"Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg
Hintergrundinformationen zum Webkatalog "Glaube und Kirche im Internet"
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Warum und Wozu ein neuer Webkatalog?

  1. Die themenorientierte Auswahl von Internetadressen ist der Versuch in der chaotischen "Informationsflut" bzw. dem "Datensmog" des Internet eine Orientierungshilfe zu geben. Dabei kann es recht mühselig sein kann, "die Spreu vom Weizen zu trennen". Bei der zum Teil noch mangelnden Akzeptanz und eingeschränkten Nutzung des Mediums Internets ist viel Wertvolles nach wie vor nur in gedruckter Form zugänglich. Die Links wurden grob in drei thematische Schwerpunkte aufgeteilt: Glaubensgrundlagen mit Bibel und Tradition, Betätigungsfelder in der katholischen Kirche für verschiedene Alters- und Zielgruppen sowie Interessenlagen, Glaube und Kirche in historischer und geographischer Dimension. Fünf Suchkategorien werden verwendet: Aufgenommen sind Verweise auf deutsche Volltextversionen der "vielzitierten" (und wenig gelesenen) Amtskirche, wie päpstliche Enzykliken und bischöfliche Schreiben, deren Lektüre vielleicht überraschende Erkenntnisse im Gegensatz zur veröffentlichten Meinung (z.B. Verengung der katholischen Moral auf den Aspekt der Sexualmoral und der Verkehrung der Frohbotschaft zur "Drohbotschaft") vermitteln und mit manchen Vor-Urteilen aufräumt. Aufgeführt sind weiterhin Links auf biographische Informationen über Heilige und exemplarische Menschen (s. Personen), die zeitlose Leit- und Vorbilder sein können, Links auf katholische und christliche Zeitschriften, Zeitungen und Bücher (sowohl in Print- als auch Internet-Version; s. Publikationen), Links auf fast ausschließlich katholische und christliche Vereine, Verbände und Einrichtungen (s. Organisationen/Institutionen) sowie Links auf spirituell bedeutsame Orte der Christenheit (s. Orte). Zusätzlich sind Querverweise auf im jeweiligen Zusammenhang relevante Themen unter anderen Hauptrubriken gesetzt.

  2. Die Linkliste stellt auch einen Versuch dar, den Reichtum des katholischen Glaubens bewußt(er) zu machen, den Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem Woher? Wohin ? und Wozu ? nachzugehen. Der Mensch ist kein eindimensionales, nur materiell geprägtes Wesen sondern im Laufe der Menschheitsgeschichte schon immer transzendental orientiert im Sinne von lateinisch religare, binden als Bindung an eine höheres göttliches Wesen - auch wenn diese Dimension häufig verschüttet zu sein scheint. Die Links zur Bibel - von griechisch biblion, Schriftrolle, Buch - sind als Einladung gedacht, sich mit dem über Jahrhunderte entstandenen "Buch der Bücher", als Urkunde der christlichen Offenbarungsreligion aber auch als herausragendes Zeugnis der Weltliteratur zu befassen. Vielleicht kann der eine oder andere durch die Vorstellung konkreter Gruppierungen und Aktivitäten für die Mitarbeit in der Gemeinde und darüber hinaus gewonnen werden. Möglichkeiten, die verbreitete Anonymität und Isolation, innere Leere, Sinn-,  Hoffnungs- und Perspektivenlosigkeit unserer Zeit zu überwinden, gibt es genug. Den schon Engagierten sollen praktische Arbeitshilfen (thematische Materialien und methodische Hilfen) an die Hand gegeben werden.

  3. Die Liste versteht sich auch als bewusste Auseinandersetzung mit dem von Materialismus, Konsumdenken und Egoismus einerseits und Beliebigkeit, Unverbindlichkeit und Wertrelativismus andererseits geprägten Zeitgeist. Der christliche Glaube ist eben keine "Privatangelegenheit" für's stille Kämmerlein wie manche den Christen einzureden versuchen, die Kirche kein "Verein für Brauchtumspflege". Dabei hat das heute in manchen Kreisen negativ belegte Wort "konservativ" im eigentlichen Sinne des Bewahrens von Werten und von Bewährtem durchaus eine positive Bedeutung. Erinnert sei hier an die Mahnung des Bundespräsidenten Johannes Rau, die Idee des "christlichen Abendlandes" nicht zu einem Restposten verkommen zu lassen und in der pluralistisch-multikulturellen Gesellschaft christliches Profil zu zeigen. Die christlichen Kirchen sollten Ihre Wertvorstellungen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gemeinsam, klar und offensiv vertreten. Dazu sollten sich Christen organisieren, da sich Verbände in der Öffentlichkeit eher Gehör verschaffen können als Einzelpersonen. Der christliche Glaube könnte wieder stärker als identitätsstiftende und zukunftsweisende gesellschaftliche Kraft erfahrbar werden. Christen sollten "politische Menschen" sein, den konstruktiven Dialog mit den Meinungsmachern und Volksvertretern suchen, sich aber auch gegen Unwahrheiten und Unrecht solidarisch erweisen und zur Wehr setzen (s. Verbindungen zu Medien und Politik und Kontroverses: Position beziehen).

