Zitate rund um Arbeit und Beruf
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Denkimpulse zu Wesen, Würde und Wert von Arbeit und Beruf - besonders für Bildungs-, Wirtschafts- und Sozialpolitiker und -wissenschaftler, Arbeitgeber und Gewerkschaftler, Arbeitnehmer und Arbeitslose, Auszubildende und Studenten - über 130 Themenrubriken - die Sammlung wird ständig erweitert !
 
 

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Arbeit und Lebensunterhalt
Arbeit und Fortschritt
Arbeit und Wohlstand
Arbeit und Reichtum
Arbeit und Konsum
Arbeit und Freiheit
Arbeit und Glück
Arbeit und Erfüllung
Arbeit und Selbstfindung
Arbeit und Selbstwertgefühl
Arbeit und Gemeinschaft
Arbeit und Ruhe
Arbeit und Vergnügen
Arbeit und Freizeit
Arbeit und Erholung
Arbeit und Spiel
Arbeit und Feiern
Arbeit und Alter
Arbeit und Gesundheit
Arbeit und Essen
Arbeit und Schlaf
Arbeit und Lebenssinn
Arbeit und Trost
Arbeit und Tugend
Arbeit und Moral
Arbeit und Liebe
Arbeit und Leistung
Arbeit und Effektivität, Effizienz
Arbeit und Konkurrenz
Arbeit und Qualität
Arbeit und Fleiß
Arbeit und Erfolg
Arbeit und Motivation
Arbeit und Arbeitsamkeit
Arbeit und Arbeitswille
Arbeit und Arbeitsfreude
Arbeit und Arbeitszufriedenheit
Arbeit und Askese
Arbeit und Faulheit
Arbeit und Müßiggang
Arbeit und Langeweile
Arbeit und körperliche Arbeit
Arbeit und geistige Arbeit
Arbeit und Arbeitssucht
Arbeit und Überarbeitung
Arbeit und Aktionismus

Arbeit und Arbeitsbedingungen
Arbeit und Arbeitssicherheit
Arbeit und Arbeitsklima
Arbeit und Anforderung
Arbeit und Arbeitszeit
Arbeit und Lohn
Arbeit und Urlaub
Arbeit und Rente
Arbeit und Mobilität
Arbeit und Arbeitsteilung
Arbeit und Arbeitsgeschwindigkeit
Arbeit und Mechanisierung, Automatisierung
Arbeit und Organisation
Arbeit und Arbeitsplatzschaffung
Arbeit und Entlassung
Arbeit und Arbeitsplatzabbau
Arbeit und Arbeitslosigkeit
Arbeit und Arbeitssuche
Arbeit und neue Formen der Arbeit
Arbeit und Teamarbeit
Arbeit und Telearbeit
Arbeit und Schattenarbeit
Arbeit und Vollbeschäftigung
Arbeit und Arbeitslosengeld
Arbeit und Frauenarbeit
Arbeit und Hausarbeit
Arbeit und Kinderarbeit
Arbeit und Armut
Arbeit und Kapital
Arbeit und Zwang
Arbeit als Strafe
Arbeit und Abstumpfung
Arbeit und Entfremdung
Arbeit und Arbeiter
Arbeit und Arbeitgeber
Arbeit und Arbeiterbildung
Arbeit und Gewerkschaft
Arbeit und Arbeitskampf
Arbeit und Menschsein
Arbeit und Menschenwürde
Arbeit und Gemeinwohl
Arbeit und Ehrenamt
Arbeit und Recht auf Arbeit
Arbeit und Arbeitsverteilung
Arbeit und Wert der Arbeit
 

Arbeit und Politik
Arbeit und Sklaverei
Arbeit und Ausbeutung
Arbeit und Globalisierung
Arbeit und Zusammenarbeit
Arbeit und Bildung und Erziehung
Arbeit und Wissenschaft
Arbeit und Kunst
Arbeitskollegen, Mitarbeiter, Untergebene, Vorgesetzte
Arbeitsweisen, Arbeitsmethoden, Arbeitstechniken
Beruf und Geschlecht
Beruf und Alter
Beruf und Charakter
Beruf und Begabung
Beruf und Lernen
Beruf und Berufswahl
Beruf und Ausbildung
Beruf und Studium
Beruf und Berufsabschluss
Beruf und Berufseinstieg
Beruf und Karriere
Beruf und Ehrgeiz
Beruf und Ansehen
Beruf und Einkommen
Beruf und Privatleben
Beruf und Familie
Beruf und Gesellschaft
Beruf und Freiberufler und Selbstständige
Beruf und Berufsentfremdung
Beruf und Berufskrankheiten
Beruf und Berufsblindheit
Beruf und Berufskodex
Beruf und Berufsethos (a. einzelne Berufe!)
Beruf und Berufung
Arbeit und biblisches Kultivierungsgebot
Arbeit und protestantisches Arbeitsethos
Arbeit und katholische/christliche Soziallehre
Arbeit und Glaube
Arbeit und Gebet
Arbeit und Seelsorge
Arbeit und Sonntagsruhe

  Arbeit und Lebensunterhalt

Wer ein Dieb ist, höre damit auf; er arbeite lieber und verdiene sich sein Geld durch seiner Hände Arbeit; so kann er sogar den Bedürftigen davon abgeben.
Bibel, Neues Testament, Epheserbrief 4,28

Wir hören aber, dass einige von euch ein unordentliches Leben führen und alles Mögliche treiben, nur nicht arbeiten. Wir ermahnen sie und gebieten ihnen im Namen Jesu Christi, des Herrn, in Ruhe ihrer Arbeit nachzugehen und ihr selbst verdientes Brot zu essen.
Bibel, Neues Testament, 2. Thessalonikerbrief 3,11-12

Arbeiten bringt Brot, Faulenzen Hungersnot.
deutsches Sprichwort

Der Schlaue lebt vom Dummkopf und der Dummkopf von seiner Arbeit.
lateinamerikanisches Sprichwort

Es ist Grundsatz jeder vernünftiger Staatsverfassung: Jedermann soll von seiner Arbeit leben können.
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), deutscher Erzieher und Philosoph

Sobald also jemand von seiner Arbeit nicht leben kann, ist ihm das, was schlechthin das Seinige ist, nicht gelassen, der Vertrag ist also in Absicht auf ihn völlig aufgehoben, und er ist von diesem Augenblick an nicht mehr rechtlich gebunden, irgend eines Menschen Eigentum anzuerkennen. Damit nun diese Unsicherheit des Eigentums durch ihn nicht eintrete, müsse alle von Rechts wegen, und zufolge des Bürgervertrages, abgeben von dem Ihrigen, bis er leben kann.
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), deutscher Erzieher und Philosoph

Tägliche Verrichtung, zu welcher der Mensch durch seine Bedürftigkeit verurteilt ist und der er gleichzeitig seine Gesundheit, seinen Unterhalt, seine Heiterkeit, seinen gesunden Menschenverstand und vielleicht seine Tugend verdankt.
Denis Diderot (1713-1774), französischer Schriftsteller und Philosoph

Ein Leben lang arbeiten, um nicht Hungers zu sterben, und nicht Hungers zu sterben, um zu arbeiten was für ein kluger und nützlicher Zeitvertreib!
Alexander Iwanowitsch Herzen (1812-1870), russischer Philosoph, Schriftsteller und Publizist

Die Sicherheit und Erhabenheit der Familie und des Familienlebens sind die ersten Ziele der Zivilisation und der endgültige Zweck aller Arbeit.
George Eliot (Mary Ann Evans) (1819-1880), englische Schriftstellerin

Sparen und arbeiten muss freilich die Ordre du Jour sein, und in der Welt gibt es dazu für Menschen von Gefühl kein größeres Reizmittel als Kinder.
Gotthold Ephraim Lessing (1824-1900), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

In den meisten Fällen können sich die Menschen die nötige Ruhe nicht verschaffen. Sie müssen fort und fort Jahr um Jahr arbeiten, um ihre "Existenz" zu erhalten.
Prentice Mulford
(1834-1891), US-amerikanischer Journalist, Philosoph und Schriftsteller

Die meisten Leute kennen nur einen Beruf, von dem sie - keinen, für den sie - leben.
Moritz Goldschmidt (1865–1934), deutscher Schriftsteller

Arbeit muss es quasi geben, denn der Mensch besteht aus Bauch. Arbeit ist das halbe Leben, und die andre Hälfte auch.
Erich Kästner (1899-1974), deutscher Schriftsteller

Erwarte nichts vom Menschen, wenn er für seinen Lebensunterhalt arbeitet und nicht für seine Ewigkeit.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Meine Arbeit gibt mir Sicherheit, das Leben verunsichert mich eher.
Marcello Mastroanni (1924-1996), italienischer Filmschauspieler

Viele Menschen müssen sich krumm arbeiten, um für ihre Lebenshaltungskosten gerade stehen zu können.
Willy Meurer (1934-), deutsch-kanadischer Kaufmann und Publizist, Aphoristiker

  Arbeit und Wohlstand

Wo man arbeitet, da ist Gewinn; wo man aber nur mit Worten umgeht, da ist Mangel.
AT, Sprüche 14,23

Arbeit hat allezeit Vorrat.
deutsches Sprichwort

Um den Preis der Arbeit verkaufen uns die Götter alles Gute.
Epicharm (um 540-um 460 v.Chr.), griechischer Philosoph, Komödienschreiber, Arzt und Naturforscher

Ohne Arbeit gedeiht nichts.
Sophokles (496-406 v.Chr.), griechischer Philosoph

Damit die Bürger wohlhabend werden, ist zweierlei nötig: Arbeit und Sparsamkeit.
Thomas Hobbes (1588-1679), englischer Mathematiker und Philosoph

Die Welt ist wie ein Kram, hat Waren ganze Haufen; um Arbeit steht sie feil und sind durch Fleiß zu kaufen.
Friedrich von Logau (1605-1655), deutscher Dichter

Sei eingedenk, dass alle Güter der Erde von der Arbeit stammen, wer sie genießt, ohne zu arbeiten, der stiehlt dem Arbeitenden sein Brot.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Die Sicherheit und Erhabenheit der Familie und des Familienlebens sind die ersten Ziele der Zivilisation und der endgültige Zweck aller Arbeit.
George Eliot (Mary Ann Evans) (1819-1880), englische Schriftstellerin

Das Hauptziel des Managements sollte sein, das Maximum an Wohlstand für die Arbeitgeber sicherzustellen, zusammen mit dem Maximum an Wohlstand für jeden Angestellten.
Frederick Winslow Taylor (1856-1915), US-amerikanischer Arbeitswissenschaftler

Arbeitereigentum ist besser als Unternehmereigentum.
Clemens August Andreae (1929-1991), österreichischer Nationalökonom

Heitere Gelassenheit, Gesundheit und Wohlstand begleiten den Wunsch, sich durch Arbeit zu erheben.
Oliver Goldsmith (1728-1774), irischer Schriftsteller und Arzt

  Arbeit und Fortschritt

Die wichtige Arbeit, die Welt vorwärts zu bringen, wartet nicht, bis vollkommene Menschen auftauchen, um sie zu tun.
George Eliot (Mary Ann Evans) (1819-1880), englische Schriftstellerin

Die Arbeit ist die Grundlage allen menschlichen Fortschritts, durch die Arbeit allein ist es der Menschheit gelungen, sich über das Tier zu erheben, sich von der Sklaverei der Natur zu befreien.
Wilhelm Liebknecht (1826-1900), deutscher Lehrer, Journalist, Redakteur, Gründervater der SPD

In unserer Zeit herrscht ein schrecklicher Aberglaube, er besteht darin, dass wir begeistert jede Erfindung aufgreifen, welche die Arbeit erleichtert, und glauben, sie unbedingt nutzen zu müssen, ohne uns die Frage vorzulegen, ob diese die Arbeit erleichternde Erfindung unser Glück vermehrt oder vielleicht Schönheit zerstört.
Leo Tolstoi
(1828-1910), russischer Dichter

Lassen wir doch die Schwätzer davon reden, die Menschheit werde ihr Glück durch Wissenschaft, Arbeit und Verkehr erringen und das goldene Zeitalter werde anbrechen, das übrigens, bräche es an, zum Speien wäre.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Aus dem Wort "Fortschritt" hören die meisten Menschen "weniger Arbeit" heraus.
Thomas Niederreuther (1909-1990), deutscher Kaufmann, Maler und Schriftsteller

  Arbeit und Reichtum

Wenn man durch Arbeit zu Reichtum gelangen könnte, gehörten die Mühlen den Eseln.
rumänisches Sprichwort

Die Arbeit macht den Bauern nicht reich.
russisches Sprichwort

Man wird eher buckelig als reich durch die Arbeit.
russisches Sprichwort

Reichtum ist das Produkt der Arbeit.
John Locke (1632-1704), englischer Philosoph

Arbeit ist die Quelle allen Reichtums.
John Locke (1632-1704), englischer Philosoph

Das Volk, das am meisten arbeitet, ist jederzeit das reichste.
Voltaire (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Der Weg zum Reichtum liegt hauptsächlich in zwei Wörtern: Arbeit und Sparsamkeit.
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Die Arbeit ist die Quelle allen Reichtums, sagen die politischen Ökonomen. Sie ist dies - neben der Natur, dir ihr den Stoff liefert, den sie in Reichtum verwandelt. Aber sie ist noch unendlich mehr als dies. Sie ist die erste Grundbedingung alles menschlichen Lebens, und zwar in einem solchen Maße, dass wir in gewissem Sinn sagen müssen: Sie hat den Menschen erschaffen.
Friedrich Engels (1820-1895), deutscher Theoretiker des Sozialismus

Wer den ganzen Tag arbeitet, hat keine Zeit, Geld zu verdienen.
Nelson Aldrich Rockefeller (1908-1979), US-amerikanischer Geschäftsmann, Politiker und Philanthrop

Wenn jemand dir sagt, er sei durch harte Arbeit reich geworden, frag ihn, durch wessen Arbeit.
Donald Marquis (1878-1937), US-amerikanischer Schriftsteller

Wer reich ist, kann das Leben zu seinem Beruf machen.
Nubar Sarkis Gulbenkian (1896-1972), armenischer Öl-Magnat und Lebemann

  Arbeit und Konsum

Unser größtes Unglück: Wir verbrauchen mehr, als wie erarbeiten, und daher finden wir uns im Leben nicht zurecht. Mehr erarbeiten als verbrauchen, kann keinen Schaden bringen. Das ist das oberste Gesetz.
Leo Tolstoi
(1828-1910), russischer Dichter

Ich habe das Bedürfnis nach Genügsamkeit und habe oft das bedrückende Bewusstsein, mehr als nötig von der Arbeit meiner Mitmenschen zu beanspruchen. Auch glaube ich, dass ein schlichtes und anspruchsloses äußeres Leben für jeden gut ist, für Körper und Geist.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Wer viel arbeitet, kann viele Bedürfnisse befriedigen, aber er wird, indem er sie befriedigt, zahlreiche neue schaffen, die auch gestillt werden wollen.
Friedrich Sieburg (1893-1964), deutscher Journalist, Schriftsteller und Literaturkritiker

Jede Frau könnte zur Hebung der Heimarbeit beitragen, indem sie nur in soliden Geschäften kauft, von denen sie weiß, dass sie ihre Arbeiter anständig bezahlen.
Hildegard Burjan (1883-1933), österreichische Sozialpolitikerin und die Gründerin der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis

  Arbeit und Freiheit

Freiheit ist die Wahl zwischen Arbeiten und Verhungern.
Samuel Johnson (1709-1784), englischer Gelehrter, Leixikograf, Schriftsteller, Dichter und Kritiker

Das Reich der Freiheit beginnt da, wo Arbeit aufhört.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Durch Arbeit macht sich der Mensch frei; durch Arbeit wird er Herr der Natur; durch Arbeit zeigt er, dass er mehr ist als Natur.
Søren Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller


Zynischer Schriftzug "ARBEIT MACHT FREI" über dem Eingang des KZ Auschwitz
http://www.mindsdelight.de/2009/12/da-wird-das-arbeit-macht-frei-in-auschwitz-gestohlen-und-ich-bekomm-wieder-nix-mit/

Arbeit macht frei.
Heinrich Beta (1813-1876), deutscher Nationalökonom und Publizist
(zynische Parole als Toraufschrift u.a. über den nationalsozialistischen Konzentrationslagern Auschwitz, Dachau und Buchenwald,
„Nicht der Glaube macht selig, nicht der Glaube an egoistische Pfaffen- und Adelzwecke, sondern die Arbeit macht selig, denn die Arbeit macht frei. Das ist nicht protestantisch oder katholisch, oder deutsch- oder christkatholisch, nicht liberal oder servil, das ist das allgemein menschliche Gesetz und die Grundbedingung alles Lebens und Strebens, alles Glückes und aller Seligkeit.“ (Hervorhebung im Original). Während des Bundestagswahlkampfes 2005 erklärte der damalige stellvertretende SPD-Vorsitzende Ludwig Stiegler die Wahlparole der CDU "Sozial ist, was Arbeit schafft" erinnere ihn an "Arbeit macht frei". Später entschuldigte er sich für diesen Vergleich. http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit_macht_frei)

Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo der Zwang zur Arbeiten aufhört.
Klaus Aichelberger

Angesichts dieser beeindruckenden "neuen Entwicklungen" in der Arbeitswelt empfiehlt die Soziallehre der Kirche zu allererst, den Irrtum zu vermeiden, die aktuellen Veränderungen müssten in deterministischer Form ablaufen. Bestimmender Faktor und ‚Schiedsrichter’ dieser komplexen Phase der Veränderungen ist nach wie vor der Mensch, der der wirkliche Träger seiner Arbeit bleiben muss.
Kompendium der Soziallehre der Kirche

  Arbeit und Glück

Ich arbeite daran, glücklich zu sein. Das ist der schönste aller Berufe.
Orlando di Lasso (1532-1592), franko-flämischer Komponist

Wären wir bloß in der Welt um des Genusses willen, so wäre zum Seelenglücke ein Bedürfnis genug: das Bedürfnis nach gegenseitiger Liebe. Aber unsere Glückseligkeit ist auch an Ausübung geselliger Pflichten gebunden, und so entstehen für uns der Bedürfnisse mehrere. Wir brauchen Kultur, Arbeit, Sorgen, müssen uns helfen lassen und helfen.
Christoph Friedrich Nicolai (1733-1811), deutscher Schriftsteller, Verlagsbuchhändler und Historiker

Um glücklich zu sein im Leben, brauchen wir etwas zu arbeiten, etwas zu lieben und etwas, auf das wir hoffen können.
Joseph Addison (1672-1719), englischer Diplomat, Gelehrter und Essayist

Ich habe es spät erkannt: Es ist kein Glück auf Erden als da, wo man vom Morgen bis am Abend still und treu in seinem Berufe arbeitet, Gott vor Augen hat und alle Unordnung im Leben meidet.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer

Glück hilft nur manchmal, Arbeit immer.
Friedrich Rückert (1788-1866), deutscher Dichter

Damit die Menschen bei ihrer Arbeit glücklicher sind, bedarf es dieser drei Dinge: Sie müssen fit für die Arbeit sein. Sie dürfen nicht zuviel arbeiten. Sie müssen ein Erfolgsgefühl daraus ziehen können.
John Ruskin
(1819-1900), englischer Schriftsteller, Kunstkritiker und Sozialphilosoph

Es ist sündhaft, in Apathie zu verfallen. Verstärkte Arbeit con amore das ist das wirkliche Glück.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Besitz verlockt zur Sünde, und Anhäufung von Reichtümern entsittlicht den Menschen. Nur die einfache Arbeit gibt Glück und Zufriedenheit.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Arbeit ist des Menschen Glück! Gewiss bringt Arbeit manchen Segen, aber nicht das Glück. Warum kehren diejenigen, die durch Arbeit reich geworden sind, ihr meist den Rücken? Warum klagen diejenigen, die vorweg sich Arbeiter nennen, am meisten über Mangel an Glück?
Heinrich Hansjakob (1837-1916), katholischer Geistlicher, Schriftsteller, Historiker und Politiker

Denn das Glück ist wohl hauptsächlich Frieden. Weniger Arbeit und weniger Luxus.
August Strindberg (1849-1912), schwedischer Dichter

Man muss das Glück aus sich selbst schöpfen, aus einem reichen Arbeitstag und der Erhellung, die er in den Nebel um uns hineintragen konnte.
Henri Matisse (1869-1954), französischer Maler, Grafiker, Zeichner und Bildhauer

Arbeiten mit den Händen. Wandern in der freien Natur. Essen, wenn man Hunger hat. Schlafen, wenn man müde ist. Sprechen mit den Bäumen und den Würmern. Flöten für die Vögel und auf einem Kamm blasen für die Fische. Du bekommst neue Augen für die Wunder um dich herum. Du wirst weniger verbrauchen, aber mehr und bewusster genießen. Genießen ist ein Segen. Mit wenig zufrieden sein und viel genießen ist die Kunst und das Glück von wirklich freien Menschen.
Phil Bosmans (1922- ), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

  Arbeit und Erfüllung

Man muss die alltäglichen Arbeiten als Teil eines großen Ganzen sehen. Und wenn der schöpferische Teil des Lebens Erfüllung bringt, erledigt man auch die Dinge, die einfach zur Arbeit gehören.
Christoph Martin Wieland (1733-1813)

Man kann jede Arbeit wie ein Beamter erledigen, aber man kann auch jede Arbeit mit schöpferischem Geist erfüllen. Es gibt tatsächlich keine Arbeit, die man nicht vom schöpferischen Standpunkt aus ansehen kann.
August Wilhelm von Hofmann (1818-1892), deutscher Chemiker

Ein Tag ohne Arbeit würde mir wie Diebstahl vorkommen.
Louis Pasteur (1822-1895), französischer Chemiker und Bakteriologe

Arbeiten und schaffen soll jeder nach seiner Art, denn darin liegt sein Heil; bauen soll er in sich und außer sich. Und was ihm in der Seele, was ihm im Umkreis seines Seins von gegenwirkenden Kräften zerstört wurde, das soll er immer wieder von neuem geduldig aufrichten, denn darin liegt sein Glück.
Wilhelm Raabe (1831-1910), deutscher Schriftsteller

Wer nicht schon in der Arbeit Genugtuung findet, der wird nie zur Zufriedenheit gelangen.
Peter Rosegger (1843-1918), österreichischer Schriftsteller

Arbeit ist oft die einzige Erholung von der Last des Daseins.
Peter Rosegger (1843-1918), österreichischer Schriftsteller

Bis ins hohe Alter hinein daran arbeiten zu können, woran man Freude hat, ist eine Gnade, von der ein Pensionär keine Ahnung hat.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Literaturnobelpreisträger

Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Arbeit bedeutet atmen für mich, wenn ich nicht arbeiten kann, kann ich nicht atmen.
Pablo Picasso (1881-1973), spanischer Maler, Graphiker und Bildhauer

Ich ging zur Arbeit in ein Büro und lernte, unter anderen Lektionen, Dinge zu tun, an denen mir nichts lag, und sie gut zu tun.
Sigrid Undset (1882-1949), norwegische Schriftstellerin

Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.
Khalil Gibran (1883-1913), libanesischer Schriftsteller

Ob einer Ernst macht, sieht man nicht an den großen Entschlüssen, sondern an der kleinen Arbeit, tagaus, tagein.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph

Arbeit ist die zuverlässigste Seligkeit dieser Erde.
Ernst Wiechert (1887-1950), deutscher Schriftsteller

Arbeit um der bloßen "Beschäftigung" willen wäre Arbeit um ihrer selbst willen. Zur Arbeit gehört ein Sinn oder Ziel, um dessentwillen man arbeitet. Andernfalls ist es keine Arbeit.
Oswald von Nell-Breuning (1890-1991), deutscher katholischer Theologe, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler

Die Arbeit, die tüchtige, intensive Arbeit, die einen ganz in Anspruch nimmt mit Hirn und Nerven, ist doch der größte Genuss im Leben.
Rosa Luxemburg (1870-1919), deutsche sozialdemokratische Politikerin, Begründerin der KPD

Du brauchst nicht zu sehen, was einer tut, um zu wissen, ob es sein Beruf ist. Du musst nur auf seine Augen achten: Ein Koch, wenn er eine Sauce anrührt, ein Chirurg, wenn er den ersten Schnitt setzt, ein Schreiber, wenn er einen Frachtbrief ausfüllt, haben denselben entrückten Ausdruck, gehen in ihrer Arbeit auf.
William H. Auden
(1907-1973), englischer und seit 1946 ein amerikanischer Schriftsteller

Aufstehen, Straßenbahn, vier Stunden Arbeit, Essen, Schlafen, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, immer derselbe Rhythmus - das ist sehr lange ein bequemer Weg. Eines Tages aber steht das „Warum" da.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

Häufig leidet man daran, dass man zwar viel Arbeit, aber keine Aufgabe hat.
Helmut Walters (1930-1985), deutscher Schriftsteller, Pädagoge und Aphoristiker

  Arbeit und Selbstfindung

Der Beruf ist der von Gott gewollte Garten, in dem wir zur Ewigkeit heranreifen sollen.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Arbeit: die Gelegenheit sich selbst zu entdecken.
Joseph Conrad (1857-1924), englischer Schriftsteller

Ich liebe nicht die Arbeit, keiner liebt sie; aber ich liebe das, was in der Arbeit die Gelegenheit ist, sich selbst zu entdecken.
Joseph Conrad (1857-1924), englischer Schriftsteller

Nicht, was er mit seiner Arbeit erwirbt, ist der eigentliche Lohn des Menschen, sondern was er durch sie wird.
John Ruskin
(1819-1900), englischer Schriftsteller, Kunstkritiker und Sozialphilosoph

Beifall, Zustimmung, Ehren bedeuten uns immer noch was, als wäre damit etwas getan. Das ist aber falsch und unklug. Wir müssen vielmehr unsere Seele mit dem Glauben an die Nichtigkeit dieser Dinge ganz erfüllen und unser Glück einzig und allein in der Arbeit, in dem uns Bestätigen unser Selbst finden.
Theodor Fontane (1819-1898), deutscher Dichter hugenottischer Abstammung

Wahrer Beruf für den Menschen ist nur, zu sich selbst zu kommen.
Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter

Arbeit hat eine personale Dimension, ist Selbstfindung: Arbeit kann und soll ein Ort der Menschwerdung des Menschen sein. Selbstfindung geschieht nicht nur durch den Weg nach innen, sondern auch durch jede sinnvolle Arbeit.
Friedhelm Hengsbach (1937- ), deutscher Jesuitenpater, Sozialethiker

Es gibt nur eine Arbeit: die Arbeit an sich selbst.
Charles Ferdinand Ramuz (1878-1947), Schweizer Schriftsteller, Lyriker und Essayist

  Arbeit und Selbstwertgefühl

Schäm dich nicht für den Beruf, den du ausübst.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Nichts verleiht den Menschen ein erhabeneres Gefühl als die Arbeit. Ohne Arbeit hat der Mensch keine Würde. Deshalb sind Müßiggänger derart mit der oberflächlichen Zurschaustellung ihrer Bedeutung beschäftigt; sie wissen, dass andere sie sonst verachten würden.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Arbeit, Achtung vor eigenen Kräften ist eine unbedingte Lebensbedingung.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Nur durch Arbeit und Kampf ist Selbständigkeit und das Gefühl der eigenen Würde zu erlangen.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Eine jede Arbeit, welche den Menschen in Anspruch nimmt, macht den Menschen still und bewirkt, dass er sich in das gesellschaftliche Gefüge seiner Stelle einordnet.
Paul Ernst (1866-1933), deutscher Schriftsteller und Journalist

  Arbeit und Gemeinschaft

Reichtum macht selbst Brüder uneins, Arbeit führt das ganze Dorf zusammen.
chinesisches Sprichwort

Die Größe eines Berufes besteht vielleicht vor allem darin, dass er Menschen vereinigt.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

  Arbeit und Ruhe

Ruhe ist nur durch Arbeit zu gewinnen.
türkisches Sprichwort

Besser gut ausruhen als schlecht arbeiten.
deutsches Sprichwort

Nimm, der ernsten Arbeit entladen, froher Stunden Geschenk an!
Horaz (65-8 v.Chr.), römischer Philosoph

Ohne Arbeit gelangt man nicht zur Ruhe und ohne Kampf nicht zum Siege.
Thomas von Kempen (1379/80-1471), holländischer Augustinermönch und Prediger

Warum suchst du die Ruhe, da du zur Arbeit geboren bist?
Thomas von Kempen (1379/80-1471), holländischer Augustinermönch und Prediger


Charles C. Ebbets Mittagessen auf dem Rockefeller Center 1932
http://thepirata.com/photographs-that-changed-the-world-part-3/

In einem arbeitsreichen Leben gibt es einen Ratschlag, dem niemand widersprechen wird, nämlich: gelegentlich völlig untätig zu sein.
Sydney Smith (1771-1845), englischer Schriftsteller und Pfarrer

Es gibt eine Zeit für tätige Hingabe an die Arbeit und eine Zeit der Zurückgezogenheit. Es gibt eine Zeit, in der man seine Aufgabe voll wahrnimmt. Es gibt eine Zeit, in der man sie philosophisch betrachtet, und es gibt eine Zeit, in der man schlicht darüber lacht.
Robert Townsend (1753-1838), US-amerikanischer Spio

Mann der Arbeit aufgewacht! Und erkenne deine Macht!
Georg Herwegh (1817-1875), deutscher Dichter und Sozialrevolutionär

Wenn die Natur das Machtwort “Ruhe” spricht und der Mensch erwidert “Arbeit”, so wird am Ende immer der Mensch den Schaden davon haben.
Prentice Mulford
(1834-1891), US-amerikanischer Journalist, Philosoph und Schriftsteller

Verlerne das nie: dich nach der Arbeit auszurasten und auszuträumen! Geh nicht auf im Erwerben, im Abrackern von Körper und Geist! Und wenn es nur Stunden der Muße sind, wahre dir die Stunden, da du in das Schöne, das Große hineinsiehst, das über uns allen im Lichte schwebt. Jede solche Stunde, innig genossen, wird dir Kraft geben für viele andere Stunden.
Ferdinand Avenarius (1856-1923), deutscher Dichter

Arbeit und Ruhe gehören zusammen wie Auge und Lid.
Rabindranath Tagore (1861-1941), indischer Dichter, Literaturnobelpreisträger

Wer nicht rasten kann, kann auch nicht arbeiten.
Harry Emerson Fosdick
(1878-1969), US-amerikanischer Geistlicher, Lehrer, Autor

Die Stunden außerhalb des Büros fresse ich wie ein wildes Tier.
Franz Kafka (1883-1924), österreichischer Schriftsteller

Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens.
John Steinbeck
(1902-1968), US-amerikanischer Schriftsteller

Man strebt danach, eine Arbeit zu haben, um das Recht zu haben, sich auszuruhen.
Cesare Pavese (1908-1950), italienischer Schriftsteller

Innerhalb seiner gesellschaftlichen Grenzen, in seiner universalen Heimat schreit das Arbeitervolk.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin und Mystikerin

Die Arbeiter haben ein langes Gedächtnis, länger als das Gedächtnis mancher Politiker.
Heinz-Werner Meyer (1932-1994), deutscher Gewerkschaftler, DGB-Vorsitz

Arbeiter aller Länder – entspannt euch!
Bob Black (1951- ), US-amerikanischer Anarchist und Autor

  Arbeit und Vergnügen

Arbeit und Vergnügen, von Natur aus Gegensätze, sind durch ein natürliches Band miteinander verbunden.
Titus Livius ( 59 v. bis 17 n.Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Selbst Arbeit ist ein Vergnügen.
Marcus Valerius Martial (40-102/104),  römischer Dichter

Arbeit ist nicht die Strafe des Menschen; sie ist sein Lohn und seine Stärke und sein Vergnügen.
George Sand (1804-1876), französische Schriftstellerin

Das Vergnügen verbraucht uns. Die Arbeit kräftigt uns. Wähle.
Charles Baudelaire (1821-1867), französischer Dichter

Das Werk sieht immer leicht aus, wenn die Arbeit ein Vergnügen ist.
Cardinal de Bernis (1715-1794), französischer Politiker, Dichter und Kardinal

Bei genauem Hinsehen zeigt sich, dass Arbeit weniger geisttötend ist als Amusement.
Charles Baudelaire (1821-1867), französischer Dichter

Arbeit ist nicht die Strafe des Menschen; sie ist sein Lohn und seine Stärke und sein Vergnügen.
George Sand (Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil) (1804-1876), französische Schrittstellerin

Man arbeitet noch, denn Arbeit ist eine Unterhaltung. Aber man sorgt, dass die Unterhaltung nicht angreife.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Ohne Arbeit kein Genuss; keine Arbeit ohne Genuss.
August Bebel (1840-1913), deutscher Politiker, Mitbegründer der SPD

Für die Mehrheit der Menschen ist Arbeit die einzige Zerstreuung, die sie auf die Dauer aushalten können.
Dennis Gabor (1900-1979), ungarischer Ingenieur, Physiknobelpreisträger

Arbeit macht mehr Spaß als Spaß.
Noel Coward (1899-1973), englischer Schriftsteller, Komponist, Schauspieler und Sänger

  Arbeit und Freizeit

Wer frei ist von Arbeit, kann sich der Weisheit widmen.
AT, Jesus Sirach 38,24

Wer nichts recht tut, hat nie Feierabend.
deutsches Sprichwort

Wer seine Freizeit nicht zu nutzen versteht, hat mehr zu tun, als wer mitten in der Arbeit zu tun hat.
Quintus Ennius (239-169 v.Chr.), römischer Schriftsteller

Wenn das ganze Jahr über Urlaub wäre, wäre das Vergnügen so langweilig wie die Arbeit.
William Shakespeare (1564-1616), englischer Dramatiker

Das Vergnügen ist so nötig als die Arbeit.
Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Eine höhere Kultur kann allein dort entstehen, wo es zwei unterschiedene Kasten der Gesellschaft gibt: die der Arbeitenden und die der Müßigen, zu wahrer Muße Befähigten.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Muße, nicht Arbeit ist das Ziel des Lebens.
Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

Fünfzig Wochen im Jahr zu leiden für zwei Wochen Ferien.
Arthur Miller (1915-2005), US-amerikanischer Schriftsteller

Wie der Fluss im Meer, so findet unsere Arbeit ihre Erfüllung in der Tiefe der Muße
Rabindranath Tagore (1861-1941), indischer Dichter,
Literaturnobelpreisträger

Macht Ferien! Schafft Arbeit!
Enrico Celio (1889-1980), Schweizer Politiker, CVP

Urlaubsreisen sind wie die Arbeit, von der man sich erholen will.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Heute ist ja nichts normaler, als Leute von morgens bis abends arbeiten zu sehen, bis sie dann entscheiden, beim Kartenspiel, im Café und mit Geschwätz die Zeit zu vergeuden, die ihnen zum Leben bleibt.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

Der größte Fehler der Neuzeit besteht darin, zwischen Freizeit und Arbeitszeit zu trennen. Produktive Arbeit wird durch diese Anschauung unterdrückt und viele Möglichkeiten bleiben ungenutzt.
Max Putzler (1915-1998), deutscher Autor

Ein Hobby ist harte Arbeit, die niemand täte, wenn sie sein Beruf wäre.
Günther Schramm (1929- ), deutscher Schauspieler, Synchronsprecher, Fernsehmoderator, Kabarettist und Sänger

Schon manches Hobby hat sich als Rettungsring für die erwiesen, die beruflich baden gingen.
Gerhard Uhlenbruck (1929- ), deutscher Biologe und Aphoristiker

  Arbeit und Erholung

Erholung ist die Würze der Arbeit.
Plutarch
(46-120), griechischer Philosoph und Geschichtsschreiber

Zu welchem Zweck ward uns die Musik gegeben? Ist's nicht, des Menschen Seele zu erfrischen nach ernstem Studium und der Arbeit Mühe!
William Shakespeare (1564-1616), englischer Dramatiker

Der Geisteszustand der meisten Menschen ist auf einer Seite anspannende und erschöpfende Arbeit, auf der anderen erschlaffender Genuss.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Von allen Erfindungen, die der Frau die Arbeit erleichtern oder ersparen, ist der Mann die beliebteste.
Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

Die Arbeit ist notwendig für den Menschen. Der Mensch erfand den Wecker.
Pablo Picasso (1881-1973), spanischer Maler, Graphiker und Bildhauer

Ein vernünftiger Mensch erholt sich bei einer Arbeit von der anderen.
Helmuth von Moltke (1907-1945), deutscher Jurist, Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten

Die meisten Menschen richten sich nicht durch das Tempo ihrer Arbeit zugrunde, sondern durch das Tempo ihrer Erholung.
Norman White (20. Jh.), US-amerikanischer Künstler

  Arbeit und Spiel

Erst die Arbeit, dann das Spiel.
deutsches Sprichwort

Spiel ist die Würze aller Arbeit.
Plutarch
(46-120), griechischer Philosoph und Geschichtsschreiber

Das Spiel ist eine Art von Ausruhen, und da die Menschen nicht ununterbrochen arbeiten können, so bedürfen sie des Ausruhens; darum aber ist doch das Ausruhen nicht Endzweck.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph und Naturforscher

Nur Arbeit und kein Spiel macht dumm.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Arbeit ist das, was man zu tun verpflichtet ist, und Spiel ist das, was man nicht zu tun verpflichtet ist.
Mark Twain (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller

Gerade um wertvolle Arbeit zu tun, muss man spielen, das heißt basteln, versuchen, experimentieren.
Emanuel Lasker (1868-1941), deutscher Mathematiker und Philosoph, Schachspieler

  Arbeit und Feiern

Wer arbeitet und nicht feiert, Lust und Kräfte bald verleiert.
Bauernregel

Man kann Gott nicht allein mit Arbeit dienen, sondern auch mit Feiern und Ruhen.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Wenn alle Tage im Jahre gefeiert würden, so würde Spiel so lästig sein wie Arbeit.
William Shakespeare (1564-1616), englischer Dramatiker

Tages Arbeit! Abends Gäste! Saure Wochen! Frohe Feste!
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Arbeit und Feier vollenden einander.
Ludwig Strauss (1892-1953), deutscher Schriftsteller und Literaturwissenschaftler jüdischer Herkunft

  Arbeit und Alter

Man soll die Lebensarbeit so lange fortsetzen, wie man kann.
Michel de Montaigne (1533-1592), französischer Politiker, Philosoph und Essayist

Je mehr ich an Jahren gewinne, umso nötiger erscheint mir die Arbeit. Mit der Zeit wird sie zum größten Vergnügen und nimmt den Platz der Illusionen ein.
Voltaire (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Für die Jugend habe ich nur drei Worte als Ratschlag: Arbeite, arbeite, arbeite.
Otto Eduard Leopold von Bismarck (1815-1898), preußisch-deutscher Staatsmann, Reichskanzler

Ein Alter, der das Altsein, die weißen Haare und die Todesnähe nur hasst und fürchtet, ist kein würdiger Vertreter seiner Lebensstufe, so wenig wie ein junger und kräftiger Mensch, der seinen Beruf und seine tägliche Arbeit hasst und sich ihnen zu entziehen sucht.
Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter

  Arbeit und Gesundheit

Mangel an Arbeit bringt tausend Krankheiten.
indisches Sprichwort

Den Kranken kuriert die Arbeit, den Reichen der Doktor.
polnisches Sprichwort

Nachtarbeit kommt an den Tag.
portugiesisches Sprichwort

Gesundheit ist die Tochter der Arbeit.
deutsches Sprichwort

Arbeit, Mäßigkeit und Ruh, schließt dem Arzt die Türe zu.
deutsches Sprichwort

Nicht die Arbeit reibt dich auf, sondern die Sorge.
russisches Sprichwort

Die Arbeit riecht nach der Lampe.
Pytheas (380-310 v.Chr.), griechischer Händler, Geograph und Seefahrer

Die Trägheit ist des Menschen Feind, die seinen Leib erschlafft, die Arbeit ist sein bester Freund, sie gibt ihm neue Kraft.
Bhartrihari (um 450-510), indischer Philosoph

Krankheit ist für die Trägen ein Fest, denn sie enthebt sie der Arbeit.
Antiphon von Rhamnus (ca. 480–411 v.Chr.), griechischer Redner

Untätigkeit schwächt den Körper, Arbeit stärkt ihn; jene sorgt für ein frühes Alter, diese verschafft eine lange Jugend.
Celsus ( um 25 v.Chr.-um 50), römischer Enzyklopädist und Medizinschrittsteller

Ständige Arbeit unterdrückt fleischliche Leidenschaft.
Beda Venerabilis (672/673-735), angelsächsicher Benediktiner und Geschichtsschreiber,

Der Mensch muss sich aber hüten, durch zu viel Arbeit seinen Leib zu töten.
Hildegard von Bingen (1098-1179), deutsche Äbtissin und Naturwissenschaftlerin, Mystikerin, Heilige

Gern geschehene Arbeit heilt die Beschwerde.
William Shakespeare (1564-1616), englischer Dichter

Das Niesen absorbiert die Funktionen der Seele ebenso wie die Arbeit.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Arbeit und Mäßigkeit halten den Menschen gesund.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Die Arbeit ist eine Quelle der Gesundheit.
Carl Hilty (1833-1909), Schweizer Jurist

Der Müßiggang macht unendlich viel müder und nervöser als die Arbeit und schwächt die Widerstandskraft, auf der eigentlich alle Gesundheit liegt.
Carl Hilty (1833-1909), Schweizer Jurist

Zweck und Erfolg, dem Körper Arbeit zuzumuten, ist nicht sowohl Gesundheitsanstalt und Verlängerung des Lebens, als die Aus- und Zurüstung desselben wider das Ungemach und für die Heiterkeit und Tätigkeit.
Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter) (1763-1825), deutscher Schriftsteller

In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Arbeit die Ursache des geistigen Verkommens und körperlicher Verunstaltung.
Paul Lafargue (1842-1911), französischer Sozialist, Schüler und Schwiegersohn von Karl Marx

