Wesen die Rede ist. Die Leute traktieren Gott, als wäre das unbegreifliche, gar nicht auszudenkende Wesen nicht viel mehr als ihresgleichen.
Je mehr ich mich anstrenge, sein unendliches Wesen zu durchschauen, desto weniger begreife ich es. Er ist, aber das ist mir genug. Je weniger ich ihn begreife, um so mehr bete ich ihn an. Ich demütige mich vor Gott und sage: Du Wesen der Wesen! Ich bin, weil du bist. Ich hebe mich empor zu deinem Urquell, wenn ich ohne Unterlass dein gedenke. Der würdigste Gebrauch meiner Vernunft ist, sie vor dir zu vernichten. Jean-Jaques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller
Die Rätsel Gottes sind befriedigender als die Lösungen der Menschen. Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller
Gott gibt die Nüsse, aber er knackt sie nicht auf. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter
Was können wir über Gott sagen? Nichts. Was können wir Gott sagen? Alles. Marina Zwetajewa
Was Gott an und für sich ist, wissen wir so wenig als ein Käfer weiß, was ein Mensch ist. Ulrich Zwingli (1484-1531), schweizerischer Reformator
Es gibt nur Eine, alle Determination und Negation von sich ausschließende, unendliche Substanz, welche Gott genannt wird und das Eine Sein in allem Dasein ist. Baruch de Spinoza
Gott widerspricht sich nicht. Deshalb nicht, weil in ihm die Widersprüche zusammenfallen. Reinhold Schneider (1903-1985), deutscher Schriftsteller, Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Die Gottheit lässt sich nicht photographieren. Die Wissenschaft bedauert dies sehr. Emil Nolde (1867-1956), deutscher Maler
Gott handelt im Gegensatz zu allen menschlichen Erwartungen. Er handelt überraschend, unerwartet, paradox. Paul Johannes Tillich (1886 - 1965), deutsch-US-amerikanischer evangelischer Theologe und Religionsphilosoph, 1962 Friedenspreis des
Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen.
Das Geheimnis Christi geht den Schlichten und Ehrlichen auf. Giuseppe Nebiolo
Gott vermag mehr zu bewirken, als der Mensch begreifen kann. Thomas von Kempen, auch Thomas a Kempis (Thomas Hemerken, 1379/80 - 1471), holländischer Augustinermönch und Prediger
Gott kommt nicht, wenn wir es möchten, aber er kommt rechtzeitig. Tennessee Williams, amerikanischer Dramatiker
Wenn Gott seine Wundermacht allen Augen offenbarte, hätte kein Mensch mehr die Wahl; denn alle würden wissen. Damit den Menschen die Wahl verbleibe, kleidet Gott sein tun in den Wandel der Natur. Baruch von Mesbitz (18.Jh., Buber)
Bibel und Gebet
Sie enthält diese alte, ehrwürdige Urkunde, die tiefste und erhabenste Weisheit und stellt Resultate auf, zu denen alle Philosophie am Ende doch wieder zurück muss. Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), deutscher Philosoph
Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie kritisieren, sondern dazu, dass sie uns kritisiert.
Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten mit den Bibelstellen, die sie nicht verstehen. Ich für meinen Teil muss zugeben, dass mich gerade diejenigen Bibelstellen beunruhigen, die ich verstehe. Mark Twain (Samuel Langhorne Clemens, 1835-1910), amerikanischer Schriftsteller
Das Evangelium ist nach wie vor ein "Zeichen zum Widerspruch". Papst Johannes Paul II.
Bertolt Brecht, nach seinem Lieblingsbuch gefragt, antwortete: Sie werden lachen - die Bibel. Bertolt Brecht (1998-1956), deutscher Schriftsteller
Kein Buch der Welt hat schon so viele Kritiker gehabt und keines ist, wie die Bibel, allen ohne Ausnahme überlegen geblieben. Hilty
Die Schrift hat Stellen genug, um alle Stände zu trösten und alle Stände zu erschrecken. Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker
Um sein Ziel zu erreichen, zitiert selbst der Teufel aus der Bibel.
Nirgendwo habe ich stärkere Worte gefunden als in den Psalmen. Swetlana Stalin (Tochter Stalins)
Ihr Christen habt in eurer Obhut ein Dokument mit genug Dynamit in sich, die gesamte Zivilisation in Stücke zu blasen, die Welt auf den Kopf zu stellen; dieser kriegszerrissenen Welt Frieden zu bringen. Aber ihr geht damit so um, als ob es bloß ein Stück guter Literatur ist, sonst weiter nichts. Mahatma Gandhi (Mohandas Karamchand G. 1869-1948) indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes
Ich glaube, dass die Bibel allein die Antwort auf alle unsere Fragen ist und dass wir nur anhaltend und demütig zu fragen brauchen, um die Antwort von ihr zu bekommen. Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe
Zehn Gebote, Bergpredigt etc.
Worüber ich mich immer wieder wundere ist dies: Es gibt auf der Welt über dreißig Millionen Gesetze, um die zehn Gebote durchzuführen. Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph Die Zehn Gebote Gottes sind deshalb so klar und verständlich, weil sie ohne Mitwirkung einer Sachverständigenkommission zustande gekommen sind. Charles de Gaulle (1890-1970), französischer General und Politiker, Staatspräsident
Wenn die Zehn Gebote der Zustimmung der Vereinten Nationen bedürften, wäre man höchstens beim Dritten angelangt.
Was gut ist, wissen wir, es steht in den Geboten. Aber Gott ist nicht nur in den Geboten, sie sind nur der kleinste Teil von ihm. Du kannst bei den Geboten stehen und kannst weit von Gott weg sein. Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter, Narziß und Goldmund
Sind nicht die größten Wahrheiten immer auch simpel? Die zehn Gebote zum Beispiel sind ja auch simpel und trotzdem bestehen sie schon seit Jahrtausenden. Andr Kostolany (1906-), amerikanischer Börsenkolumnist ungarischer Herkunft
Europa hat den weisen, kühnen und tapferen Widerstand Jesu von Nazareth als passiven Widerstand missdeutet, wie wenn es sich um die Tat eines Schwächlings handelte. Als ich das Neue Testament zum erstenmal las, fand ich nichts von Passivität oder Schwäche an Jesus in den Schilderungen, die die vier Evangelien von ihm geben. Mahatma Gandhi (Mohandas Karamchand G. 1869-1948) indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes
Wenn Ihr Land und das meinige aufgrund der Lehren zusammenkommen die von Christus in der Bergpredigt niedergelegt wurden, werden wir die Probleme gelöst haben, nicht nur diejenigen unserer Länder, sondern auch die der ganzen Welt. Mahatma Gandhi (Mohandas Karamchand G. 1869-1948) indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes
Gebet allgemein
Es gibt keine freie Gesellschaft ohne Stille, ohne einen inneren und äußeren Bereich der Einsamkeit, in dem sich individuelle Freiheit entfalten kann. A. Marcuse
Die sogenannte Gotteskrise ist eine Krise des Menschen. Nicht Gott ist in der Krise, sondern vielmehr der Mensch, der mit seiner Jagd nach Glück und Besitz, aber auch mit der Verweigerung der Anbetung Gottes immer mehr in Probleme kommt. Georg Eder, schweizerischer Erzbischof
Man kann auf die Dauer kein guter Christ sein ohne zu beten - sowenig man leben kann, ohne zu atmen. Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph
Das Reden mit Gott ist unvergleichlich wichtiger als das Reden über Gott. Hans Asmussen
Lebe, als würdest du 100 Jahre alt. Bete, als stürbest du morgen.
Über vieles, was uns bewegt, können wir uns nie ganz verständlich machen... Darüber kann ich nur mit Gott reden. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter
Das Gebet ist meiner Ansicht nach nichts anderes als ein Gespräch mit einem Freund, mit dem wir oft und gern allein zusammenkommen, um mit ihm zu reden, weil er uns liebt. Therese von Avila (1515-1582), spanische Mystikeri
Wie betest du? Du solltest zu Gott gehen wie ein kleines Kind. Ein Kind hat keine Schwierigkeiten, seine Gefühle in einfachen Worten auszudrücken, die so viel sagen. Mutter Theresa (Agnes Gonxha Bojaxhiu), albanische Ordneschwesterin unter den Armen in Indien, Friedensnobelpreisträgerin
Hundert oder mehr Jahre hat Europa bloß noch studiert und Fabriken gebaut! Sie wissen genau, wie viel Gramm Pulver man braucht, um einen Menschen zu töten, aber sie wissen nicht, wie man zu Gott betet, sie wissen nicht einmal, wie man eine Stunde lang vergnügt sein kann. Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter
Meine persönliche Überzeugung und Auffassung gipfelt in der Erkenntnis, dass die Menschheit der Kraft des Gebetes heute mehr bedarf als jemals zuvor in der Geschichte.
Gebete ändern nicht die Welt. Aber die Gebete ändern Menschen und Menschen ändern die Welt. Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph
Die unbequemste Art der Fortbewegung ist das Insichgehen. Karl Rahner (1904-984), deutscher katholischer Theologe, führender Dogmatiker und Religionsphilosoph
Von den meisten Menschen wird der liebe Gott als eine Art Kundendienst betrachtet, mit dem sie durch Gebete telefonieren.
