Schlagworte des Zeitgeistes
   
... oder häufig verwendete Modeworte und Kampfbegriffe unserer Zeit kritisch hinterfragt

modern / Moderne / Modernität
fortschrittlich / Fortschritt / Fortschrittlichkeit
tolerant / Toleranz
Technik

neu
Diskriminierung
homophob / Homophobie
islamophob / Islamophobie
konservativ / Konservativismus
Tradition
Zeitgeist

  modern / Moderne / Modernität

Schlecht und modern! [entgegen der heutigen Definition "gut und modern"]
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Modern sein heißt, auf dem Wege sein, unmodern zu werden.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Erzählerin

Mit hundert Klecksen bemalt saßet ihr da ihr Modernen und alle Zeiten schwatzten durcheinander in euren Ansichten.
[ein anschaulisches Bild des Wertrelativismus der Moderne]

Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Modern ist, was man selbst trägt. Unmodern: was andere tragen. [auch Übertragbar von der Mode auf die Politik]
Oscar Wilde (1854-1900), englischer Schriftsteller irischer Herkunft

Nichts ist so gefährlich, wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen.
Oscar Wilde (1854-1900), englischer Schriftsteller irischer Herkunft

Ihr wärt modern? Dass doch die schlimme Verwechslung immer mehr gedeiht! Ihr lauscht des Tages lauter Stimme und überhört den Ruf der Zeit.
Ludwig Fulda (1862-1939), deutscher Bühnenautor und Übersetzer

Denn das Moderne hat die gleichen schnellen Beine wie die Mode. Alles hört eines Tages auf, modern zu sein, und dann fragt man sich nur mehr: "Ist die Sache gut gemacht?"
Willibrord Verkade (1868-1946), deutscher Benediktinermönch und Maler

Modern ist vorgestern.
Oskar Kokoschka (1886-1980), österreichischer Maler, Graphiker und Dichter

Der Moderne ist der Mensch, der vergisst, was der Mensch vom Menschen weiß.
Nicolás Gómez Dávila (1913-1994), kolumbianischer Philosoph
 

Wer behauptet, unsere wissenschaftlich-technische Zivilisation wird es auch in 10.000 Jahren noch geben, der behauptet etwas sehr Kühnes und extrem Unwahrscheinliches angesichts der Geschichte. Es ist diese Hybris, die das Projekt der Moderne bestimmt und uns verblendet.
Robert Spaemann (1927- ), deutscher Philosoph

Modern ist heute, wer den Glauben an die Moderne verloren hat.
Friedrich Niewöhner (1941-2005), deutscher Philosophiehistoriker

Der Zeitgeist ändert sich rasant. Vor 15 Jahren galt noch der als fortschrittlich, der für das rot-grüne Partnerschaftsgesetz war. Jetzt gilt nur noch der als fortschrittlich, der für die volle Gleichstellung der Homo-Ehe ist.
Dieter Sattler im Kommentar der Frankfurter Neuen Presse
http://www.fnp.de/nachrichten/meinung-der-redaktion/Homo-Ehe-Warum-so-handstreichartig;art743,2693660

Was hier mehrheitlich vollzogen wurde, ist die Schleifung eines Instituts. Denn mit dieser scheinbar fortschrittlichen Entscheidung wurde der "besondere Schutz von Ehe und Familie" (vgl. Art. 6 GG) aus den Angeln gehoben. Zur Frage, was die Ehe ist, äußerte sich das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2002 noch unmissverständlich: Die Ehe kann nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden. Denn der Ehe, so die Karlsruher Richter, wohne als Wesensmerkmal die Verschiedengeschlechtlichkeit der Partner inne.
https://www.caritas-regensburg.de/aktuelles/stellungnahmen/ehe-fuer-alle--eine-gewissensentscheidung
Ehe für alle FDP
https://www.fdp.de/position/ehe-fuer-alle

FDP: #EheFürAlle. Unser Land ist
heute freier, toleranter und moderner geworden#

Ehe für alle SPD
https://spdqueersh.de/ehe-fuer-alle/
SPD: Ehe für alle.
Haken dran


Ehe für alle Grüne
https://gruene-warburg.de/2017/05/22/gruene-streben-klage-vorm-bundesverfassungsgericht-an/
Bündnis 90 - Die Grünen:
Es ist genug Ehe für alle da.
Ehe für alle Linke
http://dielinke-hd.de/liebe-kennt-kein-geschlecht-und-keine-grenzen-ehe-fuer-alle/
Die Linke: Liebe kennt kein
Geschlecht und keine Grenzen!

Qu(e)erbeet -  fast alle Parteien im Parlament befürworten die "Ehe für alle" - FDP, SPD, Grüne, Linke - "in bunter Vielfalt"

Die "koalitionsfähigen Parteien" erklären die "Ehe für alle" zur Koalitionsbedingung. Martin Schulz, Kanzlerkandidat der der SPD: „Ich werde keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem die Ehe für alle nicht verankert ist
Noch-Kanzlerin Angela Merkel tritt die "Flucht nach vorne" an und gibt die "Ehe für alle" in einer noch schnell vor der Bundestatswahl einberufenen Sitzung zur "Gewissensabstimmung" (namentlich!) frei - mit folgendem Ausgang (interessant der "Grüne Block" der "Ja"-Sager, auch 75 CDU- und 7 CSU-Abgeordnete stimmten mit "Ja" - möglicherweise auch, weil Sie nicht als "unmodern" gelten wollten):
Abstimmungsergebnis Ehe für alle
Quelle: Spiegel

Die Ehe für alle ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem modernen Recht für eine moderne Gesellschaft.
Heiko Maas (1966-), deutscher Politiker, SPD, Justizminister https://de.wikipedia.org/wiki/Heiko_Maas

Und wer zu uns sagt: "Ihr seid ja von gestern", dem geben wir Recht. Doch wir fügen auch hinzu: "... aber eben deswegen sind wir auch von morgen!"
anonymus

  fortschrittlich / Fortschritt / Fortschrittlichkeit

"Fortschritt der Wissenschaft" heißt es ohne Unterlass, und niemand beschäftigt sich mit der Möglichkeit und Gefahr ihrer Degeneration.
Joseph Joubert (1754-1824), französischer Moralist

Der Fortschritt besteht nur in einer immer klareren Beantwortung der Grundfragen des Lebens.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Ohne einen entschiedenen Glauben und einen felsenfesten Moralkodex hat niemand Anspruch darauf, das Wort "Fortschritt" in den Mund zu nehmen.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller

Nicht nur ist das Zeitalter mit der geringsten Klarheit darüber, was Fortschritt ist, unser "Zeitalter des Fortschritts". Mehr noch ist Tatsache, dass die Menschen, die am wenigsten wissen, was Fortschritt ist, die "progressivsten" Menschen in unserem Zeitalter sind.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller


http://www.bund-rvso.de/fortschritt-innovation-wachstum.html

Trunken von den Fortschritten des Wissens und Könnens, die über unsere Zeit hineinbrachen, vergaßen wir, uns um den Fortschritt in der Geistigkeit der Menschen zu sorgen.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Der Fortschritt ist eine gute Sache, sofern man sich über die Richtung einig ist.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Technischer Fortschritt ist wie eine Axt in den Händen eines pathologischen Kriminellen.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Der Maßstab für Fortschritt ist nicht, wie viel wir dem Überfluss derjenigen hinzufügen, die ohnehin schon genug besitzen, sondern, ob es uns gelingt, denjenigen, die zu wenig besitzen, das zu geben, was sie zum Leben brauchen. [die Idee der Politik des "New Deal" ist unverändert aktuell]
Franklin Delano Roosevelt (1882-1945), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA

Fortschritt bedeutet, dass man die bekannten alten Sorgen gegen unbekannte neue, noch kompliziertere Sorgen eintauscht.
José Ortega y Gasset (1883-1955), spanischer Philosoph

Jetzt ist es der Mensch, der scheitert, weil er mit dem Fortschritt seiner eigenen Zivilisation nicht Schritt halten kann.
José Ortega y Gasset (1883-1955), spanischer Philosoph

Das Fortschreiten der technischen Mittel ist von einem Prozess der Entmenschlichung begleitet. Der Fortschritt droht das Ziel zunichte zu machen, das er verwirklichen soll - die Idee des Menschen.
Max Horkheimer (1895-1973), deutscher Philosoph und Soziologe

Noch ein wenig Fortschritt, dann wird die fühllose Natur das einzige beseelte Wesen auf unserem Planeten ein.
Karl Heinrich Waggerl (1897-1973), österreichischer Dichter und Erzähler

Den Jüngsten Tag der Zivilisation werden wir ihrem unaufhaltsamen Fortschritt verdanken.
Peter Bamm (1897-1975), deutscher Schiffsarzt, Essayist und Feulletonist