Der Beruf ist eine Schutzwehr, hinter welche man sich, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art anfallen, erlaubterweise zurückziehen kann
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Wir modernen Menschen müssen alle viel unserer geistigen Gesundheit wegen reisen: und man wird immer mehr reisen, je mehr gearbeitet wird.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Ein paar Generationen Fabrikarbeiterschaft, und die Spannkraft des Geistes ist gebrochen.
Jakob Boßhart (1862-1924), Schweizer Schriftsteller

Eines der Symptome eines sich ankündigenden Nervenzusammenbruchs ist die Empfindung, dass die eigene Arbeit ganz schrecklich wichtig sei.
Bertrand Russell (1872-1970), walisischer Philosoph und Mathematiker


Burnout
http://www.showyourart.net/galleries/showArtObject/9044/Burn_Out

Beschäftigungstherapie nennt man heute, wenn Psychiater ihren Patienten Arbeit verschreiben, als sei sie ein Medikament. Das ist nicht neu. Die Ärzte der alten Griechen traten schon fünfhundert Jahre vor Christi Geburt dafür ein.
Dale Carnegie (1888-1955), US-amerikanischer Geschäftsmann und Schriftsteller

Arbeit sei dir dreierlei: Nährer, Freudenbringer und Arznei.
Emil Oesch (1894–1974), Schweizer Schriftsteller und Verleger

Ein Mensch, von Arbeit überhäuft, indes die Zeit von dannen läuft, hat zu erledigen eine Menge, und kommt, so sagt man, ins Gedränge. Inmitten all der Zappelnot trifft ihn der Schlag, und er ist tot. Was grad so wichtig noch erschienen, fällt hin: Was bleibt von den Terminen? Nur dieser einzige zuletzt: Am Mittwoch wird er beigesetzt - und schau, den hält er pünktlich ein, denn er hat Zeit jetzt, es zu sein.
Eugen Roth (1895-1976), deutscher Lyriker

Auch unsere Urgrosseltern haben regelmäßig ein Beruhigungsmittel genommen. Es hieß “Arbeit”.
Robert Lembke (1913-1989), deutscher Journalist und Fernsehmoderator

Mit den Händen arbeiten: das natürlichste und wirksamste Mittel um Menschen geistig zu heilen.
Phil Bosmans (1922- ), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Arbeit ist des Lebens Kürze.
Werner Ehrenfort (1939-2002), deutscher Aphoristiker

Finden sie eine Arbeit die sie lieben und sie fügen jeder Woche fünf Tage hinzu.
Henri Jackson Brown (1940- ), US-amerikanischer Autor

Man geht ihm Beruf auf und dann im Beruf unter.
anonymus

  Arbeit und Essen

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.
Bibel, Neues Testament, 2 Thessalonicher 3, 10

Treibe bei der Arbeit, aber nicht beim Essen.
chinesisches Sprichwort

Wer nicht arbeiten will, der lass' das Brot auch liegen still.
Bauernregel

Wer zum Essen nichts ist, der taugt zur Arbeit zweimal nichts.
Bauernregel

Wer mit will essen, muss auch mit dreschen.
Sprichwort

Tüchtig essen lässt tüchtig arbeiten.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph und Naturforscher

Arbeite nie vor dem Frühstück; musst du vor dem Frühstück arbeiten, iss erst dein Frühstück.
Joseph Joubert (1754-1824), französischer Moralist und Essayist

Ein Mensch, der kein Eigentum erwerben darf, kann auch kein anderes Interesse haben, als so viel wie möglich zu essen und so wenig wie möglich zu arbeiten.
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph, Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre

Wer nicht arbeitet, darf wohl essen, wenn ich ihm etwas zu essen schenken will, aber er hat keinen rechtskräftigen Anspruch aufs Essen. Er darf keines andern Kräfte für sich verwenden; ist keiner so gut, es freiwillig für ihn zu tun, so wird er seine eigenen Kräfte anwenden müssen, um sich etwas auszusuchen oder zuzubereiten, oder Hungers sterben, und das von rechts wegen.
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), deutscher Erzieher und Philosoph

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Wer nicht arbeitet, soll speisen. Wer aber gar nichts tut, der darf tafeln.
Peter Hille (1854-1904), deutscher Schriftsteller

Iss nur, wenn du hungrig bist - und wenn du dein Brot durch Arbeit verdient hast
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Wer nicht arbeitet und dennoch isst, ist ein Dieb.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Arbeitsessen ist eine Mahlzeit, bei der man die Arbeit gleich mitverspeist, damit sie nicht mehr stört.
Robert Peyrefitte (1907-2000), französischer Schriftsteller

  Arbeit und Schlaf

Wer arbeitet, dem ist der Schlaf süß, er habe wenig oder viel gegessen; aber die Fülle lässt den Reichen nicht schlafen.
AT, Kohelet 5,11

Schlaflosigkeit lässt sich durch Arbeit überwinden.
spanisches Sprichwort

Schlaf, du Ruhe der Welt, o Schlaf, du sanfteste Gottheit, Friede der Seele, Verscheucher der Sorge - die Leiber, vom harten Dienst ermüdet, verstehst du zu streicheln, zur Arbeit zu stärken.
Ovid (43 v.Chr.-17 n.Chr.), römischer Dichter

Jeder soll so viel schlafen, als seine körperliche Veranlagung braucht, um tagsüber mit frischer Kraft seiner Arbeit nachgehen zu können.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Der Schlaf ist das einzige Geschenk, das uns die Götter ohne Arbeit gaben, mit der Arbeit aber dreifach versüßen.
Karl Julius Weber (1767-1832), deutscher Schriftsteller

Wie könnt ihr die Nachtruhe genießen, wenn ihr nicht tagsüber gut gearbeitet habt.
Cotton Mather (1663-1728), puritanischer Geistlicher und Gelehrter

  Arbeit und Lebenssinn

Welch eine Arbeit wäre das Leben - ohne Arbeit!
deutsches Sprichwort

Wie das Pferd zum Rennen, der Ochse zum Pflügen, der Hund zum Aufspüren, so ist der Mensch zum Handeln und Arbeiten geboren.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph und Naturforscher

Viele Menschen erkaufen sich die Hölle mit so großer und schwerer Arbeit, dass sie mit der Hälfte davon den Himmel hätten erkaufen können.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Warum suchst du die Ruhe, da du zur Arbeit geboren bist?
Thomas von Kempen, 1379/80-1471, holländischer Augustinermönch und Prediger

Es gilt, sein Leben lang zu arbeiten, zu kämpfen und jeden Tag neu zu beginnen. Man muss nicht nur mit anderen Geduld haben, sondern auch mit sich selbst.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Man arbeitet nicht allein, dass man lebe, sondern man lebt um der Arbeit willen, und wenn man nichts mehr zu arbeiten hat, so leidet man oder entschläft.
Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700-1760), Begründer der Herrnhuter Brüdergemeine, Tageslosungen

Zur Arbeit, Lieb und zur Veredlung ward das Leben uns gegeben. Fehlen die, was hat der Mensch am Leben? Hat er sie, was fehlt ihm? Worüber wollt ihr klagen?
Johann Gottfried Herder (1744-1803), deutscher Dichter

Man soll arbeiten, man soll sich nützlich machen, man ist über seine Talente Rechenschaft schuldig
Denis Diderot (1713-1774), französischer Schriftsteller und Philosoph

Lasst uns arbeiten, ohne zu grübeln. Das ist das einzige Mittel, das Leben erträglich zu machen.
Voltaire (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Vor allen Kindern, die uns begegnen, sollten wir uns tief und ehrfurchtsvoll verneigen; sie sind unsere Herren, für sie arbeiten wir.
Ludwig Börne (1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat

Ich bin fest überzeugt, dass hienieden gar nicht das Land des Genusses, sondern das Land der Mühe und Arbeit ist, und dass jede Freude nichts weiter als Stärkung zu weiterer Mühe sein soll.
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), deutscher Erzieher und Philosoph

Arbeiten und nicht verzweifeln.
Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Schriftsteller

Das Leben ist eine Pflicht, nicht ein Vergnügen. Es ist kein Festtag und kein Trauertag, sondern ein Arbeitstag.
Alexandre Rodolphe Vinet (1797-1847), Schweizer reformierter Theologe und Literaturhistoriker

Die kleinste Arbeit schaffe, als sei sie ein Meisterstück, rasch und gut.
Jeremias Gotthelf (1797-1854), schweizerischer Erzähler

Jede Arbeit soll zuerst mit dem Herzen, dann mit den Händen oder mit der Zunge geschehen.
Johann Heinrich Wichern (1808-1881), deutscher evangelischer Theologe

Was war mein Leben? Ausgelebte Lüste, viel Arbeit und - am Schluss Ekel vor allem.
Charles Forbes René de Montalembert (1810-1870), französischer Historiker und Politiker

Die große moderne Formel lautet: Arbeit, abermals Arbeit, und immer Arbeit.
Léon Gambetta (1838-1882), französischer S

Bedenke, was du heute tust, bedenk’ auch, was du morgen musst, zumeist bedenke, deinem Leben durch Arbeit Kern und Halt zu geben.
Friedrich Wilhelm Weber (1813-1894), deutscher Arzt, Politiker und Dichter

Nicht was er mit der Arbeit erwirbt, ist der eigentliche Lohn des Menschen, sondern was er durch sie wird.
John Ruskin (1819-1900), englischer Schriftsteller, Kunstkritiker und Sozialphilosoph

Ich hätte für mein Leben gern eine richtige, vernünftige Arbeit gehabt, statt die Zeit zu vertändeln.
Florence Nightingale (1820-1910), englische Krankenpflegerin

Arbeit und Liebe, das ist Leib und Seele des Menschendaseins. Glückselig, wo sie eins ist.
Berthold Auerbach (Moses Baruch Auerbach) (1812-1882), deutscher Schriftsteller

Man muss lachen und weinen, lieben, arbeiten, genießen und leiden, und überhaupt soviel wie möglich nach dem Maße seiner Fähigkeiten in Schwingung sein. Das ist, glaube ich, das wahrhaft Menschliche.
Gustave Flaubert (1821-1880), französischer Dichter

Du siehst, was ich gefunden habe: meine Arbeit; und du siehst auch, was ich nicht gefunden habe - alles Übrige, was zum Leben gehört.
Vincent van Gogh (1853-1890), niederländischer Maler

Nur Arbeit hebt dich sanft hinweg aus dumpfem Weltverneinen; sie gibt der Stunde einen Zweck, hat auch das Leben keinen.
Oskar Blumenthal (1852-1917), deutscher Dramatiker

Der Mensch lebt nicht darum, dass man für ihn arbeite, sondern dass er arbeite für andere.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Menschen, die nicht arbeiten, das heißt eines der Gesetze ihres Lebens nicht befolgen, müssen einfach überschnappen.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Nicht sinnen und sorgen, sondern bitten und arbeiten ist in allen schwierigen Verhältnissen das Richtige.
Carl Hilty (1833-1909), Schweizer Jurist

Meiner Ansicht nach bin ich reich wie ein Krösus - nicht an Geld, aber reich, weil ich in meiner Arbeit etwas gefunden habe, dem ich mich mit Herz und Seele widmen kann und das mich inspiriert und meinem Leben einen Sinn gibt.
Vincent van Gogh (1853-1890), niederländischer Maler

Ist das Innere Leben gleich Null, so kann man noch so viel Eifer und gute Absichten haben, noch so viel arbeiten, es reifen keine Früchte. Es ist eine Quelle, die anderen Heiligkeit spenden möchte, aber nicht kann, da sie keine besitzt.
Charles de Foucauld (1858-1916), französischer Offizier und Einsiedler

Arbeiten muss man, alles andere - zum Teufel damit.
Anton Tschechow (1860-1904), russischer Schriftsteller, Novellist und Dramatiker

Arbeit ist das, was man tut, um es … einmal nicht mehr tun zu müssen.
Alfred Polgar (1873-1955), österreichischer Schriftsteller und Kritiker

Ich glaube an das Alter, lieber Freund, Arbeiten und Altwerden, das ist es, was das Leben von uns erwartet.
Rainer Maria Rilke (1875-1926), deutschsprachiger Lyriker

Wir wissen nicht im entferntesten, was gespielt wird, universal gesehen, wer oder was wir überhaupt sind, woher und wohin, Arbeit und Erfolg sind in keinen Zusammenhang zu bringen auch Leben und Tod nicht.
Gottfried Benn (1886-1956), deutscher Dichter

Arbeit um der bloßen "Beschäftigung" willen wäre Arbeit um ihrer selbst willen. Zur Arbeit gehört ein Sinn oder Ziel, um dessentwillen man arbeitet. Andernfalls ist es keine Arbeit.
Oswald von Nell-Breuning (1890-1991), deutscher katholischer Theologe, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler

So wie wir unsere Wirtschaft organisiert haben, stehen wir unter dem irrsinnigen Zwang, nur damit unsere Menschen hier Arbeit und Verdienst haben, Wirtschaftswachstum zu betreiben.
Oswald von Nell-Breuning (1890-1991), deutscher katholischer Theologe, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler

Lass nie den Erfolg seine Leere verbergen, die Leistung ihre Wertlosigkeit, das Arbeitsleben seine Öde. Behalte den Sporn, um weiter zu kommen, den Schmerz in der Seele, der uns über uns selber hinaustreibt.
Dag Hammarskjöld (1905-1961), schwedischer Politiker, UN-Generalsekretär, Friedensnobelpreisträger (posthum)

Ich lebe, wie jeder wirkliche Mann, in meiner Arbeit.
Max Frisch (1911-1991), Schweizer Schriftsteller

Wenn du die, denen deine Arbeit gewidmet ist, kennst, verstehst und liebst, hast du "ja" zum Leben gesagt.
Halldór Laxness (1902-1998), isländischer Schriftsteller

Der Mensch hat die Möglichkeit, spontan in Liebe und Arbeit mit der Welt in Beziehung zu treten.
Erich Fromm (1900-1980), US-amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Wenn die Arbeit sinnlos ist, nähert sich auch das Leben der Sinnlosigkeit.
Abraham Maslow (1908-1970), US-amerikanischer Psychologe

Arbeit: Der ursprüngliche Vertrag des Menschen mit der Natur, der Seele mit ihrem Körper.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin

Erwerbstätigkeit ist und bleibt für die Selbstachtung des Menschen, für seine Existenzsicherung und seine Orientierung im Leben unverzichtbar.
Richard von Weizsäcker (1912- ), deutscher Politiker, Bundespräsident

Aufstehen, Straßenbahn, vier Stunden Arbeit, Essen, Schlafen, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, immer derselbe Rhythmus - das ist sehr lange ein bequemer Weg. Eines Tages aber steht das „Warum" da.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

Die Menschen leben immer länger, aber nicht immer glücklicher. Zuerst arbeiten sie, um zu leben, und zuletzt arbeiten sie und vergessen zu leben. Sie haben nichts begriffen. Sie meinen noch immer, darin liege das Glück eines Menschen: viel arbeiten und viel verdienen, viel Bequemlichkeit und viel Freizeit haben, gut essen und lange leben. Wie kann man in einer Zeit mit soviel Wissenschaft so dumm sein! Wehr dich dagegen! Du bist keine Maschine, konstruiert für bestimmte Zwecke. Du bist mehr als deine Funktion, mehr als dein Posten, dein Beruf, deine Arbeit. Du bist an erster Stelle Mensch, dazu da, um zu leben, um zu lachen, um zu lieben. Ein guter Mensch sein - das ist das einzige wirklich Wichtige auf dieser Welt.
Phil Bosmans (1922- ), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Die Japaner lieben die Arbeit - im Gegensatz zu den Europäern. Für uns ist sie der Sinn des Lebens.
Tadahiro Sekimoto (1926-2007), japanischer Ingenieru

Wenn Arbeit alles wäre, gäbe es keinen Lebenssinn für Behinderte, keinen mehr für Alte und noch keinen für Kinder.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

  Arbeit und Trost

Gott verkauft Weisheit für Arbeit und Leiden.
ukrainisches Sprichwort

Die Arbeit selbst lässt so etwas wie Schwielen gegen den Schmerz wachsen.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Wer die Arbeit liebt bleibt ohne Betrübnis.
Ephräm der Syrer (um 306-373), persischer Heiliger, Schriftsteller und Kirchenlehrer

Eine Stunde konzentrierter Arbeit hilft mehr deine Lebensfreude anzufachen, deine Schwermut zu überwinden und dein Schiff wieder flott zu machen als ein Monat dumpfen Brütens.
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Freude presst Wehmut aus über die Kürze des Lebens. Traurigkeit macht, dass seine Länge uns überdrüssig wird. Mühe und Arbeit allein machen uns das Leben erträgtlich.
Karl Philipp Moritz (1756-1793). deutscher Schriftsteller

Als Heilmittel gegen Sorge ist Arbeit besser als Whiskey.
Ralph Waldo Emerson (1803-1882), amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph

Unglücksfälle soll man bedauern, wenn dem Betroffenen damit geholfen wird - wenn aber nicht, so geh an deine Arbeit, und das Übel wird sich lindern.
Ralph Waldo Emerson (1803-1882), amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph

Weine dich aus im Schmerz! Dann greif entschlossen zur Arbeit! Was die Träne nicht löst, löst, dich erquickend, der Schweiß.
Emanuel Geibel (1815-1884), deutscher Dichter

Wenn du alle Tage arbeitetest, wäre dir dein Leben erträglicher.
Charles Baudelaire (1821-1867), französischer Dichter

Es gibt keine größere Arbeit, als festzustehen im Strom des Lebens; sobald man aufhört zu arbeiten, wird man fortgerissen.
Nicolas de Malebranche (1638-1715), französischer Oratorianermönch und Philosoph

Ein echter Tatmensch sieht, wenn er auf den Weg tritt, sofort so viel Arbeit vor sich, dass er nicht anfangen wird zu klagen, man lasse ihn nichts machen, sondern er wird sofort irgendetwas finden und wird das, was er sich vornimmt, dann selbst mit gebundenen Händen fertig zu stellen verstehen.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Wer nichts zu tun hat, quält seine Phantasie damit, eine Arbeit zu ersinnen, um einsame trübe Stunden auszufüllen.
Paolo Mantegazza (1831-1910), italienischer Neurologe, Physiologe und Anthropologe

Arbeit ist das beste Gegengift gegen Sorgen.
Paolo Mantegazza (1831-1910), italienischer Neurologe, Physiologe und Anthropolog

Ein Tag voller Sorge ist anstrengender als ein Tag voller Arbeit.
John Lubbock (1834-1913), englischer Anthropologe

Es gibt nur ein Glück: die Pflicht. Nur einen Trost: die Arbeit. Nur einen Genuss: das Schöne.
Carmen Sylva
(1843-1916), deutsche Lyrikerin und Märchenerzählerin

Denn sie [die Arbeit] verbraucht außerordentlich viel Nervenkraft und entzieht dieselbe dem Nachdenken, Grübeln, Träumen, Sorgen, Lieben, Hassen, sie stellt ein kleines Ziel immer vor's Auge und gewährt leichte und regelmäßige Befriedigung.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Ein Beruf macht gedankenlos, darin liegt sein größter Segen. Denn er ist eine Schutzwehr, hinter welche man sich, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art anfallen, erlaubtermaßen zurückziehen kann.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Denn sie [die Arbeit] verbraucht außerordentlich viel Nervenkraft und entzieht dieselbe dem Nachdenken, Grübeln, Träumen, Sorgen, Lieben, Hassen, sie stellt ein kleines Ziel immer vor's Auge und gewährt leichte und regelmäßige Befriedigung.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Arbeit, die ewige Last, ohne die alle übrigen Lasten unerträglich würden.
Klaus Mann (1906-1949), deutschsprachiger Schriftsteller

Es gibt nicht nur den Therapeuten als Beruf, sondern auch den Beruf als Therapie.
Gerhard Uhlenbruck (1929- ), deutscher Biologe und Aphoristiker

  Arbeit und Tugend

Arbeit schändet nicht, die Trägheit aber entehrt uns.
Hesiod (vor 700 v.Chr.), griechischer Epiker

Was ist dein Beruf? „Gut zu sein!“
Marc Aurel (121-180), römischer Politiker

Seid geduldig in den Trübsalen, wachsam im Gebet, unverdrossen in der Arbeit, bescheiden im Reden, ernst im Benehmen, dankbar für Wohltaten; denn für all dieses wird euch ein ewiges Reich bereitet.
Franz von Assisi (1181-1226), italienischer Gründer des Franziskanerordens, Heiliger

Arbeit befreit uns von drei Übeln: Langeweile, Laster und Not.
Voltaire (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Die kleinste Arbeit schaffe, als sei sie ein Meisterstück, rasch und gut.
Gotthold Ephraim Lessing (1752-1796), deutscher Satiriker, Jurist, und Schriftsteller

Arbeit ist des Blutes Balsam. Arbeit ist der Tugend Quell.
Johann Gottfried Herder (1744-1803), deutscher Dichter

Gott hat der Tugend zur Schildwache die Arbeit gesetzt.
Napoleon I. Bonaparte (1769-1821), französischer General, Staatsmann und Kaiser

Welch schrecklicher Irrglaube unserer Welt, Arbeit und Mühe seien eine Tugend. Durchaus nicht, eher ein Laster, denn Christus hat auch nicht gearbeitet.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Besitz verlockt zur Sünde, und die Anhäufung von Reichtümern entsittlicht den Menschen; nur die einfache Arbeit gibt Glück und Zufriedenheit.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Sei strenge, pünktlich, ordentlich, arbeitsam, fleißig in deinem Berufe.
Adolph Freiherr von Knigge (1752-1796), deutscher Satiriker, Jurist, und Schriftsteller

Selbstkritik und Aufrichtigkeit sind die erste Pflicht im Berufsleben.
Karl Raimund Popper (1902-1994), österreichisch-britischer Philosoph

  Arbeit und Moral

Besser mit Verlust arbeiten als mit Gewinn stehlen.
russisches Sprichwort

Leider erniedrigt oft der Mensch die Arbeit.
griechisches Sprichwort

Die schlimmste Gemeinheit eines Arztes ist, wenn er sich Arbeit verschafft.
Publilius Syrus (1.Jhd. v.Chr.), römischer Lustspieldichter

Seid geduldig in den Trübsalen, wachsam im Gebet, unverdrossen in der Arbeit, bescheiden im Reden, ernst im Benehmen, dankbar für Wohltaten; denn für all dieses wird euch ein ewiges Reich bereitet.
Franz von Assisi (1181-1226), italienischer Gründer des Franziskanerordens, Heiliger

Ich könnte nicht an Projekten arbeiten, die nur für einige nützlich sind, weil sie anderen schaden.
René Descartes (1596-1650), französischer Philosoph, Mathematiker und Naturforscher

Ja, wir glauben, dass die Menschen noch einen höheren Beruf haben, als sich gegenseitig auszubeuten.
Moses Hess (1812-1875), deutsch-jüdischer Philosoph und Schriftsteller

Nur arbeitsame Menschen sind aus sich heraus fröhlich, friedfertig und gut.
Berthold Auerbach (Moses Baruch Auerbach) (1812-1882), deutscher Schriftsteller

Sei wahrhaftig gegenüber deiner Arbeit, deinem Wort und deinem Freund.
Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller

Christentum muss man nicht so sehr den Arbeitern wie den nicht arbeitenden Herren predigen.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Ehrliche Arbeit hat noch keinem Schlösser eingebracht.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Die Moral der Arbeit ist eine Sklavenmoral und in der neuzeitlichen Welt bedarf es keiner Sklaverei mehr.
Bertrand Russell (1872-1970), walisischer Philosoph und Mathematiker

Ich nehme was kommt, und bitte nur, dass mir die nötigen Fähigkeiten dazu gegeben werden. Auf alle Fälle ist es eine gute Schule der Demut, wenn man beständig Dinge zu tun hat, die man mit großer Mühe nur sehr unvollkommen fertig bringt.
Edith Stein (1891-1942), deutsche jüdischstämmige Philosophin, Ordensschwester, Ermordung im KZ, Heilige

Jede Arbeit, die auf Vernichtung der Lebenden, der Nachkommen, der Mitgeschöpfe und der ganzen Erde abzielt, ist mit dem christlichen Glauben unvereinbar. Ein Soldat ist kein Arbeiter.
Dorothe Sölle (1929-2003), deutsche evangelische Theologin

  Arbeit und Liebe

Wenn man zu tun hat, verliert der Bogen Amors seine Kraft.
Ovid (43 v.Chr.-17 n.Chr.), römischer Dichter

So sehr liebt Venus den Müßiggang: Suchst du ein Ende der Liebe - die Liebe weicht der Arbeit -, so arbeite, und du bist sicher.
Titus Livius ( 59 v. bis 17 n.Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Alles, was du aus Liebe tust, ist Liebe. Jede Arbeit ist Liebe. Selbst der Tod ist Liebe, wenn er der Liebe entspringt.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Lieben und arbeiten! - Lieben genügt nicht; lieben und arbeiten, das ist erst alles. Lieben, das ist der Samen; arbeiten heißt aufkeimen, auftreiben und Frucht geben.
Miriam von Abellin (1846-1875), palästinensische unbeschuhte Karmeliterin, Mystikerin

Wie beweise ich meine Liebe zu Gott? Indem ich die Arbeit, die mir aufgetragen ist, gut verrichte, indem ich einfach das tue, was Gott mir anvertraut hat, ganz gleich wie das aussieht.
Mutter Teresa (Agnes Gonxha Bojaxhiu) (1910-1997), albanische Ordenschwester unter den Armen in Indien, Friedensnobelpreisträgerin

Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Unlust arbeiten könnt, dann ist es besser, eure Arbeit zu verlassen und euch ans Tor des Tempels zu setzen und um Almosen zu erbitten von denen, die mit Freude arbeiten.
Khalil Gibran (1883-1913), libanesischer Schriftsteller

Alles Wissen ist vergebens, außer es verbindet sich mit Arbeit. Und alle Arbeit ist leer, außer sie verbindet sich mit Liebe.
Und alle Arbeit ist leer, wenn die Liebe fehlt; und wenn ihr mit Liebe arbeitet, bindet ihr euch an euch selber und an Gott.

Khalil Gibran (1883-1913), libanesischer Schriftsteller

  Arbeit und Leistung

Arbeitet ohne Unterlass, als ob ihr niemals zum Ziel gelangen solltet.
Konfuzius (551-479 v.Chr.), chinesischer Philosoph

Die Arbeit glüht!
Vergil (70-19 v.Chr.), römischer Dichter

Die Hand, die dem Intellekt folgt, kann Leistungen vollbringen.
Michelangelo (1475-1564), italienischer Bildhauer, Maler, Baumeister und Dichter

Fleißig bis in die Nacht, freue ich mich selbst darüber, was für eine Menge Arbeit erledigt werden kann, wenn man dabei bleibt.
Samuel Pepys (1633-1703), englischer Politiker, Unterhausabgeordneter und Tagebuchautor

Es kommt viel weniger darauf an, was man leistet, als vielmehr darauf, wo man es leistet.
Johann Nepomuk Nestroy (1801-1862), österreichischer Schriftsteller, Schauspieler und Bühnenautor

Der Jugend kann ich nur drei Worte des Rates erteilen: arbeite, arbeite, arbeite.
Otto Eduard Leopold von Bismarck (1815-1898), preußisch-deutscher Staatsmann, Reichskanzler

Was nützt einem Geld, wenn man dafür arbeiten muss.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker,
Literaturnobelpreisträger

Der Durchschnittsmensch steckt nur ein Viertel seiner Energie und Fähigkeiten in die Arbeit. Hut ab vor denen, die mehr als die Hälfte geben.
Die Welt steht Kopf vor den wenigen, die alles geben.
Dale Carnegie (1888-1955), US-amerikanischer Geschäftsmann und Schriftsteller

Das Gerede von "Leistungsträgern" beleidigt die Möbelträger, die Briefträger, die Gepäckträger.
Kurt Marti (1921- ), Schweizer reformierter Theologe und Schriftsteller

Nur wer etwas leistet, kann sich etwas leisten.
Michail Gorbatschow (1931- ), sowjet-russischer Politiker, Generalsekretär der KPdSU, früherer Staatspräsident

 

Held der Arbeit - das Original aus dem Arbeiter- und Bauernstaat
http://www.mondosarts.de/shop/start.htm
 

Held der Freizeit - die Variante der Spaßgesellschaft
http://www.spreadshirt.de/held-der-arbeit-arbeiterheld-oldstyle-C4408A18353169
 

  Arbeit und Effektivität, Effizienz

Wer für die Katz arbeitet, kommt bald auf den Hund.
anonymus

Starre nicht auf den Ablauf der Zeit. Fülle sie mit Arbeit, und du wirst dich nicht über den Verlust an Lebenszeit beklagen.
Francesco Petrarca (1304-1374), italienischer Dichter und Geschichtsschreiber

Die Arbeit: eine fortschreitende und anhäufende Kraft, die Zinsen trägt wie das Kapital sowohl hinsichtlich der Fähigkeiten als auch der Ergebnisse.
Charles Baudelaire (1821-1867), französischer Dichter

Das politische Problem der Menschheit ist die Kombination von drei Dingen: ökonomischer Effizienz, sozialer Gerechtigkeit und individueller Freiheit.
John Maynard Keynes (1883-1946), englischer Ökonom

Millionen von Arbeitsstunden gehen jedes Jahr durch unzureichende Lehrbücher verloren.
Ludwig Reiners (1896-1957), deutscher Kaufmann und Schriftsteller

Es ist besser die richtige Arbeit zu tun (= Effektivität), als eine Arbeit nur richtig zu tun (= Effizienz).
Peter F. Drucker (1909-2005), US-amerikanischer Management-Denker österreichischer Herkunft

Nichts ist weniger effizient, als etwas effizienter zu machen, was überhaupt nicht gemacht werden sollte.
Peter F. Drucker (1909-2005), US-amerikanischer Management-Denker österreichischer Herkunft

Unsere Zeit will alle Prozesse und Vorgänge an der Frage des Verhältnisses von Aufwand und Wirkung bzw. soziale Wirkung messen.
Erich Fromm (1900-1980), US-amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Arbeit pflegt sich so auszudehnen, dass sie jeden für sie verfügbaren Freiraum ausfüllt.
Cyril Northcote Parkinson (1909-1993), englischer Historiker, Soziologe und Publizist

Die Effizienzrevolution bleibt richtungsblind, wenn sie nicht von einer Suffizienzrevolution begleitet wird. Eine Ökologie der Mittel muss Hand in Hand mit einer Ökologie der Ziele gehen. Nichts ist schließlich so irrational, als mit einem Höchstmaß an Effizienz in die falsche Richtung zu jagen.
Wolfgang Sachs (1946- ), deutscher Soziologe und kath. Theologe, Wissenschaftlicher Beirat von Attac

Die legitimen Forderungen ökonomischer Effizienz müssen besser mit jenen politischer Partizipation und sozialer Gerechtigkeit in Einklang gebracht werden.
Kompendium der Soziallehre der Kirche

  Arbeit und Arbeitsweise, Arbeitmethoden, Arbeitstechniken

Durch Gewöhnung wird Arbeit leichter.
Titus Livius ( 59 v. bis 17 n.Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Wisset die Arbeit beiseite zu lassen, denn wenn ihr wiederkehrt, wird euer Urteil sicherer sein.
Leonardo da Vinci (1452-1519), italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister, Zeichner und Naturforscher

Geh keiner Arbeit aus dem Weg, auch dann nicht, wenn du dir einbildest, sie ginge über deine Kraft!
Johannes vom Kreuz (Juan de la Cruz) (1542-1591), spanischer Karmeliterpater, Mystiker, Kirchenvater

Die Gewohnheit des Arbeitens lehrt Methode. Sie zwingt zu Zeitersparnis und zu vernünftiger Voraussicht in der Einteilung der Zeit. Und wenn man einmal durch Übung die Kunst erlernt hat, sein Leben mit nützlicher Beschäftigung auszufüllen, so verwertet man jede Minute.
Samuel Smiles (1812-1904), schottischer Schriftsteller

Wer einmal nicht mehr irrt, der hat auch zu arbeiten aufgehört.
Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

Ob einer Ernst macht, sieht man nicht in den großen Entschlüssen, sondern an der kleinen Arbeit, tagaus, tagein.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph

Motiviertheit

Wo die Natur nicht will, ist die Arbeit umsonst.
Lucius Annaeus Seneca (ca. 1-65), römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Staatsmann

Man kann und soll beschwerliche, aber notwendige Arbeit in guter Laune verrichten ... : denn alles verliert seinen Wert dadurch, dass es in übler Laune und mürrischer Stimmung begangen oder erlitten wird.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Zum Werke, das wir ernst bereiten, geziemt sich wohl ein ernstes Wort. Wenn gute Reden sie begleiten, dann fließt die Arbeit munter fort.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Jede Arbeit soll zuerst mit dem Herzen, dann mit den Händen oder mit der Zunge geschehen.
Johann Heinrich Wichern (1808-1881), deutscher evangelischer Theologe, Gründer des Evangelischen Johannesstifts

Geben Sie Ihren Mitarbeitern Arbeit, bei der sie ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen müssen. Geben Sie ihnen alle notwendigen Informationen. Erläutern Sie ihnen klipp und klar, was es zu erreichen gilt. Und dann - lassen Sie sie in Ruhe.
Robert Waterman (1826-1891), US-amerikanischer Politiker

Besonnenheit

Obwohl ich immer in Eile bin, bin ich niemals in Hetze, weil ich nur soviel Arbeit auf mich lade, wie ich ruhigen Herzens bewältigen kann.
John Wesley (1703-1791), englischer Theologe, Gründer der Methodisten

Hast macht Arbeit, die die Besonnenheit verhindert.
William Penn (1644-1718), englischer Quäker, amerikanischer Politiker, Gründer von Pennsylvania

Zielsetzung

Wer weiß, was er will, der hat schon die halbe Arbeit getan.
Johann Christian Friedrich Hölderlin (1770-1843), deutscher evangelischer Theologe, Lyriker und Dramatiker

Es ist gut, die Grenzen künftiger Arbeit zu umreißen.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Die besten Gedanken kommen während der Arbeit, oft sogar während der Arbeit an einem ganz anderen Gegenstand.
Carl Hilty (1833-1909), Schweizer Jurist

Prioritätensetzung

Keiner arbeitet besser, als wenn er eine einzige Sache macht.
Ignatius von Loyola
(1491-1556), spanischer Offizier, später Einsiedler, Gründer der Gesellschaft Jesu

Sich auf eine Arbeit zu beschränken ist das Beste.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Tue bei der Arbeit immer zuerst das Nötigste, das aber greife frisch und bei der Hauptsache an. Das ist das Mittel, um zu vielem Zeit zu haben.
Carl Hilty (1833-1909), Schweizer Jurist

Anfangen und Beenden

Guter Anfang - halbe Arbeit.
jüdisches Sprichwort

Zwei drittel einer Arbeit ist ihr Anfang.
walisisches Sprichwort

Guter Mut, halbe Arbeit.
deutsches Sprichwort

Führe die Arbeit, die du dir vorgenommen hast, zu Ende.
Ovid (43 v.Chr.-17 n.Chr.), römischer Dichter

Anfang: der wichtigste Teil der Arbeit.
Platon ( 427-347 v.Chr.), griechischer Philosoph

Ein gutes Werk oder eine Arbeit, die du begonnen hast, lasse niemals unvollendet liegen.
Antonius von Padua (1195-1231), portugiesischer Franziskaner, Theologe und Prediger

So eine Arbeit wird eigentlich nie fertig, man muss sie für fertig erklären, wenn man nach Zeit und Umständen das möglichste getan hat.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Die Dilettanten, wenn sie das Möglichste getan haben, pflegen zu ihrer Entschuldigung zu sagen, die Arbeit sei noch nicht fertig. Freilich kann sie nie fertig werden, weil sie nicht recht angefangen ward.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Bei der Arbeit recht Beginnen, beim Genießen rechter Schluss.
Emanuel Geibel (1815-1884), deutscher Dichter

Bei jeder Arbeit ist es vor allem wichtig, dass man zuerst einmal einfach irgendwie anfängt. Dann kommt die Sache in Fluss.
Carl Hilty (1833-1909), Schweizer Jurist

Mach die Hälfte der Arbeit. Der Rest macht sich ganz von selbst.
Jean Cocteau (1889-1963), französischer Schriftsteller, Regisseur und Maler

Verschieben und Nachholen

Verschiebe dein Essen auf Morgen aber nicht deine Arbeit.
k
urdisches Sprichwort

Wer seine Arbeit vertagt, wird immer ringen mit Schaden.
Hesiod (vor 700 v.Chr.), griechischer Epiker

Angenehm sind die erledigten Arbeiten.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Indem man die notwendige Arbeit verschiebt, läuft man Gefahr, sie niemals erledigen zu können.
Charles Baudelaire (1821-1867), französischer Dichter

Müde macht uns die Arbeit, die wir liegen lassen, nicht die, die wir tun.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Erzählerin

Nichts ermüdet so sehr wie das ewige Mitschleppen einer unerledigten Arbeit.
William James (1842-1910), US-amerikanischer Philosoph und Psychologe

Wer sich zu wichtig ist für kleine Arbeiten, ist meist zu klein für wichtige Arbeiten.
Jacques Tati (1907-1982), französischer Schauspieler und Regisseur

Es lässt sich im Leben doch nichts, gar nichts nachholen, keine Arbeit, keine Freude, ja, sogar das Leid kann zu spät kommen. Jeder Moment hat seine eigentümlichen, unabweisbaren Forderungen. Die Kunst zu leben besteht in dem Vermögen, die Reste der Vergangenheit zu jeder Zeit durchstreichen zu können.
Christian Friedrich Hebbel (1813-1863), deutscher Dramatiker und Lyriker

Arbeite ruhig und gediegen. Was nicht fertig ist, bleibt liegen. Halte stets die Ruhe heilig, Nur Verrückte haben's eilig.
anonymus

Arbeitsmittel und Werkzeuge

Wer schlechte Arbeit leistet, schiebt die Schuld dem stumpfen Werkzeug zu.
chinesisches Sprichwort

Gutes Werkzeug, halbe Arbeit.
deutsches Sprichwort

Wer seine Arbeit gut machen will, schleife zunächst sein Werkzeug.
Konfuzius (551-479 v.Chr.), chinesischer Philosoph

  Arbeit und biblisches Kultivierungsgebot

Macht euch die Erde untertan und herrscht über alle Tiere.
AT, Genesis 1,28

Du sollst in Schmerzen Kinder gebären. Weil du gehorcht hast der Stimme deines Weibes und gegessen hast von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: du sollst nicht davon essen-, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist.
AT, Genesis 3,16-19

Was ich geschaffen habe, das schuf ich deinetwegen. Gib acht, dass du mein Universum nicht verdirbst und zerstörst. Denn wenn du es verdirbst, gibt es niemanden, der es für dich wieder herstellen könnte.
Midrasch Ecclesiastes Raaba 7,20


Adam und Eva bei der Arbeit, Grabower Altar von St. Petri, Hamburg, von Meister Bertram
http://www.soziologie-etc.com/steiner-terror/Steiner_klassenzimmer-d/017-meister-Bertram-Adam-u-Eva-arbeiten.jpg


Im Schweiße deines Angesichtes von Lovis Corinth
http://collectionsonline.lacma.org/MWEBimages/rifkind04_mm/full/83_1_30c.jpg7

Da Gott dieses Werk vollendete, übergab er dem Menschen die ganze Schöpfung, damit er mit ihr wirken könne, und zwar in genau der gleichen Weise, wie Gott auch Sein Werk - den Menschen - gebildet hatte.
Hildegard von Bingen (1098-1179), deutsche Äbtissin und Naturwissenschaftlerin, Mystikerin, Heilige

Ich weiß auch, dass wir in unserem Garten arbeiten müssen, denn als der Mensch in den Garten Eden gesetzt wurde, geschah dies ut operaretur eum, auf dass er sie bebaue, was beweist, dass der Mensch nicht zum Ausruhen geschaffen wurde.
Voltaire (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Ist das Leben? Arbeit und Arbeit! Und warum? Nur weil mein Vater seinen Platz in Eden nicht bewahrt. Was geht das mich denn an? Ich war noch nicht geboren, sucht' es nicht; noch freut der Zustand mich, den mir Geburt gebracht.
Gordon George Byron (1788-1824), englischer Dichter

Lasst uns nie vergessen, dass die Pflege der Erde die wichtigste Arbeit des Menschen ist.
Daniel Webster (1782-1852), US-amerikanischer Politiker

Die Natur ist kein Tempel, sondern eine Werkstatt, und der Mensch hat darin zu arbeiten.
Iwan Sergejewitsch Turgenjew (1818-1883), russischer Erzähler

Gott schuf den Menschen aus Erde. Dann sagte er, der Mensch solle sich die Erde untertan machen. Seitdem macht der Mensch sich den Menschen untertan.
Gerhard Uhlenbruck (1929- ), deutscher Biologe und Aphoristiker

Arbeit ist eine Ausdrucksform des Glaubens: Es kann keine Entgegensetzung von Schöpfung Gottes und Arbeit des Menschen geben, vielmehr haben die Menschen von Gott ein Mandat zu arbeiten erhalten.
Friedhelm Hengsbach (1937- ), deutscher Jesuitenpater, Sozialethiker

Der biblischen Tradition kann nur ein Arbeitsverständnis entsprechen, das die menschliche Arbeit nicht als selbstherrlich benutztes Machtinstrument zur Unterwerfung der Menschen und zur Ausbeutung der Natur versteht, sondern als Mitarbeit in und an der Schöpfung Gottes und somit als Tätigkeit des Bewahrens und umfassender Geschwisterlichkeit und globaler Mitkreatürlichkeit.
Kurt Koch (1950- ), Schweizer katholischer Theologe

