"Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg
Kleine Pfarrchronik
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Historische Entwicklung der Pfarrgemeinde Altdorf - Eine kleine Pfarrchronik

Die Gegend um Altdorf ist uralter Kulturboden, der schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war, wie zahlreiche Funde aus der Steinzeit und aus der Bronzezeit beweisen. Urkundlich tritt der Name "Altdorf" zum ersten Mal 1129 auf im Zusammenhang mit der Nennung eines "Marquard von Altdorf" (vermutlich ein Geistlicher). 1281 wird Altdorf zum ersten Mal als Ort erwähnt, als Kaiser Rudolf von Habsburg "die Seinigen zu Altdorf" vom Zoll in Nürnberg befreite.
Wann das Christentum in unsere Gegend kam, ist unsicher. Aller Wahrscheinlichkeit nach brachten es im 8. Jahrhundert die kolonisierenden Bayern, die von Regensburg aus die Täler nordwärts besiedelten. Als erste Taufkirche dürfte eine hölzerne Kapelle in Rasch gedient haben. Zwischen 1057 und 1075, wohl um 1072, hat Bischof Gundekar II. von Eichstätt neben anderen Kirchen in unserer Umgebung auch eine Kirche in Hagenhausen geweiht (vgl. Geschichte des Bistums Eichstätt). Altdorf aber hatte in frühester Zeit als Mutterkirche die Kirche im nahen Rasch.

1407 wurde in Altdorf eine neue Kirche gebaut, die 1753 teilweise abgebrochen wurde, um die jetzige evangelische Laurentiuskirche zu schaffen. 1504 kam Altdorf in den Besitz der Reichsstadt Nürnberg. Von dort aus wurde 1527 auch in Altdorf die Reformation Martin Luthers eingeführt. Entsprechend dem Grundsatz "cuius regio eius religio", nach dem der Landesherr die Religion seiner Untertanen bestimmte, gab es in den folgenden Jahrhunderten in Altdorf keine Katholiken mehr.

Dies änderte sich erst 1806, als Nürnberg mit seinem ganzen Umland dem Königreich Bayern eingegliedert wurde. Nun kamen wieder vereinzelt Katholiken nach Altdorf, besonders aus der benachbarten Oberpfalz, sei es als Dienstboten oder später als Arbeiter an der Eisenbahnstrecke Nürnberg-Altdorf: Sie wurden zunächst (1828) der katholischen Pfarrei Gnadenberg
zugewiesen.

alte Kirche
Die Pfarrkirche von 1888

Nachdem ihre Zahl aber immer größer wurde, erhielt Dekan Max Limbacher, Pfarrer in Gnadenberg, nach langen Bemühungen endlich 1865 die Genehmigung, in Altdorf einen Betsaal mit Wohnung für Priester und Mesner zu errichten. Er konnte am 24.2.1867 eingeweiht werden
(s. rotepfsp.gif (841 Byte) Festpredigt). Zu dieser Feier kamen die östlich angrenzenden Pfarrgemeinden Gnadenberg, Berg und Hausheim mit ihren Seelsorgern in einer feierlichen Prozession als Ausdruck der geschwisterlichen Verbundenheit mit der kleinen Schar von Katholiken in der Altdorfer Diaspora, einer Verbundenheit, die sich in der Folgezeit noch mehrfach bewähren sollte.

Am 15.3.1876 wurde Altdorf von Bischof Leonrod zur selbständigen Pfarrei erhoben.
1880 erfolgte der Umbau des Betsaals zur Pfarrkirche;
1888 schließlich wurde noch ein kleiner Turm errichtet.
Zur Jahrhundertwende (1900) war die Pfarrei Altdorf auf 750 Katholiken angewachsen, die jedoch über 94 Ortschaften verstreut waren bis hin nach Feucht und Wendelstein, so daß für viele die Entfernungen zu Gottesdienst und Religionsunterricht sehr groß waren. Daß trotzdem soviele ihrer Kirche die Treue gehalten haben, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
 

In den folgenden Jahrzehnten stieg die Zahl der Katholiken in Altdorf kontinuierlich, so daß das Gotteshaus erweitert werden mußte. Die Pläne hierfür waren 1939 weitgehend fertig, der Ausbruch des 2. Weltkrieges aber ließ ihre Verwirklichung nicht mehr zu. Im "Dritten Reich" gerieten auch Altdorfer Pfarrer mit den Nationalsozialisten in Konflikt (vgl. Altdorfer Randnotizen zum Thema Kirche und Nationalsozialismus). Nach dem Krieg und dem Zuzug vieler katholischer Heimatvertriebener aus Schlesien und dem Sudetenland mußte das Gotteshaus endgültig einer neuen, modernen Kirche weichen, die 1951 gebaut wurde.

1956 wurde der Kindergarten St. Josef errichtet, in dem seither Abenberger Ordensschwestern segensreich wirken.

Pfarrkirche
1968 wurde das Pfarrhaus erweitert und modernisiert, 1972 die Pfarrkirche außen renoviert.

Nachdem im Jahr 1972 Hagenhausen und Eismannsberg nach Altdorf eingepfarrt worden waren, wurde 1973/74 die Marienkirche Hagenhausen einer Außen- und Innenrenovierung unterzogen. Starke Risse, die sich bei Turm und Langhaus gebildet hatten, wurden bei einer erneuten, gründlichen Restaurierung 1998/99 beseitigt.

1974 wurde das Roncalli-Haus gebaut, das sich seitdem zu einem echten Zentrum der Begegnung, der Bildung und froher Geselligkeit für die ganze Gemeinde entwickelt hat.

1977 wurde der Kindergarten modernisiert, 1981 die Pfarrkirche innen restauriert und 1982 eine neue Orgel (mit 23 Registern) aus der Werkstatt der Firma Johann Klais, Bonn, eingeweiht. 1993/94 mußte die Pfarrkirche erneut restauriert werden. Dabei wurden an der Westseite die Elisabethkapelle, ein WC, ein Beichtzimmer, ein Eine-Welt-Laden und zwei Lagerräume angebaut.

Im September 1995 wurde der Kindergarten St. Monika in Röthenbach eröffnet.

Auch in den Außenorten entstanden Orte der Andacht.

Einen Überblick über die konfessionelle Verhältnisse in Altdorf und den Filialgemeinden bietet folgende Konfessionsstatistik.

Einen Einblick über die Entwicklungen in unserer Pfarrei erhält man auch durch das Studium der älteren Ausgaben unseres Pfarrbriefes "Kontakt". Eine Sammlung dieser Ausgaben (ab dem Jahr 1999) finden Sie in unserem Archiv.

 

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