Wir alle wollen Fortschritt. Doch Fortschritt bedeutet, dem Ort näher zu kommen, an dem man sein will. Und wenn man falsch abgebogen ist, dann kommt man nicht näher heran, indem man weiter vorwärts geht. Wenn man auf dem falschen Weg ist, bedeutet Fortschritt, umzukehren und auf den rechten Weg zurückzugehen; und in diesem Fall ist der Mensch, der zuerst umkehrt der fortschrittlichste Mensch.
Clive Staples Lewis (1898-1963), englischer Schriftsteller

Es geht nicht darum, den technischen Fortschritt aufzuhalten oder zu drosseln, sondern darum, diejenigen Züge zu beseitigen, welche die Unterwerfung des Menschen unter den Apparat und die Steigerung des Kampfes ums Dasein verewigen.
Herbert Marcuse (1898-1979), deutscher Philosoph

Es gibt keinen Fortschritt ohne eine Bejahung des Bestehenden.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Fortschritt ist ambivalent. Er entwickelt zugleich das Potenzial der Freiheit und die Wirklichkeit der Unterdrückung.
Theodor Wiesengrund Adorno (1903-1969), deutscher Philosoph, Soziologe und Musiktheoretiker

Fortschritt ist der Übergang von Situationen, deren Nachteile man kennt, zu Situationen, deren Nachteile man noch nicht kennt.
Arnold Gehlen (1904-1976), deutscher Philosoph und Soziologe

Wir dürfen uns von einem erfindungswütigen Zeitalter nicht einreden lassen, es gebe nur eine Art des Fortschritts, nämlich den technischen.
Alexander Mitscherlich (1908-1982), deutscher Philosoph

Je höher das technische Niveau steigt, um so mehr verringern sich die Vorteile, die der Fortschritt mitbringen kann, im Verhältnis zu den Unannehmlichkeiten.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und Verfasserin religiöser Schriften

Noch ein paar Fortschritte und wir werden weitersehen.
Hans Magnus Enzensberger (1929- ), deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer und Redakteur

Gibt es einen wirklichen Fortschritt in der Entwicklung der Menschheit, der nicht auch und vor allem ein Fortschritt im Bereich des Menschseins wäre? Hängt die Verbesserung der Qualität unseres Lebens nur von technischen und zivilisatorischen Errungenschaften ab? Nicht auch von der Ernsthaftigkeit und dem Erfolg unserer Bemühungen unsere Welt gesünder, gerechter und friedlicher, dem Menschen entsprechender, also menschlicher zu machen?
Hermann Gmeiner (1919-1986), österreichischer Sozialpädagoge, Begründer der Kinderdörfer

Wird der Mensch der Technik nachwachsen?
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph

Der technologische Fortschritt hat uns lediglich mit wirksameren Mitteln zum Rückschritt versehen.
Aldous Huxley (1894-1963), englischer Philosoph, Journalist, Essayist und Romancier

Ab einem bestimmten Punkt wird der industrielle Fortschritt von der Notwendigkeit vorangetrieben, die wachsenden Probleme zu lösen, die er verursacht.
Nicolás Gómez Dávila (1913-1994), kolumbianischer Philosoph
 

Für den Modernen besteht das Fortschreiten darin, dem Menschen neue Bedürfnisse zu erfinden, die ihn noch weiter versklaven.
Nicolás Gómez Dávila (1913-1994), kolumbianischer Philosoph 

Bevor man etwas Neues bejubelt, sollte man bedenken, was dafür aufgegeben wird.
Wolfgang H. Lohmann

Uns werden ständig Fortschritte eingeredet, die sich in Wirklichkeit als schwerwiegende Rückschritte erweisen.
Karl Steinbuch (1917-2005), deutscher Informatiker

Ich denke, die Einsicht setzt sich überall durch, dass wir mit dem Fortschrittsglauben und dem dauernden Multiplizieren nicht weiterkommen.
Paul Watzlawick (1921- ), US-amerikanischer Psychiater und Schriftsteller österreichischer Herkunft

Mit Fortschritt bezeichnen gewisse Leute die Zerstörungen, die sie anrichten.
Aurel Schmidt (20. Jh.), schweizer Schriftsteller

Der traurigste Aspekt derzeit ist, dass die Wissenschaft schneller Wissen sammelt, als die Gesellschaft Weisheit.
Isaac Asimov (1920-1992), russisch-amerikanischer Biochemiker

Wenn geschrien wird "Es lebe der Fortschritt!", dann frage stets: "Der Fortschritt wessen?"
Stanislaw Jerzy Lec (1906-1966), polnischer Satiriker

Der ewige, allmächtige, allgütige Fortschritt, dieser große Gott der modernen Ideologien mit seinen strengen Geboten "Du sollst immer mehr, immer besser, immer schneller", hat sein fatales Doppelgesicht enthüllt und der Fortschrittsglaube seine Glaubwürdigkeit verloren.
Hans Küng (1928- ), schweizerischer katholischer Theologe

Der Begriff der Wahrheit ist praktisch aufgegeben und durch den des Fortschritts ersetzt worden. Der Fortschritt selbst "ist" die Wahrheit.
Joseph Ratzinger (1927- ), deutscher katholischer Theologe, Erzbischof von München und Freising, Kardinal, Papst Benedikt XVI.

Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt wird sich der Mensch für Gott halten, obwohl er nicht mehr sein wird, als bei seiner Geburt. Er wird immer zuschlagen, überwältigt von Wut und Eifersucht, doch sein Arm wird stark sein durch die Macht, die er ergriffen hat. Als blinder Prometheus wird er alles um sich herum zerstören können. Er wird in seiner Seele ein Zwerg bleiben und die Kräfte eines Riesen besitzen. Er wird mit Riesenschritten voranschreiten und nicht wissen, welchen Weg er nehmen soll. Sein Kopf wird schwer von Wissen sein, doch er wird nicht wissen, warum er lebt und stirbt.
Johannes von Jerusalem

Im Angesicht der Lüge gibt es keinen Fortschritt.
anonymus

  tolerant / Toleranz

Manche sind nur tolerant, weil sie zu bequem sind, eine eigene Meinung zu haben.
Niccolò Machiavelli (1469-1527), italienischer Schriftsteller und florentinischer Staatsdiener

Man wird zuletzt tolerant, denkt man, gegen die Menschen; aber man ist nur gleichgültig.
Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter) (1763-1825), deutscher Schriftsteller

Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten.
Wilhelm Busch (1832-1908), deutscher Dichter

Toleranz ist die Unfähigkeit, ja oder nein zu sagen.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Toleranz ist nicht Gleichgültigkeit gegen den eigenen Glauben, sondern tieferes Verständnis für ihn, reinere Liebe.
Mahatma Gandhi (Mohandas Karamchand G.) (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Toleranz ist ein anderes Wort für Gleichgültigkeit.
William Somerset Maugham (1874-1965), englischer Schriftsteller

Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.
Thomas Mann (1875-1955), deutscher Schriftsteller

Wenn man absolut, selbst gegen die Intoleranten, tolerant ist und die tolerante Gesellschaft nicht gegen deren Angriffe verteidigt, werden die Toleranten vernichtet, und mit ihnen die Toleranz.
Karl Popper (1902-1994), österreichisch-britischer Philosoph

Toleranz besteht nicht darin, dass man die Ansicht eines anderen teilt, sondern nur darin, dass man dem anderen das Recht einräumt, überhaupt anderer Ansicht zu sein. Andrerseits wird Toleranz aber auch dann missverstanden, wenn man soweit geht, dass man dem anderen auch noch das Recht zugesteht, selbst und seinerseits – intolerant zu sein.
Viktor Emil Frankl (1905-1997), östereichischer Psychotherapeut, Begründer der Logotherapie

Die Toleranz ist nicht grenzenlos. Sie findet ihre Grenze, vielleicht ihre einzige Grenze, in der etwaigen Intoleranz des anderen.
Helmut Schmidt (1918-2010), deutscher Politiker, SPD, Bundeskanzler

Toleranz wird oft mit Meinungslosigkeit verwechselt. Aber nicht der Meinungslose ist tolerant, sondern der, der eine Meinung hat, aber es anderen zubilligt, eine abweichende Meinung zu haben und diese auch zu sagen.
Manfred Rommel (1928- ), deutscher Politiker, CDU, Präsident des Deutschen Städtetages (77-83) und ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister

Für manche ist Toleranz eine andere Vokabel für Schwäche.
André Brie (1950- ), deutscher Politiker, PDS, Aphoristiker

Beliebte NamensgeberBeliebte Namensgeber für Moscheen in Deutschland wie, auch in Europa und der nichtmuslimischen Welt, sind islamische Eroberer von vormals christlichen Siedlungsgebieten. In Deutschland gibt es über 2.800 Moscheen (2018).