  Arbeit und protestantisches Arbeitsethos

Wir hören aber, dass einige von euch ein unordentliches Leben führen und alles Mögliche treiben, nur nicht arbeiten. Wir ermahnen sie und gebieten ihnen im Namen Jesu Christi, des Herrn, in Ruhe ihrer Arbeit nachzugehen und ihr selbst verdientes Brot zu essen.
Bibel, NT, 2 Thessalonicher 3,11-12

Jeder, der im Namen des Herrn kommt, soll aufgenommen werden … Ist der Ankömmling ein Wegfahrender, so helft ihm, so viel ihr vermögt … Wenn er sich aber dauernd niederlassen will, so soll er arbeiten und sich dadurch ernähren. Wenn er sein Handwerk versteht, sollt ihr nach bestem Wissen und Gewissen Vorsorge treffen, wie es gemacht werden kann, dass unter euch kein Christ arbeitslos sein muss.
Didache 12,1-3

Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen." Und je mehr du nach diesem Gesetz handelst, um so besser ist es. Darum arbeite du und glaube und lass Gott frei walten.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Freude fehlt nie, wo Arbeit, Ordnung und Treue sind.
Johann Kaspar Lavater (1741-1801), Schweizer evangelischer Theologe, Physiognomiker, Religionsphilosoph und Schriftsteller

Ordentliche Arbeit, dass die Religion ihren Acker fände, sie gedeiht nicht beim Faulenzen.
Bjørnstjerne Bjørnson (1832-1910), norwegischer Schriftsteller

Die Arbeit entehrt den Menschen nicht; unglücklicherweise findet man gelegentlich Menschen, die die Arbeit entehren.
Ulysses Simpson Grant (1822-1885), US-amerikanischer General der Union

Segen der Arbeit, wärst du Gottes Fluch, wie müsste dann dein Segen sein.
Samuel Smiles (1812-1904), schottischer Schriftsteller

Es wird ein Dekret erlassen, dass, wer sich Schwielen an die Hände schafft, unter Kuratel gestellt wird, dass, wer sich krank arbeitet, kriminalistisch strafbar ist, dass jeder, der sich rühmt, sein Brot im Schweiße seines Angesichts zu essen, für verrückt und der menschlichen Gesellschaft gefährlich erklärt wird, und dann legen wir uns in den Schatten und bitten Gott um Makkaroni, Melonen und Feigen, um musikalische Kehlen, klassische Leiber und eine kommode Religion.
Georg Büchner (1813-1837), deutscher Schriftsteller und Revolutionär

Der Protestantismus spielt schon durch seine Verwandlung fast aller traditioneller Feiertage in Werktage eine wichtige Rolle in der Genesis des Kapitals.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Der eigentliche Wendepunkt des menschlichen Lebens ist der, in welchem man Arbeit, selbst Mühsal und Kampf, der Ruhe und dem Genusse vorzieht.
Carl Hilty (1833-1909), Schweizer Jurist

Dass diese sittliche Qualifizierung des weltlichen Berufslebens eine der folgenschwersten Leistungen der Reformation war, ist in der Tat zweifellos, und sie darf nachgerade als Gemeinplatz gelten.
Max Weber (1864-1920), deutscher Soziologe


Kontraste: eine katholische Stadt in den 1440ern (oben) und eine Stadt [protestantische Industriestadt] in den 1840ern, Druck von1836 von August Pugin
http://www.archdaily.com/314434/

Wer Gott glaubt, mag zu ihm beten, wer ihn weiß, dessen Andacht heißt Arbeit.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Darum zwingt Gott die Menschen zur Arbeit, darum gibt er ihnen Kinder zu erziehen, dass sie im Handeln zur tieferen Erkenntnis, zur Zuversicht und zum Glauben an den Sieg durch Christus kommen müssen.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Wo das Christentum alle Verhältnisse durchdringt, erzieht man nicht nur zur Arbeit, sondern auch zur Fröhlichkeit.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Das Heiligste, das der Deutsche hat, ist die Arbeit.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Etwas Arbeit ist mehr wert als tausend Gelübde und ein strenges Werk mehr als hundert Bußgaben. Hingabe an den Herrn ist ein größeres Werk als alle Andachten und Gebete, die vor dem Ernst der Hingabe wieder umkehren.
Hermann von Bezzel (1861-1917), deutscher evangelischer Theologe

Jubilate heißt jeder Tag, auf dem der Arbeit Segen lag.
Otto Julius Bierbaum (1865-1910), deutscher Schriftsteller, Journalist und Zeitschriftenherausgeber

Nur der werktätige Glaube an das Evangelium der Arbeit erhält, wie die einzelnen Menschen, so auch ganze Völker gesund und tüchtig.
Johannes Scherr (1817-1886), deutscher Schriftsteller

Wir sind echte Laien, die keine anderen Gelübde haben als unser Taufversprechen und seine Wirklichkeit und die Wirklichkeit unserer Firmung. Die Arbeit dient uns als "Ort" unseres Zeugnisses für das Evangelium, als Feld der Begegnung mit unseren Mitmenschen.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin und Mystikerin

Die heutigen Menschen glauben, dass man die Arbeit so einrichten müsse, dass sie möglichst viel Ertrag abwerfe. Das ist ein falscher Glaube; man muss die Arbeit so einrichten, dass sie die Menschen beglückt.
Paul Ernst (1866-1933), deutscher Schriftsteller

Perfektion der Mittel und Konfusion der Ziele kennzeichnen meiner Ansicht nach unsere Arbeit.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Länder mit römisch-heidnischem Boden sind an solchen Festen reicher als nördliche, und katholische sind für sie begabter als die protestantischen des Arbeitsethos.
Ernst Bloch (1885-1977), deutscher Philosoph

Das Heiligste, was der Deutsche hat, ist die Arbeit.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

  Arbeit und katholische/christliche Soziallehre

Wir sind der festen Überzeugung, dass ein gewaltig christlich-sozialer Fehler dadurch geschehen ist, dass man sich zur Zeit entweder gar nicht oder doch in ganz verkehrter Weise um die Arbeiter bemüht hat.
Adolf Kolping (1813-65), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Christus ist nicht nur der Heiland der Welt, dass er unsere Seelen erlöst hat, er hat auch das Heil für andere politische Verhältnisse des Menschen, bürgerliche, politische und soziale gebracht. Er ist insbesondere der Erlöser des Arbeiterstandes.
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Die katholische Soziallehre kann im Zeitalter der Globalisierung mit ihren Prinzipen Personalität, Subsidiarität, Solidarität, Gemeinwohl und Nachhaltigkeit einen Beitrag zur Überwindung der sich widersprechenden Ideologien Kommunismus und Kapitalismus leisten.
Dietger Demuth (1939- ), katholischer Ordensgeistlicher, CSsR, Geschäftsführer des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis

Arbeit bloß um der "Beschäftigung" willen wäre Arbeit um ihrer selbst willen. Zur Arbeit gehört ein Sinn oder Ziel, um dessentwillen man arbeitet. Andernfalls ist es keine Arbeit.
Oswald von Nell-Breuning (1890-1991), deutscher katholischer Theologe, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler

Unbestritten anerkannt sind in der katholischen Soziallehre zwei "Sozialprinzipien", das Solidaritäts- und das Subsidiaritätsprinzip.
Oswald von Nell-Breuning (1890-1991), deutscher katholischer Theologe, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler

  Arbeit und Entlassung

Lebende Geschöpfe dürfen wir nicht wie Schuhe Töpfe und Pfannen behandeln, die wir fortwerfen, wenn sie vom Dienst abgenutzt und abgetragen sind.
Plutarch
(46-120), griechischer Philosoph und Geschichtsschreiber

Bei Entlassungen werden die Arbeitgeber zu Arbeit-Nehmern.
Ernst Reinhardt (1932- ), Schweitzer Publizist

  Arbeit und Arbeitsplatzabbau

Aber es wird kommen am Ende eine Zeit, in der die Menschen zu einer großen Klugheit und Geschicklichkeit in allen Dingen gelangen werden und erbauen werden allerlei Maschinen, die alle menschlichen Arbeiten verrichten werden wie lebende, vernünftige Menschen und Tiere; dadurch aber werden viele Menschenhände arbeitslos, und die Magen der armen, arbeitslosen Menschen werden voll Hungers werden. Es wird sich dann steigern der Menschen Elend bis zu einer unglaublichen Höhe.
Jakob Lorber (1800-1864), österreichischer Musiker und Schriftsteller

Jede große Erfindung beraubt 50.000 Männer ihres Lebensunterhalts, und innerhalb von zehn Jahren schafft es einen Lebensunterhalt für eine halbe Million.
Mark Twain (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller

Eine Maschine kann die Arbeit von fünfzig gewöhnlichen Menschen leisten, aber sie kann nicht einen einzigen außergewöhnlichen ersetzen.
Elbert Hubbard (1856-1915), US-amerikanischer Essayist

Technisiert die Welt so vollkommen, wie sie nur technisiert werden könnte, und es wird, wohin ihr euch auch wendet, eine Maschine geben, die euch die Möglichkeit versperrt, zu arbeiten - das heißt, zu leben.
George Orwell (1903-1950), englischer Schriftsteller

Wer dem Sirenengesang der Werbung widersteht, ist mündiger Bürger. Und gefährdet Arbeitsplätze.
Oliver Hassencamp (1921-1988), deutscher Schriftsteller

Klimaschutz ist kein Arbeitsplatzkiller, wie die meisten US-Bürger noch immer befürchten, sondern der Arbeitsplatzknüller wie Deutschland seit Jahren beweist.
Franz Alt (1938- ), deutscher Schriftsteller und Fernsehmoderator

Wir müssen Kilowattstunden und Tonnenkilometer wegrationalisieren, nicht Menschen.
Ernst Ulrich von Weizsäcker (1939- ), deutscher Biologe, Physiker und
Politiker

Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten. Sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen har, grasen sie ab und ziehen weiter.
Franz Müntefering (1940- ), deutscher Politiker, SPD, Bundesminister für Arbeit und Soziales


José García y Más Hedgefonds / Heuschrecken
http://www.artists.de/36103-hedgefonds-heuschrecken


Massenentlassungen auf dem Papier
http://www.massenentlassung.ch/

Wir glauben, wenn Menschen die Fähigkeiten haben, neue Maschinen zu erfinden, die Menschen arbeitslos machen, dass die Maschinen dann auch die Fähigkeit haben, diese Menschen wieder in Arbeit zu bringen.
John Fitzgerald Kennedy (1917-1963), US-amerikanischer Politiker, Demokrat, Präsident der USA

  Arbeit und Arbeitslosigkeit

Die beste Nation ist diejenige, unter der man am wenigsten unbeschäftigte Menschen findet.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Die Welt ist voll brauchbaren Menschen, aber leer an Leuten, die den brauchbaren Mann anstellen.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), schweizerischer Pädagoge und Sozialreformer

Ein Mann, der gern arbeiten möchte und keine Arbeit finden kann, ist vielleicht der traurigste Anblick, den uns die Ungleichheit des Glückes unter der Sonne sehen lässt.
Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Schriftsteller


Die Internationale von O. Griebel 1928/30
http://www.clas.ufl.edu/llc/Sommerschule/Andrews.htm

Ein Mensch hat gesunde Hände, ist fleißig und ehrlich, bereit zu arbeiten – und es gibt keine Arbeit für ihn: das ist Pauperismus, das ist Proletariat!
Wissarion Grigorjewitsch Belinskij (1811-1848), russischer Philosoph, Demokrat, Schriftsteller und Literaturkritiker

Der Arbeiter ist auf die Straße, aufs Pflaster geworfen. Das macht die Arbeitslosigkeit, die schreckliche Arbeitslosigkeit, die in den Mansarden die Totenglocke läutet. Panik hat alle Industrie zum Stillstand gebracht, und das Geld, das feige Geld, hat sich versteckt.
Émile Zola (1840-1902), französischer Schriftsteller und Journalist

Die traurigste Erscheinung der Zivilisation und meiner Ansicht nach das größte Eingeständnis ihres Scheiterns sind Menschen, die arbeiten können, die arbeiten wollen und denen man nicht erlaubt zu arbeiten.
Robert Louis Stevenson (1850-1894), schottischer Schriftsteller

Wer kann leichten Herzens essen, solange auch nur ein Mensch hungert, weil er keine Arbeit hat.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Der ärmste Mensch ist der, der keine Beschäftigung hat.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Der technologische Fortschritt hat zur Folge, dass die Arbeitslosigkeit zunimmt, statt die Arbeitslast aller zu vermindern.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Auf die Arbeit schimpft man nur so lange, bis man keine mehr hat.
Sinclair Lewis (1885-1951), US-amerikanischer Romanschriftsteller

Arbeit ist schwer, ist oft genug ein freudloses und mühseliges Stochern; aber nicht arbeiten - das ist die Hölle.
Thomas Mann (1875-1955), deutscher Schriftsteller

Nur wer selber darunter gelitten hat, wird das verstehen. [über die Massenarbeitslosigkeit]
Paul Löbe (1875-1967), deutscher Politiker, SPD

Arbeitslosigkeit bedeutet: Mangel und Elend, nicht nur körperlichen Mangel und körperliches Elend, sondern auch seelischen Mangel und seelisches Elend, das sich in die Seelen einprägt.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, CDU,  erster Bundeskanzler

Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, dass die Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Kriege:

Ein Arbeiter der gute Arbeit hat, oder es zumindest glaubt, fühlt sich gegenüber dem Arbeiter, der keine Arbeit hat, zuweilen sehr überlegen.
B. Traven (1882-1969), deutscher Schriftsteller

Wer die Butter hat, wird frech.
Kurt Tucholsky, 1890-1935, deutscher Journalist, Satiriker

Worauf heutige Unternehmer aus sind, und das nicht nur in der kapitalistischen Welt, ist nicht Arbeitslosigkeit des Arbeiters, sondern Arbeitslosigkeit ihrer Betriebe.
Günther Anders (1902-1992), österreichischer Philosoph und Schriftsteller

Es ist für einen Menschen erniedrigend, unbeschäftigt zu bleiben und von Almosen zu leben.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Das Bedrückende ist nicht die Arbeitslosigkeit an sich, sondern das Sinnlosigkeitsgefühl. Der Mensch lebt nicht von der Arbeitslosenunterstützung allein.
Viktor Emil Frankl (1905-1997), östereichischer Psychotherapeut, Begründer der Logotherapie

Die Arbeit ist das Leben und ohne sie gibt es nur Angst und Unsicherheit.
John Lennon (1940-1980), englischer Sänger und Liedertexter

Arbeitslosigkeit ist kein Schicksal, sie ist gemacht. Und deshalb kann ihr auch ein Ende gemacht werden.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

Lieber befristet arbeiten als unbefristet arbeitslos zu sein.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

Ich denke, die westliche Denk- und Lebensweise ist es, die Ihre jetzige Gesellschaft hervorgebracht hat, in der arbeitslose Menschen als wertlos angesehen werden.
Dalai Lama (1935- ), religiöses und politisches Oberhaupt der Tibeter

Im genauen Verhältnis zur sozialen Hierarchie steht das Wartenmüssen. Je weiter oben einer ist, um so weniger muss er warten. Der Arme wartet vor dem Fabrikbüro, auf dem Amt, beim Arzt, auf dem Bahnsteig. Er fährt auch mit dem langsameren Zug. Arbeitslose warten den ganzen Tag.
Max Horkheimer (1895-1973), deutscher Soziologe und Philosoph

Wir dürfen nicht hinnehmen, dass die Teilung unseres Landes in der Arbeitslosenstatistik fortbesteht.
Horst Köhler (1942- ), deutscher Politiker, Bundespräsident

Ich-AG: Einrichtung zur Selbstausbeutung Arbeitsloser zwecks Beschönigung der Arbeitslosenstatistik.
Querulix

Wenn ein junger Mensch eine Schule absolviert, erfolgreich eine Lehre bestanden hat und dann an Stelle eines Arbeitsplatzes nur das Hohelied der Marktwirtschaft gesungen bekommt, dann kann man seine Wut und sein Aufbegehren gegen diesen Staat zumindest verstehen.
Oskar Lafontaine (1943- ), deutscher Politiker, SPD

Steigende Arbeitslosigkeit: Die Reichen wollen nicht mehr Menschen, sondern nur noch das Geld für sich arbeiten lassen.
Ernst Ferstl (1955- ), österreichischer Lehrer und Schriftsteller, Aphoristiker

Das völlige Fehlen jeder regelmäßigen Arbeit ist für den Menschen unerträglich.
Alexander Iwanowitsch Herzen (1812-1870), russischer Philosoph, Schriftsteller und Publizist

Früher hieß es: Die Gewinne von heute sind die Investitionen von morgen und die Arbeitsplätze von übermorgen. 2010 ist wahr: Die Gewinne von heute sind die Arbeitslosen von morgen.
Oskar Negt (1934- ), deutscher Sozialphilosoph

Arbeitslos ist nicht arbeitsfrei.
Walter Ludin (1945- ), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Autor

Wir reden hier nicht von einigen verlorenen unglückseligen Existenzen, die zweifellos ein erhebliches soziales Problem darstellen. Sondern von Millionen von Ausgeschlossenen, die einen Keil durch unsere Gesellschaft treiben. Kinder, die in Verhältnissen aufwachsen, wo es für keinen Zoobesuch, keinen Musikunterricht und nicht für Fußballschule reicht. Junge Leute ohne Hauptschulabschluss, die sich mit Gelegenheitsjobs zufrieden geben müssen. Frauen und Männer im mittleren Alter, die freigesetzt worden sind und keine Aussicht auf eine Wiederbeschäftigung haben. Scheinselbständige und Projektmitarbeiter ohne soziale Rechte und politische Stimme. Minijobber und Hartz IV Aufstocker, denen es kaum zum Leben reicht. Kunden der Bundesagentur für Arbeit, die in einer Maßnahmenkarriere verloren gegangen sind. Und verschämte alte Leute, die sich in ihre Zweizimmerwohnung zurückgezogen haben. Gemeinsam ist ihnen, dass sie für sich keine Perspektive mehr sehen. Dass sie den Mut verloren haben. Und zu der Überzeugung gelangt sind, dass es auf sie nicht mehr ankommt.
Heinz Bude (1954-), deutscher Soziologe und Hochschullehrer

Lassen Sie Ihr Geld arbeiten - sagen die Privatbanken. Aber warum soll auch Geld arbeiten, wenn schon so viele Menschen arbeitslos sind? Sollte man nicht schleunigst das Geld arbeitslos machen, damit die Menschen wieder Arbeit haben?
Hans Olbrich (20. Jh.), deutscher Autor

  Arbeit und Arbeitssuche

Es genügt zu erwähnen, dass die meisten Menschen auf Arbeit wie auf eine Gnade warten, um deutlich zu machen, wie entsetzlich unser Leben ist, wie unsittlich, wie töricht.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Statt dass diejenigen, die von der Arbeit anderer leben, denen dankbar wären, die für sie arbeiten, sind die, welche arbeiten, denen dankbar, die sie für sich arbeiten lassen. Welch ein Widersinn!
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Ehemals wohl, da haben graue Haare gegolten, jetzt sind sie für den Dienstsuchenden nur die Garantie einer abschlägigen Antwort. "Was kann der alte Mann mir leisten, zu was lad' ich mir einen Pensionisten auf den Hals?" - so kalkuliert unser merkantilistischer Zeitgeist. Das Alter hat nichts als Erfahrung, und die zählt nichts bei einer Generation, die nur Erfindung will. Neues!
Johann Nepomuk Nestroy (1801-1862), österreichischer Schriftsteller, Schauspieler und Bühnenautor

Eine auf Arbeit gegründete Freundschaft ist besser als eine auf Freundschaft gegründete Arbeit.
John Davs Rockefeller (1839-1937), US-amerikanischer Industrieller und Philanthrop

Ein Arbeiter, der sich anbietet, ist nur halb soviel wert wie einer, den man sucht.
B. Traven (1882-1969), deutscher Schriftsteller

Arbeitssuche. Ausverkauf wegen Persönlichkeitsauflösung.
Manfred Hinrich (1926-2015), deutscher Kinderlieder- und Kinderbuchautor, Journalist und Journalist

Auf der Suche nach Arbeit muss sich der Mensch zum Affen machen.
Lothar Bölck (1953- ), deutscher Kabarettist und Autor

Die dreizehnte Heldentat von Herkules: Eine Arbeit finden.
Roland Topor (1938-1997), französischer Künstler und Schriftsteller.


Brotloser Akademiker plakatiert sich selbst
http://www.fortunecity.com/uproar/picture/717/BUESSING/1929/freitag.htm (aus Kostengründen eingestellt)

  Arbeit und neue Formen der Arbeit

Akkordarbeit: die Aufmerksamkeit zwingen, sich ständig auf eine mechanische Bewegung zu richten.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin

Lieber befristet arbeiten als unbefristet arbeitslos zu sein.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

Welch bornierte Gesellschaft: Die einen zwingt sie zur Null-Arbeit, die anderen zur Voll-Arbeit. Wir leiden an einer Verkalkung der Arbeitszeit und einer Erstarrung der Tarifverträge.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

Lasst die Leute doch endlich wieder arbeiten. Wir brauchen kein Diplom, um eine 90-jährige zu füttern. Dafür brauchen wir eine ruhige Hand, Freundlichkeit, die Fähigkeit zuzuhören und die richtigen Worte. Wann hört man endlich damit auf, alles mit Diplomanforderungen zuzupflastern? Da zieht eine Frau vier Kinder auf, pflegt die Oma und den Opa und dann darf Sie im Kindergarten oder Altersheim gerade einmal den Boden putzen.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

In gewisser Weise flexibilisieren wir die Arbeit auf Kosten der nächsten Generation.
Raimund Waltermann (1956- ), deutscher Jurist, Hochschulprofessor

Wenn Leiharbeitskräfte weniger verdienen als ihre fest angestellten Kolleginnen und Kollegen, wenn Stammpersonal zunehmend durch Werkvertragsbeschäftigte ersetzt wird und sich die Lohnsenkungsspirale damit immer weiter dreht, dann läuft etwas gewaltig schief in unserer Arbeitswelt.
Beate Müller-Gemmeke, deutsche Politikerin, Bündnis 90/Die Grünen


Die so genannte "Flexibilisierung" der Arbeitsverhältnisse am Beispiel Arbeitnehmerüberlassung sprich Leiharbeit (im Interesse der Arbeitgeber) - es fragt sich in welchem Ausmaße wieder eine "Regulierung" (im Interesse der Arbeitnehmer) stattfindet und gleichzeitig neue Schlupflöscher wie Werksverträge und Scheinselbständigkeit gestopft werden ... http://statistik.arbeitsagentur.de/cae/servlet/contentblob/244170/publicationFile/119019/Arbeitsmarkt-Deutschland-Zeitarbeit-Aktuelle-Entwicklung-1HJ2010.pdf


Arbeitest du noch, oder jobbst du schon? 10 Maßregeln gegen die Aushöhlung der Arbeit. Die Linke. Landesverband Bremen (in Anlegung an den Ikea Werbeslogan Wohnst du noch, oder lebst du schon?)
http://www.dielinke-bremen.de/parlamente/wahlprogramm/unsere_schwerpunkte/arbeit/

Die Erhöhung eines Berufes heißt Berufung; die Erniedrigung einer Arbeit heißt Job.
Ernst R. Hauschka
(1926- ), deutscher Aphoristiker

San Precario 
San Precario der Heilige der prekären Arbeiter (ursprünglich italienische Aktion)
http://kit.sanprecario.info/ 

  Arbeit und Teamarbeit

Wer alleine arbeitet, addiert; wer zusammen arbeitet, multipliziert.
arabisches Sprichwort

Was mehreren aufgetragen wird, bleibt ungetan.
isländisches Sprichwort

Kommissionen sind Vereinigungen, in denen mehrere Personen die Arbeit nicht leisten, die ein einziger viel besser machen würde.
Prosper Mérimée (1803-1870), französischer Schriftsteller

Ich habe festgestellt, dass es genauso ärgerlich und beglückend ist, mit einem Kind zu arbeiten wie mit einer ganzen Gruppe. Im einzelnen Kind entdeckt man mehr, kann feinere Unterscheidungen machen, jedes Ding sorgfältiger bedenken. Der erschöpfte Gruppenerzieher hat das Recht, ja sogar die Pflicht, diese Art von "Fruchtwechsel" in seine Arbeit einzubringen.
Janusz Korczak (1878/79-1942), polnischer Arzt, Kinderbuchautor und Pädagoge, begleitete Kinder eines Waisenhauses ins Vernichtungslager

Teamwork heißt, das alle teamen und einer wörkt.
Klaus Klages (1938- ), deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger

  Arbeit und Telearbeit

Die Vorstellung, dass Menschen ihr ganzes privates und berufliches Leben von zu Hause aus bewältigen, finde ich gefährlich: Neue Eindrücke und soziale Kontakte würden nur noch per Datenleitung entstehen.
Neil Postman
(1931- ), US-amerikanischer Schriftsteller, Gesellschaftskritiker

  Arbeit und Schattenarbeit

Schattenarbeit wird wichtiger werden als Lohnarbeit.
Ivan Illich (1926-2002), österreichisch-amerikanischer Autor, Philosoph, Theologe und katholischer Priester

  Arbeit und Vollbeschäftigung

Die hervorstechenden Fehler der wirtschaftlichen Gemeinschaft, in der wir leben, sind ihr Versagen, für Vollbeschäftigung Vorkehrung zu treffen und ihre willkürliche und unbillige Verteilung des Reichtums und der Einkommen
John Maynard Keynes (1883-1946), englischer Ökonom

  Arbeit und Arbeitslosengeld

Es muss eine vernünftige Relation zwischen der Bezahlung der Arbeitslosen auf der einen Seite und der Bezahlung für aktive Tätigkeit auf der anderen Seite hergestellt werden.
Hans Peter Stihl (1932- ), deutscher Unternehmer

Hartz IV: Das Ende eines Arbeitslebens. Beruflich ausrangiert. Wirtschaftlich ruiniert. Gesellschaftlich eliminiert.
Manfred Grau (1948- ), deutscher Betriebswirt und Publizist


Was sich beim Arbeitslosengeld ändert
http://bc01.rp-online.de/polopoly_fs/fuunt55-jaehrige-arbeitslos-werverkuerzt-sb-bezugsdaub-1.2200232.1317324700!httpImage/2255197349.jpg_gen/derivatives/d540x303/2255197349.jpg

  Arbeit und Frauenarbeit

Die Arbeit einer Frau ist mehr wert als die Rede von Hundert Männern.
tadschikisches Sprichwort

Es wäre für die Frauen besser, wenn sie wirklich arbeiteten.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Die Arbeit der Weiber löst vor allen Dingen die Familie gänzlich auf; denn wenn die Frau den Tag über 12 13 Stunden in der Fabrik zubringt und der Mann ebendaselbst oder an einem anderen Orte arbeitet, was soll da aus den Kindern werden? Sie wachsen wild auf wie Unkraut.
Friedrich Engels (1820-1895), deutscher Theoretiker des Sozialismus

In vielen Fällen wird die Familie durch das Arbeiten der Frau nicht ganz aufgelöst, sondern auf den Kopf gestellt: Die Frau ernährt die Familie, der Mann sitzt zu Hause, verwahrt die Kinder, kehrt die Stuben und kocht.
Friedrich Engels (1820-1895), deutscher Theoretiker des Sozialismus

Frau und Arbeiter haben gemein, unterdrückte zu sein. Die Formen dieser Unterdrückung haben im Laufe der Zeiten und in den verschiedenen Ländern gewechselt, aber die Unterdrückung blieb.
August Bebel (1840-1913), deutscher Politiker, Mitbegründer der SPD

Heute haben wir Frauen und Mädchen aus der Fabrik, verkümmerte Blumen mit blassen Teint, mit Blut ohne Röte, mit krankem Magen und erschöpften Gliedmaßen! Ein gesundes Vergnügen haben sie nie kennen gelernt und sie werden nicht lustig zu erzählen wissen, wie man sie eroberte. Und die Kinder? 12 Stunden Arbeit für die Kinder. O Elend! Alle Jules Simon von der Akademie der moralischen Wissenschaften, alle jesuitischen Germinys hätten kein den Geist der Kinder mehr verdummendes, ihr Gemüt mehr verderbendes, ihren Organismus mehr zerrüttendes Laster ersinnen können als die Arbeit in der verpesteten Atmosphäre der kapitalistischen Werkstätten.
Paul Lafargue (1842-1911), französischer Sozialist, Schüler und Schwiegersohn von Karl Marx

Photo: Frauen am Fließband, 1950-1960
Frauen am Fließband in der Anzugsschneiderei der Firam Bierbaum und Proenen in Köln ca. 1950
http://www.hdg.de/lemo/objekte/pict/DieZuspitzungDesKaltenKrieges_photoFrauenAmFliessband/index.html

Wie der Arbeiter vom Kapitalisten unterjocht wird, so die Frau vom Manne; und sie wird unterjocht bleiben, solange sie nicht wirtschaftlich unabhängig dasteht.
Clara Zetkin (1857-1933), deutsche Kommunistin, Frauenrechtlerin

Etwas muss an einer Gesellschaft nicht stimmen, in der die Männer an Herzinfarkt sterben, während ihre Witwen sich organisieren, um für ihr Recht auf Arbeit zu kämpfen.
Alva Myrdal (1902-1986), schwedische Soziologin, Politikerin und Friedensnobelpreisträgerin

  Arbeit und Hausarbeit

Frauenarbeit ist niemals getan.
US-amerikanisches Sprichwort

Es liegt nur an unserer Barbarei, dass Hausarbeit als Frauenberuf betrachtet wird! Diese Arbeit innerhalb der vier Wände ist weit erschöpfender als pflügen oder irgendeine einzelne Tätigkeit üben, sei es Handwerk oder Studium oder Büroarbeit. Wird die Frau derart ausgebeutet, so verliert sie die Begabung, neue Ideen zu empfangen; sie stumpft sich ab.
Prentice Mulford
(1834-1891), US-amerikanischer Journalist, Philosoph und Schriftsteller

Stellt die Arbeit einer Ehefrau und Mutter auf die gleiche Grundlage wie andere Arbeit: das heißt, auf die Grundlage der Arbeit, die ihres Lohnes wert ist!
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker,
Literaturnobelpreisträger

Um die Frauen zur Gratisarbeit zu bringen, kann man ihnen nicht die Schönheit und Mystik des Geschirrspülens oder des Wäschewaschens preisen. Also predigt man ihnen die Schönheit der Mutterschaft.
Simone de Beauvoir (1908-1986), französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin

Hausarbeit ist Menschenarbeit und nicht Frauenarbeit.
Alice Schwarzer (1942- ), deutsche Feministin

Warum wird es als Beruf anerkannt, wenn eine Frau fremde Kinder erzieht, aber nicht, wenn sie eigene Kinder betreut?
Philipp Prinz von Preußen (20. Jh.), Urenkel von Kaiser Wilhelm II.

Die drei K.: Kinder, Küche, Kirche sind durch die drei B ersetzt: Beruf, Boyfriend, Beziehung.
Oliver Hassencamp (1921-1988), deutscher Schriftsteller

Die Diffamierung der Mutter mit den drei Ks Kinder, Küche, Kirche gehört zum Grundwortschatz der Meinungsmacher. Ist es verachtenswert, wenn sich eine Frau einige Jahre hauptberuflich um die eigenen kleinen Kinder kümmert, für familienerhaltende gemeinsame Mahlzeiten sorgt, sich der Glaubensweitergabe an die Kinder annimmt, wenn sie unentgeltlich Gutes tut, wofür der Staat Milliarden ausgeben muss, wenn Frauen dafür keine Zeit mehr haben? Nein, da ist ein Job, zum Beispiel als Betreuerin von fremden Kindern in der Krippe, doch weit respektabler. Da kann man dann das Geld verdienen, um für die eigenen Kinder die staatliche subventionierte Fremdbemutterung zu bezahlen. Dort werden dann die überlebenswichtigen drei Ks durch drei neue ersetzt: Krippe, Kälte, Kollektiv.
Gabriele Kuby (1943- ), deutsche Soziologin und Publizistin

Wer eine lange Zeit seines Lebens gearbeitet hat - und damit meine ich auch die Kindererziehung oder Familienarbeit -, der hat ein Recht auf einen angemessenen Lebensstandard im Alter.
Gerhard Schröder (1944-), deutscher Politiker, SPD, Altkanzler

  Arbeit und Kinderarbeit

Allgemeines Verbot der Kinderarbeit ist unverträglich mit der Existenz der großen Industrie und daher leerer frommer Wunsch. Durchführung desselben - wenn möglich - wäre reaktionär, da, bei strenger Regelung der Arbeitszeit nach den verschiednen Altersstufen und sonstigen Vorsichtsmaßregeln zum Schutz der Kinder, frühzeitige Verbindung produktiver Arbeit mit Unterricht eines der mächtigsten Umwandlungsmittel der heutigen Gesellschaft ist.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Das Wenige, das wir von Jesus wissen, ist, dass er ein Sozialist war. Unsere sozialen Errungenschaften sind ertrotzt worden. Ohne Sozialdemokratie hätten wir die Kinderarbeit heute noch.
Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), Schweizer Schriftsteller


Kinderarbeit in einer Baumwollspinnerei in den USA 1908
http://thesocietypages.org/socimages/2009/12/03/child-labor-in-america-1908-1912/


Kinderarbeit in einer Ziegelei in Bangladesh
http://thewe.cc/weplanet/news/children/child_labor.htm

  Arbeit und Armut

Jedes Land, in dem Betteln ein Beruf ist, wird schlecht regiert.
Voltaire (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Die Reichen produzieren Armut in zweifacher Weise: einmal absolut, weil sie Arbeiter dazu zwingen, Luxusgüter herzustellen, was notwendig eine Verringerung der Produktion der lebensnotwendigen Güter bewirkt, die aufgrund der mit jeder Verknappung einhergehenden Preissteigerung unbedingt auf Kosten der wirtschaftlich Schwachen geht. Zum anderen relativ, weil der Anblick bislang unbekannter Luxusgenüsse, den Armen dazu bringt, sich für unglücklich zu halten.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Arbeit ist der Fluch der trinkenden Schichten.
Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

Armut wird auf Dauer nicht durch Almosen überwunden, sondern nur, wenn sich die Armen durch Arbeit aus der Armut herausarbeiten können.
Norbert Blüm (1935-), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

  Arbeit und Kapital

Die Arbeit ist vor dem Kapital und unabhängig von ihm. Das Kapital ist nur die Frucht der Arbeit, und könnte nie existiert haben, wenn nicht die Arbeit nicht zuerst existiert hätte. Die Arbeit ist dem Kapital überlegen, und verdient viel höhere Berücksichtigung.
Abraham Lincoln (1809-1865), US-amerikanischer Politiker, Präsident, Gegner der Sklaverei

Jeder braucht den anderen: Kapital kommt nicht ohne die Arbeit noch die Arbeit ohne Kapital.
Leo XIII. (Vincenzo Gioacchino Pecci) (1810-1903), italienischer Papst

Die Gottlosigkeit des Kapitals, das den Arbeiter als Arbeitskraft und Maschine bis zur Zerstörung ausnützt, muss gebrochen werden.
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Jeder Arbeiter stand mit seiner Arbeitskraft, die sein ganzes Vermögen ausmacht, allein da, ihm gegenüber aber der Stand der Geldmacht, welche in demselben Maße dem Arbeiter gefährlich wird, wie ihr Inhaber ohne Gewissen, ohne Religion ist und sie daher nur zur Befriedigung des Egoismus benutzt.
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Das Kapital hat die Bevölkerung agglomeriert, die Produktionsmittel zentralisiert und das Eigentum in wenigen Händen konzentriert. Die Arbeiter, die sich stückweise verkaufen müssen, sind eine Ware wie jeder andere Handelsartikel und daher gleichmäßig allen Wechselfällen der Konkurrenz, allen Schwankungen des Marktes ausgesetzt.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Nach mir die Sintflut! Ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation. Das Kapital ist daher rücksichtslos gegen Gesundheit und Lebensdauer des Arbeiters, wo es nicht durch die Gesellschaft zur Rücksicht gezwungen wird.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Das Kapital ist verstorbne Arbeit, die sich nur vampirmäßig belebt durch Einsaugung lebendiger Arbeit und um so mehr lebt, je mehr sie davon einsaugt.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker


Käthe Kollwitz "Sturm", Weberaufstand in Schlesien
http://www.spaightwoodgalleries.com/Media/Kollwitz/KK_Sturm.jpg

Das eigentliche, heutige Proletariat tritt erst auf mit dem Entstehen der Industrie, und der in ihm ausgedrückte Gegensatz ist viel allgemeiner. Es ist der Gegensatz von Arbeit und Kapital; erst diesem Gegensatze gehört die Idee des Proletariats mit seinen beiden Forderungen, der Forderung auf Teilnahme am Staatswillen und auf einen angemessenen und gesicherten Arbeitslohn an.
Lorenz von Stein (1815-1890), deutscher Staatsrechtler, Soziologe und Nationalökonom

Aller Mehrwert - wie er sich auch verteile, als Gewinn des Kapitalisten, Grundrente, Steuer etc. - ist unbezahlte Arbeit.
Friedrich Engels (1820-1895), deutscher Theoretiker des Sozialismus

Das unsittlich hastige Streben nach Besitz und Reichtum auf Seite der Fabrikanten, die Not auf Seite der Arbeiter führt zur Lohnbedrückung, zum Drucksystem, zur absoluten Herrschaft des Kapitals in der Wirtschaft, in der Gesellschaft, im Staat.
Gustav Schmoller
(1838-1917), deutscher Ökonom und Sozialwissenschaftler

Geld - das ist doch geronnener gesellschaftlicher Reichtum, geronnene gesellschaftliche Arbeit, Geld - das ist ein Titel auf den Empfang eines Tributs von allen Werktätigen, Geld ist ein Überbleibsel der gestrigen Ausbeutung.
Wladimir Iljitsch Lenin (W. Uljanow) (1870-1924), sowjetischer Politiker

Die stetig wiederkehrende Redewendung, das Geld müsse "hart arbeiten", gibt einen Hinweis darauf, in welch falschen Vorstellungen wir befangen sind, was sich jenseits des Geldschleiers real vollzieht. Das Geld als solches arbeitet natürlich nicht; sondern weil es über die Bank gegen Zins weitergegeben wird, arbeiten andere Menschen, und zwar um so härter, je höher der Zins ist, den das Geld verdienen soll. Geld kann auf diese Weise Herrschaftsverhältnisse und Abhängigkeiten begründen. Mehr noch: Es kann Menschen und ganze Völker regelrecht versklaven, wenn diese für die Zinslasten, die ihnen über Kreditgewährungen auferlegt wurden, Frondienste leisten müssen.
Otto Schily (1932-), deutscher Politiker, SPD, ehem. Bundesinnenminister

Kapitalismus: Die einen arbeiten für ihr Geld, die anderen lassen ihr Geld für sich arbeiten.
Gerhard Uhlenbruck (1929- ), deutscher Biologe und Aphoristiker


Georg Grosz "Kapitalist"
http://www.freundeskreis-wbh.de/images/downloads/Grosz_Kapitalist.jpg

  Arbeit und Zwang

Warum sollten wir denn Bedenken tragen, jene alte Methode der Bestrafung von Verbrechen für nützlich zu halten, die schon im Altertum die Römer verwandet haben? Sie pflegten nämlich die Schwerverbrecher zur Arbeit in Steinbrüchen und Erzgruben zu verurteilen.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Das immer Arbeiten-müssen macht egoistisch wie alles Ausschließliche; es ist bürgerlich respektabel und verdirbt doch den Charakter. Ein liebenswürdiges Bummeln, wenn es ohne schwere Pflichtverletzungen geschehen kann, berührt wohltuender als die ewige unerbittliche Korrektheit.
Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Schriftsteller

Das immer Arbeiten-müssen macht egoistisch wie alles Ausschließliche; es ist bürgerlich respektabel und verdirbt doch den Charakter. Ein liebenswürdiges Bummeln, wenn es ohne schwere Pflichtverletzungen geschehen kann, berührt wohltuender als die ewige unerbittliche Korrektheit.
Theodor Fontane (1819-1898), deutscher Dichter hugenottischer Abstammung

Nichts ist fürchterlicher, als alle Tage von morgens bis abends etwas tun zu müssen, was einem widerstrebt. Und je menschlicher der Arbeiter fühlt, desto mehr muss ihm seine Arbeit verhasst sein, weil er den Zwang, die Zwecklosigkeit für sich selbst fühlt, die in ihr liegen.
Friedrich Engels (1820-1895), deutscher Theoretiker des Sozialismus

Für einen Zwangsarbeiter unter der Erde ist es unmöglicher, ohne Gott auszukommen, unmöglicher als für einen freien Menschen.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Jeder muss arbeiten. Tust du's nicht; so zwingen sie dich eines Tages... Dann aber wird dir die Arbeit zur Folter…
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Der Kommunismus erfordert entweder äußeren Arbeitszwang oder aber eine soziale Sittlichkeit, die zu erreichen uns bisher noch nicht gelungen ist, wie die Schäden der bestehenden Gesellschaft zeigen.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Literaturnobelpreisträger

Die vielen modernen Menschen, die als Arbeitsmaschinen in Berufen stehen, in denen sie sich in keiner Weise als Menschen an Menschen betätigen können, kommen in die Gefahr des vegetierenden, egoistischen Dahinlebens.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Das Besondere der Arbeit ist es gezwungen zu werden.
Alain (Émile-Auguste Chartier) (1868-1951), französischer Schriftsteller, Philosoph und Pazifist

In einem System der "Zwangsarbeit", in dem der Attraktivität der Arbeit kaum Beachtung geschenkt wird, sucht der Mensch ihr wenigstens auf kurze Zeit zu entrinnen. Würde das gesamte Gesellschaftssystem so geändert, dass die Verpflichtung zur Arbeit nicht mehr mit Zwang und Drohung verbunden wäre, würde es nur noch eine Minderheit von kranken Menschen vorziehen, nichts zu tun.
Erich Fromm (1900-1980), US-amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Ich empfinde Arbeitsplätze mit Radio und/oder Fernsehberieselung ähnlich belastend wie Arbeitsplätze, in denen geraucht wird.
anonymus

