Gedanken über das Christsein
   

Neuer Mensch in der Nachfolge Christi - eine anspruchsvolle Berufung

Wer zu Christus gehört, ist ein neuer Mensch geworden.
Bibel, Neues Testament, 2. Korinther 5,17

Echter Christ sein ist kein Kinderspiel.
Johannes Chrysostomus (344-407), griechischer Kirchenlehrer und Patriarch von Konstantinopel

Wer ist denn heutzutage noch ein Christ, wie Christus ihn haben wollte?
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823) deutscher Dichter,

Wie Christus zu sein ist ein Christ sein.
William Penn (1644-1718), englischer Quäker, amerikanischer Poltiker, Gründer von Pennsylvania

Es gibt zwei Arten von Christen: Den Nachfolger Jesu, und dann die billigere Ausgabe davon, den Bewunderer Jesu.
Søren Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller 

Das müssen die Menschen an uns fühlen, wenn eine Kraft des Christentums von uns ausgehen soll, dass wir in allem, was uns begegnet, in allem, was wir tun, Christus suchen.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Es gibt Wesen, bei denen man die Wirklichkeit Christi so lebendig spürt, dass es nicht erlaubt ist zu zweifeln.
Gabriel Marcel (1889-1973), französischer Philosoph, Dramatiker und Kritiker

Als areligiöse Pharisäer bezeichne ich die Leute, die vorgeben, es sei eine Kleinigkeit, Christ zu sein.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

Christ-Sein ist eine wahre Berufung zu einem wahren Beruf; es heißt zu einer Arbeit berufen sein, die nur von einem allein getan werden kann.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin und Mystikerin

Christ ist nicht einfach der Mensch, der human oder auch sozial oder gar religiös zu leben versucht. Christ ist vielmehr nur der, der seine Menschlichkeit, Gesellschaftlichkeit und Religiosität von Christus her zu leben versucht.
Hans Küng (1928-), schweizerischer katholischer Theologe

Neues Selbstbewusstsein

Tust du etwas aus Überzeugung, dass du es tun musst, so schäme dich nicht, dabei gesehen zu werden, und kümmere dich nicht um das Urteil der anderen.
Epiktet (50-138), griechischer Philosoph

Es ist eine wahre Schmach und Schande, dass wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
Johannes Tauler (1300-1361), Straßburger Dominikaner und Mystiker, möglicherweise Schüler Meister Eckarts

Wenn du Christ bist, kommt es nicht so sehr darauf an, was du einmal warst, als darauf, was du jetzt bist.
Corrie ten Boom (1892-1982), niederländischer Schriftsteller, KZ-Überlebender

Der Mensch stirbt mit dem Christen, der Christ aber auch mit dem Menschen.
Alfred Delp (1907-1945), deutscher katholischer Priester, Mitglied des Kreisauer Kreises

Ich bin Christ, weil ich so wahrhaft Mensch sein kann.
Hans Küng (1928-), schweizerischer katholischer Theologe

Ich bin stolz darauf, dass ich Christ bin.
Franz Kamphaus (1932-), deutscher katholischer Theologe, Bischof

Ich bin Christ und das ist gut so! [leider weniger bekannt als das Outing des Oberbürgermeisters von Berlin...]
Arno Backhaus (1950-), deutscher E-fun-gelist

Wir brauchen Christen, die identifizierbar sind und sich nicht feige verstecken.
Peter Hahne (1952-), deutscher Fernsehmodertor und Autor

Wir müssen wieder klarer sagen, dass wir als Christen etwas anbieten können, was keine andere Gruppe sonst bietet, sonst entscheiden sich die Leute einfach nur zwischen Tanzstunden, Sportverein und Kirche.
Katrin Göring-Eckardt (1966-), deutsche Politikerin, Bündnis 90/Die Grünen, Präses der EKD

Glaubwürdigkeit im Reden und Tun

Ein Christ sein heißt nicht von Christus zu schwätzen, sondern ein Leben zu führen, wie er es geführt hat.
Ulrich Zwingli (1484-1531), schweizerischer Reformator

Nicht was wir predigen, sondern was wir tun, macht uns zu Christen.
Francis Bacon (1561-1626) englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann, entwarf die Methodologie der Wissenschaften

Wenn uns die Christen an den Erlöser glauben lassen wollen, lasst sie erlöst handeln.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Wenn ein Mensch kein Christ an dem Ort sein kann, wo er ist, kann er nirgendwo ein Christ sein.
Henry Ward Beecher (1813-1887) US-amerikanischer Prediger

Die Christen müssten erlöster aussehen, wenn ich an ihren Erlöser glauben soll.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Rede über Christus nur dann, wenn du gefragt wirst. Aber lebe so, dass man dich nach Christus fragt.
Paul Claudel (1868-1955), französischer Dichter

Wenn Christen menschlicher wären, wäre die Menschheit christlicher.
Walter Ludin (1945-), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor

Orientierung an christlichen Werten im privaten und öffentlichen Bereich (s.a. Nächsten- und Feindesliebe)