Sage mir, zu wem du betest, wenn es dir gut geht, und ich will dir sagen, wie fromm du bist. Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker
"Wir können zu allen Zeiten beten" - ich weiß, wir können es, aber ich fürchte, dass diejenigen, die nicht zu bestimmten Stunden beten, überhaupt selten beten. C.H. Spurgeon
Es ist gut, dir täglich eine Viertelstunde zu widmen, auf den Knien, und wäre es nur, um sie für dich zu verlieren, man verliert noch andere. Und doch scheint uns nur die Zeit zu reuen, die wir dir schenken - als könnten wir nützliche Arbeit verrichten, ehe wir Jegliches von dir empfangen. Maurice Blondel (1861-149), französischer Philosoph
Wenn alle Wege verstellt sind, bleibt nur der Weg nach oben. Franz Werfel
Manche Menschen muss Gott erst auf den Rücken legen, damit sie nach oben schauen. Ernest Klassen
Der Christ des 21. Jahrhunderts wird ein Mystiker sein, oder er wird keiner sein! Karl Rahner (1904-984), deutscher katholischer Theologe, führender Dogmatiker und Religionsphilosoph
Gott sortiert Gebete sicherlich nicht nach Konfessionen. Johann Gottfried von Herder (1744-1803), deutscher Dichter
Schon der Wunsch zu beten ist ein Gebet. Georges Bernanos (1888-1948), französischer Dichter
Wer Gott anruft, der braucht kein Handy. Pater Madison alias Klaus Klages (1938-), deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger
Das Gebet ersetzt keine Tat, aber das Gebet ist eine Tat, die durch nichts ersetzt werden kann. Hans von Keler
Niemand unter den Sterblichen ist so groß, dass er nicht in ein Gebet eingeschlossen werden könnte. Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Schriftsteller und Regisseur
Erst das Schweigen tut das Ohr auf für den inneren Ton in allen Dingen, in Tier und Baum und Berg und Wolke. Romand Guardini
Wirkung des Gebets Das Werk, glaubt mir, das mit Gebet beginnt, das wird mit Heil und Sieg und Ruhm sich krönen. Heinrich von Kleist (1777-1811), deutscher Dramatiker und Erzähler Das Gebet ist der Schlüssel für den Morgen und der Türriegel für den Abend. Mahatma Gandhi (Mohandas Karamchand G. 1869-1948) indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes Das Gebet ist die Tür aus dem Gefängnis unserer Sorge. Hellmut Gollwitzer (1908-1993), deutscher evangelischer Theologe
Ein einziger dankbarer Gedanke gen Himmel ist das vollkommenste Gebet! Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung Wer sich als besserer Mensch vom Gebet erhebt, dessen Gebet ist erhört. George Meredith (1824-1900), englischer Schriftsteller
Das Gebet macht rein. Es ist eine Selbstpredigt. Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Dichter
Die Macht des Gebetes liegt in der Ruhe, die nach ihm auf unser Innerstes sich breitet. Gutzkow
Gott kommt nicht, wenn wir es möchten, aber er kommt rechtzeitig. Tennessee Williams (Thomas Lanier Williams, 1914-83), amerikanischer Dramatiker
Wenn ich auch nur einen einzigen Tag das Gebet vernachlässige, verliere ich viel vom Feuer des Glaubens. Martin Luther (1483-1546), Augustinermönch, deutscher Reformator
Ohne Kontemplation geht der Aktion bald der Atem aus, und ohne Aktion verträumt sich die Kontemplation.
Ein Asyl für jeden Kummer ist das Gebet. Johannes Chrysostomus (ca.344-407), griechischer Kirchenlehrer und Patriarch von Konstantinopel
Je öfter für jemand gebetet wird, desto mehr Segen liegt auf ihm, denn kein gläubiges Gebet wird unerhört bleiben, wenn den Menschen auch die Art der Erhörung verborgen ist. Gertrud die Grosse
Es ist keine größere Schande zu beten, als zu trinken und zu atmen. Der Mensch braucht Gott, wie er das Wasser und den Sauerstoff braucht. Alexis Carrel (1873-1944), französisch-amerikanischer Arzt und Naturforscher, Nobelpreisträger
Segen meint nicht die Erfüllung menschlicher Wünsche, sondern die Erfüllung der Verheißungen Gottes. Wolfgang Schumann
Wenn wir arbeiten, arbeiten wir, aber wenn wir beten, arbeitet Gott. A. J. Gordon
Wenn du bloß betest, so betest du für dich allein. Wenn du aber für alle betest, so beten alle für dich. Ambrosius Aurelius (um 340 - 397), deutscher Kirchenvater, Bischof von Mailand und Hymnendichter
Fürbitten heißt: jemanden einen Engel senden. Martin Luther (1483-1546), Augustinermönch, deutscher Reformator
Beten heißt: Aus verborgener Kraftquelle leben. Alexander Lowen, deutscher Arzt und Psychotherapeut
Wer alles auf den Dienst Gottes richtet, für den ist alles Gebet. Ignatius von Loyola (Iñigo Lopes de Loyola 1491-1556), spanischer Offizier, später Einsiedler, Gründer der Gesellschaft Jesu
Das Gebet ist die stärkste Form von Energie, die man erzeugen kann, so real wie die Schwerkraft. Dr. Alexis Carrel, Nobelpreisträger
Binde dich an das Gebet des Armen, und du wirst an Gott haften. Rabbi Jechiel Michal von Zloczow (18.Jh., Buber)
Meine persönliche Überzeugung und Auffassung gipfelt in der Erkenntnis, dass die Menschheit der Kraft des Gebetes heute mehr bedarf als jemals zuvor in der Geschichte. Wernher von Braun (1912-1977), amerikanischer Physiker und Raketeningenieur deutscher Herkunft
Mein jahrelanger Umgang mit Patienten hat mir gezeigt, dass eines der besten Schlafmittel das Gebet ist. Ich stelle dies nur in meiner Eigenschaft als Mediziner fest. Für die Menschen, die regelmäßig ein Gebet sprechen, ist es das beste und einfachste aller Beruhigungsmittel. Es besänftigt Geist und Nerven. Überlass alles Gott - lass los! Dr. Thomas Hyslop
Immer wieder hast du versucht, dich selbst anzunehmen, ohne so etwas wie Gott anzunehmen. Und nun erweist sich das als Unmöglichkeit. Er ist die Kraft, die dir helfen kann, anzunehmen. Das alles hast du erfahren. Und trotzdem sagst du, dass du nicht beten kannst. Du klammerst dich an eine Ohnmacht, die du für deine Persönlichkeit hältst, und dabei kennst du deine Ohnmacht so genau. Max Frisch
Sie ist nicht verloren die mit Gott gelebte Zeit. Von ihm gesäte Jahre wachsen in die Ewigkeit.
Praktiziertes Christsein
Hoffnung
Ohne ein Leben nach dem Sterben bleibt dieses Leben ein phantastischen Chaos, die Erde ein unbegreifliches Massengrab, und unser Geborensein ein Verbrechen, auf das die Todesstrafe gesetzt ist. Verstanden werden kann das Leben nur im Lichte der Ewigkeit.
Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter./ Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer./ Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht. Lothar Zenetti, katholischer Theologe
Hoffen heißt an das Abenteuer der Liebe glauben, Vertrauen zu den Menschen haben, den Sprung ins Ungewisse tun und sich ganz Gott überlassen. Augustinus Aurelius (354-430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater und Heiliger
Es gilt, sein Leben lang zu arbeiten, zu kämpfen und jeden Tag neu zu beginnen. Man muss nicht nur mit anderen Geduld haben, sondern auch mit sich selbst. Franz von Sales (1567-1622), französischer Theologe und Schriftsteller
Mein Leben beginnt jeden Morgen neu und endet jeden Abend; Pläne und Absichten darüber hinaus habe ich keine; das heißt, es kann natürlich zum Tagwerk gehören vorauszudenken, aber eine "Sorge" für den kommenden Tag darf es nie sein. Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin aus jüdischer Familie, Ordensschwester, Ermordung im KZ, heilig gesprochen
Glaube ist die schon realisierte Utopie. Eugen Biser, deutscher Theologe
Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zum Kämpfen Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.
Wo der Glaube ist, da ist auch Lachen. Martin Luther (1483-1546), Augustinermönch, deutscher Reformator
Humor ist der Bruder des Glaubens. Martin Buber (Mordechai, 1878-1965), jüdischer Religionsforscher und Religionsphilosoph
Gott hat dem Menschen die Phantasie gegeben, damit er darüber hinwegsehen kann, was er nicht ist und den Humor, damit er ertragen kann, was er ist.
Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können.
So ist der Mensch ein Geschöpf der Mitte, aber nicht eines, das in der Mitte beschlossen, endgültig ruht, sondern eines, das aus der Mitte nach oben strebt, das aus der Spannung vom unbefriedigenden Wirklichen zum möglichen Besseren lebt. Friedrich Dessauer (1881-1962), deutscher Biophysiker und Philosoph
Hoffen heißt: die Möglichkeit des Guten erwarten; die Möglichkeit des Guten ist das Ewige.