  Arbeit als Strafe

Warum sollten wir denn Bedenken tragen, jene alte Methode der Bestrafung von Verbrechen für nützlich zu halten, die schon im Altertum die Römer verwandt haben? Sie pflegten nämlich die Schwerverbrecher zur Arbeit in Steinbrüchen und Erzgruben zu verurteilen.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Die Furcht soll die Menschen vom Verbrechen abhalten, doch Zwangsarbeit und lebenslängliche Schande schrecken mehr ab als der Galgen.
Voltaire (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

  Arbeit und Abstumpfung

Man kann jedermann so durch Unruhen, Ängste, Überhäufung von Arbeit und Gedanken abmatten und schwach machen, dass er einer Sache nicht mehr Widerstand leistet, sondern schlussendlich nachgibt, - das wissen die Diplomaten und die Weiber.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Arbeitsam willst du sein, doch nicht Erholung missen, und beides möchtest du recht auszugleichen wissen. Lass dir empfehlen, was Erfahrung mir empfohlen: Von einer Arbeit dient die andre zum Erholen.
Friedrich Rückert (1788-1866), deutscher Dichter

Wahre Lust ist nur in der Arbeit.
Friedrich Theodor Vischer (1807-1887), deutscher Literaturwissenschaftler und Philosoph

Fremder Arbeitseifer ist immer ärgerlich: Er ist für uns entweder Konkurrenz oder Vorwurf.
Gabriel Laub (1928-1998), deutsch-polnischer Satiriker und Publizist

Wenn man einmal eine Arbeit vorhat, so ist es gut, bei der Ausführung sich nicht gleich das Ganze vorzustellen… Man arbeite an dem, was man gerade vor sich hat, und wenn man damit fertig ist, gehe man an das Nächste.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Die theoretische Arbeit, überzeuge ich mich täglich mehr, bringt mehr zustande in der Welt als die praktische.
Georg Friedrich Wilhelm Hegel (1770-1831), deutscher Philosoph

Die Arbeit ist immer noch das beste Mittel, das Leben zum Verschwinden zu bringen.
Gustave Flaubert (1821-1880), französischer Dichter

Hamsterrad
Büroarbeiter im Hamsterrad
http://www.gold-4you.ch/Hamsterrad/

  Arbeit und Entfremdung

Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Der Arbeiter fühlt sich daher erst außer der Arbeit bei sich und in der Arbeit außer sich. Zu Hause ist er, wenn er nicht arbeitet, und wenn er arbeitet, ist er nicht zu Hause.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Der Gegenstand den die Arbeit produziert, ihr Produkt, tritt ihr als ein fremdes Wesen, als eine von dem Produzenten unabhängige Macht gegenüber.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Bei der Verherrlichung der "Arbeit", bei dem unermüdlichen Reden vom "Segen der Arbeit" sehe ich den selben Hintergedanken, wie bei dem Lobe der gemeinnützigen unpersönlichen Handlungen: den der Furcht vor allem Individuellen. Im Grunde fühlt man jetzt beim Anblick der Arbeit - man meint immer dabei jene harte Arbeitsamkeit, von früh bis spät -, dass eine soche Arbeit die beste Politzei ist, dass sie jeden im Zaume hält und die Entwicklung der Vernunft, der Begehrlichkeit, des Unabhängigkeitsgelüstes kräftig zu hindern versteht. Denn sie verbraucht außerorderntlich viel Nervenkraft und entzieht dieselbe dem Nachdenken, Grübeln, Träumen, Sorgen, Lieben, Hassen, sie stellt ein kleines Ziel immer in's Auge und gewährt leichte und regelmäßige Befriedigungen. So wird eine Gesellschaft, in welcher fortwährend hart gearbeitet wird, mehr Sicherheit haben: und die Sicherheit bietet man jetzt als die oberste Gottheit an. - Und nun! Entsetzen! Gerade der "Arbeiter" ist gefährlich geworden! Es wimmelt von "gefährlichen Individuen"! Und hinter ihnen die Gefahr der Gefahren - das Individuum.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Ist die Arbeit nicht das Salz, das die mumifizierten Seelen konserviert?
Charles Baudelaire (1821-1867), französischer Dichter

Den Frieden kann man weder in der Arbeit noch im Vergnügen, weder in der Welt noch in einem Kloster, sondern nur in der eigenen Seele finden.
William Somerset Maugham (1874-1965), englischer Schriftsteller

Die Arbeit breitet Fangnetze aus, in welchen eines schönen Morgens die Visionen zappeln.
Carl Spitteler (1845-1924). Schweizer Dichter und Schriftsteller, Kritiker und Essayist

Die Arbeit der Proletarier hat durch die Ausdehnung der Maschinerie und die Teilung der Arbeit allen selbständigen Charakter und damit allen Reiz für den Arbeiter verloren.
Friedrich Engels (1820-1895), deutscher Theoretiker des Sozialismus

Arbeit ist Tod ohne Würde.
Dylan Thomas (1914-1953), walisischer Schriftsteller

Arbeit ist eine Art Gefängnis. Wie viele schöne Dinge gehen vorbei, die zu sehen sie hindert.
Paul Valéry (1871-1945), französischer Schriftsteller und Philosoph

Das Los der vielen ist, zu Erhaltung ihrer Existenz und zu ihrer Betätigung in der Gesellschaft eine mehr oder weniger seelenlosen Arbeit zum Beruf zu haben, in der sie nicht viel oder fast nichts von ihrem Menschentum verausgaben können, wie sie sich in ihr fast wie Menschenmaschinen zu betätigen haben.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Die Beziehungen der Menschen untereinander werden zunehmend vom maschinellen Arbeitsprozess vermittelt.
Herbert Marcuse (1898-1979), deutscher Philosoph


kaputt durch Arbeit. Wie der Kapitalismus Körper, Geist und Seele zerstört
http://lnl.blogsport.de/

Ich nehme was kommt, und bitte nur, dass mir die nötigen Fähigkeiten dazu gegeben werden. Auf alle Fälle ist es eine gute Schule der Demut, wenn man beständig Dinge zu tun hat, die man mit großer Mühe nur sehr unvollkommen fertig bringt.
Edith Stein (1891-1942), deutsch-jüdische Philosophin, Ordensschwester, Ermordung im KZ,
Heilige

Es gibt noch mehr solche, die in das Räderwerk der Berufe geschmiedet sind, denen alle Freuden des Bahnbrechers, des Gläubigen, des Wissenden versagt sind.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Es gibt kein Selbstbewusstsein, kein wahres Leben für einen Menschen, der täglich zwölf Stunden arbeiten muss, ohne zu wissen, wofür er arbeitet.
André Malraux (1901-1976), französischer Politiker, Kultusminister

Wenn wir Kultur nötiger haben als Kartoffeln und Erleuchtung nötiger als Zuckerpflaumen, dann werden die großen Hilfsquellen einer Welt geschätzt und entwickelt, und das Ergebnis oder die Haupterzeugung besteht nicht in Sklaven oder Fabrikarbeitern, sondern in Menschen - jenen seltenen Früchten, die man Helden, Heilige, Dichter, Philosophen und Erlöser nennt.
Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller

Wenn man sich an eine Maschine stellt, muss man acht Stunden täglich seine Seele knebeln, sein Denken, seine Empfindungskraft, alles.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin

Die Arbeit ist eine Vergewaltigung der menschlichen Natur.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin

Die Entfremdung des Menschen von seinen individuellen und gemeinschaftlichen Erzeugnissen, die er nur mehr käuflich aus zweiter und dritter Hand erwirbt ( ... ), diese Entfremdung des Menschen von den Früchten seiner Hände Arbeit geht Hand in Hand mit der Entfremdung von seinen größten Freuden und Befriedigungen. Das bedingt seine wachsende Abhängigkeit von Geld
und Ersatzbefriedigungen.
Yehudi Menuhin (1916- ), US-amerikanisch-britischer Violinist und Komponist

"Arbeit" ist in der Regel entfremdete Tätigkeit, in der sich das Sein eines Menschen nicht entfalten und bestätigt fühlen kann. Auch wenn Industriearbeit heute längst nicht mehr die erdrückenden Züge aufweist wie zur Zeit von Karl Marx, gilt vielfach noch die These, daß Lohnarbeit "Zwangsarbeit" ist.
Iring Fetscher (1922-), deutscher Politikwissenschaftler)

  Arbeit und Arbeiter

Der Hunger des Arbeiters arbeitet für ihn, denn sein Mund spornt ihn an.
AT, Sprüche 16,26

Die Arbeitenden sind den Unsterblichen viel lieber.
Hesiod (vor 700 v.Chr.), griechischer Epiker

Wenn wir allnächtlich den gleichen Traum hätten, hätte es die gleiche Wirkung auf uns wie die Dinge, die wir jeden Tag sehen. Und wenn ein Arbeiter mit Sicherheit allnächtlich zwölf Stunden lang träumte, dass er ein König wäre, würde es ihn, glaube ich, fast so glücklich wie ein König machen, der jede Nacht zwölf Stunden hintereinander träumen sollte, dass er ein Arbeiter wäre.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Die Reichen produzieren Armut in zweifacher Weise: einmal absolut, weil sie Arbeiter dazu zwingen, Luxusgüter herzustellen, was notwendig eine Verringerung der Produktion der lebensnotwendigen Güter bewirkt, die aufgrund der mit jeder Verknappung einhergehenden Preissteigerung unbedingt auf Kosten der wirtschaftlich Schwachen geht. Zum anderen relativ, weil der Anblick bislang unbekannter Luxusgenüsse, den Armen dazu bringt, sich für unglücklich zu halten.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Auch der müde Arbeiter ist nicht immer des Denkens zu stumpf.
Georg Forster (1754-1794), deutscher Naturforscher, Ethnologe, Reiseschriftsteller, Journalist, Essayist und Revolutionär

Der Fabrikarbeiter ist in gewissem Sinne das für die Maschinen, was der Tagelöhner für das Ackergut ist; nichts bindet ihn als das Bedürfnis nach Arbeit und Lohn.
Lorenz von Stein (1815-1890), deutscher Staatsrechtler, Nationalökonom und Soziologe

Nichts wird eine Nation retten, deren Arbeiter verelendet sind.
Beatrice Webb (1858-1943), britische Sozialistin und Sozialreformerin

Der Arbeiter wird eine umso wohlfeilere Ware, je mehr Waren er schafft.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Alle Großen waren große Arbeiter.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Die neue Kultur beginnt, wo der Arbeiter und seine Arbeit mit Respekt behandelt werden.
Maxim Gorki (1868-1936), russischer Schriftsteller


Arbeiter aus der Erzählung "Die Stadt" von Frans Masereel, belgischer Graphiker

http://www.courtauld.ac.uk/researchforum/Masereelcropped.jpeg


Szene aus dem Film "Modern Times" des englischen Komikers, Schauspielers, Regisseurs, Komponisten und Produzenten Charly Chaplin (Charles Spencer Chaplin)
http://faculty.frostburg.edu/phil/forum/moderntimes.jpg

Die sittliche Idee des Arbeiterstandes dagegen ist die, dass die ungehinderte und freie Betätigung der individuellen Kräfte durch das Individuum noch nicht ausreiche, sondern dass zu ihr in einem sittlich geordneten Gemeinwesen noch hinzutreten müsse: die Solidarität der Interessen, die Gemeinsamkeit und die Gegenseitigkeit in der Entwicklung.
Ferdinand Lasalle (1825-1864), deutscher Schriftsteller und sozialistischer Politiker

Die Natur hat weise . . . dem Arbeitsmann raue Hände gegeben.
Ludwig Anzengruber (1839-1889), österreichischer Schriftsteller

Ein neues Jahrhundert pocht an die Pforten des alten. Das Jahrhundert der Arbeit und der Arbeiter.
August Bebel (1840-1913), deutscher Politiker, Mitbegründer der SPD

Zunehmend finde ich etwas Ergreifendes und fast traurig Stimmendes in diesen armen, unbeachteten Arbeitern - den rangmäßig Niedrigsten sozusagen, den Verachtetsten.
Vincent van Gogh (1853-1890), niederländischer Maler

Die Weltverbrüderung der Arbeiter ist mir das Heiligste und Höchste auf Erden, sie ist mein Leitstern, mein Ideal, mein Vaterland; lieber lasse ich mein Leben, als dass ich diesem Ideal untreu würde.
Rosa Luxemburg (1870-1919), deutsche sozialdemokratische Politikerin, Begründerin der KPD

Von den beiden Hauptgewinnen des Lebens, Schönheit und Wahrheit, fand ich den ersten in einem liebenden Herzen, den anderen in der Hand eines einfachen Arbeiters.
Khalil Gibran (1883-1913), libanesischer Schriftsteller

In Deutschland arbeiten die Arbeiter, damit die Angestellten etwas zu schreiben haben.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Wer baute das siebentorige Theben? In den Büchern stehen die Namen von Königen. Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt? Und das mehrmals zerstörte Babylon - wer baute es so viele Male auf?... Das große Rom ist voll von Triumphbögen. Wer errichtete sie?
Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Schriftsteller und Regisseur

Sich zu verkleiden ist eine aufregende Sache. Jeder sollte es einmal tun, weil es einen Einblick in ein andere Leben erlaubt. Als Arbeiter bekommt man zum Beispiel automatisch die billigsten Streichhölzer angeboten. Niemand lässt einem den Vortritt. Die Mädchen sehen einen nicht an. Die Welt gehört den anderen.
Luis Bunuel (1900-1983), spanischer Filmregisseur

Aber Arbeiter sind Menschen; sie haben Bedürfnisse und Wünsche, die nicht notwendig mit den Erfordernissen der Produktion übereinstimmen, ja, in der Regel keineswegs mit ihnen übereinstimmen.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und Mystikerin

Minister wird man an einem Tag, ein brauchbarer Arbeiter in drei Jahren.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

Arbeitslosigkeit ist nicht nur ein ökonomisches Problem, dies ist eine gesellschaftspolitische Herausforderung allerersten Ranges, und sie geht jeden von uns an.
Helmut Kohl (1930- ), deutscher Poltitiker, CDU, Bundeskanzler

  Arbeit und Arbeitgeber

Kirche, Meer oder Königshaus, wähl' dir eins, so kommst du aus.
spanisches Sprichwort

Die Welt ist voll brauchbaren Menschen, aber leer an Leuten, die den brauchbaren Mann anstellen.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), schweizerischer Pädagoge und Sozialreformer

Gewiss, es ist gut, dass wir die nicht immer kennen, für die wir arbeiten.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dicher

Man kann nicht dem Arbeitnehmer helfen, indem man den Arbeitgeber beseitigt.
Abraham Lincoln (1809-1865), US-amerikanischer Politiker, Präsident, für Abschaffung der Sklaverei

Der Arbeitgeber ist dem Arbeiter ein Fremder.
Lorenz von Stein (1815-1890), deutscher Staatsrechtler, Nationalökonom und Soziologe

Der Arbeiter soll seine Pflicht tun, der Arbeitgeber soll mehr tun als seine Pflicht.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Erzählerin

Die Arbeit ist etwas unnatürliches. Die Faulheit allein ist göttlich.
Anatole France (1844-1924), französischer Schriftsteller, Nobelpreisträger

Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind in gleicher Weise von dem Schicksal ihres Unternehmens abhängig.
Robert Bosch (1861-1942), deutscher Industrieller und Erfinder

Wenn sie eine Kreatur zwingen, wie ein Tier zu leben und zu arbeiten, müssen sie sie auch als Tier betrachten, das Mitgefühl würde sie sonst in den Wahnsinn treiben.
John Steinbeck (1902-1968), US-amerikanischer Schriftsteller

Die Arbeitgeber sind unfähig, mehr als zwei oder drei Jahre voraus zu denken.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und Mystikerin

Der Arbeitgeber liebt die Arbeitsnehmer so, dass er ihnen zuweilen Arbeit gibt und obendrein noch Geld.
Manfred Hinrich (1926-2015), deutscher Kinderlieder- und Kinderbuchautor, Journalist und Journalist

Wie kann man jemanden, der sich die Arbeit anderer nimmt, Arbeitgeber nennen?
Klaus Wagenbach (1930- ), deutscher Verleger

Arbeit geben, das ist nun wirklich seliger als nehmen.
Wolfdietrich Schnurre (1920-1989), deutscher Schriftsteller

  Arbeit und Arbeiterbildung

Man richte nun in allen Städten, wenn nicht in allen größeren Gemeinden, einen freundlichen geräumigen Saal ein, sorge an Sonn- und Feiertagen wie am Montagabend für Beleuchtung und im Winter für behagliche Wärme dazu und öffne dann dieses Lokal allen jungen Arbeitern, denen es mit ihrem Leben und ihrem Stande nur immer ernst ist.
Adolf Kolping (1813-65), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Die Politik kann also den Arbeitervereinen nicht fremd bleiben; nimmermehr aber dürfen sich diese Vereine als willenloses Werkzeug dieser oder jener Partei missbrauchen lassen.
Vereinstag der deutschen Arbeitervereine 1868

Eine der wichtigsten Aufgaben der Arbeiterbildungsvereine bleibt es, Kenntnisse der staatlichen Verhältnisse und politischen Fragen zu verbreiten und insbesondere den Sinn für das öffentliche Leben zu pflegen und in den Kreisen der Arbeiter Vaterlandsliebe und bürgerlichen Gemeinsinn zu wecken.
Vereinstag der deutschen Arbeitervereine 1868

  Arbeit und Gewerkschaft

Gegen diese Isolierung des Arbeiterstandes, gegen dieses Zertreten der Menschenkraft durch die Geldmacht ist nun von demselben England, von welchem das Verderben ausgegangen ist, der mächtige Antrieb zur Verbindung, zur Organisation der Arbeiter gegeben worden.
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Wenn aber eine Gruppe von Arbeitern sich vereinigt und Vertreter anschickt, die für die ganze Körperschaft die Verhandlungen führen, ändert sich die Sachlage sofort.
Beatrice Webb (1858-1943), britische Sozialistin und Sozialreformerin

Arbeiter, organisiert euch! Vereinzelt seid ihr nichts, vereinigt seid ihr alles!
August Bebel (1840-1913), deutscher Politiker, Mitbegründer der SPD

Mann der Arbeit, aufgewacht! Und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.
Georg Herwegh (1817-1875), sozialistisch-revolutionärer deutscher Dichter und Übersetzer

Jeder Arbeiter stand mit seiner Arbeitskraft, die sein ganzes Vermögen ausmacht, allein da, ihm gegenüber aber der Stand der Geldmacht, welche in demselben Masse dem Arbeiter gefährlich wird, wie ihr Inhaber ohne Gewissen, ohne Religion ist und sie daher nur zur Befriedigung des Egoismus benutzt.
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Die Stärke liegt im arbeitenden Volk. Wenn es sein Joch trägt, dann nur, weil es hypnotisiert ist. Und nur darauf kommt es eben an - diese Hypnose zu zerstören.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Und es gibt keinen anderen Weg zu einer freien Zukunft als durch die eigenen bildenden, gewerkschaftlichen, genossenschaftlichen und politischen Arbeiterorganisationen.
Wladimir Iljitsch Lenin (W. Uljanow) (1870-1924), sowjetischer Politiker

Da im Allgemeinen die Gewerkschaften ihre stärkste Position in sowieso gut bezahlten Gruppen von Arbeitnehmern haben, war die Auswirkung ihrer Aktivität, dass gut bezahlte Arbeiter noch höher bezahlt wurden, was zu Lasten der Arbeiter mit geringeren Einkommen ging.
Miltion Friedman (1912-2006),  US-amerikanischer Ökonom, Nobelpreisträger

Möge es dein Ehrgeiz sein, nicht das zu sehen, was du aus der Arbeit herausholen kannst, sondern, was du von dir hineinstecken kannst.
Robert Stephenson Baden-Powell (1857-1941), englischer General, Begründer der Pfadfinderbewegung

Die Arbeiterführer sind die Manager der Arbeiterschaft, manipulieren sie, machen für sie Reklame und versuchen, ihren Preis so hoch wie möglich festzusetzen. Gleichzeitig hängen ihre eigene gesellschaftliche und ökonomische Macht, ihre Position und Einkommen, die alle der Macht, Position und Einkommen des einzelnen Arbeiters weit überlegen sind, vom Industriesystem ab.
Max Horkheimer (1895-1973), deutscher Sozialphilosoph

Die Gewerkschaft muss ihr politisches Mandat erweitern. Das bedeutet nicht, dass sie zu einer Ersatzpartei werden soll, sondern dass sie sich ihres historischen Auftrages für die gesamte gesellschaftliche Entwicklung bewusst wird. Die Gewerkschaften stehen nicht nur für die lebendige Arbeitswelt, sondern auch für Gestaltungswillen in der Gesellschaft.
Oskar Negt (1934- ), deutscher Sozialphilosoph

  Arbeit und Arbeitskampf

Erschaffen ohne zu besitzen, arbeiten ohne zurückzuhalten, herstellen ohne zu beherrschen.
Laotse
(ca. 500 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Nicht der Kampf zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeiter muss das Ziel sein, sondern ein rechtmäßiger Friede zwischen beiden.
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Je nach den besonderen Umständen kann eine Demonstration, ein Protestmarsch, ein Streik oder ziviler Ungehorsam angebracht sein.
Nelson Mandela (1918- ), südafrikanischer Politiker, Kämpfer gegen die Apartheid, Präsident

Falls Arbeiter streiken, weil sie höhere Löhne fordern, gilt dies bald schon als ökonomische Sabotage. Streikt hingegen das Kapital, weil es höhere Profite will, so ist dies ein ökonomischer Sachzwang.
Kurt Marti (1921- ), Schweizer reformierter Theologe und Schriftsteller

Ein Streik, der keinen wirtschaftlichen Druck ausübt, ist kein Streik, sondern kollektives Betteln.
Jürgen Peters (1944- ), deutscher Gewerschaftler, IG-Metall-Vorsitzender

  Arbeit und Menschenwürde

Schafft das Eure und arbeitet mit euren eigenen Händen, damit ihr ehrbar lebt vor denen, die draußen sind, und auf niemanden angewiesen seid.
NT, 1 Thessalonicher 4,11-12

Es ist etwas Großes um die Arbeit, denn sie ehrt ihren Mann.
Talmud
  - Gittin

Nicht die Arbeit als solche, nicht der Fleiß und der Eifer, sondern der Sinn der Arbeit entscheidet über ihre Würde und sittliche Qualität. Mögen die herrschenden Klassen der kapitalistischen Gesellschaft der Arbeit noch so sehr ergeben sein, die Richtung ihrer Bemühungen, der Inhalt ihrer Sorgen zeugt gegen sie.
Nikolaj Berdjajev (1874-1948), russischer Philosoph

Wichtig ist, dass der Vorgesetzte die Mitarbeitenden in erster Linie als Menschen und nicht als bloße Arbeitskraft achtet, dass diese nicht in ein Leistungsrennen gejagt werden, sondern kollegial kooperieren.
Friedhelm Hengsbach (1937- ), deutscher Jesuit, Sozialethiker

Wenn Arbeit alles wäre, gäbe es keinen Lebenssinn für Behinderte, keinen mehr für Alte und noch keinen für Kinder.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister


Menschen Würde(n) Arbeit(en)
http://www.evangelisches-sonntagsblatt.de/html_2005/aktuelles_05_03.html


Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt
http://www.zeitwohlstand.info/was-warum/zeit-wohlstand-arbeit/

  Arbeit und Gemeinwohl

Es ist eine meiner Überzeugungen, dass man für das Gemeinwohl arbeiten muss und dass man sich im selben Maße, indem man dazu beigetragen hat, glücklich fühlen wird.
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), deutscher Philosoph, Mathematiker, politischer Schriftsteller und Forscher

Der Zweck der Arbeit soll das Gemeinwohl sein; dann bringt Arbeit Segen, dann ist Arbeit Gebet.
Alfred Krupp (1812-1887), deutscher Industrieller und Erfinder

Nur die Arbeit und zwar die uneigennützige Arbeit für ein ideales Ziel gibt dauernde Befriedigung.
Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz (1821-1894), deutscher Physiologe und Physiker

Jede Arbeit ist wichtig, auch die kleinste. Es soll sich keiner einbilden, seine Arbeit sei über die seines Mitarbeiters erhaben. Jeder soll mitwirken zum Wohle des Ganzen.
Robert Bosch (1861-1942), deutscher Industrieller und Erfinder

Man soll arbeiten, man soll sich nützlich machen, man ist über seine Talente Rechenschaft schuldig.
Denis Diderot (1713-1774), französischer Schriftsteller und Philosoph

Der Beruf ist der Weg, das Individuum auf eine Weise, die der Gesamtheit dient, vom Leben zum Tod zu bringen.
Emil Gött (1864-1908), deutscher Schriftsteller

Es wird kein Friede, keine Ruhe, keine Freude für die Menschheit geben, wenn wir nicht zurückfinden zu den ewigen, unverfänglichen Gütern, auf denen allein das Glück der Menschen aufgerichtet werden kann. Schrankenlose, hemmungslose Ichsucht, Sucht nach Betrieb und Genuss bringen kein Glück. Verinnerlichung, Besinnung auf sich selbst, Arbeit und Sorge für andere und für das Gemeinsame, das ist, was uns Not tut und was uns glücklich macht.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, CDU,  erster Bundeskanzler

  Arbeit und Ehrenamt

Nur die Arbeit, und zwar die uneigennützige Arbeit für ein ideales Ziel gibt dauernde Befriedigung.
Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz (1821-1894), deutscher Physiologe und Physiker

Ich bin auch überzeugt, dass die Freude an geistigen Dingen am reinsten dort anzutreffen ist, wo diese nicht mit dem Broterwerb verknüpft ist.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Der Ernst des Lebens, der darin besteht, durch Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, würdigt heute alle anderen, "überflüssigen" Tätigkeiten, z.B. sich für das Gemeinwohl zu interessieren, nur noch zum Hobby, zum "Zeitvertreib" herab. Engagement hierfür wird höchstens noch in der Rolle des Konsumenten frei, der sich in seinen Ansprüchen verunsichert sieht.
Hannah Arendt (1906-1975), deutsche Philosophin

Wir sind immer so darauf eingestellt, Arbeit nur als Lohnarbeit zu betrachten. Alles, was wir tun, ohne dafür bezahlt zu werden, ist demnach keine Arbeit. Ich weiß gar nicht, ob das so vernünftig ist.
Richard von Weizsäcker (1912-), deutscher Politiker, Bundespräsident

Es ist echte Größe, wenn man dient, ohne bemerkt und arbeitet, ohne gesehen zu werden.
William MacDonald (1917-2007), US-amerikanischer Theologe und Autor

Der Mensch wird nicht erst durch die Arbeit zum Menschen.
Johannes Paul II. (Karol Wojtila) (1920-2005), polnischer Papst

Fang den Montagmorgen mit der Stimmung von Freitagabend an.
Phil Bosmans (1922- ), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Erstens müssen sie ihren Begriff von Arbeit erweitern. Lohnarbeit ist nur eine Form der Arbeit. Das klammert zahlreiche Menschen aus, die außerhalb der klassischen Unternehmen arbeiten. Und eine große und schnell wachsende Zahl von Menschen leistet notwendige, aber nicht entlohnte Arbeit. Etwa in der Pflege, in der Erziehung, im Quartier. Zweitens sollten Gewerkschaften Interessenvertreterinnen des gesamten Lebenszusammenhangs werden. Diese Gesellschaft ist reicher denn je, aber ihr Menschenbild wird immer schmaler. Ich nenne es die Erweiterung des Interessenbegriffs der Gewerkschaften.
Oskar Negt (1934- ), deutscher Sozialphilosoph

  Arbeit und Recht auf Arbeit

Geben Sie den Arbeitern das Recht auf Arbeit.
Otto Eduard Leopold von Bismarck (1815-1898), preußisch-deutscher Staatsmann, Reichskanzler

Die Arbeit kann kein Gesetz sein ohne ein Recht zu sein.
Victor Hugo (1802-1885), französischer Schritsteller

Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 10

Stabiles Selbstwertgefühl, positives Verhältnis zum eigenen Körper, Freundschaft und soziale Beziehungen, eine intakte Umwelt, sinnvolle Arbeit und gesunde Arbeitsbedingungen, Gesundheitswissen und Zugang zur Gesundheitsversorgung, lebenswerte Gegenwart und die begründete Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft sind die Grundbedingungen für die Gesundheit.
Weltgesundheitsorganisation

Ontario's labour plans and 'right to work' laws: Filled with truth, lies or just bullshit?
Das Recht zur arbeiten. = "Recht" für niedrigere Löhne zu arbeiten. "Recht" zu unsicheren Arbeitsbedingungen zu arbeiten. "Recht" ohne Sozialleistungen zu arbeiten. Das Recht für weniger zu arbeiten ...
http://rabble.ca/news/2013/10/ontarios-labour-plans-and-right-to-work-laws-filled-truth-lies-or-just-bullshit

  Arbeit und Arbeitsverteilung

Eine planvolle Verteilung der Arbeit wird immer mehr zur gebieterischen Notwendigkeit, und diese Verteilung wird zu einer materiellen Sicherung der Individuen führen.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

In einem Volk, bei dem viel gearbeitet wird, ist die Arbeit meist schlecht verteilt; dort gibt es mehr Leute, die viel arbeiten, damit die anderen faulenzen können.
Miguel de Unamuno (1864-1936), spanischer Schriftsteller und Philosoph

Wirksam kann man die Arbeitslosigkeit nur dann bekämpfen, wenn diejenigen, die Arbeit haben, bereit sind, etwas von ihrer Arbeit abzugeben - und auch die dazugehörigen Einkünfte.
Oswald von Nell-Breuning (1890-1991), deutscher katholischer Theologe, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler

  Arbeit und Wert der Arbeit

Wir hören aber, dass einige von euch ein unordentliches Leben führen und alles Mögliche treiben, nur nicht arbeiten. Wir ermahnen sie und gebieten ihnen im Namen Jesu Christi, des Herrn, in Ruhe ihrer Arbeit nachzugehen und ihr selbst verdientes Brot zu essen.
NT, 2 Thessaloniker 3,11-12

Der eine hat Arbeit und Fleiß, der andre Nutzen und Preis.
deutsches Sprichwort

Wer Arbeit liebt und sparsam zehrt, der sich in aller Welt ernährt.
deutsches Sprichwort

Das Leben geht zu Ende aber die Arbeit nie.
deutsches Sprichwort


Arbeiter vor einer Glasfassade
http://www.spd.de/Politik/19666/thema_arbeit_alterssicherung.html

Die Welt ruht auf drei Säulen: Studium, Arbeit, Nächstenliebe.
Simon der Gerechte

Beim Arbeiten gibt es keinen wirklichen Unterschied zwischen dem Bedeutenden und dem Untergeordneten. Beim Dienen gibt es keinen wirklichen Unterschied zwischen dem Würdigen und dem Wertlosen. Beim Lernen gibt es keinen wirklichen Unterschied zwischen dem Jungen und dem Alten. Bei der inneren Entwicklung gibt es keinen wirklichen Unterschied zwischen dem Weisen und dem Einfältigen.
Buddha (-544 od. 543 v.Chr.), indischer Religionsstifter des Buddhismus

Das Werk geht dem Ruhm voran, die Arbeit geht dem Werk voran, die Worte gehen der Arbeit voran. Wer sich nicht auf die Arbeit versteht, wie vermag der den Worten anderer zuzuhören?
Lü Bu We (ca. 300-235 v.Chr.), chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph

Von allen Beschäftigungen (negotia) ist nur eine des Römers würdig; die politische Tätigkeit; jede andere Tätigkeit ist daher otium und hat nur insoweit Berechtigung, als sie zur Entspannung und Sammlung neuer Kräfte dient oder durch außergewöhnliche Verhältnisse erzwungen ist; aber auch dann darf das otium nicht zur Trägheit werden, sondern muss einen Eigenwert haben, der in der Förderung der Gemeinschaft liegt.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Den wirklichen Wert eines Menschen misst man an der Arbeit, der er nachgeht.
Marc Aurel (121-180), römischer Politiker

Keine Arbeit ist erniedrigend, wenn man sich ihr ohne Sünde widmen kann. Gebt den Armen nicht bloß Almosen, sondern Arbeit, dass sie sich selbst ernähren und in Ehre setzen können.
Johannes Chrysostomus (344-407), griechischer Kirchenlehrer und Patriarch von Konstantinopel

Es kommt nicht auf die Arbeit an, die du verrichtest, sondern auf die Liebe, mit der du sie verrichtest.
Johann Geiler von Kayserberg (1445-1510), deutscher Prediger

Arbeit, Gebet, Mahl, Schlaf, Spiel sind die fünf Finger unserer Lebenshand.
William Shakespeare (1564-1616), englischer Dichter

Was ein Mensch gilt oder wert ist, ist, wie bei allen anderen Dingen, sein Preis, das heißt so viel, wie für den Gebrauch seiner Kraft gegeben wird.
Thomas Hobbes (1588-1679), englischer Mathematiker und Philosoph

Man soll arbeiten, man soll sich nützlich machen, man ist über seine Talente Rechenschaft schuldig.
Denis Diderot (1713-1774), französischer Schriftsteller und Philosoph

Arbeit, der ausschließliche Maßstab des Wertes... die Schöpferin allen Reichtums, ist keine Ware.
Thomas Hodgskin (1787-1869), englischer Ökonom

Wir arbeiten nicht nur, um etwas zu produzieren, sondern auch, um der Zeit einen Wert zu geben.
Eugène Delacroix (1798-1863), französischer Maler

Arbeitstag! Einziger Tag, an dem ich gelebt habe!
Alfred de Musset (1810-1857), französischer Schriftsteller

Heimisch in der Welt wird man nur durch Arbeit. Wer nicht arbeitet, ist heimatlos.
Berthold Auerbach (Moses Baruch Auerbach) (1812-1882), deutscher Schriftsteller

Was dem Leben jedes Menschen erst Wert gibt, ist ein besonnenes Urteil und eine stetige Arbeitskraft.
Gustav Freytag (1816-1895), deutscher Schriftsteller

Weil der Mensch unter Menschen lebt und für Menschen arbeitet, hat er das Recht, seine dem Menschen gewidmeten Dienste ausdrücklich anerkannt zu sehen. Die Freude allein ist es, welche die Räder der Welt treibt. Die Freude, nützlich gewesen zu sein, allein ist es, welche die Kraft verleiht, weiterzuarbeiten.
Paul Anton de Lagarde (1827-1891), deutscher Kulturphilosoph und Orientalist

Bedenke bei jedem Anschaffen und benutzen eines Gegenstandes, dass dieser ein Produkt menschlicher Arbeit ist und dass du, indem du ihn verbrauchst, zerstörst, beschädigst, diese Arbeit zerstörst und damit Menschenleben verbrauchst.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Die Arbeit ist wie das Genie ein Geschenk.
Catulle Mendès (1841-1909), französischer Schriftsteller

Die beste Arbeit, die man tun kann, ist das, was man ohne Lob in der Stille tut.
Vincent van Gogh (1853-1890), niederländischer Maler

Arbeit ist eine so faszinierende Sache, dass ich anderen stundenlang dabei zuschauen könnte.
Jerome K. Jerome (1859-1927), englischer Autor

Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe.
Rabindranath Tagore (1861-1941), indischer Dichter,
Literaturnobelpreisträger

Mein ganzes Leben lang betrachte ich als wahre Helden nur diejenigen, die die Arbeit lieben und zu arbeiten verstehen. Diejenigen, die alle Kräfte des Menschen für schöpferische Arbeit, für die Verschönerung unserer Erde und für die Schaffung menschenwürdiger Lebensformen auf ihr freimachen wollen.
Maxim Gorki (1868-1936), russischer Schriftsteller

Was man so manchem übel nimmt: dass er den Wert seiner Arbeit kennt.
Otto Wels (1873-1939), deutscher Politiker, Sozialdemokrat

Was Würde verleiht, ist nicht das Vermögen oder der Adel der Geburt, sondern die Würde des Lebens, der Tugend, die Würde der Arbeit.
Johannes XXIII. (Angelo Giuseppe Roncalli) (1881-1963), italienischer Papst

Eine Kultur, die aus der Durchseelung der Arbeit erwüchse, wäre der höchste Grad der Verwurzelung des Menschen im Weltall.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin

Welcher Arbeit Sie auch in Ihrem Leben nachgehen, machen Sie sie gut... Wenn Ihre Aufgabe darin besteht, die Straßen zu fegen, dann fegen Sie, wie Michelangelo malte, wie Shakespeare Gedichte schrieb und wie Beethoven komponierte. Fegen Sie die Straßen so, dass all die himmlischen und auch die irdischen Heerscharen innehalten und sagen: Er lebte als ein großer Straßenfeger und er hat seine Arbeit gut gemacht.
Martin Luther King (1929-1968), amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Keine Arbeit ist unbedeutend. Jede Arbeit zum Nutzen der Menschheit hat ihre Würde und Wichtigkeit, und jede sollte mit dem steten Streben nach Vollkommenheit getan werden.
Martin Luther King (1929-1968), amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Die Arbeit ist der größte Segen, den Gott den Menschen gegeben hat.
Alice Parizeau (1930-1990), polnischstämmige kanadische Schriftstellerin, Journalistin und Kriminologin

Wenn die Arbeiter wie Maschinen behandelt werden, dann werden die Alten zu Schrott.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

Zur neuen Leistungsgesellschaft gehören vier Arbeitswelten: 1. Die Erwerbsarbeit mit multiplen Beschäftigungsverhältnissen, 2. Die Gemeinschaftsarbeit mit Freiwilligenleistungen für Familie und Gesellschaft, 3. Die Lernarbeit mit lebenszeitbegleitender Fort- und Weiterbildung, 4. Die Eigenarbeit mit Eigenleistungen zur Erhaltung von Gesundheit und Lebenszufriedenheit.
Horst W. Opaschowski (1941-), deutscher Zukunftswissenschaftler, Politikberater

Es gibt keine niedrigen Arbeiten, nur niedrige Ansichten.
William Bennet (1943- ), US-amerikanischer Politiker

  Arbeit und Menschsein

Arbeit, Sorg und Herzeleid ist der Erde Alltagskleid.
deutsches Sprichwort

Der Mensch ist Das einzige Tier, das arbeiten muss.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Das Arbeiten ist meinem Gefühl nach dem Menschen so gut ein Bedürfnis als Essen und Schlafen.
Wilhelm Friedrich von Humboldt (1767-1835), deutscher Philosoph und Sprachforscher, preußischer Minister und Erziehungsreformer

Die wahre Geschichte eines Menschen liegt nicht in dem, was er getan hat, sondern in dem, was er tun soll.
Thomas Hardy (1840-1928), englischer Romancier und Dichter

Ich frage nie einen Menschen nach seiner Arbeit, weil es mich nicht interessiert. Ich frage ihn nach seinen Gedanken und nach seinen Träumen.
Howard Phillips Lovecraft (1890-1937), US-amerikanischer Schriftsteller

An und für sich arbeiten die Menschen viel lieber für sich, als an sich.
Ernst Ferstl (1955- ), österreichischer Lehrer und Schriftsteller, Aphoristiker

  Arbeit und Politik

Das ist die beste Sorte des Almosens, wenn man den Armen Arbeit gibt.
Clemens Maria Hofbauer (1751-1820), mährischer Prediger, Redemptorist, Heiliger

Wann immer die Gesetzgebung versucht, die Differenzen zwischen Unternehmern und ihren Arbeitern zu regeln, sind ihre Ratgeber immer die Unternehmer.
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph, Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre

Die soziale Frage ist gestellt. Ihr werdet ihr nicht entgehen; es sind Männer nötig, welche mit dem radikalsten Geist zugleich den konservativsten verbinden. Arbeiter, reichet euren Arbeitgebern die Hand; und ihr Arbeitgeber, stoßt nicht das Entgegenkommen derjenigen zurück, welche eure Arbeiter waren.
Pierre Joseph Proudhon (1809-1865), französischer Frühsozialist und Schriftsteller

Die soziale Frage ist keine Parteifrage, sondern ein Anliegen des Christentums.
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Ich schreibe meinen Namen unter kein Gesetz, welches eine Belastung des Arbeiters enthält.
Otto Eduard Leopold von Bismarck (1815-1898), preußisch-deutscher Staatsmann, Reichskanzler

Wann immer die Gesetzgebung versucht, die Differenzen zwischen Unternehmern und ihren Arbeitern zu regeln, sind ihre Ratgeber immer die Unternehmer
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Einer braucht den anderen: Das Kapital ist nichts ohne die Arbeit, die Arbeit nichts ohne das Kapital.
Leo XIII. (1810-1), italienischer Papst

Den Nackten Kleider schenken heißt sie beleidigen. Gib ihnen Arbeit, so dass sie das Geld für Kleider durch eigener Hände Arbeit verdienen können.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Selbst wenn einträte, was Marx vor aussagt, bedeutete dies nur, dass sich der Despotismus verlagert. Bislang haben die Kapitalisten geherrscht, dann würden die Arbeiterfunktionäre herrschen.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Eine planvolle Verteilung der Arbeit wird immer mehr zur gebieterischen Notwendigkeit, und diese Verteilung wird zu einer materiellen Sicherung der Individuen führen.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Während früher das Ziel der Arbeit darin bestanden hatte, Bedürfnisse durch Erzeugung von Produkten zu befriedigen, zielt heute das Bedürfnis auf Arbeitsplätze; Arbeitsbeschaffung wird zur Aufgabe, Arbeit selbst wird zum herzustellenden Produkt.
Günther Anders (1902-1992), österreichischer Philosoph und Schriftsteller

In neuerer Zeit ist Wachstum zum wichtigsten Heilmittel gegen Arbeitslosigkeit geworden.
John Kenneth Galbraith (1908-2006), US-amerikanischer Ökonom

Fabrikarbeiter und Arme zu besteuern, damit der Reiche noch reicher wird, ist Tyrannei.
Leonard Bernstein (1918-1990), US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Pianist


