Religionsfreiheit ist unteilbar - Muslime in Deutschland und Christen in Saudi-Arabien
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Muslime in Deutschland


Rechtsgrundlage



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Das deutsche Grundgesetz (GG) der Bundesrepublik Deutschland, die sich als freiheitlich-demokartischen Rechtsstaat definiert, sichert die Religionsfreiheit in Art. 4 Absatz 1,2:
"(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich."
"(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet."

Die Bundesrepublik Deutschland hat die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 unterzeichnet.
"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren."
Artikel 18
Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen."

"Im eigenen Sinne meint die Einführung der Scharia, dass der Koran zum Grundgesetz eines Staates gemacht wird. Dies ist die Forderung selbst der gemäßigten Moslems."
Murâd Wilfried Hofmann (1931- ), deutscher Jurist und Diplomat, zum Islam konvertiert, Beirat und Ehrenmitglied des Zentralrats der Muslime in Deutschland

"Die Glaubensgrundsätze (des Islam) und das islamische Recht (Scharia) zeigen den quasi-totalen Anspruch der Religion auf Mensch und Gesellschaft … Das islamische Gesellschaftssystem wird damit aber keineswegs zu einer Demokratie. Diese Staatsform ist dem Islam fremd."
Ayyub Axel Köhler (1938- ), deutscher Politiker, zum Islam konvertiert, früherer Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, zuvor FDP-Mitglied, Kuratoriumsmitglied der Christlich-islamischen Gesellschaft

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Die erzwungene Religion ist keine Religion mehr: Auf Überzeugung und nicht auf Zwang gilt es zu setzen, der Glaube lässt sich nicht befehlen.
Laktanz (ca. 215-ca..270 n.Chr.), lateinischer Rhetoriklehrer, chrstlicher Apologet, Kirchenvater

Denn das ist eine ihrer ältesten Verfassungsbedingungen, dass keinem seine Religion Schaden bringen darf.
Thomas Morus (1478-1535), englischer katholischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII. (dem Begründer der anglikanischen Staatskirche)

Nur eine Religion, die alle anderen duldet und so deren Wohlwollen würdig ist, kann aus der Menschheit ein Volk von Brüdern machen.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Diejenige Religion ist die beste, die ihre Gläubigen am besten handeln lässt, also am humansten, am mitleidvollsten. Wer die eigene Religion so versteht, wird es nicht schaffen, Andersdenkende zu verfolgen.
Gotthold Ephraim Lessing (1824-1900), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

 

Christen in Saudi-Arabien

Rechtsgrundlage



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Die Saudische Verfassung legt den Islam als Staatreligion fest:
"
Artikel 1: Das Königreich Saudi-Arabien ist ein souveräner arabischer islamischer Staat mit dem Islam als Religion; Allah's Buch und die Sunna seines Propheten, Allah's Gebete und Friede seien mit ihm, sind dessen Verfassung, ...."

Saudi-Arabien
lehnt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte größtenteils als nicht mit dem Islam vereinbar ab und unterzeichnete die Erklärung nicht. Auch spätere Beitritte wies das Land immer wieder mit dem Verweis darauf, dass es gegen Koran und Sharia verstoße. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird als "westlicher Import" oder als "säkulares Verständnis der jüdisch-christlichen Tradition" verworfen.
Mit der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam beschlossen 1990 45 Außenminister islamischer Staaten eine eigene Menschenrechtserklärung, die die Scharia als alleinige Grundlage von Menschenrechten definiert.
"Es gibt kein Verbrechen und Strafen außer den in der Scharia festgelegten."
"Alle in dieser Erklärung festgelegten Rechte und Freiheiten sind der islamischen Scharia nachgeordnet."
Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam 1990, Art. 19, 24

Ein weltweit übergreifender internationaler Konsens bezüglich der Menschenrechte ist damit nicht möglich.
Islamische Oppositionsführer im europäischen Exil beriefen sich aus Opportunitätsgründen auf die Menschenrechte, ohne diese aber, nachdem Sie in ihren Ländern an die Macht gekommen waren, ihrerseits garantieren zu wollen.

Das islamische Minderheitenrecht bezeichnet Murâd Wilfried Hofmann als „das liberalste Statut für Andersgläubige“, „das die Welt bis heute gesehen oder normiert hat“, was zu Recht als Hohn empfunden wurde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Murad_Wilfried_Hofmann

Ayyub Axel Köhler äußert sich unverblümt:
"Eine Verfassung nach dem Prinzip der Gewaltenteilung mit der Institutionalisierung von Legislative, Exekutive und richterlicher Gewalt ist in der islamischen Staatstheorie nicht zu finden. Das ist aus islamischer Sicht insofern verständlich, als die Gesetze – nämlich die göttlichen Gesetze – als Scharia schon vorhanden sind und sich eine im Sinn des Wortes gesetzgebende Macht nicht mehr zu instituieren braucht. Nur Allah ist gesetzgebende Macht."

Urteil der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg über Scharia vom 13. Februar 2003:
"Der Gerichtshof hat entschieden, dass die
Scharia im Widerspruch zu den Grundprinzipien der Demokratie steht, wie sie in der Konvention (der Menschenrechte) gedacht war."
Die Unterzeichner lehnen jeden Vorwurf des Rassismus oder der Fremdenfeindlichkeit ab. Die Scharia zu verurteilen ist ein politischer Akt, der mit den einzelnen Menschen und ihrer Persönlichkeit nichts zu tun hat. Es ist die Scharia, die ein inakzeptables System des Rassismus und der religiösen Fremdenfeindlichkeit aufbaut, indem sie die
Menschen auf Grund ihres Glaubens oder ihres Geschlechts klassifiziert und hierarchisiert und indem sie einen Teil der Menschheit als unrein und minderwertig erklärt.
https://allianceffl.wordpress.com/charta-der-nationen-im-widerstand-gegen-die-scharia/
Rechtspraxis

- der Islam kann wie andere Religionen frei ausgeübt werden
- religiöse Symbole dürfen gezeigt und verteilt werden (z.B. Halbmond, Koran)
- saudische Imame können nach Deutschland einreisen
- Moscheen können gebaut werden, auch mit Minaretten
- Saudi-Arabien finanziert in Deutschland und ganz Europa den Bau zahlreicher Moscheen, Gebetsräumen und Koranschulen
- muslimische Schüler können den Koranunterricht besuchen
- islamische Gebetsversammlungen dürfen abgehalten werden
- muslimische Politiker können bis in die hohe politische Ämter aufsteigen (z.B. Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen,

Aydan Özoğuz, stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD


Alles beginnt mit der Bildung. Man muss sehr genau hinsehen, was den Menschen da in den Koranschulen, den Moscheen beigebracht wird. Prediger werden aus aller Welt importiert, um in den Moscheen zu arbeiten, und keiner weiß, was sie da tun, weil es eben Plätze der Anbetung sind und es sich nicht gehört, sich da einzumischen. Aber wenn da Menschen in Moscheen gehen und gewaltsame Revolution predigen, habe ich als Einwohner eines Landes das Recht zu wissen, was da vor sich geht."
Salman Rushdie (1947- ), indisch-britischer Schriftsteller, Autor der „Satanischen Verse“, Iran sprach gegen ihn in einer Fatwa das Todesurteil aus


In der Kritik steht auch die König-Fahd-Akademie, trotz eines neuen Leiters, der als gemäßigt gilt.
Moschee der durch die saudische Botschaft gebauten und 1995 fertiggestellten König Fahd-Akademie in Bonn-Lannesdorf, die wegen Verbindungen zu islamistischen Kreisen in die Kritik kam (eine von zahlreichen mit saudischen Geldern finanzierten Moscheen der jüngeren Zeit)
http://www.express.de/bonn-nachrichten/staatsanwaltschaft-ermittelt-fahd-akademie--anzeige-gegen-historiker,16812184,17244026.html

Es bestehen begründete Zweifel daran, dass in von Saudi-Arabien fianzierten Bildungsreinrichtungen ein verfassungskonfomer Unterricht stattfindet:
"Der "Hass auf Ungläubige" ist in den Schulbüchern der Bonner König-Fahd-Akademie selbstverständliches Ziel der Erziehung. Und sogar das Töten wird für notwendig gehalten, wenn es um den islamischen Glauben geht. Das geht aus einem Gutachten des nordrhein-westfälischen Landesinstituts für Schule hervor. 40 Schulbücher haben die Forscher untersucht. Ihr Befund: Es sei zwar übertrieben, von einer Erziehung zum Terrorismus zu sprechen, aber es gehe um eine "soziale und mentale Grundlegung für eine solche Option".
Doch trotz dieser alarmierenden Ergebnisse hat die zuständige nordrhein-westfälische Ministerin Ute Schäfer keine Konsequenzen gezogen - der Unterricht geht an der Schule weiter. Zwar stufte die Behörde die Schulbücher als "verfassungsfern" ein - verboten hat sie sie aber nicht. Auch an eine Schließung der König-Fahd-Akademie, wie es beispielsweise der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert, denkt das Ministerium offenbar nicht."
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2004/erste8546.html

2011 unterzeichnete der österreichische Außenminister Spindelegger mit seinen Amtkollegen aus Saudiarabien und Spanien den Gründungvertrag für das
Wiener König-Abdullah-bin-Abdulaziz-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog, für welches das Startkapital aus Riad kommt. Doch am Dialog mit anderen Relgionen sind die geistlichen Würdenträger Saudiarabiens, nur fern ihrer eigenen Heimat interessiert, wenn überhaupt. Was verstehen Sie unter "interreligiösem Dialog"?
http://www.kath.net/news/35719)
Zu dem Urteil gegen den saudischen Blogger Raif Badawi (s. rechts) schwieg das Zentrum. Kritiker sehen in der Eröffnung des Zentrums Heuchelei und einen Kniefall vor Saudi-Arabien. Die Liberalen Muslime veranstalteten zu seiner Eröffntung einen symbolischen Hungerstreik wegen der Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arbabien.
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1316929/AbdullahZentrum_Anzeige-und-Proteste-zur-Eroffnung