·    Fatih-Moscheen (über 100) z.B. in Berlin, Köln, Nürnberg, bezieht sich auf Sultan Mehmed II. Fatih („der Eroberer“, 1432-1481), der 1453 Konstantinopel, die Hauptstadt des byzantinischen Reiches eroberte und die Stadt drei Tage lang von seinen Soldaten plündern ließ. Frauen, Kinder, Greise wurden vergewaltigt, geköpft und gepfählt und auf andere Weise ermordet. Als die letzten christlichen Einwohner in die berühmte Hagia Sophia flüchteten, wurden sie mit den Priestern, die die Messe lasen, ermordet oder zu Sklaven gemacht. Mehmed II. wandelte die Kirche in eine Moschee um.

·    Ayasofya-Moscheen z.B. in Berlin, Köln, Nürnberg, spielt auf die Hagia-Sophia in Istanbul an, die damals größte Kirche der christlichen Welt, die in eine Moschee umgewandelt wurde und deren Kuppel Prototyp für den Kuppelbau bei späteren Moscheen wurde.

·   Osman Gazi Moscheen z.B. in Berlin, Dortmund, tragen den Ehrentitel „Gazi“ für islamische Eroberer, die als Angreifer an einem Kriegszug gegen „Ungläubige“ teilnahmen.

·   Tarik-Moscheen z.B. in Frankfurt sind nach Tariq ibn Ziyad (670-720) einem muslimischer Feldherr und Eroberer des Westgoten-Reiches (Al-Andalus, Spanien) benannt.

·   Yavuz-Sultan-Selim-Moschee der DITIB gegenüber der Liebfrauenkirche in Mannheim. Yavuz, der „Grausame“ dessen Motto war „Mein Kampf geht solange weiter bis Gottes Gesetz, die Scharia, auf der ganzen Welt herrscht oder ich sterbe!“ ließ tausende Menschen umbringen, darunter auch seine Brüder, Neffen, und vier seiner Söhne, um die Thronfolge für sich und seinen Sohn Süleyman zu sichern und das osmanische Reich auszuweiten [Die DITIB Mannheim bezeichnet die Moschee als „Pionier der Integration“]

Für die Marburger Turkologin Ursula Spuler-Stegemann ist die Benennung von Moscheen als Fatih-Camii („Eroberer-Moschee“) eine „religionspolitische Instinktlosigkeit“, wenn nicht sogar „ eine „bewusste Provokation“. Derart triumphalistisches Dominanz- und Machtgehabe muss im Kontext neo-osmanischen Bestrebungen der Türkei - der türkische-islamischen  Union der Anstalt für Religion e.V. DITIB wird über das Amt für Religiöse Angelegenheiten in der Türkei Diyanet gesteuerten - kritisch gesehen werden. Die Namensgebung rechtfertigt den gewaltsamen Dschihad gegen „Ungläubige“ in der Geschichte und stellt eine symbolische Landnahme dar - ein Affront gegen die aufnehmende Gesellschaft.

Ein fiktives Gedankenexperiment: Wie wäre die Reaktion in der Türkei, wenn Deutschland in der türkischen Hauptstadt einen Papst-Urban-II.-Kreuzzugs-Dom bauen wollte? Seit dem Völkermord an den Armeniern durfte in der Türkei aber keine einzige Kirche mehr gebaut werden - auch in der sich ursprünglich als laizistischer Staat deklarierenden Türkischen Republik nicht.

Jahrzehntelang hatte man im Namen der Toleranz zugelassen, dass die Intoleranten ihre Infrastruktur aufgebaut haben.
Und jetzt wundert man sich, warum die Integration scheitert.
Hamed Abdel-Samad (1972- ), deutsch-ägyptischer Politikwissenschaftler und Publizist, Verfasser islamkritischer Bücher 

Toleranz ist keine Einbahnstraße. Mitglieder einer Gruppe, die von der Toleranz profitieren wollen, müssen diese ihrerseits sowohl der Gesellschaft als Ganzes entgegenbringen, als auch Mitgliedern anderer Gruppen und den Dissidenten und Mitgliedern der eigenen Gruppe.

  Technik

Wie die Ägypter das Krokodil anbeteten, das sie auffraß, so beten heute die Menschen den Motor an, der sie totfährt.
Anatole France (1844-1924), französischer Schriftsteller, Nobelpreisträger für Literatur

Das blinde Vertrauen in die Technik hat einen Schock erlitten. [über den Untergang der des für "unsinkbar" gehaltenen Luxusdampfers "Titanic"]
Joseph Conrad (Theodor Jósef Konrad Korzeniowski) (1857-1924), englischer Schriftsteller

Es gibt eine eigentümliche Faszination der Technik, eine Verzauberung der Gemüter, die uns dazu bringt, zu meinen, es sei ein fortschrittliches und ein technisches Verhalten, dass man alles, was technisch möglich ist, auch ausführt. Mir scheint das nicht fortschrittlich, sondern kindisch. Es ist das typische Verhalten einer ersten Generation, die alle Möglichkeiten ausprobiert, nur weil sie neu sind, wie ein spielendes Kind oder ein junger Affe. Wahrscheinlich ist diese Haltung vorübergehend notwendig, damit Technik überhaupt entsteht. Reifes technisches Handeln aber ist anders. Es benützt technische Geräte als Mittel zu einem Zweck. Den Raum der Freiheit planen kann nur der Mensch, der Herr der Technik bleibt.
Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), deutscher Physiker und Philosoph

Der Mensch ist in der Gegenwart in Technik manchmal so vernarrt, dass ihn kaum der Verdacht befällt, ob sie ihn nicht zum Narren hält.
Karl-Heinz Söhler (1923-2005), deutscher Versicherungsexperte und Publizist

Mich beeindruckt die Gläubigkeit, mit der sich die Menschen von jeder neuen Entwicklung die Rettung der Welt erhoffen. Gestern war es Systems Dynamik, heute sind es die Expertensysteme - und immer wieder verspricht man sich von der neuen Technik die Lösung aller Probleme. Das beweist mir, dass die Menschen zur Technik kein vernünftiges Verhältnis haben.
Joseph Weizenbaum (1923-2008), deutsch-US-amerikanischer Informatiker sowie Wissenschafts- und Gesellschaftskritiker

Die Technophilen sehen die Technik wie ein Liebhaber seine Geliebte, ohne jeden Makel und ohne Sorge um das, was die Zukunft bringen mag. Deshalb sind sie gefährlich.
Neill Postman (1931-2003), US-amerikanischer Medienwissenschaftler

Es gibt unbestreitbar auch in unserer Zeit einen naiven Technikoptimismus, irrationale Allmachtsphantasien und Paradiesverheißungen bei einigen (wenigen?) Technikern. In der Tat muten einige Techniken wie das Skifahren in von Lawinen gefährdeten Hängen an (etwas im Bereich der Gentechnik an Keimbahnen).
Ulrich Lüke (1951- ), deutscher katholischer Theologe und Biologe,  Seelsorger

Fukushima lehrt uns eines: Die Natur ist im wahrsten Sinne des Wortes unberechenbar. Sie hält sich nicht an Grenzwerte, die die Menschen vorgeben. Und das ist die Krux unseres Denkens. Wir sind zu technikhörig, wir sind in gewisser Weise größenwahnsinnig geworden. Die Menschen glauben, alles mit Technik beherrschen zu können. Die Natur aber zeigt uns immer wieder die Grenzen. Sie lässt sich nicht zähmen.
Mojib Latif (1954- ), deutscher Meteorologe, Klimaforscher sowie Hochschullehrer pakistanischer Abstammung

  neu

Neu stets wollen sie sein und werden gesucht und geschmacklos. Einfach Schönes gefällt heute, wie es gestern gefiel. [das Schöne könnte man auch durch das Wahre und das Gute ersetzen - es gibt zeitlose Werte]
Emanuel Geibel (1815-1884), deutscher Dichter


Es gibt zwei Arten von Narren. Die einen sagen: "Das war schon immer so, und deshalb ist es gut!" Und die anderen sagen: "Das ist neu, und deshalb ist es besser."
William Inge (1860-1954), englischer anglikanischer Geistlicher und Theologieprofessor

  Diskriminierung

Andererseits wird zu bedenken gegeben, dass – im Vergleich etwa zum Grundgesetz und zur EU-Grundrechtecharta – wesentliche Bereiche der Diskriminierung im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz nicht behandelt werden; so vor allem Diskriminierung aufgrund sozialer Herkunft oder wegen Kinderreichtums. Dies führe zu einer Antidiskriminierungshierarchie, und es bestehe die Gefahr, dass Benachteiligung aufgrund sozialer Herkunft per Definition nicht als Diskriminierung wahrgenommen wird. Eine Einbeziehung der sozialen Herkunft in den Antidiskriminierungsrichtlinien war vorgeschlagen, blieb aber bei der Einigung zu den Amsterdamer Verträgen außer Betracht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeines_Gleichbehandlungsgesetz