Hans Menzschel Wahrheit macht Arbeit
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/18791303

Wer in der Arbeit nur einen reinen Kostenfaktor sieht, dessen Preis soweit wie möglich gedrückt werden muss, der hantiert mit sozialem Sprengstoff, der rüttelt an den Grundfesten unserer Zivilisation.
Johannes Rau (1931- ), deutscher Politiker, SPD

Missbrauch gibt es nicht nur bei den Leistungen für Arbeitnehmer.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

Wie der Staat zu Zeiten des alten Kapitalismus die Pflicht hatte, die fundamentalen Rechte der Arbeit zu verteidigen, so haben er und die ganze Gesellschaft angesichts des neuen Kapitalismus nun die Pflicht, die gemeinsamen Güter zu verteidigen, die unter anderem den Rahmen bilden, in dem allein es jedem einzelnen möglich ist, seine persönlichen Ziele auf gerechte Weise zu verwirklichen.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla)

Die heutigen politischen und sozialen Zustände sind im höchsten Maße ungerecht und daher mit der größten Energie zu bekämpfen.
Eisenacher Programm der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (1869)

Das einzelne neoliberale national-ökonomische Theoretiker dazu neigen, gleichfalls den Arbeitsmarkt rundweg anderen Märkten gleichzusetzen, die Lohnbildung einfachhin den angeblich zwingenden Marktgesetzen zu unterwerfen, ist vielleicht der Punkt, in dem am allerschärfsten - jedenfalls für den einfachen Mann am ersichtlichsten - die Unvereinbarkeit eines solchen Neoliberalismus mit der Katholischen Soziallehre zum Vorschein kommt.
Oswald von Nell-Breuning (1890-1991), deutscher katholischer Theologe, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler

Der Wert der menschlichen Arbeit wächst mit der Weite des Wirtschaftsgebietes. Wir müssen uns mit aller Macht aus der Isolierung lösen.
Ludwig Erhard (1897-1977), deutscher Politiker, CDU, Wirtschaftsminister, Bundeskanzler

Wirtschaftliches Wachstum sichert Arbeitsplätze, zerstört Umwelt. Wir dürfen also hoffen, vollbeschäftigt zu Grunde zu gehen.
Oliver Hassencamp (1921-1988), deutscher Kabarettist, Schauspieler und Autor

Arbeitsplätze schaffen ist die vornehmste Verpflichtung eines Unternehmens gegenüber der Gemeinschaft.
Richard von Weizsäcker (1920- ), deutscher Politiker, CDU, ehem. Bundespräsident


Verband Bildung und Erziehung Nordrhein-Westfalen: Mehr Gerechtigkeit wa(a)gen
http://cms-vbe.my-server106.de/bilder/Logos_Icons/Gerechtigkeit1.jpg

  Arbeit und Globalisierung

Sobald aber Völker, deren Produktion sich noch in den niedrigeren Formen der Sklavenarbeit, Fronarbeit usw. bewegt, hineingezogen werden in einen durch die kapitalistische Produktionsweise beherrschten Weltmarkt, der den Verkauf der Produkte ins Ausland zum vorwiegenden Interesse entwickelt, wird den barbarischen Gräueln der Sklaverei, Leibeigenschaft usw. der zivilisierte Gräuel der Überarbeit aufgepfropft.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Die Zukunft der ehemaligen kolonialen Völker in Afrika hängt einzig davon ab, dass sie arbeiten und damit auch wirtschaftlich selbständig werden auf natürliche Weise.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Die falschen Staaten von Europa: England, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Preußen, Estland, Lettland, Rumänien, Bayern. Die Grenzen stehen fest. Die richtigen Staaten von Europa: Arbeitslose, Arbeitsmänner, Arbeitgeber und Nutznießer fremder Arbeit.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Die gegenwärtige Weltwirtschaftsordnung bildet ein System der Plünderung und Ausbeutung wie kein anderes in der Geschichte.
Fidel Castro (1926-), kubanischer Revolutionär und Politiker spanischer Abstammung

Der internationale Handel und die globalen Finanzmärkte sind sehr gut im Hervorbringen von Reichtum, aber nicht, wenn es um die sozialen Erfordernisse wie Friedenssicherung, Armutsbekämpfung, Umweltschutz, Arbeitsbedingungen oder Menschenrechte geht.
Joseph Stiglitz (1943- ), US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler

Rechte für Menschen. Regeln für Unternehmen
http://www.greenaction.de/beitrag/rechte-fuer-menschen-regeln-fuer-unternehmen

Konzerne investieren Unsummen, um das Image ihrer Marken zu pflegen. Gespart wird dafür bei den Produktionsbedingungen. Die Folge sind katastrophale Arbeitsverhältnisse, Armut und die Verletzung von Menschenrechten. Soziales Engagement ist dabei nicht mehr als ein Werbegag.
Klaus Werner-Lobo (1967-), österreichischer Journalist und Politiker

  Arbeit und Zusammenarbeit

Eine Gesellschaft dauert so lange, wie die Partner einvernehmlich zusammenarbeiten, doch wenn einer von ihnen die Gesellschaft aufkündigt, wird die Gesellschaft aufgelöst.
Gaius (2. Jh. n.Chr.), römischer Jurist

Sobald die Menschen einander verstehen, können sie arbeiten.
Johann Georg Hamann (1730-1788)

Die unvorteilhafteste menschliche Ordnung ist die, bei der jeder nur für sich selbst arbeitet, nur sich allein schützt und versorgt. Ich glaube, wäre dies so, und gäbe es nicht Gruppen, zumindest die Familie, wo die Menschen für andere arbeiten, sie könnten nicht existieren.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Gemeinsame Arbeit und Kameradschaftlichkeit sind wesentliche Elemente für das Glück des Durchschnittsmenschen.
Bertrand Russell (1872-1970), walisischer Philosoph und Mathematiker

Arbeit verbindet.
Ernst Weiß (1882-1940), österreichischer Arzt und Schriftsteller

Wenn man mit seinem Feind Frieden schließen will, muss man mit seinem Feind arbeiten.
Nelson Mandela (1918- ), südafrikanischer Politiker, Kämpfer gegen die Apartheid, Präsident

  Arbeit und Ausbeutung

Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen, und ihre laute Klage über die Antreiber habe ich gehört. Ich kenne ihr Leid. Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in dem Milch und Honig fließen.
AT, Exodus 3,7

Mein Sohn, entzieh dem Armen nicht den Lebensunterhalt, und lass die Augen des Betrübten nicht vergebens warten! Enttäusche den Hungrigen nicht, und das Herz des Unglücklichen errege nicht! Verweigere die Gabe dem Bedürftigten nicht, und missachte nicht die Bitten des Geringen.
AT, Jesus Sirach 4,1-4

Wenn du beobachtest, dass in der Provinz die Armen ausgebeutet und Gericht und Gerechtigkeit nicht gewährt werden, dann wundere dich nicht über solche Vorgänge: ein Mächtiger deckt den andern, hinter beiden stehen noch Mächtigere.
AT, Kohelet 5,7

Der eine hat Arbeit und Fleiß, der andre Nutzen und Preis.
deutsches Sprichwort

Es passt sich aber nicht, dass einer auf des andern Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohl lebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Ist die Ausbeutung des Arbeiters durch den Fabrikanten so weit beendigt, dass er seinen Arbeitslohn bar ausgezahlt erhält, so fallen die anderen Teile der Bourgeoisie über ihn her, der Hausbesitzer, der Krämer, der Pfandleiher usw..
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Sie (die Bourgeoisie) hat die persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohl erworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit religiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene, unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Arbeit: Eines der Verfahren, durch das A dem B Eigentum erwirbt.
Ambrose Bierce (1842-1914), US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist

Die Ausbeutung der Armen kann nicht dadurch beseitigt werden, dass man einige Millionäre zugrunde richtet, sondern, indem man den wirtschaftlich Schwachen Wissen bringt und sie lehrt, mit den Ausbeutern nicht zusammenzuarbeiten.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Der Mensch ist kein Mastvieh, und die Liebe zum Menschen gilt mehr als die Nutzung.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger


Ausbeutung - ich liebe es - Parodie auf den Werbeslogan "... ich liebe es" der weltgrößten Fastfood-Kette MacDonald (halbes M modifiziert als A)
http://de.indymedia.org/2003/09/62208.shtml

Kluge leben von den Dummen. Dumme leben von der Arbeit.
Robert Lembke (1913-1989), deutscher Journalist und Fernsehmoderator

  Arbeit und Sklaverei

In Christus Jesus gibt es keine Sklaven … Kauft sie, und nachdem ihr ihnen eine Kunst beigebracht habt, durch die sie sich ernähren können, lasst sie frei.
Johannes Chrysostomus (344-407), griechischer Kirchenlehrer und Patriarch von Konstantinopel

Der allmächtige Gott hat mir zwei Ziele gesetzt: die Abschaffung der Sklaverei und die Besserung der Sitten in England.
William Wilberforce (1759-1833), englischer Politiker, Anführer im Kampf gegen den Sklavenhandel

Der Mensch kann weder vererbt noch verkauft, noch verschenkt werden; er kann niemandes Eigentum sein, weil er sein eigenes Eigentum ist und bleiben muss.
Johann Gottlieb (1762-1814), deutscher Erzieher und Philosoph

Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 10

Die Versklavung des Menschen beginnt damit, dass man ihn für dumm verkauft.
Gerhard Uhlenbruck (1929- ), deutscher Biologe und Aphoristiker

  Arbeit und Bildung und Erziehung

Arbeite und Studiere.
Dominikus (1170-1221), spanischstämmiger italienischer Geistlicher, Gründer des Predigerordens der Dominikaner

Es ist von der größten Wichtigkeit, dass Kinder arbeiten lernen.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Warum verschwendet man seine Zeit damit, den Kindern zu lehren, wie sie arbeiten sollen, wenn es das notwendigste wäre, ihnen beizubringen, wie sie leben sollen?
Arthur Pound (1884-1966), englischsprachiger Schriftsteller

Das Kind glaubt und liebt lange, ehe es denkt und arbeitet.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer

Die Berufs- und Standesbildung muss immer dem allgemeinen Zweck der Menschenbildung untergeordnet werden.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), schweizerischer Pädagoge und Sozialreformer

Die Arbeit macht den Gesellen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Die wichtigste Lehre meines Lebens war, dass Kinder von Arbeitern und Professoren die gleichen Talente haben, nur ihre Chancen sind unterschiedlich.
Philip Rosenthal (1916-2001), deutscher Industrieller und Politiker, SPD

Erziehung sollte zum ersten Teil aus dem gesprochenen Wort, zum anderen aus der Verehrung des Göttlichen und zum dritten aus praktischer Arbeit bestehen.
Ralph Waldo Emerson (1803-1882), amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph

Der eigentliche Wendepunkt des menschlichen Lebens ist der, in welchem man Arbeit, selbst Mühsal und Kampf, der Ruhe und dem Genusse vorzieht.
Carl Hilty (1833-1909), Schweizer Jurist

Wo das Christentum alle Verhältnisse durchdringt, erzieht man nicht nur zur Arbeit, sondern auch zur Fröhlichkeit.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Ist doch die Familie eine durch die Arbeit ermöglichte Gemeinschaft und die erste, häusliche Schule der Arbeit für jeden Menschen.
Johannes Paul II. (Karol Wojtila) (1920-2005), polnischer Papst

Die Schule reduziert das Leben, für das gelernt wird, auf das Erwerbsleben. Sie bereitet nicht auf Muße vor. Wir trainieren Kinder wie Motoren. Unsere Leistungsschule ist auf arbeiten fixiert und nicht auf ausspannen.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

Wir werden Fortbildung, Umschulung als die normale Begleitung des Arbeitslebens akzeptieren müssen.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muss allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offen stehen.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 10

  Arbeit und Kunst

Der, der mit seinen Händen arbeitet, ist ein Arbeiter. Der, der mit seinen Händen und mit seinem Kopf arbeitet, ist ein Handwerker. Der, der mit seinen Händen, seinem Kopf und seinem Herzen arbeitet, ist ein Künstler.
Franz von Assisi (1181-1226), italienischer Gründer des Franziskanerordens, Heiliger

Was ganz leicht ist, kann auch nicht sehr kunstreich sein. Was aber kunstreich ist, das will Fleiß, Mühe und Arbeit haben.
Albrecht Dürer (1471-1528), deutscher Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker

Solange der Künstler arbeitet, um ein reicher Mann zu werden, wird er immer ein armseliger Künstler bleiben.
Michelangelo (1475-1564), italienischer Bildhauer, Maler, Baumeister und Dichter

Alles, was du aus Liebe tust, ist Liebe. Jede Arbeit ist Liebe.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Du musst auch lernen, vom Gebet zu jeder Arbeit überzugehen, die dein Beruf und Stand verlangen, auch wenn sie weitab von den Affekten deiner Betrachtung liegt. So muss der Rechtsanwalt nach der Betrachtung an die Prozessrede gehen, der Kaufmann zu seinem Geschäft.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt, die unsere Arbeit auszeichnen sollen, sind wohl zu unterscheiden von Unruhe, Ängstlichkeit und Übereilung.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Zu lyrischen Arbeiten gehört ein gewisser poetischer Müßiggang.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Ich arbeite ohne zu arbeiten.
Joan Miró (1893-1983), spanischer Maler

Welch himmlischer Beruf die Kunst ist!
Felix Mendelsohn-Bartholdy (1809-1847), deutscher Komponist

Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens ist des Künstlers Beruf.
Robert Schumann (1810-1856)

Wir müssen das Leben lieben, schon der Arbeit wegen, die man darin entfalten kann.
Auguste Rodin (1840-1917), französischer Bildhauer

Welche Geduld, welche Zähigkeit verlangt die Kunst! Nichts ohne Arbeit!
Auguste Rodin (1840-1917), französischer Bildhauer

Ich stecke meine Herz und meine Seele in die Arbeit und habe dabei meinen Verstand verloren.
Vincent van Gogh (1853-1890), niederländischer Maler

Arbeit bedeutet atmen für mich, wenn ich nicht arbeiten kann, kann ich nicht atmen.
Pablo Picasso (1881-1973), spanischer Maler, Graphiker und Bildhauer

Die Kunst ist eine Zusammenarbeit zwischen Gott und dem Menschen. Je weniger der Mensch dabei tut, desto besser.
André Gide (1869-1951), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Ich bin ein Mystiker. Ich gehe nicht in die Kirche oder die Synagoge. Ich bete, indem ich arbeite.
Marc Chagall (1887-1985),
französischer jüdischer Maler russischer Herkunft

Stecke mehr Zeit in deine Arbeit als Arbeit in deine Zeit.
Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), Schweizer Schriftsteller

Arbeit hat eine politische Funktion, ist Kampf: Die politische Aufgabe besteht darin, eine Ethik der wirtschaftlichen Macht zu entwerfen und zusammen mit den neuen sozialen Bewegungen das gegenwärtige Wirtschaftsmodell auf mehr Gerechtigkeit hin weiterzuentwickeln.
Friedrich Hengsbach (1937- ), deutscher Jesuitenpater, Sozialethiker

Arbeit und Geschäftigkeit

Das Lächerlichste vom Lächerlichen auf dieser Welt sind mir die Leute, die es eilig haben, die nicht schnell genug essen und arbeiten können. Was richten sie aus, diese ewig Hastenden? Ergeht es ihnen nicht wie jener Frau, die aus ihrem brennende Haus in der Verwirrung die Feuerzange rettete.
Søren Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Wir müssen nicht nur arbeiten, sondern auch träumen, nicht nur handeln, sondern auch glauben.
Anatole France (1844-1924), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Man kann die Menschen in drei Klassen einteilen: Solche, die sich zu Tode arbeiten, solche, die sich zu Tode sorgen, und solche, die sich zu Tode langweilen.
Winston Churchill (1874-1965), englischer Politiker, Premierminister

Was also hilft, um wieder mehr Kinder zu haben? Die Arbeit der Mütter für ihre Kinder, für die Familie muss wieder den Platz bekommen, den sie de facto für jede Gesellschaft hat, die überleben will!
Christa Meves
(1925- ), deutsche Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Schriftstellerin

Besitz verlockt zur Sünde, und die Anhäufung von Reichtümern entsittlicht den Menschen; nur die einfache Arbeit gibt Glück und Zufriedenheit.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

  Beruf und Ansehen

Es ist unfair, den Menschen nach seinem Beruf abzustempeln, der ihn nicht abstempelt.
Ludwig Marcuse (1894-1971), deutscher Literaturkritiker, Philosoph und Journalist

Schreiben ist der einzige Beruf, mit dem man, ohne lächerlich zu wirken, kein Geld verdienen kann.
Jules Renard (1864-1910), französischer Schriftsteller

  Beruf und Einkommen

Der Astronomie hängt von alters her der Ruf an, eine "hungrige" Wissenschaft zu sein. Seit den Anfängen der Geschichtsschreibung bis zu Johannes Keplers Zeiten mussten die Astronomen, um ihrem eigentlichen wissenschaftlichen Berufe nachgehen zu können, Fürsten und Königen durch astrologische Schicksalsdeutungen zur Hand sein, denen sie durch astronomische Routine-Leistungen, wie die Vorhersage von Sonnenfinsternissen, eine gewisse Autorität mitzugeben verstanden.
Wernher von Braun (1912-1977), deutscher Physiker, Raketen- und Raumfahrttechniker

Es ist nicht wichtig, wieviel man in seinem Beruf verdient; es ist wichtiger, was man für ihn bezahlt.
Horst A. Bruder (1949-), deutscher Aphoristiker

  Beruf und Privatleben

Unser Berufsleben allein wäre kein sehr glücklicher Zustand, hätten wir nicht unsere Familie und unser Privatleben daneben.
Anaïs Nin (1903-1977), amerikanische Schriftstellerin

Die Größe eines Berufs besteht vielleicht vor allem darin, dass er Menschen zusammenbringt. Es gibt nur eine wahrhafte Freude: den Umgang mit Menschen.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Einen Beruf haben wir, um nützlich zu scheinen.
Erhard Blanck (1942- ), deutscher Buchhändler und Schriftsteller

Auf alle Kunst und jeden Beruf bereitet der Mensch sich vor, nur auf den schwersten Beruf nicht, auf die Ehe.
Rudolf Ludwig Öser (1807-1859), evangelischer Pfarrer und Volksschriftsteller

Sie wechseln die Rollen und Masken und können weder im Berufs- noch im Privatberech ehrlich sein. Der Wunsch, "Mensch" zu sein, wird durch die Position Manager pervertiert.
Winfried M. Bauer (1928- ), deutscher Autor

Man kann auch mit seinem Beruf glücklich verheiratet sein.
Gerhard Uhlenbruck (1929- ), deutscher Biologe und Aphoristiker

Nur der leistet das Höchste in seinem Beruf, der nicht restlos in ihm aufgeht, sondern der außerdem auch noch vieles andere ist, bleibt und wird.
Johann Karl von Mutius (1758-1860), preußischer Generalmajor

  Beruf und Familie

Wir müssen die Rahmenbedingungen verbessern, damit die Menschen ihrem Willen zum Kind folgen können. Dazu gehört es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser zu organisieren. Das heißt mehr Unterstützung bei der Erziehung und Rückkehrgarantien zum Arbeitsplatz.
Paul Kirchhof (1943- ), deutscher Verfassungs- und Steuerrechtler, Bundesverfassungsrichter

Wichtig sei aber nicht eine Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf, sondern die Chance, beides zu verbinden. Ein Hauch von Zwangsarbeit, der auch noch als Chance verkauft wird.
Axel Braig (1951- ), deutscher Philosoph

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist wichtig. Sie muss aber als Wahlfreiheit verstanden werden und nicht als Zwang. Diejenigen Eltern, die sowohl Kinder haben als auch einen Beruf ausüben wollen, müssen das verwirklichen können. Aber diejenigen Eltern, die sich zuhause selbst um ihre Kinder kümmern wollen, müssen das auch können und gefördert werden, und dürfen nicht durch entsprechende Finanzierungsmodelle dazu gedrängt werden, zu arbeiten und ihre 14 Monate alten Kinder in die institutionelle Betreuung zu geben.
anonymus

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch dann nicht gegeben, wenn ein Elternteil nach mehreren Jahren Familienzeit im Beruf keinen Anschluss und keine qualifizierten Arbeitsplätze mehr findet. Warum bedeuten 3 oder 5 Jahre Berufspause einen Karriereknick fürs Leben?
anonymus

Kinder kommen nicht mehr einfach zur Welt, sie werden an der richtigen Stelle in den großen Selbstverwirklichungsplan eingebaut, häufig sogar als krönender Abschluss nach Traumberuf, -auto und -haus. Und es gibt bereits vor der Zeugung klare Vorstellungen über ihre Schullaufbahn und das ersehnte Nettogehalt… Aber wie in jeder Planwirtschaft funktioniert nichts davon.
Jakob Hein (1971- ), deutscher Schauspieler

Die Familie muss geschützt und gestärkt werden. Sie in die Lage zu versetzen, ihren unersetzlichen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Hierbei ist zu denken an finanzielle Leistungen, an Beitragsentlastungen, an Dienstleistungen und an rechtliche Sicherungen. So muss beispielsweise nicht die Familie arbeitsweltgerecht werden, sondern die Arbeitswelt muss familiengerecht werden.
anonymus

  Beruf und Gesellschaft

Man hat die sozialen Kräfte, die den verschiedenen Berufen zugrunde liegen, noch nicht genügend studiert.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Romanschriftsteller

Eine Kultur lebt vor allem in der Mannigfaltigkeit der Berufe.
Geualdo Bufalino (1920-1996), italienischer Schriftsteller

   Beruf und Berufsentfremdung

Nach 17 Jahren in der Politik kann man mit mir überhaupt nichts mehr anfangen. Für die Forschung bin ich verloren.
Angela Merkel (1954- ), deutsche Politikerin, CDU, Bundeskanzl

Nichts ist leichter, aber auch nichts verderbenbringender, als sich seinem Berufe zu entfremden. Wir brauchen nur auf den Gedanken zu kommen, dass wir für unseren Standpunkt doch eigentlich zu gut sind, und die Entfremdung ist sofort da.
Lorenz Kellner (1811-1892), deutscher katholischer Pädagoge

  Beruf und Berufskrankheiten

Ich in meiner Geisteskrankheit, ich denke an so viele andere Künstler, die auch geistig erkrankt waren, und ich sage mir, dass dies kein Hindernis ist, den Beruf des Malers auszuüben.
Vincent van Gogh (1853-1890), niederländischer Maler

Darüber hinaus ist der Narzissmus sozusagen die Berufskrankheit des Schriftstellers, denn wer sich selbst und seine echten und eingebildeten Leiden nicht ständig übermäßig wichtig nimmt, bringt keine Zeile zu Papier.
Hans Christoph Buch (1944- ), deutscher Schriftsteller und Journalist

  Beruf und Berufsblindheit

Betriebsblindheit ist eine der gefährlichsten Berufskrankheiten.
Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger
(1939- ), deutscher Chemiker, Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker und Mitglied in den Senaten der Max-Planck-Gesellschaft sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Mitglied der Enquete-Kommission für Gentechnik des Deutschen Bundestages

Wie oft habe ich ihm schon gesagt, dass – abgesehen von jeglicher Berufsblindheit – das Charakteristische des Geographen meiner Meinung nach darin besteht, sich vorzugsweise auf fremdem Terrain zu verirren.
Brigitte Paulino-Neto
(20.Jh.), portugiesische Zeitungsherausgeberin

  Beruf und Berufskodex

Ärzte sehen eher zu, wie ein Kollege einen ganzen Landstrich dezimiert, als gegen den Berufskodex zu verstoßen und gegen ihn aufzutreten.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Literaturnobelpreisträger

Nicht nur jedes Land, sondern jede Stadt und jeder Beruf prägt seine besonderen Höflichkeitsformen.
Michel Eyquem de Montaigne (1533-1592), französischer Schriftsteller und Philosoph

  Beruf und Berufsethos

Der Töpfer hasst den Töpfer, der Baumeister den Baumeister, der Bettler meidet den Bettler und der Sänger den Sänger.
Hesiod (vor 700 v.Chr.), griechischer Epiker

Macht keine Geschäfte mit jemand, der die Arbeit, die Partner oder die Meister gewechselt hat. Und seid misstrauisch, euer Geld oder eure Geschäfte einem Mann anzuvertrauen, der spielt, der ausschweifend lebt, der sich aufwändig kleidet, der feiert, kurz einem Mann ohne Hirn.
Giovanni di Pagolo Morelli (1371-1444), italienischer Künstler

Es ist die größte Versuchung, dass niemand seinen Beruf treulich erfüllt, sondern alle sich der Muße ergeben wollen.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Ich weiß sehr wohl, man kann in allen Berufen vollkommen leben, auch in der Welt, ebenso im Orden.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Die Menschen stürzen sich massenweise auf die ehrenvollen Berufe, ohne andere Berufung als ihre Eitelkeit oder höchstens Ruhmesliebe.
Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues
(1715-1747),  französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Es gibt schlechterdings gewisse Kenntnisse, die allgemein sein müssen, und noch mehr eine gewisse Bildung der Gesinnungen und des Charakters, die keinem fehlen darf. Jeder ist offenbar nur dann guter Handwerker, Kaufmann, Soldat und Geschäftsmann, wenn er an sich und ohne Hinsicht auf seinen besonderen Beruf ein guter, anständiger, seinem Stande nach aufgeklärter Mensch und Bürger ist. Gibt ihm der Schulunterricht, was hierfür erforderlich ist, so erwirbt er die besondere Fähigkeit seines Berufs nachher so leicht und behält immer die Freiheit, wie im Leben so oft geschieht, von einem zum anderen überzugehen.
Wilhelm Friedrich von Humboldt (1767-1835), deutscher Philosoph und Sprachforscher, preußischer Minister und Erziehungsreformer

Es ist gut für einen Mann, seinen eigenen Beruf zu respektieren und sich verpflichtet zu fühlen, ihn zu verteidigen und den gebührenden Respekt zu fordern.
Charles Dickens (1812-1870), englischer Schriftsteller

Auch die scheinbar niedrigste Beschäftigung kann durch den Geist, der sie belebt, geadelt werden.
Oskar von Redwitz (1823-1891), deutscher Dichter

Nicht der Beruf ehrt den Menschen, sondern der Mensch den Beruf.
Louis Pasteur (1822-1895), französischer Chemiker und Bakteriologe

Jedem Beruf entspricht ein besonderes Ethos.
Edith Stein (1891-1942), deutsche jüdischstämmige Philosophin, Ordensschwester, Ermordung im KZ, Heilige

Philosophen gibt es in allen Berufen.
Manfred Hinrich (1926- ), deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

Landwirtschaft

Auch der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde, er wartet geduldig, bis im Herbst und im Frühjahr der Regen fällt. Ebenso geduldig sollt auch ihr sein.
NT, Jakobus 5,7-8

Von allen Berufen, mit denen Geld verdient wird, gibt es keinen, der die Landwirtschaft übertrifft, keinen, der produktiver ist, keinen, der mehr Freude macht, keinen, der eines Mannes mit Allgemeinbildung würdiger wäre.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Nur unter Bauern bin ich völlig natürlich, das heißt wirklich Mensch.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Wer vergisst, wie man die Erde beackert und das Feld bestellt, vergisst sich selbst.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes


Der Sämann von Vincent van Gogh
http://12koerbe.de/euangeleion/mtth-13.htm

Handwerk

Alle müssen sich auf ihre Hände verlassen können, und ein jeder muss geschickt sein bei seiner Arbeit.
AT, Jesus Sirach 38,31

Medizin/Pflege

Ich hielt es für unvereinbar mit meiner Berufsehre, jemandem zum Tode zu verhelfen; denn ich hatte ja gelernt, dass die Heilkunde nicht zum Verderben, sondern zum Wohle des Menschen erfunden ist.
Apuleius von Madauros (ca. 123-nach 170), nordafrikanischer Schriftsteller, Redner und Philosoph

Leben für Andere, nicht für sich, das ist das Wesen seines Berufs.
Christoph Wilhelm von Hufeland (1762-1836), deutscher Mediziner, königlicher Leibarzt von Preußen

Krankenpflege ist keine Ferienarbeit. Sie ist eine Kunst und fordert, wenn sie Kunst werden soll, eine ebenso große Hingabe, eine ebenso große Vorbereitung, wie das Werk eines Malers oder Bildhauers. Denn was bedeutet die Arbeit an toter Leinwand oder kaltem Marmor im Vergleich zu der am lebendigen Körper, dem Tempel für den Geist Gottes?
Florence Nightingale (1820-1910), englische Krankenpflegerin

Es gibt keine wahre ärztliche Kunst ohne weltanschauliche demütige Bindung an Gott. Aus dieser Demut entspringt eine gewaltige Kraft, die wir haben müssen, um unseren Beruf ausüben zu können.
Ernst Ferdinand Sauerbruch (1875-1951), deutscher Chirurg

Erziehung/Bildung

Lehrer sein ist der ehrenvollste Beruf; Schüler sein führt zur wertvollsten Erkenntnis. Der ehrenvollste Beruf ist derjenige, welcher anderen nützt, man kann andern nicht mehr nützen, als indem man sie lehrt. Die wertvollste Erkenntnis ist diejenige, die die Persönlichkeit vollkommen macht. Man kann aber seine Persönlichkeit nicht anders vollkommen machen als dadurch, dass man lernt.
Lü Bu We (um 300-2 um 236 v.Chr.), chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph

Durch das Zusammentreffen mit so vielen guten Menschen wurden die Entschlüsse und mein Geist erneuert, was in meinem Beruf notwendig ist.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Das Amt der Ärztin, der Fürsorgerin, der Lehrerin, der Krankenschwester sind für die Frau nicht "Berufe" im Sinne des Mannes, sonder Formen geistiger Mutterschaft.
Gertrud von le Fort (1876-1971), deutsche Schriftstellerin

Handel/Wirtschaft

Ein Kaufmann kann sich schwer hüten vor Unrecht und ein Händler frei bleiben von Sünden.
AT, Jesus Sirach 26,28

Wenn sie auf rechte Maße und Gewichte achten und sich des Kardinalübels der Kaufleute des Schwörens und Lügens beim Ein- und Verkauf enthielten, dann konnte der Beruf ehrenhaft ausgeübt werden.
Berthold von Regensburg (1210-1272), deutscher Prediger

Es gilt nichts höher als das Wort des guten Kaufmanns und so bekräftigen sie ihre Eide, indem sie sagen: Bei der Ehre des wahren Kaufmanns.
Luca Pacioli (1445-1514 od. 1517), italienischer Franziskaner, Mathematiker

Recht/Justiz

Begehre kein Richteramt, wenn dir der Mut fehlt, dem Unrecht Einhalt zu gebieten.
AT, Jesus Sirach 7,3

Ein gerechter Richter sieht erst auf die Sache, dann auf die Person.
deutsches Sprichwort

Ein eitler Richter ist gefährlich.
französisches Sprichwort

Rechtsanwälte sind Menschen deren Worte und Wut man mieten kann.
Marcus Valerius Martial (40-102/104),  römischer Dichter

Vier Eigenschaften gehören zu einem Richter: höflich anzuhören, weise zu antworten, vernünftig zu erwägen und unparteiisch zu entscheiden.
Xenophon (426-355 v.Chr.), griechischer Schriftsteller, Politiker und Feldherr

Ein gerechter Richter wird in eigener Sache genauso urteilen wie in fremder.
Lucius Annaeus Seneca (ca. 1-65), römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Staatsmann

Rechtsanwalt - ein Beruf Dinge zu verschleiern.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Ein Gewohnheitsrichter ist ein Richter der für die Gerechtigkeit tot ist.
Charles Péguy (1873-1914), französischer Schriftsteller

Politik, Militär

Es gibt zwei Arten, aus der Politik einen Beruf zu machen. Entweder: Man lebt für die Politik oder aber: von der Politik. V o n der Politik lebt, wer danach strebt, daraus eine dauernde Einnahmequelle zu machen - f ü r die Politik der, bei dem das nicht der Fall ist.
Max Weber (1864-1920), deutscher Soziologe

Es kann in seinem Ursprung nicht leicht ein schlimmeres Wort sein als Soldat, Söldner, Käufling, feile Seele, solidarius, glimpflich: Dukatenkerl. Die Sache macht die Ehre des Kriegers, aber ein Soldat kann als Soldat durchaus auf keine Ehre Anspruch machen. Es ist ein unbegreiflicher Wahnsinn des menschlichen Geistes, wie der Name Soldat ein Ehrentitel werden konnte.
Johann Gottfried Seume (1763-1810), deutscher Schriftsteller

Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nicht ist phantastischer als die Sachlichkeit. Und nichts sensationelleres gibt es in der Welt als die Zeit, in der man lebt.
Egon Erwin Kisch (1885-1948), deutschsprachiger Schriftsteller, Journalist und Reporter aus Prag

Kunst und Kultur

Gott hat es [Onkel Toms Hütte] mir diktiert, ich war nur seine Schreibkraft.
Harriet Beecher-Stowe (1811-1896), US-amerikanische Schriftstellerin, Gegnerin der Sklaverei

Ich fühlte, dass ich mich doch nicht entziehen dürfte der Aufgabe, Anwalt zu sein. Ich soll das Leiden der Menschen, das nie ein Ende nimmt, das jetzt übergroß ist, aussprechen.
Käthe Kollwitz (1867-1945), deutsche Grafikerin, Malerin und Bildhauerin

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Das ist für mich die Lösung aller Probleme. Man kann eine vernünftige Lebensphilosophie nicht auf eine knappere Formel bringen. Und die ist für mich eine christliche Idee, ein Gotteswort. Ich bin weit davon entfernt, diesem Ideal zu genügen. Aber es im Auge zu behalten, sich an irgend etwas zu messen, das ist wichtig bei einem Larifari-Beruf.
Thomas Gottschalk (1950- ),deutscher Radio- und Fernsehmoderator, Unterhaltungskünstler und Schauspieler

Die Fernsehunterhaltung ist auf dem Weg zum reinen Klamauk. Irgendwann muss man sich entweder von seinem Hirn verabschieden oder von seinem Beruf.
Thomas Gottschalk (1950- ),deutscher Radio- und Fernsehmoderator, Unterhaltungskünstler und Schauspieler

In unserer Casting-Gesellschaft haben Menschen beruflichen Erfolg, für die Leistung, Talent oder Ausbildung keine zwingenden Voraussetzungen mehr sind.
Bernhard Pörksen
(1969- ), deutscher Medienwissenschaftler

  Beruf und Berufung

Ein jeglicher bleibe in dem Beruf, darin er berufen ist.
NT, 1. Korinther 7,20

Bist du nicht berufen, so mach dich berufen.
Aurelius Augustinus (354-430), nordafrikanischer Bischof, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Sei strenge, pünktlich, ordentlich, arbeitsam, fleißig in deinem Berufe.
Adolph Freiherr von Knigge (1752-1796), deutscher Satiriker, Jurist, und Schriftsteller

Berufung ist das Glück, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen.
Henri Stendhal (1783-1842), französischer Schriftsteller

Geht an die Arbeit, ein jeder nach seiner Berufung.
François Rabelais (ca. 1494 bis 1553), französischer Schriftsteller

Wohin Gott den Menschen stellt, dort ist sein Beruf, dort gedeiht er am besten, dort soll er seine Kräfte entfalten.
Adolf Kolping (1813-65), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Die Berufung jedes Mannes und jeder Frau ist es, anderen Menschen zu helfen.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Die Menschen leben in der Welt, ohne ihrer Berufung gerecht zu werden, als wären sie Fabrikarbeiter, die ständig nur damit beschäftigt sind, zu wohnen, zu essen und ihre Freizeit zu verbringen.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Der vornehmste Beruf ist der zum Menschen und eben darum auch der am häufigsten verfehlte.
Peter Sirius (1858-1913), deutscher Dichter

Der wahre Beruf des Menschen ist, zu sich selbst zu kommen.
Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter

Du brauchst nicht zu sehen, was einer tut, um zu wissen, ob es sein Beruf ist. Du musst nur auf seine Augen achten: Ein Koch, wenn er eine Sauce anrührt, ein Chirurg, wenn er den ersten Schnitt setzt, ein Schreiber, wenn er einen Frachtbrief ausfüllt, haben denselben entrückten Ausdruck, gehen in ihrer Arbeit auf.
William H. Auden (1907-1873), englischer und seit 1946 ein amerikanischer Schriftsteller

Unterwegs zu sein ist des Menschen eigentlicher Beruf.
Carl Peter Fröhling (1933- ), deutscher Germanist, Philosoph und Aphoristiker

  Beruf und Freiberufler und Selbständige

Wenn ich eine feste Anstellung annehme, bin ich verloren… Ein Commis würde ich werden, eine Maschine, ein Zirkuspferd, das in der Manege seine dreißig Runden macht, und zu bestimmter Stunde gibt man ihm zu saufen, zu fressen und befiehlt ihm, zu schlafen; ein Allerweltsnarr würde aus mir. Und das heißt man dann obendrein leben: dieses Kreisen des Mühlsteins, diese ständige Wiederholung des gleichen Trotts!
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Romanschriftsteller

Ein Freiberufler hat zwar keinen Chef, aber dafür alle Termine auf einmal im Nacken.
Elmar Kupke (1942- ), deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph

  Beruf und Charakter

Wie der Mensch, so die Arbeit; wie die Arbeit, so der Mensch.
deutsches Sprichwort

Sei nicht aufgeblasen vom Geist der Hoffart, du zerstörst dadurch deine Arbeit.
Wüstenväter

Wie der Charakter des Menschen durch harte Arbeit geformt wird, so verkommt er durch anödendes Nichtstun.
Cassiodor (485-580), römischer Staatsmann, Gelehrter und Schriftsteller

Eine Arbeit, die der eigenen Natur nicht gemäß ist, hat keinen Wert. (Man muss mit Leib und Seele dabei sein!)
Lucius Annaeus Seneca (ca. 1-65), römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Staatsmann

Glücklich sind diejenigen Menschen, deren Berufe mit ihrem Charakter harmonieren.
Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann, entwarf die Methodologie der Wissenschaften

Ein Mensch, in Arbeit und Mühe hart geworden und unerbittlich gegen sich selber, wird nur bei überragender Vernunft gegen andere nachsichtig sein.
Jean de La Bruyère (1645-1696), französischer Schriftsteller, Moralist

Es gibt Berufe, die das Gemüt notwendigerweise verhärten. Das gilt für die Soldaten, für die Schlächter, für die Polizisten, für die Kerkermeister, für alle Berufe, die sich auf das Unglück anderer Menschen gründen.
Voltaire (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Dein Wesen ist dein Beruf. Was keiner als du tun kann und soll, das tue, so tust du recht.
Johann Gottfried Herder (1744-1803), deutscher Dichter

Die guten Eigenschaften gedeihen nur bei der Arbeit; bei müßigem Leben wachsen die schlimmen.
Charlotte von Cosel (1818-1876), deutsche Schriftstellerin

Wenn man das Leben genauer betrachtet, wird man öfter finden, dass Menschen, die scheinbar in einem nüchternen und praktischen Berufe aufgehen, ganz in der Stille in einer Ecke ihres Gemütes einen ganz romantischen, ja manchmal phantastischen Blumenwinkel pflegen.
Heinrich Wolfgang Seidel (1842-1906), deutscher Schriftsteller

Nicht der Beruf, das Honorar hat ihn deformiert.
Zarko Petan
(1929- ), slowenischer Autor, Regisseur und Journalist

  Beruf und Begabung

In derjenigen Kunst, die jemand versteht, möge er sich fortdauernd üben, denn es ist am schmachvollsten in dem Berufe zu fehlen, zu dem man sich bekennt.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Weitgespannte Fähigkeiten sind denen, die einen Beruf ausüben, stets weniger dienlich als mäßige Begabung.
Oliver Goldsmith (1728-1774), irischer Schriftsteller und Arzt

Begabung ohne Berufung wird zur Belastung.
Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger
(1939- ), deutscher Chemiker

Alles, was man tun muss, um seine Begabung durchzusetzen, ist dauerhaft und intensiv nachzudenken und im Schweiße seines Angesichts zu arbeiten, ohne Unterlass.
Sylvia Plath (1932-1963), US-amerikanische Schriftstellerin

  Beruf und Lernen

Vor der Bestimmung der Eltern fordert ihn die Natur für das menschliche Leben. Leben ist der Beruf, den ich ihn lehren will.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Studiere die Dinge dieser Welt, es ist die Pflicht deines Berufes; aber schau sie nur mit einem Auge an, dein anderes Auge auf das ewige Leben gerichtet! Höre die Gelehrten, aber nur mit einem Ohr!
André Marie Ampère (1775-1836), französischer Physiker und Mathematiker

Kräftige und übe den Geist an wenigen, würdigen Stoffen; euer Beruf ist erfüllt, wenn er zu lernen gelernt.
Emanuel Geibel (1815-1884), deutscher Dichter

Lasst uns voneinander lernen, damit wir mit Erfolg arbeiten können.
Johannes Bosco (Don Bosco) (1815-1888), italienischer Priester und Sozialpädagoge

Lebenslanges Lernen ist nötiger denn je - aber bitte überwiegend im Beruf, nicht als Beruf.
Roman Herzog (1934- ), deutscher Politiker, CDU, ehem. Bundespräsident

  Beruf und Geschlecht

Dem Weibe sind seiner Natur nach sämtliche Berufe zugänglich.
Platon ( 427-347 v.Chr.), griechischer Philosoph

Ein echter Frauenberuf ist jeder Beruf, in dem die weibliche Seele zu ihrem Recht kommt.
Edith Stein (1891-1942), deutsche jüdischstämmige Philosophin, Ordensschwester, Ermordung im KZ, Heilige

  Beruf und Alter

Wer über siebzig Jahre alt ist, hat heutzutage im Berufsleben nur noch die Chance, Einlasskontrolleur oder Staatspräsident zu werden.
Rolf Hochhuth (1931- ), deutscher Dramatiker