Echte Dialogbereitschaft
"O Volk der Schrift, kommt herbei zu einem Wort, das gleich ist zwischen uns und euch."
(Koran, 3,64)
http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_gemeinsames_Wort_zwischen_Uns_und_Euch
Oder Täuschung der Ungläubigen (Taqiyya, oft beschönigend als "religiöse Verhüllung" bezeichnet)?
"Und sie schmiedeten Listen, und Allah schmiedete Listen; und Allah ist der beste Listenschmied."
(Koran, 3:54)
http://derprophet.info/inhalt/taqiyya.htm/

Lass uns ins Gesicht mancher Nicht-Muslime lächeln, währenddessen unsere Herzen sie verfluchen.
Abu Darda (-652), enger Gefährte Mohammeds

"Es ist Allgemeinwissen, das Saudi Arabien der extremste unter den muslimischen Staaten ist. Es finanziert die berüchtigten Madaris (Koranschulen), welche das Gemeinschaftsgebet des Hasses predigen und tausende von fanatischen islamischen Eiferern hervorbringen. Es stellt indirekt die Finanzierung für Bin Ladens al-Qaida Organisation bereit, während seine Bürger die meisten der Kämpfer hierfür stellen. Es unterstützt finanziell und mit anderen Mitteln die palästinensischen Terroristen und andere muslimische antiwestliche Gruppen, überall in der Welt."
James Bissett, früherer kanadischer Diplomat

"Es gibt keinen öffentlich zugänglichen Beleg, dass die Regierung eines Staates an der Entstehung oder der Finanzierung der ISIS als Organisation beteiligt ist", sagt auch Charles Lister, Gastforscher am Brookings Doha Center, einem Ableger der US-Denkfabrik Brookings Institution im Golf-Emirat Katar.
Günter Meyer, der das Zentrum für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz leitet, hat jedoch keinen Zweifel an den Geldflüssen. "Die wichtigste Quelle der Finanzierung war bisher die
Unterstützung aus den Golfstaaten, allen voran Saudi-Arabien, aber auch Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate", so Meyer gegenüber der Deutschen Welle.
Die Motivation der sunnitischen Golfstaaten sei der
Kampf der ISIS gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad in Syrien gewesen, so Meyer. Drei Viertel der syrischen Bevölkerung sind sunnitische Muslime, das Land wird von der Minderheit der Alawiten regiert, einem Seitenzweig des schiitischen Islam.
Inzwischen sei sich die Regierung Saudi-Arabiens jedoch auch der Gefahren bewusst. "Saudis stellen inzwischen das
größte Kontingent ausländischer Kämpfer bei der ISIS. Wenn diese Kämpfer zurückkommen, droht die Gefahr, dass sie sich gegen das saudische Regime wenden", so Meyer. Es gebe jedoch Grund zur Annahme, dass der Finanzierungsstrom aus Saudi-Arabien weiter fließe, "weniger von der saudischen Regierung, sondern von Seiten reicher Saudis."
http://www.dw.de/wer-finanziert-isis/a-17718504

Saudi-Arabien schickt
radikale Imame als Wanderprediger in deutsche Salafisten-Moscheen, wo Sie wie Popstars verehert werden. Über die sozialen Medien indoktrinieren Sie ihre Fans. Solange Sie nicht zur Gewalt aufrufen, können Sie einreisen. Der "Tom Cruise des Salafismus" Muhammad al-Arifi hat im Schengen-Raum Einreiseverbot.
Benno Köpfer, Islamwissenschaftler und Leiter der Analysegruppe Internationaler Extremismus und Terrorismus beim Verfassungsschutz Baden-Württemberg:
"Wenn so ein Prominenter kommt, dann wertet das die Moschee natürlich auf. Auf so etwas wartet die Szene." Viele der Imame aus dem Ausland reisten mit dem Anspruch an, die Jugend in der Diaspora zu beraten. "Aber sie bereiten durch ihre Predigten natürlich den Nährboden für den Schritt in die Radikalisierung."
http://www.welt.de/politik/ausland/article138498190/Wie-Saudi-Arabien-deutschen-Salafismus-finanziert.html


Einer der beliebtesten Namen für Moscheen in Deutschland (und andernorts) ist die Fatih-Moschee. Was hinter diesem Namen steht, wissen die wenigsten. Fatih heißt Eroberer und bezieht sich auf Sultan Mehmed II. Fatih (= der Eroberer), der 1453 Konstaninopel eroberte und die Stadt drei Tage lang von seinen Soldaten plündern ließ. Frauen, Kinder, Greise wurden vergewaltigt, geköpft und gepfählt und auf andere Weise ermordet. Als die letzten christlichen Einwohner in die berühmte Hagia Sophia flüchteten, wurden sie mit den Priestern, die die Messe lasen, ermordet oder zu Sklaven gemacht.
Was würde wohl geschehen, wenn die katholische Kirche in der Türkei eine Kirche bauen würde und sie
Lepanto-Kirche
nennen würde, zur Erinnerung an den christlichen Sieg in der Seeschlacht gegen die muslimischen Osmanen in Lepanto am 7. Oktober 1571?
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Fatih-Moscheen (50 gelistet, auch eine in Nürnberg).
Ein weiterer beliebter Name für Moscheen in Deutschland ist die Tariq.
Tariq ibn Ziyad (670-720) war ein muslimischer Feldherr und Eroberer des Westgoten-Reiches (Al-Andalus, Spanien). https://de.wikipedia.org/wiki/Tariq_ibn_Ziyad
Die Ayasofya-Moschee spielt auf die die Hagia-Sophia in Istanbuld an, die von einer Kirche in eine Moschee umgewandelt wurde. Die Kuppel der Hagia Sophia stellte den Prototyp für den Kuppelbau bei späteren Moscheen
https://de.wikipedia.org/wiki/Ayasofya-Moschee


Von den Anfang des 20. Jahrhunderts (vor dem nach wie vor offiziell geleugneten Völkermord an den Armeniern 1915/1917 und der Vertreibung der chaldäischen und griechischen Christen) noch 20 % Christen auf dem Gebiet der Türkei sind ein Jahrhundert später noch 0,5 % übrig geblieben. Die verbliebenen Christen werden weiter demoralisiert.
"Der 2012 gezeigte
Film "Die Eroberung von 1453" ist der wohl teuerste und wohl auch erfolgreichste türkische Film, der je gedreht wurde. Das mit Märtyrerblut durchtränkte Heldenepos über die Eroberung Konstantinopels wird von der nationalreligiösen Historik hochgelobt.
Der Film fügt sich in die
Agenda des Neo-Osmanismus, den die regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) betreibt. Der Kult um Sultan Mehmed II., der nach sechswöchiger Belagerung am 29. Mai 1453 Konstantinopel einnahm, erreichte damit heute, 90 Jahre nach der Abschaffung der osmanischen Dynastie, einen Höhepunkt. Die dreitägige Plünderung Konstantinopels durch das osmanische Heer wird am Ende des Films nicht einmal angedeutet. Der Enthusiasmus der Türken für dieses Werk bedeutet nichts Gutes für die hier lebenden Christen. In dieselbe Liga fällt die Rede von Premierminister Erdogan - von Beruf Imam -, der 2013 bei der Grundsteinlegung für eine neue Autobahnbrücke über den Bosporus in Istanbul erklärte, dass mit dem Sieg der Osmanen über das christliche Byzanz ein "dunkles Kapitel" beendet und ein "Zeitalter der Erleuchtung" begonnen habe."
(Chorherr, S. 225)
http://www.katholisches.info/2012/10/15/fatih-1453-islamische-uberlegenheit-christliche-karikatur-kampf-der-kulturen-auf-der-leinwand/
Interessant auch die Liste von in Moscheen umgewidmeten Kirchengebäuden und Heiligtümern (viele davon in Konstantinopel) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_in_Moscheen_umgewidmeten_Kirchengeb%C3%A4uden_und_Heiligt%C3%BCmern

Recep Tayyip Erdogan, der auch schon während des Wahlkampes in der Türkei in der Köln-Arena in Deutschland autrat, äußerte sich unmissverständlich:

Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.
(bei einer seiner Reden als Oberbürgermeister von Istanbul, in "Die Welt", 1997, Wegen religiöser Volksverhetzung wurde Erdogan 1998 zu 10 Monaten Haft verurteilt. Das Urteil wurde 2001 aufgehoben)

Es gibt keinen Islam und Islamismus. Es gibt nur einen Islam. Wer etwas anderes sagt, beleidigt den Islam.

Die Öffentlichkeit nahm z.B. von der Verbrennung Hunderter Bibeln im Iran 2011 kaum Kenntnis, während etwa zeitgleich die zu verurteilende Verbrenung eines Korans duch eine christlich-fundamentalistische Splittergruppe in den USA weltweit Empörung auslöste.


In der Türkei reagieren Medien und Staat hysterische auf tatsächliche und vemeintliche christliche Missionsversuche. In einer von der staatlichen Religonsbehörde der Türkei (der auch die Deutsch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) in Deutschland untersteht) vorgeschriebenen Freitagspredigt, hieß es 2005 "Sie (die Missionare) haben versucht, den Islam und die Muslime aus der Welt zu schafen mit der Methode der Heiligen Armeen (gemeint sind die Kreuzzüge)". Vereinzelt werden verdeckte Ermittler (vorgebliche Konvertiten) eingesetzt um Missionsbestrebungen aufzudecken. (Breuer, S. 73 f.)
Auch die Salafisten sprechen heute gerne vom Kampf gegen die "Kreuzzügler" (so etwa bei der Köpfung koptischer Gastarbeiter aus Ägypten in Lybien).

