"Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg
Politik ohne Gott? 
 

 

... oder die Verdrängung und Verleugnung des Christlichen

Beispiel 1: Kein Wort über Gott auf dem Kirchentag

Noch nie hatte ein Kirchentag so viele Politiker angezogen. „Wer diesmal das 720 Seiten starke Programmheft durchblättert“, schreibt die „Frankfurter Rundschau“, „gewinnt den Eindruck, die Firma Bundestag mache Betriebsferien.“ Zwar sieht man in der täglichen Politik wenig christliches Profil, zwar ist in Brüssel Deutschland in Sachen Bioethik und Gottesbezug in der Verfassung der Europäischen Union nicht als besonders hartnäckiger Verfechter christlicher Ethik hervorgetreten, zwar verzichteten etliche Minister des Kabinetts Schröders auf eine Vereidigung mit dem Zusatz „So wahr mir Gott helfe“. Zwar bezeichnen sich Schröder als zweifelnder Protestant und Fischer als „atheistischer Christ“. Doch die Gelegenheit, sich von tausenden politisch aufgeschlossenen junger Menschen beklatschen zu lassen, lässt man sich als Spitzenpolitiker nur ungern entgehen. Schade nur, dass so viel über Europa, Umwelt und Wirtschaftspolitik geredet wurde, das Wort „Gott“ aber so selten fiel. ... Das Wort „Gott“ oder „Glaube“ fiel weder bei dem Auftritt Lafontaines, noch bei dem von Kanzler Schröder oder Joschka Fischer.
Alexander von Schönburg, Journalist
http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=4262

Beispiel 2: Kein Gottesbezug in der Eidesformel

Wir brauchen Politikerinnen und Politiker, die sagen, wo sie stehen, woraus sie Kraft schöpfen, vor wem sie sich verantworten. Wer bei der Vereidigung sagt: "...so wahr mir Gott helfe", zeigt, dass er oder sie nicht allein dem eigenen Können vertrauen, sondern sich im Gelingen wie im Scheitern vor Gott verantworten. Und was die politische Kultur im Lande betrifft, wünsche ich mir, dass wir von der nicht gar so zentralen Frage der getönten Haare von Kanzler oder Kanzlerin wieder etwas wahrnehmen von dem, was Luther im Kleinen Katechismus zum 8. Gebot sagt: "Wir sollen unseren Nächsten nicht belügen, verraten, verleumden oder seinen Ruf verderben, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren."
Margot Käßmann, evangelische Bischöfin
http://www.welt.de/data/2005/09/17/776638.html?s=4

Anders als alle seine Vorgänger ließ der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) beim Eid den religiösen Zusatz "So wahr mir Gott helfe" weg:
Auch sieben der 15 Minister des Kabinetts von Schröder ließen diesen Zusatz weg - Joschka Fischer (früherer Messdiener - "meine Einstiegsdroge war der Weihrauch") und Jürgen Trittin (wollte einen christlichen Feiertag zu Gunsten eines islamischen Feiertages abschaffen) von den Grünen, Oskar Lafontaine (Jesuitenzögling und Stipendiat des katholischen Studienstiftung Kusanuswerk), Walter Riester, Edelgard Bulmahn und Bodo Hombach von der SPD. (Pressemitteilung 28.10.1998 dpa)
Schröder und Fischer galten lange Zeit als die beliebtesten Politiker Deutschland.

Auch in der sogenannten "C-Parteien" gibt es immer mehr Politiker, denen das Parteiattribut "christlich" wenig oder nichts mehr bedeutet und die es sogar als lästig empfinden.
http://www.welt.de/politik/article3296254/Wie-christlich-ist-die-CDU-eigentlich-noch.html

Die erste muslimische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration in einem deutschen Bundesland (Niedersachsen), Aygül Özkan (CDU) forderte im Namen der weltanschaulichen Neutralität in den öffentlichen Schulen nicht nur Kopftücher zu verbieten, sondern auch die Kreuze.

