"Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg
Kindergarten St.
Josef - Pädagogisches Konzept
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Unser pädagogisches Konzept - Unsere Schwerpunkte

Um einen Ansatzpunkt für die Förderung zu erhalten, ist es notwendig, die momentane Situation der Kinder bzw. der Kindergruppe zu beobachten und zu erkennen, für welche Themen die Kinder gerade besonders aufnahmebereit sind. So entdecken z.B. die Kinder im Frühjahr die ersten Knospen und Tiere in unserem Garten oder werden von uns darauf aufmerksam gemacht. In unserem Planungsprozess ergibt sich daraus das Leitmotiv "Wir erleben das Erwachen der Natur". Die aktuelle Situation wird somit aufgenommen, entsprechend umgesetzt und weitergeführt. Um all diese Sinneseindrücke zu vertiefen, stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, z.B. die Bilderbuchbetrachtung, das Malen des erlebten mit Wasserfarben, schneiden, falten, kleben. Zusätzlich werden noch unterschiedlichste Materialien im Freispiel bereitgestellt.

Der religiöse Bereich ist mit dem sozialen sehr eng verbunden, denn ein Kind ist nur fähig eine Beziehung zu Gott aufzubauen, wenn es bereits eine Beziehung zu sich, zu anderen und zu seiner Umwelt hat.

Für unsere Arbeit im Kindergarten gilt es, die religiöse Erziehung als ganzes zu sehen. Wir bemühen uns, religiöse Grundhaltungen im täglichen Miteinander erfahrbar zu machen. Hierbei ist es wichtig, daß das Kind Gefühle bewußt erleben, ausleben und verarbeiten kann (z.B. Freude auf die Gruppe, die täglichen Spiele, Vertrauen, aber auch Ärger, Trauer u.ä.). Erst dann kann es sich in andere einfühlen (Empathie). Um dies zu verstärken, erzählen wir Geschichten von Jesus, singen religiöse Lieder, beten gemeinsam und feiern kirchliche Feste.

Wir leben in einer Zeit der sogenannten "Kindergartenreform". Neue pädagogische Erkenntnisse und verschiedene methodische Ansätze werden diskutiert. Unser Anliegen ist es daher, einen Einblick zu geben in die von uns gewählte Arbeitsweise, die "kinderorientierte" Planung nach Heike Zimmer. Wir möchten Ihnen Sicherheit geben auf die Frage: "Wie geht es meinem Kind in diesem Kindergarten, ist es gut aufgehoben?". Gegenseitiges Verständnis und eine gute Zusammenarbeit sollen Ihnen Mut machen, jederzeit offen mit uns zu reden, fragen und Unklarheiten anzusprechen und Erziehungshilfen in Anspruch zu nehmen.

Der Kindergarten unterstützt und ergänzt die familiäre Erziehung, um dem Kind die besten Entwicklungs- und Bildungschancen zu geben. Er gewährt allgemeine und individuelle erzieherische Hilfen, fördert die Persönlichkeitsentwicklung und soziale Verahaltensweisen. Außerdem bietet er kindgemäße Bildungsmöglichkeiten an und versucht Entwicklungsmängel auszugleichen. Anders als früher hat der Kindergarten in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Er gehört heute dazu - fast so wie die Grundschule. Aufgrund der veränderten Familiensituation (überwiegend Kleinfamilien, die sich häufig isolieren) ist es eine wichtige Aufgabe des Kindergartens geworden, generationenübergreifende Beziehungen zu unterstützten und zu fördern. Der Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag soll sich deshalb pädagogisch und organisatorisch an den individuellen Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientieren.
(Grundlage: Artikel 7 des bayerischen Kindergartengesetzes)

Besonders wichtig ist die ganzheitliche Erziehung der Kinder. Das bedeutet, daß für uns



gleichberechtigt nebeneinander stehen.

Womit beschäftigt sich Ihr Kind im Kindergarten ?

Während der Freispielzeit kann das Kind selbständig zwischen dem vielfältigen Spiel- und Beschäftigungsmaterial auswählen, womit es sich beschäftigen möchte, z.B. Bauen, Malen, Basteln, Spielen in der Puppenwohnung, mit Puzzles, Tischspielen wie Memory usw. Die Kinder können sich Ihre Spielkameraden bzw. Spielkameradinnen selber aussuchen und in kleinen und größeren Gruppen oder auch alleine spielen. Für die Erzieher bietet sich während des Freispiels die Möglichkeit, sich dem einzelnen Kind individuell zu widmen.
Außerdem gibt es sogenannte gelenkte Angebote für die ganze Gruppe, wie Erzählungen, Turnen, Gespräche, Lieder, Anschauen von Bilderbüchern, Bastelarbeiten usw. Die Beschäftigungen werden von der Erzieherin nicht wahllos angeboten, sondern sorgfältig geplant und auf die Bedürfnisse der Gruppe abgestimmt.
Bei schönem Wetter halten wir uns im Freien auf unserer Spielwiese auf oder unternehmen Spaziergänge.
Wir veranstalten auch Feste und Feiern, wie Sommerfest, Martinszug, Weihnachtsfeier usw., bei denen auch die Eltern mit einbezogen werden.
Wir wissen und achten, dass Sie als Eltern die erste Verantwortung für Ihr Kind tragen und Ihre Erziehungspflicht ernst nehmen. Wir wollen also in keiner Weise die Familie ersetzen, sondern nur Hilfe anbieten, durch die die persönliche Entwicklung Ihres Kindes gefördert wird.
Wir wünschen, dass Ihr Kind gerne unseren Kindergarten besucht und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen.