Das katholische Krankenhaus Saint-Vincent de Paul in Bourgoin-Jallieu ist deutlich als christliche Einrichtung gekennzeichnet. Ein aus dem islamischen Kulturkreis stammender Patient, der nun seine Frau zur Behandlung brachte, hat beim Personal durchgesetzt, dass vor der Behandlung das christliche Kreuz aus dem Behandlungszimmer entfernt wurde. Unterdessen hat in Aix-en-Provence ein Patient aus einem islamischen Land beim Krankenhausbesuch in einer christlichen Klinik ein Kreuz von der Wand genommen, es zerbrochen und in den Abfalleimer geworfen (Quelle: La Dauphine Libre und Convenant Zone 24. Juni 2008).
http://fredalanmedforth.blogspot.de/2008/06/frankreich-katholisches-krankenhaus.html
Rechtspraxis

- wahabitischer Islam als Staatreligion
- Verbot jeglicher Religonsausübung außerhalb des Islams (Christentum, Buddhismus, Hinduismus)
Diskriminierung der muslimischen Minderheit der Schiiten (und 2014 bombadieren die Saudis die schiitischen Jemeniten; sunnitische Selbstmord-Attentäter zerstören schiitische Heiligtümer in Irak; Saudi-Arabien wurde als "stabilisiernder Faktor" in der Region vom Westen mit Waffen beliefert, obwohl es auch am Aufstieg des Islamischen Staates (IS) beteiligt war)
- keine Visumserteilung an christliche Geistliche (Einreise nur inkognito in Zivil; Juden und Konfessionslose dürfen Saudi-Arabien gar nicht betreten)
- Verhaftung und Ausweisung von Ausländern, die missionieren
- Einfuhr, Druck und Besitz nicht-sunnitischen religiösen Materials, insbesonder Bibeln, in arabischer Sprache ist verboten (Post wird von Zollbeamten geöffnet, Bibeln, Rosenkränze, religiöse Bilder schon am Flughafen konfisziert)
- nicht einmal eine persönliche Bibel darf auf Flügen mitgenommen werden
- Verbot der Zurschaustellung oder gar Verteilung von christlichen Symbolen (z.B. Kreuz, Bibel, Rosenkranz; Bibelschmugglern droht die Todesstrafe, Bibellektüre wird mit Auspeitschung bestraft); selbst das Rote Kreuz auf einem Erste-Hilfe-Koffer ist verpönt; auch Tötowierungen mit Kreuzen oder Jesusbildern (z.B. bei Sportlern) führen zu Beschwerden und dem Einschreiten der Religionspolizei
- Verbot des Baus von Kirchen
Ruine der einzigen Kirche in Saudi-Arabien
http://susiesbigadventure.blogspot.de/2012/05/old-church-in-jeddah.html
Ruine der holländischen Kirche aus dem 17. Jahrhunderr in Jiddah, der wichtigsten Hafenstadt Saudi-Arabiens am Roten Meer, die vor 100 Jahren schließen musste - der einzigen christlichen Kirche in Saudi-Arabien (Minarett einer Moschee links im Hintergrund)
http://www.beliefnet.com/columnists/on_the_front_lines_of_the_culture_wars/2011/06/will-delta-airlines-enforce-saudi-no-jews-no-bibles-no-crosses-rule.html

"Zerstört alle Kirchen auf der arabischen Halbinsel"
saudischer Großmufti und stellvertretender Justizminister Scheich Abdul Aziz bin Abdullah in einer Antwort auf eine Frage der kuwaitischen NGO-Delegation "Gesellschaft der Widergeburt der islamischen Tradition" (In Kuwait gibt es christliche Kirchen)

Die Washington Post unternahm dazu ein Gedankenexperiment:
Wenn der Papst zur Zerstörung aller Moscheen in Europa aufrufen würde, wäre der Aufruhr katastrophal. Fachleute würden die Kirche angreifen, das Weiße Haus würde sich beeilen, eine Erklärung größter Beunruhigung herauszugeben ....

http://www.welt.de/politik/ausland/article109337821/Selbstbild-als-ewiges-Opfer-des-respektlosen-Westens.html

- Verbot des Feierns von Gottesdiensten, des Sakramentenempfangs (Untergrundkirche in Privathäusern)
- strikte Geschlechtertrennung verbietet es, Männern und Frauen sich in einem gemeinsamen Raum aufzuhalten, etwa um gemeinsam Gottesdienst zu feiern
Doch selbst Privaträume sind vor der Religionspolizei nicht sicher: Saudische Polizei stürmte eine Weihnachtsfeier, drang in das Haus ein und nahm 41 Christen fest – Gastgeber war ein asiatischer Diplomat, der auch saudische und ägyptishe Muslime zu sich eingeladen hatte.
- keine öffentlichen christlichen Hochzeiten
- Konvertiten müssen nach islamischem Brauch heiraten, dürfen ihre Kinder nicht als Christen registrieren oder ihnen christliche Namen geben
- christliche Schüler werden gezwungen, den Islamunterricht zu besuchen
- Benachteiligung von Christen im Fall des Sorgerechts bei Scheidungen
- Verbot des Baus von Kirchen (trotz 3-4 Mio. christlicher Gastarbeiter, z.B. Filippinos; nach wie vor wird so getan, als gäbe es die relativ hohe Zahl von Christen im Land nicht, Saudi-Arabien ist das einzige Land im Nahen und mittleren Osten, in dem es weder eine Kirche noch eine Synagoge noch andere nichtmuslimische Kultstätten gibt)
http://www.katholisches.info/2010/02/22/drei-jahre-ohne-gottesdienst-in-saudi-arabien-schicksal-katholischer-gastarbeiter-im-wahabitenreich/
- religiöses Apartheid-System (kein einziger Christ in einer politischen Funktion)
- Auspeitschen und Haftstrafen für Christen, die Muslime zur Konversion bewegt und zur Flucht verholfen haben


https://newsofcid.wordpress.com/2013/05/15/saudi-arabien-christen-zu-peitschenhieben-und-haftstrafen-verurteilt/

(DIe britische Regierung bewarb sich um 2015 um einen 6-Millionen-Auftrag zum Betreiben von Saudi-Arabiens Sharia-Gefängnissen - ein eklatanter Fall von Dhimmitude)
Der junge saudische Blogger Raif Badawi gründete 2008 das Online-Forum „Freie Saudische Liberale“, eine kritische Website über Politik und Religion in Saudi-Arabien. Am 17. Juni 2012 wurde er verhaftet und es wurde ein Verfahren wegen Abfall vom Islamischen Glauben eingeleitet. Ein islamisches Rechtsgutachten stellte im März 2013 fest, dass er ein Ungläubiger sei und Muslime, Christen, Juden und Atheisten als gleichwertig bezeichnet habe, woraufhin er zu sieben Jahre Haft und viermal 150 Peitschenhieben verurteilt wurde (bereits 100 Hiebe gelten bei einem gesunden Mann als tödlich). Der expliziten Todesstrafe entging er nur dadurch, dass er dreimal das islamische Glaubensbekenntnis aussprach und damit bestätigte, dass er Muslim sei.
http://www.christenverfolgung.org/badawi-entgeht-der-todesfolter.html

Am 11. Januar 2015 lief Dr. Nizar Bin Obaid Madani, Vize-Außenminister von Saudi-Arabien, wie Dutzende andere Diplomaten und Staatschefs durch Paris. Auch er wollte seine Solidarität mit den ermordeten Zeichnern von Charlie Hebdo zum Ausdruck bringen, Pressefreiheit, da geht halt nichts drüber. Zwei Tage zuvor allerdings hatte man im heimischen Dschidda damit begonnen, den Blogger und Regimekritiker Raif Badawi auszupeitschen, die ersten fünfzig Schläge von tausend, nebst einer Gefängnisstrafe von zehn Jahren. Badawi hatte keine Mohammed-Karikaturen veröffentlicht, sondern nur Kritik am saudischen Regime geübt und ein wenig über die "Moralwächter" gespottet. Dennoch wurde er zu einer zwanzigwöchigen, öffentlich zelebrierten Folter verurteilt. Vielleicht ein Todesurteil. Das saudische Regime demonstrierte also binnen weniger Tage für die Meinungsfreiheit in Paris und bestrafte sie mit Folter in Dschidda. Für diese Heuchelei ernteten die Herrscher von Riad und ihr Vize-Außenminister weltweite Kritik und eine Solidaritätskampagne für Raif Badawi.
http://www.zeit.de/2015/04/saudi-arabien-menschenrechte-oel-islamismus
- Missionsversuche, und dazu zählt schon ein Gespräch über den eigenen Glauben, gelten als schweres Vergehen, dass mit dem Tode bestraft werden kann
- Todesstrafe für die Konversion zum Christentum (Ehrenmorde an Konvertiten in Familien)
"Die Abwendung vom Islam ist keine Privatsache, wie bei den Christen, die sich entscheiden, aus der Kirche auszutreten; sie wird als Angriff auf die Gemeinschaft gewertet. Menschen in der islamischen Welt werden als Muslime geboren und sterben als Muslime, ohne die Möglichkeit zu haben, eine eigenständige Entscheidung über ihren Glauben zu treffen."
(Ates, S. 192)
"Wer eine andere Religion als der Islam begehrt, nimmer soll sie von ihm angenommen werden."
(Koran 3:85)

"Wer seine Religion wechselt, den tötet."
Überlieferung eines der wichtigsten Traditionssammler, Buhâri: The Translation of the Meanings of Sahih al-Bukhari, Arabic-English, Vol. 9. Kitab BHaven: New Delhi, 1997, S. 45
- Kinder saudischer Eltern werden als Muslime betrachtet, ungeachtet der religiösen Traditionen, in denen sie aufgewachsen sind (z.B. Kinder deutscher Frauen von Saudis; Entführungsfälle)
- christliche Staatsangehörige und Missionare westlicher Staaten werden bei Vergehen "diskret" des Landes verwiesen (aus "unbedeutenderen Ländern wie Philippinen und Kenia werden sie inhaftiert und hingerichtet.
- zahlreiche Diplomaten, Geschäftsleute, aber auch einfache Arbeitskräfte, sind nicht in der Lage ihre Religion zu praktizieren
- Christinnen sind sexuellem Missbrauch ausgesetzt (Drohung mit Vergewaltigung bei Nichtkonversion zum Islam)
http://www.katholisches.info/2010/01/22/saudi-arabien-einer-philippinin-drohen-nach-vergewaltigung-100-peitschenhiebe/

- alle Christen stehen unter Druck ihren Glauben zu verleugnen, wegen der Diskriminierungen, die sie erfahren
- dennoch steigt die Zahl der Koversionen, durch die Unerschrockenheit, mit der vom neuen Glauben berichet wird aber auch die Gefahr von Verfolgung und Unterdrückung
- Nichtmuslime dürfen die heiligen Städte Mekka und Medina nich betreten - eine Form religiöser Apartheid (bei Verstoß kann die Todesstrafe drohen; Konvertiten müssen ein durch eine Moschee vorgelegtes Konversionszeugnis vorlegen, aber es ist nicht erforderlich wenn man einen muslimischen Vor- und Nachnamen besitzt)