Zwei Mal hat das Bundesverfassungsgericht die Benachteiligung von Familien in den Sozialversicherungen als verfassungswidrig bezeichnet, geändert hat sich fast nichts. "Bislang behandelt der Gesetzgeber diese Urteile wie feuchten Kehricht", kritisiert der ehemalige Sozialrichter Jürgen Borchert.
[Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ignoriert die Benachteiligung von Familien ebenso wie die von Jungen in der Schule.]
https://www.n-tv.de/politik/Die-Familien-werden-stranguliert-article14543296.html
 

Mittlerweile braucht es keinen Tatsachenbeweis einer Diskriminierung mehr. Es reicht, dass einer sich diskriminiert fühlt. Müssen wir alle diesem Gefühl folgen und in vorauseilendem Gehorsam unsere Sprache, unsere Schrift, unser Handeln und unser Denken verändern, nur damit sich niemand mehr auf die Füße getreten fühlt?
Birgit Kelle (1975- ), deutsche Journalistin und Publizistin

So manche Diskriminierung ist eine Überbewertung des eigenen Ego.
Heinz Körberg (1938- ), deutscher Aphoristiker

Eine unmittelbare Benachteiligung liegt vor, wenn dem Anschein nach neutrale Vorschriften, Kriterien oder Verfahren Personen gegenüber anderen Personen in besonderer Weise benachteiligen (im Sinne des § 1 AGG), es sei denn, die betreffenden Vorschriften, Kriterien oder Verfahren sind durch ein rechtmäßiges Ziel sachlich gerechtfertigt.
Allgemeines Gleichstellungsgesetz, Artikel 3, Absatz 2

Diskriminierung wurde jahrelang hingenommen. Jetzt wächst die Bereitschaft sich zu wehren.
Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Der Begriff „Diskriminierung“ ist zu einer scharfen Waffe des Minderheitenschutzes geworden: Niemand darf benachteiligt oder in seiner Menschenwürde herabgesetzt werden. Dieser Grundsatz wird jetzt bis in den Bereich der Mietverträge gerichtsverwertbar durchbuchstabiert. Ein unter Juristen kursierender Witz zeigt, was hier auf dem Spiel steht: „Ein Farbiger, ein Türke, ein Homosexueller, ein Behinderter und eine Familie mit drei Kindern bewerben sich um eine Wohnung. Wen darf der Vermieter ablehnen, ohne gegen das Antidiskriminierungsgesetz zu verstoßen? Antwort: Nur die Familie mit den Kindern.“ Das Gesetz bietet die Möglichkeit, den Wunsch vieler Bürger nach vertrauten, homogenen Wohnverhältnissen in Mietshäusern zu vergewaltigen. Die von der Justizministerin ausgenommene Einlieger-Wohnung im selbst genutzten Haus ist keine davor schützende Grenze. Der Arbeitgeber wird in Zukunft zu beweisen haben, dass er den Roma, den Mitbewerber arabischer Herkunft oder den Transvestiten nicht benachteiligt hat, wenn er den freien Arbeitsplatz einem deutschen „Normalbürger“ gibt. Wohlhabende Eltern, die für ihr Kind nichtsahnend einen pädophilen Klavierlehrer mit Vertrag einstellen, werden den Vertrag nicht kündigen können, solange der Pädophile sich nichts zu Schulden kommen läßt. Auch die pädophile Orientierung steht – folgt man dem Wortlaut des Gesetzes – unter dem Schutz der „sexuellen Identität“.
Es ist eine raffinierte Konstruktion, dass dieses Gesetz nicht strafrechtlich bewaffnet, sondern zivilrechtlich scharf gemacht daher kommt. Es mag sein, dass man diesem Entwurf im parlamentarischen Prozeß den einen oder anderen Beißzahn noch zieht, die Gefahren lauern im Geist, aus dem dieses Gesetz entstand, und in der quasireligiösen Inbrunst, mit der manche Interessenvertreter versuchen werden, seine Durchsetzung zu erzwingen. Dieses Gesetz könnte gefährlicher für eine freie Gesellschaft werden als jede Gen-Datenbank in Polizistenhand, weil hier Werte-Vorstellungen bis in den privaten Lebensbereich des Individuums hinein gerichtsverantwortlich und sanktionsbewehrt normiert werden – dies taktisch klug nicht auf dem Weg des Strafrechts, sondern des kostenträchtigen Zivilrechts. Das, was hier beabsichtigt ist, erinnert in gewisser Weise an den Schwulenparagraphen 175 unseligen Angedenkens, diesmal nur anders herum. Die legitimen Bedürfnisse der Mehrheit, nämlich eigenverantwortlich zu bestimmen, wie viel Fremdes und Anderes sie an sich herankommen lassen wollen, werden der Dynamik einer ideologisch dynamisierten Minderheitenförderung geopfert. Die Rechte, die Antidiskriminierungsverbände gewinnen, lassen in Zukunft Inquisitionstribunale und Hexenjagden im Namen einer diffusen Toleranzideologie befürchten, die im Namen menschlicher Freiheit antritt und in unmenschlicher Stasi-Mentalität verendet....
Die Verurteilung des schwedischen Pastors und der Fall Buttiglione sind erste Vorzeichen dafür, daß diejenigen, die zur Zeit die veröffentlichte Meinung beherrschen, die Lebens- und Prägekraft des authentischen christlichen Glaubens minimalisieren und die Gesellschaft unter die Knute ihrer politisch korrekten Zivilreligiosität zwingen wollen. Der kolumbianische Philosoph Nicolas Gomez Davila hat scharfsinnig gezeigt, daß der säkularen Demokratie die Tendenz innewohnt, sich in eine Religion zu verwandeln, deren Gott der Mensch ist, und dieser „Kleinbürger“ duldet keine anderen Götter neben sich. Hier ist Einmischen im Namen Gottes Christenpflicht. Und es wird sich zeigen, ob auch Christen im Konflikt in den öffentlich-rechtlich geordneten Kirchen Asylräume finden.
Dieter Müller, Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche e.V. 27. Jahrgang / Nr. 1/2005/ Februar 2005
http://www.gemeindenetzwerk.de/?p=1131 

  homophob / Homophobie

Bei “Homophobie” denkt man zunächst an “Phobie”, eine irrationale Angst. Befürchtungen über bestimmte Entwicklungen sind aber rational begründet. Der Begriff wird aber auch für andere Sachverhalte verwendet, nämlich Schwulenfeindlichkeit und Schwulenkritik. Auch hier werden zwei verschiedene Dinge in einen Topf geworfen.
anonymus

Im modernen Mainstream-Deutschland ist es üblich geworden, unbequeme Meinungen durch begriffliche Stigmatisierung an den Rand zu drängen. Also, wenn zum Beispiel jemand die Auffassung vertritt, dass der Artikel 6 unseres Grundgesetzes explizit eine Privilegierung der Partnerschaft aus Mann und Frau – wir Ewiggestrigen nennen das Ehe – mit Kindern – wir Ewiggestrigen nennen das Familie – ausdrückt, so wird derjenige damit automatisch “homophob”. Das bedeutet: Mit solchen kranken Menschen und ihren Ideen muss man sich gar nicht mehr auseinandersetzen.
anonymus

Dass Familie so was wie Vater-Mutter-Kind sein soll, gilt doch schon lange als reaktionär. Heute ist jeder Familie, der sich als solche erklärt. Wer die Ehe für alle fordert, wird sich anschließend noch wundern, wer und wie viele dann gern Ehe sein würden. Wer glaubt, die Ehe einmal umformulieren zu können, der wird es auch ein zweites und ein drittes Mal tun. Oder im Namen der Antidiskriminierung tun müssen. Wer die Ehe für Homosexuelle öffnet, liefert das unabhängig davon diskussionswürdige Adoptionsrecht für alle gleich mit. Wer auf das alles auch nur hinweist, gilt in diesem Land als homophob. Das wiederum offenbart nicht den fortschrittlichen Kampf um Toleranz, sondern vor allem den Niedergang einer demokratischen Debattenkultur.
Birgit Kelle (1975- ), deutsche Journalistin und Publizistin

