"Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg
Weltweite Werte
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Werteverfall, Wertrelativismus, Umwertung der Werte - Werteverfall in Wirtschaft und Gesellschaft

Wehe denen, die das Böse gut heißen und das Gute böse; welche Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis.
Altes Testament, Jesaja 5,20

Ich weiß, dass du weder heiß noch kalt bist. O, dass du doch heiß oder kalt wärest! So aber weil du lau bist, will ich dich aus meinem Munde ausspeien.
Neues Testament, Geheime Offenbarung des Johannes 3,15

Unsere Zeit ist eine Zeit religiösen Verfalls. Die permanente Vitalität des Religiösen ist verloren gegangen, die Volksmasse ist entweder abergläubisch oder religiös gleichgültig geworden. Politische Führer sind Heuchler; die Jugend steht in einem offenen Konflikt mit der Autorität der Vergangenheit, man experimentiert mit orientalischen Religionen und Meditationstechniken. Der größte Teil der Menschen ist vom Verfall der Zeiten ergriffen
Publius Cornelius Tacitus (55-116), römischer Geschichtsschreiber

Wer bist du? Wohin gehst du? Was machst du, der du nur einmal lebst, was machst du aus dir?
Bernhard von Clairvaux (1091-1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe

Daran erkenne ich den gelehrten Herrn! Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern, was ihr nicht fasst, das fehlt euch ganz und gar, was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr, was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht, was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht!
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Ich fürchte wirklich, dass die meisten so genannten Christen… so leben, wie sie leben würden, wenn sie das Christentum für eine Fabel hielten. Sie befriedigen ihre Wünsche, sie führen ein ruhiges und geordnetes Leben, denn das ist ihr Interesse und ihr Geschmack. Aber sie wagen nichts, riskieren nichts, opfern nichts, geben nichts auf um des Glaubens willen.
John Henry Newman (1801 - 1890), englischer Theologe, anglikanischer Pfarrer, später katholischer Kardinal, bedeutender Publizist

Ohne auf Gott als den absoluten Grund zurückzukehren, ist es schlechterdings unmöglich, ein Prinzip zu finden, welches dem ethischen Gesetz eine ausreichende Sanktion erteilte, die es über jeden Zweifel herausgerückt erscheinen ließe; ohne göttliche Sanktion ist die Allgemeinheit und unbedingte Verbindlichkeit des Sittengesetzes eine Illusion.
Eduard von Hartmann (1842-1906), deutscher Philosoph

Je mehr ihr mir sagt und mich zu überzeugen sucht, dass es nichts Absolutes in dieser Welt und in unserem Himmel gebe, dass Wahrheit und Gerechtigkeit und Schönheit Menschenwerk seien, umso tiefer überzeugt ihr mich davon, dass es also Sache des Menschen ist, sie zu erhalten, und dass seine Ehre auf dem Spiel steht. Der Mensch ist verantwortlich vor Gott.
André Gide (1869-1951), französischer Schriftsteller

In der Menschheit ist die große Krisis ihrer Kulturen und ihrer Kultur, die eine Krisis des Menschen ist, immer deutlicher angebrochen. Alle Urbindungen scheinen sich zu lösen, aller Urbestand sich zersetzen zu wollen. Der Mensch kostet, wie er sagt, das Nichts und lässt es auch noch auf seiner Zunge zergehen; oder er füllt den des Sinns entleerten Raum des Daseins mit der Masse der Programme.
Martin Buber (1878-1965), jüdischer deutscher Religionsforscher und Religionsphilosoph

Die philosophische Hauptkrankheit unserer Zeit ist ein intellektueller und moralischer Relativismus (und der letztere beruht wenigstens zum Teil auf dem ersteren),. Unter Relativismus ... verstehe ich hier kurz gesagt die Theorie, dass die Wahl zwischen konkurrierenden Theorien willkürlich ist, da es entweder so etwas wie eine objektive Wahrheit nicht gibt; oder, falls es sie gibt, es keine Theorie gibt, die wahr ist oder ... der Wahrheit näher kommt als eine andere Theorie; oder, im Falle zweier oder mehrerer konkurrierender Theorien, dass es keinen Weg und keine Mittel gibt, zu entscheiden, ob eine von ihnen besser ist als eine andere.
Karl Raimund Popper (1902-1994), österreichisch-britischer Philosoph