Saudisches Verkehrsschild: ... Makkah Muslims only ...Mekka Nur Muslime

http://www.postedeveille.ca/pers%C3%A9cution-des-chr%C3%A9tiens/page/8/
Man stelle sich vor außerhalb Roms stünden Verkehrszeichen mit der Aufschrift "Rom Nur für Katholiken

Wir kennen keine absoluten Werte außer der totalen Unterwerfung unter den Willen des allmächtigen Allahs. Die Christen und Juden sagen: Du sollst nicht töten! Wir aber sagen, dass das Töten einem Gebet an Bedeutung gleichkommt, wenn es nötig ist. Täuschung, Hinterlist, Verschwörung, Betrug, Stehlen und Töten sind nichts als Mittel für die Sache Allahs!
Ajatollah Sejjed Alī Chāmene’ī ist als Oberster Rechtsgelehrter seit 1989 der politische und religiöse Führer des schiitischen Iran. Selbst bezeichnet er sich als „Oberster Führer

"Nie werden Muslimische Nationen etwas dulden, was sich ausdrücklich gegen den Islam richtet … wer auch immer gegen den Islam aufsteht, wird nichts als Hass und Widerstand ernten … Zwischen dem Islamischen Glauben und den nichtislamischen gesellschaftlichen und staatlichen Einrichtungen kann es weder Frieden geben noch Koexistenz. … Unter den Bedingungen der Gegenwart bedeutet dieser Wunsch [nach einem Islamischen System], sich kraftvoll für eine große Islamische Föderation einzusetzen, die von Marokko bis Indonesien reicht und von Zentralafrika bis nach Zentralasien…. Die Frage nach laizistischen Grundsätzen stellt sich gar nicht erst, der Staat sollte vielmehr Ausdruck und Anwendung sittlicher Wertesysteme sein. … Der Aufbau eines Islamischen Systems erweist sich damit als der vollendete Akt aller Demokratie."
Alija Izetbegović (1925-2003), islamischer bosnischer Politiker, erster Präsident von Bosnien-Herzegowina
Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime,
die den alleinigen Gott anbeten…den Schöpfer des Himmels und der Erde.
 
 
II. Vatikanisches Konzil, Nostra Aetate - Über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen
http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_decl_19651028_nostra-aetate_ge.html


Zur Religionsfreiheit gehört auch das Recht der Werbung für die eigene Religion bzw. der Mission.
Eine Werbetafel mit wechselnden Koranzitaten wirbt für einen friedlichen Islam in der Nürnberger Fußgängerzone, im Hintergrund die Lorenzkirche - man stelle sich eine solche Werbung mit Bibelzitaten in Saudi-Arabien vor einer Moschee vor ...

Es soll kein Zwang sein im Glauben!
"ES SOLL KEIN ZWANG SEIN IM GLAUBEN!"
(Der Heilige Koran 2:257)
(www.muslimefuerdenfrieden.de)
Weiter geht die Sure: Das Rechte ist ja deutlich genug unterschieden vom Falschen.

Der Anfang von Sure 2, Vers 256 wird vielfach falsch übersetzt: “Es gibt keinen Zwang im Glauben …”; aus dieser Wendung leitet man dann die Behauptung ab, Mohammed habe niemanden zum Islam zwingen wollen und eine religiöse Toleranz gepredigt. Der Text lautet aber nicht, wie man, sofern letzteres ausgesagt sein sollte, erwarten müsste: “Es gibt keinen Zwang zum Glauben …” Das Verbalnomen “Zwang” müsste, um diesen Sinn zu rechtfertigen mit der Präposition ‘ala verbunden sein. Die richtige Übersetzung ist: “Im praktizierten Glauben gibt es keinen Zwang“. Sure 2, Vers 256 drückt also den gleichen Gedanken aus wie Sure 2, Vers 185: Gott will es euch mit dem praktizierten Glauben – im Vers 185 geht es um das Fasten im Ramadan – leicht machen, nicht schwer (vgl. auch Sure 22, Vers 78)  Denn die Juden und die Christen, die ja nicht vollends zu Gott hingewandt sind, erfanden Formen der Gottesverehrung, die beschwerlich sind. (Sure 3, Vers 93; Sure 57, Vers 27) Das Thema der Duldung anderer Religionen wird in Sure 2, Vers 256 gar nicht angesprochen.”
Tilman Nagel, Islam, WVA-Verlag Skulima, Westhofen, 2001, S. 152

Eine Religion, die heute den Anspruch erhebt, friedliebend zu sein, muss das Menschenrecht auf freie Religionsausübung vorbehaltlos anerkennen und einfordern.
Friedrich Wetter (1928-), deutscher katholischer Theologe, Kardinal


Nürnberger Woche des christlich-islamischen Dialogs
Nürnberger WOCHEN DES CHRISTLICH-ISLAMISCHEN DIALOGS

http://www.bruecke-nuernberg.de/pdf/aktuell/Woche%20des%20Christlich-


Am Tag der deutschen Einheit, dem 3. Oktober, laden über 1000 Moscheen zu einem "Tag der offenen Moschee" ein.
http://www.tagderoffenenmoschee.de
Auch die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs, die nach dem Bundesamt für Verfassungsschutz ein undemokratisches Staatsverständnis zeigt und die westliche Demokratien ablehnt, wirbt am Tag der offenen Moschee.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mill%C3%AE_G%C3%B6r%C3%BC%C5%9F

Tag der offenen Moschee
http://tom.igmg.org/ (zum Motiv: der "Schutzschirm für die Schutzbefohlenen"?)
Komen Muslime zum Tag der offenen Kirche?

Gründer von Milli Görüs ist Necmettin Erbakan, früherer türkischer Ministerpräsident, der einmal salgte:
"Unser Ziel ist es, auf dem europäischen Kontinent Wurzeln zu schlagen und dort in Ruhe und gemäß den Gesetzen zu leben, so dass eines Tages vielleicht ganz Europa muslimisch ist."

Einmal rein hypothetisch: Was wäre, wenn christliche Kirchen auf der arabischen Halbinsel Muslime zu einem "Tag der offenen Kirche" einladen würden? Sicherlich würden die staatlichen Autoritäten nicht lange zuschauen...

Koranverteilung in Deutschland

Mit der salafistischen Aktion "Lies es!" sollten 25 Millionen Korane an jeden deutschen Haushalt verteilt werden (finanzielle Unterstützung kam von der arabischen Halbinsel)
http://p5.focus.de/img/fotos/crop237937/0592713311-w1200-h627-o-q75-p5/salafisten.jpg
Was wäre die Reaktion, wenn die "Gideons" oder eine Bibelgesellschaft in Arabien jedem Haushalt eine Bibel zukommen lassen wollte?

Bei einem wortwörtlichen Verständnis des Korans als zeitloses Wort Gottes ohne Berücksichtigung der Zeitbedingtheit seiner Entstehung sind eine ganze Reihe von Koransuren nicht gerade förderlich für den interreligiösen Dialog und das friedliche Zusammenleben der Religionen
"Ihr, die ihr glaubt, schließt keine Freundschaft außer mit euch." (Koran 3:118)
"Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind Freunde gegeneinander. Und wer von euch sie zu Freunden nimmt, der gehört fürwahr zu ihnen." (Koran 5:51)
Siehe, schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen, die nicht glauben. (Koran,8:55)
Wahrlich, jene, die ungläubig sind unter dem Volk der Schrift [= Juden und Christen] und den Götzendienern, werden im Feuer der Hölle sein, um darin zu bleiben. Sie sind die schlechtesten Geschöpfe.
(Koran, 98:6)
Noch weniger Äußerungen wie die folgenden vom Cousin Mohammeds und einem der ersten Exegeten des Koran 'Abdallah ibn Abbas, der als religiöse Autorität den Beinahmen "Gelehrter der Umma" erhielt und dessen Überlieferung von Sunniten und Schiiten respektiert wird:
"Es gibt sechs Religionen: eine (d.i. der Islam) ist für den Barmherzigen (Gott) bestimmt, die fünf anderen für den Teufel."

Alle Religionen sind gleich, einige aber scheinbar "gleicher"
Alle Religionen sind gleich, einige aber scheinbar "gleicher". Körperschaft und Anerkennung des Islam in Deutschland: Die faktische Gleichstellung des Islam mit den anderen Religionsgemeinschaften ist in erster Linie nicht vom Gutdünken politischer Entscheidungsträger abhängig, sondern sie ist schlicht und ergreifend verbrieftes deutsches Verfassungsrecht ....
[durchaus interessant der Tonfall...]
Sagen dieselben, die Rechte hier vehement für sich infordern etwas über die Menschenrechtsverletzungen gegenüber Christen in islamischen Ländern (z.B. fehlende Religionsfreiheit, Verbot des Baus von Kirchen und der Ausbildung von Geistlichen in der Türkei)?
Muslimische Vertreter hier fordern, fordern, fordern - und gefallen sich in der Opferrolle - dort ignorieren sie die Menschenrechtslage der christlichen Opfer in islamischen Ländern oder legen andere Beurteilungsmaßstäbe an.
http://www.tarik-moschee.de/de

Satz für Satz, Wort für Wort Sein [=Gottes] herabgekommenes Wort, Seine unmittelbare, Sprache gewordene Mitteilung. […] Die Anerkennung des Korans als Gottes Wort ist für den Muslim konstitutiv. Wer dies nicht glaubt, ist kein Muslim
Murâd Wilfried Hofmann (1931- ), deutscher Jurist, Diplomat in Maghreb-Ländern, zum Islam konvertiert, Gründer des Islam-Arbeitskreises, 2008 von den Lesern der Islamischen Zeitung (Berlin) zum "wichtigsten Muslim in Deutschland" gewählt, 2009 vom Staatsoberhaupt des Emirats Dubai zur "Islamische Persönlichkeit des Jahres" ausgezeichnet

Alle Zitate, die Bin Laden und seine Anhänger zur Rechtfertigung der Anschläge aus dem Koran anführen - ich habe sie nachgeschlagen - sie stehen darin. Wenn der Koran zeitlos ist, dann gilt er für jeden Muslim heute. Also dürfen sich Muslime so verhalten, wenn sie Krieg gegen die Ungläubigen führen.
Ayaan Hirsi Ali (1969- ), somalisch-niederländisch-US-amerikanische Politikerin, Politikwissenschaftlerin, Frauenrechtlerin