Es steht Christinnen und Christen gut an, ihre Worte sorgfältig zu wägen und in ihrem Reden jede Herabsetzung einer Person zu unterlassen. Es steht Christinnen und Christen auch gut an, von der Bibel und von Jesus Christus her zu denken und zu argumentieren. Unsere Gesellschaft sieht sich als eine aufgeklärte Gesellschaft. Zur einer solchen gehört aber auch folgender Satz: Ich bin anderer Meinung, werde aber dafür kämpfen, dass Du die Deine äußern darfst. (Außer sie wäre beispielsweise zutiefst beleidigend oder rassistisch) Wenn nun Christinnen und Christen ihre Sorge äußern am Umgang des Themas „Sexualität“ in einem Bildungsplan, wenn Menschen darüber nachdenken, ob bestimmte Gedanken des „gender mainstreaming“ nicht zu starken Einfluss bekommen, dann ist es ihr gutes Recht und ihre Pflicht, diese Sorgen, Gedanken und guten Argumente in die Diskussion zu werfen. Wenn dann von anderer Seite die „Diskriminierungskeule“ geschwungen und das Wort „homophob“ entgegengeschleudert wird, wenn eine friedliche Demonstration massiv behindert wird, dann hat das mit der Meinungsfreiheit einer aufgeklärten Gesellschaft wenig zu tun. Und auch die sogenannten „shitstorms“ sind kein Beitrag zu einer solchen Gesellschaft. Waren wir da nicht schon weiter?
Jochen Kettling (20. Jh.), deutscher evangelischer Pfarrer

Homophobie ist voll schwul - Piratenpartei Quelle: http://wiki.piratenpartei.de/AG_Queeraten/CSD/Werbemittel
HOMOPHOBIE IST VOLL SCHWUL von der Piraten-Partei
http://www.utele.eu/blog/politik/homophobie-ist-voll-schwul/

http://gruene-jugend-sh.de/2016/05/17/liebe-kennt-kein-geschlecht/
Unter dem Motto "QUEER ON!" (Prädikat als Neuschöpfung der Gendersprache?) rufen Linksjugend und grüne Jugend zur Kundgebung vor der CDU-Geschäftsstelle - der Bastion des Bösen (=der Homophobie) - auf ...

Alle Heteros sind homophob. Eine kleine Erklärungshilfe.
Heterosexuelle sind homophob. Heterosexualität wird nicht von irgendeinem Gen an- und ausgeschaltet. Es ist ein kulturelles Konzept, das erst durch die Abwertung gleichgeschlechtlicher Liebe, Sex und Zuneigung entstanden ist. Ein feministischer Zwischenruf....
Heterosexuelle sind homophob. Nein, nicht nur jene 25 Prozent, die laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage Homosexualität für „unmoralisch“ halten. Auch nicht nur die 40 Prozent, die es „ekelhaft“ finden, wenn sich Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit küssen. Nein, alle Heteros sind homophob. Alle! Und das nicht nur, weil sie in einer homophoben Gesellschaft aufwachsen. Heteros sind homophob, weil sie Heteros sind. Oder besser: Weil sie zu Heteros gemacht wurden.
Ein feministischer Zwischenruf von Fabian Goldmann, freier Journalist, Politik- und Islamwissenschaftler [vion ihm auch der Beitrag "Feministischer als ihr war Mohammed allemal" https://www.gwi-boell.de/de/2016/02/19/feministischer-als-ihr-war-mohammed-allemal] mit der Zwischenüberschrift "Was Sexisten aus dem Koran über Gleichberechtigung lernen können" und interessanten Kommentaren]
https://www.gwi-boell.de/de/2016/07/22/alle-heteros-sind-homophob-eine-kleine-erklaerungshilfe

Heinrich Böll Stiftung. Gunda Werner Institut. Feminismus und Geschlechterdemokratie [laut Wikipedia gegründet zur Vermittlung von "Genderkompetenz", Förderung des "Theorie-Praxis-Transfers" und von "strategischer Vordenkerfunktion" für die Heinrich-Böll-Stiftung]
Aufschlussreich und unterhaltsam sind die Kommentare zu dieser pseudowissenschaftlichen "Erklärungshilfe"-  vielleicht fällt manchem bösen "Hetero" dabei ja das Wort "heterophob" ein - oder bei der Zwischenüberschrift "Den Anfang macht die katholische Kiche" gar das Wort "katholophob" - honi soit qui mal y pense ;-)
Wie hätte wohl der aus der katholischen Kirche ausgetretene aber nach eigenen Worten "nicht vom Glaube abgefallene" Schriftsteller Heinrich Böll über solch gewagte "Thesen" gedacht?

Ich vermisse in ["Schotts Sammelsurium"] zwei Phobien, und das sind ausgerechnet die, die heutzutage besonders häufig genannt werden: die Homophobie und die Islamophobie. Vielleicht kommen sie in einer Neuauflage dran. Vielleicht auch nicht. Womöglich gehören sie überhaupt nicht auf die Liste. Vielleicht sind es gar keine richtigen Phobien. Vielleicht verwenden alle, die von Homophobie und Islamophobie reden, falsche Ausdrücke. Möglich ist es. Es müssen sowieso ganz besondere Phobien sein. Ich habe mich schon oft gefragt, was die Herrschaften, die einem so eine Phobie unterjubeln wollen, eigentlich erwarten. Wie stellen die sich das vor? Kann man neuerdings eine Phobie erfolgreich bekämpfen, indem man die armen Leute, die angeblich eine haben, beschimpft und bestraft? Kann der Betroffene dann, sofern er einsichtig ist und den Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen will, seine Phobie einfach ablegen wie ein T-Shirt, das dreckig geworden ist? Wie sieht es überhaupt mit Therapiemöglichkeiten aus?
Bernhard Lassahn (1951- ), deutscher Schriftsteller

  islamophob / Islamophobie 

Ich möchte denen, die sich im Alltag mit der Integration auseinandersetzen, Mut machen. Erzieherinnen und Lehrerinnen sagen mir, wie alleingelassen sie sich fühlen. Was sie entmutigt, sind nicht die Probleme im Job. Sondern die klugen Sprüche von der Metaebene: ‘Was du erlebst, ist nur ein Einzelfall, vielleicht bist du es falsch angegangen, hast provoziert; du bist nicht kultursensibel; es ist alles nur gefühlt, oder du bist islamophob und denkst rassistisch.‘ Ich weiß, welchem täglichen Kampf eine Schulleiterin standhalten muss, wenn sie nur sagt, an meiner Grundstufe gibt es keine Kopftücher, und nach dem Sport wird geduscht. Jede Woche einem brüllenden, wild gewordenen arabischen Vater Paroli zu bieten, das schaffen auf Dauer nur wenige.
Heinz Buschkowsky (1948- ), deutscher Politiker, Bürgermeister in Berlin-Neukölln, SPD

Die Islamisten haben die absolute Waffe gefunden: den Vorwurf der Islamophobie. Wenn wir uns dagegen nicht wehren … werden wir wie stumme Schafe, die man ins Schlachthaus führt.
Boualem Sansal (1949- ), frankophoner algerischer Schriftsteller, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels

Der Begriff Islamophobie soll beschreiben, dass Kritik am Islam eine irrationale, also unbegründete Angelegenheit ist. Es ist ein Kampfbegriff, der von Islamstiftungen in Saudi-Arabien aufgebracht wurde und jetzt auch bei uns die Runde macht.
Necla Kelek (1957- ), deutsche Soziologin und Publizistin tscherkessischer Abstammung

Ja wir kritisieren die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und den naiven Umgang der Gesellschaft mit dem politischen Islam. Dafür sind wir oftmals zu Systemgegnern erklärt worden, deren Präsenz in der Diskurslandschaft nur Schaden anrichtet. Leute wie wir, deren Muttersprache Arabisch ist, die wir mit dem Islam aufgewachsen sind und uns mit dieser Religion entsprechend auskennen, sollen uns bei unserer Kritik zurückhalten. Es könnte sich sonst ja jemand beleidigt oder schlecht behandelt fühlen. Lieber pflegt man einen trügerischen Konsens als den kritische Dialog. Manchen Leuten scheint est auch völlig egal zu sein, mit wie vielen Argumenten, Statistiken und empirisch belegten Studien wir aufwarten. Die Devise lautet: Bitte nicht stören! Wer es dennoch wagt, gilt als fremdenfeindlich und islamophob.
Imad Karim (1958- ), libanesisch-deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Fernsehjournalist

Stopp Islamophobie & Rassimus
Stopp Islamophobie & Rassismus!
http://radiouahid.fm/islamophobie-im-alltag-offener-brief/ von Radio Uahid, das deutschsprachige Internetradio für die Ummah [=weltweite Gemeinschaft der Muslime]

Mit einem Judenstern und dem Schriftzug Muslim darin vergleichen sich Muslime mit den Juden im Dritten Reich - ein indiskutabler Vergleich angesichts der historischen Realtität! Interessant ist auch die Gesichtsverschleierung - als ob die Kritik daran in einer freien, offenen Gesellschaft - und dazu sollte es auch gehören sein Gesicht zu zeigen - "islamophob" sei].
Islamophobie Stop
Auch linke Medien greifen das Kampfwort "Islamophobie" unreflektiert auf - so auf der Website von scharf links - die "neue" linke online Zeitung. emanzipatorisch - gegeninformativ - undogmatisch [!]http://www.scharf-links.de/48.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=39587&tx_ttnews[cat]=38&cHash=588da6a338
In einer Bildmontage mit einem Schild aus Nazizeit "Juden sind hier unerwünscht" sind Juden mit "Moslem" überschrieben.