Lasst uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt. Alfred Delp (1907 - 1945 hingerichtet), deutscher Theologe, Mitglied des Kreisauer Kreises
Das Christentum ist bei den meisten keine Inbrunst mehr, sondern eine bequeme Gewohnheit. Sören Kierkegaard (1813-55), dänischer Theologe und Philosoph
Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen. Aurelius Augustinus (354-430), abendländischer Kirchenvater
Nur radikales Christentum ist normales Christsein. Es geht um Hingabe, nicht um einen Flirt. Wolfram Kopfermann
Früher einmal waren wir Christen der Thermostat der Gesellschaft. Jetzt sind wir bestenfalls noch ihr Thermometer. Dom Helder Camara (1909-), brasilianischer katholischer Theologe, Erzbischof
Gläubige Menschen sind glückliche Menschen. Paul Claudel (1868-1955), französischer Dichter
Ich erkläre mit Stolz, dass ich gläubig bin. Ich glaube an die Macht des Gebetes. Ich glaube nicht nur als gläubiger Katholik, sondern auch als Wissenschaftler. Guglielmo Marchese Marconi (1874-1937), italienischer Ingenieur und Physiker
Wer das Wasser in der Wüste kennt und es verschweigt, der ist schuld, wenn Sterbende es übersehn. Wer im Moor die festen Wege kennt und sie nicht zeigt, der ist schuld daran, wenn andre untergehen. Manfred Siebald, evangelischer deutscher Liedermacher
Was einen Menschen zum Christen macht, ist weder die intellektuelle Billigung gewisser Ideen noch die Anpassung an bestimmte Vorschriften, sondern das Erfülltsein von einem gewissen Geist und eine gewisse Lebensführung. Prof. John Baillie
Die Freude finden wir nicht in den Dingen, sonder in der Tiefe unserer Seele. Theresia von Lisieux
Es ist der tiefste Sinn des Lebens, sich in Wahrheit und Liebe für Gott zu verzehren, wie die Kerze in Licht und Glut. Romano Guardini Mut
Tritt ein für deines Herzens Meinung und fürchte nicht der Feinde Spott, bekämpfe mutig die Verneinung, so du den Glauben hast an Gott. Theodor Fontane
Ich werde meine Religion bekennen, weil ich eine habe, und ich werde sie öffentlich bekennen, weil ich das Herz dazu habe. Jean-Jaques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller
Die Göttlichkeit drückt sich aus durch den einzelnen, der dem Durchschnittsgeschmack zuwiderhandelt. Antoine de Saint-Exupéry (Marie Roger Graf von S.-E., 1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger
Ein Christ soll wenig Wort und viel Tat machen. Martin Luther (1483-1546), Augustinermönch, deutscher Reformator
Angst ist keine christliche Kategorie. Johannes XXIII., eigentlich Angelo Giuseppe Roncalli (1881 - 1963) Papst von 1958 - 1963
Alle Ängstlichkeit kommt vom Teufel. Der Mut und die Freundlichkeit ist von Gott. Novalis (Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg 1772-1801), deutscher Dichter
Die Macht der Bösen lebt von der Feigheit der Guten. Johannes Bosco (1815-1888), italienischer Priester und Sozialpädagoge
Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden Sören Kierkegaard (1813-1855), dänischer Theologe und Philosoph
Wenn jeder nur das akzeptieren kann, was ihm in den Kram passt oder was er für richtig hält, dann wird eine Sektenbildung in der Kirche kaum zu verhindern sein, und dann werden auch wir Katholiken von der Welt gestreichelt und gelobt werden als tolerant, weltoffen, modern, aufgeschlossen, anpassungsfähig, lernfähig, dialogbereit, und frei, bevor sie uns zu Staub zerreibt, der den Wind der Zeit nichts mehr entgegenzusetzen hat. Udo Borkner
Wenn an einer Wahrheit Ärgernis genommen wird, ist es nützlicher, das Ärgernis entstehen zu lassen, als auf die Wahrheit zu verzichten. Aurelius Augustinus de lib Arb.
Tatkraft
Bete, als ob alles von Gott abhinge, aber arbeite, als ob alles von dir abhinge. Francis Joseph Spellmann (1889-1967), amerikanischer katholischer Theologe, Erzbischof von New York
Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass Gott allein sich darum kümmert. Martin Luther King (1929-1968), amerikanischer Bürgerrechtler
Gott nimmt uns die Last des Lebens nicht ab, aber er gibt die Kraft zum Tragen. John Henry Newman
Gott gibt jedem Vogel seine Nahrung, wirft sie ihm aber nicht ins Nest.
Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst Du das Unmögliche. Franz von Assisi (Francesco d'Assisi, 181-1226), italienischer Ordensstifter
Ich weiß, dass Gott nie mehr von mir verlangen wird, als ich ertragen kann. Ich würde mir nur wünschen, er würde mir nicht gar so viel zutrauen.
Wenn du an Gott glaubst, wird er die Hälfte deines Werkes tun. Die zweite Hälfte. Cyrus Curtis
Bitte um Gottes Segen für Deine Arbeit. Erwarte aber nicht auch noch, dass er sie für Dich tut. Norbert Blüm (1935-), deutscher Sozialpolitiker, früherer Arbeitsminister
Wenn wir all das tun, was in unseren Kräften steht, dann tut Gott das Übrige. Arnold Janssen (1837 - 1909), deutscher Theologe und Stifter der Missionsgesellschaft des Göttlichen Wortes und der Steyler Missionsschwestern
Ohne innere Liebe ist alles äußere Tun nichts nütze. Was aber aus Liebe geschieht, das ist groß, das bringt reiche Frucht, so gering und ungeachtet es im Auge des Menschen immer sein mag. Denn auf der Waage Gottes wiegt das, was dich zum Tun treibt, ungleich mehr als die Tat selber. Thomas von Kempen, auch Thomas a Kempis (Thomas Hemerken, 1379/80 - 1471), holländischer Augustinermönch und Prediger
Tue erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst Du das Unmögliche! Franz von Assisi (Francesco d'Assisi, 181-1226), italienischer Ordensstifter
Man kann Gott nicht allein mit Arbeit dienen, sondern auch mit Feiern und Ruhen. Martin Luther (1483-1546), Augustinermönch, deutscher Reformator
Es gilt, eine Wahrheit zu finden, die Wahrheit für mich sein kann, die Idee zu finden, für die ich leben und sterben will. Sören Kierkegaard (1813-1855), dänischer Theologe und Philosoph
Mensch sein heißt Verantwortung fühlen, sich schämen beim Anblick einer Not, auch wenn man offenbar keine Mitschuld an ihr hat, stolz sein über den Erfolg der Kameraden, seinen Stein beitragen im Bewusstsein, mitzuwirken am Bau der Welt. Antoine de Saint-Exupéry (Marie Roger Graf von S.-E., 1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger
Das heute ist der einzige Tag, den du in der Hand hast, der Tag, um glücklich zu sein. Mach daraus deinen besten Tag. Phil Bosmans (1922-), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller
Die Freiheit und das Himmelreich gewinnen keine Halben. Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter (Walleinsteins Tod)
Viele feine Christen von uns verwechseln häufig Arbeitssucht mit Nachfolge. Sie wollen pausenlos dienen und glauben, wenn sie atemlos für ihn unterwegs sind, dass sie den Weg gehen, den er für uns bestimmt hat. Reinhold Ruthe
Im Bestreben, ein vollkommenes Werk zu gestalten, finden wir näher zu Gott. Michelangelo
Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen. Martin Luther King
Das Genie schenkt Gott, aber das Talent ist unsere Sache. Gustave Flaubert
Nächstenliebe
Lieben heißt einen anderen Menschen so sehen zu können, wie Gott ihn gemeint hat. Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter
Gott hat jedem Menschen etwas gegeben, womit er andere glücklich machen kann, Phil Bosmans (1922-), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller
Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand.
Wie der stille See seinen dunklen Grund in der tiefen Quelle hat, so hat die Liebe eines Menschen ihren rätselhaften Grund in Gottes Licht.
Die Liebe ist das Wohlgefallen am Guten; das Gute ist der einzige Grund der Liebe. Lieben heißt: jemandem Gutes tun wollen. Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph
Wer an seinem Nächsten vorübergeht, der geht auch an Gott vorüber. Martin Luther (1483-1546), Augustinermönch, deutscher Reformator
Der schönste Dank für Gottes Gaben besteht darin, dass man sie weitergibt.
Frage dich nur bei allem: Hätte Christus das getan? Das ist genug. Christian Morgenstern (1871-1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer
Die erste Frage soll nicht sein: Was kann ich von meinem Nächsten erwarten? sondern: Was kann der Nächste von mir erwarten? Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910), evangelischer Theologe, Begründer der Bodelschwingschen Anstalten in Bethel Seit ich nicht mehr mich selbst suche, führe ich das glücklichste Leben, das es geben kann. Theresia vom Kinde Jesu (Marie Françoise Thérèse Martin, 1873-1897), französische Karmelitin Religion ist Liebe und Versöhnung. Schon im Wort liegt es: Sie verbindet wieder, was getrennt war. Ludwig Börne (Löb Baruch 1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat
Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen. Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), schweizerischer Pädagoge und Sozialreformer
Wir haben gerade Religion genug, um einander zu hassen, aber nicht genug, um einander zu lieben. Jonathan Swift (1667-1745), irisch-englischer Schriftsteller und Satiriker
Man muss wohl über das Schlechte empört und fest entschlossen sein, sich niemals darauf einzulassen; dennoch muss man dem Nächsten gegenüber ganz mild bleiben. Franz von Sales (1567-1622), französischer Theologe und Schriftsteller
Der große Einwand, der gegen die christliche Religion erhoben werden kann, ist der, dass sie die Starken den Schwachen opfert. Wie sollte man aber nicht damit einverstanden sein, dass die Stärke benützt wird, um den Schwachen zu helfen? André Gide (1869-1951), französischer Schriftsteller
Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit. Martin Luther King (1929-1968), schwarzer amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer
Wahre Nächstenliebe ist mehr als die Fähigkeit zum Mitleid, sie ist die Fähigkeit zur Zuneigung. Martin Luther King (1929-1968), schwarzer amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer
Entscheide Dich stets für die Liebe! Wenn Du Dich ein für allemal dazu entschlossen hast, wirst Du die ganze Welt bezwingen. Die dienende Liebe ist eine ungeheure Kraft. Sie ist die allergrößte Kraft, und ihresgleichen gibt es nicht. Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart, der bedeutendste Mensch ist gerade der, der Dir gerade gegenüber sitzt, das notwendigste Werk ist stets die Liebe. Meister Eckhart (1260-1328), deutscher Dominikaner, Mystiker
Das Wort Selbst-Bestimmung sagt es auf verräterische Weise. Es hat das Selbst aus fast allen Zwängen und Normen befreit. Vorfahrt für das Individuum, das ist ein Triumph unserer Zeit. Wenn aber ein jeder sich selbst der Nächste ist, ist am Ende keiner mehr für den anderen da. Selbst-Verwirklichung wird dann für jene anderen, die sich selbst zu verwirklichen nicht die Kraft oder die Möglichkeiten haben und auf Hilfe angewiesen sind, zum Unwort unserer Zeit. Denn es steht für Egoismus und entpflichtet von Nächstenliebe und Solidarität. Günther von Lojewski
Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe. Das heißt: Je mehr wir lieben und uns hinzugeben fähig sind, desto sinnvoller wird unser Leben. Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter
Es ist leichter, alle zu lieben als einen. Die Liebe zur ganzen Menschheit kostet gewöhnlich nichts als eine Phrase; die Liebe zum Nächsten fordert Opfer.