Der muslimische Politikprofessor Bassam Tibi führt ein Beispiel der Problematik des Dialogs mit dem Islam an:
"Ein Pfarrer wollte dem Dialogaufruf folgen und suchte den Imam einer Moschee auf, um eine christlich-islamische Begegnung herbeizuführen. Der Imam empfing den Pfarrer höflich und überreichte ihm ein Exemplar des heiligen Buches der Muslime. Der Pfarrer nahm den Koran dankend entgegen und wollte dem Imam als Gegengabe die Bibel schenken. Doch der sah ihn entsetzt an und lehnte es ab, das Buch auch nur anzufassen.
Diese Begegenung veranschaulicht exemplarisch die grundlegende weltanschauliche Differenzen, die ein gegenseitiges Verständnis erschwerden. Der Pfarrer ist von der Haltung des Imams, die er als grobe Unhöflichkeit auffasst, irritiert. Doch der Immam hat nur seinem Glauben entsprechend gehandelt, sich also nach seiner eigenen Wahrnehmung vorbildlich verhalten. Wenn ein Imam einem Pfarrer den Koran schenkt, dann ist dies für ihn ein Akt der Dawa (Aufruf zum Islam) gemäß dem Koranvers "Und sprich .. zu den Ungelehrten: Werdet ihr nun Muslime werden?" (3:20). Etwas anderes ist für ihn die Schenkung einer Bibel; das komt einem Akt christlicher Missionierung gleich, die er natürlich ablehnt. Der Imam und der Pfarrer leben in verschiedenen Welten: Die Denkweise des Pfarrers ist modern, er geht vom religiösen Pluralismus aus, in dem alle Religionen als gleichwertig gelten und daher miteinander in Frieden leben können. Der Imam hingegen ist in seinem Denken und Handeln noch vormodern und vorpluralistisch. Für ihn gilt das Gebot des Koranverses absolut: "Die Religion bei Gott ist der Islam (3:19)."
(Artikel "Selig sind die Betrogenen. Christlich-islamischer Dialog - Täuschungen und westliches Wunschdenken", in Spuler-Stegemann S. 53 f.)

In der Wochenbeilage Venerdì der Tageszeitung La Repubblica schrieb der Vatikanist Filippo Di Giacomo einen Artikel: „Immer stärkeres islamisches Gebet rund um St. Peter“, mit dem er über die Zunahme der Moslems in Rom und in den Straßen und Gassen rund um den Vatikan berichtete.
Di Giacomo berichtete auch von sich häufenden Männergruppen in orientalischen Sackkleidern und Bärten, die vor dem Petersdom Selfies machen. Mit der einen Hand halten sie ihr Smartphone, mit der anderen Hand machen sie ein Victory-Zeichen. Die Geste ist deutungsbedürftig, der erste Gedanken jedenfalls nicht unbedingt beruhigend.
Di Giacomo berichtet vor allem von bärtigen Männern, die in den Gassen und auf den Plätzen rund um den Petersdom Einheimische und Touristen ansprechen: „Willst Du Allah? Gefällt Dir Allah?“
Während ihre islamistischen Standesgenossen im Nahen Osten und Afrika Jagd auf Christen machen, sie vergewaltigen, vertreiben, ermorden, machen Islamisten um den Petersplatz unbehelligt Proselytenjagd.
“Während man im Vatikan diskutiert, gibt es im päpstlichsten Stadtviertel bereits die größte Dichte an islamischen Gebetsräumen Roms“, so Di Giacomo.
http://www.katholisches.info/2015/09/05/islamisten-rund-um-den-peterplatz-auf-proselytenjagd/

"Neuerdings sprechen selbst Funktionäre des Zentralrates der Muslime von einem "europäischen Islam" und geben Bekenntnisse zum Grundgesetz ab. Doch verstehen sie darunter dasselbe wie das von mir vertretene Konzept eins "Euroislam", das heißt; eines mit der zivilisatorischen Identität Europas versöhnten Islam? Ist ihr Bekenntnis zu Demokratie und religiösem Pluralismus aufrichtig oder bloß Iham, also bewusste Täuschung der Ungläubigen, die nach dem Koran ausdrücklich erlaubt ist? Skepsis ist angebracht, wenn man bedenkt, dass im bisherigen Dialog von islamischer Seite nichts als Forderungen und Anklagen erhoben wurden. Die Muslime gefielen sich in der Rolle des Opfers. Den christlichen Vertretern wurde nicht nur die deutsche Vergangenheit vorgehalten, sie wurden auch für die Kreuzzüge und für den Kolonialismus mitverantwortlich gemacht. Zugleich verbaten sich die Muslime, mit der Geschichte des Dschihad konfrontiert zu werden. Bei der islamischen Dschihad-Eroberung ist jedoch viel Blut geflosssen und Muslime haben Nichtmuslime ihren Glauben oftmals brutal aufgezwungen. Doch darüber zu reden gilt als tabu. Lieber reden auch die Christen von ihrer eigenen dunklen Vergangenheit. Ein solches Ritual einseitiger Schuldzuweisung ist kein Beitrag zur Verständigung zwischen den Zivilisationen. Es kommt dabei nur ein verlogener Dialog heraus."
(Bassam Tibi in Spuler-Stegmann, S. 59)

Der Salafistenprediger Pierre Vogel, Konvertit, Sitpendiat am saudi-arabischen Institut für Ausländer der Um-Al-Qura Universität in Mekka, Gründer des vom Verfasssungsschutz beobachteten und inzwischen aufgelösten Vereins "Einladung zum Paradies" vergleicht die Situation der Muslime mit der früheren Verfolgung von Juden durch Nationalsozialisten. Die Schweiz verhängte gegen Vogel wegen seiner volksverhetzenden Reden eine Einreiseverbot. Der in Jamaika geborene und in Kanada aufgewachsene islamistische Prediger Bilal Philipps, mit dem Vogel schon aufgetreten war, und der unter anderem die Todesstrafe für Homosexuelle forderte, wurde dagegen des Landes verwiesen.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13233792/Deutschland-weist-islamistischen-Hassprediger-aus.html
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/verfassungsschuetzer-warnen-saudi-arabien-unterstuetzt-salafisten-in-deutschland-15732.html

"Muslime sind Opfer. Zumindest lieben es die muslimischen Verbände und Funktionäre, diese Rolle breit und laut in der Öffentlichkeit zu inszenieren. Latenter Rassismus, strukturelle Diskriminierung, Sarrazin, AfD und Islamophobie sind gerne verwendete Kampfbegriffe, um ihr Opferdasein medial und politisch wirksam auszuschlachten."
Serap Çileli (1966- ), deutsche Buchautorin und Menschenrechlerin alewitischer Konfession

"Ich habe den Eindruck, dass der Islam und seine Verbände vom Staat mit Vorschusslorbeeren bedacht werden und eine unüberlegte und kritiklose Bevorzugung gegenüber anderen Religionen erfahren. Auf die Problematik der Parallelgesellschaften und der fehlenden Integation der Muslime glaubt der Staat mit einer institutionellen Aufwertung des Islam reagieren zu müssen. Aber wie soll man eine Religion institutilonalisieren, die keine Institutionen kennt? Den Ersten, die sich melden, oder denen, die am lautesten brüllen, den Zuschlag geben? ... Unschuldige Menschen wurden von fundamentalistischen Mulimen getötet, wegen ein paar Mohammed-Karikaturen brannten Fahnen und wurden Morddrohungen ausgestoßen, und der Zorn der Fanatiker soll mit dem Geschenk eines gesetzlichen islamischen Feiertags besänftigt werden? Das ist für mich ein Kniefall und vorauseilender Gehorsam gegenüber religiösem Fundamentalismus. Warum gibt es eigentlich noch keinen gesetzlichen jüdischen Feiertag in Deutschland? Warum fordert man nicht einen Tag, an dem das gesamte Land des unermesslichen Leids gedenkt, das den Juden während des Nationalsozialismus von den Deutschen zugefügt wurde? Und was ist mit dem offenen Antisemitismus vieler Muslime, nicht nur im Nahen Osten? Da wird mit zweierlei Maß gemessen."
(Ates, S. 199)
"Die konservaiven islamischen Verbände, die sich stets auf das Toleranzgebot der Verfassung berufen, wenn sie ihre Rechte als Glaubensgemeinschaft gegenüber dem deutschen Staat einfordern, räumen ihren Kindern und Frauen ein gleiches Maß an Toleranz und Entwicklungsmöglichkeiten nicht ein, vor der Toleranz gegenüber anderen Religionen ganz zu schweigen. So soll es etwa Lehrer in einem Verband geben, die ihre Schüler und Schülerinnen aufordern, nicht zu den Festen "der Ungläubigen" zu gehen. Ich habe grundsätzlich Bedenken gegenüber den islamischen Verbänden, weil die meisten von ihnen eine Politik der kllektiven Identität verfolgen. Der Einzelen wird letztlich nicht als Individuum, sondern als Teil der Gemeinschaft auf- und wahrgenommen und hat sich unteruordnen.!
(Ates, S. 203)

Die Multi-Kulti-Haltung ist naiv … [Muslime] politisieren den Islam, stellen ihren Glauben provokant und fordernd zur Schau. Und sie bauen Parallelgesellschaften auf. Ohne Scheu sagen junge Muslime in Kameras, dass sie jenes Land, in dem sie leben, verachten.
Seyran Ateş (1963- ), türkisch-deutsche Anwältin und Politikerin, SPD


Ein deutscher Nobelpreisträger hat den Vorschlag gemacht, eine Kirche in eine Moschee umzuwidmen, als Goodwill-Geste den Muslimen gegenüber. Bis jetzt warten wir vergeblich auf den Vorschlag eines islamischen Intellektuellen, eine Moschee in eine Kirche umzuwandeln, denn so eine Idee, öffentlich geäußert, könnte ihn sein Leben kosten.
Henryk M. Broder (1946- ), polnisch-deutscher Publizist und Buchautor

Die Zahl der prakizierenden Muslime und der Moscheen in Deutschland nimmt zu; die Zahl der praktizierenden Christen und der Kirchen dagegen ab. Laut dem Informationsdienst Moscheesuche gibt es in Deutschland 2.231 Moscheen.
http://www.moscheesuche.de/
Die Anzahl der Muslime in Hamburg beläuft sich 2015 nach Schätzungen auf rund 130.000. Das sind etwa acht Prozent der Bevölkerung. Dazu kommen rund 50.000 Aleviten. Zum Vergleich: In der Hansestadt leben etwa 570.000 Protestanten und rund 185.000 Katholiken. Interessant: Die Zahl der Moscheen übersteigt mit 50 inzwischen die Anzahl der 42 katholischen Kirchen in Hamburg. Außerdem gibt es 162 evangelische Kirchen.
http://www.abendblatt.de/hamburg/article205206189/In-Hamburg-gibt-es-mehr-Moscheen-als-katholische-Kirchen.html"