Beispiel 3: Kein Kreuz im Amtszimmer

Der Direktor der Gästehäuser Hohe Rhön und bayerische Synodale Fritz Schroth bezeichnete das Kreuz als Zeichen der Hoffnung und des Friedens. Es mache deutlich: „Gott meint es gut mit den Menschen.“ Schroth ist Vorsitzender des Ausschusses für Weltmission und Ökumene der bayerischen Synode. Nach seinen Worten müssen Christen ihre missionarische Verantwortung erkennen und wieder stärker wahrnehmen. Schroth und Dekan Michael Wehrwein (Lohr am Main) hatten 2001 Bundeskanzler Gerhard Schröder für seine Arbeitsräume in Berlin ein Kreuz gespendet. Der Kanzler hatte jedoch keine Verwendung dafür und so verstaubte es zwischenzeitlich in einem Lagerraum. Nach einer öffentlichen Debatte hängte ein Mitarbeiter des Kanzleramtes das Kreuz in seinem Dienstzimmer auf. Als Reaktion auf den Streit stellten unterfränkische Schreiner 450 Holzkreuze her. Der Verkaufserlös kam einem Missionskrankenhaus in Papua-Neuguinea und der Berliner Stadtmission zugute.
http://idea.de/cfml/homepage/detail_artikel.cfm?cfid=29834&cftoken=92905687&ArtikelID=30213


Der Umriss eines Kreuzes ist an der Wand des Schwurgerichtsaals L111 im Landgericht Düsseldorf zu sehen.
Das Mosaik-Kreuz wurde, wie alle übrigen Kreuze im Land- und Amtsgericht, abgenommen
http://www.welt.de/politik/deutschland/article6478972/Islamrat-ruft-zum-Respekt-vor-dem-Kruzifix-auf.html

Zuvor erreichten Freigeister und Humanisten, dass das Bundesverfassungsgericht das Anbringung von Kreuzen in staatlichen Pflichtschulen verbat und die bayerische Schulordnung für Volksschulen als nichtig bezeichnete. Im so genannten "Kruzifixurteil" siegte die negative Religionsfreiheit über die positive Religionsfreiheit. Weltanschaulich-religiöse Toleranz entpuppt sich zunehmend als religiöse Indifferenz und Laizismus.

Beispiel 4: Kein Gottesbezug in der EU-Verfassung

Einer der s e h r weit gefassten Vorschläge für einen Gottesbezug in der EU-Verfassung lautete:
Die Werte der Europäischen Union umfassen die Wertvorstellungen derjenigen, die an Gott als die Quelle der Wahrheit, Gerechtigkeit, des Guten und des Schönen glauben, als auch derjenigen, die diesen Glauben nicht teilen, sondern diese universellen Werte aus anderen Quellen herleiten.
Selbst das war schon zu viel Gott für ein vereintes Europa...
http://www.chrismon.de/ctexte/2003/2/2-gs.html

Der ehemalige deutsche Bundespräsident Johannes Rau von der SPD (bekannt als bibelfester "Bruder Johannes") hatte einen Gottesbezug in der EU-Verfassung gefordert. Viele seiner Parteigenossen und auch der C-Politiker setzten sich dafür offensichtlich nur halbherzig oder gar nicht ein.

Der Leiter des Verfassungskonvents in der Verfassung, ein prominenter Gegner des Gottesbezugs in der EU-Verfassung, der ehemalige französische Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing brachte als Glücksbringer eine grüne Porzellanschildkröte als chinesisches Symbol der Zähigkeit mit. Bleibt abzuwarten, ob sie den Laizisten in der EU-Bürokratie Glück bringt ...


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Inzwischen scheint aber eine junge Generation von deutschen Politiker (fast) aller Parteien aus ihrer christlichen Grundlage keinen Hehl zu machen ...
http://www.chrismon.de/ctexte/2005/9/9-1.html

... wäre schön, wenn dadurch Politshows und Medienspektakel, Volksverdummung und Verleumdung zurück gingen ;-)

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