Wenn man mit 75 noch seinen Beruf ausüben und Gutes dabei leisten kann, warum sollte man dann ausscheiden müssen?
Lee Iacocca (1924-), US-amerikanischer Manager, Vorstandsvorsitzender der Chrysler Corporation

  Beruf und Berufswahl

5 Jahre ist das Alter fürs Lesen (der heiligen Schrift); 10 für die Mischnah (die Gesetze); 13 für die Gebote (Bar Mizwa, moralische Verantwortlichkeit); 15 für die Gemara (Diskussionen über den Talmud; abstraktes Argumentieren); 18 für die Hupa (Hochzeitsbaldachin); 20 für das Streben nach einem Lebensunterhalt (einem Beruf nachgehen); 30 für das Erlangen der vollen Kraft („Koah“); 40 für das Verstehen; 50 für das Ratgeben; 60 dafür, ein Ältester zu werden; 70 für weißes Haar; 80 für die Gevurah; 90 für das Gebeugtsein unter der Last der Jahre; 100 dafür, wie schon tot und aus der Welt geschieden zu sein.
Talmud, Mischnah Awot 5,24

Ein gut erlernter Beruf ist mehr wert als ein großes Erbe.
französisches Sprichwort

Lass jeden Mensch das Handwerk ausüben, das er kennt.
Aristophan

Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.
Konfuzius (551-479 v.Chr.), chinesischer Philosoph

Bei Beginn des Jünglingsalters, zu einer Zeit, da unsere Einsicht noch schwach ist, entscheidet sich jeder für den Beruf. So kommt es, dass die meisten bereits an eine bestimmte Berufs- und Lebensbahn gefesselt sind, ehe sie noch zu beurteilen vermögen, was für sie das Beste sein würde.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Haben wir aber unseren Beruf gewechselt, so müssen wir dafür Sorge tragen, dass die Leute merken, es sei mit reiflicher Überlegung geschehen.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Ein jeder verschreibe sich dem Beruf, den er kennt.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Lasst jedermann das tun, was er am besten versteht.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Zu Beginn des Jugendalters, wenn die Einsicht noch besonders schwach ist, entscheidet sich jeder für die Lebensaufgabe, für die er sich vor allem begeistert. So bindet er sich an eine bestimmte Lebensart oder Laufbahn, bevor er zu beurteilen vermag, was für ihn das Beste sein würde.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Liebe den Beruf, den du gelernt hast, und sei damit zufrieden.
Marc Aurel (121-180), römischer Politiker

Welchem Beruf du dich auch immer zuwendest, rechne damit unter Menschen zu leiden, die sich verstellen.
Aurelius Augustinus (354-430), nordafrikanischer Bischof, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Lebenskunst besteht darin, die eigene Natur mit der eigenen Arbeit in Einklang zu bringen.
Luis Ponce de Léon (1528-1591), spanischer Madrigal, Augustinermönch, Lyriker und Mystiker

Wir müssen lieben, was Gott liebt; nun liebt er unseren Beruf; lieben wir ihn auch und halten wir uns nicht damit auf, an den Beruf der anderen zu denken.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Keiner baue auf einen einzigen Beruf; denn die Maus, die nur ein einziges Loch kennt, geht schnell zugrunde.
Francisco de Quevedo (1580-1645), spanischer Schriftsteller

Herz und Kopf: die beiden Pole der Sonne unserer Fähigkeiten: eines ohne das andere, halbes Glück. Verstand reicht nicht hin; Gemüt ist erfordert. Ein Unglück der Toren ist Verfehlung des Berufs im Stande, Amt, Lande, Umgang.
Baltasar Gracián y Morales (1602-1658), spanischer Schriftsteller und Philosoph, Jesuit

Trachte danach, dass du einen Beruf erwählst, der dich alle Zeit beschäftigt, welch der unmittelbare Gottesdienst übrig lässt.
Richard Baxter (1615-1696), englischer presbyterianischer Theologe

Das Wichtigste im Leben ist die Wahl eines Berufes. Der Zufall entscheidet darüber.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Man muss nicht lang nachdenken, um ein Huhn zu kochen, und doch sehen wir Menschen, die ihr ganzes Leben lang schlechte Köche bleiben; so sehr muss man zu jedem Beruf durch einen besonderen, von der Vernunft unabhängigen Instinkt berufen sein.
Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues
(1715-1747),  französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Die Verachtung der Gefahr und die dreiste Hoffnung des Gelingens, sind in keinem Teile des Lebens wirksamer, als zu der Zeit, da junge Leute sich ihre Berufsarten wählen.
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph, Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre

Die größte Angelegenheit des Menschen ist, zu wissen, wie er seine Stelle in der Schöpfung gehörig erfülle.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Dein Wesen ist dein Beruf. Was keiner als du tun kann und soll, das tue, so hast du recht.
Johann Gottfried Herder (1744-1803), deutscher Dichter

Wie wenig Vernunft, wie sehr der Zufall unter den Menschen herrscht, zeigt das regelmäßige Missverhältnis zwischen dem sogenannten Lebensberufe und dem ersichtlichen Nichtberufensein …. Der Mensch wählt den Beruf, wo er noch nicht fähig zum Wählen ist; er kennt die verschiedenen Berufe nicht, er kennt sich selbst nicht.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Der Mensch ist vorzüglich dann unzufrieden, wenn er seinen Beruf nicht ausfüllt.
Georg Friedrich Wilhelm Hegel (1770-1831), deutscher Philosoph

Wenn ich einen Sohn habe, so soll er etwas prosaisches werden, Jurist oder Seeräuber.
Gordon George Byron (1788-1824), englischer Dichter

Der Beruf, den sie sich gewählt oder der ihnen geworden, ist die fortdauernde Schule der Menschen: sie werden, was sie tun.
Friedrich Wilhelm Schulz (1797–1860), deutscher Offizier und radikaldemokratischer Publizi
st

Glücklich der, der seinen Beruf erkannt hat, er verlange nach keinem anderen Glück. Er hat seine Arbeit und Lebensaufgabe und wird ihnen obliegen.
Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Schriftsteller

Der Beruf, den sie sich gewählt oder der ihnen geworden ist, ist die fortdauernde Schule der Menschen: sie werden, was sie tun.
Wilhelm Schulz (1797-1860), deutscher Politiker

Mit dem Beruf geht es wie mit der Ehe, man merkt das Störende darin schließlich nicht mehr so.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Romanschriftsteller

Ein verfehlter Beruf verfolgt uns durch das ganze Leben.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Romanschriftsteller

Wohin Gott den Menschen stellt, dort ist sein Beruf, dort gedeiht er am besten, dort soll er seine Kräfte entfalten.
Adolf Kolping (1813-1865), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Man unterziehe sich niemals einer Berufsarbeit. Tut man das, so wird man schlecht und recht ein Allerweltsmensch, ein kleines Rädchen im der Maschine des Staatsorganismus.
Søren Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Wer einen Beruf ergreift, ist verloren.
Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller

Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Wenn ich eine Entscheidung von geringerer Bedeutung traf, fand ich es immer vorteilhaft, alle Für und Wider reiflich zu überlegen. In lebenswichtigen Dingen dagegen, bei der Wahl eines Partners oder Berufs, sollte die Entscheidung aus dem Unbewussten kommen, von irgendwoher in uns selbst.
Sigmund Freud (1856-1039), österreichischer Psychoanalytiker

Seit meinem siebten Lebensjahr schwebt mir als schönster Traum vor, einmal Schriftstellerin zu werden.
Salma Lagerlöf (1858-1940), schwedische Schriftstellerin

Berufung: Der passende weltliche Beruf ist die eigentliche Bestimmung.
Max Weber (1864-1920), deutscher Soziologe

Der Journalist. Warum er just diesen Beruf erwählt hat? Weil er alle anderen verfehlt hat.
Karl Kraus (1874-1936), österreichischer Schriftsteller, Herausgeber und Zeitkritiker

Ich habe einfach nur Spaß. Ich weiß noch nicht, was ich mal werden will, wenn ich erwachsen werde. Ich versuche noch zu verstehen, ich probiere noch und gucke mich um.
George Clooney (1961- ), US-amerikanischer Schauspieler und Filmemacher

Nur beim Dilettanten decken sich Mensch und Beruf
Egon Friedell (1878-1938), österreichischer Schriftsteller, Journalist und Schauspieler

Es ist unfair, den Menschen nach seinem Beruf abzustempeln, der ihn nicht abstempelt.
Ludwig Marcuse (1894-1971), deutscher Philosoph und Schriftsteller

Man kann seinen Beruf auch verfehlen, indem man ihn ausübt.
Karl Heinrich Waggerl (1897-1973), österreichischer Dichter und Erzähler

Freiheit ist nur möglich, wo Alternativen, Wahlmöglichkeiten praktisch bestehen. Wenn ein Junge Hilfsarbeiter werden muss, weil die Eltern den Lohn des Fünfzehnjährigen nicht entbehren können, so hilft ihm die verbürgte Freiheit der Berufswahl wenig.
Erhard Eppler (1926- ), deutscher Politiker, SPD

Noch glauben sich zu viele Eltern vor die Berufswahl gestellt.
Emil Baschonga (20. Jh.), deutscher Aphoristiker

Es gibt Dinge, Verhältnisse, Zustände und Berufsarten, gegen die der Mensch sich mit Händen und Füßen wehrt, wenn er eben hineingerät, und die er nachher ganz und gar für sich zugeschnitten findet, wenn er endlich drinsteckt.
Wilhelm Raabe (1831-1910), deutscher Schriftsteller

Ich habe die Gefahr zu meinem Beruf gemacht.
Reinhold Messner (1944- ), südtiroler Extrembergsteiger, Abenteurer, Buchautor und ehemaliger Politiker der Südtiroler Grünen

Erst bestimmt der Charakter die Berufswahl, dann der Beruf den Charakter.
Wolfgang Reus (1959-2006), deutscher Aphoristiker

  Beruf und Ausbildung

Wer seinen Sohn keinen Beruf lehrt, ist wie einer der ihm lehrt zu rauben.
Talmud Kidduschin 29

Erlerne einen Beruf gleichzeitig, während du die Tora studierst.
Midrasch

Lerne einen Beruf, denn wenn das Glück plötzlich entschwindet, bleibt, was man kann, und lässt einen nie im Stich.
Disticha Catonis (frühes 4. J

Fürchte nie die Ansprüche des Geschäftslebens. Ein Mann, der sich für seinen Beruf gut vorbereitet, wird nie ohne Arbeit sein.
Thomas Jefferson (1743-1826), US-amerikanischer Politiker, Präsident

Die Arbeit macht den Gesellen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Politik ist vielleicht der einzige Beruf, für den keine Vorbereitung für notwendig erachtet wird.
Robert Louis Stevenson (1850-1894), schottischer Schrifsteller

Als ich zurückblickte und über meine eigene Ausbildung nachdachte, erkannte ich, dass für mich mehr als alle andern Studien zusammengenommen das Training und die Erfahrung im Sprechen in der Öffentlichkeit von praktischem Wert gewesen waren, sowohl im Beruf wie im Leben.
Andrew Carnegie (1835-1919), US-amerikanischer Industrieller schottischer Herkunft

„Bildung ist nicht "Ausbildung für etwas", "für" Beruf, Fach, Leistung jeder Art, noch gar ist Bildung um solcher Ausbildung willen. Sondern alle Ausbildung "zu etwas" ist für die aller äußersten "Zwecke" ermangelnde Bildung da – für den wohlgeformten Menschen selbst.
Max Scheler (1874-1928), deutscher Philosoph, Werteethiker

Der Dirigent ist ein Facharbeiter, der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt.
Herbert von Karajan (1908-1989), österreichischer Dirigent

Es gibt nur wenige Berufe, für die keine Ausbildung notwendig ist: Wirte, Journalisten und Politiker.
Gerhard Kocher (1939- ), Schweizer Politologe und Gesundheitsökonom

Ich bin ein Mann ohne feste Berufsbezeichnung.
Franz Beckenbauer (1945- ), ehemaliger deutscher Fußballspieler, Fußballtrainer und Fußballfunktionär

  Beruf und Studium

Die akademische Freiheit geht in genau eben dem Grade verloren, in welchem der philosophische Charakter des akademischen Studiums verloren geht oder, anders ausgedrückt, in welchem der Totalitätsanspruch der Arbeitswelt den Raum der Universität erobert.
Josef Pieper (1904-1997), deutscher Philosoph

Die Arztausbildung bereitet so gut auf den Arztberuf vor wie die Rekrutenschule auf den Krieg.
Gerhard Kocher (1939- ), Schweizer Politologe und Gesundheitsökonom

Das Studium ist heute die beste Versicherung gegen die Arbeitslosigkeit und bereitet in vieler Hinsicht gut auf das Berufsleben vor.
Edelgard Bulmahn
(1951- ), deutsche Politikerin, SPD, ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung

Heute studiert jeder zweite an der Uni sein späteres Hobby für die Arbeitslosigkeit.
Elmar Kupke (1942- ), deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph

Lasst die Leute doch endlich wieder arbeiten. Wir brauchen kein Diplom, um eine 90-jährige zu füttern. Dafür brauchen wir eine ruhige Hand, Freundlichkeit, die Fähigkeit zuzuhören und die richtigen Worte. Wann hört man endlich damit auf, alles mit Diplomanforderungen zuzupflastern? Da zieht eine Frau vier Kinder auf, pflegt die Oma und den Opa und dann darf Sie im Kindergarten oder Altersheim gerade einmal den Boden putzen.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

  Beruf und Berufsabschluss

Wissen und kein Beruf schon viel Unheil schuf.
jüdisches Sprichwort

Wer keinen Beruf erlernt hat, hat nur zwei Möglichkeiten - Hilfsarbeiter oder Politiker zu werden.
anonymus

  Beruf und Berufseinstieg

Konzentrieren sie sich als Berufseinsteiger nicht so sehr auf die Frage "Was kann ich werden?" sondern auf die Frage "Was kann ich tun?"
Alfred Herrhausen (1930-1989), deutscher Bankmanager und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, ermordet

  Beruf und Karriere

Bleibe gern bei deiner bescheidenen Arbeit. Je höher du aber stehst, desto tiefer beuge dich, dass Gott, der Herr, dier Glück gebe. Die Vermessenheit hat schon viele zu Fall gebracht, der Dünkel hat ihre Gedanken verdunkelt. Das unbelehrbare Herz zerschellt an seinen Grenzen, und wer das gefährliche Spiel liebt, geht dabei zugrunde
Bibel, Altes Testament, Jesus Sirach 3,17a.18.24.20

Mancher wäre ein Phönix in seinem Beruf gewesen, hätte er einen Vorgänger gehabt.
Baltasar Gracián y Morales (1602-1558), spanischer Schriftsteller und Philosoph, Jesuit

Ehrgeiz führt Menschen oft dazu, die niedrigsten Arbeiten zu verrichten; der Aufstieg erfolgt dann in der gleichen Stellung wie das Kriechen.
Jonathan Swift (1667-1745), anglo-irischer Schriftsteller und Satiriker

Man unterziehe sich niemals einer Berufsarbeit. Tut man das, so wird man schlecht und recht ein Allerweltsmensch, ein kleines Rädchen im der Maschine des Staatsorganismus.
Søren Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Ich glaube, Gott hat uns in diese Welt gestellt, um darauf glücklich zu sein und uns des Lebens zu freuen. Das Glück ist nicht die Folge von Reichtum oder Erfolg im Beruf und noch weniger von Nachsicht gegen sich selbst. [...] Das eigentliche Glück aber findet ihr darin, dass ihr andere glücklich macht. Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt.
Robert Stephenson Baden-Powell (1857-1941), englischer General, Begründer der Pfadfinderbewegung

Die kapitalistische Wirtschaftsordnung braucht diese rücksichtslose Hingabe an den Beruf des Geldverdienens.
Max Weber (1864-1920), deutscher Soziologe

Journalisten sind Menschen, die in einem anderen Beruf mit weniger Arbeit mehr Geld verdient hätten.
Robert Lemke (1913-1989), deutscher Journalist und Entertainer

Wer getreulich acht Stunden am Tage arbeitet, bringt es am Ende vielleicht dazu, ein Boss zu werden und zwölf Stunden am Tage zu arbeiten.
David Frost (1939- ), US-amerikanischer Publizist

In einem schwierigen Beruf voranzukommen, verlangt begierigen Glauben an sich selbst. Deshalb kommen einige Leute mit mittelmäßigem Talent aber mit großem inneren Antrieb viel weiter als Leute mit weitaus höherem Talent.
Sophia Loren (1934- ), italienische Schauspielerin

Der echte Erfolg im Privatleben und Beruf kann an den Beziehungen gemessen werden, die wir zu den uns am nächsten stehenden Menschen haben - unserer Familie, Freunden und Arbeitskollegen. Wenn wir in diesem Bereich versagen, haben wir trotz unserer weltlichen Güter oder Titel nur sehr wenig erreicht.
Mary Kay Ash (1915-2001), US-amerikanische Unternehmerin

Früher oder später stößt du mit deinem Kopf gegen den häßlichen Querbalken, der dein Leben zu einem Kreuz macht. Du wirst krank. Du verunglückst. Ein geliebter Mensch stirbt. Dein Berufsweg wird durchkreuzt.
Phil Bosmans (1922- ), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Der Unterschied zwischen einem Arbeitsplatz und einer Karriere bestehen in mindestens zwanzig Stunden in der Woche.
anonymus

Nichts werden macht auch viel Arbeit - Mein Leben in Nebenjobs
Anne Köhler: Nichts werden macht auch viel Arbeit - Mein Leben in Nebenjobs
http://www.stellenboersen.de/buchtipps/job-karriere/jobs-und-nebentaetigkeit

  Arbeit und Kollegen, Mitarbeiter, Untergebene, Vorgesetzte

Wir sind Gottes Mitarbeiter.
NT, 1. Korinther 3,9

Mach das du dich mit deinen Gleichgestellten verstehst, bevor du dich mit deinen Vorgesetzten entzweist.
jüdisches Sprichwort

Der Irrtum des Vorgesetzten schadet dem Untergebenen.
chinesisches Sprichwort

Misstraust Du einem Menschen, so stelle ihn nicht ein. Stellst Du ihn aber ein, so misstraue ihm nicht.
chinesisches Sprichwort

Wer es einem Vorgesetzten gleichtun will, beginnt mit den schlechten Eigenschaften.
japanisches Sprichwort

Wer dich fürchtet, wenn du da bist, wird dich hassen, wenn du nicht da bist.
englisches Sprichwort

Am schnellsten kommt man auf dem Steckenpferd seines Vorgesetzten voran.
rumänisches Sprichwort

Besser ist's unter dem Bart eines alten Mannes als unter der Peitsche eines Jungen.
estnisches Sprichwort

Verkehre mit einem Untergebenen so, wie du dir wünschst, dass ein Vorgesetzter mit dir verkehrt.
Lucius Annaeus Seneca (ca. 1-65), römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Staatsmann

Untergebene, die nicht über ihre Vorgesetzte lästern; Menschen, die bei nahem Zusammenleben doch den Eindruck machen, dass sie Distanz halten und darauf bedacht sind, sich auch nicht im geringsten gehen zu lassen, habe ich noch nicht gesehen.
Sei Shônagon (ca. 966-1025), japanische Schriftstellerin und Hofdame

Stehe an der Spitze, um zu dienen, nicht um zu herrschen!
Bernhard von Clairvaux (1091-1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe

Selig jener, den man unter seinen Untergebenen genauso demütig findet wie unter seinen Vorgesetzten.
Franz von Assisi (1181-1226), italienischer Gründer des Franziskanerordens, Heiliger

Nicht mit Drohworten sollst du auf deine Untergebenen einschlagen wie mit einer Keule. Mische vielmehr die Worte der Gerechtigkeit mit Barmherzigkeit und salbe die Menschen mit Gottesfurcht!
Hildegard von Bingen (1098-1179), deutsche Äbtissin und Naturwissenschaftlerin, Mystikerin, Heilige

Wie es also Schaden bringt, in Abwesenheit über die Vorgesetzten schlecht zum einfachen Volk zu reden, so kann es Gewinn bringen, von den schlechten Gewohnheiten zu denjenigen selbst zu sprechen, die ihnen abhelfen können.
Ignatius von Loyola (1491-1556), spanischer Offizier, später Einsiedler, Gründer der Gesellschaft Jesu

Ein Vorgesetzter erlaubt wohl, dass man ihm hilft. Aber dass man ihn übertrifft - niemals! Ein ihm erteilter Rat sehe daher immer aus wie eine Erinnerung an ein weises Wort von ihm selber.
Baltasar Gracián y Morales (1602-1658), spanischer Schriftsteller und Philosoph, Jesuit

Verstehe es, deinen Untergebenen die Notwendigkeit eines Handelns zu verdeutlichen.
Baltasar Gracián y Morales (1602-1658), spanischer Schriftsteller und Philosoph, Jesuit

Wenn uns Höherstehende kühl oder unhöflich behandeln, so hassen wir sie; doch ein Gruß oder Lächeln versöhnt uns rasch mit ihnen.
Jean de La Bruyère (1645-1696), französischer Schriftsteller, Moralist

Wer über andere gesetzt, nie vergisst, warum er über sie gesetzt ist, den wird keiner auf seiner Höhe beneiden, jeder wird vielmehr wünschen, ihn noch höher stehen zu sehen.
Friedrich Maximilian Klinger (1752-1831), deutscher Dramatiker

Man darf mit Erlaubnis der Obern zwar dumm, aber nicht ohne sie klug sein.
Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter) (1763-1825), deutscher Schriftsteller

Weh dem, der von Untergebenen abhängig ist.
Theodor Fontane (1819-1898), deutscher Dichter hugenottischer Abstammung

In vielen Berufen sind die Kollegen die wirklichen Verwandten, sie fühlen sich untereinander weit mehr zu Hause als an dem Ort, den sie ihr Heim nennen, wo sie schlafen, essen und einen öden Sonntag verbringen.
Prentice Mulford
(1834-1891), US-amerikanischer Journalist, Philosoph und Schriftsteller

Misstraue immer einem Untergebenen, der seine Vorgesetzten nie bemängelt.
John Churton Collins (1848-1908), englischer Literaturkritiker

Nichts tötet den guten Willen eines Menschen so sehr wie Tadel durch Vorgesetzte.
Charles M. Schwab (1862-1939), US-amerikanischer Industrieller und Stahlmagnat

Leute, die am höchsten stehn, müssten auch am weitsten sehn. Wenn's in solcher Wolkensphäre nur nicht oft so neblig wäre!
Ludwig Fulda (1862-1939), deutscher Bühnenautor und Übersetzer

Wenn man einen Menschen richtig beurteilen will, so frage man sich immer: "Möchtest du den zum Vorgesetzten haben?"
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Es gibt zwei Arten von Mitarbeitern, aus denen nie etwas Richtiges wird: Diejenigen, die nie tun, was man ihnen sagt, und diejenigen, die nur tun, was man ihnen sagt.
Christopher Morley (1890-1957), US-amerikanischer Herausgeber und Schriftsteller

Aber es soll sich kein Arbeiter über seine Vorgesetzten beschweren, er hat immer die, die er verdient und die er sich macht. Ein gut gezielter und gut sitzender Hieb zur rechten Zeit ist besser als ein langer Streik und ein langes Herumärgern.
B. Traven (1890-1969), mexikanischer Schriftsteller

Der beste Vorgesetzte ist der, dessen Launen man erkunden, dessen Wünsche man erraten kann.
Joseph Roth (1894-1939), österreichischer, jüdischtämmiger Schriftsteller

Unausstehliche Vorgesetzte pflegen liebenswürdig zu sein zu allen, für die sie nicht zuständig sind.
Sigmund Graff (1898-1979),
deutscher Schriftsteller und Dramatiker

Je höher die Stellung eines Vorgesetzten, desto mehr Fehler darf er machen. Und wenn er nur noch Fehler macht, ist das sein Stil.
Fred Astair (1899-1987), US-amerikanischer Tänzer, Sänger und Schauspieler österreichischer und deutscher Abstammung

Jeder Vorgesetzte erkennt den Reflex seiner Selbstgerechtigkeit an den künstlich maskierten Gesichtern derer, die im Augenblick nicht befugt sind, ihre Meinung zu äußern.
Martin Kessel (1901-1990), deutscher Schriftsteller

Man kann seinen Vorgesetzten nicht trauen, wenn man dort erfolgreich war, wo sie gescheitert sind.
Graham Greene (1904-1991), englischer Schriftsteller

Nichts bringt einen Vorgesetzten in mehr Verlegenheit, als ein Untergebener, der alles richtig macht.
Werner Heisenberg (1901-1976), deutscher Physiker, Nobelpreisträger

Der "Chef" das ist nicht der, der etwas tut, sondern der, der das Verlangen weckt, etwas zu tun.
Edgar Pisani (1918-), französischer Politiker

Untergebener: einer, der sich kurz fassen muss.
Wieslaw Brudzinski (1920- ), polnischer Schriftsteller

Die meisten Manager werde dazu ausgebildet, das zu sein, was sie am meisten verachten - Bürokraten.
Alvin Toffler (1928- ), US-amerikanischer Schriftsteller und Futurologe

Führungskräfte leiten ihren eigenen Wert und ihre Identität oft einzig von ihrer Leistung, Attraktivität und ihrem damit verbunden Erfolg ab und verlieren in Situationen der Marktveränderung alles. Sie haben ihre Seele, das Kostbarste, was sie haben, einem anonymen Marktgeschehen verschenkt... Sie taten das, weil sie sich gegen empfundene Zugzwänge, Forderungen, Drohungen und Nötigungen nicht abgrenzen konnten.
Johannes Czwalina (1952- ), deutscher Unternehmensberater

  Arbeit und Führung

Wer führen will, muss Brücke sein.
walisisches Sprichwort

Mit dem größten Vergnügen gehorchen die Menschen dem, von welchem sie glauben, dass er ihren Vorteil besser als sie selbst verstehe.
Xenophon (426-355 v.Chr.), griechischer Schriftsteller, Politiker und Feldherr

Wer führt darf denen, die er führt, nicht im Wege stehen.
Laotse
(ca. 500 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Es sind die besten Führer, von denen - wenn sie ihre Aufgabe vollendet haben - alle Menschen sagen: "Wir haben es selbst getan."
Laotse
(ca. 500 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Der beste Führer ist der, dessen Existenz gar nicht bemerkt wird, der zweitbeste der, welcher geehrt und gepriesen wird, der nächstbeste der, den man fürchtet und der schlechteste der, den man hasst.
Laotse
(ca. 500 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Wer andre wohl zu leiten strebt, muss fähig sein, viel zu entbehren.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Wirke auf andere durch das, was du bist.
Wilhelm Friedrich von Humboldt (1767-1835), deutscher Philosoph und Sprachforscher, preußischer Minister und Erziehungsreforme

Sage nicht "Fang an!", sondern "Mach mit!", wenn du etwas erledigt haben willst.
Robert Stephenson Baden-Powell (1857-1941), englischer General, Begründer der Pfadfinderbewegung

Führungsqualität: Erstens die Fähigkeit vorherzusagen, was morgen, nächsten Monat und nächstes Jahr geschehen wird. Und es ist zweitens die Fähigkeit, später zu erklären, warum alles ganz anders gekommen ist.
Winston Churchill (1874-1965), englischer Politiker, Premierminister

Niemand kann andere Menschen gut führen, wenn er sich nicht ehrlich an deren Erfolg zu freuen vermag.
Thomas Mann (1875-1955), deutscher Schriftsteller

Führungsstärke zeigt sich nicht darin, kernige Ziele zu vereinbaren, sondern knackige Resultate zu erreichen.
Ferdinand Graf Wolff Metternich (1881-1918), deutscher Adeliger

Schreiben Sie den Leuten nicht vor, wie sie etwas erledigen sollen. Sagen Sie ihnen, was zu tun ist, und sie werden Sie mit ihrem Einfallsreichtum überraschen.
George S. Patton (1885-1945), US-amerikanischer General

Führen und Erziehen hängen eng zusammen.
Edith Stein (1891-1942), deutsche jüdischstämmige Philosophin, Ordensschwester, Ermordung im KZ, Heilige

Das meiste, was wir als Führung bezeichnen, besteht darin, den Mitarbeitern die Arbeit zu erschweren.
Peter F. Drucker (1909-2005), US-amerikanischer Management-Denker österreichischer Herkunft

Wer Menschen führen will, muss ein Praktiker und ein Realist sein. Aber er muss die Sprache sprechen des Idealisten und Sehers.
Eric Hoffer (1902-1983), US-amerikanischer Philosoph deutscher Herkunft

Nur wenige Führungskräfte sehen ein, dass sie letztlich nur eine Person führen müssen, nämlich sich selbst!
Peter F. Drucker (1909-2005), US-amerikanischer Management-Denker österreichischer Herkunft

Ein guter Manager sollte nie zulassen, dass seine Mitarbeiter mit Problemen zu ihm kommen - er sollte darauf bestehen, dass sie fertige Lösungen mitbringen.
Cyril Northcote Parkinson (1909-1993), englischer Historiker, Soziologe und Publizist

Ein guter Chef lässt seine Mitarbeiter wissen, dass er zweifelsfrei akzeptiert, was sie tun; dass er unterschreibt, ohne nachzuprüfen. Er macht jedoch eindeutig klar, dass die Verantwortung für das, was sie tun, dann auch bei ihnen selbst liegt.
Cyril Northcote Parkinson (1909-1993), englischer Historiker, Soziologe und Publizist

  Arbeit und Konkurrenz

Konkurrenz, die aus Neid entspringt, ist etwas ganz anderes als die Bemühung, sein Bestes zu tun, um, aus gegenseitiger Achtung, die Arbeit so gut wie möglich zu machen.
Vincent van Gogh (1853-1890), niederländischer Maler

Wir müssen die Widersprüche sehen, die viele Menschen im Alltag erleben. Einerseits hören sie viel von Grundwerten und von den Werten, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität stehen in Parteiprogrammen. Mitmenschlichkeit und Gewaltlosigkeit werden nicht nur in kirchlichen Akademien gefordert; sie sind auch für das Handeln vieler Menschen bestimmend. Andererseits gilt im Alltag oft genug das Gegenteil: Viele erleben im beruflichen und wirtschaftlichen Alltag erbarmungslosen Konkurrenzkampf, statt Beständigkeit ständige Neuorientierung, statt Ehrlichkeit Gerissenheit. Der Verlust sozialer Bindungen wird zum stillschweigend eingeforderten Preis fast unbegrenzter Mobilität. Was zählt, ist jugendliche Bereitschaft zur Selbstausbeutung - die Erfahrung des Alters hingegen zählt anscheinend nicht.
Johannes Rau (1931-2006), deutscher Politiker, SPD, Bundespräsident

Jeder müsste in gesellschaftlich nützlicher Arbeit andere als Partner und nicht (nur) als Konkurrenten erleben.
Friedrich Schorlemmer (1944- ), deutscher evangelischer Theologe, Philosoph und Pädagoge

  Arbeit und Qualität

Wer lässig ist in der Arbeit, der ist ein Bruder dessen, der das Seine umbringt.
AT, Sprüche

Setz alles daran, dass du in deiner Arbeit zuverlässig bist und dich für nichts schämen musst.
NT, 2. Timotheus 2,15

Wie der Lohn, so die Arbeit.
deutsches Sprichwort

Die Stumpfsinnigkeit einer jeder Arbeit wird durch Gewissenhaftigkeit gemildert.
Pseudo-Boethius
 

Es gibt keinen Arbeiter, wer auch immer er sein mag, der gleichzeitig Gutes leisten und schnell arbeiten kann.
Geoffrey Chaucer (1340-1400), englischer Dichter

Ich habe Gott und die Menschheit beleidigt, denn meine Arbeit erreichte nicht die Qualität die sie hätte haben sollen.
Leonardo da Vinci (1452-1519), italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister, Zeichner und Naturforscher

Behandelt die Leute wie Schweine und ihr erhält eine Schweinearbeit. Behandelt die Leute wie Menschen und ihr erhaltet eine Menschenarbeit.
Harriet Beecher Stowe (1811-1896), US-amerikanische Autorin und Gegnerin der Sklaverei

Der Mensch lebt von der Arbeit. Je besser er sie macht, um so besser wird er von ihr leben.
Anatole France (1844-1924), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Nicht der Arbeitgeber bezahlt den Lohn, sondern das Produkt. Der Arbeitgeber verwaltet nur das Geld.
Henry Ford (1863-1947), US-amerikanischer Großindustrieller, Begründer des Ford-Autokonzerns

Eine schlampige Arbeit ist wie ein halbgebackenes Brot, das man nur noch wegwerfen kann.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Gesicherte Arbeitsplätze gibt es nur durch Qualität, Produktivität und zufrieden gestellte Kunden.
Lee Iacocca (1924-), US-amerikanischer Manager, Vorstandsvorsitzender der Chrysler Corporation

Qualität ist nur mit sorgfältig ausgebildeten Arbeitskräften zu gewährleisten.
Nino Cerruti (1930- ), italienischer Modeschöpfer

  Arbeit und Fleiß

Arbeit und Fleiß, das sind die Flügel, die führen über Strom und Hügel.
Johann Fischart (1546-1591), frühneuhochdeutscher Schrifsteller aus

Fleißig bis in die Nacht, freue ich mich selbst darüber, was für eine Menge Arbeit erledigt werden kann, wenn man dabei bleibt.
Samuel Pepys (1633-1703), englischer Politiker, Unterhausabgeordneter und Tagebuchautor

Der Eifer der Arbeit wirkt oft in einer Stunde mehr, als der mechanische, schläfrige Fleiß in drei Stunden.
Christian Fürchtegott Gellert (1715-1869), deutscher Dichter

Die größten Aufgaben, die das Leben stellt, werden nicht nur durch Arbeit und Fleiß gelöst, sondern es muss eine Lust hinzukommen, die diese Arbeit zwingend macht.
Ernst Thälmann (1886-1944), deutscher Politiker, Vorsitzender der KPD, von den Nazis ermordet

  Arbeit und Erfolg

Die harte Arbeit von hundert Jahren kann in einer Stunde zerstört sein.
chinesisches Sprichwort

Die Arbeit ist unser, das Gedeihen Gottes.
deutsches Sprichwort

Nimm dir Zeit zum Arbeiten - es ist der Preis des Erfolges. Nimm dir Zeit zum Denken - es ist die Quelle der Kraft. Nimm dir Zeit zum Spielen - es ist das Geheimnis ewiger Jugend. Nimm dir Zeit zum Lesen - es ist der Brunnen der Weisheit. Nimm dir Zeit freundlich zu sein - es ist der Weg zum Glück. Nimm dir Zeit zum Träumen - es bringt dich den Sternen näher. Nimm dir Zeit zu lieben und geliebt zu werden - es ist das Privileg der Götter. Nimm dir Zeit dich umzuschauen - der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein. Nimm dir Zeit zum lachen - es ist die Musik der Seele.
irischer Segenswunsch

Gott verlangt nicht von uns, Erfolg zu haben, sondern zu arbeiten.
Johannes Chrysostomus (344-407), griechischer Kirchenlehrer und Patriarch von Konstantinopel

Du, Gott, verkaufst uns alle guten Dinge zum Preise der Arbeit.
Leonardo da Vinci (1452-1519), italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister, Zeichner und Naturforscher

Vertraue so auf Gott, als ob der Erfolg der Dinge ganz von dir, nicht von Gott abhinge; wende dennoch dabei alle Mühe so an, als ob du nichts, Gott allein alles tun werde.
Ignatius von Loyola (1491-1556), spanischer Offizier, später Einsiedler, Gründer der Gesellschaft Jesu

Unsere Pflicht ist es, gut zu arbeiten; der Erfolg unserer Arbeit aber steht bei Gott.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Die Befriedigung in ständiger Arbeit ist nur vorhanden, ohne die Streberei, die eigentlich im Grunde nicht arbeiten, sondern nur so rasch als möglich den Erfolg, wenn auch nur einen scheinbaren, sehen will. Das ist der wahre Moloch unserer Zeit.
Carl Hilty (1833-1909), Schweizer Jurist

Die drei wichtigsten Dinge, um alles zu erreichen, was sich lohnt, sind: Harte Arbeit, Durchhaltevermögen und gesunder Menschenverstand.
Thomas Alva Edison (1847-1931), US-amerikanischer Erfinder und Unternehmer

Amerika erkennt keine Aristokratie außer die der Arbeit an.
Calvin Coolidge (1872-1933), US-amerikanischer Politiker, Republikaner, Präsident der USA

Die Arbeit gleicht manchmal dem Angeln in Gewässern, in denen noch nie Fische gewesen sind.
Jules Renard (1864-1910), französischer Schriftsteller

Wenn ein Mann dir sagt, dass er durch harte Arbeit reich geworden ist, frag ihn: "Wessen?"
Donald Marquis (1878-1937), US-amerikanischer Schriftsteller

Wenn a für Erfolg steht, gilt die Formel a = x + y + z; x ist Arbeit, y ist Spiel, und z heißt Maulhalten.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Niemals wird der Mensch sich einverstanden erklären, wie ein Sisyphus zu arbeiten.
Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer katholischer Theologe, Geologe und Anthropologe


Franz von Stuck Sisyphus - Sisyphus rollt immer wieder vergeblich den Stein den Berg hinauf
http://www.latein-pagina.de/ovid/ovid_m10.htm

Erfolg, das ist eine unberechenbare Mischung aus Talent, Glück und Arbeit und oft auch ein Missverständnis.
Carl Zuckmayer (1896-1977), deutscher Schriftsteller

Wen wir nur für Geld und Gewinn arbeiten, bauen wir uns ein Gefängnis und schließen uns wie Klausner ein. Geld ist nur Schlacke und kann nichts schaffen, was das Leben lebenswert macht.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Mache dich nicht selbst abhängig von der Hoffnung auf Erfolge. Du musst damit rechnen, dass all dein Bemühen womöglich fruchtlos bleibt oder sich ins Gegenteil auswirkt. Rechne mit dieser Möglichkeit. Wenn du dich daran gewöhnst, wirst du dich allmählich immer mehr auf den Wert, auf das Richtigsein, auf die Wahrheit deiner jeweiligen Arbeit konzentrieren, und immer weniger auf ihre Ergebnisse.
Thomas Merton (1915-1968), US-amerikanischer Franziskaner und Mystiker

Wenn alle Karriere machen, wer soll da noch arbeiten?
Danil Rudy

  Arbeit und Arbeitsamkeit

Selbst die Wüste belebt sich, sobald man den Spuren der arbeitsamen Menschenhand begegnet.
Alexander von Humboldt (1769-1859), deutscher Naturforscher

Suche dir Gut und Ehre nicht durch Trug und Gewalttätigkeit, sondern durch Arbeitsamkeit und Klugheit zu erwerben.
Johann Christian Friedrich Hölderlin (1770-1843), deutscher evangelischer Theologe, Lyriker und Dramatiker

Als ich jung war, merkte ich, dass neun von zehn Dingen, die ich tat, falsch waren. Deshalb entschloss ich mich, zehn Mal mehr zu arbeiten.
Mark Twain (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller

Nur Arbeitsame sich zu Freunden machen. - Der Müßige ist seinen Freunden gefährlich: denn weil er nicht genug zu tun hat, redet er davon, was seine Freunde tun und nicht tun, mischt sich endlich hinein und macht sich beschwerlich: weshalb man klugerweise nur mit Arbeitsamen Freundschaft schließen sollte.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Zwecklose Arbeitsamkeit ist nicht weniger töricht als zügelloser Genuss.
Johannes von Müller (1752-1809), Schweizer Geschichtsschreiber, Publizist und Staatsma

  Arbeit und Motivation

Der Schlüssel aller Arbeit ist der Fleiß.
chinesisches Sprichwort

Lust und Liebe zu einem Ding macht die schwerste Arbeit gering.
deutsches Sprichwort

Wie wir die Arbeit anschauen, so schaut uns die Arbeit wieder an.
deutsches Sprichwort

Lasst uns das nützliche Werk unserer Hände durch allerlei Reden erleichtern.
Ovid (43 v.Chr.-17 n.Chr.), römischer Dichter

Wenn du am Morgen widerwillig aufwachst, dann halte dir vor Augen: Ich wache auf, um die Arbeit eines Menschen zu tun.
Marc Aurel (121-180), römischer Politiker

Arbeite stets. Glaube nicht, Arbeit sei ein Unglück für dich, und strebe weder Lob noch Lohn für deine Arbeit an.
Marc Aurel (121-180), römischer Politiker

Immer an die Arbeit!
Voltaire (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer
  (Wahlspruch)

Man wird aller Dinge überdrüssig, außer der Arbeit.
Charles Eugène de Lévis (1699-1734), französischer Militär

Wer mit der Seele nicht dabei ist, hat keinen Beruf, sondern nur eine Beschäftigung.
Charles Tschopp (1715-1869), deutscher Dichter

Wenn gute Reden sie begleiten, dann fließt die Arbeit munter fort.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

So kann und sollte es Frömmigkeit in guter Laune geben; so kann und soll man beschwerliche, aber notwendige Arbeit in guter Laune verrichten, ja selbst sterben in guter Laune, denn alles dieses verliert seinen Wert durch üble Laune und mürrische Stimmung.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Man muss arbeiten, als bräuchte man nicht zu sterben, und leben, als könnte man jeden Tag sterben.
Johannes Bosco (Don Bosco) (1815-1888), italienischer Priester und Sozialpädagoge

Der Aberglaube, dass alle der Arbeit gewidmeten Stunden ein Verlust an Lebensglück und alle Mußestunden einen Gewinn darstellen, ist eine sehr alberne und bösartige Auffassung. Ihre stärkste Unterstützung kommt daher, dass wir der Arbeit weder genügend Mühe noch Anstrengung widmen, um sie zu dem Vergnügen zu machen, die sie sein kann.
Arthur James Balfour (1848-1930), britischer Politike