Warum Teamarbeit ?

Sinnvolle Kindergartenarbeit erfordert intensive Planung und bewusste Auseinandersetzung mit pädagogischen fragen:
  • Jahrespläne, Rahmenpläne /Leitmotiv) und Wochenpläne werden erarbeitet, diskutiert und abgesprochen
  • Elternabende, Feste und pädagogische Methoden werden ausgearbeitet
  • organisatorische Fragen und Terminabsprachen müssen geklärt werden
  • Informationen müssen weitergegeben und Entscheidungen gemeinsam getroffen werden
  • Fortbildungen werden weitervermittelt
  • Kindbesprechungen werden durchgeführt
  • Reflexionen und Nachbesprechungen sind erforderlich

Während unserer Vorbereitungszeit und im Teamgespräch sollen diese Dinge geklärt werden. Eine kurze Tagesbesprechung findet jeden Morgen statt.

... das sollten Sie auch noch wissen!

Mit welchen Institutionen arbeiten wir zusammen ?

Jeder Kindergarten ist Teil eines Gemeinwesens und hat mit einer Vielzahl von Kontaktinstanzen zu tun. Unsere Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Grundschule Altdorf hat sich als positiv für die Kinder erwiesen. Durch gegenseitige Besuche wird den Kindern Einblick gegeben und Ihnen so die Angst vor dem Neuen und Unbekannten genommen.
Ebenso bedeutsam ist unser Kontakt zur Polizei. Mindestens einmal im Kindergartenjahr besucht uns die Polizei im Kindergarten.
Durch gute Zusammenarbeit von Eltern und Erziehern können rechtzeitig Entwicklungsverzögerungen erkannt werden. ALs zusätzliche Hilfe stehen Frühförderung, Vorsorgeuntersuchung und Beratungsstelle für Kinder, Eltern und Jugendliche zur Verfügung. Bei entsprechenden Elternabenden können Sie sich über die verschiedenen Institutionen informieren. Die Fachberatung der Caritas Eichstätt unterstützt uns hinsichtlich unserer pädagogischen und organisatorischen Arbeit durch Fortbildungsangebote, Arbeitskreise, Fachtagungen und Besuche.


Unsere Schwerpunkte

1. Sinneswahrnehmungen

Erster Schwerpunkt unserer Einrichtung ist die Sinnesschulung. Unsere Kindergartenkinder haben die Möglichkeit in unseren Intensivräumen, die jeder Gruppe angegliedert sind, (Sonnenzimmer, bzw. Elfenzimmer) verschiedenste Sinneswahrnehmungen zu machen. In den meisten Erziehungsinstitutionen wie beispielsweise in den Schulen wird von unseren Kindern vorwiegend reproduktives Denken gefordert. Kinder müssen Buchstaben, Zahlen und Fakten lernen, und diese konkret wiedergeben können. Zudem fehlen ihnen die Freiräume zum Experimentieren und handwerkliche Erfahrungen zu machen. Die Errichtung eines Werkraumes lag uns somit sehr am Herzen.
Das Sammeln von vielen Sinneseindrücken gibt den Kindern die Chance sensibel auf die Umwelt reagieren zu können, sowie ihre gefühlsmäßigen und intuitiven Fähigkeiten weiter zu entwickeln, denn Kinder sind mit allen Sinnen ansprechbar.
Sie erleben das Wachsen , Blühen und Sterben in der Natur intensiver als wir. Kinder sind von Natur aus neugierig und wissbegierig. Sie sind offen für alles Neue und zeigen großes Interesse an der Welt, die sie umgibt und in der sie Leben.

In gleicher Weise schenken sie ihren Emotionen und Gedanken eine große Aufmerksamkeit. Deshalb ist es für ein Kind zunächst wichtig, umfassende Erfahrungen zu sammeln, indem es spürt, berührt und fühlt. Wir sehen es als unsere Aufgabe an diese kindliche Empfindungswelt durch die Sensibilisierung der Sinne positiv zu unterstützen. Beobachten , erleben, fühlen und verstehen - das ist unser Weg hier im Kindergarten St. Josef.