Nicht alles, was zählt kann gezählt werden, und nicht alles was gezählt werden kann zählt.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Aber ich weiß, dass nichts, was für den Menschen wahrhaft von Bedeutung ist, sich errechnen, wägen, messen lässt. Die wahre Weite hat nichts mit dem Auge zu tun, sie offenbart sich nur dem Geist.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Die heutige Umkehrung des Denkens zeigt sich mitunter in einer besonders hinterlistigen Form: Die Dinge werden auf den Kopf gestellt, indem man das moralisch Gute als sozialen Konformismus hinstellt. Als Helden des Tages gelten diejenigen, die sich gegen die überlieferten Werte stellen. Dafür spricht man denen, die diese Werte achten, die Glaubwürdigkeit ab.
Jean Daniélou (1905-1974), französischer katholischer Theologe, Jesuitenpater und Kardinal

Wahrheit als emphatische, menschlichen Irrtum überdauernde, lässt aber vom Theismus sich nicht schlechthin trennen. Sonst gilt der Positivismus… Nach ihm heißt Wahrheit Funktionieren von Berechnungen, Gedanken sind Organe, Bewusstsein wird jeweils so weit überflüssig, wie die zweckmäßigen Verhaltensweisen durch die es vermittelt war, im Kollektiv sich einschleifen.
Max Horkheimer (1895-1973), deutscher Philosoph und Soziologe

Alles ist erlaubt, wenn Gott nicht existiert, und demzufolge ist der Mensch verlassen, da er weder in sich noch außerhalb seiner eine Möglichkeit findet, sich anzuklammern.
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph

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Nur wie ein Schatten geht der Mensch einher, macht Lärm um ein Nichts, häuft zusammen und weiß nicht, wer einsammeln wird.
Altes Testament, Psalm 39,7

Es gibt überhaupt nur die eine Gerechtigkeit, die von der Natur stammt; leitet man sie aus dem Nutzen her, so wird sie durch diesen Nutzen auch wieder umgestoßen werden.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Was für ein Ende soll die Ausbeutung der Erde in all den künftigen Jahrhunderten noch finden? Bis wohin soll unsere Habgier noch vordringen?
Plinius der Ältere (23 od. 24-79 n.Chr.), römischer Philosoph

Lebende Geschöpfe dürfen wir nicht wie Schuhe Töpfe und Pfannen behandeln, die wir fortwerfen, wenn sie vom Dienst abgenutzt und abgetragen sind.
Plutarch (46-120), griechischer Philosoph und Geschichtsschreiber

Das Recht ist, wo das meiste Geld ist.
Lukian von Samosata (ca. 120 bis Ende des 2. Jh.), griechischer Satiriker syrischer Herkunft

Wir sorgen uns um Besitztümer für unsere Kinder. Aber um unsere Kinder selbst kümmern wir uns überhaupt nicht. Was für eine Absurdität ist das! Bilde erst richtig die Seele deines Sohnes und alles andere wird dir danach gegeben.
Johannes Chrysostomus (344-407), griechischer Kirchenlehrer und Patriarch von Konstantinopel