Die jüngere Forschung beziffert die Zahl der armenischen Kirchen in der Türkei vor 1915 (als noch über 20 % der Bevölkerung auf dem Gebiet der Türkei Christen waren) auf etwa 2.300. Nur noch 34 Kirchen sind in der heutigen Türkei übrig geblieben, die meisten in Istanbul (bei nur noch unter 0,2 % Anteil von Christen)
http://de.gatestoneinstitute.org/5598/kirchen-tuerkei
Die vermeldete
erste Baugenehmigung für eine christliche Kirche der Türkei auf staatlichem Grund Anfang 2015 in Istanbul, die von den deutschen Medien (naiv-gutgläubig) aufgegriffen wurde, entpuppte sich als Mogelpackung. Ende 2014 hatte Papst Franziskus bei seinem Türkei-Besuch deutlich Meinungs- und Glaubensfreiheit gefordert. Von aus Ostanatolien vertriebenen syrisch-aramäischen Christen leben noch 20.000 in Istanbul, wo sie ihre Gottesdienste im Schichtbetrieb als Gäste der katholischen Kirche betreiben. Der zeitgleich mit der KIrche genehmigte Bau einer riesigen Mosche auf dem höchsten Hügel Istanbuls wurde fast abgeschlossen, während die Kirche nicht über das Planungsstadium herauskommt. Zuletzt verlangten die Behörden, dass sie von den geplanten 900 Quadratmetern auf die Hälfte verkleinert werden solle. Die neue Moschee ist rund 30.000 Quadratmeter groß.Weit schwerer wiegt, dass es sich bei dem von der Stadt zur Verfügung gestellten Grundstück für den Kirchenbau keineswegs um städtischen Boden handelt, sondern um einen römisch-katholischen Friedhof. Das Grundstück, das der Kirche im Jahr 1868 von einem Gemeindemitglied vermacht worden war, wurde 1950 vom Staat enteignet worden. Im Zuge der türkischen Reformen nach der Jahrtausendwende hatte die katholische Kirche gehofft, den Friedhof zurückzubekommen. Stattdessen wurde er 2012 der syrisch-orthodoxen Gemeinde für ihre Kirche angeboten. Die katholische Gemeinde legte über ihre Anwälte Protest ein, doch der verhallte ebenso ungehört wie eine Protesterklärung syrisch-orthodoxer Intellektueller.
Bis heute konnte nicht einmal der Grundstein gelegt werden, weil die türkischen Behörden reihenweise Einsprüche erhoben - zuletzt die Naturschutzbehörde, weil dabei Bäume gefällt würden.
http://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2015-01-06/kirchen-neubau-istanbul-eine-mogelpackung

http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/getuerkt-doch-keine-neue-kirche-in-istanbul-90640/

In der Türkei sind Christen und Kirchen seit langem vielfältigen Diskriminierungen juristischer und anderer Art ausgesetzt. So haben christliche Kirchen keine eigene Rechtspersönlichkeit, kirchliche Bauvorhaben sind einem extrem komplizierten und langwierigen Genehmigungsverfahren unterworfen. Die Kirchen dürfen keine Geistlichen ausbilden. Renovierungsvorhaben müssen durch das Außenministerium genehmigt werden. Fehlender geistlicher Nachwuchs trocknet seither die Reste christlichen Lebens in der Türkei langsam aus. Die Kirchen in der Türkei überaltern. In jüngster Zeit mehren sich gezielte Anschläge auf katholische Priester.
http://de.wikipedia.org/wiki/Christenverfolgung#T.C3.BCrkei
In den Worten eines Kirchenvertreters, der aus Sorge um seine Gemeinde anonym bleiben will: Christen sind in der Türkei eine bedrohte Art.
http://de.gatestoneinstitute.org/5598/kirchen-tuerkei#_ftn3
Das staatliche Präsidium (Amt) für Religionsangelegenheiten (Diyanet İşleri Başkanlığı) fördert und finanziert den Moscheebau und die inzwischen über 100.000 Imame des Landes und der türkeistämmigen Auslandsgemeinschaften – zum Beispiel in Deutschland.
http://www.igfm.de/tuerkei/christen-in-der-tuerkei/ 

Laut einer Umfrage von Professor Ersin Kalaycioglu von der Universitat Sabanci und Professor Ali ‎Carkoglu von der Universität Koc unter dem Titel "Nationalismus in der Türkei und weltweit" von 2014 glauben 89 Prozent der Türken, dass sich eine Nation durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion definiere. Die Frage, ob eine bestimmte Religion [Islam] wichtig sei für die Idee der Nation wurde in 38 Ländern gestellt; mit ihren 89 Prozent "Ja"-Stimmen rangiert die Türkei auf Platz eins in der Welt. "Laut [türkischen] Bürgern auf der Straße ist ein Türke jemand, der Muslim ist", sagt Professor Carkoglu.
Uzay Bulut, eine gebürtige Muslimin, türkische Journalistin in Ankara mit Schwerpunkt auf ethnischen und religiösen Minderheiten in Artikel "Kirchen in der Türkei am Rande der Auslöschung."
http://de.gatestoneinstitute.org/5598/kirchen-tuerkei#_ftn3

"Auch wenn sie es nicht wahrhaben will, aber die Türkei hat ein Problem mit Andersgläubigen", sagt Ishok Demir, ein junger Schweizer mit aramäischen Wurzeln, der mit seinen Eltern nahe Mor Gabriel lebt. "Wir fühlen uns hier nicht sicher." Das liegt vor allem daran, dass Armenier, Assyrer, Griechen, Katholiken und Protestanten in den Verschwörungstheorien nationalistischer Türken einen festen Platz haben: als Verräter, Ungläubige, Spione und Beleidiger des Türkentums. Laut einer Umfrage des amerikanischen Pew Research Center ist das Christentum für 46 Prozent aller Türken eine gewalttätige Religion. In einer jüngeren türkischen Studie lehnen 42 Prozent der Befragten Christen als Nachbarn ab.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69174713.html

Politik, Medien und die breite Öffentlichkeit müssten die Lage der christlichen Minderheiten in den Herkunftsländern der Muslime in Deutschland viel kritischer und kontinuierlicher beobachten !

Ihr (Gläubigen) seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Gott. Und wenn die Leute der Schrift geglaubt hätten, wahrlich, es wäre gut für sie gewesen! Unter ihnen sind Gläubige, aber die Mehrzahl von ihnen sind Frevler.“
(Koran, 3:110)

Er ist’s, der Seinen Gesandten mit der Leitung und der Religion der Wahrheit entsandt hat, um sie über jede andere Religion siegreich zu machen, auch wenn es den Götzendienern zuwider ist.
(Koran, 61:9)

Ungläubig sind gewiss diejenigen, die sagen: "Gott ist Christus, der Sohn Marias."
(Koran, 5:17)

Der Islam hat uns [Muslimen] befohlen, gegeneinander barmherzig zu sein. Den Ungläubigen gegenüber müssen wir herablassend und hart sein. Allah beschrieb die Weggefährten Allahs Propheten - Allahs Segen und Heil seien auf ihm - folgendermaßen: 'Muhammad ist der Gesandte Allahs. Und die, die mit ihm sind, sind hart gegen die Ungläubigen, doch barmherzig gegeneinander.' (Sure 48, 29) Der Islam erlaubt uns [Muslimen], die Frauen der Juden und Christen zu heiraten. Diese dürfen jedoch unsere Frauen nicht heiraten, denn die Juden und Christen sind uns unterlegen, unsere Frauen sind ihnen überlegen. Der Niedrige darf nicht über dem Hohen stehen. Der Islam ist überlegen. Nichts darf dem Islam überlegen sein. Wir glauben an ihre Propheten, sie glauben aber nicht an unsere Propheten. Der Islam hat uns befohlen, die Juden und Christen von der Arabischen Halbinsel zu vertreiben. Sie dürfen dort nicht bleiben, denn die Arabische Halbinsel ist das Land der Botschaft [des Islam]. Deshalb dürfen wir das Land nicht mit den unreinen Juden und Christen verschmutzen. Allahs Prophet - Allahs Segen und Heil seien auf ihm - sagte: 'Vertreibt die Polytheisten von der Arabischen Halbinsel' (Sahih al-Bukhari 2932 und Sahih Muslim 3089). Der Islam hat uns verboten, von dem Geschirr der Juden und Christen zu essen, es sei denn, es besteht ein Zwang, das zu tun. In diesem Fall müssen wir zuerst das Geschirr gründlich abwaschen. Als Allahs Prophet - Segen und Heil seien auf ihm - nach dem Essen über das Geschirr der Juden und Christen befragt wurde, antwortete er: 'Falls ihr [Muslime] anderes Geschirr [als das von Juden oder Christen] findet, benutzt es nicht. Falls ihr nichts anderes findet, dann esst davon, aber wascht es zuerst gründlich.' (al-Bukhari 5056 und Muslim 3567). Der Islam hat uns verboten, uns ähnlich wie die Ungläubigen zu kleiden oder ähnlich wie sie zu essen und zu trinken. Denn wir sind die Überlegenen und die Ungläubigen sind die Unterlegenden. Der Überlegene ahmt nicht den Unterlegenen nach. Allahs Prophet, Allahs Segen und Heil seien auf ihm, hat denjenigen, der die Ungläubigen nachahmt, die Hölle versprochen: 'Wer ein Volk nachahmt, wird einer von ihnen.' Diese [Aussage Muhammads] wurde von Abu Dawud (3412) überliefert. Al-Albani stufte diese Überlieferung als authentisch ein [also als hadith sahih]. Die Überlieferung kann (unter Sahih Abu Dawud. 3401) aufgefunden werden. Unser Prophet [Muhammad] hat uns befohlen, gegen die Ungläubigen zu kämpfen, wenn wir in der Lage sind, sie in ihren Ländern zu erobern und sie vor die Wahl zu stellen, bevor wir ihre Länder erobern: 1. Zum Islam überzutreten. In diesem Fall werden sie [die Ungläubigen] wie wir betrachtet, sie haben unsere Pflichten und Rechte; 2. Tribut [an Muslime] im erniedrigten Zustand zu zahlen; 3. Sich für den Krieg [gegen uns Muslime] zu entscheiden. In diesem Fall werden uns [im Falle unseres Sieges] ihr Eigentum, ihre Frauen, Kinder und Ländereien gehören. Sie gelten den Muslimen als Kriegsbeute.
saudi-arabischer islamischer Rechtsgutachter Muhammad Salih al-Munajjid
http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5492e2958de.0.html
 