Gott will keine Theoretiker des Glaubens, er will Praktiker der Liebe. Friedrich Hahn
Das Maß der Liebe ist die Liebe ohne Maß. Franz von Sales (1567-1622), französischer Theologe und Schriftsteller
Ein Christ sein heißt, das Unentschuldbare vergeben, weil Gott das Unentschuldbare uns vergeben hat. Charles Stapleton Lewis, englischer Schriftsteller
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht. Das notwendigste Werk ist stets die Liebe. Meister Eckehart, deutscher Dominikaner
Weich ist stärker als hart, Wasser stärker als Fels, Liebe stärker als Gewalt. Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter
Liebe! Und dann tue, was du willst. Augustinus
Liebe zum Nächsten ist der Schlüssel zur Lösung der Probleme unserer Welt. Martin Luther King
Den Nächsten lieben heißt, Gott in seinem Bilde lieben. Nikolaus von Cues
Denke immer, du wärst an den Nächsten, und der Nächste wäre an deiner Stelle, und du wirst nie unbillig urteilen. Franz von Sales
In der Verzeihung des Unverzeihlichen ist der Mensch der göttlichen Liebe am nächsten. Gertrud von le Fort
Achtung der Schöpfung
Liebet die ganze Schöpfung Gottes! Den großen Erdball und das kleine Sandkorn. Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter Es ist schwer, sich selbst zu verachten, ohne Gott in uns zu beleidigen. Georges Bernanos (1888-1948), französischer Dichter, Künder einer geistigen Erneuerung
Zeit: Gottes Art, Kredit zu geben. Ralph Boller
Ein neues Frühjahr zu erleben, halte ich jedes mal für eine Gnade Gottes. Helmuth von Moltke (1907-1945), deutscher Jurist, Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten Wenn ich jemanden für das Christentum gewinnen will, lasse ich ihn in meinem Hause wohnen. Cyrill von Alexandria, christlicher Theologe
Jeder hat sich da zu bewähren, wohin ihn Gott gestellt hat, nicht in einem fremden Nest. Theodor Fontane (1819-1898), deutscher Dichter hugenottischer Abstammung
Lasst uns so einfach wie möglich leben, dass wir haben zu geben! Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph
Je länger man lebt, desto deutlicher sieht man, dass die einfachen Dinge die wahrhaft größten sind. Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph
Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers - unsere Brüder. Franz von Assisi (Francesco d'Assisi, 181-1226), italienischer Ordensstifter
Das Wenige, das du tun kannst, ist viel - wenn du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst, sei es Mensch, sei es irgendeine Kreatur. Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph
Niemand zählt diese Morde der Ärzte, wie man vorzeiten die Morde der Inquisition nicht zählte, weil man des Glaubens war, sie würden zum Heil der Menschheit begangen. Leo Tolstoi (Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi, 1828-1910), russischer Dichter, Die Kreutzersonate
Wird das menschliche Leben an seinem Beginn einmal dem Belieben des Einzelnen preisgegeben, dann gibt es keinerlei logischen Grund mehr, dass die Gesellschaft künftig das Lebensrecht von Behinderten, unheilbar Kranken und "nutzlosen" Alten respektierte. Eine geschickte und fortdauernde Kampagne der Massenmedien, welche die öffentliche Meinung manipuliert, genügt dann, um morgen das ganze moralische Erbe wegzufegen, das uns das Evangelium gebracht hat und das die Grundlage der Zivilisation ist. Wir haben die Pflicht, gegen Wind und Wellen jene Verwirrung anzuprangern, die unaufhörlich gestiftet wird zwischen dem Recht, das eigene Leben in die Hände zu nehmen, und dem Recht, das Leben des anderen in die Hände zu nehmen. Leon-Joseph Suenens, Kardinal (1983)
Wie mögen wir halten die Zehn Gebot: Du sollst nicht töten! Du sollst nicht stehlen! Wenn uns nicht mahnet ein elftes Gebot: Du sollst kein lebendes Wesen quälen! Peter Rosegger
Je hilfloser ein Geschöpf ist, umso mehr Anspruch hat es, vom Menschen vor der Grausamkeit des Menschen beschützt zu werden. Mahatma Gandhi (Mohandas Karamchand G. 1869-1948) indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes
Selbstwertgefühl ist das Bewusstsein, dass der Mensch fundamentalen Wert besitzt, weil er von Gott nach seinem Bilde geschaffen wurde. Reinhold Ruthe
Gewissen und Verantwortung
Alles, was gegen das Gewissen geschieht, ist Sünde. Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph
Das Gewissen des Menschen ist das Denken Gottes. Victor Hugo (1802-1885), französischer Dichter
Gewissen ohne Gott
Der Gerechte lebt durch den Glauben - aber es ist gut, wenn er das Gewissen hinzufügt. Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph
Am Tage des Jüngsten Gerichts wird man uns nicht fragen, was wir gelesen, sondern was wir getan haben; nicht fragen, wie schön wir gesprochen, sondern wie fromm wir gelebt haben. Thomas von Kempen, auch Thomas a Kempis (Thomas Hemerken, 1379/80 - 1471), holländischer Augustinermönch und Prediger
Wenn es überhaupt eine Möglichkeit gibt, einen anderen Menschen positiv zu ändern, dann doch nur, indem man ihn liebt, und ihn so langsam sich wandeln hilft von dem, was er ist, zu dem hin, was er sein kann. Joseph Ratzinger (1927-), deutscher Theologe, Erzbischof von München und Freising
Nur wo die Mitte fest ist, da können Grenzen offen sein. Reinhold Schneider (1903-1985), deutscher Schriftsteller, Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Wehe dem, der eine Autorität sein will und sein soll, und er untergräbt die Autorität dessen, von dem er seine Autorität hat, und auf dem dieselbe beruht. Jeremias Gotthelf (Albert Bitzius, 1797 - 1854), schweizerischer Erzähler
Die Zeit drängt nicht, die Ewigkeit drängt. M. Bauer
Unser Zeitalter der Weltraumflüge und der Atomspaltungen fordert eine hohe Verantwortung von jedem Einzelnen; wir haben allen Grund zu beten, dass Gott uns die Kraft schenke, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Wernher von Braun (1912-1977), amerikanischer Physiker und Raketeningenieur deutscher Herkunft
Der Ruf zeigt das Urteil der Umwelt, das Gewissen das Urteil Gottes an. Sully Prudhomme
Wissen ohne Gewissen wird zur größten Gefahr für die Menschen. Victor Frederic Weisskopf
Wissen ohne Gewissen ist der Ruin der Seele. Don Bosco
Demut
Das Bewusstsein meiner Unzulänglichkeit erhält mich in der Einfachheit und erspart es mir, lächerlich zu werden. Johannes XXIII.
Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph
Demut ist die dem Menschen eigene Würde vor Gott. Gertrud von le Fort (1876-1971), deutsche Schriftstellerin Wo Demut ist, da ist steter Friede; wo aber der Stolz herrscht, da ist Eifersucht, da ist Zorn und eine ganze Hölle voll Unruhe. Thomas von Kempen, auch Thomas a Kempis (Thomas Hemerken, 1379/80 - 1471), holländischer Augustinermönch und Prediger
Besser gläubiges Unwissen als anmaßendes Wissen. Aurelius Augustinus (354-430), abendländischer Kirchenvater
Neid ist die Eifersucht darüber, dass sich Gott auch mit anderen Menschen außer uns beschäftigt. Ernst R. Hauschka (1926- ), deutscher. Aphoristiker
Gott nötig haben ist des Menschen höchste Vollkommenheit. Sören Kierkegaard (1813-1855), dänischer Theologe und Philosoph
Der Erfolg ist keiner der Namen Gottes. Martin Buber (Mordechai, 1878-1965), jüdischer Religionsforscher und Religionsphilosoph
Was der liebe Gott vom Gelde hält, kann man an den Leuten sehen, denen er es gibt.