Wenn ich alle diese heutigen Gemeinwesen ringsherum vor meinem Geiste vorbeiziehen lasse, kann ich - so wahr mir Gott helfe - nichts anderes sehen als die reinste Verschwörung der Reichen, die unter dem Namen und Titel des Staates für ihren eigenen Vorteil tätig sind.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Man wagt sich nicht mehr zu zeigen, wie man ist, und unter diesem beständigen Zwang handeln alle Menschen, welche diese Herde, die man Gesellschaft nennt, bilden und sich in einerlei Umständen befinden, immer einförmig, wenn nicht mächtigere Beweggründe sie davon abhalten.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Bedenke bei jedem Anschaffen und benutzen eines Gegenstandes, dass dieser ein Produkt menschlicher Arbeit ist und dass Du, indem Du ihn verbrauchst, zerstörst, beschädigst, diese Arbeit zerstörst und damit Menschenleben verbrauchst.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Die sieben sozialen Sünden der Gesellschaft: Reichtum ohne Arbeit, Genuss ohne Gewissen, Erkenntnis ohne Charakter, Geschäft ohne Moral, Wissenschaft ohne Menschlichkeit, Religion ohne Opfer, Politik ohne Prinzipien.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben erkennt keine relative Ethik an. Als gut lässt sie nur Erhaltung und Förderung von Leben gelten. Alles Vernichten und Schädigen von Leben, unter welchen Umständen es auch erfolgen mag, bezeichnet sie als böse.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Die Saat des Skeptizismus ist aufgegangen. Tatsächlich besitzt der moderne Mensch kein geistiges Selbstvertrauen mehr. Hinter einem selbstsicheren Auftreten verbirgt er eine große geistige Unsicherheit. Trotz seiner großen materiellen Leistungsfähigkeit ist er ein in Verkümmerung begriffener Mensch.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Stille heilt, Lärm zertrümmert Gedanken und Gefühle.
Zenta Maurina (1897-1978), lettische Schriftstellerin

Die zerstörerischen Tendenzen nehmen meines Erachtens heute deshalb so zu, weil die Langeweile wächst, weil die Sinnlosigkeit des Lebens wächst, weil die Menschen ängstlicher werden, weil sie keinen Glauben an die Zukunft und keine Hoffnung haben.
Erich Fromm (1900-1980), amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

In unserer Gesellschaft geht ein Gespenst um, das nur wenige deutlich sehen. Es ist nicht der alte Geist des Kommunismus oder des Faschismus. Es ist ein neues Gespenst: eine völlig mechanisierte Gesellschaft, die sich der maximalen Produktion und dem maximalen Konsum verschrieben hat und von Computern gesteuert wird.
Erich Fromm (1900-1980), amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Die Industriegesellschaft erzeugt viele nutzvolle Dinge und im gleichen Ausmaß viele nutzlose Menschen. Der Mensch ist nur noch ein Zahnrad in der Produktionsmaschinerie; er wird zu einem Ding und hört auf, ein Mensch zu sein.
Erich Fromm (1900-1980), amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Das Ziel der heutigen Gesellschaft ist nicht die Verwirklichung des Menschen. Das Ziel der heutigen Gesellschaft ist der Profit des investierten Kapitals.
Erich Fromm (1900-1980), amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Es gibt keine Freiheit ohne Gleichheit. Wenn die Bürger entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zur sozialen Verantwortung gezogen werden, hat das mit "Gleichmacherei" nicht das Geringste zu tun. Nebenbei: Kapitaleinkünfte, namentlich Zinseinkünfte, gelten richtigerweise als so genannte "leistungslose Einkommen". Wenn der Staat sie nicht entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zur Verantwortung zieht, ist das kein Beweis für besondere Leistungen der Begünstigten, sondern es handelt sich um Privilegien - und die sind als solche rechtfertigungsbedürftig.
Wolfgang Borchert (1921-1947), deutscher Dichter

Neoliberalismus ist die alte Strategie, den Wehrlosen das Regime der freien Marktwirtschaft aufzuzwingen und sich gleichzeitig auf Machpositionen zu stützen, um seine eigenen Interessen zu schützen.
Noam Chomsky (1928-), amerikanischer Linguist und Gesellschaftskritiker

Manche Menschen geben Geld aus, das sie nicht haben, für Dinge, die sie nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen.
Danny Kaye (1913-1987), amerikanischer Entertainer

Solange die Globalisierung nach dem gegenwärtigen Muster betrieben wird, läuft sie auf Entziehung demokratischer Gestaltungsrechte hinaus. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie auf Widerstand stößt, insbesondere bei denen, denen Mitspracherechte entzogen werden.
Joseph E. Stiglitz (1943-), US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger

 

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