"Oh Allah, schenke Sieg, Ehre und Macht unsere Brüdern den Dschihadisten im Jemen, in Syrien, im Irak, auf der ganzen Welt. Lass sie triumphieren über die verräterischen Juden, die bösartigen Christen und die unzuverlässigen Heuchler."
Das „Gebet“ von Iman von Mekka Abdurrahman ibn Abdulaziz as-Sudais wurde vom regierungsnahen ägyptischen Fernsehsender al-Qahera Wal Nas ausgestrahlt.
http://www.katholisches.info/2016/09/13/imam-der-heiligen-moschee-in-mekka-oh-allah-schenk-den-dschihadisten-auf-der-ganzen-welt-den-sieg/ 

Vergleich Strafen in Saudi-Arabien und beim IS
Vergleich von Strafen beim "Islamischen Staat" und in Saudi-Arabien
http://www.spiegel.de/politik/ausland/is-islamischer-staat-saudi-arabien-verhaengt-aehnliche-strafen-a-1014231.html


Bibelschmuggel kann mit dem Tode durch Enthauptung bestraft werden.
http://www.raymondibrahim.com/muslim-persecution-of-christians/s
 

Wegen Bibellektpre abgeschnittene Hand
Abschneiden der Hand als Strafe für das Lesen der Bibel in Saudi-Arabien. Eine andere grausame Methode ist, die Hand mit vielen Schnitten bis auf die Knochen zu zerschneiden und durch das Zertrennen von Muskeln und Sehnen gebrauchsunfähig zu machen; eine schmutzige Umgebung hierfür führt zu gefährlichen Infektionen.
http://www.thedailytrends.net/2013/08/islamic-hand-cutting-punishment-for.html

Mund und AUge von Muslimin in Saudi-Arabien zugenäht
Für die "blasphemischen und unerträglichen" Worte "Jesus Christus, der Friede sei mit ihm, ist ein persönlicher Retter", die Ihre Arbeitgeber empörten, wurde einer Christin zur Strafe Mund und Auge zugenäht.
http://www.conservativeinfidel.com/muslims-sew-mouth-eye-shut-christian-girl-punishment-beliefs/

Jeder kann denken, glauben und zum Ausdruck bringen, was er denkt und glaubt, ohne dass ein anderer einschreitet oder ihn behindert, solange er innerhalb der allgemeinen Grenzen, die die šarî’a vorschreibt, bleibt. Nicht erlaubt ist die Verbreitung von Unwahrheit und die Veröffentlichung dessen, was der Verbreitung der Schamlosigkeit oder Schwächung der Umma dient.
Artikel 12 der Kairoer Erklärung der Menschenrechte

"Wenn die Heuchler und diejenigen, die in der Stadt Unruhe stiften, nicht aufhören, werden wir dich bestimmt veranlassen, gegen sie vorzugehen, und sie werden dann nur (noch) kurze Zeit in ihr deine Nachbarn sein. Ein Fluch wird auf ihnen liegen. Wo immer man sie zu fassen bekommt, wird man sie greifen und rücksichtslos umbringen".
(Koran, 33:60-61)


SHOW TRUE TOLERANCE BUILD CHURCHES IN SAUDI-ARABIA
Zeigt wahre Toleranz. Baut Kirchen in Saudi-Arabien
https://koptisch.wordpress.com/2012/12/28/in-wie-dialug-fuhren-und-zu-hause-41-christen-verhaften/

Do ut des - gebe, damit dir gegeben wird !

Der norwegische Außenminister Jonas Gahr Störe will verhindern, dass Saudi Arabien den Bau von Moscheen in Norwegen finanziert. Laut einem Bericht der norwegischen Tageszeitung “Verdens Gang” hat das Außenministerium in Oslo islamischen Zentren die Genehmigung für finanzielle Unterstützung aus Saudi Arabien mit der Begründung verweigert, dass in Saudi Arabien christliche Gemeinschaften verboten sind.
Es wäre “paradox und unnatürlich, die Finanzierung aus Quellen in einem Land zuzulassen, in dem keine Religionsfreiheit herrscht, zitiert das Blatt aus dem Antwortschreiben des Ministeriums an das Tawfiiq Islamische Zentrum in Oslo. Ein ähnliches Schreiben sei an ein weiteres islamisches Zentrum im nordnorwegischen Tromsö unterwegs. Dieses hatte einen entsprechenden Antrag eingereicht. Außenminister Störe ergänzte, es sei prinzipiell nur eine Ablehnung des Finanziersantrags in Frage gekommen. “Wir haben außerdem die Gelegenheit dazu benützt, darauf hinzuweisen, dass eine Erlaubnis paradox wäre, so lange es in Saudi Arabien strafbar ist, christliche Gemeinschaften zu gründen." Störe ergänzte, dass viele seiner europäischen Amtskollegen ähnliche Probleme mit Moscheen- Finanzierung mit Hilfe staatlicher und privater Gelder aus saudischen Quellen hätten. Norwegen wolle daher die Angelegenheit im Rahmen des Europarats auf die Tagesordnung setzen. Außen-Staatssekretär Espen Barth Eide reiste am Dienstag nach Saudi Arabien. Er hat den Auftrag, die Frage der Moscheen-Finanzierung dort bilateral zu thematisieren.
https://koptisch.wordpress.com/2010/10/22/norwegen-will-von-saudi-arabien-kein-geld-fur-moscheen/

Leider hat Europas Glaubwürdigkeit hinsichtlich des Eintreten für die Einhaltung von Menschenrechte in der Vergangenheit stark gelitten (man denke etwa an die Untätigkeit bei dem Massaker an bosnischen Muslimen in Srebrenica oder an die Gleichgültigkeit gegenüber dem Abschlachten und der massenhaften Vertreibung  von Christen in Irak und Syrien). Es wäre wünschenswert, wenn es in der Frage der Religionsfreiheit, wie der Menschenrechte allgemein, zu einer glaubwürdigeren Haltung zurückfände, und diese nicht ökonomischen oder politisch-strategischen Interessen opfern würde.

Präsident Barack Hussein Obama traf 2014 König Abdullah von Saudi-Arabien, ohne dass er oder die Medien ein Wort über die Verfolgung der Christen in Saudi-Arabien verlor obwohl 70 Kongress-Mitglieder ihn in einem Brief darum gebeten hatten, dieses Thema anzuschneiden.
http://www.persecution.org/2014/07/16/worldwide-christian-persecution-is-increasing-and-is-largely-ignored/
Während er der christlichen Tradition der USA nicht nachtrauert - "Was immer wir einst waren, wir sind nicht länger eine christliche Nation." macht er sich Sorgen um die Zukunft des Islam - "Die Zukunft darf nicht denen gehören, die den Propheten des Islam verleumden."
Obama_bezeichnet_saudischen_König_als_Freund
Der Friedensnobelpreisträger Obama sprach von einer "wahrhaften und warmherzigen Freundschaft" mit dem saudischen König Abdallah.
http://www.ouest-france.fr/roi-abdallah-darabie-saoudite-le-monde-lui-rend-hommage-3136699

Für die Wirtschaft scheinen die Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien kein Hindernis zu sein: Die Unternehmen liefern weiter in das Königreich – und schweigen. Dabei gehören inzwischen 270 deutsche Firmen – von den meisten Dax-Konzernen bis zu Mittelständlern – zu den Unterzeichnern des UN Global Compact, der Initiative der Vereinten Nationen zur Förderung von nachhaltiger Entwicklung und Unternehmensführung. Die Beteiligten verpflichten sich auf zehn Prinzipien. An erster Stelle: Die Unterstützung und Achtung der Menschenrechte.
Und es werden Rüstungsgüter für viele Millionen Euro geliefert.
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/saudi-arabien-handelsbeziehungen-trotz-harter-strafen/11274464.html

* * *

Viele Muslime fordern Respekt gegenüber dem Propheten Mohammed, dem Koran und dem Islam. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie bereit sind, diesen Respekt auch anderen Religionen entgegenzubringen. Aus einem Gefühl der Überlegenheit heraus wird
mit zweierlei Maß gemessen.

Aber auch im im säkularisierte Westen wird oft mit zweierlei Maß gemessen, wenn es um die Behandlung von Christen und Muslimen geht. Politiker, Intellektuelle und Medienvertreter beklagen die "Islamophobie" oder das "Feindbild Islam" hierzulande, und entschuldigen sich für die Kreuzzüge, die gleichen aber sprechen nicht von "Christophobie" oder dem "Feindbild Christentum" oder Dschihad und Dhimmitude in den muslimischen Ländern. Aus falsch verstandener Toleranz, ja manchmal schon einer Art Unterwürfigkeit (s. Dhimmitude) werden Menschenrechte und Verfassungsgrundsätze mit der Rücksichtnahme auf religiös-kulturelle Besonderheiten in Frage gestellt.