Möge es dein Ehrgeiz sein, nicht das zu sehen, was du aus der Arbeit herausholen kannst, sondern, was du von dir hineinstecken kannst.
Robert Stephenson Baden-Powell (1857-1941), englischer General, Begründer der Pfadfinderbewegung

Arbeitet denn jemand gern? Warum arbeitet man aber trotzdem? Weil das durch Arbeit gewonnene Geld mehr Vergnügen bereitet, als die Arbeit selbst Unlust verursacht.
Arthur Conan Doyle (1859-1930) schottischer Arzt und Schriftsteller

Eines der schönsten Geschenke, das die Welt dem arbeitenden Menschen machen kann, ist: dass sie ihn spüren lässt, wie er wirkt. Dass seine Arbeit nicht im Leeren verpufft. Dass seine Arbeit, die sein Schicksal ist, das Schicksal fremder Menschen beeinflusst und fremde Tatkraft anspornt.
Arthur Holitscher (1869-1941), ungarischer Reiseschriftsteller, Essayist, Romancier und Dramatiker

Ein Alter, der das Altsein, die weißen Haare und die Todesnähe nur hasst und fürchtet, ist kein würdiger Vertreter seiner Lebensstufe, so wenig wie ein junger und kräftiger Mensch, der seinen Beruf und seine tägliche Arbeit hasst und sich ihnen zu entziehen sucht.
Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter

Wenn Sie jede Stunde am Tag mit sich reden, können Sie sich so beeinflussen, dass Sie mutige und glückliche Gedanken denken. Wenn Sie sich selbst erzählen, für wie viele Dinge Sie dankbar sein müssen, können Sie Ihren Geist mit erhebenden, fröhlichen Gedanken füllen. Denken Sie die richtigen Gedanken, und Ihre Arbeit - jede Arbeit - wird weniger unerfreulich sein.
Dale Carnegie (1888-1955), US-amerikanischer Geschäftsmann und Schriftsteller

Echte Motivation erwächst niemals nur aus finanziellen Anreizen oder aus der Angst, vor die Tür gesetzt zu werden. Wer nur für sein Gehalt arbeitet und nicht, weil er das, was er macht, gern macht und/oder sich angeregt fühlt, es gut zu machen, wird immer nur so viel arbeiten, wie er muss, um sein Geld zu bekommen.
Dale Carnegie (1888-1955), US-amerikanischer Geschäftsmann und Schriftsteller

Um Sorgen und Müdigkeit zu verhindern, machen Sie Ihre Arbeit mit Begeisterung.
Dale Carnegie (1888-1955), US-amerikanischer Geschäftsmann und Schriftsteller

Es ist ein Zeichen reicher und wahrer Veranlagung, wenn dem Menschen keine Arbeit zu niedrig dünkt und kein Gedanke zu hoch.
Ferdinande von Brackel (1835-1905), deutsche Schriftstellerin

Was, glauben Sie, hat sich als stärkste Antriebskraft erwiesen - als das Verlockendste an einer Arbeit? Geld? Gute Arbeitsbedingungen? Zusatzprämien? Nichts von all dem. Den eindeutig stärksten Anreiz bildete die Arbeit selbst. War sie spannend und interessant, dann freute sich der Arbeitende darauf und fühlte sich zu guten Leistungen motiviert.
Dale Carnegie (1888-1955), US-amerikanischer Geschäftsmann und Schriftsteller

Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben, und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Nur wer weiß, was er tut und warum, kann eine positive Einstellung zum Arbeitsprozess gewinnen.
Erwin Ringel (1921-1994), österreichischer Arzt

Fang den Montagmorgen mit der Stimmung von Freitagabend an.
Phil Bosmans (1922- ), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

  Arbeit und Arbeitswille

Dünk dich nicht zu weise, um eine Arbeit zu verrichten.
AT, Jesus Sirach 10,26

Der Mensch ist nicht arm, wenn er nichts besitzt, sondern wenn er nicht arbeiten mag.
Charles de Secondat Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Die das meiste zu tun haben und willig sind, zu arbeiten, werden die meiste Zeit haben.
Samuel Smiles (1812-1904), schottischer Schriftsteller

Wenn einer arbeiten will, denn kriegt er auch Arbeit.
Carl Zuckmayer (1896-1977), deutscher Schriftsteller

Wir wollen gerne die Ärmel hochkrempeln. Aber man darf uns nicht vorher das Hemd ausziehen.
Reinhard Höppner (1948- ), deutscher Mathematiker, Politiker, SPD, und Autor

  Arbeit und Arbeitsfreude

Eine gern getane Arbeit ist schnell gemacht.
brasilianisches Sprichwort

Wenn du eine Stunde lang glücklich sein willst, schlafe. Wenn du einen Tag glücklich sein willst, geh fischen. Wenn du ein Jahr lang glücklich sein willst, habe ein Vermögen. Wenn du ein Leben lang glücklich sein willst, liebe deine Arbeit.
chinesisches Sprichwort

Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph und Naturforscher

Ziemlich schwer ist eine Arbeit, wenn sie ohne Wirkung bleibt.
Caecilius Balbus (2. Jh.), römischer Schriftsteller

Zur Arbeit, die man liebt, steht man früh auf und geht mit Freuden dran.
William Shakespeare (1564-1616), englischer Dichter

Die Langeweile ist durch Müßiggang in die Welt gekommen, sie trägt viel Schuld am menschlichen Hang nach Vergnügen, Spiel, Unterhaltung; wer die Arbeit liebt, hat an sich selbst genug.
Jean de La Bruyère (1645-1696), französischer Schriftsteller, Moralist

Das Werk erscheint stets mühelos, wenn die Arbeit Freude bereitet hat.
François-Joachim de Pierres, Cardinal de Bernis (1715-1794), französischer Literat und Diplomat

Folgende Gegensätze sollte man vereinen können: Tugend mit Gleichgültigkeit gegen die öffentliche Meinung, Arbeitsfreude mit Gleichgültigkeit gegen den Ruhm und die Sorge um die Gesundheit mit Gleichgültigkeit gegen das Leben.
Nicolas-Sébastien Roch Chamfort (1741-1794), französischer Schriftsteller

Nüsse schmecken sehr gut, aber man muss sie öffnen. Denkt daran, dass man im Leben ohne ein wenig Arbeit kein Vergnügen hat.
Jean Pierre Claris de Florian (1755-1794), französischer Dichter

Denken sie die richtigen Gedanken, und Ihre Arbeit - jede Arbeit - wird weniger unerfreulich sein.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph

Wenn man eine Arbeit mag, dann ist es keine Arbeit.
Anders Jonas Ångström (1814-1874)

Mit der Lust zu leben nimmt auch die Lust zu arbeiten zu und der Mut, mehr zu unternehmen.
Theodor Fontane (1819-1898), deutscher Dichter hugenottischer Abstammung

Je länger ich lebe, umso überzeugter bin ich, dass man nur in der Arbeit seine Stärke und sein Heil finden kann. Und höchste Freude, die einen das Leben jede Minute loben lässt.
Katherine Mansfield (1888-1923), neuseeländisch-englische

Weil der Mensch unter Menschen lebt und für Menschen arbeitet, hat er das Recht, seine dem Menschen gewidmeten Dienste ausdrücklich anerkannt zu sehen. Die Freude allein ist es, welche die Räder der Welt treibt. Die Freude, nützlich gewesen zu sein, allein ist es, welche die Kraft verleiht, weiterzuarbeiten.
Paul Anton de Lagarde (1827-1891), deutscher Kulturphilosoph und Orientalist

Die Menschheit wird erst glücklich sein, wenn alle Menschen Künstlerseelen haben werden, das heißt, wenn allen ihre Arbeit Freude macht.
Auguste Rodin (1840-1917), französischer Bildhauer

Lotterie und Erbschaft sind gefährliche Erwerbschaft, Arbeitsfreude wird vergällt, wenn das Glück vom Himmel fällt.
Emil Claar (1842-1930), deutscher Schauspieler, Schriftsteller und Theaterintendant

Bis ins hohe Alter hinein daran arbeiten zu können, woran man Freude hat, ist eine Gnade, von der ein Pensionär keine Ahnung hat.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Literaturnobelpreisträger

Leute, die darauf stolz sind, dass sie hart arbeiten, mag ich nicht. Wenn ihre Arbeit sie so hart ankommt, sollten sie sich eine andere suchen. Die Freude an unserer Arbeit ist das Zeichen, dass sie zu uns passt.
André Gide (1869-1951), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Unordnung kam daher, dass einem die Freude zur Arbeit fehlte.
Martin Andersen-Nexø (1869-1954), dänischer Novellist und Romancier

Man soll sich davor hüten, jungen Leuten Erfolg in seiner üblichen Form als den Zweck des Lebens zu predigen. Die wichtigste Motivation für Arbeit in der Schule und im Leben ist die Freude an der Arbeit, die Freude am Resultat und das Wissen um den Wert, den dieses Resultat für die Allgemeinheit besitzt.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Die größten Aufgaben, die das Leben stellt, werden nicht nur durch Arbeit und Fleiß gelöst, sondern es muss eine Lust hinzukommen, die diese Arbeit zwingend macht.
Ernst Thälmann (1886-1944), deutscher Politiker, KPD, im KZ ermordet

Wer Freude bei der Arbeit hat, ist im Stande, viel zu leisten.
Marion Gräfin Dönhoff (1909-2002), deutsche Publizistin, Chefredakteurin und Mitherausgeberin der Wochenzeitung Die Zeit

Ein Beruf ohne Engagement und ohne Spaß ist wie ein vergeudetes Leben.
Inge Meysel (1917-2004), deutsche Schriftstellerin und Publizistin

Amateur zu sein - was vom Wortsinn her bedeutet, etwas mit Liebe zu machen - ist geradezu zum Schimpfwort mutiert. Noch schlimmer ist es dem Dilettanten ergangen, der mehr oder weniger zum Pfuscher geworden ist - keine Spur mehr von der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs, der sich von "diletto", der Freude, ableitet.
Axel Braig (1951-), deutscher Philosoph

  Arbeit und Arbeitszufriedenheit

Kleine Menschen muss man auf kleine Posten stellen; dort werden sie mit Genialität und mit Selbstzufriedenheit arbeiten. Weit entfernt davon, ihre untergeordnete Funktionen zu verachten, fühlen sie sich durch sie geehrt … ein Mann von größeren Verdiensten würde sich von dem, was ihre Freude ausmacht, gedemütigt fühlen und seine Pflichten vielleicht vernachlässigen.
Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues
(1715-1747),  französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Wenn Menschen bei ihrer Arbeit glücklich sein sollen, braucht es dafür drei Dinge: Sie müssen sie gern tun. Sie dürfen nicht zuviel davon tun. Und sie müssen ein Gefühl von Erfolg in ihrer Arbeit haben.
John Ruskin (1819-1900), englischer Schriftsteller, Kunstkritiker und Sozialphilosoph

Die drei Bedingungen für Arbeitszufriedenheit: Man muss der Arbeit gewachsen sein, es darf nicht zu viel Arbeit sein, Erfolge müssen für den einzelnen spürbar sein.
John Ruskin (1819-1900), englischer Schriftsteller, Kunstkritiker und Sozialphilosoph

  Arbeit und Askese

Fasten und Arbeit zügeln und beherrschen in gleicher Weise das Fleisch. Ist deine Arbeit notwendig oder der Ehre Gottes besonders dienlich, so erachte ich die Anstrengung der Arbeit für besser als die des Fastens.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Töte deine sinnlichen Begierden durch Arbeit ab.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Gehe gelegentlich Weg und entspanne dich. Immer bei der Arbeit zu bleiben, verringert dein Urteilsvermögen. Gehe einige Entfernung weg, denn das Werk wird im Blick sein und ein Mangel an Harmonie wird leichter gesehen.
Leonardo da Vinci (1452-1519), italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister, Zeichner und Naturforscher

Schnell gefundenes Glück ist niemals fest gegründet, denn selten ist es ein Werk des Verdienstes. Die Früchte der Arbeit und der Klugheit reifen langsam.
Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues
(1715-1747),  französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

  Arbeit und Arbeitsscheu

Nichtkönnen dient der Arbeitsscheu als Ausflucht.
Publilius Syrus (1.Jhd. v.Chr.), römischer Lustspieldichter

Um Arbeit drückt sich nicht, wer den Ruhm der Tüchtigkeit begehrt.
Cassiodor (485-580), römischer Staatsmann, Gelehrter und Schriftsteller

Was du immer je kannst werden, Arbeit scheue nicht und Wachen, aber hüte deine Seele vor dem Karriere machen.
Theodor Storm (1817-1888), deutscher Schriftsteller

Die große Mehrzahl der Menschen arbeitet nur notgedrungen, und aus dieser natürlichen Arbeitsscheu der Menschen leiten sich die schwierigsten sozialen Probleme ab.
Sigmund Freud (1856-1039), österreichischer Psychoanalytiker

Wie jeder vernünftige und empfindsame Mensch verabscheue ich Arbeit.
Aldous Huxley (1894-1963), englischer Philosoph, Journalist, Essayist und Romancier

Der Arbeitsscheue ist ein Zechpreller am Bankett des Lebens.
Emil Gött (1864-1908), deutscher Schriftsteller

  Arbeit und Faulheit

Wer der Arbeit zusieht, wird davon nicht müde.
deutsches Sprichwort

Wer zuschaut, dem ist keine Arbeit zu schwer.
deutsches Sprichwort

Faule Leute haben die meiste Arbeit.
deutsches Sprichwort

Wer nicht richtig faulenzen kann, der kann auch nicht richtig arbeiten.
sizilianisches Sprichwort

Man kann arbeiten wie ein Ackergaul, für Zuschauer ist man immer zu faul.
Bauernregel

Arbeit gibt Brot, Faulheit gibt Not.
Bauernregel

Faulheit ist die Furcht vor bevorstehender Arbeit.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Die Leute sollten wieder lernen zu arbeiten, statt auf öffentliche Rechnung zu leben.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Faulheit erkennt man an der Flucht vor Arbeit.
Publilius Syrus (1.Jhd. v.Chr.), römischer Lustspieldichter

Je mehr der Mensch gefaulenzt hat, desto schwerer entscheidet er sich dazu zu arbeiten.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Eine gute Gelegenheit wird von den meisten Menschen übersehen, weil sie Arbeitskluft trägt und wie Arbeit aussieht.
Thomas Alva Edison (1847-1931), US-amerikanischer Erfinder und Unternehmer

Der Einfall ersetzt nicht die Arbeit. Und die Arbeit ihrerseits kann den Einfall nicht ersetzen oder erzwingen
Max Weber (1864-1920), deutscher Soziologe

Lass die Wecker rauhig rasseln! Zeigt dem Krach das Hinterteil. Lasst die Moralisten quasseln. Bietet euch nicht täglich feil.
Erich Kästner (1899-1974), deutscher Schriftsteller


Paul Lafargue "Das Recht auf Faulheit. Widerlegung des "Rechtes auf Arbeit" von 1848"
http://www.packpapierverlag.de/?cat=7

  Arbeit und Müßiggang

Wer Arbeit suchen muss, hat Pech. Wer sie findet, hat doppeltes Pech.
korsisches Sprichwort

Die Leute müssen wieder lernen zu arbeiten, anstatt auf öffentliche Rechnung zu leben.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Sei nie müßig, sondern lies oder schreibe oder bete oder betrachte oder beschäftige dich mit einer nützlichen Arbeit.
Thomas von Kempen (1379/80-1471), holländischer Augustinermönch und Prediger

Es passt sich aber nicht, dass einer auf des andern Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohl lebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Von Arbeit stirbt kein Mensch, aber vom Müßiggehen kommen die Leute um Leib und Leben, denn der Mensch ist zum Arbeiten geboren wie der Vogel zum Fliegen.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Für jeden Müßiggänger gibt es jemand, der zuviel arbeitet. Für jeden Menschen, der zuviel isst, gibt es irgendwo einen anderen, der hungert.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Es ist eine Sünde, keiner Arbeit nachzugehen, auch wenn es für den Lebensunterhalt nicht erforderlich ist.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Wenn sich heutzutage ein anständiger, tätiger Mensch kritisch verhält gegenüber sich und seiner Arbeit, so bekommt er zu hören: Jammerlappen, Nichtstuer, Langweiler. Wenn jedoch ein müßiger Spitzbube ruft, man müsse etwas tun, müsse arbeiten, so bekommt er Applaus.
nton Tschechow (1860-1904), russischer Schriftsteller, Novellist und Dramatiker

Der Müßiggang macht unendlich viel müder und nervöser als die Arbeit und schwächt die Widerstandskraft, auf der eigentlich alle Gesundheit liegt.
Carl Hilty (1833-1909), Schweizer Jurist

Die sieben sozialen Sünden der Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit, Genuss ohne Gewissen, Erkenntnis ohne Charakter, Geschäft ohne Moral, Wissenschaft ohne Menschlichkeit, Religion ohne Opfer, Politik ohne Prinzipien.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Wie viele Menschen im Vatikan arbeiten? - Ich hoffe, die Hälfte.
Johannes XXIII. (Angelo Roncalli) (1881-1963), italienischer Papst

  Arbeit und Langeweile

Arbeit verkürzt den Tag.
russisches Sprichwort

Die Langeweile ist eine Krankheit, die durch Arbeit geheilt wird.
Charles Eugène de Lévis (1699-1734), französischer Militär

Wer nicht arbeitet, verschmachtet vor Langeweile und ist allenfalls vor Ergötzlichkeit betäubt und erschöpft, niemals aber erquickt und befriedigt.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Tätige Menschen ertragen die Langeweile ungeduldiger als die Arbeit.
Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues
(1715-1747),  französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Elender ist nichts, als der behagliche Mensch ohne Arbeit, das Schönste der Gaben wird ihm ekel.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

  Arbeit und körperliche Arbeit

Alle müssen sich auf ihre Hände verlassen können, und ein jeder muss geschickt sein bei seiner Arbeit.
AT, Jesus Sirach 38,31

Arbeitet mit euren Händen, wie wir euch aufgetragen haben.
NT, 1 Thessalonicher 4,11

Schmutzige Arbeit, blankes Geld.
deutsches Sprichwort

Ungewohnte Arbeit bringt Beulen.
deutsches Sprichwort

Schwere Arbeit in der Jugend ist sanfte Ruhe im Alter.
deutsches Sprichwort

Arbeit bis zum Schweiß und du wirst die Freude treffen.
russisches Sprichwort

Man kann bei der Arbeit das Ächzen vortäuschen, aber man kann keinen Schweiß vortäuschen.
afrikanisches Sprichwort

Müßiggang ist der Seele Feind. Deshalb sollen die Brüder zu bestimmten Zeiten mit Handarbeit, zu bestimmten Stunden mit heiliger Lesung beschäftigt sein. Müßiggang ist der Seele Feind. Deshalb sollen die Brüder zu bestimmten Zeiten mit Handarbeit, zu bestimmten Stunden mit heiliger Lesung beschäftigt sein.
Benedikt von Nursia (480-547), italienischer Mönchsvater, Gründer des Benediktinerordens

Haben die Rinder mit Schuld sich beladen, Geschöpfe so harmlos, schlicht, untrüglich, unschädlich, bestimmt zu geduldiger Arbeit?
Pythagoras von Samos (um 570 bis nach 510 v.Chr.), griechischer Philosoph

Es ist erstaunlich, wie der Geist durch körperliche Tätigkeit und Bewegung angeregt wird; dazu ringsum der Wald und die Einsamkeit und überhaupt die lautlose Stille: das sind starke Anregungen für die Gedankenarbeit.
Plinius der Jüngere (61/62-113/115), römischer Anwalt und Senator, Schriftsteller

Man sollte die gar nicht hören, die da vorgeben, dass allein Handarbeit eine Arbeit zu nennen sei.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Auf Angst und Schweiß folgt Ruh und Preis.
Abraham a Santa Clara (1644 - 1709), Kanzelredner und Volksschriftsteller

Wer nicht arbeitet, verschmachtet vor langer Weile und ist allenfalls von Ergötzlichkeiten betäubt und erschöpft, niemals aber erquickt und befriedigt.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Ruhm und Ehre jedem Fleiße! Ehre jeder Hand voll Schwielen! Ehre jedem Tropfen Scheiß, der in Hütten fällt und Mühlen! Ehre jeder nassen Stirn hinterm Pfluge! Doch auch dessen, der mit Schädel und mit Hirn hungernd pflügt, sei nicht vergessen.
Ferdinand Freiligrath (1810-1876), deutscher Lyriker, Dichter und Übersetzer

Man wird grimmig in sich, wenn man's nicht an einem ordentlichen Stück Arbeit auslassen kann.
Theodor Storm (1817-1888), deutscher Schriftsteller

Die beste Turnübung wäre, von Zeit zu Zeit eine körperliche Arbeit zu verrichten, die nicht nur gelenkig macht, sondern auch durch Heben und Tragen die Kräfte vermehrt.
Sebastian Kneipp (1821-1897), deutscher katholischer Theologe und Naturheilkundler

Von der Masse der Zivilisation mag ein Achtel mit ihrer Lage zufrieden sein, aber sieben Achtel sind unzufrieden. Die große Masse ist nur auf die körperliche Arbeit beschränkt, ihre Beschäftigung ist indirekte Sklaverei eine Qual, von der sie sich zu befreien wünscht.
Charles Fourier (1772-1837), französischer Philosoph, Sozialist

Nichts ist erfreulicher als die Arbeit des Bauern, der sein Land bestellt.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Körperliche Arbeit ist wichtig, weil sie den Verstand hindert, müßige und sinnlose Arbeit zu tun.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Es gibt gescheite Leute, die fortwährend sehr klug und anmutig über die "arbeitenden Klassen" schreiben und sich daran genug tun, dass ein schweres Tagwerk geistiger Arbeit sehr viel schwerer ist als ein schweres Tagwerk Handarbeit und daher auch ordnungsgemäß zu einem höheren Lohn berechtigt.
Mark Twain (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller

In Zeiten seelischer Zerschlagenheit ist, nach alten Erfahrungen, körperliche Arbeit eine wahre Trösterin. Sie verscheucht uns die peinigenden Gedanken, sie hebt uns in jene Wirklichkeit, die mit ihren Naturgesetzen alle Wesen gleich behandelt, sie ermüdet uns zu körperlicher Rast, in der die Nerven zur Ruhe kommen.
Peter Rosegger (1843-1918), österreichischer Schriftsteller

Männer von Geist sollen nicht mit Arbeit geplagt werden.
Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

Wenn nicht Menschen da wären, welche die niedrige Arbeit verrichten, so könnte die höhere Kultur nicht gedeihen. Wir kommen zu der Erkenntnis, dass die Millionen ackern, schmieden und hobeln müssen, damit einige Tausende herrschen, malen und dichten können.
Heinrich von Treitschke (1834-1896), deutscher Historiker, politischer Schrifsteller, Nationalliberal

Sich körperlich auszuarbeiten ist meiner Meinung nach der beste Sorgenbrecher. Gebrauchen Sie Ihre Muskeln mehr und denken Sie weniger, wenn Sie deprimiert sind. Sie werden über die Wirkung staunen. Die Sorgen gehen, wenn die Bewegung kommt.
Dale Carnegie (1888-1955), US-amerikanischer Geschäftsmann und Schriftsteller

Körperliche Arbeit ist kein Schrecknis, es ist nur da, wo Spatenstiche ohne Sinn getan werden.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Wenn etwa von Antisemiten gesagt wird, die Juden entzögen sich der harten körperlichen Arbeit, so wäre es nicht der Weisheit letzter Schluss, zu erwidern, es habe doch im Osten so viele jüdische Schuster und Schneider gegeben.
Theodor Wiesengrund Adorno (1903-1937), deutscher Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist

Im Althochdeutschen bedeutet "Arbeit": Mühsal, Plage, Beschwerde, Leid. Das spanische "trabajo", das portugiesische "trabalho" leiten sich vom "tripalium" ab, einem Folterwerkzeug mit drei Stöcken, mit dem Sklaven "bearbeitet" wurden. Auch das altfranzösische "travail" bedeutete ursprünglich "Folter".
Kurt Marti (1921- ), Schweizer reformierter Theologe und Schriftsteller

So arbeiten wir 2013
So arbeiten wir 2030 - Arbeit wird durch Maschinen übernommen
http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/wirtschaft/sn/artikel/so-arbeiten-wir-2030-1-148150/

  Arbeit und geistige Arbeit

Ich will nicht, dass mir die Stunden, die von Pflichten frei sind, für anderes verrinnen sollen als für die leibliche Erholung, die geistige Arbeit und den Dienst, den ich dem Nächsten schulde oder auch nicht schulde und doch leiste.
Aurelius Augustinus (354-430), nordafrikanischer Bischof, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger


Wenn du geistig arbeitest, bemühe dich, alle geistigen Fähigkeiten auf den betreffenden Gegenstand zu konzentrieren.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Die größte Freude eines Geistes, der arbeitet, besteht in dem Gedanken an die Arbeit, die später andere leisten werden.
Hippolyte Taine (1828-1893), französischer Philosoph, Historiker und Kritiker

Weil Denken die schwerste Arbeit ist, die es gibt, beschäftigen sich auch nur wenige damit.
Henry Ford (1863-1947), amerikanischer Großindustrieller

Bei geistiger Arbeit ist es selten die Arbeitsmenge, die ermüdet. Manchmal ermüdet einen die Arbeit, die man nicht tut. Unsere Müdigkeit entsteht häufig nicht durch Arbeit, sondern durch Sorgen, Frustration und Unzufriedenheit über Dinge, für die wir keine Zeit finden.
Dale Carnegie (1888-1955), US-amerikanischer Geschäftsmann und Schriftsteller

Wer geistig zu arbeiten behauptet, hat immer ein hervorragendes Alibi für sein Nichtstun.
Giovanni Guareschi (1908-1968), italienischer Schriftsteller

Der Mensch hat zwei Arbeiten, eine innere und eine äußere.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer

Wahre Gemütsruhe ist nur in der Unruhe geistiger Arbeit zu finden.
Ernst Friedrich August Rietschel (1804-1861), deutscher Bildhauer

Geistige Arbeit kann nur dann einen Nutzeffekt haben, wenn sie sich mit den RICHTIGEN Dingen befasst.
Peter Ferdinand Drucker (1909-2005), US-amerikanischer Ökonom österreichischer Herkunft

  Arbeit und Wissenschaft

Alles wissenschaftliche Arbeiten ist nichts anderes als immer neuen Stoff in allgemeine Gesetze zu bringen.
Alexander von Humboldt (1769-1859), deutscher Naturforscher

Die Wissenschaft war die größte Leidenschaft meines Lebens. Ich käme mir vor wie ein Dieb, wenn ich einen Tag verlebt hätte, ohne zu arbeiten.
Louis Pasteuer (1822-1895), französischer Chemiker und Mikrobiologe

Es kann einer ein vorzüglicher [wissenschaftlicher] Arbeiter sein und doch nie einen eigenen wertvollen Einfall gehabt haben.
Max Weber (1864-1920), deutscher Soziologe

Wissenschaftliches Arbeiten ist der stetig fortgesetzte, nie erlahmende Kampf gegen Skeptizismus und Dogmatismus, gegen Unglaube und gegen Aberglaube, den Religion und Naturwissenschaft gemeinsam führen, und das richtungweisende Losungswort in diesem Kampf lautet von jeher und in alle Zukunft: Hin zu Gott!
Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

  Arbeit und Arbeitssucht

Menschen, die bloß arbeiten, finden keine Zeit zum Träumen. Nur wer träumt, gelangt zur Weisheit.
indianisches Sprichwort

Ein Mönch, der arbeitet, wird von einem Teufel gezwickt – dem Arbeitsteufel; ein arbeitsscheuer dagegen wird von zahllosen Dämonen überfallen.
Johannes Cassian (ca.360-ca.435),
christlicher Priester, Mönch („Wüstenvater“), Abt und Schriftsteller

Viele Menschen können überhaupt nicht ausspannen. Die Welt ist voll von freiwilligen Zwangsarbeitern.
Karl Heinrich Waggerl (1897-1973), österreichischer Dichter und Erzähler

Es kann Maßlosigkeit bei der Arbeit geben genauso wie beim Trinken.
Charles Stapleton Lewis (1898-1963), englischer Schriftsteller

Gehe in deiner Arbeit auf, nicht unter.
Jacques Tati (1908-1982), französischer Schauspieler

Solange wir jung sind, arbeiten wir wie die Sklaven, um etwas zu schaffen, wovon wir bequem leben könnten, wenn wir alt geworden sind. Und wenn wir alt sind, merken wir, dass es zu spät ist, so zu leben.
Alexander Pope (1688-1744), englischer Dichter

Gott sorgt, wir aber sollen arbeiten.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Von Arbeit stirbt kein Mensch, aber von Ledig- und Müßiggehen kommen die Leute um Leib und Leben; denn der Mensch ist zum Arbeiten geboren wie der Vogel zum Fliegen.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Nicht fürchten vergeblich zu arbeiten; wir dienen einem Gott, der gut ist und uns nicht aus dem Auge verliert.
Theresia von Avila (1515-1582), spanische Mystikerin, reformierte den Karmeliterorden, katholische Heilige

Gehe keiner Arbeit aus dem Weg, auch dann nicht, wenn du dir einbildest, sie ginge über deine Kraft!
Johannes vom Kreuz (1542-1591), spanischer Mystiker, Karmeliterpater und Kirchenvater

Für seine Arbeit muss man Zustimmung suchen, aber niemals Beifall.
Charles de Secondat Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Die Angst des Menschen vor der Wirklichkeit ließ ihn drei Auswege finden: die Trunkenheit, die Liebe und die Arbeit.
Edmond de Goncourt (1822-1996), französischer Schriftsteller

Wir leben in einer Zeit, die zuviel arbeitet und zuwenig erzogen ist, in einer Zeit, wo die Leute vor Fleiß verrückt werden.
Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

Arbeiten um nicht denken zu müssen ist auch Faulheit.
Hermann Joachim Bang (1857-1912), dänischer Schriftsteller und Journalist

Du weißt nicht mehr wie Blumen duften, kennst nur die Arbeit und das Schuften--...so gehn sie hin die schönsten Jahre, am Ende liegst du auf der Bahre und hinter dir da grinst der Tod: Kaputtgerackert -- Vollidiot!!
Joachim Ringelnatz (1883-1934), deutscher Schriftsteller und Maler

Maßhalten im Ruhen ist sehr gut, aber auch Maßhalten in der Arbeit.
Dhan Gopal Mukerdshi (1890-1936), indischer Schriftsteller

Sie betäuben sich mit Arbeit, um nicht sehen zu müssen, wie sie wirklich sind.
Aldous Huxley (1894-1963), englischer Philosoph, Journalist, Essayist und Romancier


Arbeitssüchtiger in seinem Büro nach Feierabend
http://www.n-tv.de/wissen/Willkommen-im-Hamsterrad-article1656821.html

Arbeit als Betäubungsmittel gegen Einsamkeit, Bücher als Ersatz für Menschen!
Dag Hammarskjöld (1905-1961), schwedischer Politiker, UN-Generalsekretär, Friedensnobelpreisträger (posthum)

Auch unsere Urgroßeltern haben regelmäßig ein Beruhigungsmittel genommen. Es hieß Arbeit.
Robert Lembke (1913-1989), deutscher Journalist und Fernsehmoderator

Arbeit ist ein Rauschgift, das wie ein Medikament aussieht.
Tennessee Williams (1914-1983), US-amerikanischer Dramatiker

Die Deutschen haben an der Arbeit so viel Vergnügen wie andere an der Sünde.
Jacques Rivière (1886-1925) französischer Schriftsteller

Büromanen sind ganz heiß auf Überstunden.
Klaus Klages (1938- ), deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger

Fleiß und Treue sind zu loben, aber Arbeitssucht ist Sünde.
Richard Foster (20.Jh.), US-amerikanischer Theologe, Quäker und Autor

Viele feine Christen von uns verwechseln häufig Arbeitssucht mit Nachfolge. Sie wollen pausenlos dienen und glauben, wenn sie atemlos für ihn unterwegs sind, dass sie den Weg gehen, den er für uns bestimmt hat.
Reinhold Ruthe (20. Jh.), deutscher Psychologe, Familienberater

  Arbeit und Überarbeitung

Was über deine Kräfte geht, wird keine gute Arbeit.
chinesisches Sprichwort

Menschen, die nur arbeiten, finden keine Zeit zum Träumen. Nur wer träumt, gelangt zur Weisheit.
indianisches Sprichwort

Wenn die Arbeiten zu zahlreich sind, so kann man sie nicht zustande bringen.
Lü Bu We (ca. 300-235 v.Chr.), chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph

Die Folge unablässiger Arbeit ist eine gewisse Abstumpfung und Erschöpfung.
Lucius Annaeus Seneca (ca. 1-65), römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Staatsmann

Der Mensch muss sich aber hüten, durch zu viel Arbeit seinen Leib zu töten.
Hildegard von Bingen (1098-1179), deutsche Äbtissin und Naturwissenschaftlerin, Mystikerin, Heilige

Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Der zur Tätigkeit geborene Mensch übernimmt sich im Planen und überladet sich mit Arbeiten.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Nicht zu arbeiten ist schlimmer, als sich zu überarbeiten.
Samuel Smiles (1812-1904), schottischer Schriftsteller

Wir haben das Gewissen eines arbeitsamen Zeitalters: Dies erlaubt uns nicht, die besten Stunden und Vormittage der Kunst zu geben, und wenn diese Kunst selber die größte und würdigste wäre.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Wir leben im Zeitalter der Überarbeiteten und Untergebildeten, einem Zeitalter, in dem die Leute derart geschäftig sind, dass sie völlig verdummen. Und so hart es klingt: Solche Leute verdienen ihr Los.
Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

Du weißt nicht mehr wie Blumen duften, kennst nur die Arbeit und das Schuften, so gehn sie hin die schönsten Jahre, am Ende liegst du auf der Bahre und hinter dir da grinst der Tod: Kaputtgerackert - Vollidiot!
Joachim Ringelnatz (1883-1934), deutscher Schriftsteller und Maler

Ich glaube, dass auf der Welt viel zu viel gearbeitet wird und dass unermesslicher Schaden hervorgerufen wird durch die Überzeugung, Arbeit sei etwas Heiliges und Tugendhaftes.
Bertrand Russell (1872-1970), walisischer Philosoph und Mathematiker

Durch das Zuviel-Arbeiten sündigt man am Leben und an der Arbeit selber.
Paula Modersohn-Becker (1876-1907), deutsche Malerin

Übermüdung durch Arbeit zerfrisst auch die außerhalb des Betriebes verbrachte Zeit.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin

  Arbeit und Aktionismus

Steckst du so voll Arbeit, dass du nicht hinter dich blicken kannst.
Gaius Petronius (um 18 v.Chr. bis 29 n.Chr.), römischer Politiker

Man darf sich nicht so sehr in Tätigkeiten vergraben, dass man die sinnliche Betrachtung Gottes für überflüssig hält.
Aurelius Augustinus (354-430), nordafrikanischer Bischof, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Ohne Ruhe arbeitet der Mensch, wenn er in seinem Tun nur auf sich baut. Wir sind gierig nach Arbeit, Ruhe erfordert Anstrengung. Der Mensch arbeitet und ruht, wenn er in seinem Tun auf Gott baut.
Ernest Hello
(1828-1885), französischer Schriftsteller und Essayist

Der Mensch ist so angelegt, dass er nur Entspannung von einer Art Arbeit findet, indem er eine andere aufnimmt.
Anatole France (1844-1924), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Der rastlose Arbeitsmensch von heute hat tagsüber keine Zeit, sich Gedanken zu machen - und abends ist er zu müde dazu. Alles in allem hält er das für Glück.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Literaturnobelpreisträger

Die beste Arbeit, die Menschen machen wird immer unter Stress und mitunter großen persönlichen Kosten gemacht.
William Carlos William (1883-1963), US-amerikanischer Lyriker

Ihr könnt euch an einer Aufgabe totarbeiten; wenn sie nicht mit Liebe getan ist, nützt sie nichts.
Mutter Teresa (Agnes Gonxha Bojaxhiu) (1910-1997), albanische Ordensschwester unter den Armen in Indien, Friedensnobelpreisträgerin

Mit den Händen arbeiten: das natürlichste und wirksamste Mittel um Menschen geistig zu heilen.
Phil Bosmans (1922- ), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Arbeit erscheint mir nie als Realität, sondern als Mittel, der Realität aus dem Weg zu gehen.
Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

Es ist vielfach eine große Angst vor der eigenen inneren Leere, die uns dazu treibt, uns eine volle Agenda zuzulegen. Ohne einen ausgefüllten Arbeitstag bin ich ein halber Mensch.
Hans Küng (1928- ), Schweizer katholischer Theologe

  Arbeit und Arbeitsbedingungen

Arbeitsplatzvernichtung. Vorsicht im Umgang mit diesem Wort. Viele Grubenentleerer haben durch die Kanalisation ihre mäßig entlohnte Tätigkeit eingebüßt. War das Arbeitsplatzvernichtung?
Voltaire (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Der Mensch soll arbeiten; aber nicht wie ein Lasttier, das unter der Bürde in den Schlaf sinkt und nach der notdürftigen Erholung der erschöpften Kraft zum Tragen derselben Bürde wieder aufgestört wird. Er soll angstlos mit Lust und mit Freudigkeit arbeiten und Zeit übrig behalten, seinen Geist und sein Auge zum Himmel zu erheben, zu dessen Anblick er gebildet ist.
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), deutscher Erzieher und Philosoph

Die Werkstatt ist die Familie in der Arbeit.
Lorenz von Stein (1815-1890), deutscher Staatsrechtler, Soziologe und Nationalökonom

Heute haben wir Frauen und Mädchen aus der Fabrik, verkümmerte Blumen mit blassen Teint, mit Blut ohne Röte, mit krankem Magen und erschöpften Gliedmaßen! Ein gesundes Vergnügen haben sie nie kennen gelernt und sie werden nicht lustig zu erzählen wissen, wie man sie eroberte. Und die Kinder? 12 Stunden Arbeit für die Kinder. O Elend! Alle Jules Simon von der Akademie der moralischen Wissenschaften, alle jesuitischen Germinys hätten kein den Geist der Kinder mehr verdummendes, ihr Gemüt mehr verderbendes, ihren Organismus mehr zerrüttendes Laster ersinnen können als die Arbeit in der verpesteten Atmosphäre der kapitalistischen Werkstätten.
Paul Lafargue (1842-1911), französischer Sozialist, Schüler und Schwiegersohn von Karl Marx

Indem alle verpflichtet sind zu arbeiten, haben alle das gleiche Interesse, drei Bedingungen bei der Arbeit erfüllt zu sehen. Erstens, dass die Arbeit im Zeitmaß mäßig sei... zweitens, dass sie möglichst angenehm ist und Abwechslung bietet; drittens, dass sie möglichst ergiebig ist, weil davon das Maß der Arbeitszeit und das Maß der Genüsse abhängt.
August Bebel (1840-1913), deutscher Politiker, Mitbegründer der SPD

Man kann jedermann so durch Unruhen, Ängste, Überhäufung von Arbeit und Gedanken abmatten und schwach machen, dass er einer Sache nicht mehr Widerstand leistet, sondern schlussendlich nachgibt, - das wissen die Diplomaten und die Weiber.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Vor allem im Baugewerbe, in der Textilindustrie und auf dem Sektor der einfachen Dienstleistungen herrschen Praktiken, die an die Sklavenmärkte der Vergangenheit erinnern.
Hans Magnus Enzensberger (1929- ), deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer und Redakteur

Vor allem die wirtschaftlichen Eliten, die von den vielen Arbeitnehmern Flexibilität und Gehaltsverzicht verlangen, sollten die gleichen Maßstäbe für sich selber gelten lassen.
Wolfgang Thierse (1943- ), deutscher Politiker, SPD

  Arbeit und Arbeitssicherheit

Ob vom Kölner Dom, ob vom Zirkuszelt, ob vom Dach einer Dampfwäscherei: für den Arbeiter, der herunterfällt, ist das völlig einerlei.
Erich Kästner (1899-1974), deutscher Schriftsteller

  Arbeit und Arbeitsklima

Ich brauche Ruhe und Heiterkeit der Umgebung und vor allem Liebe, wenn ich arbeite.
Adalbert Stifter (1805-1868), österreichischer Schriftsteller

  Arbeit und Anforderung

Eine kleine Stelle, die du ganz ausfüllst, ist dein Ehrenplatz, die größte, der du nicht genügst, ein Pranger.
Otto von Leixner (1847-1907), deutscher Schriftsteller

  Arbeit und Lohn

Wenn jemand für euch arbeitet, dann zahlt ihm seinen Lohn noch am selben Tag.
AT, Leviticus 19,3

Kärgliches Brot ist der Lebensunterhalt der Armen, wer es ihnen vorenthält, ist ein Blutsauger. Den Nächsten mordet, wer ihm den Unterhalt nimmt. Blut vergießt, wer den Arbeitern den Lohn vorenthält.
AT, Jesus Sirach 34, 26-27

Ein Arbeiter ist seiner Speise wert.
NT, Matthäus 10,10

Ein Arbeiter bekommt seinen Lohn nicht als Geschenk, sondern weil er einen Anspruch darauf hat.
NT, Römer 4,4

Der Bauer, der die ganze Arbeit tut, soll als Erster seinen Teil von der Ernte erhalten.
NT, 2. Timotheus 2,6

Wie die Arbeit so der Lohn.
lateinisches Sprichwort

Die Arbeiter verkaufen ihre Arbeitskraft, aber nicht ihre Ehre.
albanisches Sprichwort

Jede Arbeit verdient ihren Lohn.
französisches Sprichwort

Gute Belohnung macht willige Arbeiter.
deutsches Sprichwort

Mäßiger Lohn gibt mäßige Arbeit.
US-amerikanisches Sprichwort

Zeit ist der Maßstab der Arbeit, wie Geld der Maßstab der Waren ist: Und Arbeit wird umso teurer, je weniger man eilt.
Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann, entwarf die Methodologie der Wissenschaften