Die Christen begehen keinen Ehebruch. Sie legen kein falsches Zeugnis ab. Sie begehren nicht die Güter ihres Nächsten. Sie ehren Vater und Mutter. Sie lieben ihre Nächsten. Sie urteilen gerecht. Sie vermeiden es anderen etwas zuzufügen, was sie nicht wollen, dass man es ihnen zufüge. Sie tun ihren Feinden gutes. Sie sind freundlich.
Aristides von Athen (125-), frühchristlicher Autor und griechischer Philosoph

Jeder Christ sollte sich mit großem Eifer für die Kirche einsetzen, ihr Liebe entgegenbringen und ihr Wohlergehen und Wachstum wünschen. Mit dem gleichen Eifer sollte er für die Kirche in aller Welt unaufhörlich beten, besonders für die Gemeinde, zu der er gehört.
John Wesley (1703-1791), englischer Theologe, Gründer der Methodisten

Selbst viele so genannten frommen Leute meinen, wenn sie fleißig in die Kirche gingen und gelegentlich mehr oder minder Almosen austeilten, dann sei dem Christentum vollkommen genug getan; beim Kauf und Verkauf, beim Verpachten und Anpachten, überhaupt in den ordinären Geschäften des bürgerlichen Lebens auf die Grundsätze des Christentums zu sehen, sich danach zu richten und auch hier die Liebe Gottes über alles und die Liebe des Nächsten walten zu lassen, das fällt allerdings wenigen ein.
Adolf Kolping (1813-1865), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Als erstes würde ich raten, dass die Christen alle miteinander anfangen müssen, wie Jesus zu leben. Wenn ihr im Geist eures Meisters zu uns kommen wolltet, können wir euch nicht widerstehen.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Die Aufgabe des christlichen Lebens besteht darin, Christus in das eigene Dasein zu übersetzen; im Stoff des täglichen Tuns, der menschlichen Begegnungen, der Fügungen und Schicksale.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph

Ich verstehe mehr denn je, dass das Leben, auch sein Ruhm, leer und ohne Geschmack bleibt, wenn man nicht, immer und unbedingt, Gott im Auge behält. Daraus scheint mit logisch zu folgen, dass man, um glücklich zu sein, für ihn leben und sterben muss, helfend, dass sein Reich komme, entsprechend dem eigenen Alter, der eigenen Stellung, seinen Mitteln, seinem Vermögen, seinem Empfinden.
Georges Bernanos (1888-1948) französischer Dichter, Künder einer geistigen Erneuerung

Christ ist einer, der für andere da ist.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Wie Christen ihre Ehe führen, wie sie ihre Kinder erziehen, wie sie sich als Kollegen benehmen - das alles soll Gottes Wesen und Liebe widerspiegeln.
Strauch, Peter (1943-), evangelischer Theologe, Buchautor und Liedermacher, Präses des Bundes freier evangelischer Gemeinden in Deutschland

In einer Gesellschaft, in der Korruption, Lüge und Betrug auf allen Etagen um sich greift, haben wir Christen kompromisslos anders zu sein.
Peter Strauch (1943-), evangelischer Theologe, Buchautor und Liedermacher, Präses des Bundes freier evangelischer Gemeinden in Deutschland

Freude und Fröhlichkeit (s.a. Begeisterung und Enthusiasmus)

Ein Christ soll und muss ein fröhlicher Mensch sein. Wenn er es nicht ist, dann ist er vom Teufel verseucht.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Wie paradox ist unser christliches Leben geworden! Wir sind in der Tat reich - und glauben doch arm zu sein. Wir leben - und meinen, wir seien halb tot. Wir können der Welt unsere Freude anbieten - und zeigen nur Wehmut.
Chiara Lubich (1920-), italienische Lehrerin, Begründerin der Fokolarbewegung

Versuche jederzeit die Freude und das Glück zu zeigen, dass du Christ bist.
Michel Quoist (1921-1997), französischer Theologe und Autor

Mut zum Bekenntnis

Zu dieser Guten Nachricht bekenne ich mich ohne jede Furcht; denn in ihr wirkt Gottes Macht.
Bibel, Neues Testament, Römer 1,16

Wehe denen, die von dir, o Gott, schweigen, da sie reden könnten, aber stumm bleiben.
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Ich werde meine Religion bekennen, weil ich eine habe, und ich werde sie öffentlich bekennen, weil ich das Herz dazu habe.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Es ziemt dem Christen, der kompromisslos an der Vervollkommnung seines Christentums arbeitet, in keiner Weise, sich der Pflicht zum Widerstand gegen das Übel zu entziehen.
Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer Theologe, Geologe und Anthropologe

Verleugne um des Friedens und der Ruhe willen nie deine Überzeugungen.
Dag Hammarskjöld (1905-1961), schwedischer Politiker, UN-Generalsekretär, Friedensnobelpreis 1961 (posthum)

Das ist doch im Grunde und zuletzt der freie Mensch: der Mensch, der sich nicht mehr fürchten muss. Wer bekennt, muss sich nicht mehr fürchten. Er hat, indem er bekennt, alles, was er fürchten könnte, hinter sich gelassen. Und so ist er ein freier Mensch.
Karl Barth (1886-1968), Schweizer evangelisch-reformierter Theologe



       

 
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