"Die Angst, an andere Maßstäbe anzulegen, die man für sich selbst für selbstverständlich hält, führt dazu, dass Freiheitsverletzungen akzeptiert werden, die nicht akzeptabel sind. So wird es als fester Bestandteil einer anderen Kultur akzeptiert, wenn Eltern ihre Kinder von der deutschen Gesellschaft fern halten, beim Schwimmunterricht und bei Klassenreisen fehlen lassen, wenn Jungen und Mädchen getrennt aufwachsen sollen...
Necla Kelek (1967- ), türkisch-deutsche Sozialwissenschaftlerin und Publizistin, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz

"Man muss offen sagen, die Religion des Islam erlaubt die Integration nicht. Ein Muslim darf sich einem Nichtmuslimen nicht fügen. Wenn er in der Diaspora lebt, dann ist das eine Notsituation, und er kann sich absondern. Das besagt die normale Religion und nicht die fundamentalistische Variante...
Die Islamisierung der Welt ist ein fester Bestandteil islamischer Weltanschauung. In der Begrifflichkeit des Islam heißt das: Es müsse das Dar al-Islam (Haus des Islam) auf die gesamte Erde ausgeweitet werden, um es in ein Dar al-Salam (Haus des Friedens) zu verwandeln. Selbst noch die liberalere islamische Reformtheologie hebt al-Taqhallub (Dominanz) als Wesensmerkmal des Islam hervor."
Bassam Tibi (1944- ), syrisch-deutscher Politikwissenschaftler, Befürworter eines an die europäischen Werte angepassten Euro-Islams
 

In diesem Zusammenhang verwende ich im Hinblick auf eine klare Werteorientierung für Europa den Begriff Leitkultur [i.S. von Grundrechten und Menschenrechten]. Ich verstehe darunter eine der Integration dienende Werteorientierung, die jede Gesellschaft benötigt. Leitkultur steht im Gegensatz zum Begriff der Wertebeliebigkeit. .... seit dem 11. September wissen wir, dass die Demokratie Grenzen setzen muss, dass nicht jeder nach seinem eigenen Belieben, unter Rückgriff auf seine Zugehörigkeit zu einer fremden Kultur, handeln und der Gesellschaft Schaden zufügen kann. Was am 11. September passiert ist, darf nicht sein; und wenn man sagt, „das darf nicht sein“, dann ist das schon Leitkultur. Die europäische Zivilisation muss zu ihren demokratischen und liberalen Werten stehen und diese auch verteidigen.
Bassam Tibi (1944- ), syrisch-deutscher Politikwissenschaftler, Befürworter eines an die europäischen Werte angepassten Euro-Islams

Der Althistoriker Egon Flaig hat sich gegen die Aussage muslimischer Verbandsfunktionäre gestellt, der Islam gehöre zur Geschichte Europas. In einem Kommentar für das Nachrichtenmagazin ”Focus” widersprach Flaig unter anderem dem Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat. Verbände mit Sonderinteressen könnten ein kulturelles Gedächtnis pflegen, das ohne historische Wahrheit auskomme, so der an der Universität Rostock lehrende Professor. Diese Wahrheit bestünde darin, dass die “theokratische Durchdringung des Politischen” in der islamischen Welt für republikanische Gemeinwesen, wie sie Europa prägten, nicht den mindesten Spielraum gelassen habe. “Wo hat es je unter islamischer Herrschaft sich selbst verwaltende Bürgerschaften gegeben, wo beschließende Volksversammlungen, wo Parlamente? Nirgendwo finden wir reguläre Wahlen, nirgendwo Abstimmungen, nirgendwo städtische Verfassungen, nirgendwo ein Rathaus, schreibt Flaig in “Focus”. Heute gebe es islamische Strömungen, die nicht der Scharia folgten, und den mächtigen Scharia-Islam. Der Unterschied sei fundamental für die Chancen von Demokratie und Menschenrechten: “Wie der Nationalsozialismus die Menschen in Herrenmenschen und Untermenschen auf rassischer Basis spaltete, so hat die Scharia eine religiöses Apartheid-System geschaffen. Ferner verlangt die Scharia, dieses System über die Welt auszudehnen. Der Scharia-Islam darf getrost als Islamofaschismus bezeichnet werden, als der momentan gefährlichste Rechtsradikalismus der Welt”, so Flaig. Niemals habe dieser Islam zu Europa gehört. Vielmehr habe sich die europäische Kultur nur deshalb zu bilden vermocht, weil sie sich mehr als 1.000 Jahre lang gegen die ständigen Angriffe der islamischen Sultanate und Emirate behauptet habe. Nur ein Islam unter dem Dach des Grundgesetzes, folgert Flaig, könne Teil unseres Landes sein.
https://diesiebtesichel.wordpress.com/tag/die-linksradikalen-freunde-des-rechtsradikalen-islam-egon-flaig

Der Unterschied liegt darin, dass im Islam keine Säkularisierung stattgefunden hat. Es hat keine Neuinterpretation gegeben, keine Verweltlichung, keine Aufklärung. Es gab dort keinen Mendelssohn, keinen Luther und auch keine bibelkritische Auslegung, die die Schrift nicht wörtlich nimmt. Da, wo die Schrift wörtlich genommen wird, kommt es ja auch bei Juden und Christen zu Katastrophen.
Henryk M. Broder (1946- ), polnisch-deutscher Publizist und Buchautor

"Saudische Beamte haben ihre offene Missachtung für die Religionsfreiheit dadurch bewiesen, dass sie Christen verhaftet, misshandelt und deportiert haben, weil sie ein Gebetstreffen abhielten. Die Saudis täuschen die internationale Gemeinschaft, wenn sie vorgeben, die Toleranz zwischen Anhängern unterschiedlicher Religionen fördern zu wollen. Denn in Wirklichkeit tolerieren sie keine andere Religion als den Wahhabi-Islam saudischer Prägung. Die internationale Gemeinschaft muss Saudi-Arabien unter Druck setzten, damit sie die Religionsfreiheit respektieren."
Jordan Racho von International Christan Concern
https://gebetskreis.wordpress.com/2012/08/03/saudi-arabien-die-jiddah-35-wurden-abgeschoben/

"Es ist ein wachsender Genozid im Gang", schrieb die Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali jüngst in einem Essay für das US-Magazin Newsweek. In den vergangenen Jahren sei die gewaltsame Unterdrückung von Christen zur Norm geworden, allen voran in muslimischen Ländern. Die globale Ignoranz gegenüber dieser religiösen Intoleranz bezeichnete Ali als "Verschwörung des Schweigens" und sorgte damit in der angelsächsischen Welt für Aufsehen.Hirsi Ali ist die erste prominente Persönlichkeit, die in ungeschminkten Worten auf die wachsende Christenverfolgung aufmerksam macht. Hätte ein christlicher Politiker oder Kulturschaffender diese Lanze für unterdrückte Christen gebrochen, hätte er im Westen Kopfschütteln ausgelöst und unter Muslimen einen Sturm der Entrüstung provoziert. Nicht so Hirsi Ali. Das mag an ihrer Biografie liegen. Die 42-Jährige wurde in Somalia geboren und streng islamisch erzogen, musste sich einer Beschneidung unterziehen, ging eine arrangierte Ehe ein, revoltierte gegen ihren Koranlehrer, der ihr den Schädel brach, und floh 1992 schliesslich nach Europa, wo sie sich einen Namen als unerschrockene Kritikerin des Islam machte. (Ali realisierte den Kurzfilm "Submission" – Unterwerfung – zusammen mit dem Regisseur Theo van Gogh, der deswegen ermordet wurde.) Die Christenverfolgung habe eine ungekannte Dimension erreicht, konstatiert Ali, die sich als Atheistin bezeichnet. "Nichts weniger als das Schicksal der Christenheit – und letztlich von allen religiösen Minderheiten – in der islamischen Welt steht auf dem Spiel."
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2012-10/verschwoerung-des-schweigens-die-weltwoche-ausgabe-102012.html


http://koptisch.wordpress.com/2011/03/12/religionsfreiheit-ist-keine-einbahnstrase/

Religionsfreiheit ist keine Einbahnstraße -  schaut nicht weg und macht den Mund auf ! - sprecht die Menschenrechtsverletzungen an und setzt Euch für die Opfer ein !


 

Hintergrundinformationen:

rotepfsp.gif (841 Byte) Dschihad und Dhimmitude oder der Niedergang des Christentums unter dem Islam vom 7. bis 21. Jahrhundert

rotepfsp.gif (841 Byte) Völkermord an den Armeniern (seitens der türkischen Regierung nach wie vor geleugnet)
rotepfsp.gif (841 Byte) Religionsfreiheit und religiöse Toleranz 

 

Quellen:

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Menschenrechte/Aktuell/130109-Open-Doors-Christenverfolgung.html
http://www.christenverfolgung.org/tags/saudi-arabien
https://www.ekd.de/download/ekd_fuerbitte_2014_1.pdf
http://www.welt.de/politik/ausland/article5416934/Das-Kreuz-in-den-Laendern-des-Halbmondes.html
http://www.welt.de/politik/deutschland/article106565063/Druckerei-produziert-wieder-Korane-fuer-Salafisten.html
hthttp://www.welt.de/debatte/kommentare/article106184713/Nehmt-den-Koran-und-verschenkt-die-Bibel.html
http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/deutschland-koranverteilaktion-juden-und-christen-landen-in-der-hoelle.html
https://www.opendoors.de/verfolgung/laenderprofile/saudi-arabien/
http://en.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_religion_in_Saudi_Arabia
http://en.wikipedia.org/wiki/Human_rights_in_Saudi_Arabia
https://themuslimissue.wordpress.com/2015/01/25/british-government-bids-for-6million-contract-to-run-saudi-arabias-sharia-prisons/
http://en.wikipedia.org/wiki/Universal_Declaration_of_Human_Rights#Islamic_countries
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/islamkonferenz-trojanisches-pferd-1434076.html
http://fr.wikipedia.org/wiki/Libert%C3%A9_de_religion_en_Arabie_saoudite
http://www.dailymotion.com/video/x3vz8k_persecution-chretiens-en-arabie-sao_news

http://www.deutschlandradiokultur.de/salafisten-auf-dem-vormarsch.1001.de.html?dram:article_id=248795
http://www.todesstrafe.de/todesstrafenatlas_Saudi%20Arabien.html

Ursula Spuler-Stegmann (Hg.): Feindbild Christentum im Islam. Eine Bestandsaufnahme. Freiburg: Herder 2004
Rita Breuer: Im Namen Allahs? Christenverfolgung im Islam. Freiburg: Herder 2012
Christa Chorherr: Im Schatten des Halbmonds. Christenverfolgung in islamischen Ländern. Wien: Styria 2013
Antonius Liedhegener, Ines-Jacqueline Werkner (Hrsg.): Religion, Menschenrechte und Menschenrechtspolitik. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften
Seyran Ates: Der Multikulti-Irrtum. Wie wir in Deutschland besser zusammenleben können. Berlin: Ullstein, 4. Aufl. 2007
Bassam Tibi. Im Schatten Allahs. Der Islam und die Menschenrechte. München: Piper 1994

 

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