Sensibilität wird generell als eine Gabe bezeichnet, mit der wir die uns ungebende Welt differenziert erfassen und wahrnehmen können. Diese Fähigkeit zur Wahrnehmung und Empfindung, die in unseren Sinnesorganen ihren Sitz hat, kann verschüttet und vergessen werden, doch genauso gut ist es möglich, sie durch verschiedene Praktiken wiederzuentdecken und zu trainieren. Gerade mit Hilfe unserer Sinnesorgane nehmen wir die unterschiedlichsten Informationen unserer vielfältigen Umwelt auf.

Sinneswahrnehmungen können durch kindgerechte Meditationsübungen besser wahrgenommen werden.
Die Fähigkeit, sich etwas «in Gedanken ausmalen zu können, ist ganz wesentlich für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Sie stellt die Grundlage des Seelenlebens dar. In regelmäßigen Abständen praktizieren wir meditative Entspannungsgeschichten. Meditationspraktiken vermindern deutlich Nervosität und Anspannung und beeinflussen Zustände der inneren Unruhe, Reizbarkeit und Anspannung positiv. Die Konzentration verbessert sich spürbar. Meditierende Kinder sind erhöht lern-, und merkfähiger. Unsere Intensivräume sind eigenständige Bereiche, die zu Ruhe und Konzentration führen. Den Materialien, die zur Gestaltung verwendet werden kommt eine hohe ästhetische Bedeutung zu. (Licht, Stoffe, Farben, Düfte, etc.). Der Bereich ist so ausgestattet, das möglichst alle Sinne angesprochen werden. Um immer neue Anreize zu schaffen, denn so entwickelt das Kind Eigeninitiative und Phantasie, werden unsere Sinnesmaterialien im Laufe des Jahres ausgetauscht und zur Lernsteigerung das Angebot dem Entwicklungsstand der Kinder angepasst.

Mit Materialien aus der Natur unterstützen wir die Entwicklungsprozesse, die durch Entspannungsübungen ausgelöst werden, zusätzlich. Natürliche Materialien bieten viel Raum für die Phantasie, denn durch ihre Verschiedenheit regen sie zum Ausprobieren, Entdecken und Erforschen an. Naturmaterialien ermöglichen somit das Sammeln von ganzheitlichen Erfahrungen.

In diesem Bezug sollte auch gleich die Wichtigkeit der religiösen Gestaltung im Alltag des Kindergartens genannt werden. Die Hinführung zum Glauben darf nicht isoliert betrachtet werden, sie integriert sich in unserem ganzen täglichen Leben. In einer guten Atmosphäre des Vertrauens, des Geborgenseins kann das Kind den Glauben erleben und erfahren. Wir bemühen uns, bei den vielfältigen Erlebnissen, im Umgang mit der Schöpfung und mit den Menschen, auf Gott den Urheber aller Dinge und des Lebens hinzuweisen. So danken wir Gott täglich in kindgerechten Gebeten für das reichliche Essen, das uns zuteil wird. Gemeinsame Feste des Kirchenjahres sind für unsere Kinder immer wieder Höhepunkte, in denen der Glaube lebendig zum Ausdruck kommt. Besonderen Wert legen wir bei unseren Kindern auf das aktive Erfahren der belebten Natur. Wir säen und ernten in unserem Garten und es finden sich auch Naturerfahrungen wieder, die wir nach innen verlagern können, denn Umwelt und Natur bieten ständige Lernanreize und erweitern den Erfahrungshorizont des Kindes. Vor Ort entwickelt sich ein intensives Bewusstsein für elementare Zusammenhänge und Naturvorgänge. Neben der Fähigkeit des Staunens und der Freude am Entdecken der natur wird das Empfinden und die Fürsorge für die Umwelt geweckt. Die Achtung vor der Schöpfung wird grundgelegt.

2. Das spielerische Erlernen der englischen Sprache

Besondere Förderung bedarf die Vorschulerziehung unserer Kinder. So wird einmal wöchentlich ab Oktober im Hinblick auf spielerisches Lernen gemeinsam mit den Kindern etwas für die Vorschulmappe erstellt. Ein weiterer Schwerpunkt unseres Kindergartens ist das Erlernen der englischen Sprache. Vorschulkinder haben die Möglichkeit in unserem Musikzimmer, das sich hinter der Bühne befindet, spielerisch die englische Sprache zu erlernen. Nach dem Lesen mehrerer Artikel, die darauf beruhten, wie leicht Kinder im Vorschulalter eine fremde Sprache erlernen können, und welche Vorteile das für ihre allgemeine Entwicklung bringen kann, brachten wir durch spielerische Bewegungserziehung den Kindern schon in den letzten zwei Jahren diese Sprache mit Erfolg näher. Zur Vertiefung des Gelernten hat auch dieses Jahr jedes Kind eine Englischmappe mit Arbeitsblättern erhalten, die der jeweiligen Stunde angepasst sind.

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