Schon der Name [Namensgebung "Zentralrat der Muslime in Deutschland", der Domainname zentralrat.de wurde vom ZMD reserviert!] grenzt dabei an Trickbetrug: Er erinnert an den “Zentralrat der Juden in Deutschland”. Mit Zentralrat werden Erinnerungen an Holocaust wach, an Judenverfolgung, an den notwendigen Schutz, den die deutsche Geschichte uns abverlangt. Aber eine Muslim-Verfolgung gibt es nicht; Einwanderung nach Deutschland ist freiwillig.
Mimoun Azizi (1972- ), deutscher Schriftsteller, Politikwissenschaftler, Philosoph, Neurologe und Psychiater marokkanischer Herkunft

Genauso wie es bei Zionismus, Antisemitismus und Faschismus ist, wurde es nötig, auch Islamophobie als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzusehen.
Recep Tayyip Erdoğan (1954- ), türkischer Politiker, Präsident
Islamfeindlicher Rassismus muss als eigenständiger Tatbestand gewertet werden.
Aiman Mazyek (1969- ), deutscher Politiker und Medienmanager (islam.de), Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland

Muslime sind Opfer. Zumindest lieben es die muslimischen Verbände und Funktionäre, diese Rolle breit und laut in der Öffentlichkeit zu inszenieren. Latenter Rassismus, strukturelle Diskriminierung, Sarrazin, AfD und Islamophobie sind gerne verwendete Kampfbegriffe, um ihr Opferdasein medial und politisch wirksam auszuschlachten.
Serap Çileli (1966- ), deutsche Publizistin und Menschenrechtlerin alevitischer Konfessio

Bis heute haben weder der „Islamophobieforscher“ Hafez noch andere Vertreterinnen und Vertreter dieses Begriffs, eine konsistente, nachvollziehbare und wissenschaftlich brauchbare Definition für „Islamophobie“ geliefert. Mit dem Begriff „Islamophobie“ wird vielmehr versucht, zwei Phänomene in einem Begriff zusammenzufassen: Feindschaft gegenüber allen Muslimen und Religionskritik. Der Terminus differenziert nicht zwischen ressentimentbeladener Hetze und der Aufklärung verpflichteter Kritik an der Religion. Er entpuppt sich somit als Kampfbegriff, der durchgängig dazu genutzt wird, Kritik am Islam oder an Problemen und Menschenrechtsverletzungen innerhalb muslimischer Communities abzuwehren und als „anti-muslimischen Rassismus“ zu etikettieren. Das führt dazu, dass kritische Geister wie etwa der algerische Schriftsteller Kamel Daoud, der Berliner Psychologe und Autor Ahmad Mansour und weitere seriöse Wissenschaftler/innen, Journalistinnen und Journalisten im EIR 2016 als „islamophob“ denunziert und damit in die gleiche Ecke gestellt werden wie Rechtspopulisten, Rechtsradikale und Rassisten....
„Islamophobie“ ist ein Kampfbegriff politisch-islamischer Organisationen, von der türkischen AKP bis zur Muslimbruderschaft – das zeigt auch der European Islamophobia Report. Die anfangs kritisierte Verquickung von rassistischem Ressentiment und Kritik am Islam hat dabei durchaus System, dient sie doch dazu, Gegner jeglicher Couleur als Rassisten zu denunzieren und damit für nicht diskursfähig zu erklären. Mittels „Islamophobie“-Vorwurfs wird versucht, Deutungshoheit über die Islam-Diskurse zu erlangen.
https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/kampfbegriff-islamophobie-wissenschaft-im-dienste-des-politischen-islam/

Anstatt auf die aufgeblähten Märchen von einer westlichen Islamophobie hereinzufallen, sollten wir uns gegen die Christophobie zur Wehr setzen, die die muslimische Welt infiziert.
[vgl. den Weltverfolgungsindex von Open Doors, Kundgebung für Religionsfreiheit an der Straße für Menschenrechte in Nürnberg]
Ayaan Hirsi Ali (1969- ), niederländisch-US-amerikanische Politikerin, Politikwissenschaftlerin, Frauenrechtlerin und Islamkritikerin somalischer Herkunft - zu Islamophobie und Christophobie vgl. a. https://www.youtube.com/watch?v=XYftBENPixU

  Tradition

Auf jedem Gebiet bietet die Tradition aufgrund lang dauernder Beobachtung einen unglaublichen Erfahrungsschatz.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Gerade den besten Gesetzen der Vorfahren geben wir leichten Herzens den Abschied. Geht es aber um Verhältnisse, die sie klüger hätten gestalten können, da greifen wir sogleich und mit Freuden zu jener billigen Ausrede von der guten Tradition und verbeißen uns in das Althergebrachte wie wütende Köter.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Ich werde immer mehr in der Anschauung bestärkt, dass wir viel zu sehr mit dem Alten aufräumen und die Weisheit und Erfahrung zurückliegender Zeiten nicht genug würdigen.
Theodor Fontane (1819-1898), deutscher Dichter hugenottischer Abstammung

Es ist doch klar, dass Tradition nichts anderes ist als über die Zeit sich hinstreckende Demokratie. Sie ist die Bevorzugung einer Stimmenmehrheit vor der einzelnen und willkürlichen Stimme.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller

Im Gegensatz zum Tier sagt dem Menschen kein Instinkt, was er muss, und im Gegensatz zum Menschen in früheren Zeiten sagt ihm keine Tradition mehr, was er soll, und nun scheint er nicht mehr recht zu wissen, was er eigentlich will.
Viktor Emil Frankl (1905-1997), östereichischer Psychotherapeut, Begründer der Logotherapie

Die Tradition aller toten Geschlechter lastet wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden. Und wenn sie eben damit beschäftigt scheinen, sich und die Dinge umzuwälzen, noch nicht Dagewesenes zu schaffen, gerade in solchen Epochen revolutionärer Krise beschwören sie ängstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste herauf, entlehnen ihnen Namen, Schlachtparole, Kostüm, um in dieser altehrwürdigen Verkleidung und mit dieser erborgten Sprache die neuen Weltgeschichtsszene aufzuführen.
Karl Marx (1818-1873), deutscher Philosoph, Ökonom, Gesellschaftstheoretiker, politischer Journalist, Protagonist der Arbeiterbewegung sowie Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft und der Religion

Die Tradition ist eine große hemmende Kraft, sie ist die Trägkeitskraft der Geschichte.
Friedrich Engels (1820-1895), deutscher Philosoph, Gesellschaftstheoretiker, Historiker, Journalist, Unternehmer und kommunistischer Revolutionär 

Die Tradition verweigert es, sich der kleinen und hochnäsigen Oligarchie zu unterwerfen, die in der Gegend herumstolziert.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller

Es ist besser, wenn jeder Mensch seiner eigenen Tradition folgt. Sie im Westen haben einen jüdisch-christlichen Hintergrund, es ist besser, wenn Sie bei Ihren Wurzeln bleiben.
[Interessanterweise müssen es Außenstehende anderer Religionen sein, die viele Menschen hierzulande, die die christlich-jüdische Traditon vergessen haben oder bewusst verdrängen und verleugnen auf diese wieder aufmerksam zu machen. In diesem Kontext ist vielleicht auch der Erfolg des Buches "Ungläubiges Staunen" des muslimischen deutschen Schriftsteller Navid Kermani zu sehen, der den säkularisierten Menschen hierzulande die Schlnheiten der christlichen Kunst erschließt.]

Dalai Lama

Hier [in Europa] gibt es einen merkwürdigen und nur als pathologisch zu bezeichnenden Selbsthass des Abendlandes, das sich zwar lobenswerterweise fremden Werten verstehend zu öffnen versucht, aber sich selbst nicht mehr mag, von seiner eigenen Geschichte nur noch das Grausame und Zerstörerische sieht, das Große und Reine aber nicht mehr wahrzunehmen vermag.
 Joseph Ratzinger
[Die Kreuzzüge werden sehr oft reflexartig und unreflektiert (ohne sie würde Europa heute vielleicht ganz anders aussehen) als Inbegriff christlicher religiöser Intoleranz und Gewalt herangezogen, während von dem jahrhundertelangen gewaltsamen Dschihad, den
 islamischen Kriegs- und Beutezügen (die Koransure 8 heißt „Kriegsbeute“), kaum oder nicht die Rede ist!]
  