Es trägt der rechte Christ den Glauben nicht am Rocke. Und hängt die Frömmigkeit nicht an die große Glocke. Molière (Jean Baptiste Poquelin, 1622-1673), französischer Komödiendichter und Schauspieler
Man kann Gott nur auf eigene Kosten lieben. Mutter Theresa (Agnes Gonxha Bojaxhiu), albanische Ordenschwesterin unter den Armen in Indien, Friedensnobelpreisträgerin
Es gibt keine wahre ärztliche Kunst ohne weltanschauliche demütige Bindung an Gott. Aus dieser Demut entspringt eine gewaltige Kraft, die wir haben müssen, um unseren Beruf ausüben zu können. Ernst Ferdinand Sauerbruch (1875-1951), deutscher Chirurg
Obwohl in mir der Wunsch ist, in Würde alt zu werden, weiß ich doch, dass jeder Tag der letzte sein kann. Anselm Grün, deutscher Benediktiner
Wer mit sich selbst nicht zufrieden sein kann, der kehrt gerne diese Unzufriedenheit gegen alle andern Leute statt gegen sich selbst. Jeremias Gotthelf (1797 - 1854), schweizerischer Erzähler
Es gibt keine großen Entdeckungen oder Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf der Welt gibt. Albert Einstein
Man kann mit einem Hirtenstab in der Hand heilig werden, aber ebenso gut auch mit einem Besen. Johannes XXIII., eigentlich Angelo Giuseppe Roncalli (1881 - 1963) Papst von 1958 - 1963
Sich keinen Fehler gestatten, sich keinen Fehler verzeihen ist weit schlimmer, als Fehler zu haben und mit Zweifeln zu leben. Sich keinen Fehler gestatten macht unbarmherzig - und gestattet selbst Gott nicht die Freude, barmherzig zu sein. Kyrilla Spiecker
Könnten nur die Gerechten gut schlafen, wäre Schlaflosigkeit die größte Plage der Menschheit. Gabriel Laub
Wichtig ist, dass der Dialog in großer Geduld, in gegenseitigem Respekt und vor allem in vollkommener Ehrlichkeit weitergeführt wird. Kardinal Joseph Ratzinger, FAZ 22.09.00
Wertevermitlung
Es geht beim Generationenvertrag nicht darum, ob die Jugendlichen von heute einmal in der Lage sein werden, die Alten von morgen zu ernähren, sondern darum, ob die Erwachsenen die Jugendlichen mit Glaubensinhalten ausreichend ernährt haben. Manfred Kock, deutscher Theologe, EKD-Ratsvorsitzender
Wenn diese (christlichen) Werte verschwinden, wächst eine Generation heran, die von allem den Preis kennt, aber von nichts den Wert. Johannes Rau, deutscher Bundespräsident
Wenn die Gesellschaft krankt ist, dann kann sie nur von der Familie aus geheilt werden. Joseph Freundorfer (1894-1963), katholischer Theologe, Bischof von Augsburg
Es gibt fünf Evangelien: Matthäus, Markus, Lukas, Johannes und das Leben der Christen. Viele Leute lesen nie die ersten vier. Ravi Zacharias, US-amerikanischer Theologe
Politik, die nicht Theologie oder Metaphysik, damit natürlich auch Moral in sich bewahrt, bleibt letzten Endes Geschäft. Max Horkheimer (1895-1973), deutscher Philosoph und Soziologe
Wir haben keine Geheimrezepte für das dritte Jahrtausend, wir müssen nichts Neues erfinden, sondern nur nicht aufhören, die alte Botschaft zu verkünden, weniger mit Worten als durch das liebevolle Zeugnis des Lebens. Franz König (1905-), österreichischer Theologe und Religionswissenschaftler, Kardinal
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Recht geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Verscheucht Gott aus den Herzen der Menschen, sagt den Kindern, die Sünde sei nur ein Märchen, das ihre Großeltern sich ausgedacht hätten, um sie lammfromm zu machen, gebt Schulfibeln heraus, in denen Gott nicht vorkommt und die Autorität verhöhnt wird, und dann wundert euch über das, was dabei herauskommt. Papst Johannes Paul I.
Wenn Du willst, dass Dein Nächster an Gott glaubt, dann lass ihn sehen, was Gott aus Dir gemacht hat Ralph Waldo Emerson (1803-1882), US-amerikanischer Geistlicher, Lehrer, Philosoph und Essayist
Christen sind berufen, nicht Zeitgenossen zu sein, sondern Fremdlinge in ihrer Welt. Joachim Beckmann
Seit zweitausend Jahren ist die christliche Zeitrechnung, doch wann werden wir beginnen, Christen zu sein? Raoul Follereau
Das Wenige, das wir vom Evangelium begreifen entfaltet sich in uns, sobald wir es, und sei es noch so schüchtern, weitergeben. Roger Schutz
Musik, die für Gottes Ohr bestimmt ist, ist wirkliche Musik. C.H. Spurgeon
Predigen ist die Kunst, Menschen zum Guten zu verführen. Billy Graham
Gebe Gott, dass nicht nur Liebe zur Freiheit, sondern gründliche Kenntnis der Menschenrechte alle Nationen durchdringe! Benjamin Franklin
Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig Albert Schweitzer Christliche Ehe und Familie
Einen Menschen zu lieben, heißt einwilligen mit ihm alt zu werden. Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller; Existentialist
Die Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man in die gleiche Richtung blickt. Antoine de Saint-Exupéry (Marie Roger Graf von S.-E., 1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger
Liebe ist das einzige, was wächst, wenn wir es verschwenden. Ricarda Huch (1864-1947), deutsche Erzählerin und Lyrikerin
Wer den anderen liebt, lässt ihn gelten, so wie er ist, wie er gewesen ist, wie er sein wird. Michael Quoist
Der hat immer etwas zu geben, dessen Herz voll ist von Liebe. Aurelius Augustinus (354-430), abendländischer Kirchenvater
Ich will Menschen bilden, die mit ihren Füßen in Gottes Erde, in die Natur eingewurzelt stehen, deren Haupt bis in den Himmel ragt, und in dem selben schauend liest, deren Herz beides, Erde und Himmel, das gestaltenreiche Leben der Erde und Natur und die Klarheit und den Frieden des Himmels, Gottes Erde und Gottes Himmel eint. Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782-1852), deutscher Pädagoge, Begründer des Kindergartens
Ich liebe die Kinder, sagt Gott, weil mein Bild in ihnen noch ungetrübt ist. Michael Quoist
Ein Kind ist ein Buch, aus dem wir lesen und in das wir schreiben können. Peter Rosegger (1843-1918), österreichischer Schriftsteller
Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein ganzes Leben lang aushalten Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Dichter
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Antoine de Saint-Exupéry (Marie Roger Graf von S.-E., 1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger
Wer einen Menschen liebt, setzt für immer seine Hoffnung auf ihn. Gabriel Marcel (1889-1973), französischer Philosoph, Dramatiker und Kritiker
Wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen; so wie Gott sie uns gab, so muss man sie haben und lieben. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter
Nichts, was das Leben lebenswert macht, kann man für Geld kaufen. Antoine de Saint-Exupéry (Marie Roger Graf von S.-E., 1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger
Wer Selbstverwirklichung in vollem Umfang will, muss auf Kinder verzichten. Kinder zu haben, ist immer eine Einschränkung der Selbstverwirklichung. Jedenfalls in dem Verständnis, wie es heute weithin herrscht. Ich bin der Überzeugung, dass es richtig verstanden anders ist. Dass Kinder geradezu zur Selbstentfaltung einen wesentlichen Beitrag leisten. Steffen Heitmann, deutscher Politiker
Das Kind hat das Recht auf Zwiesprache mit seinem Gott. Janusz Korczak (1878-1942), polnischer Arzt und Pädagoge, ging mit Kindern ins KZ
Versuche niemals jemanden so zu machen, wie du selbst bist! Du weißt es, und Gott weiß es auch, dass einer von deiner Sorte genug ist. Ralph Waldo Emerson (1803-1882), amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph
Der Friede der Welt muss in unserem Herzen, in unserem Hause den Ursprung nehmen. Reinhold Schneider (1903-1985), deutscher Schriftsteller, Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Jedes Kind bringt die Botschaft mit auf die Welt, dass Gott sich von den Menschen noch nicht hat entmutigen lassen. Rabindranath Tagore
Soziales Engagement
Es ist nicht so, dass der Einzelne nichts tun kann. Das ist eine Parole der Angst. Immer wird es auf den einzelnen Menschen ankommen, seinen Mut, seine Verständnisbereitschaft, seine Liebe und Güte. Franz König (1905-), österreichischer Theologe und Religionswissenschaftler, Kardinal von Wien
Gerechtigkeit schafft Frieden Pius XII. (Eugenio Pacelli, 1876-1985), Papst
Friede ist die Ruhe der Ordnung. Aurelius Augustinus (354-430), abendländischer Kirchenvater
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. Friedrich Christoph Oetinger (1702 - 1782), schwäbischer Theologe
Ich fahre fort, jeden Tag irgendein Samenkorn zu säen. Wenn es an der Zeit ist, werden ich oder andere es ernten. Johannes XXIII., eigentlich Angelo Giuseppe Roncalli (1881 - 1963) Papst von 1958 - 1963
Die Welt ist groß: Es gibt unzählige Wege, dem Herrn zu dienen. Es gibt auch einen für dich.
Als Gott die Welt erschuf, da schuf er den Mann und das Weib, nicht Herrn und Knecht, nicht Juden und Christen, nicht Arme und Reiche. Ludwig Börne (Löb Baruch 1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat
Die schlimmste Krankheit ist heute nicht Lepra oder Tuberkulose. Vielmehr ist es das Gefühl des Ungewolltseins, des Nicht Versorgtseins und des Verlassenseins.