  4. Die "Katholizität" des katholischen Glaubens - von Griechisch katholikós, alle betreffend, allgemein - spiegelt sich auch in der Internationalität der Internetquellen (von Kanada bis Südafrika und Norwegen bis ltalien) wieder. Daher werden auch einige besonders interessante fremdsprachige, zumeist englischsprachige Websites aufgeführt. Im schulischen Bereich böte sich hier ein Ansatz für eine fächer-, schul- und länderübergreifende Projektarbeit und Kooperation, für die außer dem World Wide Web auch noch andere Internetdienste wie christliche Newsgruppen und Chats und vor allem Email genutzt werden könnten. Auch so könnte ein Gefühl von "Weltkirche" entstehen und sich fachlich und auch persönlich bereichernde Kontakte mit Schülern und Lehrern anderer Nationen und Rassen ergeben.... Und es sollte alles unternommen werden, dass das vielzitierte "globale Dorf" auch den weniger privilegierten zugänglich wird.

  5. Einzelne Websites wurden auch unter dem Aspekt ausgewählt, dass sie als Anregung für die Gestaltung von bestehenden und neuen Internetangeboten im kirchlichen Raum hinsichtlich der Art und Struktur von Informationen, des Webdesigns und der Benutzerführung. Die Palette umfasst Standardmerkmale und ausgefallenere Funktionen bzw. "Features": E-Mail, Gästebuch, Formular, Webstatistik, Newsgruppe, Mailingliste, Chats, Animation, Soundfile, Videoclip, Livecam, Imagemap, Mapserver-Karte, interaktive Anwendungen, Datenbankanbindungen. Einiges davon lässt sich schon mit Hilfe von kostenloser Freeware bzw. preisgünstiger Shareware sowie kostenlosen E-Mail-Diensten und Webspace-Providern realisieren, wobei aber die Frage der Zuverlässigkeit und des "Images" zu bedenken ist (z.B. Einblendung von Werbebanner auf die kein Einfluss genommen werden kann). Als praktische Hilfe werden einige wenige ausgewählte Internetadressen zum Thema Informationsrecherche und Webpublishing aufgeführt. Bei allen technischen Möglichkeiten sollte letztlich aber die inhaltliche Qualität, der Aussagewert im Vordergrund stehen.
  6. Das Surfen im Internet nicht die Lektüre guter Bücher und noch viel weniger das persönliche Gespräche und die Erfahrung von Gemeinschaft ersetzen. Wichtig ist der Schritt von der virtuellen Beschäftigung hin zur reellen praktischen Betätigung. Dazu braucht man aber nicht "in die Ferne zu schweifen", da es genügend Ansatzpunkte und Aufgaben in den Pfarreien vor Ort und in den Heimatdiözese gibt. So werden - soweit bekannt - nach dem Prinzip "vom Nahen zum Fernen" auch Quellen aus der Region aufgeführt. Da die Linkliste für die katholische Pfarrgemeinde in Altdorf b.Nürnberg erstellt wurde enthält sie auch die Verweise von lokaler Bedeutung. Vereinzelt wurden auch nicht explizit religiöse orientierte, aber wichtige wertorientierte Hintergrundinformationen im jeweiligen Zusammenhang aufgenommen.
  7. Die Linkliste wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Die Auswahl der Dokumente, auf die verlinkt wird, erfolgte auf Grund Ihres jeweiligen Aussagewertes und unabhängig von Ihrem Kontext, der nicht in jedem Falle mitgetragen werden muss. Letztlich braucht jeder mündige Mensch einen kritischen Menschenverstand - Christen würden sagen die (Geistes)Gabe der Unterscheidung im Sinne von gr. krinein, unterscheiden, nämlich zwischen wahr und falsch, gut und böse. In dem schon als "Noosphäre" (von gr. nus, Geist) hochstilisierten Internet herrscht oft ein die menschliche Würde und das religiöse Empfinden verletzender "Ungeist". Da braucht es einen festen Standpunkt, sonst könnten man beim Surfen ganz schön ins Schwimmen kommen ;-)
    Was tun, wenn Sie im Internet auf Kinderpornographie, Gewaltverherrlichung und sonstiges Strafbare stoßen?  Nicht ignorieren sondern reagieren !

  8. Zu guter letzt einige wichtige Quellen... 

    Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die Euch erfüllt.
    1.Petrus 3,15

    Prüfet aber alles, das Gute behaltet!
    1.Thessalonicher 5,21

    Es ist ein unwürdiger Zustand, wenn es von den Mitgliedern der Kirche hingenommen wird, dass das Wort des Heiles durch technische Unzulänglichkeit und unzureichende Mittel gefesselt und gehindert ist
    2. Vatikanisches Konzil, IM 17.

    Die katholischen Institutionen, in ihren verschiedenen Formen und ihren spezifischen Aufgaben, folgen mit konstanter Aufmerksamkeit die Entwicklung moderner Techniken der Werbung und lernen diese rechtzeitig einzusetzen, um so die Botschaft des Evangeliums an die Menschen von heute erwartungsgemäß verbreiten zu können.
    Paul VI., Rede zum Welttag der Kommunikationswissenschaften 1977

 

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