Arbeitslohn, Gewinn und Rente sind die drei ursprünglichen Quellen aller Einkünfte sowohl als alles Tauschwertes. Jedes andere Einkommen wird endlich aus der einen oder anderen dieser drei Quellen hergeleitet.
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph, Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre

Wie der reichliche Arbeitslohn die Vermehrung der Volksmenge befördert, so vergrößert er auch den Fleiß des gemeinen Volkes. Der Arbeitslohn ist die Ermunterung des Fleißes, der, wie jede andere menschliche Eigenschaft, nach Proportion der erhaltenen Aufmunterung zunimmt.
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph, Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre

Denn welcher Absicht dient all die Mühseligkeit und all die lärmende Geschäftigkeit dieser Welt? Was ist der Endzweck von Habsucht und Ehrgeiz und der Jagd nach Reichtum, Macht und Vorrang? Ist es der, den natürlichen Bedürfnissen Genüge zu tun? Der Lohn des geringsten Arbeiters reicht aus, um diese zu befriedigen.
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph, Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre

Immer und überall ist teuer das, was schwer zu erlangen ist oder was zu beschaffen viel Arbeit kostet, und billig das, was leicht oder nur für sehr wenig Arbeit zu haben ist. Arbeit, die in ihrem eigenen Werte niemals schwankt, ist daher allein das letzte und wahre Standardmaß, wonach die Werte aller Waren immer und überall gemessen und mit dem sie infolgedessen verglichen werden können. Sie ist ihr wirklicher Preis; Geld ist nur ihr Nominalpreis.
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph, Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre

"Gutes Geld für gute Arbeit." Dies ist nicht mehr als eine Selbstverständlichkeit. Es ist das immerwährende Recht des Menschen.
Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Schriftsteller

Der beste und sicherste Lohn der Arbeit ist ihre Wirkung auf unseren eigenen Charakter.
Nikolaus Lenau (1802-1850), österreichisch-ungarischer Schriftsteller

Im Kommunismus arbeiten alle gemäß ihren Fähigkeiten und werden gemäß ihren Bedürfnissen entlohnt.
Pierre Joseph Proudhon (1809-1865), französischer Frühsozialist und Schriftsteller

Arbeitslohn wird bestimmt durch den feindlichen Kampf zwischen Kapitalist und Arbeiter.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Der Arbeitslohn ist die Summe des Geldes, die der Bourgeois für eine bestimmte Arbeitszeit oder für eine bestimmte Arbeitslieferung zahlt. Der Bourgois kauft also ihre Arbeit mit Geld. Für Geld verkaufen sie ihm ihre Arbeit.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu betrachteten Tätigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

In demselben Maße, in dem die Widerwärtigkeit der Arbeit wächst, nimmt der Lohn ab.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu betrachteten Tätigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt.
Friedrich Engels (1820-1895), deutscher Theoretiker des Sozialismus

Gleichmachung führt immer zu Benachteiligung: Im Interesse gleicher Arbeitsvergütung wird der beste Arbeiter dem schlechtesten gleich gestellt.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Es gibt gescheite Leute, die fortwährend sehr klug und anmutig über die "arbeitenden Klassen" schreiben und sich daran genug tun, dass ein schweres Tagwerk geistiger Arbeit sehr viel schwerer ist als ein schweres Tagwerk Handarbeit und daher auch ordnungsgemäß zu einem höheren Lohn berechtigt.
Mark Twain (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller

Der meisten Leute Fehler ist es, dass sie bei ihrem Berufe immer nur an den Lohn, nie an die Arbeit denken.
Peter Rosegger (1843-1918), österreichischer Schriftsteller

Ich halte es für meine Pflicht, dafür zu sorgen, dass der Lohnarbeiter, der kleine Produzent, der gewöhnliche Verbraucher seinen gerechten Anteil am Wohlstand der Geschäftswelt hat. Aber es sollte jedem klar sein, dass die Geschäfte erst einmal gut gehen müssen, bevor jemand Nutzen daraus ziehen kann.
Theodor Roosevelt (1858-1919), US-amerikanischer Politiker

Die Arbeit ist immer mehr wert als der Preis, den man für sie zahlt. Das Geld verschwindet, die Arbeit aber bleibt.
Maxim Gorki (1868-1936), russischer Schriftsteller

Dass der Arbeiter für seine Arbeit auch einen Lohn haben muss, ist eine Theorie, die heute allgemein fallen gelassen worden ist.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Der Staat ist verpflichtet, seine Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Er ist verpflichtet zu verhindern, dass Familienväter und Frauen arbeitslos werden, weil Fremdarbeiter zu niedrigen Löhnen ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen.
Oskar Lafontaine (1943- ), deutscher Politiker, Die Linke, früherer Ministerpräsident des Saarlandes und Kanzlerkandidat der SPD

Sozial ist nicht, was Arbeit schafft. Sozial ist, was Arbeit schafft, von der man leben kann.
Sigmar Gabriel (1959-), deutscher Politiker, SPD

Gutes Geld für gute Arbeit! (s.o.!)
Slogan des DGB

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
Solgan des DGB für gleiche Bezahlung von Leiharbeitern


Recht Lust auf Mehr! Equal Pay Day Kampagne des DGB
http://frauen.dgb.de/++co++d5a79e20-8bf4-11e2-b088-00188b4dc422/scaled/size/642


Abwandlung des ASPIRIN-Kopfschmerztabletten: Mindeslohn. Gegen Lohndumping und Armut trotz Arbeit
http://erlangen.verdi.de/++file++527205386f68443ff8000010/download/mindestlohn.jpg

  Arbeit und Urlaub

Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 10

Das Praktische am Urlaub ist, dass er einem nicht nur die Kraft gibt, die Arbeit wieder aufzunehmen, sondern einen auch derart pleite macht, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt.
anonymus

  Arbeit und Rente

Die Rente bleibt Alterslohn für Lebensarbeit.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

Wer eine Arbeit hinter sich hat, soll eine Aufgabe vor sich haben.
Horst W. Opaschowski (1941- ), deutscher Zukunftswissenschaftler und Berater für Politik und Wirtschaft

Bei der Verabschiedung in den Ruhestand wird mehr gelobt als im Verlaufe des ganzen Berufslebens.
Hermann Lahm (1948- ), deutscher Autor

  Arbeit und Arbeitszeit

Fronarbeit steht nicht in der Bibel.
sorbisches Sprichwort

Arbeit am Morgen ist Gold wert.
deutsches Sprichwort

Spinne am Abend: erquickend und labend; Spinne am Morgen: Kummer und Sorgen.
deutsches Sprichwort

Sechs Stunden sind genug für Arbeit. Die anderen Stunden sagen zum Menschen: lebe!
Lukian von Samosata (ca. 120 bis Ende des 2. Jh.), griechischer Satiriker syrischer Herkunft

Viele erledigt sich sogar besser in der Kühle der Nacht.
Vergil (70-19 v.Chr.), römischer Dichter

Es passt sich aber nicht, dass einer auf des andern Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohl lebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

In der Sonnenstadt sind die öffentlichen Dienste, Künste, Handwerke und Arbeiten unter alle verteilt, so dass auf den Einzelnen kaum vier Stunden treffen, die er zu arbeiten hat. Die übrige Zeit kann er mit angenehmem Studium, Disputieren, Lesen, Erzählen, Schreiben, Spazierengehen, geistigen und körperlichen Übungen und mit Vergnügen zubringen.
Tommaso Campanella (1568-1639),  italienischer Philosoph, Dominikaner, neulateinischer Dichter und Politiker

Denn wer nachts arbeite, genieße, wenn die andern früh zur Mühe gehen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Ich komme immer zu spät ins Büro, aber ich mache es wider gut, indem ich früher gehe.
Charles Lamb (1775-1834)

Diese wunderbare Welt ist eher erstaunlich als bequem, eher schön als nützlich und eher ein Gegenstand der Andacht als der Ausbeutung. Die Ordnung der Dinge sollte daher geändert werden: der siebte Tag sollte der Tag der Arbeit sein, der Tag, an dem wir unseren Lebensunterhalt im Schweiße unseres Angesichts verdienen. Die übrigen sechs Tage aber sollten der Sabbath der Liebe und der Seele werden - eine Zeit, in der wir durch diesen weiten Garten streichen, um uns den sanften Einflüsterungen und subtilen Eingebungen der Natur zu überlassen.
Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller

Zeit ist der Raum zu menschlicher Entwicklung. Ein Mensch, der nicht über freie Zeit verfügt, dessen ganze Lebenszeit - abgesehen von rein physischen Unterbrechungen durch Schlaf, Mahlzeiten usw. - von seiner Arbeit für den Kapitalisten verschlungen wird, ist weniger als ein Lasttier. Er ist eine bloße Maschine zur Produktion von fremdem Reichtum, körperlich gebrochen und geistig verroht.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Wer von seinem Tag nicht zwei drittel für sich selbst hat, ist ein Sklave, er sei übrigens wer er wolle: Staatsmann, Kaufmann, Beamter, Gelehrter.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Meiner Meinung nach ist es eine Schande, dass auf der Welt so viel gearbeitet wird.
William Faulkner (1897-1962), US-amerikanischer Schriftsteller

Mit Bezug auf die Arbeitsdauer bemerkt Villermé, dass die Sträflinge in den Bagnos nur 10 Stunden, die Sklaven auf den Antillen nur 9 Stunden durchschnittlich arbeiteten, während in Frankreich, das die Revolution von 1789 gemacht, das die pomphaften Menschenrechte proklamiert hat, es Manufakturen gibt, wo der Arbeitstag 16 Stunden dauert, von denen den Arbeitern 1 1/2 Stunden Esspausen bewilligt werden. In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Arbeit die Ursache des geistigen Verkommens und körperlicher Verunstaltung.
Paul Lafargue (1842-1911), französischer Sozialist, Schüler und Schwiegersohn von Karl Marx


35-Stunden-Woche für die Neuen Bundesländer (Forderung der IGM, Industriegewerkschaft Metall: Im Osten geht die Sonne auf
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/
tarif03/igm/vorspiel.html
 
30-Stunden-Woche (Forderung der DKP. Deutsche Kommunistische Partei)

http://dkp-online.de/uz/4502/s0204.htm


Wenn Gott auf der 5-Tage-Woche bestanden hätte, gäbe es heute keine Menschen.
Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

Wenn auf Erden niemand mehr gezwungen wäre, mehr als vier Stunden täglich zu arbeiten, würde jeder Wissbegierige seinen wissenschaftlichen Neigungen nachgehen können, und jeder Maler könnte malen, ohne dabei zu verhungern, und wenn seine Bilder noch so gut wären.
Bertrand Russell (1872-1970), walisischer Philosoph und Mathematiker

Der Weg zum Glück liegt in der organisierten Verbringung der Arbeitszeit.
Bertrand Russell (1872-1970), walisischer Philosoph und Mathematiker

Als ob das Spezialisieren und Organisieren der Arbeit, wo es unvermeidlich ist, für die Psyche des modernen Menschen nicht schon nachteilig genug wäre, wird es auch da noch erstrebt und ausgebildet, wo es entbehrlich sein würde.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Da die Dauer des Arbeitstages an sich einer der entscheidenden Faktoren für die Unterdrückung des Lustprinzips durch das Realitätsprinzip darstellt, ist die Verkürzung der Arbeitszeit bis zu einem Punkt, wo das bloße Arbeitsquantum die menschliche Entwicklung nicht mehr behindert, die erste Vorbedingung der Freiheit.
Herbert Marcuse (1898-1979), deutscher Philosoph

Die Arbeit dehnt sich aus, bis sie die Zeit ausfüllt, die für ihre Ausführung zur Verfügung steht.
Cyril Northcote Parkinson (1909-1993), englischer Historiker, Soziologe und Publizist

Gott schuf die Welt in sechs Tagen. Erst die Menschen erfanden die Fünftagewoche.
Peter Ustinov (1921- ), englischer Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller

Massenarbeitslosigkeit und Verlängerung der Lebensarbeitszeit sind gleichzusetzen mit dem Versuch, Hochwasser mit Dauerregen zu bekämpfen.
Heinz-Werner Meyer (1932-1994). deutscher Gewerkschafter, Vorsitzender des DGB

Welch bornierte Gesellschaft: Die einen zwingt sie zur Null-Arbeit, die anderen zur Voll-Arbeit. Wir leiden an einer Verkalkung der Arbeitszeit und einer Erstarrung der Tarifverträge.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister


NEIN zum 24 Std-Arbeitstag!
http://sonntagsallianz.ch/

Sobald Erwachsene nicht länger als fünf Stunden in ihren Büros und Fabriken sein müssten, gäbe es . . . keinen Grund mehr, Kinder länger als fünf Stunden in ihre Kindergärten und Schulen zu sperren.
Esther Vilar (1935-), argentinisch-deutsche Schriftstellerin

Ich fordere die 30-Stunden-Woche.
Heinz-Josef Bontrup (1953- ), deutscher Wirtschaftswissenschaftler

Aufgabe der Wirtschaft, abgesehen von der Güterproduktion, ist es, die Menschen von Arbeit zu befreien.
Werner Götz (1944- ), deutscher Unternehmer, Gründer von dm drogerie markt

  Arbeit und Mobilität

Die neue Berufswelt kann immer weniger das bieten, was in der Marktwirtschaft ohnehin Mangelware ist: Zugehörigkeit. Sie bietet keinen Verlass mehr, keine Sicherheit, keinen Zusammenhalt. Sie zwingt vielen ein bedingungsloses Nomadenleben auf, denn mit leichtem Gepäck reist es sich besser. Familiäre oder freundschaftliche Bindungen und die Verwurzelung in einem sozialen Umfeld sind Gift für die Karriere. Die neuen Zeiten verlangen nach strahlenden Siegertypen, bedingungslos und einsatzbereit, wo immer sie gebraucht werden - Fremdenlegionäre.
Axel Braig (1951- ), deutscher Philosoph

  Arbeit und Arbeitsteilung

Der höher stehende Mann wird nicht mit unwichtigen Dingen belästigt, ihm werden wichtige Angelegenheiten anvertraut. Dem gewöhnlichen Mann wird man keine wichtigen Dinge anvertrauen, aber er wird sich in kleinen Dingen auskennen.
Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.
Konfuzius (551-479 v.Chr.), chinesischer Philosoph

Lasst jedermann das tun, was er am besten versteht!
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Diese große, durch die Arbeitsteilung herbeigeführte Vervielfältigung der Produkte in allen verschiedenen Künsten bewirkt in einer gut regierten Gesellschaft jene allgemeine Wohlhabenheit, die sich bis zu den untersten Klassen des Volkes erstreckt.
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph, Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre

Jemand, der tagtäglich wenige einfache Handgriffe ausführt… verlernt, seinen Verstand zu gebrauchen und [wird] so stumpfsinnig und einfältig,,,, wie ein menschliches Wesen es nur eben werden kann.
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph, Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre

Die Arbeitsteilung dürfte die produktiven Kräfte der Arbeit mehr freisetzen als alles andere.
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph, Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre

Die Trennung der Berufe scheint zwar eine Verbesserung der Fertigkeiten zu versprechen… führt aber in gewissem Maße auch zu einer Auflösung der gesellschaftlichen Bindungen; sie ersetzt Erfindergabe durch bloße Formen und Regeln der Kunstfertigkeit und löst die Menschen aus der gemeinsamen Arbeit heraus, in der die Empfindungen des Herzens wie des Vorstandes auf das Glücklichste zur Anwendung kommen.
Adam Ferguson (1723-1816), schottischer Historiker und Sozialethiker der Aufklärung

Spezialisierung der Arbeit ist ein Produkt der Sklaverei. Es gibt keine Grenze der Spezialisierung.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Die Verteilung von Arbeit auf mehrere zerteilt stets die so arbeitenden Individuen. Die "division of labour" macht aus Individuen "Dividuen".
Günther Anders (1902-1992), österreichischer Philosoph und Schriftsteller

Der Spezialist ist der Mensch, der dazu vorbereitet ist, seinen Platz im Arbeitsplan der arbeitsteiligen menschlichen Gesellschaft auszufüllen.
Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), deutscher Physiker, Philosoph und Friedensforscher

Kleinlebewesen vermehren sich durch Zellteilung. Bürokraten durch Arbeitsteilung.
Jerry Lewis (1935- ), US-amerikanischer Musiker

  Arbeit und Arbeitsgeschwindigkeit

Hastige Arbeit, doppelte Arbeit.
chinesisches Sprichwort

Arbeit, die man gerne tut, ist schnell gemacht.
französisches Sprichwort

Arbeit in Ruhe zu leisten ist Zeitgewinn.
Emil Oesch (1894-1974), Schweizer Verleger

Die meisten Menschen richten sich nicht durch das Tempo ihrer Arbeit zugrunde, sondern durch das Tempo ihrer Erholung.
Norman White (20. Jh.), US-amerikanischer Künstler für neue Medien

  Arbeit und Mechanisierung/Automatisierung

Ein Sklave ist jeder, der etwas verrichten muss, was durch tote Kräfte sollte bewirkt werden können.
Friedrich Schleiermacher (1768-1834), deutscher protestantischer Theologe, Altphilologe, Philosoph, Publizist, Staatstheoretiker und Pädagoge

Die Einführung der neuen Maschinerie ist es, die die menschliche Arbeit, die Quelle des Reichtums der Völker, entwertet und zum großen Teil verdrängt. Die Arbeiter sind nicht imstande, die Konkurrenz der Maschine auszuhalten.
Robert Owen (1771-1858), walisischer Unternehmer und Frühsozialist

Lassen wir doch die Schwätzer davon reden, die Menschheit werde ihr Glück durch Wissenschaft, Arbeit und Verkehr erringen und das goldene Zeitalter werde anbrechen, das übrigens, bräche es an, zum Speien wäre.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Und solange es Wettbewerb gibt, wird es auch Menschen geben, die auf der Strecke bleiben, und daher können keinerlei philanthropische Institutionen und keinerlei Verbesserung der Lage der Arbeiter diese auf der Strecke Bleibenden beseitigen.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Man muss die Erleichterung der Arbeit nicht zu teuer kaufen.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück.
Gottfried Benn (1886-1956), deutscher Dichter

Worauf heutige Unternehmer aus sind, und das nicht nur in der kapitalistischen Welt, ist nicht Arbeitslosigkeit des Arbeiters, sondern Arbeiterlosigkeit ihrer Betriebe.
Günther Anders (1902-1992), österreichischer Philosoph und Schriftsteller

Technisiert die Welt so vollkommen, wie sie nur technisiert werden könnte, und es wird, wohin ihr euch auch wendet, eine Maschine geben, die euch die Möglichkeit versperrt, zu arbeiten - das heißt, zu leben.
George Orwell (1903-1950), englischer Schriftsteller

Der Mensch verschwindet aus der Arbeitswelt, wie das Pferd aus der Landwirtschaft verschwunden ist.
Wassily Leontief (1905-1999), russischer Wirtschaftswissenschaftler

Wenn die Maschine billiger ist als die Arbeitskraft, hat die Maschine mehr Chancen, Menschen zu ersetzen.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister


Irgendwas lief schrecklich falsch - Die Entwicklung vom Affen über den "Homo erectus", den aufrecht gehenden Menschen zum buckeligen Computernutzer
http://thecommonloon.blogspot.de/2008_07_01_archive.html

  Arbeit und Organisation

Als ob das Spezialisieren und Organisieren der Arbeit, wo es unvermeidlich ist, für die Psyche des modernen Menschen nicht schon nachteilig genug wäre, wird es auch da noch erstrebt und ausgebildet, wo es entbehrlich sein würde.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Subordiniert - das ist die schlechte Arbeit von gestern. Koordiniert - das ist die gute Arbeit von morgen.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Eine gute Privatsekretärin (abgekürzt "PS") lenkt die Fäden und die Arbeitseinteilung so, dass der Chef und sie selber abends um fünf Uhr fix und fertig sind.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Und munter schmiert das ganze Volk, statt zu arbeiten, weiter Formulare.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Das Kennwort der Organisationsideologie lautet "totale Planung"; in ihrer Extremform möchte sie alles menschliche Leben nach dem Muster der Organisation, also des Heeres oder des kapitalistisch durchrationalisierten Betriebes gestalten. Die völlige Verwirklichung dieses Fehlideals wäre die "totale" Arbeitswelt, in welcher alle Formen und Gebilde menschlichen Zusammenlebens verstanden und gestaltet werden als Funktionen des rational gesetzten, allbestimmenden Staatszweckes… Das würde die Zerstörung alles Privaten bedeuten, die Verneinung aller persönlicher Freiheit und die Aufhebung alles über-rationalen, in sich ruhenden Gemeinschaftslebens.
Josef Pieper (1904-1997), deutscher Philosoph

Die ideale Arbeitsorganisation, die gewährleistet, dass jeden Abend die maximale Anzahl gutgefertigter Produkte und zufriedene Arbeiter die Fabriken verlassen.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin

Angestellte schaffen sich gegenseitig Arbeit.
Cyril Northcote Parkinson (1909-1993), englischer Historiker, Soziologe und Publizist

Management nennt man die Kunst, drei Leute dazu zu bringen, die Arbeit von drei Leuten zu verrichten.
William Faulkner (1897-1962), US-amerikanischer Schriftsteller

  Arbeit und Glaube

Tut eure Arbeit gern, als wäre sie für den Herrn und nicht für den Menschen.
NT, Kolosser 3,23-24

Jeder Tag ist schön, an dem deine Arbeit gelingt. Mögest du viele schöne Tage haben. Möge dir die Arbeit nie zu schwer werden, und mögest du die Früchte deiner Anstrengungen ernten.
irischer Segenswunsch

Möge Gott dir immer geben, was du brauchst: Arbeit für deine fleißigen Hände, Nahrung für deinen hungrigen Leib, Antworten für deinen fragenden Geist, Freude und Liebe für dein warmes Herz und Frieden für deine suchende Seele.
irischer Segenswunsch

Alle ehrliche Arbeit ist gut. Gott gab die Vernunft, den Schöpfer zu erkennen und zu ehren, Gut und Böse, Recht und Unrecht zu unterscheiden; aber auch in irdischer Sphäre - wie viel bewirkt da nicht der Menschen Geist!
Aurelius Augustinus

Gut zu leben, heißt, gute Arbeit Arbeit zu leisten.
Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph

Dann erst sind sie wahrhaft Mönche, wenn sie von ihrer Hände Arbeit leben.
Benedikt von Nursia (480-547), italienischer Mönchsvater, Gründer des Benediktinerordens

Gott geht dann in das Haus ein, wenn die Seele nicht nur in seiner Liebe meditiert, sondern Tag und Nacht auch darin arbeitet.
Birgitta von Schweden (1303-1373), schwedische Adelige, Beraterin von Adeligen und Päpsten

Alle Arbeit ist nichts anderes als ein Finden und Aufheben der Güter Gottes.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Nein, echte Frömmigkeit verdirbt nichts; im Gegenteil, sie macht alles vollkommen. Verträgt sie sich nicht mit einem rechtschaffenen Beruf, dann ist sie gewiss nicht echt.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Das schönste Geschenk, das Gott den Menschen gab, war die Notwendigkeit zu arbeiten.
Voltaire (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Nichts auf der Welt wird mich dazu bringen, vor Verzweiflung meine Arbeit aufzugeben. Ich fasse Mut in meinem Gott und mache weiter.
David Livingston (1813-1873), englischer Missionar und Afrikaforscher

Ja, das Mönchsleben birgt viel Gutes in sich: Vor allem sind Verlockungen beseitigt und ist die Zeit mit unschädlichen Gebeten ausgefüllt. Das ist vortrefflich, aber warum sollte man seine Zeit nicht mit Arbeit ausfüllen, die dem Menschen ansteht mit Arbeit zur eigenen und der Ernährung anderer?
Leo Tolstoi
(1828-1910), russischer Dichter

Nicht für die Zeit wollen wir arbeiten, sondern für die Ewigkeit.
Friedrich von Bodelschwingh
(1831-1910), deutscher evangelischer Theologe, Begründer der Bodelschwingschen Anstalten in Bethel

Lieben und arbeiten! - Lieben genügt nicht; lieben und arbeiten, das ist erst alles. Lieben, das ist der Samen; arbeiten heißt aufkeimen, auftreiben und Frucht geben.
Miriam vom gekreuzigten Jesus (1846-1878), syrische griechisch-melkitische Christin, Selige

Den ganzen Bauplan Gottes zu durchschauen, geht über Menschenkönnen, aber jeder Gläubige erkennt durch seinen Glauben etwas vom Teil des großen Werkes, zu dem gerade er verwendet werden soll. Er ist da für sein Volk, für seinen Beruf, für seine Familie, für seinen Ort, für diese oder jene Angelegenheit.
Friedrich Naumann (1860-1919), deutscher evangelischer Theologe und Politiker, christlich-soziale Bewegung

Die Gegenwart Gottes bei keiner Arbeit, bei keinem Verkehr mit den Menschen zu verlieren, das muss unser Ziel sein.
Hildegard Burjan (1883-1933), österreichische Sozialpolitikerin und die Gründerin der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis

Man kann nicht so an Gott denken, wie der Christ es soll, und zugleich Kopf und Herz vom Beruf, von der Gesellschaft, von Sorge und Genuss beherrschen lassen.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph

Viele Menschen betrachten Gott als Hausangestellten: Sie möchten, dass er die Arbeit für sie verrichtet.
François Mauriac (1885-1970)

Die Arbeit ist das Gebet der Sklaven; das Gebet ist die Arbeit der freien Menschen.
Léon Bloy (1846-1917), französischer Dichter und Sprachphilosoph

Christ-Sein ist eine wahre Berufung zu einem wahren Beruf; es heißt zu einer Arbeit berufen sein, die nur von einem allein getan werden kann.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin und Mystikerin

Die neuen Häuser in der Stadt, die zum Bersten voll sind; das Rathaus, das mit seinen Aktivitäten, Einrichtungen und Veränderungen in immer neuen Wandlungen erscheint; die Kindergärten, Grund- und Berufsschulen; das Arbeitsamt, die Parkanlagen und Sportstadien: alles schweigt auf der ganzen Linie von Gott, und zwar so total, dass ich mich dabei ertappe, die Passanten anzublicken, ob nicht wenigstens eine Spur von Staunen bei ihnen zu entdecken ist. Doch die Leute, die meinen Weg kreuzen, sind nicht erstaunt.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin und Mystikerin

Wie beweise ich meine Liebe zu Gott? Indem ich die Arbeit, die mir aufgetragen ist, gut verrichte, indem ich einfach das tue, was Gott mir anvertraut hat, ganz gleich wie das aussieht.
Mutter Teresa (Agnes Gonxha Bojaxhiu) (1910-1997), albanische Ordensschwester unter den Armen in Indien, Friedensnobelpreisträgerin

In der heiligen Kommunion haben wir Christus in der Gestalt von Brot. In unserer Arbeit finden wir ihn in der Gestalt von Fleisch und Blut. Es ist derselbe Christus. Ich war hungrif, ich war nackt, ich war krank, ich war obdachlos.
Mutter Teresa (Agnes Gonxha Bojaxhiu) (1910-1997), albanische Ordensschwester unter den Armen in Indien, Friedensnobelpreisträgerin

Unser geistliches Wachstum als Christen ist wichtiger als unsere berufliche Fortbildung als Klempner, Sachbearbeiter oder Software-Entwickler.
Brennan Manning (1934- ), US-amerikanischer ehemaliger Franziskaner und Priester

  Arbeit und Gebet

Wer arbeitet und Mühe liebt, dem hilft Gott.
estnisches Sprichwort

Arbeite, als ob du ewig zu leben hättest, bete, als ob du heute Nacht sterben müsstest.
ukrainisches Sprichwort

Bete und arbeite (und lese). (Ora et labora (et lege))
Wahlspruch der Benediktiner


Benedikt von Nursia Fresko in der Kirche von Subiaco, Italien 15. Jh.
http://pfarrverband-reuland.blogspot.de/2011/07/hl-benedikt-von-nursia-jeder-soll-auf.html

Alles zur größeren Ehre Gottes (Omnia in majorem Dei gloriam)
Wahlspruch der Jesuiten

Immer wenn du allein bist, dann erfülle dreierlei mit großer Sorgfalt: die Arbeit deiner Hände, die Psalmenlesungen und deine Gebete.
Antonius der Große (241-356), ägyptischer Mönchsvater

Wir werden aber auch dann unsere Seele gesammelt halten, wenn wir bei jeder Arbeit Gott um ihren guten Fortgang bitten, ihm dafür danken, dass er uns zu arbeiten gebeten hat, und den Zweck, nämlich ihm zu gefallen, nicht aus dem Auge lassen.
Basilius der Große von Cäsarea (um 330-379), kleinasiatischer Asket, Bischof und Kirchenlehrer

Und die Brüder, die arbeiten können, sollen arbeiten und das Handwerk ausüben, das sie verstehen, wenn es nicht gegen das Heil der Seele ist und ehrbar ausgeübt wird.
Franz von Assisi (1181-1226), italienischer Gründer des Franziskanerordens, Heiliger

Für Wunder muss man beten, für Veränderungen muss man arbeiten.
Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph

Wenn du Gott bei der Arbeit im Stalle weniger hast als im Hochamt, so hast du ihn nicht recht.
Meister Eckhart (um 1260-1328), deutscher Theologe und Philosoph

Wenn du Liebe hast, spielt es keine Rolle, ob du Kathedralen baust oder in der Küche Kartoffeln schälst.
Dante Alighieri (1265-1321), italienischer Dichter und Philosoph

Wer treu arbeitet, betet doppelt. Wer untreu arbeitet, flucht doppelt.
Wer treulich arbeitet, der betet zwiefältig. Aus dem Grunde, dass ein gläubiger Mensch in seiner Arbeit Gott fürchtet und ehret und an seine Gebote denkt.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Denke daran, dass selbst wenn du in der Küche bist, sich Gott zwischen den Töpfen bewegt.
Theresia von Avila (1515-1582), spanische Mystikerin, reformierte den Karmeliterorden, Heilige

Arbeit, Gebet, Mahl, Schlaf, Spiel sind die fünf Finger unserer Lebenshand.
William Shakespeare (1564-1616), englischer Dichter

Du musst auch lernen, vom Gebet zu jeder Arbeit überzugehen, die dein Beruf und Stand verlangen, auch wenn sie weitab von den Affekten deiner Betrachtung liegt. So muss der Rechtsanwalt nach der Betrachtung an die Prozessrede gehen, der Kaufmann zu seinem Geschäft.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Die echte Frömmigkeit schadet keinem Beruf und keiner Arbeit; im Gegenteil, sie gibt ihnen Glanz und Schönheit. ... So wird auch jeder Mensch wertvoller in seinem Beruf, wenn er die Frömmigkeit damit verbindet.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Eine halbe Stunde Meditation ist absolut notwendig, außer, wenn man sehr beschäftigt ist, dann braucht man eine ganze Stunde.
Franz von Sales (1567-1622), französischer katholischer Theologe, Gründer des Salesianerinnenordens, Bischof, Heiliger

Arbeite, als ob du hundert Jahre alt werden würdest, bete, als ob du morgen sterben würdest.
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Das Werk, glaubt mir, das mit Gebet beginnt, das wird mit Heil und Sieg und Ruhm sich krönen.
Heinrich von Kleist (1777-1811), deutscher Dramatiker und Erzähler

Beten heiligt die Arbeit.
Jeremias Gotthelf (1797-1854), Schweizer Schriftsteller

Wer sich des Lebens freuen will, muss arbeiten und beten.
Robert Reinick (1805-1852), deutscher Maler und Dichter

Zum Richten sind wir nicht da, sondern zum Beten und Arbeiten.
Adolf Kolping (1813-65), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Tu was Du kannst, und Gott tut das Übrige; er lässt Dich nicht im Stich, wenn Du für ihn arbeitest.
Johannes Bosco (Don Bosco) (1815-1888), italienischer Priester und Sozialpädagoge

Nicht sinnen und sorgen, sondern bitten und arbeiten ist in allen schwierigen Verhältnissen das Richtige.
Carl Hilty (1833-1909), Schweizer Jurist

Wenn wir arbeiten, arbeiten wir, aber wenn wir beten, arbeitet Gott.
A. J. Gordon (1836-1895), US-amerikanischer evangelikaler Theologe

Bete, aber arbeite, leide, aber hoffe, das eine Auge auf die Erde gerichtet, das andere auf die Sterne. Nicht sich niederlassen und festsetzen, denn es ist ja eine Fußwanderung; kein Heim, sondern eine Station; die Wahrheit suchen, denn die gibt es, aber nur an einer Stelle, bei dem Einen, der selber der Weg, die Wahrheit und das Leben ist!
August Strindberg (1849-1912), schwedischer Dichter

Du kannst beten, während du arbeitest. Die Arbeit hält das Gebet nicht auf und das Gebet nicht die Arbeit auf.
Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer katholischer Theologe, Geologe und Anthropologe

Es gibt Menschen, die unter der Überschätzung der äußeren Arbeit leiden. Dabei ist es absolut möglich, trotz großer äußerer Arbeit innerlich Fortschritte und die Arbeit zu einem Gebet zu machen.
Hildegard Burjan (1883-1933), österreichische Sozialpolitikerin und die Gründerin der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis

Es geht nicht anders: Meine Sendung, meine Arbeit, mein Leben müssen ein Ganzes sein, und ich muss dieses Ganze zu ihm emporheben. Die Übungen der Frömmigkeit allein werden mich nicht retten. Das christliche Leben ist immer ein ungeheures Wagnis, lieber Freund, und nicht ein erbaulicher Trick.
Georges Bernanos (1888-1948), französischer Dichter, Künder einer geistigen Erneuerung

Wir sind echte Laien, die keine anderen Gelübde haben als unser Taufversprechen und seine Wirklichkeit und die Wirklichkeit unserer Firmung. Die Arbeit dient uns als "Ort" unseres Zeugnisses für das Evangelium, als Feld der Begegnung mit unseren Mitmenschen.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin und Mystikerin

Du kannst beten, während du arbeitest. Die Arbeit hält das Gebet nicht auf und das Gebet nicht die Arbeit auf.
Mutter Teresa (Agnes Gonxha Bojaxhiu) (1910-1997), albanische Ordensschwester unter den Armen in Indien, Friedensnobelpreisträgerin

Der Teufel lacht oft, wenn wir arbeiten, aber er erbebt, wenn wir beten.
Corrie ten Boom (1892-1983), niederländische Christin, Gründerin einer Untergrundorganisation, die während der deutschen Besatzung zahlreiche Juden vor den Nazis rettete

Ein Christ betet, als würde alles von Gott abhängen. Und er arbeitet, als würde alles von ihm anhängen.
Chiara Lubich (1920- ), italienische Lehrerin, Begründerin der Fokoloarbewegung

Bete und arbeite, sagte Benedikt von Nursia. Mach auch die Arbeit zum Gebet, sagte Luther. Bete um Arbeit, sagte Pfarrer N. zum Arbeitslosen.
Kurt Marti (1921- ), Schweizer reformierter Theologe und Schriftsteller

Bitte um Gottes Segen für deine Arbeit. Erwarte aber nicht auch noch, dass er sie für dich tut.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

Damit dein Gebet wahrhaftig sei, musst du in harter Arbeit stehen. Begnügst du dich mit dilettantischer Lässigkeit, so wärest du unfähig, wirklich Fürbitte zu tun. Dein Gebet findet zur Ganzheit, wenn es eins ist mit der Arbeit.
Regel von Taizé

  Arbeit und Seelsorge

Bei Anstellung der Geistlichen in Fabrikorten ist auf deren Willen und Befähigung, sich um das Wohl des Arbeiters zu kümmern, besonders Rücksicht zu nehmen. Den größten Erfolg dürfte man sich wohl von dem Wirken eines Mannes versprechen, der es sich zur Lebensaufgabe macht, für die Arbeiter da zu sein, was der selige Kolping für die Gesellen gewesen.
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Die Kirche muss das Interesse für den Arbeiterstand vornehmlich beim Klerus wecken.
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Nun aber ist's hohe Zeit, dass das Christentum leibhaftig wieder von Tür zu Tür getragen wird, auch in die Werkstätten hinein.
Adolf Kolping (1813-65), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Was nützt die Predigt des Evangeliums bei Menschen, deren ganze Aufmerksamkeit auf den verrückten, verzweifelten Kampf ums überleben gerichtet ist.
William Booth (1829-1912), englischer Sozialarbeiter und Seelsorger, Methodist, Gründer der Heilsarmee

Der Pastor hat seinen Platz neben den Arbeitern, bei den Geplagten und Leidenden.
Grigory Spiridonovich Petrov (1866-1925), russischer orthodoxer Priester und Publizist, religiöser Sozialist

Die Kirche ohne die Arbeiterklasse ist nicht mehr die Kirche Christi, "Ich bin gesandt, den Armen das Evangelium zu predigen... Mich dauert das Volk!"
Joseph Cardijn (1882-1967), belgischer Kardinal, Begründer der christlichen Arbeiterjugend CAJ

Die ersten und unmittelbaren Apostel der Arbeiter müssen die Arbeiterinnen und Arbeiter selbst sein.
Joseph Cardijn (1882-1967), belgischer Kardinal, Begründer der christlichen Arbeiterjugend CAJ

Der Skandal geschäftsmäßiger Priester, kollektiven Wohlstandes, der Mangel eines Sinnes für Verantwortung für den Armen, den Arbeiter, den Neger, den Mexikaner, den Filipino und sogar die Unterdrückung dieser, und die Zustimmung zu ihrer Unterdrückung durch unsere kapitalistisch-industrialistische Ordnung - dies ließ mich oft fühlen, dass Priester mehr wie Kain als wie Abel waren: "Bin ich der Hüter meines Bruders?" schienen sie im Hinblick auf die soziale Ordnung zu sagen.
Dorothy Day (1897-1980), US-amerikanische Schriftstellerin, Mitbegründerin der "Catholic Worker"-Bewegung

Wie kann man - bei allem Respekt - einen Menschen dazu bringen, nach Gott zu dürsten, wenn er diesen Durst verloren hat und er sich mit Bier und Schnaps, Fernsehen und Auto, Computer und Sex zufrieden gibt?
Jaques Loew (1908-1999), französischer Arbeiterpriester

Wenn die Arbeiterpriester gehen oder nur noch am Rand der Kirche bleiben, bedeutet das, dass die Kirche wieder von den "Enden der Erde" weggerissen wird, an denen sie angekommen war; dass sie von den Menschen weggerissen wird, die dort leben und für die wir vor Gott einstehen müssen.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin und Mystikerin

Befreiungstheologie auf Deutsch: Lasst das Arbeitstier Mensch werden.
Walter Ludin (1945- ), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Autor

Unsere Fixierung auf Kompetenz, Effektivität und neue Lösungen ist ein Riesenhindernis für die Gemeindeerneuerung, denn sie lässt uns auf uns selber vertrauen und nicht auf Gott.
Magnus Malm (1951- ), schwedischer Theologe und Verleger

  Arbeit und Sonntagsruhe

Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk tun; aber der siebte Tag ist der Sabbat dem Herrn, deinem Gott: du sollst keinerlei Werk tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd, und dein Vieh und dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.
AT, Exodus 20,8-11

Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun, am siebenten Tage aber sollst du feiern, damit dein Rind und dein Esel ruhen und der Sohn deiner Sklavin und der Fremdling aufatmen können.
AT, Exodus 23,12

Der Sonntag ist für Gott, der Werktag für die Arbeit.
estnisches Sprichwort

Soll die Arbeit dir gedeihen, musst du Gott den Sonntag weihen.
deutsches Sprichwort

Alles tun zu seiner Zeit; Sonntagsarbeit nicht gedeiht!
deutsches Sprichwort

Sonntagsarbeit macht nicht reich.
italienisches Sprichwort


Weltkulturerbe Sonntag. NEIN zur Ausdehnung der Sonntagsarbeit.
(Wegen der roten Farbe heißen die Sonn- und Feiertage im Englischen red letter days)

http://www.thebe.ch/werktagschristinnen_d.html

Die lange Erfahrung eines arbeitsvollen Lebens hat mir die tiefe Überzeugung eingeprägt, dass die Abwechslung von Arbeit und Muße, welche durch das Institut des Sonntags geheiligt ist, eine Notwendigkeit für den Geist und Körper des Menschen ist, und ich glaube, es ist unerlässlich, dem Volke die Erquickung eines Ruhetags zu geben.
William Gladstone (1809-1898), englischer Politiker, Premierminister

Sieben Prozent kennen keine Pause, keine Religion; sie arbeiten des Nachts und Sonntags, und sogar an Regentagen.
Josh Billings (1818-1885), US-amerikanischer Schriftsteller

Nicht das weiht den Sonntag, dass du an ihm nichts arbeitest, sondern das weiht ihn, dass du an ihm Gott ganz besonders für dich und in dir arbeiten lässt.
Hermann von Bezzel (1861-1917), deutscher evangelischer Theologe

Der Tag der Ruhe ist nicht ein natürliches, sondern ein geheiligtes Recht des Menschen. Es gibt keine Entproletarisierung ohne Sonntag, keinen Sonntag ohne Glauben, keinen Glaube ohne Messe.
Joseph Cardijn (1882-1967), belgischer katholischer Theologe, Kardinal, Begründer der christlichen Arbeiterjugend CAJ

Was kostet uns der Sonntag? Die Frage selbst ist schon der entscheidende Anschlag auf den Sonntag. Der Sonntag ist nämlich gerade dadurch Sonntag, dass er nichts kostet und - im ökonomischen Sinne - nichts bringt. Die Frage, was sein Schutz als arbeitsfreier Tag kostet, setzt nämlich voraus, dass wir gedanklich den Sonntag bereits in einen Arbeitstag verwandelt haben.
Robert Spaemann
(1927- ), deutscher Philosoph

Wir können den Sonntag nicht aufgeben, denn die Leute brauchen, wenn sie fünf oder sechs Tage gearbeitet haben, ihre Ruhe.
Heiner Geißler (1930- ), deutscher Politiker und Autor, CDU

 

 
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© Dr. Martin Weimer