Traditionen sind keineswegs das Privileg konservativer Kräfte. Noch weniger gehören sie in die alleinige Erbpacht von Reaktionären, obgleich diese am lautstärksten von ihnen reden. Es kann nicht um die Frage gehen: Tradition ja oder nein? Die Alternative besteht vielmehr darin, an welche Traditionen angeknüpft werden soll und in welchem Sinn eines historischen Vorganges gedacht wird.
Gustav Heinemann (1899-1976), deutscher Politiker, zunächst CDU, dann SPD, Bundespräsident

Niemand weiß, wohin er geht, wenn er nicht weiß, woher er kommt. Geschichte und Traditionen lehren uns, dass Neues nur aus dem zutiefst Bekannten geschaffen wird, das man beherrschen muss.
Claude Lévi-Strauss (1908-2009), französischer Ethnologe

Tradition ist bewahrter Fortschritt, Fortschritt ist weitergeführte Tradition.
Carl Friedrich von Weizsäcker (1912- ), deutscher Physiker und Philosoph

  konservativ, Konservativismus

Konservativ sein, ist nicht hängen an dem, was gestern war, sondern leben, aus dem was immer gilt.
Antoine de Rivarol (1753-1801), französischer Schriftsteller

Was ist Konservatismus? Ist es nicht das Festhalten am Alten und Erprobten gegenüber dem Neuen und Unerprobten?
Abraham Lincoln (1809-1865), US-amerikanischer Politiker, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, für Abschaffung der Sklaverei

Alle wertvollen Gefühle - für einen Menschen wie für einen Glauben, eine Scholle, ein Land - sind konservativ.
Ellen Key (1849-1926), schwedische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin

Die Anhänger der Entwicklung haben oft eine zu geringe Meinung vom Bestehenden.
Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Schriftsteller und Regisseur

Die Beweislast hat der Veränderer. Indem sie diese Regel übernimmt, die aus der menschlichen Sterblichkeit folgt, tendiert die Skepsis zum Konservativen. „Konservativ“ ist dabei ein ganz und gar unemphatischer Begriff, den man sich am besten von Chirurgen erläutern lässt, wenn diese überlegen, ob „konservativ“ behandelt werden könne, oder ob die Niere, der Zahn, der Arm oder Darm herausmüsse: lege artis schneidet man nur, wenn man muß (wenn zwingende Gründe vorliegen), sonst nicht, und nie alles; es gibt keine Operation ohne konservative Behandlung: dann man kann aus einem Menschen nicht den ganzen Menschen herausschneiden.
Odo Marquard (1928- ), deutscher Philosoph

Wer die geschlossene Ideologie des Fortschritts ablehnt, erscheint dagegen als erzkonservativ, als reaktionär, als 'rechts'. Dabei hat die Frage, auf welcher Seite denn die Erkenntnisdefizite vorliegen, mit Konservativismus oder der politischen Rechts/links-Frage überhaupt nichts zu tun. Vielmehr geht es doch in jedem Falle um Kritik. Das Attribut 'konservativ' wird indes seit Jahren dazu missbraucht, missliebige Störenfriede zu stigmatisieren.
Klaus Berger (1940- ), deutscher evangelischer Theologe, Theologieprofessor, Konvertit

Darf man sich konservativ nennen? Aber klar doch, nur muss man heutzutage bereit sein, dafür gewisse Unbequemlichkeiten in Kauf zu nehmen…. Und wer es wagt, sich als politisch konservativ zu bezeichnen, dem wird es schwerfallen, den vernichtenden Verdacht abzuwehren, er stehe den Rechtsradikalen samt ihrem finsteren Gedankengut nahe.
Ulrich Greiner (1945- ), deutscher Journalist und Literaturkritiker

Wer das alte Familienbild hochhält, sollte sich von feministischen und genderpolitischen Kreisen fernhalten, wo ihm Verachtung oder gar Hass entgegenkäme.
Ulrich Greiner (1945- ), deutscher Journalist und Literaturkritiker

  Zeitgeist

Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihn nicht von der Welt stammt und ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
NT, Johannes 18,19

Denn es wird eine Zeit kommen, da wird man die gesunde Lehre unerträglich finden und sich nach eigenem Gelüsten Lehrer über Lehrer beschaffen, weil man nach Ohrenkitzel Verlangen trägt.
NT, 2. Timotheus 4,3

Passt euch nicht dieser Weltzeit an, sondern erneuert euer Denken und Leben.
NT, Römer 12,2

Die Zeitverhältnisse bringen es mit sich, das manches Lobenswerte gemaßregelt wird.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Wir entfernen uns vom natürlichen Empfinden und folgen der Masse, die zu nichts Gutem rät und hier wie überall völlig unzuverlässig ist.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Auch die Begriffe von Tugend und Sittlichkeit sind der Mode unterworfen, und wer sich nicht nach den Modebegriffen seines Jahrhunderts schmiegen kann, der wird von den Zeitgenossen verkannt und verschrien.
Moses Mendelsohn (1729-1786), deutscher jüdischer Philosoph

Was ihr den Geist der Zeiten nennt, ist im Grunde genommen der Herren eigener Geist.
[= die die Macht in Politik und Medien haben prägen auch den Zeitgeist!]
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Wir leben in einer traurigen Zeit, Schurken werden zu den Besten, und die Besten müssen Schurken werden. Ich verstehe sehr gut die Worte des Psalmisten: Herr Gott, gib mir mein täglich Brot, dass ich Deinen Namen nicht lästere!
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Ein Produkt des Zeitalters zu werden, statt es zu bearbeiten und zu seinem Produkt zu machen, ist Verzichtleistung auf alle Selbständigkeit, ist Endwürdigung der Menschheit, ist Selbstvernichtung.
Johann Michael Sailer (1751-1832), deutscher katholischer Theologe und Pädagoge, Bischof

Wir leben in einem Zeitalter, in dem die überflüssigen Ideen überhandnehmen und die notwendigen Gedanken ausbleiben.
Joseph Joubert (1754-1824), französischer Moralist

Lebe in deinem Jahrhundert, aber sei nicht sein Geschöpf; leiste deinen Zeitgenossen, aber was sie bedürfen, nicht was sie loben.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Ansichten, die vom herrschenden Zeitgeist abweichen, geben der Menge stets ein Ärgernis.
Germaine de Staël (1766-1817), französische Schriftstellerin

Wenn es absurd ist, vom Geist der Zeit keine Notiz zu nehmen, so ist es noch verwerflicher, den Geist einer absurden Zeit zu billigen.
Franz Grillparzer (1791-1872), österreichischer Schriftsteller

In unseren Tagen ist Nebelhaftigkeit die Mutter der Weisheit. Aber so kann es nicht länger bleiben, wo man zu lesen und zu denken versteht.
John Henry Newman (1801-1890), englischer Theologe, anglikanischer Pfarrer, Konvertit, katholischer Kardinal, Publizist

In unseren großen Städten ist die Bevölkerung gottlos, materialistisch - keine Bindung, kein Gemeinschaftsgefühl, keine Begeisterung. Dies sind keine Menschen sondern Hunger, Dürste, Fieber und Appetite die herumlaufen.
Ralph Waldo Emerson (1803-1882), amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph

Heutzutage ist ein Wunder, einen Menschen zu treffen, der bis zu Ende denkt.
Léon Bloy (1846-1917), französischer Schriftsteller

Die Mode des Denkens ändert sich wie die Mode der Kleidung, und es ist schwer, wo nicht möglich, für die meisten, anders zu denken als nach der Mode ihrer eigenen Epoche.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Literaturnobelpreisträger

Schreckliche Gefahr einer Epoche, die für eine Zeit den Sinn für die Werte des Lebens verloren hat und für die die ernstesten Werte Spielzeug geworden sind.
Romain Rolland (1866-1944), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Die Geschichte unserer Zeit ist von einer nie zuvor erreichten Unsinnigkeit. Erklärbar ist sie heute und für alle Zeiten nur dadurch, dass wir mit einer Kultur ohne Ethik auskommen wollen.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Mit dem Geist der Zeit befinde ich mich in vollständigem Widerspruch, weil er von Missachtung des Denkens erfüllt ist.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

These 82
Reformation 2017 - These 82: Die Kirche muss zwangsläufig
im Konflikt mit dem Zeitgeist stehen ...
Neufassung von Martin Luthers 95 Thesen auf auf dem
evangelikalen Blog aufatmen in Gottes Gegenwart

Ein hehrer Anspruch - doch wie sieht die Wirklichkeit aus?
(vgl. Haltung der ev.-luth. Kirche zur "Ehe für alle")

http://blog.aigg.de/?p=2408
Kreuz und queer
evangelisch.de - Mehr als du glaubst. KREUZ & QUEER
http://www.evangelisch.de/blogs/kreuz-queer/148995/07-03-2018