Gemeinde ist das Zuhause eines Christen, aber nicht sein Kuschelsofa. Nicht da ist er im richtigen Kreis, wo er sich so wohl fühlt, sondern wo er dem Reich Gottes am besten dienen kann. H. und A. Rudolph
Wenn man sich heute damit begnügt, die heilige Messe zu feiern und von der Kanzel herab zu predigen, wird man niemanden retten. Joseph Cardijn, Begründer der christlichen Arbeiterjugend
Ein Scheckbuch lässt sich nicht in den Tod mitnehmen. Angesichts der Ewigkeit gilt eine einzige Währung: getane, gelebte Liebe. Dom Helder Camara (1909-), brasilianischer katholischer Theologe, Erzbischof
Geistige Erneuerung
Der christliche Name für Fortschritt ist Umkehr. Unbekannt
Die Erneuerung des Volkes muss eine Herzenserneuerung sein, eine Umwandlung des inneren Menschen. Diese Herzenserneuerung muss bestehen in einer gründlichen Abkehr von der Gottlosigkeit, vom reinen Diesseitskult und einer herzhaften Rückkehr zum Gottesglauben, zum Geist des Christentums. Rupert Mayer, katholischer Straßenprediger, "Apostel Münchens", von Nazis verfolgt
Der Versuch, Europa zum christlichen Glauben zu bekehren, ist gelungen. Der Versuch, Europa zur christlichen Moral zu bekehren ist misslungen. Europa und Amerika sind heute nicht die christlichsten, sondern die unchristlichsten Teile der Kulturmenschheit. Richard Nicolas Graf Coudenhove-Kalergi (1894-1972), Politiker und politischer Schriftsteller, Begründer der Paneuropa-Bewegung
Die gewöhnliche Überbeschäftigung des modernen Menschen in allen Gesellschaftskreisen hat zur Folge, dass das Geistige in ihm verkümmert. Albert Schweitzer
Lebenssinn
Ich habe einen Platz in Gottes Plan, auf Gottes Erde, den keiner anderer hat. John Henry Newman (1801 - 1890), englischer Theologe, anglikanischer Pfarrer, später katholischer Kardinal, bedeutender Publizist
Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Liebe und Güte, ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, dann hat sein Leben einen Sinn gehabt. Alfred Delp (1907 - 1945 hingerichtet), deutscher Theologe, Mitglied des Kreisauer Kreises
Ist es nicht seltsam, dass die Menschen so gern für ihre Religion fechten und so ungern nach ihren Vorschriften leben? Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus
Wenn der heilige Paulus heute lebte, würde er Journalist sein. Desire Mercier (1851-1926), belgischer katholischer Theologe, Kardinal und Erzbischof
Gut predigt, wer gut lebt, und ich kenne keine andere Theologie. Miguel de Cervantes (1547-1616), spanischer Dichter
Alles hören, vieles vergessen, einiges verbessern.
Wenn jeder auf seinem Platz das Beste tut, wird es in der Welt bald besser aussehen. Adolf Kolping (1813-65), "Gesellenvater", deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks
Die einen sagen: Warten wir geduldig bis Christus wiederkommt. Die anderen sagen: Vollenden wir lieber den Aufbau der Erde. Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer Theologe und Geologe
Jesus Christus will nicht Bewunderer, sondern Nachfolger. Sören Kierkegaard (1813-1855), dänischer Theologe und Philosoph
Wir müssen nicht nur arbeiten, sondern auch träumen, nicht nur handeln, sondern auch glauben. Anatole France
Kirche und Welt
Die Kirche der Zukunft muss vor allem eine Kirche lebendiger Spiritualität sein.
Die Kirche muss sich selbst viel mehr als Sakrament, als Weg und Mittel betrachten, nicht als Ziel und Ende. Alfred Delp (1907-1945), katholischer Priester, in KZ ermordet
Die Kirche muss sich wieder auf ihr Proprium, auf die Frohe Botschaft konzentrieren. Johannes Dyba (1929-2000), Erzbischof, Bischof von Fulda
Wir brauchen uns über den Bestand der Kirche in der Zukunft keine allzu großen Sorgen zu machen, denn Gott hat sie gegründet und ihr verheißen, dass er bei ihr bleiben wird bis ans Ende der Welt. Johannes Dyba (1929-2000), Erzbischof, Bischof von Fulda
Eine Kirche, in der alles dem "Amt" aufgeladen wird, hat Schlagseite. Joseph Höffner (1906 - 1987), deutscher katholischer Theologe, Kardinal, Erzbischof von Kölm ab 1969
Der Heilige Geist ist die große Arznei, die den Leib Christi heilen kann. Er heilt die verletzte Seele genauso wie den zerrissenen Leib Christi.
Es gibt in allen christlichen Kirchen eine gemeinsame christliche Basis, die vielleicht wichtiger als alles Trennende ist.
Das Christentum ist das Meisterwerk des Judentums, seine Glorie und die Krönung seiner Entwicklung. Ernest Renan (1823-1892), französischer Orientalist, Religionshistoriker
Unser Nehmen heißt beten und unser Geben heißt lieben. Beides aber ist nur dem Glauben möglich, der von Gottes Gnade lebt. Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910), evangelischer Theologe, Begründer der Bodelschwingschen Anstalten in Bethel
Die Religion muss die Menschen ergreifen, sie kann sie nicht unterwerfen. Antoine de Saint-Exupéry (Marie Roger Graf von S.-E., 1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger
Eine Religion, die den Menschen finster macht, ist falsch, denn er muss Gott mit frohem Herzen und ohne Zwang dienen.
Die Kirchen müssen Demut lernen, wie sie Demut lehren.
Man muss viel Liebe investieren, wenn Glaube sich entfalten soll, und man muss viel Freiheit riskieren, wenn die Kirche lebendig bleiben soll. Otto Dibelius (1880-1967), deutscher evangelischer Theologe, Bischof von Berlin und Vorsitzender des Rates der EKD
Ich glaube an Gott, liebe die Kirche, leide wegen ihres Schicksals, will ihr dienen, jedoch nicht um den Preis der Anpassung, um diesen schrecklichen Preis, den die Kirchenleitung bezahlt und den zu bezahlen man auch mir anbietet. Wladimir Rusak
Das Christentum besteht nicht in schönen Worten und leeren Redensarten, es muss tätig, hingebend, aufopfernd geübt werden, so dass es sich auch im Äußern ausprägt und auf die Umgebung mit übergeht. Soll das Volksleben kirchlicher werden, muss das kirchliche Leben volkstümlicher werden. August Kolping (1813-65), "Gesellenvater", deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks
Die Kirche ist kein Museum für Heilige, sondern ein Krankenhaus für Sünder. M. Kelsey
Weltverändernde Kirche Es ist viel besser, wir sind eine schlagkräftige Minderheit, als dass wir eine lahme Mehrheit sind. Karl Lehmann (1936-), Bischof von Mainz, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
Die Prägekraft des Christentums gehört
Die Kirche ist mit dem, was sie sagt und tut, immer auch politisch. Franz Kamphaus (1932-), Bischof von Limburg
Wo die Kirche mit ihrer Umwelt nur in konfliktloser Harmonie lebt, muss man misstrauisch sein. Helmut Gollwitzer (1908-1993), deutscher evangelischer Theologe
Ich werde mich also nicht am Kampfe derer beteiligen, die ihre Privilegien behaupten wollen, sondern am Kampfe derer, die diese Privilegien zu Gunsten der bisher Benachteiligten abbauen wollen. Das Evangelium weist mich an, die Gesellschaft von ihrem untersten Ort her, von daher, wo die Benachteiligten aller Art stehen, zu sehen und deshalb zu verändern. Helmut Gollwitzer (1908-1993), deutscher evangelischer Theologe Katholische Kirche ist immer Weltkirche ... Franz Kamphaus (1932-), Bischof von Limburg Es gibt sowenig einen christlichen Staat, wie es christliche Parteien gibt. Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), schweizerischer Schriftsteller
Die Ideale, die wird Christus verdanken, sind die Ideale eines Menschen, der die Gesellschaft ganz aufgegeben hat, oder der ihr völligen Widerstand entgegensetzt. Oscar Wilde (1854-1900), englischer Schriftsteller irischer Herkunft
Wenn einer allein träumt, dann bleibt es ein Traum. Wenn aber alle gemeinsam träumen, dann wird es Wirklichkeit. Helder Camara
Ich glaube, dass die Menschlichkeit und Kraft des Christentums die Welt ebenso verändert haben wie die technische Entwicklung. Robert Oppenheimer
Missionarische Kirche
Mögen alle Völker und Nationen zur Erkenntnis der Liebe Gottes gelangen.
Ich bin davon überzeugt: Wenn wir den missionarischen Auftrag der Kirche stärker in den Blick nehmen, werden auch viele interne Schwierigkeiten und Spannungen abnehmen, die die Kirche, unsere Pfarrgemeinden schwächen, polarisieren und zu zerreißen drohen. Karl Braun, deutscher Erzbischof von Bamberg
Wir müssen
Keiner bekommt den Glauben für sich allein. Dieses Licht erlischt wie eine unter den Scheffel gestellte Flamme, wenn es nicht in die Dunkelheit der Welt hineinstrahlt. Heinrich Spaemann
Selbst Gott braucht die Werbung. Er hat Glocken.
Kirche und Werterelativismus
Die Kirche kann sich nicht wie ein Unternehmen verhalten, das sein Angebot ändert, wenn die Nachfrage nachlässt.
Zu allen Zeiten sind die Maßstäbe des Daseins im Religiösen verankert. Wird das Religiöse entwurzelt, so zerbrechen die Kriterien.