Für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sind Vertrauen, Verlässlichkeit und die Übernahme von Verantwortung in der Gestaltung menschlicher Beziehungen von zentraler Bedeutung. Aus Sicht der EKD bietet die Ehe dafür beste Voraussetzungen und ist deshalb ein Zukunftsmodell. Sie bildet den rechtlichen Rahmen für ein Zusammenleben von zwei Menschen, das auf lebenslanger Treue beruht. Dass auch für gleichgeschlechtlich liebende Menschen, die den Wunsch nach einer lebenslang verbindlichen Partnerschaft haben, der rechtliche Raum vollständig geöffnet wird, in dem Vertrauen, Verlässlichkeit und Verantwortung durch gesetzliche Regelungen geschützt und unterstützt werden, begrüßt die EKD. Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau wird dadurch keineswegs geschmälert. Im Gegenteil – sie wird noch einmal unterstrichen.
https://www.ekd.de/Stellungnahme-des-Rates-der-EKD-zur-Debatte-um-die-Ehe-fuer-alle-24373.htm

Jesus antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat, und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein?
NT, Matthäus 19,4f

Martin Luther nannte beim Reichtstag 1521 in Worms zwei Kriterien für sein Gewissen: „Zeugnisse der Schrift und klare Vernunftgründe.“ Die Schrift nennt die Ehe ein Bild für den Bund Gottes mit den Menschen. Sie ist der Ort der Schöpfung und Bewahrung neuen Lebens. Und die Vernunft weiß: Neues Leben entsteht zwischen Mann und Frau. Die Ehe kann ihrem Wesen nach gar nicht „für alle“ da sein. Ehe ist die verbindliche Gemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau – und wird vom Grundgesetz geschützt. Aber was ist mit der Diskriminierung anderer Lebensformen? Oh ja, die gibt es. Bis heute. Christen dürfen auf keinen Fall zulassen, dass homosexuelle Menschen, und die Kinder, die bei ihnen aufwachsen, abgelehnt und diskriminiert werden. Ein solcher Geist entspricht nicht der Liebe Christi, niemals! Die Frage an einen säkularen Staat muss heißen: Ist genug Recht für alle da? Da erkenne ich ein klares „Ja“. Das Lebenspartnerschaftsgesetz ist ein wirksames und ausreichendes Instrument, um gleichgeschlechtliche Paare rechtlich zu schützen. Eine „Ehe für alle“ dagegen droht eine „Ehe für keinen“ (FAZ) zu werden. Mit meinem Gewissen könnte ich das nicht vereinbaren.
Uwe Heimowski (1964- ), Beauftragter der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Bundestages und der Bundesregierung

Der Geist der Zeit lässt ihn nicht zu sich selber kommen.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Nichts ist bezeichnender für das Wertsystem unserer Tage, als dass man die Wichtigkeit einer Idee an der Statistik ihrer Anwendungsfälle messen zu können glaubt.
Gustav Radbruch (1878-1949), deutscher Jurist und Politiker, SPD

Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Wir leben in einer Zeit und in einem Milieu, das mit christlichen Ideen gesättigt ist, das sich nicht mehr seines Ursprungs erinnert.
Étienne Gilson (1884-1978), französischer Philosoph und Historiker

Die jeweils herrschende Philosophie bestimmt den Zeitgeist.
Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin aus jüdischer Familie, Ordensschwester, Ermordung im KZ, heilig gesprochen

Die rastlose Selbstzerstörung der Aufklärung zwingt das Denken dazu, sich auch die letzte Arglosigkeit gegenüber den Gewohnheiten und Richtungen des Zeitgeistes zu verbieten.
Theodor Wiesengrund Adorno (1903-1969), deutscher Philosoph, Soziologe und Musiktheoretiker

Wir sind jetzt so tief gesunken, dass die Neuformulierung des Offensichtlichen die erste Pflicht des intelligenten Menschen geworden ist.
George Orwell (1903-1950), englischer Schriftsteller

Wer sich an das Absurde gewöhnt hat, findet sich in unserer Zeit gut zurecht.
Eugêne Ionesco (1912-1994), französischer Schriftsteller rumänischer Herkunft

Es gibt noch eine dritte Form der Feigheit bei den Christen: nämlich die Angst vor dem Urteil der andern. Man möchte nicht den Eindruck erwecken, man sei nicht auf der Höhe der Zeit, und man hat nicht den Mut, das auszusprechen, was man im Innersten des Herzens denkt. Weil diese Zeitung oder jene Zeitschrift einen Film rühmt, findet man nicht gleich den Mut, zu sagen, dass dieser Film, menschlich gesehen, abstoßend ist und uns kein höheres Erlebnis vermittelt. Es gibt eine Feigheit der christlichen Kritiker, die mehr oder weniger aus Rücksichtnahme besteht.
Jean Daniélou (1905-1974), katholischer Theologe, Jesuitenpater und Kardinal

Es gibt ganze Epochen, in denen zu gefallen beschämend ist.
Nicolás Gómez Dávila (1913-1994), kolumbianischer Philosoph

Gegen den Zeitgeist darf man sich nur stellen, wenn man bereit ist, sehr viel Häme, sehr viel Feindschaft in Kauf zu nehmen. Vor vierhundert Jahren wurde man als Hexe verbrannt.
Elisabeth Noelle-Neumann (1916-2010), deutsche Kommunikationswissenschaftlerin, Gründerin des Instituts für Demoskopie (IfD) in Allensbach

Deprimierend ist, dass die derzeit intellektuelle Pseudo-Elite die Absolutheit von Gut und Böse verlacht und sie mit "Pluralismus" der Ideen und Handlungen verschleiert.
Alexander Solschenizyn (1918-2008), russischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Ich glaube, in dieser barbarischen Zeit muss man sich selber ganz treu bleiben und Zeugnis ablegen von dieser Dekadenz, dasein und versuchen zu sagen, was man im Rahmen seiner Bildung, seiner Generation sagen kann.
Frederico Fellini (1920-1993), italienischer Filmemacher und Regisseur

Wer sich dem Trend ausliefert, dem, was angesagt ist, der ist ein armer Hund. Etwas Bornierteres als den Zeitgeist gibt es nicht. Wer nur die Gegenwart kennt, muss verblöden.
Hans Magnus Enzensberger (1929- ), deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer und Redakteur

Je schnelllebiger die Zeiten, um so wichtiger werden Orientierung und die Fähigkeit, zu unterscheiden zwischen dem, was früher war und heute überholt ist, und dem, was heute wie gestern gilt, weil es zeitlos ist. [Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander!]
Johannes Rau (1931-2006), deutscher Politiker, SPD

Angela Merkel CDU und christliches Menschenbild
https://gutezitate.com/zitat/133434

Mir schwebt eine CDU vor, die in der Lage ist, den Geist der Zeit mitzuprägen, aber nicht dem Zeitgeist hinterherzulaufen. [Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander!]

Angela Merkel (1954- ), deutsche Politikerin, Bundeskanzlerin

Wahr ist, dass meine Partei Ehe und Familie dem Zeitgeist ausgeliefert hat. Dabei ist die Ehe vielleicht die letzte anti­kapitalistische Gemeinschaft, in der nicht 'mein' und 'dein' gilt, sondern 'wir'. Wir sind dabei, die Ehe in einer reinen Geschäftsbeziehung aufzulösen. [...] Alles wird eine Sache des Geldes. Ich glaube, dass es in dieser globalisierten Welt dennoch eine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit und ein Bedürfnis nach Privatheit gibt. Familie ist der Versuch einer Antwort darauf. Jetzt geht es - auch meiner Partei - nur noch um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Bei näherem Hinsehen handelt es sich um die Unterordnung der Familie unter die Belange der Wirtschaft.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Sozialpolitiker, früherer Arbeitsminister

Wir leben im Zeitalter der Verschwommenheit und Verwirrung. Dagegen anschreiben wird zur großen Überlebensfrage für die Printmedien.
Thomas Kielinger (1940- ), deutscher Journalist und Autor

Das Evangelium ist eindeutig und bedarf keiner Anpassung an den Zeitgeist.
Werner Münch (1940- ), deutscher Politikwissenschaftler, Politiker, CDU, und Personal- und Unternehmensberater

Jede Abweichung vom herrschenden Zeitgeist wird sofort mit einem Lächerlichmachen bestraft.
Ernst Ferstl (1955-), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Aber grundfalsch wäre es, die Botschaft selbst dem Zeitgeist anzupassen, weil sie zu unbequem zu sein scheint (wie man es heute manchen Protestanten vorwerfen kann).
Ullrich Filler (1971- ), deutscher katholischer Theologe, Pfarrer und Autor

Katholiken, die nicht mehr - oder wenigstens nicht mehr so stark, so auffällig, so komisch katholisch sein wollen, ziehen sich auf gesellschaftlich anerkanntere Positionen und Verhaltensweisen zurück. Eine Massenbewegung. Und dieser Rückzug wird mit viel Getöse durch Ausreden, Irrtümer, Halbwahrheiten und Trugschlüsse gedeckt.
Ullrich Filler (1971- ), deutscher katholischer Theologe, Pfarrer und Autor


       

 
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© Dr. Martin Weimer, Altdorf b.Nürnberg