Wird das menschliche Leben an seinem Beginn einmal dem Belieben des einzelnen preisgegeben, dann gibt es keinerlei logischen Grund mehr, dass die Gesellschaft künftig das Lebensrecht der Behinderten, unheilbar Kranken und 'nutzlosen' Alten respektiere. Eine geschickte und fortdauernde Kampagne der Massenmedien, welche die öffentliche Meinung manipuliert, genügt dann, um morgen das ganze moralische Erbe wegzufegen, das uns das Evangelium gebracht hat und das die Grundlage unserer Zivilisation ist. Wir haben die Pflicht, gegen Wind und Wellen jene Verwirrung anzuprangern, die unaufhörlich gestiftet wird zwischen dem Recht, das eigene Leben in die Hände zu nehmen, und dem Recht, das Leben des anderen in die Hände zu nehmen. Leon-Joseph Kardinal Suenens (1983)
Ein wenig Dalai Lama, ein bisschen Marienwallfahrt, ein Schuss protestantischer Antiklerikalismus, ein großer Löffel Esoterik und drei Körnchen Hildegard von Bingen, angerichtet auf einem Salatbett aus Wir-haben-doch-alle-den-gleichen-Gott. Johannes Friedrich, deutscher evangelischer Landesbischof
Die Wahrheit ist kein Produkt einer "Kirche von unten", sondern es kommt "von oben", von Gott. Papst Johannes Paul II. (20.11.1998)
Die Kirche muss für das Gute und Wahre eintreten. Johannes Dyba (1930 - 2000), deutscher katholischer Theologe, Bischof von Fulda
Aufhalten können die Kirchen den Abwärtstrend nur, wenn sie sich auf ihre wesentliche Botschaft besinnen und den
Das Rückgrat der Kirche ist für mich nicht die Kirchensteuer, sondern der Glaube der Gläubigen. Johannes Dyba (1930 - 2000), deutscher katholischer Theologe, Bischof von Fulda
Die Tradition verweigert es, sich der kleinen und hochnäsigen Oligarchie zu unterwerfen, die in der Gegend herumstolziert. Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller
Da die Menschen in ihrem Tun sich ungern nach der Vorschrift Christi ausrichten ließen, haben sie seine Lehre wie einen Messstab aus weichem Blei nach ihren Sitten gestreckt, damit eben beides noch einigermaßen übereinstimme. Ich weiß nicht, was sie damit erreichen, außer dass man mit besserem Gewissen Böses tun darf. Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.
Christlicher Glaube und Demokratie
Die Demokratie wird christlich sein, oder sie wird nicht sein. Eine antichristliche Demokratie ist eine Karikatur, die in der Tyrannei oder in der Anarchie endet. Robert Schuman (1886-1963), französischer Politiker, Kämpfer für deutsch-französische Aussöhnung und europäische Einigung
Marx hat den Slogan geprägt: Religion ist Opium für das Volk. Damit hat er den Menschen das Gewissen herausgeschnitten. Und ein Mensch ohne Gewissen kennt keine Verantwortung vor Gott. Ich, euer Führer Stalin, kenne die Religion gut, war ich doch, wie ihr wisst, einst im Priesterseminar in Georgien. Aber ich habe mir von Marx und Lenin das Gewissen herausschneiden lassen. Josef Stalin (Iossif Wissarinowitsch Dschugaschwili, 1879-1953), sowjetischer Politiker
Ich glaube jedoch, dass unter den Trümmern der gegenwärtigen Institutionen noch die katholische Hierarchie weiterleben wird. Wladimir Iljitsch Lenin (W.. Uljanow), 1870-1924), sowjet-russischer Politiker
Der Kommunismus ist weder militärisch, noch wirtschaftlich oder kulturell zu besiegen, sondern nur durch überzeugtes Christentum zu überwinden. Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, erster Bundeskanzler
Alles, was in diesen Jahren in Osteuropa geschehen ist, wäre ohne die Gegenwart dieses Papstes, ohne seine wichtige Rolle, die er auch politisch auf der Weltbühne zu spielen wusste, nicht möglich gewesen. Michael Gorbatschow, russischer Politiker, Präsident der Perestroika
In der Demokratie herrscht die Mehrheit, in der Kirche die Wahrheit. Johannes Dyba (1929-2000), Erzbischof, Bischof von Fulda
Die Kirche ist keine Demokratie, weil sie einen Herrn hat. Martin Niemöller (1892-), evangelischer Theologe, in der NS-Zeit Mitglied der bekennenden Kirche
Kirchenkritik etc.
Da man aus dem Staat nicht austreten kann, tritt man aus der Kirche aus. Professor Robert Geipel, deutscher Historiker
Kirchgang schützt vor Hölle nicht. Eugen Drewermann (*1940), deutscher katholischer Theologe, Kirchenrebell und Psychotherapeut
In der Kirche singen immer die am lautesten, die falsch singen. Franz Grillparzer (1791-1872), österreichischer Schriftsteller
Es ist vielfach eine große Angst vor der eigenen inneren Leere, die uns dazu treibt, uns eine volle Agenda zuzulegen. Ohne einen ausgefüllten Arbeitstag bin ich ein halber Mensch. Hans Küng
Nichts fördert die Spaltung von Gläubigen und die Bildung von Sekten mehr als der Versuch, die Vertreter abweichender Meinungen mit Wort und Schrift zu unterdrücken. Sie können nicht besser als durch Nichtachtung bekämpft und zum Schweigen gebracht werden, so wie die Fackeln auflodern, wenn man sie herumschwingt, aber erlöschen, wenn man die Luftzufuhr verhindert. Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz (1646-1716), deutscher Philosoph, Mathematiker, politischer Schriftsteller und Forscher
Viele Leute halten es mit der Kirche wie mit dem Staat. Sie schieben alles Versagen auf ihn und haben vergessen, dass sie der Staat sind. August Everding (1928- ), deutscher Regisseur und Intendant
Atheismus und Aberglaube
Zwischen Glaube und Unglaube
Einen Gottlosen habe ich noch nie gesehen. Nur Ruhelose sind mir begegnet. Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter
Denn geschaffen hast du uns auf dich hin, und ruhelos ist unser Herz, bis es seine Ruhe findet in dir. Augustinus Aurelius (354-430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater und Heiliger
Alle Menschen haben Zugang zu Gott, nur auf verschiedene Weise. Martin Buber (Mordechai, 1878-1965), jüdischer Religionsforscher und Religionsphilosoph
Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht. Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin aus jüdischer Familie, Ordensschwester, Ermordung im KZ, heilig gesprochen
Der Ungläubige glaubt mehr als er meint, der Gläubige weniger als ihm scheint. Franz Grillparzer (1791-1872), österreichischer Schriftsteller
Man kann an Gott glauben, ohne es zu wissen. Tatsächlich hat man vielleicht gerade dann Glauben, wenn man meint, man hätte keinen. Glaube offenbart sich im Tun. Mario Soldati
Der Gläubige ist niemals ganz und gar gläubig, es ist unmöglich, dass er nicht Stunden der Ungewissheit und der Angst kennen lernt, in denen er sich mit dem Ungläubigen trifft, und umgekehrt kann der Ungläubige von einem Glauben beseelt sein, den er in sich trägt, der ihn stützt, dessen er sich aber nicht voll bewusst werden kann. Gabriel Marcel (1889-1973), französischer Philosoph, Dramatiker und Kritiker
Das Kennzeichen der modernen Zeit ist die metaphysische Verdummung des Menschen. Franz Werfel (1890-1945), tschechischer Schriftsteller
Die Materialisten lüften das Geheimnis des Menschen dadurch, dass sie ihn zu einem physikalisch-chemischen System erklären, das in der Lage ist, jenen Geist zu produzieren, der diese Erklärung abgibt. Max Thürkauf, deutscher Physiker
Der Kommunismus schafft die ewige Wahrheit ab, er schafft die Religion ab und die Moral. Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker
Bildung ohne Gott bringt Genies ohne Gewissen hervor. Bill McCartney
Im Grunde ist das Böse die Verzweiflung über die Nichtlösbarkeit von Geheimnissen Gottes. Geheimnisse geben dem Intellekt nicht die allergeringste Chance. Was muss dann ein reiner Intellekt an Höllenqualen erleiden, dem jeder Zugang zum Geheimnis Gottes versperrt ist. Nur der schauende Geist, der zugleich Liebe ist, vermag das Geheimnis zu erleben, zu bewundern und zu verehren. Angesicht des unbezwingbaren Geheimnisses schlägt er von selbst in Hass, in den Seinshass Satans um. Hans Baum
Alle großen Wahrheiten waren anfangs Blasphemien. George Bernhard Shaw
Deutschland ist eines der am wenigsten christlichen Länder Europas, und in Berlin fühle ich mich wie in einer heidnischen Stadt. Konrad Adenauer
Das Credo des heutigen Menschen lautet: Ich glaube an das Image, an den Computer und an die Demoskopie.
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern hauptsächlich von Schlagwörtern. Robert Louis Stevenson
Skeptizismus und Fanatismus
Falls der Mensch Gott nicht erkennt und nicht begreift, so hat er noch kein Recht daraus zu schließen, es gäbe keinen Gott. Die gesetzmäßige Folgerung daraus ist nur die, dass er noch nicht fähig ist, Gott zu erkennen und zu begreifen. Es gibt nur für den keinen Gott, der ihn nicht sucht. Suche Ihn, und er wird sich Dir offenbaren. Leo Tolstoi (Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi, 1828-1910), russischer Dichter
Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen Gott und uns: Gott weiß alles. Wir wissen alles besser. Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker
Erst wenn du dich kleiner als das Atom einen Sonnenstäubchens fühlst, ahnst du Gott. Am wenigsten, wenn du dich als sogenannter Halbgott fühlst. Karl Gutzkow (1811 - 1878), deutscher Schriftsteller und Journalist
Die meisten unter den Gottlosen sind nur rebellische Frömmler. Antoine de Rivarol (1753-1801), französischer Schriftsteller, Aphoristiker
Es sind in Deutschland die Theologen, die dem lieben Gott eine Ende machen. Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist
Es sind nicht die Gottlosen, es sind die Frommen seiner Zeit gewesen, die Christus ans Kreuz schlugen. Gertrud von Le Fort (1876-1971), deutsche Schriftstellerin
Atheismus allgemein
Der Atheismus ist ein grausames und langwieriges Unterfangen. Ich glaube ihn bis zum Ende betrieben zu haben.
Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiterzuwandeln. Christian Morgenstern (1871-1914), deutscher Lyriker
Atheismus ist der Versuch, die Erde ohne die Sonne zu erklären. Sigismund von Radecki (1891-1970), lettischer Feuilletonist und Übersetzer
Die Atheisten jeglicher Schule und jeglichen Schlages sind die treuesten und kräftigsten Helfer der Theologen. Alle Straßen die sie gehetzt vor der Furcht vor Gott, in aller Eile anlegen, führen allesamt zum Absurden, zur Nichtigkeit des Denkens, zum Tod der Seele. Wer sie sieht und ihnen folgt, hat nur die Wahl zwischen dem Nichts und der Umkehr. Giovanni Papini (1881-1956), italienischer Schriftsteller
Ich kann verstehen, dass ein Mensch zum Atheisten wird, wenn er auf die Erde hinunterschaut, aber wie jemand den Blick zum Himmel emporrichten und sagen kann, es gebe keinen Gott, ist mir unbegreiflich. Abraham Lincoln (1809 - 1865), 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
Man glaubt nicht, wie viel man glauben muss, um ungläubig zu sein. Michael von Faulhaber (1869-1952, deutscher katholischer Theologe, Erzbischof von München, Kardinal, Gegner der Nazis
Wo will der angebliche Freigeist seine Beweise hernehmen, dass es kein höchstes Wesen gebe? Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph
Allen Menschen ist der Glaube an Gott ins Herz gesät. Es lügen jene, die da sagen, dass sie nicht an die Existenz Gottes glauben; denn in der Nacht und wenn sie allein sind, zweifeln sie. Luciua Annaeus Seneca der Jüngere (4 v. Chr.-65 n.Chr.), römischer Politiker, Philosoph und Dichter
Ein Mensch ohne Glaube gleicht einem Tier ohne Vernunft. Filippo Neri (1515-1595), italienischer katholischer Theologe, Begründer der Oratorianer, Heiliger
Ein Mensch ohne Religion ist ein Wanderer ohne Ziel, ein Fragender ohne Antwort, ein Ringender ohne Sieg und ein Sterbender ohne neues Leben. Dom Helder Camara (1909-), brasilianischer katholischer Theologe, Erzbischof
Humanität ohne Glauben ist wie eine Blume, der die Wurzel fehlt. Golo Mann
Wissenschaftlicher Atheismus
Ein wenig Philosophie führt zu Atheismus, aber tiefe Philosophie bringt den Menschen wieder zur Religion. Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Schriftsteller und Politiker
Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott. Werner Heisenberg (1901-1976), deutscher Physiker
Die moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort. - Keiner der Erfinder des Atheismus war Naturwissenschaftler. Alle waren sie sehr mittelmäßige Philosophen. Arthur Stanley Eddington (1882-1946)
Ich war schon so oft draußen im Weltraum, protzte der Kosmonaut, aber ich habe weder Gott noch Engel gesehen. Und ich habe schon so viele kluge Gehirne operiert, antwortete der Gehirnforscher, aber ich habe nirgendwo auch nur einen einzigen Gedanken entdeckt.
Atheistisches Interesse
Niemand leugnet Gott, wenn er kein Interesse daran hat, dass es ihn nicht gibt. Aurelius Augustinus (354-430), abendländischer Kirchenvater
An Gott glauben nur diejenigen nicht, die ein Interesse daran haben, dass es keinen geben möchte. Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph
Die zehn Gebote haben ihre Gültigkeit verloren. Das Gewissen ist eine jüdische Erfindung. Ich befreie die Menschen von den schmutzigen und erniedrigenden Selbstpeinigungen des Gewissens. An die Stelle des Lehrsatzes von dem stellvertretenden Leiden und Sterben eines göttlichen Erlösers tritt das stellvertretende Handeln des neuen Führers, das die Massen der Gläubigen von der Last der freien Entscheidung entbindet. Adolf Hitler (1889-1945), deutscher Politiker österreichischer Herkunft
Folgen des Atheismus
Der Tod, den die Menschen fürchten, ist die Trennung der Seele vom Körper. Den Tod aber, den die Menschen nicht fürchten, ist die Trennung von Gott. Aurelius Augustinus (354-430), abendländischer Kirchenvater
Atheismus ist Selbstmord der Seele. Petit-Senn
Man kann mit Sicherheit sagen, dass all meine Patienten über 35 Jahre krank wurden, weil sie das verloren hatten, was die lebendigen Religionen ihren Anhängern gegeben haben. Und keiner von ihnen, der seine religiöse Lebenshaltung nicht wiedererlangte, wurde wirklich geheilt. Das Problem der Heilung ist ein religiöses Problem... und keiner ist wirklich geheilt, der seine religiöse Einstellung nicht wieder erreicht. Carl Gustav Jung (1875-1961), schweizerischer Psychoanalytiker und Begründer der analytischen Tiefenpsychologie
Verlöscht den Glauben an Gott, und es wird Nacht in der Seele des Menschen. Alphonse de Lamartine de Lamartine (1790-1869), französischer Dichter
Was ist selbst der glücklichste Mensch ohne Glauben? Eine schöne Blume in einem Glase Wasser, ohne Wurzel und ohne Dauer.
Ohne Glaube wird der Mensch ...steril, hoffnungslos und bis ins Innerste seines Wesens furchtsam. Erich Fromm (1900-1980), amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker
Und alles wankt, wo der Glaube fehlt.
Ohne Gottheit gibt es für den Menschen weder Zweck, noch Hoffnung, nur eine zitternde Zukunft, ein ewiges Bangen vor jeder Dunkelheit. Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Dichter
Religion ist Bindung. Atheismus eine höchst fragwürdige Ungebundenheit. Ludwig Marcuse (1894-1971), deutscher Literaturkritiker, Philosoph und Journalist
Das christliche Europa hat sich seines Christentums entledigt, wie ein Mensch sich der Vitamine entledigt. Georges Bernanos (1888-1948), französischer Dichter
Europa wird christlich sein, oder es wird nicht sein! Otto von Habsburg
Wirf den Glauben fort, und du hast die Aussicht des Tieres auf Sterblichkeit. Carl Peter Fröhling (1933-), deutscher Germanist, Philosoph und Aphoristiker
Das große Problem unserer Zeit ist nicht die Atombombe, sondern die Gottesferne. Wenn wir dieses Problem lösen, lösen wir auch die anderen Probleme. Ernst Albrecht
Atheismus ist das Grundübel unserer Zeit. Die Menschen haben Gott vergessen, und das ist der Grund für die Probleme des zwanzigsten Jahrhunderts.
Wer nicht an Christus glauben will, der muß sehen, wie er ohne ihn raten kann. Ich und du können das nicht. Wir brauchen jemanden, der uns hebe und halte, weil wir leben, und uns die Hand unter den Kopf lege, wenn wir sterben sollen; und das kann er überschwenglich. Matthias Claudius
Ersatzreligion, Aberglaube Seit man nicht mehr in die Kirche geht, ist das Theater der einzige öffentliche Gottesdienst, sowie die Literatur die Privat-Andacht. Franz Grillparzer (1791-1872), österreichischer Dichter, Wiener Burgtheaterdichter
Wenn Menschen aufhören, an Gott zu glauben, glauben sie nicht an nichts, sondern an alles Mögliche. Das ist die Chance der Propheten - und sie kommen in Scharen., . Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller
Bei den meisten Menschen gründet sich der Unglaube in einer Sache auf blinden Glauben in einer anderen. Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) , deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker
Wenn der Mensch Gott verstoßen hat, so beugt er sich vor einem Götzen. Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter
Je mehr die Menschen an die Sterne glauben, desto weniger glauben sie an das, was über den Sternen ist. Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph
Astrologie ist eine Form von Aberglauben, die sich anmaßt, Gott in die Karten zu schauen. Hoimar von Ditfurth (1921-89), deutscher Wissenschaftspublizist
Horoskope sind Religionsersatz, denn wer Religion hat, dem sind die Sterne schnuppe. Sigismund Radecki (1891-1970), deutscher Schriftsteller
Der Aberglaube ist das ungeheure, fast hilflose Gefühl, womit der stille Geist gleichsam in der wilden Riesenmühle des Weltalls betäubt steht und einsam. Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825), deutscher Dichter
Der Aberglaube ist die einzige Religion, deren niedere Seelen fähig sind.
Ein jeder Aberglaube versetzt uns in das Heidentum. Justus von Liebig (1803-1873), deutscher Chemiker, Begründer der Agrarchemie
Je weniger Gottesfurcht, desto mehr Heidenangst. Peter Hahne, deutscher TV-Nachrichtenmoderator, Schriftsteller und Mitglied im Rat der EKD
Dreifaltigkeit war der Codename für den Atombombentest in Alamogordo. Heiner Kipphardt
Zu guter Letzt ;-)
Es gehört kein Mut, kein Charakter, keine Anstrengung, kein Opfer dazu, Christ zu sein. Christentum und weltlicher Vorteil sind identisch. [sic!]
Mit den Jahren fällt es mir immer schwerer, ohne Gott auszukommen. Wiliam James
"Im Schützenloch sitzen keine Atheisten" heißt es in einem Sprichwort. Aber warum solange warten? Dale Carnegie
Im Flugzeug gibt es während starker Turbulenzen keine Atheisten. Robert Lembke, deutscher Entertainer
Auch wenn wir nicht hinter Gott stehen, stehen wir doch vor ihm. Thomas Romanus Bökelmann
Einer, der Gott leugnet, gleicht einem, der die Sonne leugnet; es nutzt ihm nichts, sie scheint doch. Julius Langbehn
Gott-sei-Dank, ich bin noch immer Atheist. Luis Bunuel
Ich bin Agnostiker. Ich glaube an nichts, bin aber bereit, an alles zu glauben. Es ist mir unmöglich zu glauben, dass Gott nicht existiert, und es ist mir unmöglich zu glauben, dass er existiert. Ich hoffe auf Gnade. Eugêne Ionesco (1912-94), rumänisch-französischer Schriftsteller
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